Eigenes von Padre

  • Nun gut, Barezzi wollte etwas von mir hören. Etwas Leichtes mit Endreim.


    Die Flunder


    Oh, Wunder, oh Wunder
    man nahm das Frost -Gen aus der Flunder
    und pflanzte es in die Tomate
    damit sie auch bei Frost gerate.


    Die Flunder die nun ohne Gen
    rein äußerlich kann man nichts sehn
    strebt nun zu wärmere Gewässer
    da geht es ihr bedeutend besser.


    Der Tomate sieht man es auch nicht an,
    dass sie nun Frost vertragen kann
    deshalb braucht man im hohen Norden, nicht länger zu warten
    auf angepasste, transgene Tomaten.
    Padre

  • Hallo Padre,


    nachdem Du auch schon an anderen Orten kurze Reime niedergeschrieben hast, ist es doch prima, dass Du hier Dein kleines Eckchen für die kreative Ader gefunden hast :yes:


    :hello:
    Stefan

  • Hallo Padre,


    nettes witziges Gedicht, ich hätte zwei kleine Verbesserungsvorschläge: Ändere das "zu" aus der zweiten Strophe in "in" und nimm das Komma hinter "Norden" weg und füge es hinter "Frost vertragen kann" ein.


    Ich bin kleinlich, ich weiß ;)

    „People may say I can't sing, but no one can ever say I didn't sing."
    Florence Foster-Jenkins (1868-1944)

  • Nun den:


    Die Scholle
    Eine Scholle schwamm einst nach Brösen ( Brösen Ostseebad)
    und wollt im seichten Wasser dösen.
    Da kam von Raubfisch von den Bösen
    und wollte die Scholle im Schlaf erlösen.


    Doch unsere kleine Ostseescholle,
    machte eine Vorwärtsrolle,
    der Raubfisch biss sogleich daneben,
    die Scholle blieb deshalb am Leben.


    So blieb verschont wie durch ein Wunder,
    die liebe, kleine Ostseeflunder
    und kann nun weiter unweit von Brösen,
    im warmen Ostseeewasser dösen.
    Padre

  • Ein Fisch-Limerick ginge dann so:


    Der Zander


    Aus der Schelde zog einst man ´nen Zander,
    Benutze ihn drauf als Expander.
    Am Schwanz und am Kopf
    Zerrt´ man an dem Tropf,
    Bis endlich er brach auseinander.


    :hello:


    GiselherHH

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • GiselherrHH,
    Limmerick sind Fünfzeiler oder?
    Habe in Otterndorf , Kreis-Land Hadeln gewohnt und selber Zander gefangen.
    Ich habe ja gesagt , dass ich mit meinen banalen Texte, Klingsor nicht das Wasser reichen kann.
    Ein bescheidener
    Padre

  • Hallo Padre,


    ja. Fünfzeiler mit dem Reimschema a-a-b-b-a, wobei a wohl meist neun- und b meist fünfsilbig ist (jedenfalls bei den Limericks. die ich kenne)- Ansonsten: jeder, wie er kann und will. Da fällt mir das Gernhardt-Gedicht mit den Ernsten auf hohen Kothurnen und den Spaßmachern ein, aber aus urheberrechtlichen Gründen verbietet sich wohl ein Zitat.


    :hello:


    GiselherHH


    P.S.: Otterndorf ist mir als gebürtigem Cuxhavener natürlich wohlbekannt. Hast Du die Zander direkt aus der Medem gefischt?

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • Hallo klingsor,


    auf der deutschen wikipedia-Seite gibt es einen sehr guten Artikel. Gewisse Regeln gibt es, aber allzu streng werden sie nicht gehandhabt...
    Sie sind jedenfalls einfacher zu begreifen als die "Meistersinger"-Tabulatur.


    :hello:


    GiselherHH

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • Noch etwas expirimentelle Lyrik aus Padres Motten kiste.


    Der Weg


    Lieber Bruder,ich habe dich gerufen
    der Weg zu dir ist voller Gefahren
    weil ich dich gestern hörte rufen
    das habe ich am Leib erfahren.


    Ich hatte mich zu dir bewegt
    doch plötzlich sah ich nur noch Nebel
    und dabei keine Angst gehegt
    und schaltete zurück den Hebel.


    Das Ziel, von Ferne sehr verschwommen
    und wollte machen gleich die Wende
    dort werde ich wohl nie hinkommen
    bevor nun käme schon das Ende.


    Doch plötzlich, schien aus der Ferne Licht
    Bruder komm!
    und eine bekannte Stimme spricht
    ich war im Leben auch nicht fromm.


    Padre

  • Frist


    Es geht um die Frist
    die einen noch gegegen ist
    es geht um die Zeit, den Augenblick
    Es geht zu richten den Blick zurück.


    Es darum Bilanz zuziehen
    und zum Gebet sich nierderknien
    um zu gedenken aller Gnade
    die einem im Leben widerfahre.


    Freue dich am Glück
    und sein es nur ein kleines Stück
    die Lebensuhr stets weiterrückt.


    in Freude und mit Dankbarkeit
    bedenken schöner Erdenzeit
    und doch bereit sein alle Zeit.


    Padre :hello:

  • Augenblicke


    Wälder stehn im satten Grün
    weiße Quellwolken am Himmel ziehn
    türmen sich auf, wie Berge aus Schnee
    von der Ferne ich Vögel seh.


    Leichte Brise bewegt die Blätter
    wie wird morgen wohl das Wetter
    gelegentlich zeigt sich schüchtern blau
    schau nach oben und vertrau.


    Padre

  • Hallo Wulf,
    selbstverständlich möchte ich, dass ich auf Fehler aufmerksam gemacht werde.In meinem Konsept steht es wichtig.
    Auch sonst, was Rhythmus, Versmaß und ähnliches anbelangt bin ich für Hinweise dankbar.
    Viele Grüße
    Padre

  • Zitat

    Original von Padre
    Auch sonst, was Rhythmus, Versmaß und ähnliches anbelangt bin ich für Hinweise dankbar.


    Ja, da holperts aber... mein antiseptischer Vorschlag wäre:


    Augenblicke


    Wälder stehn im satten Grün
    Weiße Schaf' am Himmel ziehn
    Türmen hoch wie Berg' aus Schnee
    Von der Fern' ich Vögel seh.


    Leichte Brise kost die Blätter
    Wie wird morgen wohl das Wetter?
    Manchmal zeigt sich scheu das blau
    Schau nach oben und vertrau'!



    :hello:


    Filius

  • Frist


    Es geht um die Frist,
    Die Dir nun noch bleibt.
    So nutze die Zeit
    Und schau, wer Du bist.


    Es geht darum, Bilanz zuziehen
    Und zum Gebet sich nierderzuknien.
    Um zu gedenken all der Gnaden,
    Die Dir im Leben wiederfahren.


    Freu Dich am Glück
    Und sei's nur ein Stück -
    Die Lebensuhr stets weitertickt.


    In Freude und mit Dankbarkeit
    Bedenke Deiner Erdenzeit
    Und doch bereit sei alle Zeit!


    :hello:

  • Die Scholle


    Eine Scholle schwamm dereinst nach Brösen (Brösen Ostseebad)
    und wollt im seichten Wasser dösen. (dachte wohl, sie sei in Trinidad)
    Da kam ein Raubfisch von den Bösen
    und wollt' die Scholl' im Schlaf erlösen.


    Doch unsere kleine Ostseescholle
    machte eine Vorwärtsrolle.
    Der Raubfisch biss sogleich daneben,
    die Scholle blieb daher am Leben.


    So blieb verschont wie durch ein Wunder,
    die liebe, kleine Ostseeflunder
    und kann nun weiter unweit Brösen,
    im warmen Ostseewasser dösen.


    Der Raubfisch gar (der von den Bösen)
    wollt sich noch nicht vom Jagdtrieb lösen.
    Und dachte "So, ich schimme fort" -
    Und fand sich ein an anderm Ort.


    Schwamm durch die Oder, Elbe, Rhein,
    die Mosel, Donau (wie kann's sein?)
    Scheißegal, er kam ganz schnelle
    In die Näh von der Forelle.


    Nun aber, der Bösewicht,
    - damit rechnete er nicht -
    kam der Schubert schnell daher
    und vertont das Desas-ter.


    :baeh01: