OPERN DIE NOCH FEHLEN

  • Lieber Gerhard Wischniewski,


    hab vielen Dank für die positive Reaktion. Ja, Felicien David war Franzose und zu seiner Zeit gar nicht einmal so unbekannt. Immerhin existiert von Herculaneum auch eine Klaviertranskription. Darauf gestoßen bin ich im Zuge von beruflichen Recherchen.
    Da ich noch keine Inhaltsangabe verfasst habe, danke ich Dir auch sehr für dir Erläuterung zur Form. Meine passiven Sprachkenntnisse beschränken sich auf italienisch, spanisch, französisch, englisch. Italienisch fällt mir am leichtesten, weil ich auch in Italien gelebt habe, aber die italienischen Opern sind ja sehr gut vertreten.


    Mit bestem Gruß
    JLang

  • Lieber JLang


    Auch ich begrüße Deine Initiative - JEDE Oper ist willkommen!!!
    Dieser Opernführer ist eine "Never Ending Story" - und Generationen von Tamino Mitgliedern haben sich daran beteiligt...


    mfg aus Wien
    Alfred

  • Die Oper "Herculanum" - eine der ganz großen und heute vergessenen französischen Opern - wurde am 8. März 2014 im so genannten Konzertforum des Schlosses von Versailles mit großem Erfolg aufgeführt. Mehr Informationen erwarte ich demnächst und mache sie hier gern - wenn sie etwas taugen - zugänglich. Der Mitschnitt soll auch auf CD erscheinen. Ich freue mich darauf, dass sich JLang des Werkes annimmt.


    Gruß Rheingold

  • Zitat Rheingold1876

    Zitat

    Die Oper "Herculanum" - eine der ganz großen und heute vergessenen französischen Opern - wurde am 8. März 2014 im so genannten Konzertforum des Schlosses von Versailles mit großem Erfolg aufgeführt.


    Lieber Rheingold,
    hab ganz vielen Dank für diese Information, das war mir ganz entgangen. Immerhin bewahrheitet sich - wenn auch verspätet - damit die Einschätzung, die im "Morgenblatt für gebildete Leser 53", S. 355 zu lesen war bzw. immer noch ist: "Diese ist ein großartiges Tonstück von ergreifender Wirkung, und wird nebst den überaus reichen Kostümen und Dekorationen das Werk auf der Bühne erhalten".


    Mit herzlichem Gruß
    JLang

  • Liebe Taminoianer,


    soeben habe ich die 23 Seiten mal durchgeguckt und zolle allen bisherigen Schreibern meinen Respekt für ihre Mühe. Es ist ja schon sehr, sehr viel zusammengekommen. :jubel:


    Trotzdem gibt es einige Opern, die ich persönlich noch schmerzlich vermisse, z.B.:


    - Auber: Le Cheval de bronze (Das bronzene Pferd)
    - Britten: Noye's Fludde (Noahs Flut)
    - Britten: Gloriana
    - Gassmann: L'opera seria
    - Graun: Cleopatra e Cesare
    - Haydn: L'infedelta delusa (Die vereitelte Untreue)
    - Hindemith: Neues vom Tage
    - Paisiello: Der Barbier von Sevilla
    - Reimann: Die Gespenstersonate
    - Reimann: Bernarda Albas Haus
    - Rimski-Korsakow: Die Zarenbraut
    - Schoeck: Erwin und Elmire
    - Smetana: Hubicka (Der Kuss) (Da fehlt ein Sonderzeichen über dem c!, das ich hier irgendwie nicht setzen kann)
    - Strauss: Die schweigsame Frau
    - Telemann: Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe
    - Weber: Silvana
    - Weill: Street scene


    Sollte ich eines dieser Werke übersehen haben, bitte ich um Entschuldigung, aber die genannten Werke gehören für mich unbedingt dazu. Ich wäre auch bereit, sie in den nächsten Wochen und Monaten zu übernehmen - sollte mir im einen oder anderen Fall jemand zuvorkommen, wäre ich aber auch nicht böse... ;)


    Schwierig finde ich in der alphabetischen Übersicht, dass teilweise bei identischen Komponisten mal die originalsprachliche Titelschreibweise und mal die deutsche Übersetzung gewählt wurde. Ich würde die Titel dann so schreiben, wie hier aufgelistet, wenn es keinen Widerspruch gibt, also in der Regel originalsprachlich und dann u.U. in Klammern die deutsche Übersetzung. Bei Telemann bin ich mir spontan nicht sicher, ob deutsch wirklich die Originalsprache war, und im Fall der "Zarenbraut" muss ich spontan passen, was den Originaltitel betrifft, der ja ohnehin schwierig hier einzuführen ist, wenn er eigentlich in kyrillischer Schrift abgefasst ist. Eine einheitlich befriedigende Lösung scheint also tatsächlich schwierig zu sein, obgleich etwa bei den italienischen Opern schon zuerst der italienische Originaltitel stehen könnte und dahinter in Klammern die deutsche Übersetzung anstatt mal so, mal so... 8-)

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

  • Die Oper "Herculanum" - eine der ganz großen und heute vergessenen französischen Opern - wurde am 8. März 2014 im so genannten Konzertforum des Schlosses von Versailles mit großem Erfolg aufgeführt.


    Ein wichtiger Hinweis. Allerdings kenne ich das Werk bisher nur aus zeitgenössischen Kritiken und Berichten. Ein anderes Werk von Félicien-César David allerdings hat wenigstens mit einer Nummer noch überlebt:
    La Perle du Brésil (Die Perle von Brasilien, Komische Oper in 3 Akten, Uraufführung 22. November 1851, Paris)


    Die Titelpartie war bei Kanarienvogel-Sopranen lange Zeit höchst beliebt. Deshalb habe ich Aufnahmen der seinerzeit berühmten Arie "Charmant Oiseau" von vielen Sopranen, unter anderem von Emma Calvé, Selma Kurz, Frieda Hempel, Mado Robin, Roberta Peters Sumi Jo und Amelita Galli-Curci. Irgendwie gleabe ich auch, eine Aufnahme der Sutherland davon zu haben, aber die finde ich eben nicht. Auf jeden Fall: selbst Florence Foster Jenkins hat es sich nicht nehmen lassen, das Stück einzuspielen!
    Wichtiger ist die Oper aber, weil mit ihr sich in Frankreich der sogenante Exotisme Mode wurde!


    Aber ausser dieser Arie und der Ouvertüre habe ich noch nichts von der Musik gehört.
    Immerhin finden sich in alten Opernführern, die bei mir im Regal stehen, Inhaltsangaben!
    Aber das Werk vorstellen, kann ich auf die Basis natürlich leider nicht.
    Aber vielleicht findet sich ja ein anderer Opernfreund, der mehr weiss?


    Beste Grüße


    Caruso41


  • Lieber Caruso,


    wie schön, dass Du nach längerer Abwesenheit wieder im Forum schreibst und besonders als Gesangsexperte unsere Diskussionen bereicherst.


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!


  • Immerhin gibt es diese Oper bald auf CD:
    Lalla-Roukh (Michel Carré/Hyppolite Lucas), opéra comique 2 Akte (12. Mai 1862 Paris, Opéra-Comique)

  • Zitat

    Zitat von Stimmenliebhaber: Ich wäre auch bereit, sie in den nächsten Wochen und Monaten zu übernehmen

