PREISER RECORDS VIENNA - "Lebendige Vergangenheit"

  • Bevor ich mich in meinem nächsten Beitrag dieser Seris LV 29 zuwende, ist mir - angeregt durch "Buralicchios" Beitrag über Hendrik Appels - der Gedanke gekommen eine Alternativserie zu dieser hier zu starten - nämllich über die Stimmen der Vergangenheit (Schellack- Zeitalter), die 'NICHT durch die Seria "Lebendige Vergangenheit" abgedeckt werden - über den Titel denke ich noch nach.

    Das wäre dann quasi eine Fortsetzung von Jürgen Schmidt. Daß in dieser Serie Stimmen fehlen ist IMO DREI Faktoren geschuldet.


    1) In der ersten Zeit war "Lebendige Vergangenheit" quasi die Fortsetzung eines "Amateurprojekts", wo damalige Sammler seltene Schellacks austauschten und Schmidt - nicht immer ganz legal - Kopien anfertigte und den Sammlern zukommen liess. Die Tonträgerindustrie liss es billigend geschehen, denn sie hatt teilweise ihre alten Matrizen und Bänder bereits vernichtet oder an unauffindbaren Plätzen in den Archiven gebunkert, in der Überzeugung, daß man mit diesen Uralt-Aufnahmen keine Gewinne mehr erzielen könne - es sei denn es wären Leute Wie Caruo und ähnliche Kaliber. Hier ist nicht die Qualität der Stimme ausschlaggebend, sondern die Bekanntheit und vermarktbarkeit. Genau das war die Stärke der Posizion von Jürgen Schmidt, denn die Tonträgerindustrie hatte die "Ganz Großen" plötzlich wieder entdeckt, die Stimmen waren plötzlich vom Copyright befreit und jedermann durfte Kopien herstellen (Dazu ist anzumerken, daß das Schutalter für Tonaufnahmen in meiner frühen Jugend - Mitte der 60er Jahre nich 30 Jahre betrug. Die Stereophonie machte damals MONO-Aufnahmen obsolet (ganze Aufnahmeprojekte in MONO wurden damalsgestoppt) ganz zu schweigen von Schllackaufnahmen aus den 30er Jahren. Es gab da eine Art Stillhalteabkommen: Schmidt verzichtete auf die "Renner" (Caruso, Patti, Melba etc) wogegen im Gegenzug einige Firmen die eigentlich noch geschützen Veröffentlichungen von für sie "uninteressanten" Aufnahmen duldete. Das waren sogenannte Gentelman-Agreements - etwas das heute nicht mehr denkbar wäre.

    Zudem hatte natürlich auch Schmidt gewisse Vorlieben - und zudem stellten nicht alle Sammler nicht ihre Schätze zur verfügung


    2) Es stellte sich heraus, daß das ursprüngliche Konzept - jeder Berühmten Stimme der Sereie - nur EINE LP zu widmen - nicht optimal war.

    Da gab es plötzlich viel mehr Materia - und natürlich schaute man - ein wenig auch darauf, daß man einigermaßen verkäufliche Titel im Programm hatte.

    Da blieb dann manche andere Stimme lediglich im Bereich der Planung stecken..


    3) 1996 ist Otto Preiser gestorben, der die Serie ziemlich Jürgen Schmidt überlassen hatte, er war ebenfalls an alten Stimmen interessiert aber die Brötchen wurden eher mit anderen Bereichen verdient. Die (damals) neue Geschäftleitung war sehr bemüht das interesse an den LV Veröffentlichungen zu stären - unter anderem gab es eine lockere Cooperation mit Tamino Klassikforum - wo der damalige Geschäftsführer Dr. Christoph Ferch sich sehr bemühte die Serie wieder in den Mittelpunkt zu stellen - und Jürgen Schmit zu motivieren. Er organiserte (2007?) ein Treffen zwischen ihm , J.Schmidt und mir im Vorgarten eines gemütlichen Lokals in der Wiener innenstadt und es war angedacht, dass J.Schmidt in einem eigens gestarteten Thread über seine Erfahrungen mit LV berichtete. Leider stellte es sich heraus, daß der in jungen Jahren sehr dynamische und technikaffine J.S es nun leider nicht mehr war, er wollte lediglich Texte via Schreibnschine liefern, die dann von einer Dame der Fa Freise in den Computr übertragen werden sollten, aber das Projekt ist leider eingeschlafen


    hier übrigens ein 11 Jahre alter Clip eines Vortrags von Dr Ferch wo er über neuer Vermarktungmöglichkeiten der CD spricht

    Wens interessiert: ab 31:15 erwähnt er auch das Tamino Klassikforum

    Er war einer der wenigen, die die Bedeutung des Tamino als fördernden Faktor für den Klassik Tonträgermarkt erkannte und hat uns auch immer wieder bei Gesprächen mit der Tonträgerindustrie ins Gespräch gebracht. Deren Begeisterung hielt sich in Grenzen,, da man die "Infkluencer-Qualitäten" des Forums in Zweifel zug, soll heissen, die kritiklose Verbreitung von positiven Kritiken zum Nutzen der Industrie. Die Nutzer seien nicht lenkbar und sehr individuell und eigenwillig (das kann ich mir aber gar nicht vorstellen :hahahaha: ) - nicht das, was man sich eigentlich vorstellt.:P

    Es gibt Tonträgerfirmen, die die Bedeutung des Forums zwar erkennnen - aber für Werbung wollen sie nichts ausgeben - in der Annahme, daß sie umsonst als Trittbrettfahrer profitieren - Ich würde mich nicht darauf verlassen.........:no:




    4) Es ist nicht zu leugnen, daß die Bewunderer von Stimmen der Vergangenheit leider allmählich wegsterben - und zudem noch internet- und teilweise auch computerfeindlich eingestellt sind, und so auch der Markt stirbt. Die Illusion, daß alte Leute in ausreichender Zahl sich alte Stimmen - noch dazu kostenpflichtig - via Internet besorgen - halte ich für das was es ist: eine blauäugige Illusion.


    5) die neue Geschäftsleitung hat - an einer Weiterführung der Serie -aus kaufmännisch verständlichen Gründen - scheinbar kein interesse und so müssen wir

    die Serie "Lebendiger Vergangenheit" als Ganzes gesehen - als historisches Projekt betrachten.

    Auch wenn es wehtut - vor allem für Aufnahmen aus der Zeit der akustischen Aufnahme gibt es kaum mehr Interesse - zumindes nicht genug um eine professionelle Tonträgerproduktion kaufmännisch zu vertreten


    Es gibt aber immer wieder Restbestände oder Second Hand exemplare - und darüber hinaus gibt es wieder ein paar (wenige) Idealisten, die sich DENNOCH für alte Stimmen interessieren. Damit möchte ich mich im Laufe des Jahre - siehe Eröffnung dieses Beitrags - befassen.


    mfg aus Wien

    Alfred


    clck 20.000

    Die Hauptaufgabe eines guten Forenbetreibers ist: AN ALLEM SCHULD ZU SEIN

    Tut er das nicht, dann ist er eigentlich überflüssig....


  • Obwohl dieser schöne Thread nicht zu sehr unterbrochen werden sollte, kann ich nicht umhin, den an Hendrik Appels interessierten Opernfreunden - ich gehöre dazu - seine Diskographie zu empfehlen. In anderer Firm ist sie auch hier zu finden. Und vielleicht möchte ja unser neues Forumsmitglied Buralicchio einen eigenen Thread zu ihn eröffnen. Das wäre doch ein guter Eintstieg. :hello:


    Diskographie von Hendrik Appels:

    1924-1925, Berlin
    Richard Wagner - Tannhäuser: Inbrunst im Herzen (Vox 03314
    Richard Wagner - Lohengrin: Im Fernemland, unnahbar euren Steuern (Gralserzählung) - Vox 03315
    Richard Wagner - Lohengrin: Mein lieber Schwan! (Lohengrins Abschied) - Vox 03315
    Richard Wagner - Die Walküre: Winterstürme wichen dem Wonnemond - Vox 03407
    Richard Wagner - Die Walküre: Ein Schwert verhiess mir der Vater - Vox 03407
    Ruggiero Leoncavallo - Pagliacci: Lache Bajazzo - Vox 03427o
    Ruggiero Leonccavo Leonccci Nein, bin Bajazzo nicht mehr - Vox 03427

    Oktober 1929, Berlin
    Richard Wagner - Lohengrin: Im Fernemland, unnahbar euren Anweisungen (Gralserzählung) - Tri Ergon TE 1172 / Brillant 20
    Richard Wagner - Lohengrin: Mein lieber Schwan! (Lohengrins Abschied) - Tri Ergon TE 1172
    Richard Wagner - Die Meistersinger von Nürnberg: Am stillen Herde in der Winterzeit - Tri Ergon TE 1173 / Brillant 20
    Richard Wagner - Die Meistersinger von Nürnberg: Morgenlich leuchtend - Tri Ergon TE 1173

    März 1930, Berlin
    Richard Wagner - Rienzi: Allmächt'ger Vater, blick herab - Tri Ergon TE 1190 / Brillant 21 / Sternrekord S.5001
    Richard Wagner - Die Walküre: Ein Schwert verhiess mir der Vater - Tri Ergon TE 1190
    Richard Wagner - Die Walküre: Winterstürme wichen dem Wonnemond - Tri Ergon TE 5798 / Colorit 3082
    Richard Wagner - Die Walküre: Siegmund heiß ich - Tri Ergon TE 5798 / Colorit 3082

    November 1930, Berlin
    Ruggiero Leoncavallo - Ich Pagliacci: Immer scharf - Tri Ergon TE 1197

    Ruggiero Leoncavallo - Ich Pagliacci: Jetzt spielen? … Hüll dich in Tand nur - Tri Ergon TE 1197

    Wilhelm Kienzl - Der Evangelimann: Selig sind, wer führt… - Tri Ergon TE 1208 / Brillant 21

    Richard Wagner - Rienzi: Allmächt'ger Vater, blick ern - Tri Ergon TE 1208

    Sommer 1940, Berlin
    Henri Theunisse: Join the Construction, Orchester von Heinz Munsonius - Kristal 22093



    Bevor ich mich in meinem nächsten Beitrag dieser Seris LV 29 zuwende, ist mir - angeregt durch "Buralicchios" Beitrag über Hendrik Appels - der Gedanke gekommen eine Alternativserie zu dieser hier zu starten - nämllich über die Stimmen der Vergangenheit (Schellack- Zeitalter), die 'NICHT durch die Seria "Lebendige Vergangenheit" abgedeckt werden - über den Titel denke ich noch nach.

    Ein sehr guter Plan, ein sehr weites Feld! Ich freue mich auf die Umsetzung.

    Es stellte sich heraus, daß das ursprüngliche Konzept - jeder Berühmten Stimme der Sereie - nur EINE LP zu widmen - nicht optimal war.

    Da gab es plötzlich viel mehr Materia - und natürlich schaute man - ein wenig auch darauf, daß man einigermaßen verkäufliche Titel im Programm hatte.

    Da blieb dann manche andere Stimme lediglich im Bereich der Planung stecken..

    Wenn alle Sänger, die es verdient hätten, in die Serie aufgenommen zu werden, auch tatsächlich berücksichtigt worden wäre, sie hätte noch kein Ende gefunden, und wir hätten es mit einigen hundert Folgen zu tun. Und dann wäre immer noch jemand bekommen, der etwas vermisste. Wiederholt die dringende Empfehlung, sich das Buch von Jürgen Schmidt "Plattl mit Herz" anzuschaffen. Noch ist es auf dem Markt.

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Richard Wagner - Lohengrin: Im Fernemland, unnahbar euren Steuern (Gralserzählung) - Vox 03315

    Richard Wagner - Lohengrin: Im Fernemland, unnahbar euren Anweisungen (Gralserzählung) - Tri Ergon TE 1172 / Brillant 20

    Ist das eine Rückübersetzung aus dem Niederländischen oder sang Hendrik Appels das wirklich so? ;)

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Ist das eine Rückübersetzung aus dem Niederländischen oder sang Hendrik Appels das wirklich so?

    Gut, dass Dir dieser Unsinn aufgefallen ist, lieber Joseph. Nun finde ich die Quellen mit dem Kauderwelsch nicht wieder. Ich kam wohl über Bilder von Appls zu ihr. Die Wege sind ja oft verschlungen. Sei's drum. Besser ist, sich an die Übersucht zu halten, die ich weiter oben nur verlinkt hatte. Ob sie vollständig ist, weiß ich nicht.


