Anton Bruckner: Sinfonie Nr 7 in E-dur - die Einzige

  • Hi!


    Wie wahrscheinlich einige schon wissen, besitze ich diese box:



    Spielen werde ich die siebte kommenden september in schweden,


    jemand da im forum aus schweden ?(


    Mehr zu erfahren hier:


    http://www.ooejo.eduhi.at/Sep.-Okt.%202007%20-%20Rudner.htm


    Und weil ich schon so schlau bin ;)


    Anton Bruckner schrieb seine 7. Sinfonie in E-Dur in den Jahren 1881 bis 1883.
    Uraufgeführt wurde das Werk am 30. Dezember 1884 im Leipziger Stadttheater. Der Komponist musste 60 Jahre alt werden, um einen ersten durchschlagenden Erfolg, - später einen Welterfolg - mit dieser neuen Komposition zu erzielen. Schon bald kündigte sich nach der Uraufführung dieser Sinfonie der Siegeszug des Werkes an, und zwar durch Aufführungen in anderen musikalischen Zentren Europas. Etwas später fand die Sinfonie sogar ihren Weg nach Übersee.
    Große Teile dieser in späteren Zeiten bis heute beim Publikum sehr beliebten Sinfonie wurden in St. Florian komponiert, dort, wo Bruckner seine ewige Ruhe unter der großen Orgel fand.


    LG florian


    :hello:

    Gustav Mahler: "Das Wichtigste in der Musik steht nicht in den Noten."

  • Laut Graphologen ist das "gilt nicht" nicht Bruckners Handschrift.

    "Play, man, play!" (M. Davis)
    "We play energy!" (J. Coltrane)

  • Hallo Klaus,


    das ist eine höchst interessante Äußerung. Hast Du dafür eine Quellenangabe zum genaueren nachlesen?

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Hallo


    Es gibt ein Interview mit Georg Solti, wo er darüber erzählt. Er hat sich erst sehr spät Bruckner zugewandt (ich glaube, er war schon an die 60!) und begann mit dem Studium der Siebenten. Bevor er sie zum ersten Mal aufführte, fuhr er nach Wien, um sich in der Nationalbibliothek die Originalpartitur anzusehen und noch einige offene Fragen zu klären. Dort traf er Professor Nowak, mit dem er die Problematik des Beckenschlags besprach. Bruckner hat ihn mit ein paar Takten Musik auf Wunsch von Arthur Nikisch für die Uraufführung nachkomponiert. Diese Hinzufügung wurde im Autograph wieder ausgestrichen, aber nach Stand der Forschung nicht von Bruckner (graphologische Untersuchung).

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Zitat

    Original von Theophilus
    Hallo


    Es gibt ein Interview mit Georg Solti, wo er darüber erzählt. Er hat sich erst sehr spät Bruckner zugewandt (ich glaube, er war schon an die 60!) und begann mit dem Studium der Siebenten. Bevor er sie zum ersten Mal aufführte, fuhr er nach Wien, um sich in der Nationalbibliothek die Originalpartitur anzusehen und noch einige offene Fragen zu klären. Dort traf er Professor Nowak, mit dem er die Problematik des Beckenschlags besprach. Bruckner hat ihn mit ein paar Takten Musik auf Wunsch von Arthur Nikisch für die Uraufführung nachkomponiert. Diese Hinzufügung wurde im Autograph wieder ausgestrichen, aber nach Stand der Forschung nicht von Bruckner (graphologische Untersuchung).


    Hallo Theophilus,


    das Interview ist auf der Laser-Disk (ich weiß nicht ob es mittlerweile eine DVD davon gibt) mit der 7. von Bruckner, Chicago Symphony Orchestra in der Royal Albert Hall von 1978.
    Solti meint dort, der Beckenschlag ist von Bruckner so gewollt. Im Autograph steht darüber "nicht gültig". Lt. Prof. Nowak ist der Zusatz jedoch nicht in Bruckners Handschrift verfaßt und damit selbst nicht gültig.