    Lieber Stimmenliebhaber,


    ich denke auch im Namen der anderen, die hier noch mitschreiben, zu sprechen, dass wir uns über den Zuwachs freuen. Von den von dir genannten Opern hätte ich keine Libretti, nach denen ich arbeiten könnte (ich nehme mir eine Inhaltsangabe immer nur vor, soweit ich an ein Libretto komme, weil ich festgestellt habe, dass - soweit Inhaltsangaben in den einzigen umfassenden Opernführer von Wagner zu finden sind - diese oft nicht mit dem Originallibretto übereinstimmen, die Opern so pauschal beschreiben und häufiger nicht die Handlung in der tatsächlichen Reihenfolge der Szenen wiedergeben, manchmal sogar innerhalb der einzelnen Akte hin und her springen, so dass man damit kaum eine weniger bekannte Oper verfolgen kann. Oft beruhen sie anscheinend auf Bearbeitungen.
    Da ich nur mit englischen und französischen Libretti und - etwas schwieriger - mit italienischen Libretti zurechtkomme, könnte ich z.B. zu Smetana oder Rimski-Korsakow garnichts sagen, da ich diese Sprachen nicht beherrsche. Dass ich die Inhaltsangabe zu "Der goldene Hahn" und "Fürst Igor" geliefert habe, war reiner Zufall, weil ich neben dem Originaltext eine wortwörtliche Übersetzung besaß.
    Oft kann man den rein deutschen Textbüchern zu Opern in fremder Originalsprache auch nicht trauen, weil es sich manchmal auch um Bearbeitungen handelt. Wegen Rimski-Korsakow schau auch mal unter dem Thema "Klinge, klinge meiner Gusli Klang" nach, wo SchallundWahn damals einige Inhaltsangaben geliefert hat, die eigentlich - entsprechend aufbereitet - in den Opernführer gehören. SchallundWahn ist ja inzwischen wieder ausgeschieden, so dass man sie leider nicht mehr befragen kann, ob sie mit einer Aufbereitung ihrer Texte nach dem Schema des Opernführers einverstanden wäre. Man müsste - um sie in den Opernführer zu bekommen - wohl Inhaltsangaben mit eigenem Wortlaut verfassen. Aber ich kann die entsprechenden Libretti nicht lesen.
    Ich stelle mir unseren Opernführer so vor, dass jeder Besucher hier ein umfassendes Nachschlagewerk finden, nach dem er eine weniger bekannte Oper, wenn er dann einmal die Chance hat, eine solche zu sehen, Szene für Szene inhaltlich verfolgen kann.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
    (Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

  • Auch ich bin froh, wenn wir hier Zuwachs bekommen.
    Die Titel werden wir bei Gelegenheit vereinheitlichen - Die zweite Schreibweise kann vorne im Beitrag bei den "technischen Daten" der Oper angegeben werden - nicht aber im eigentlichen Titel.


    Es ist sehr lobenswert uns auf fehlende Titel hinzuweisen - und noch lobenswerter ist es - sie selbst beizubringen.
    Ich bin nicht so streng wie Gerhard Wischniewsky, der absolute Anlehnung ans Libretto fordert.
    Manche Libretti (Stichwort ->Ries: Die Räuberbraut) sind derart verworren, daß lediglich eine geschickte Inszenierung oder eine geniale Deutung im Opernführer einen einigermaßen logischen Handlungsverlauf vortäuschen kann.....



    Zitat

    Weber: Silvana

    Dieses Werk fehlt NICHT im Opernführer - ich selbst habe es vor etlichen Monaten selbst verfasst.


    Texte im Opernführer dürfen nicht von anderen Quellen abgeschrieben werden - sie müssen mit eigenen Worten erzählt werden...


    mfg aus Wien
    Alfred

  • Zitat

    Zitat von Alfred Schmidt: Texte im Opernführer dürfen nicht von anderen Quellen abgeschrieben werden - sie müssen mit eigenen Worten erzählt werden...