    Diskographie Hedrik Appels

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • LV 29 Elisabeth RETHBERG (1894-1976)


    Und schon (oder erst ?) sind wir bei Nr 29 der Lebendigen Vergangenheit angelangt.Die CD ist inzwischen leider schon gestrichen und ich habe sie auch nicht in meiner Sammlung.

    Sie galt zu Lebzeiten als beste Aida - so kann man es bei WIKIPEDIA nachlesen und Toskanini betrachtete sie als die grösste lebende Sopranistin.
    Das Tamino Klassikforum hat allerdings einen Thread im Archiv


    Elisabeth Rethberg - eine große deutsche Sopranistin


    Leider sind die dort zu Preiser führenden Links bereits inaktiv.

    Ebenfalls unerfreulich ist, daß die CD nicht mit dem Inhalt der ursprünglichen LP (Vinyl) identisch ist, Schmidt hat- aus welchen Gründen immer - oft umgestellt..

    Hier wieder ein Tonbeispiel - das nur auf der Vinyl Versionen enthalten ist



    mfg aus Wien

    Alfred


    PS. Tonbeispiele etc bitte im Rethberg-Thread posten.... (siehe Link in diesem Thread)

    Die Hauptaufgabe eines guten Forenbetreibers ist: AN ALLEM SCHULD ZU SEIN

    Tut er das nicht, dann ist er eigentlich überflüssig....


  • LV 30 FRIDA LEIDER (1888-1975)


    fridaleider-fridaleider.jpg


    Diese Platte ist die erste von fünf. Für die Sängerin ist diese Fülle mehr als angemessen. In ihrer Zeit galt sie als eine der führenden, wenn nicht als die führende Hochdramatische. Den großen Frauenpartien von Wagner gab sie ein hohes Maß an Ausdruck und Fülle, ohne die Gesangslinien zu vernachlässigen. Sie klingt lyrischer als alle ihre Kolleginnen. Volumen war bei ihr nicht Lautstärke. Vielmehr war sie in der Lage, Töne so zu fokussieren, dass sie nach Aussagen von Zeitzeugen selbst in den größten Häusern bis hinauf in die obersten Ränge gut zu hören war. Menschlicher gesungen habe ich Wagner nie so gehört wie durch sie. Zum Glück hat die Leider für ihre Zeit verhälnismäßig viele gute Aufnahmen hinterlassen. Preiser brauchte also nur zuzugreifen - und tat es auch. Auf der erste Platte in der Reihe "Lebendige Vergangenheit" sind Arien aus "Armida", "Don Giovanni", "Fidelio" sowie von Wagner das "Siegfried"-Finale mit Rudolf Laubenthal, das gekürzte Liebesduett aus "Tristan" mit Lauriutz Melchior, Isoldes Liebestiod und "Ich sah das Kind" aus "Parsifal" zu hören.


    Der Frida Leider gewidmete Thread bei Tamino ist duchaus ausbaufähig. Und der von mir selbst verfasste Beitrag im Thread "Der Musiker Gräber" ist eigentlich auch etwas knapp ausgefallen. So fehlt der Hinweise auf die kleine Gedenkplatte mit der Aufschrift "Hilde". Dahinter verbirgt sich Hildegard Bahl, mit der die Sängerin bis zu ihrem Tod in einer gemeinsamen Wohnung lebte. Selbst ist sie im Grab ihrer Eltern auf dem Friedhof in Berlin-Schmargendorf beigesetzt.



    Als klingendes Beispiel der hier vorgestellten Platte habe ich mich für die Arie der Armide "Ah! si la liberté" aus der gleichnamigen Oper von Gluck entschieden, die ich für eine ihrer besten Aufnahmen halte:


    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • LV 31 JULIUS PATZAK (1898-1974)


    Julius Patzak, der für mich wienerischste Tenor, ist bei Preiser auch gut gelitten gewesen. Ja, wo denn auch sonst? Dem gebürtigen Wiener sind auch eigene Produktionen der Firma gewidmet. Auf seiner ersten Platte im Rahmen der Serie "Lebendige Vergangenheit" singt er neben seinem Kernrepertoire von Mozart auch Offenbach ("Hoffmann"), Nicolai ("Lustige Weiber"), Smetana "Verkaufte Braut", "Mignon" und "Eugen Onegin". Auch "Ach so fromm" aus der Oper "Martha" ist dabei.


    juliuspatzak-juliuspatzak.jpg


    Ausgewähl als klingendes Beispiel habe ich die Romanze des Fenton "Horch, die Lerche singt im Hain" aus den "Lustigen Weibern von Windsor" von Otto Nicolai:


    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • LV 32 Rosette Anday II (1899-1977)


    150736071_2542316975915035_9012828308675925961_n.jpg?_nc_cat=109&ccb=3&_nc_sid=730e14&_nc_ohc=MA3ronW90-4AX8UyhFd&_nc_ht=scontent-ber1-1.xx&oh=986622e1920f60f16ab731f5ac91638a&oe=60502DDF


    Die ungarische Altistin Rosette Anday, die auch einen Thread bei Tamino hat, wurde von Preiser mit ingsgesamt drei Platten bedacht. Die erste davon mit der Nr. 15 wurde bereits vorgestellt. Die zweite widmet sich der Konzert- und Liedsängerin. In ihrem Wirken war die Anday sehr breit aufgestellt. Zu hören sind Lieder von Franz Schubert, darunter "Des Mädchens Klage", welches als Klangbeispiel ausgewählt wurde. Auch Richard Strauss ist zu hören. Nicht unerwähnt sollen die "Lieder des Abschieds" von Erich Wolfgang Korngold bleiben. Schließlich gibt es noch "Sei stille dem Herr" aus dem Elias" von Mendelssohn mit Orchester und das "Halleluja" von Hummel mit Orgel.


    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • LV 33 Karl Hammes (1896-1939) UND Alexander Sved (1906-1979)



    LV 33 ist wieder einer jener (seltenen) Fälle wo gleich ZWEI Sängerportraits enthalten sind, wahrscheinlich – nein: ziemlich sicher, weil von keinem der beiden Sänger genügend Tonmaterial überliefert ist um eine ganze Platte zu füllen – zumindest nicht zum Zeitpunkt des Erscheinens dieser Langspielplatte. Inwieweit es eine eins zu eins Überspielung auf CD gab ist mir nicht bekannt. Es scheint eher nicht der Fall gewesen zu sein.


    Der deutsche Bariton Karl Hammes (1896-1939) war nicht nur Opernsänger, sondern auch Jagdflieger in beiden Weltkriegen. Am 6. September 1939 wurde er in der Nähe von Warschau abgeschossen.


    Es sind nur wengie Aufnahmen überliefert, aber offenbar doch mehr als die bei Wikipedia erwähnte Aufnahme von Don Giovanni, wo er die Titelrolle sang


    Auf der gezeigten Aufnahme singt er Arien aus


    Tannhäuser

    Carmen

    Schwanda der Dudelsackpfeifer

    Die tote Stadt


    ________________________________________________


    Alexander Sved (1906-1979) war ein ungarischer Bariton


    Seine Stimme wirde am Budapester Konservatorium entdeckt, wo er eigentlich Violine studieren wollte

    Alexander Sved singt auf dieser Aufnahme Arien aus


    Wilhelm Tell

    Macbeth

    Rigoletto

    Ein Maskenball




    Von ihm dürfte es indes DOCH eine weitere CD aus der Seria geben – Mehr davon wenn seine Nummer an deron beiden Reihe ist.


    Von beiden Sängern gibt es keinen Thread im Tamino Klassikforum


    mfg aus Wien

    Alfred

    Die Hauptaufgabe eines guten Forenbetreibers ist: AN ALLEM SCHULD ZU SEIN

    Tut er das nicht, dann ist er eigentlich überflüssig....


  • Von beiden Sängern gibt es keinen Thread im Tamino Klassikforum

    Ich werde später auch noch einen Thread zu Alexander Svéd einrichten. Snmerkung kann dann auch gelöscht werden. Danke.

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Banner Interviebanner 1 Gelbe Rose
  • Lebendige Vergangenheit - Liste der veröffentlichten Schallplatten / 1. Teil

    Hier nun die Auflistung der Schallplatten, die in der Reihe "Lebendige Vergangenheit" erschienen sind. Der besseren Übersicht halber werden Blöcke mit fünfzig Titeln angelegt. Insgesamt sind es 299 Platten. Quelle der Liste ist das Buch "PLATTL MIT HERZ Jürgen Schmidt - Ein Leben für die Schallplatte" (Böhlau 2019)


    1 Richard Mayr I

    2 Maria Jeritza

    3 Emil Schipper I

    4 Maria Nemeth

    5 Alexander Kipnis I

    6 Lotte Schöne

    7 Sigrid Onegin I

    8 Dusolina Giannini

    9 Rudolf Bockelmann

    10 Unvergängliche Stimmen der Wiener Oper I

    11 Lauritz Melchior

    12 Michael Bohnen

    13 Barbara Kemp

    14 Joseph Schwarz I

    15 Rosette Anday I

    16 Tino Pattiera I

    17 Wilhelm Rode

    18 Margarete Klose

    19 Paul Bender

    20 Unvergängliche Stimmen der Wiener Oper II

    21 Max Lorenz

    22 Lotte Lehmann I

    23 Friedrich Schorr

    24 Vera Schwarz

    25 Maria Olzewska

    26 Alfred Piccaver

    27 Ezio Pinza

    28 Karl Aagard Oestvig & Richard Schubert

    29 Elisabeth Rethberg

    30 Frida Leider I

    31 Julius Patzak I

    32 Rosette Anday II

    33 Karl Hammes & Alexander Svéd

    34 Tancredi Pasero

    35 Umberto Urbano

    36 Giacomo Lauri-Volpi

    37 Alexander Kipnis II

    38 Mafalda Salvatini

    39 Emil Schipper II

    40 Emmi Leisner I

    41 Willi Domgraf-Faßbaender

    42 Richard Mayr II

    43 Helge Rosvaenge

    44 Marta Fuchs

    45 Ivar Andrésen

    46 Aureliano Pertile

    47 Karin Branzell

    48 Josef von Manowarda

    49 Josef Herrmann

    50 Sigrid Onegin II

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Lebendige Vergangenheit - Liste der veröffentlichten Schallplatten / 2. Teil

    51 Ludwig Hofmann

    52 Margit Angerer & Alfred Piccaver

    53 Fedor Schaljapin

    54 Koloman von Pataky

    55 Marcel Journet

    56 Theodor Scheidl

    57 Luise Helletsgruber & Adele Kern

    58 Hans Hermann Nissen

    59 Emanuel List

    60 Heinrich Rehkemper & Herbert Janssen

    61 Tino Pattiera II

    62 Trajan Grosavescu & Gunnar Graarud

    63 Margarete Teschemacher I

    64 Margarete Teschemacher II

    65 Hedwig von Debicka

    66 Irene Minghini-Cattaneo

    67 Maria Ivogün I

    68 Maria Ivogün II

    69 Maria Ivogün III

    70 Helene Wildbrunn

    71 Rudolf Gerlach-Rusnak

    72 Miliza Korjus

    73 Margherita Perras

    74 Josef Mann

    75 Maria Gerhardt

    76 Gerhard Hüsch I

    77 Anne Roselle

    78 Franz Völker

    79 Xenia Belmas

    80 Gerhard Hüsch II

    81 Maria Müller

    82 Sigrid Onegin III

    83 Hans Reinmar

    84 Claire Dux

    85 Nazzareno de Angelis

    86 Joseph Schwarz II

    87 Josef Schwarz III

    88 Lily Hafgren

    89 Zinaida Jurewskaja & Gertrud Bindernagel

    90 Apollo Granforte

    91 Berta Kiurina

    92 Alfred Jerger

    93 Felice Hüni-Mihacsek

    94 Lotte Lehmann II

    95 Emil Schipper III

    96 Miguel Fleta

    97 Ivar Andrésen II

    98 Marcel Wittrisch

    99 Emmi Leisner II

    100 Parsifal 3. Aufzug

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • LV 34 Tancredi PASERO (1893-1983)




    Der aus Turin stammende Baß, zählt zu den bedeutendsen dieses Stimmfachs im 20. Jahrhundert. er debütierte 1917 als Ramphis in Aida, sein DebüT an der Mailänder Scala die sein Stammhaus werden sollte, war 1926 als Philipp II untwr Arturo Toscanini, danach folgten der weitere Opernhäuser, wie die MET, New York, Covent Garden, London und die Pariser Oper.


    Auf ursprünglichen LP findet man Arien von Rossini, Bellini, Meyerbeer, Verdi, Boito, Ponchielli und Puccini


    Es gibt einen Thread im Tamino Klassikforum

    Tancredi Pasero - Führender Baß der Mailänder Scala





    mfg aus Wien

    Alfred

    Die Hauptaufgabe eines guten Forenbetreibers ist: AN ALLEM SCHULD ZU SEIN

    Tut er das nicht, dann ist er eigentlich überflüssig....


  • LV 35 Umberto URBANO (1885-1969)


    Der italienische Bariton Umberto URBANO debütierte 1907 in Triest. ibn den 20er Jahren finden wir ihn an der Mailänder Scala. Es sang in Wagner Rollen und auch Verdi. Es gibt weder einen deutschen Wikipedia Eintrag, noch einen Thread über ihn im Forum. Auch der englische und der italienische Beitrag sind eher dürftig.

    Auf der Preiser LV 35

    finden wir Arien von Mozart, Verdi, Donizetti, Gonoud, Thomas, Massenet, Ponchielli, Leoncavallo

    Er sang auch leichteres Reperoire, wie Tosti etc und war auch wegen seines guten Aussehens gefragt.


    https://artsandculture.google.…bano/KgFlAhoACcU0TA?hl=de



    Ich gestehe ganz offen, daß mich seine Stimme nicht begeistert hat...


    mfg aus Wien

    ALfred

    Die Hauptaufgabe eines guten Forenbetreibers ist: AN ALLEM SCHULD ZU SEIN

    Tut er das nicht, dann ist er eigentlich überflüssig....


  • LV 36 Giacomo LAURI-VOLPI (1892-1979)



    Dem Sönger , der zu den grössten Tenören seiner Zeit zählt wird in der Serie

    "Lebendige Vergangenheit" erstmals in Folge 36 ein Stmmportrait gewidmet

    Es gibt über ihn seit April 2006 im Tamino Klassikforum einen eigenen Thread, der es bislang auf 45 Beiträge brachte.


    Giacomo Lauri-Volpi - ein heldischer Belcanto


    Daher werde ich hier nur die CD (urprünglich LP -Vinyl) vorstellen


    Dazu gibt es einiges zu sagen:


    a) die CD hat ein anderes Coverbild als die ursprüngliche Langspielplatte

    b) weder Cd noch LP sind neu noch erhöltlich

    c) Der Link zu cpo wurde von mir wegen des Coverbildes genommmen, denn die Stimmbeispiele sind NICHT von Lauri-Volpi

    (Es handelt sich hier um einen Fehler - Eine Frauenstimme wurde versehentlich verlinkt)


    Die CD enthält Areine von

    BELLINI (Norma, I Puritani)

    VERDI (Rigoletto, Aida)

    GOUNOD (Faust)

    BIZET (Carmen)

    OFFENBACH (Les Conter d' Hoffmann)

    PONCHIELLI (La Gioconda)

    GOMES (Lo schiavo)

    MEYERBEER (L' Africana)

    GIORDANO (Andrea Chenier)

    PUCCINI (Manon Lescaut, Madama Butterfly,Tosca)


    Die Aufnahmen stammen zwischen 1928 und 1934 - also schon aus der "elekrischen Ära"

    Teilweise von HMv, teilweise von Victor, wobei ich den Victor Einspielungen den Vorzug gebe

    Die Aufnahme sind zum Großteil mit der LP ident, aber zuminndest Leoncavallo und Mascagni fehlen.

    Vermutlich hat Jürgen Schmidt sie dann auf einer der nächsten Veröffentlichungen nachgereict.

    Die werden hier gezeigt wenn ihre Nummernan der Reihe sind.

    Ich habe soben einige Arien gehört - und war begeistert. Die Tonqualität ist passend zum Stand der Technik zur Zeit der Aufnahme



    mfg aus Wien

    Alfred

    Die Hauptaufgabe eines guten Forenbetreibers ist: AN ALLEM SCHULD ZU SEIN

    Tut er das nicht, dann ist er eigentlich überflüssig....


  • Danke für A te o Cara.

    Da fragt man sich, warum heute keiner mehr solch einen Ausdruck in der Stimme hat, ganz abgesehen vom Höhenglanz.

    La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.