    LG,
    calaf

    Without deviation from the norm, progress is not possible.
    (Frank Zappa)

  • Über den Einlegestreifen mit dem Beckenschlag gibt es unterschiedliche Auffassungen; es kann sogar sein daß im "gilt nicht" beide Worte von unterschiedlicher Hand stammen. Bruckner hat jedoch auch am Beginn des Satzes in der Instumenten-Vorzeichnung Becken und Triangel und Pauken nachgetragen. Insofern ist es "von Bruckners Hand"; allerdings gibt es im Briefwechsel der Brüder Schalk immerhin den Hinweis, daß der von Nikisch vorgeschlagene Beckenschlag bei Bruckner "durchgesetzt" werden konnte -- eine Formulierung, die für zumindest einigen Widerstand Bruckners spricht. Allerdings wird aus dem ganzen Vorgang klar, daß der Beckenschlag zumindest nicht Bruckners ursprünglicher Absicht entsprach, anders als in der Achten, wo auch in den Frühstadien und Entwürfen das Becken im Adagio stets vorgesehen war.

  • Liebe Forianer:


    Hinweisen möchte ich auf die Aufführungen der Siebenten mit den Wiener Philharmonikern unter Harnoncourt am 25. und 26. 8. 2007 um 11 Uhr im Festspielhaus.


    Sollte eins der Konzerte zufällig im Radio übertragen werden und zufällig jemand eine Aufnahme davon privat mitschneiden?

  • Hallo Ben


    Ö1 überträgt am Sonntag live! Du kannst also zumindest den Live-Stream auch selbst mitschneiden.

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Meine Favoriten:
    FURTWÄNGLER-BPhO(1951, Rom)
    HORENSTEIN-BPhO(1928, Berlin) :jubel:
    van BEINUM-Concertgebouworkest(1953, Amsterdam)
    WAND-BPhO(1999, Berlin)-o h n e Becken und Triangel


    :hello:Heldenbariton

    Wie aus der Ferne längst vergang´ner Zeiten
    GB

  • Nee, ich kann nichts mitschneiden, denn ich habe kein Radio! In meiner Wohnung gibt es keinen Kabelanschluß, und das in Bremen erhältliche, sehr begrenzte Rundfunkprogramm ist eine einzige Katstrophe...

  • ich höre nicht mal Radio im Internet ... ich bin diesbezüglich WIRKLICH altmodisch. Es muß aber, glaubt man der ersten Rezension, ein tolle Konzert gewesen sein. Südtirol Online schrieb auszugsweise wie folgt.


    ******************
    Die Vision Bruckner: „Philharmonisches“ unter Harnoncourt


    Es ist nicht so, dass die Wiener Philharmoniker einen Mangel an hochklassigen Dirigenten beklagen müssten. Aber das größte Feuer, die höchste Präzision entlockt dem Orchester immer noch Nikolaus Harnoncourt.


    Der 77-Jährige formte heute, Samstag, Vormittag im vierten „Philharmonischen“ bei den Salzburger Festspielen ein geistreiches Österreich-Programm, das in einer entfesselten Siebenten Symphonie von Anton Bruckner gipfelte. Großer Applaus im Großen Festspielhaus.


    Bevor man zu Bruckner gelangte, gewährte Harnoncourt einen Blick zurück auf den späten Schubert. (...)


    (...) Und Nikolaus Harnoncourt hatte sich einiges überlegt für seine Version der wohl geläufigsten Bruckner-Symphonie, der „Siebenten“. Von Beginn an spielte er mit den Tempi, verlieh jeder Wendung ihren eigenen Charakter. Und die „Wiener“ folgten mit höchster Aufmerksamkeit, das Blech erfreute mit packender Präzision, der Streicherklang umgarnte und blieb dennoch durchhörbar, die Bässe steuerten den drängenden Puls bei. Beseelt klang das schon im Kopfsatz, dessen Struktur sich auf sinnstiftende Weise und ohne jede akademische Dogmatik offenbarte.


    Im Adagio offenbarte sich Harnoncourts „Vision Bruckner“ vollends. Geradezu kammermusikalisch intim intonierten die Streicher das Hauptmotiv dieser Ode an Wagner, der Ton wandelte sich zu satter, edler Bläserschwere, um schließlich das Seitenthema völlig zu entlüften. Mit stark angezogenem Tempo tänzelte dieses frei von jeglichem Sentiment durch die Reihen, transparent und punktgenau. Eine sinnstiftende Kontrastwirkung, die dem Satz jegliche Länge nahm.


    Ohne größere Überraschungen huschte das feingliedrige und ausbalanciert musizierte Scherzo umher, um die Sinne zu sammeln für ein regelrechtes Heiß-kalt-Finale. Der Dirigent ließ die Philharmoniker anrennen, um abrupt auf die Bremse zu steigen. Geradezu zum Stehen kam der luxuriöse Bläser-Karren in so mancher Wendung. Bis es zur finalen, formvollendet aufgetürmten Entladung kam, vollzog sich dieses Wechselspiel, war jedes kleinste Zwischenmotiv prägnant zu hören. In der Kombination Nikolaus Harnoncourt/Wiener Philharmoniker ist Bruckner stets ein aufs Neue zu entdeckendes Ereignis.


    (Südtirol online, Samstag, 25. August 2007)

  • Bei der heutigen Aufführung (im Radio gehört) zogen sich wohl einige Probleme durch den ersten Satz. Kann das sein, dass ein unruhiges Publikum so die Konzentration stört oder dass einige Musiker durch die Live-Übertragung nervös sind? Es gab im ersten Satz immer wieder unschöne Kiekser, und die verschiedenen Instrumentengruppen drifteten öfter auseinander.


    Was allerdings ab dem Ende des heutigen ersten Satzes folgte, war wieder genau wie in der schönen Südtiroler Rezension beschrieben. Während des ganzen Finalsatzes (genau 11 Minuten) hatte ich vor Aufregung über den fantastischen Orchesterklang Herzklopfen und Tränen in den Augen.

    Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

  • Hallo zusammen,


    um die Diskussion mal wieder ein wenig aufleben zu lassen, stelle ich zwei bemerkenswerte Aufnahme vor:


    Die erste beeindruckt mich in zweierlei Hinsicht



    Die Einspielung entstand 1928 und war die erste elektro-akustische Aufnahme der Berliner Philharmoniker (und die zweite Gesamtaufnahme einer Bruckner-Sinfonie in der Schallplattengeschichte). Jascha Horenstein war zum Zeitpunkt der Einspielung 29 oder 30 Jahre alt.


    Gemessen am Alter klingt die Aufnahme sensationell gut. Natürlich ist ein leichtes Rauschen zu hören, natürlich vernimmt man leichte Verzerrungen, aber die Orchesterstimmen sind klar voneinander zu unterscheiden und recht transparent. Wüßte man nicht das Aufnahmedatum, so würde man es sicherlich ein oder zwei Jahrzehnte später ansiedeln.


    Noch staunenswerter als die Tonqualität ist allerdings die künstlerische.
    Ben Cohrs schrieb in einem Thread über die 9. Sinfonie, daß nach dem 2. Weltkrieg durch u.a. Furtwängler und Jochum die Tempi langsamer wurden. Gleiches mag auch für die 7. Sinfonie gelten, denn schneller als Horenstein spielte in meiner Sammlung nur Michael Gielen die 7. ein.


    An 17'29'', 21'44'', 09'18'' und 10'34'' muß man sich erst einmal gewöhnen; noch mehr aber an die "Modernität" der Interpretation. Sie ist vorwärts gerichtet, klar strukturiert und läßt zu keinem Zeitpunkt Weihe oder Weihrauch aufkommen. So verwundert es kaum, daß Horenstein in sehr schnellen Finale und recht schnelle Adagio das Tempo gelegentlich anzog, anstatt es wie viele "jüngere Kollegen" im Adagio zu bremsen.


    Imo ein "muß" für jeden, der sich ausgiebig mit Bruckner beschäftigt.


    Die zweite Aufnahme hatte Uwe bereits erwähnt (wobei ich nicht ganz sicher bin, ob es die gleiche Aufnahme ist, denn bei mir ist das Aufnahmejahr 1959 angegeben):



    Inzwischen ist die Einspielung auch wieder erhältlich.




    Besonders gut gefällt mir der 1. Satz, der wunderbar "fließt" und fast tänzerisch gerät.
    Noch früher als Bruno Walter (den ich früher lobend erwähnte) ließ Rosbaud den berühmt-berüchtigten Beckenschlag (sowie das gesamte Schlagzeug) weg und lieferte sehr früh einen gewichtigen Beiztrag zum Thema "Partiturtreue".
    Lediglich das Scherzo, das mir stellenweise etwas betulich daherkommt, kann das sehr hohe (auch spielerisch sehr hohe) Niveau der Aufnahme nicht ganz halten, ansonsten gefällt mir die Aufnahme ausgesprochen gut, auch in der Klangqualität.
    Abgesehen von leichten Balanceverschiebungen im abschließenden Tutti des ersten Satzes gerät die Klangqualität sehr gut gestaffelt und transparent.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Ja, Norbert:
    Horenstein, Rosbaud und Walter finde ich die insgesamt schönsten und schlüssigsten Aufnahmen der Siebenten. Wobei in Scherzo und Finale Walter bei mir besonders punktet: Im Scherzo holt er die Nebenstimmen guthörbar heraus und bringt ein wundervoll schwelgerisch-inniges Trio; im Finale ist er der einzige, der ein gemäßigtes Grundzeitmaß wirklich einhält. Ich finde, der Satz wird immer zu schnell genommen; er sollte aber das gleiche Grundzeitmaß wie der Kopfsatz haben. Sonst hört man nicht die Zusammenhänge der Themen der Ecksätze.

  • Sehr gut gefällt mir meine neueste Erwerbung der 7.:



    Es handelt sich um eine Live-Aufnahme vom Dezember 1999 als Kurt Sanderling biblische 87 Jahre alt war.


    Aber nicht nur gemessen am Alter des Dirigenten handelt es sich um eine außergewöhnliche Aufnahme.


    Auffallend sind die gemessenen, stellenweise breiten Tempi, die Sanderling der Sinfonie angedeihen läßt: Mit 21'44'', 25'13'', 10'32'' und 13'45'' "schlägt" er mit einer Gesamtspielzeit von 71'14'' knapp meinen bisherigen "Spitzenreiter" Simon Ratte (Birmingham), aber anders als bei Rattle entdecke ich bei Sanderling eine individuelle Handschrift, eine "Aussage".


    Höhepunkt der Sinfonie ist zweifelsfrei das Adagio, das am Anfang sehr zurückhaltend, leise und verinnerlicht daher kommt. Hanslicks Titulierung der "symphonischen Riesenschlange" findet hier in der Tat eine positive Entsprechung. Sanderling nimmt sich viel Zeit, um die Schönheit und Ergriffenheit der Musik zu betonen, allerdings verzichtet er auf jegliche Effekthascherei. Beckenschlag, Triangel und Schlagzeug sucht und findet man bei ihm vergeblich.


    Überhaupt glänzt die Aufnahme durch organische Entwicklung und nicht durch äußere Effekte. Übermäßige Rubati fehlen eben so wie überdominante Blechbläser.


    Das Orchester hatte einen sehr guten Tag (oder sehr gute Tage, denn es ist nicht ersichtlich, ob es sich um einen Mitschnitt eines Konzerts oder mehrerer Konzerte handelt). Der Orchesterklang ist warm(herzig), sonor, mit gut eingebettetem Blech.


    Trotz moderater Tempi ist das Allegro moderato des ersten Satzes durchaus als solches zu erkennen -in Relation zu den anderen Sätzen. Das Scherzo gerät mir insgesamt eine kleine Spur zu zurückhaltend "gemütlich", offenbart dafür einige Nebenstimmen in den Holzbläsern, die man selten so prägnant hört und die dem Satz stellenweise eine gewisse Keckheit verleihen.


    Das Finale entspricht in meinen Augen exakt Bruckners Beschreibung: "Bewegt, doch nicht schnell" und bildet einen würdigen Schlußpunkt einer bewegenden Aufführung.


    Wenn ich Bruckners 7. warhmherzig und unsentimental hören möchte, dann werde ich künftig sehr gerne zu Sanderling greifen.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Ich kann Norbert nur zustimmen, eine großartige Aufnahme!


    Beim Spielzeitenvergleich wäre allerdings im letzten Satz der Applaus abzuziehen: gespielt werden "nur" 13:17, was für mich gefühlt genau das richtige Tempo ist (in den übrigen drei Spielzeiten sind außerdem sehr großzügig bemessene Pausen enthalten).
    Bleibt nur noch der Wunsch nach antiphonischer Violinenaufstellung übrig, schade.


    Die so hoch gelobte Karajan-Wiener Schlamperei habe ich dagegen schleunigst wieder verkauft :P


    :hello: Khampan

  • Zitat

    Original von Norbert


    Das Finale entspricht in meinen Augen exakt Bruckners Beschreibung: "Bewegt, doch nicht schnell" und bildet einen würdigen Schlußpunkt einer bewegenden Aufführung.


    Wenn ich Bruckners 7. warhmherzig und unsentimental hören möchte, dann werde ich künftig sehr gerne zu Sanderling greifen.


    Lieber Norbert,


    Deine Besprechung hat mich wirklich sehr neugierig gemacht- also habe ich mir die CD gleich bestellt!


    Herzliche Grüße,:hello: :hello:


    Christian

    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

  • Lieber Christian,


    ich hoffe, die Empfehlung ist genau so gut wie die damalige (Bruno Walter betreffend)...


    Ich bin auf Deinen Bericht gespannt.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Zitat

    Original von Norbert


    Ich bin auf Deinen Bericht gespannt.


    Lieber Norbert,


    mit etwas Glück liefert Amazon morgen- und dann wirst Du Dich hoffentlich nicht allzu lange gedulden müssen :D


    Herzliche Grüße,:hello: :hello:


    Christian

    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

  • Zitat

    Original von Gerrit_Stolte


    Für die Haas-Version:




    Ich besitze bisher nur zwei Einspielungen des Werkes, darunter auch eine weitere mit S.Celibidache und dem SWR Radio Symphonie Orchester Stuttgart/ live.



    Diese Aufnahme höre ich sehr gern!
    Die Gesamtspielzeit dürfte mit 66'32 deutlich unter der anderen Aufnahme liegen(?)


    Gruß pt_concours

    Hören, hören und nochmals hören: sich vertraut machen, lieben, schätzen.
    Keine Gefahr der Langeweile, im Gegensatz zu dem, was viele glauben, sondern vielmehr Seelenfrieden.
    Das ist mein bescheidener Rat. (S. Richter, 1978)

  • Zitat

    Original von Norbert
    Lieber Christian,


    ich hoffe, die Empfehlung ist genau so gut wie die damalige (Bruno Walter betreffend)...


    Ich bin auf Deinen Bericht gespannt.


    Lieber Norbert,


    nach dem ersten Hören sage ich uneingeschränkt: Ja! Sanderling erinnert mich sehr an Walter: Sanderling geht ohne Schwenken des großen Weihrauchfasses zu Werke- ohne, dass dies Bruckners Musik in irgendeiner Weise schaden würde. Besonders gefällt mir der schlanke Klang des Orchesters und Sanderlings Tempi! Vergleichsweise zügig ohne in der Breite auseinanderzufließen, was besonders dem Adagio sehr gut bekommt. Das sind erst die ersten spontanen Eindrücke. Nach genauerem Hören dann mehr!


    Herzliche Grüße,:hello: :hello:


    Christian

    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

  • Liebe Bruckner-Fans:
    Aus gegebenem Anlaß erlaube ich mir, auf die beiden Aufführungen der Siebten Bruckners mit dem RSO Stuttgart unter Roger Norrington hinzuweisen, der das Werk meines Wissens erstmals dirigiert.
    Die Konzerte sind am 25. und 26. 9. um 20 Uhr in der Liederhalle. Ich halte dazu jeweils um 19 Uhr die Einführung. Das Konzert am 26. wird live im Radio übertragen. Vielleicht kommt ja der ein oder andere Stuttgarter Taminoaner? Dann bitte zu mir kommen und sich zu erkennen geben!

  • Hingewiesen sei nochmals auf die Live-Übertragung des Konzertes von Roger Norrington am 26. 9. aus der Liederhalle Stuttgart auf SWR II, 20.03. Das Konzert gestern war einfach hinreißend. Ich habe die Siebente noch nie so flüssig, zugleich innerlich glühend gehört. Wer immer schon einmal wissen wollte, wie der Kopfsatz im richtigen Allegro moderato Tempo klingt (und etwa 15.30 dauert), sollte die Sendung nicht verpassen.


    Ein Erlebnis war auch Haydns Sinfonie Es-Dur Nr. 103. Ich habe noch nie einen besseren Haydn gehört. Norrington hatte sogar ein Fortepiano aufgeboten.

  • Zitat

    Original von ben cohrs
    Hingewiesen sei nochmals auf die Live-Übertragung des Konzertes von Roger Norrington am 26. 9. aus der Liederhalle Stuttgart auf SWR II, 20.03. Das Konzert gestern war einfach hinreißend. Ich habe die Siebente noch nie so flüssig, zugleich innerlich glühend gehört. Wer immer schon einmal wissen wollte, wie der Kopfsatz im richtigen Allegro moderato Tempo klingt (und etwa 15.30 dauert), sollte die Sendung nicht verpassen.


    Lieber Ben,


    weißt Du, ob Norrington die Siebte auch auf CD aufnimmt- oder ob das Stuttgarter Konzert vielleicht die Grundlage dafür sein wird?


    Herzliche Grüße,:hello: :hello:


    Christian

    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

  • Hoffentlich nicht, seit seiner 6. Bruckner scheint er der nächste Dirigent zu sein, der mich ruiniert . :wacky: :wacky: :wacky:


    Spaß beiseite, es ist wahrscheinlich und auch wünschenswert.

    Früher rasierte man sich wenn man Beethoven hören wollte. Heute hört man Beethoven wenn man sich rasiert. (Peter Bamm)

  • Zitat

    Original von Caesar73
    weißt Du, ob Norrington die Siebte auch auf CD aufnimmt- oder ob das Stuttgarter Konzert vielleicht die Grundlage dafür sein wird?


    Lieber Christian,


    auch wenn ich nicht Ben bin: Hänssler nimmt mit Norrington und dem RSO Stuttgart alles auf, was nicht niet- und nagelfest ist. Sowohl die Einspielungen der Bruckner- wie auch die der Mahler-Sinfonien sind m.W. auf Vollständigkeit angelegt. Andere Teile des sinfonischen Kernrepertoires gibt's mit Sir Roger ja schon zweimal - und ich zweifele nicht daran, dass uns irgendwann nochmal der dritte Norrington-Beethoven-Zyklus ins Haus steht... :rolleyes:



    Viele Grüße


    Bernd


  • Wobei man klar sagen muss, dass sich Norrington zumindest bei Beethoven beispiellos gesteigert hat. So gesehen wäre Zyklus Nr. 3 eine Überlegung wert...

    Früher rasierte man sich wenn man Beethoven hören wollte. Heute hört man Beethoven wenn man sich rasiert. (Peter Bamm)

  • Hat zufällig jemand die Rezension des Konzertes aus den "Stuttgarter Nachrichten" ("Norrington dirigiert Bruckner")? Ich wäre dankbar um Zusendung per PN.
    :hello:
    Neuerdings sind solche Artikel ja schon im kostenpflichtigen Online-Archiv verschwunden, ehe Google sie überhaupt entdecken kann.
    :angry:
    Kennt jemand zufällig eine bessere Suchmaschine für Zeitungsartikel?
    :no:

  • Hallo Ben,
    manchmal findet man Zeitungsartikel eher auf


    paperball.de


    ... aber den Bruckner-Artikel findet man hier leider auch nicht mehr...

    Beste Grüße!