    Und aus diesem Grunde suche ich, um nicht Gefahr zu laufen, den Vorwurf eines Plagiats zu bekommen, wenn ich irgendwo eine Inhaltsangabe finde, immer nach einem Libretto, nach dem ich die Geschichte selbständig erzählen kann. Sicher ist das nicht immer leicht, aber es befriedigt doch mehr. Außerdem sind die Inhaltsangaben weniger bekannter Opern oft sehr grob und halten sich nicht an die Szenenfolge. Und interessant ist es zudem, diese Opern anhand des Librettos zu verfolgen.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
    (Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

  • Dieses Werk fehlt NICHT im Opernführer - ich selbst habe es vor etlichen Monaten selbst verfasst.


    Pardon, das hatte ich übersehen. Ich hatte ja schon gesagt, dass ich es nicht ausschließen kann, etwas zu übersehen, weil der Opernführer eben doch schon eine enorme Quantität erlangt hat und und die Konzentration beim Durchsehen der 23 Seiten Rubriktitel, also Opern, nicht gleichbleibend hoch bleiben kann.


    Im April werde ich beginnen, vermutlich mit "Street scene".

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

  • Lieber Caruso,


    wie schön, dass Du nach längerer Abwesenheit wieder im Forum schreibst und besonders als Gesangsexperte unsere Diskussionen bereicherst.


    Herzlichst
    Operus


    Ja, lieber Operus, ich hatte lange nicht geschrieben.
    Allerdings habe ich immer wieder mal ins Forum hineingeschaut.
    Aber ich hatte nun wirklich ein bisschen wenig Zeit und deshalb musste ich darauf verzichten, auch selber mal was beizusteuern.
    Und - wie Du weisst - es ist nun mal nicht meine Sache, rasch mal eben drei Zeilen aus der Hüfte zu tippen. Hinzu kommt, dass mich die meisten Diskussionen eher wenig interessiert haben. Ich interessiere mich natürlich für vieles, was mit Musik zu tun hat, aber ganz besonders für Oper und Gesangskunst. Beides ist aber gegenwärtig im Forum kein Thema, über das intensivere Diskussionen geführt werden.


    Aber die Frage von Karl-Friedrich Börne, wass den französischer Gesangsstil ist, fand ich lohnend. Deshalb hatte ich gleich Lust, mich einzubringen. Leider ist ja das Thema ansonsten nur auf wenig Interesse gestoßen, aber der Austausch mit Gioconda und Karl-Friedrich Börne war auf jeden Fall lohnend.


    Mal sehen, wie es weiter geht!


    Wie Du sicher gelesen hast, wird ja die Deutsche Oper einen groß angelegten Meyerbeer-Zyklus auf die Bretter bringen. Immerhin mit Dinorah (wohl nur konzertant), Prophet, Hugenotten und Vasco da Gama. Das könnte doch hier im Forum ein Anlass sein, sich intensiver mit diesem so wichtigen Komponisten und seinen Werken zu beschäftigen. Immerhin werden sie gegenwärtig an verschiedenen Bühnen in Europa neu zur Diskussion gestellt. Robert le diable in Monte Carlo, in Gotha und in London, Vasco da Gama in Chemnitz und in Venedig waren ja Aufführungen, die deutlich gemacht haben, dass die Musik Meyerbeers besser ist, als sie viele seiner Kritiker machen!
    Auch die Frage, was denn von den Interpreten gefordert wird, wäre natürlich spannend! Damit wären wir natürlich auch wieder bei der Frage nach dem französischen Stil und bei den Sängern, die ihn beherrschen.


    Wie gesagt:
    Mal sehen, wie es weiter geht!



    Beste Grüße



    Caruso41

  • Auf Stimmenliebhabers Liste zurückkommend kann ich mitteilen, daß ich neben der erwähnten "Zarenbraut" auch "Die schweigsame Frau" im Gerüst fertig habe. Auch Vivaldis "Catone in Utica" harrt noch der endgültigen Fassung. Paisiellos "Barbier" habe ich auch noch auf der "Unvollendeten"-Liste, habe bisher aber wegen der im Großen und Ganzen vorhandenen Übereinstimmung mit Rossini verzichtet.


    :hello: