• Hallo!!


    Eine Frage an die Wiener Opernfreunde:


    Wer kennt die Fidelio Inszenierung an der Wiener Staatsoper??
    Ich möchte sie mir mit meinem Schwiegervater in spe ansehen, da er Interesse an der Oper zeigt, da ich und er aber keinen modernen Müll sehen wollen, meine Frage?? Ist die Inszenierung halbwegs konservativ? Ist das Bühnenbild passend?


    Vielen Dank im Voraus!


    LG joschi

  • Hallo Joschi, ich war leider schon elendslang in keinem "Fidelio" und habe nur mehr nebulose Erinerungen an die Inszenierung, aber wenn du auf die homepage der WSO gehst, dann Spiielplan März anklickst, siehst du ein Szenenfoto. Vielleicht gibt dir das einen kleinen Eindruck. Edwin weiß sicher besser Bescheid, vieleicht beantwortet er dir deine Frage.
    lg Severina


  • Von der Inszenierung (Otto Schenk) wird nicht mehr viel vorhanden sein, was aber wohl keinen Unterschied macht ...
    Die Bühnenbilder sind von Schneider Siemssen.
    Also genau das, was du möchtest, denke ich mal.

    Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

  • Die Schenk-Inszenierung des Fidelio ist wahrlich alt genug! Sie hatte 1970 im Theater an der Wien Premiere (Bernstein; Jones, King) - damals eine sensationelle Premiere!


    2004 gab es eine "Neueinstudierung" - wobei endgültig von der ursprünglichen Schenk-Regie so gut wie nichts übrigblieb.


    Die Bühnenbilder sind - wie schon erwähnt - von Schneider-Siemssen. Aber meiner Meinung nach eine seiner guten Arbeiten. Ich hab's damals als sehr schön empfunden - inzwischen sind 36 Jahre vergangen und heute hat man doch etwas andere Ansprüche. Auch das konservative Klientel (so wie ich) würd sich inzwischen eine Neuinszenierung wünschen (bloß wer weiß, was da wieder herauskäm...)


    Wenn du konventionelle Inszenierungen magst, wird's dir gefallen. Eine bühnenbildnerisch noch immer schöne Idee ist die fast bühnenfüllend sich öffnende Zugbrücke im letzten Akt. Ein kleines Bild aus dem 2. Akt sieht man auf der WSO-Homepage.


    Wiener Staatsoper - Fidelio


    lg Eva

  • Hallo!!


    Zuerst einmal danke für euer Empfehlungen und Ratschläge, aber ich kann mir die Oper nun doch nicht ansehen. Die Gründe will ich kurz erläutern:


    War gestern, am ersten Verkaufstag für die Vorstellung beim Kartenvorverkauf, und zwar um 930Uhr. Da gab es keine Karten mehr, die waren alle um 8:30ausverkauft. Der "Kartenmann" bot mir Karten ab 98€ an. Da ich kein Einkommen hab ist mir das zuviel und ich war eigentlich umsonst in Wien, da man über Internet auch nur "Restkarten" bekommt.
    Tja, kann man nix machen!!


    LG joschi

  • Zitat

    Zitat Severina
    Edwin weiß sicher besser Bescheid, vieleicht beantwortet er dir deine Frage.


    Da sich das jetzt erübrigt, beantworte ich gerne die Frage - sonst hätte ich nämlich wirklich abraten müssen; aber ich bin der Meinung, daß man jede Gelegenheit einer Live-Aufführung ergreifen sollte. Nicht nur beim "Fidelio" übrigens.


    Wie alt die Inszenierung ist, spielt keine Rolle. Sie stammt zwar aus Schenks besseren Tagen, war aber immer konservativ und verstaubt. Kulissiges Bühnenbild, das Schenk'sche Menscheln wird wohl vorbei sein, also wahrscheinlich Personenarrangements nach Abendspielleiter-Gusto.


    Die Sensation war seinerzeit, eine absolute Top-Besetzung bieten zu können und Bernstein eine Spielwiese für seine mitunter etwas seltsamen (aber meist spannenden) Ideen zu eröffnen.


    Insgesamt würde ich von durchschnittlichem Repertoireniveau mit Tendenz zur Langeweile sprechen.


    :hello:

  • Zitat

    Original von Edwin Baumgartner
    [QUOTE]Zitat Severina
    Edwin weiß sicher besser Bescheid, vieleicht beantwortet er dir deine Frage.


    ... aber ich bin der Meinung, daß man jede Gelegenheit einer Live-Aufführung ergreifen sollte. Nicht nur beim "Fidelio" übrigens.
    Insgesamt würde ich von durchschnittlichem Repertoireniveau mit Tendenz zur Langeweile sprechen.
    :hello:[/quote


    Fidelio vereint Höchst-Dramatik und Langeweile auf engstem Raum. Ein Unikum.

  • Seit ich bei Fidelio fast nur noch auf das Orchester höre, liebe ich diese Oper.


    Das mit dem Kartenverkauf ist mir auch schon oft passiert. Manchmal war ich die dritte oder fünfte Person in der Reihe (bei Schalter-Öffnung am 1. Vorverkaufstag), und es gab nur noch schlechte Karten oder einzelne ganz teure. Wahrscheinlich braucht man Beziehungen!

    Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

  • Zitat

    Original von Theophilus
    Internet-Reservierungen bzw. Bestellungen!


    Kann ich da auch angeben, wo ich sitzen möchte?
    Wenn ich nur die Preiskategorie sage, habe ich ja wieder nicht meinen Parterreplatz.

    Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

  • Wenn man ganz sicher gehen will bestellt man schon vor Verkaufsbeginn (mehr als 30 Tage vorher) via Internet "Standby" - da kann man jedenfalls ziemlich genau eingrenzen, wo man sitzen will. Ich schreib halt immer in das Infofeld z.B.: "Bitte Galerie Mitte oder Halbmitte, keinesfalls hintere Logenplätze"
    So passiert das nämlich: Für die Standby-Besteller von auswärts gibts ein eigenes Kontingent und diese Karten sind dann halt schon weg, wenn man sich am 1. Tag bei der Kassa anstellt.
    Für häufigeren Gebrauch gibt es eine Bundestheater-Kundenkarte - damit funktioniert das Internet-Bestellen so gut wie immer! Am 1. Vorverkaufstag kommt dann ein nettes e-mail: "Wir haben 2 Karten für Sie..."
    Seit ich nicht mehr in Wien wohne, machen wir das einfach so - und immer mit Erfolg.
    LG Eva


    Näheres auch unter www.culturall.at

  • Zitat

    Original von DonBasilio


    Für die Fidelio-Vorstellung, die ich besuchen wóllte, waren die Internet-Käufer benachteiligt, da nach Angabe des Kartenmannes alles ausverkauft war!!


    LG joschi


    Soviel ich weiß, startet der Internet-Verkauf erst 24 Stunden nach dem offiziellen Vorverkauf...


    Aber Parterre-Stehplatz (3,50 Euro, Garderobe ist seit diesem Jahr kostenlos) ist einem Balkon-Sitzplatz allemal vorzuziehen!! Vor allem kleine Menschen sehen nichts anderes als - Geländer...

  • Zitat

    Original von Wanderer


    Soviel ich weiß, startet der Internet-Verkauf erst 24 Stunden nach dem offiziellen Vorverkauf...


    Die Stand-By-Bestellungen gehen gleich weg. Ich bin nur nicht sicher, ob nur jene von Leuten, die über eine Bundestheater-Card verfügen.