Kurznotizen aus den Opernhäusern!

  • Zitat

    Original von Alviano
    Sängerisch und musikalisch liegt der Abend auf gutem Stadttheaterniveau.


    Das sollte aber eigentlich nicht der Anspruch des Hauses sein.


    Dennoch vielen Dank fürden tollen Bericht. Ich war am 31.05. drin und kann die Eindrücke so bestätigen. Meiner Meinung nach war es die beste Premiere der Saison. Auch Fionnuala McCarthy und markus Brücksind bei den Sängern positiv hervorzuheben.

  • Im Hintergrund sieht man das Meer, vorne stehen Häuser. Es gibt einen Laufsteg von der Bühne über den Orchestergraben und die 1. Sitzreihe entlang. Ein Haus ist nach vorne offen, es ist das Haus von Otello + Desdemona. Und das Volk vergnügt sich darin, als sei es ein öffentlicher Platz. Otello kommt erschlagen und gestützt von seinen Soldaten auf die Insel, das Wiedersehen mit seiner Frau ist hier keine Privatsache. Als die beiden verschwinden (wohin eigentlich?, sie sind in ihren Privatgemach, Desdemona und Otello werden am Ende in diesem Zimmer, das den Charme eines Krankenhauszimmers hat, sterben) besäuft sich die Menge an Wein, Weib und Gesang. Jago ist so eine Art verschlagener Dandy in Soldatenuniform mit verführerischer Eleganz in der Stimme, Rodrigo ist die Abbildung eines Juden(?) und Cassio ein selbstbewußter Leutnant der gut bei den Frauen ankommt.


    Im 2. Akt wird das Privathaus von der Bühne gerollt, ein bemalter Gazevorhang mit einer Inselsilhouette teilt nun die Bühne in vorderen und hinteren Bereich. Im vorderen läuft die Intrige Jago / Otello, im hinteren Bereich sind Desdemona und Emilia unterwegs. Cassio tritt zu ihnen und man fragt sich auch als Zuschauer, was die sich so lange zu erzählen haben.
    Die Demütigung Desdemonas im 3. Akt vor dem Volk und den Edelleuten geschieht auf dem Laufsteg. Dort ist das Ehepaar alleine, niemand traut sich an Otello heran um ihn zur Räson zu bringen. Er erstickt seine Frau schließlich unter einem Kissen, ermordet sich nach Kenntnis seines Irrtums mit einem Dolch, den ihm Jago gerade zugesteckt hat. Der Wunsch nach dem letzten Kuß bleibt unerfüllt, er stirbt einsam.


    Mir hat die Aufführung mit Einschränkung gefallen. Sie fing schwach an und brauchte bis ca. Mitte 2. Akt um an Spannung zu gewinnen, ab da lohnt sich allerdings mind. ein 2. Besuch. Meinem Eindruck nach liegt die Aufklärung der Darstellung des Otello in seinen letzten Sätzen wenn er sagt "Oh! Gloria! Otello fu." Wenn der Ruhm futsch ist bleibt ein Mensch übrig der sich selbst zu wenig ist. Der Mann ist ein Krieger, er weiß sich in der Schlacht zu schlagen, kann Befehle geben, hat Gewalt über die Männer. Im Privatleben versagt er vollständig. Er ist nicht in der Lage seine Gedanken, Gefühle, Bewegungen zu koordinieren, erwidert nicht eine Umarmung seiner Frau und weiß auch körperlich nicht mit ihr umzugehen. Da hat Jago fast zu leichtes Spiel. Die Qualen des Otello finden immer isoliert statt, er wendet sich in seiner Wut und Hilflosigkeit an niemanden, und scheint sich eher vor den eigenen Hirnwindungen zusammenzukrümmen.


    Sängerisch war Jago der Beste. Ein heller Tenor mit starker Textverständlichkeit. Desdemona hatte eine ausgesprochen starke und laute Stimme, mir fehlten etwas die Abstufungen in der Lautstärke. Gleichzeitig sorgte das zusammen mit ihrem selbstbewußten Auftreten für eine starke Persönlichkeit. Otello war leider ein ziemlicher Schreihalz, auch wenn das zu seinem kriegerischen Gebaren paßte. Die Überraschung war schlicht das Orchester, das ganze Stück klang musikalsich wie die Untermalung einer Schlacht im Krieg mit Trompeten und Kanonendonner. Ob das Blech etwas gequetscht klang weil die unter dem Laufsteg saßen bleibt eine Vermutung.

  • Zitat

    Original von S.Kirch
    Sängerisch war Jago der Beste. Ein heller Tenor mit starker Textverständlichkeit.


    Vielen Dank für den interessanten und anschaulichen Bericht. Allerdings ist Jago ein Bariton und der Sänger Károly Szilágyi, oft in Essen, war zuletzt in Berlin auch als solcher zu hören.

  • Hallo Sonja,
    danke für diese Reportage! Diese Deutung des Otello scheint momentan en vogue zu sein, denn bei uns an der WSO läuft es ähnlich. Auch hier ist er nur als Militär stark, im zwischenmenschlichen Bereich versagt er total, auch hier gibt es keine echte Beziehung zwischen Desdemona und Otello, kaum Körperkontakte, man "friert" als Zuschauer beinahe, und der letzte Kuss bleibt ihm auch bei uns verwehrt.
    lg Severina :hello:

  • Hallo Sonja,
    besten Dank, jetzt weiß ich, was los ist - und daß diese Inszenierung durchaus interessant ist.
    Deinen Bezug auf "Otello fu" finde ich deshalb so spannend, weil Christine Mielitz ihren Wiener "Otello" ihrer eigenen Aussage zufolge ebenfalls auf diesen Satz ausgerichtet hat. Die Mielitz glaubt allerdings, eine weitere Bedeutungsebene in dem Satz zu spüren, und zwar, daß Otellos "Gloria" Desdemona ist, und ihm wird schlagartig bewußt, daß er ohne diese Frau an seiner Seite eben nur ein Kriegsherr ist, der im Frieden nicht bestehen kann.
    Jedenfalls nochmals danke für diesen wirklich aufschlussreichen Bericht!
    :hello:

    ...

  • Zitat

    Original von Kapellmeister Storch


    Vielen Dank für den interessanten und anschaulichen Bericht. Allerdings ist Jago ein Bariton und der Sänger Károly Szilágyi, oft in Essen, war zuletzt in Berlin auch als solcher zu hören.


    Ups, das habe ich ja super hingekriegt mit dem Tenor ;). Bevor nun ganz der Wurm reinkommt: der Sänger in Bonn heißt Mikael Babajanyan. Károly Szilagy singt m.W. den Jago in Wuppertal.


    Das Programmheft des Bonner Otello enthält einen langen Artikel von Frieder Reininghaus (evtl. manchen bekannt als Rezensent der FAZ) unter dem Titel "Othello, Otello und die schwarze Eifersucht bzw. Ot(h)ello und die schwarze Eifersucht".


    Und noch ein Hinweis auf eine Sendung im WDR3 heute abend - da geht es genau um diese Aufführung:


    http://www.wdr.de/radio/wdr3/s…=372138&objektart=Sendung

  • Ausschl. zwei kurze Bemerkungen hierzu:


    Zitat

    Original von Alviano
    Als Iphigenie zögert und sich fast zärtlich an die Brust eines der Opfer legt und sich wünscht, nicht mehr töten zu müssen, erschiessen die Soldaten zwei, drei Priesterinnen um Iphigenie zu zeigen, was mit ihr passiert, wenn sie nicht tut, was von ihr erwartet wird.


    Iphigenie wird selber auch bedroht. Und sie zögert m.E. bei jedem Tod. Das ist es auch, was m.E. diese Frau so auszeichnet. Sie kennt keinen Unterschied zwischen Nahestehenden und Fremden. Bei Orest setzt sie letzten Endes auch das Messer an.


    Zitat

    Das Morden an den Fremden geht weiter.


    Ich scheue mich, in dem Zusammenhang der Taten dieser Frau von Mord zu reden. Sie muß töten, Mord geschieht m. M. nach aus eigener Motivation.

  • Hallo Sophia,


    Zitat

    Und sie zögert m.E. bei jedem Tod


    Das Eingangsbild der "Iphigenie" zeigt es anders: geradezu mechanisch, geschäftsmässig, verrichtet Iphigenie die Tötung des Opfers, da ist kein Zögern, es ist gerade dieser schnelle Ablauf des Geschehens, der mir das Zusehen so schwer machte. Erst ein Bild weiter wird dann der Konflikt, den Iphigenie mit sich austrägt, gezeigt.

  • Zitat

    Original von Alviano
    Mir liegt Carignani überhaupt nicht, vor allem seine Wagner-Dirigate finde ich grauslich. Mich erinnert das alles viel zu sehr an dieses schwer erträgliche karajaneske Zelebrieren von Musik. Deshalb ist klar, dass ich froh bin, wenn der Frankfurter GMD wechselt und mit Sebastian Weigle ein Dirigent antritt, der mir weit mehr liegt. Ich finde zu Carignanis "Simone"-Dirigat keinen Zugang.



    Hallo Alviano,


    Du hast sicher weit mehr Carignani-Dirigate miterlebt als ich. Der "Simone" war für mich seine überzeugendste Arbeit; an Wagner habe ich nur seinen "Parsifal" gehört und fand ihn handwerklich gut, ansonsten relativ unspektakulär, klanglich eher flach. "Karajaneskes Zelebrieren" habe ich eigentlich nicht in Erinnerung - das mag aber daran liegen, dass ich Karajans Wagner (mit Ausnahme des EMI-Tristan und einiger Parsifal-Passagen) gar nicht zelebriert finde ;). Da scheinen wir einfach unterschiedliche Auffassungen zu haben.


    Weigle habe ich nur zweimal gehört ("Freischütz" an der Berliner Staatsoper und "Frau ohne Schatten" in Frankfurt) und fand ihn beidemale sehr überzeugend.



    Zitat

    Nachsatz: Loy scheint tatsächlich sehr empfindlich auf Kritik zu reagieren, das war in der Premiere auch so - und ich denke, dass müsste er schon aushalten können.


    Frühere Loy-Inszenierungen habe ich viel "theatralischer" in Erinnerung als den Frankfurter "Simone" - ich erinnere mich an Massenets "Manon" und Monteverdis "Orfeo", beide in Düsseldorf/Duisburg. Offenbar macht er gerade einen Stilwandel durch...





    Eine Vorstellung, die mich sowohl wegen Dallapiccola wie auch wegen Ravel sehr interessiert hätte. Die Ravel-Oper kenne und liebe ich schon lange (in Form der vorzüglichen Maazel-Aufnahme aus den 60ern), habe sie aber noch nie auf der Bühne gesehen - konnte mir auch nie eine überzeugende Regie vorstellen. Was Du aus Hannover erzählst, klingt jedenfalls sehr interessant.


    Zu Zeit laufen allerdings schon die letzten Vorstellungen; das schaffe ich nicht mehr. Bleibt die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme.


    Viele Grüße


    Bernd

  • Hallo Bernd,


    Den „Prigioniero“ hatte ich schon mehrfach auf der Bühne gesehen, aber „L´Enfant“ war jetzt für mich szenisch auch ganz neu – und da war durchaus meine Konzentration sehr angenehm gefordert, weil die Geschichte eben aus einem anderen Blickwinkel heraus erzählt wurde, als auch ich das vermutet hätte. Es gibt kleine Holprigkeiten, das will ich gar nicht verschweigen – so z. B. am Schluss der kleinen Oper -, aber insgesamt geht das Regie-Konzept von Andrea Schwalbach auf, und das mit durchaus, wenn man denn so will, unspektakulären Bildern. Die Musik passt zu dieser Sicht wirklich gut. Der Witz von Ravels Komposition wird hier ins kantig-sarkastische erweitert und nicht nur die Teekanne und die chinesische Tasse sind dann keine gar so freundlichen Zeitgenossen mehr, auch der Mathe-Lehrer hat hier einen sadistischen Zug. Das funktioniert prima. Vielleicht schaffst Du es, in der kommenden Saison eine Aufführung zu sehen: die Wiederaufnahme ist am 28.09.2007.


    Gruss aus Hessen

  • Woody Allen (71) tritt erstmals als Opernregisseur in Aktion.


    Die Spielzeit 2008/2009 in Los Angeles wird mit seiner Inszenierung von Gianni Schicchi (Puccini) eröffnet.


    Toi, toi, toi, woody!

  • Er hat es ja auch schon unnachahmlich selbst kommentiert:


    Zitat

    Ich habe keine Ahnung, was ich da mache, aber Inkompetenz hat mich noch nie davon abgehalten, eine Sache mit Begeisterung anzupacken!


    Und immerhin ist er ja selbst Musiker. :D


    Gruß
    Sascha

  • Puccinis „Pferde-Oper“ aus dem Jahr 1910 ist nicht allzu häufig auf den Spielplänen zu finden. Zum einen ist das Stück kein solcher Publikumsmagnet, wie andere Werke von Giacomo Puccini (was sicher auch an einer etwas veränderten Musiksprache liegt, als man das von Puccini her kennt), zum anderen ist ein Pseudo-Western auf der Opernbühne keine ganz leicht zu bewältigende Aufgabe für ein Produktionsteam. Mit Calixto Bieito setzt der Stuttgarter Intendant Albrecht Puhlmann auf einen Regisseur, der eine solche Aufgabe zu meistern versteht. Bieito zur Seite steht einmal mehr der Dramaturg Xavier Zuber und der Bühnenbildner Alfons Flores, ergänzt durch die Kostümbildnerin Mercé Paloma. Am Pult steht der ehemalige GMD aus Hannover, Shao-Chia Lü.


    Im ganzen Zuschauerraum hängen Südstaatenflaggen, die Bühne ist an den Seiten bis in den Zuschauerraum verlängert worden, rechts ein Haus der Goldminengesellschaft, links, auf Höhe des ersten Ranges, durch eine Treppe erreichbar, der Galgen. Auf der Bühne: eine Westernstadt, wie aus dem Hollywood-Bilderbuch (durch einen Spiegel wird die Bühne geschickt optisch erweitert) der Boden ist mit Präriesand bedeckt, links einige Stuhlreihen für die Zuschauer, rechts eine Pferdetränke: „High-Noon“ in Stuttgart. Über der Szene verkündet ein Schild, dass diese Filmstadt täglich geöffnet ist – und da stürmen sie auch schon herein, die Touristen mit ihren Kameras und werden von einem Saloon-Mädchen über die Spielregeln aufgeklärt. Die Show beginnt.


    Indianer stürzen herein, Cowboys und –Girls auf Pferden, ein Hund bellt, Südstaatler liefern sich Kämpfe mit den Indianern, Jack Rance im bodenlangen Ledermantel ist das personifizierte Klischee eines Westernhelden. Die Touristen sind begeistert, alles wird fotografiert – und alles ist Spass. Die Erschossenen stehen gleich wieder auf (es wird geballert, bis man den Pulverdampf förmlich zu riechen vermeint). Spielkarten werden aus Händen geschossen, auf einer Scheibe ist Wowkle angebunden, um sie herum bunte Luftballons, die zerschossen werden – einer der Touristen darf auch mal, was diesem viel Spass bereitet.


    Ein anderer darf an den Galgen – mit Gruppenfoto als Erinnerung.


    Kleine Ruhepause: Auftritt Jake Wallace, ganz in weiss, mit einem Sendermikrophon in der Hand, gibt die Texas-Tunte – er singt sein gefühlvolles Lied bis die Toursiten mit den Feuerzeugen winken und es nicht mehr zum Aushalten kitschig ist.


    Das enorme Tempo dieses Openers ist beeindruckend – da gibt es irre viel zu sehen und das Timing ist perfekt, ein echter Bühnenclou.


    Auf eine haben alle gewartet: Minnie. Sie schwebt auf einer Trapezschaukel vom Bühnenhimmel herunter, dürftigst bekleidet und wird lange den Bühnenboden nicht betreten. Sie ist für die Träume der Menschen zuständig, für die Herzenswärme und die Liebe.


    Jake Wallace und Ashby (ein Stelzenläufer als Uncle Sam) losen einen Zuschauer aus, der als Bandit Ramerrez mitspielen darf. Aus dem Opernhauspublikum kommt Dick Johnson mit einem Begleiter auf die Bühne, steht genauso doof rum, wie das oft bei Publikumskandidaten zu beobachten ist und grinst unsicher in die Gegend. Die beiden werden erst mal aufs Pferd gesetzt (die total goldig mit den Öhrchen winken können) und die Handlung der Show geht weiter.


    Langsam fängt Johnson an, mitzuspielen. Minnie erzählt von den Träumen der Männer, die sie in einer Kiste aufbewahrt – diese wird riesig gross auf die Bühne gebracht. Die Cowboys steigen einer nach dem anderen in diese Kiste. Erst zögert Johnson, dann steigt er mit hinein und dringt in Minnies Traumreich ein.


    Nun beginnt der Traum des Johnson, der sich jetzt wirklich als Held der Handlung phantasiert. Im zweiten Akt sieht man einen zweistöckigen Container, die Künstlergarderobe der Minnie. Jack Rance und seine Mannen sehen jetzt aber wie Gangster aus Filmen der 70er Jahre aus. Rance bringt eine Kostümierung für Johnson mit, er wird nun auch optisch der Bandit Ramerrez. Am Ende des zweiten Aktes wird es kein Pokerspiel geben: Minnie wirft die Karten mechanisch, wie in einem Traumbild, in die Szene.


    Übergangslos folgt der dritte Akt. Die Männer tragen hier schwarze Anzüge. Jack Rance ist jetzt eine Art Samurai (mit entsprechendem Schwert) in einem Eastern. Minnie tritt ebenfalls beschwertet auf – als Science-Fiction-Lady, ganz in gelbem Leder gewandet und liefert sich mit Rance den entsprechenden Showdown, wie er zu Hollywoodstreifen gehört. Die Männer erschiessen sich gegenseitig – Blutfontänen spritzen aus ihnen hervor, wie man dass z. B. bei Tarrantino sehen kann.


    Danach werden alle aufstehen und die Bühne verlassen – die Show ist für heute vorbei. Dick Johnsons Traum auch. Er geht zurück auf seinen Zuschauersitz.


    Musikalisch bleiben viele Wünsche offen. Zu den Pluspunkten gehört ganz klar Tito You (Rance), ein Bariton, der mir schon mehrfach positiv aufgefallen ist. Eine runde, ausgeglichene, gut geführte Stimme, etwas eindimensional im Ausdrucksspektrum und im Bereich der technischen Finesse ausbaufähig. Bleibt zu hoffen, dass You, der durchaus an momentane Grenzen seiner Stimme stösst, klug genug ist sich langsam weiterzuentwickeln.


    Schwach Natalia Ushakova als Minnie: kein Spitzenton wird korrekt platziert, die Phrasierung ist unbefriedigend und die Tiefe bleibt unbewältig.


    Ebenfalls nicht glücklich: Ki-Chun Park als Johnson. Park verlässt sich auf seine kräftige Stimme, intoniert aber recht freizügig und lässt allenthalben sängerische Tugenden vermissen.


    Besonders schmerzlich für Stuttgart: während in der Vergangenheit gerade die Dirigenten des Hauses ein absoluter Pluspunkt waren, ist hier ein Qualitätsgefälle bemerkbar, das abgestellt werden sollte. Shao-Chia Lü war schon als GMD in Hannover mittelmässig und bestätigte gestern diesen Eindruck nachhaltig. Uninspiriert, zäh, langweilig, Koordinationsprobleme mit er Szene, selbst dem Tenor, der mit dem Tempo des Maestro haderte, mochte Lü nicht, helfen, keine spürbare Akzentsetzung... Schade, das ausgerechnet Lü im kommenden Jahr die „Juive“ dirigieren soll.


    Das Publikum reagierte ungewohnt heftig: vor allem Natalia Ushakova, aber auch Park und Lü mussten teilweise massive Buh-Rufe entgegen nehmen.


    Das Regie-Team angeführt von Calixto Bieito wurde mit Jubel empfangen, in den sich die zu erwartenden Ablehnungsbekundungen mischten.


    Auf Bietos ersten Wagner („Holländer“ ab Januar 2008 ) in Stuttgart bin – vermutlich nicht nur ich – sehr gespannt...

  • Danke ALVIANO für die treffende Premierenbeschreibung. War auch am letzten Samstag in Stuttgart und möchte nur einige Ausschnitte aus Zeitungskritiken zur indiskutablen "Leistung" von Frau Ushakova hinzufügen. Herr Braunmüller von der Münchner "az" fand, dass Natalia Ushakova für ihre "schrillscheußlichen Spitzentöne" zurecht "abgestraft" wurde. Stuttgarter Zeitung: "Grandios fehlbesetzt ist dagegen Natalia Ushakova als Minnie, die weder singen noch schauspielern kann."


    Wieder einmal schleimt Gerhard Koch von der FAZ herum: er spricht von einem "präsentablen Sopran, der nur bei einigen Spitzentönen durch unnötigen Druck belastet wird"!


    Glaube,Opernbesucher in Nordhausen oder Hildesheim würden sich einen solch miserablen Auftritt nicht gefallen lassen Was erlaubt sich das vielfache "Opernhaus des Jahres", die Stuttgarter Oper?

  • hört sich auf jeden fall mal vom konzept her interessant an.
    viell. schaff ich´s ja mal nach stuttgart.
    der "holländer" vom bieito wär bestimmt auch interessant.
    leider lässt sich beides auf einmal wahrscheinl. nicht miteinader verbinden.
    (gleich mal nachsehen)
    lg yago

  • Simone Boccanegra, 06.07., Oper Frankfurt


    Kurz vor Saisonende habe ich mir jetzt doch noch den SB in Frankfurt gegönnt.
    In manchem kann ich Alviano in seiner Rezension vom 28.05. zustimmen. Es stimmt schon, im Grunde kann man eine wirkliche Regie nicht erkennen. Es handelte sich um Standtheater, aber beeindruckend. Gerade dies machte die Sinne frei für mich als "Otto-Normalzuschauer- und Hörerin", mich ganz auf die Oper einzulassen. Carignani , Sänger (vor allem Lucic) und Chor waren erstklassig, lediglich der Tenor Clarke fiel mir im Vergleich zum übrigen Ensemble negativ auf. Schwachpunkt bei der Inszenierung ist die überlange Anfangssequenz, bei der der Chor im Halbdunkel ca. 5 Minuten stumm die Bühne füllt. Bei dieser Länge hätte Loy Reaktionen (Hüsteln, Lachen, Zwischenrufe) voraussehen müssen. Das Konzept halte ich zwar für gelungen jedoch hätten 2 Minuten völlig ausgereicht. Jedenfalls gefällt mir diese Inszenierung besser als ältere im ROH und die vor einigen Monaten im TV gesendete in der Bastille-Oper. Ich werde sie mir in der nächsten Saison auf jeden Fall noch einmal ansehen.


    Grüße


    Emotione

  • Hallo,


    in dieser Inszenierung scheint, im Gegensatz zu der etwas oben Geschilderten Inszenierung, eine andere Ausrichtung dieser Oper sichtbar.


    Ich habe sowohl die Wuppertaler Premiere als auch eine Woche später eine weitere Aufführung besucht. Um es gleich vorweg zu sagen: Das Bühnenbild ist karg und einfach. Man weiß nicht so recht, wo man sich befindet (ein Schiff, Häuser etc. sind kaum zu erahnen). Die Farben bis auf das immer präsente große blutrote Tuch, das anfangs als Flussymbol, später in der Luft als Himmelsaufhängung, am Schluss als Schlafdecke im Bett Desdemonas dient, bestehen nur aus schwarz und weiß. Die Kleidung ist unauffällig, ebenfalls zwischen schwarz und weiß. Die Musik verhalten und fast kammermusikalisch intim. Kein Schauspieler drängt sich sonderlich durch große Gesten in Position, nicht einmal der „große“ Otello; er wirkt anfangs fast wie einer unter mehreren.


    Das irritiert. Ich habe mich anfangs gefragt, wo das Abenteuer, die Wucht, die Gewalt sind, wo der große Held. Ich erlebe den Otello nicht das erste Mal, aber so unspektakulär?


    Nein, hervorragend. Die Inszenierung führt uns ins vermeintlich Kleine, ins Innere, ins Intime, ins Von-Außen-Unabhängige. Ähnlich wie sich unsere Pupille den wechselnden Lichtverhältnissen anpasst, so werden wir hier für den Blick auf die kleinen Gesten sensibilisiert. Und zu welcher Größe entwickeln sich diese im Laufe des Operngeschehens! Wir beobachten weniger Otello, den Großen, den Mutigen und den Unangefochtenen wie in vielen anderen Aufführungen, sondern vielmehr den Normalen, den „nackten“ Menschen, der sich den Mantel des Großen, Mutigen und Unangefochtenen durch Auftreten und Taten erworben hat. Dieser Mantel beschützt ihn vor den anderen, jedoch nicht vor sich selbst. Otello verkriecht sich häufig in gebückte Haltung, also in sich.


    Und die folgende Zerstörung, das Leiden, die feinsten Nuancen im Garten intimer Emotionen, beobachten und erleben wir mit. Ich möchte sagen: wir lauschen den Personen beim Äußern innigster Empfindungen; und das ist spannend und höchst dramatisch. Das besonders Interessante hier: Irgendwie kommt das Gefühl herüber, als sei das Schicksal der Hauptpersonen schon vorbestimmt, als warten das Handeln und Leiden – und der Tod - lediglich auf externe Auslöser. Umso stärker ist, besonders bei Desdemona, die Feststellung, nichts mehr ändern zu können, mit seinem Schicksal alleine zu sein. Sehr gut ist dies in den beiden letzten Akten in Szene gesetzt (s. Fotos); Desdemona befindet sich in einem fast keimfreien Raum.


    Die Darsteller und Sänger überzeugen insgesamt auf beiden Gebieten. Eine wunderbare, zerbrechende Desdemona, überzeugende Jago und Otello, aber auch die anderen Darsteller auf zeimlich hohem Niveau. Was mir auch sehr angenehm war: es war viel Platz für die Intimität der Musik. Die schauspielerischen Gesten waren in der Folge fast nie ausufernd oder gar albern; es wurde nur das Nötigste dargestellt.


    Was mich stets beim Otello stört, ist die Passage Jagos, in der er uns genau erklärt, wie böse er doch ist. Verdi hätte es nach meinem Geschmack weglassen, zumindest etwas verpacken sollen. Naja, da kann heute niemand für.


    Hier noch zwei Fotos, die das sehr schöne, karge Bühnenbild vielleicht etwas wiedergeben können, aus der Aufführung:




    Einige Personalien:


    Musikalische Leitung: Toshiyuki Kamioka
    Inszenierung: Johannes Weigand
    Bühnenbild: Moritz Nitsche


    Otello: Kor Jan Dusseljee
    Jago: Ks. Károly Szilágyi
    Desdemona: Capucine Chiaudani



    Das Publikum war begeistert, es war sehr intensive Spannung während der Aufführung zu spüren. Zum Entstehen dieser trug zweifelsfrei die genaue gemeinsam ausgerichtete Zusammenarbeit der Musik mit Inszenierung, Bühnenbild u.s.w. bei


    Kamioka gelang, wie oben erwähnt, ein konzentrierter und fein abgestufter, fast kammermusikalischer Klang. Nungut, das Orchester wirkt im Schauspielhaus sowieso etwas leise (Ersatz für das sich in Renovierung befindende Opernhaus). Vielleicht war diese Bedingung von vornherein der Anlass für die Realisierung einer intimen Inszenierung?


    Auf jeden Fall: sie ist gelungen.



    Gruß, Uwe

    Ich bin ein Konservativer, ich erhalte den Fortschritt. (Arnold Schönberg)

  • Oh, das ist ein Bühnenbild ganz nach meinem Geschmack!!! :yes: :yes:
    lg Severina :hello:


    PS: Das "Credo" des Jago lass ich mir aber nicht wegnehmen ;) , das ist eine meiner Gänsehautstellen in dieser Oper, sofern ein guter Singschauspieler am Werk ist!

  • Zitat

    Original von severina
    Das "Credo" des Jago lass ich mir aber nicht wegnehmen ;) , das ist eine meiner Gänsehautstellen in dieser Oper, sofern ein guter Singschauspieler am Werk ist!


    Oh, da hätte Dir Kusej in Stuttgart gefallen: durch eine Projektion scheint der Sänger des Iago den Bühnenkasten entlang zu laufen, bis er kopfüber die Bühnendecke abschreitet (wobei die Figur gedoppelt wird: der "Schatten" Iagos löst sich vom Sänger und führt diese Aktion durch), eine tolle Bildwirkung.


    Dusseljee singt mittlerweile auch "Otello"? Da bin ich überrascht... Kamioka kenne ich aus Wiesbaden - ich sachs mal so: vermissen tue ich ihn eigentlich nicht... grmpf...

  • Zitat

    Original von Alviano


    Oh, da hätte Dir Kusej in Stuttgart gefallen: durch eine Projektion scheint der Sänger des Iago den Bühnenkasten entlang zu laufen, bis er kopfüber die Bühnendecke abschreitet (wobei die Figur gedoppelt wird: der "Schatten" Iagos löst sich vom Sänger und führt diese Aktion durch), eine tolle Bildwirkung.


    Dusseljee singt mittlerweile auch "Otello"? Da bin ich überrascht... Kamioka kenne ich aus Wiesbaden - ich sachs mal so: vermissen tue ich ihn eigentlich nicht... grmpf...


    Hallo Alviano,
    Kusej gefällt mir eigentlich meistens (Auch seine Inszenierungen fürs Sprechtheater), nur mit seiner Züricher "Zauberflöte" bin ich nicht ganz glücklich geworden.
    lg Severina :hello:

  • Hallo Alviano,


    Du schreibst:


    Zitat

    Kamioka kenne ich aus Wiesbaden - ich sachs mal so: vermissen tue ich ihn eigentlich nicht... grmpf...


    Warum? Was gefällt Dir an ihm nicht?


    Gruß,


    Uwe

    Ich bin ein Konservativer, ich erhalte den Fortschritt. (Arnold Schönberg)


  • Hallo Uwe,


    Der hat zwei grottenschlechte "Ring"-Teile dirigiert. Vor allem, die "Walküre" war ganz schwach. Nichts passte, der Mann war, statt (s)eine Interpretation vorzustellen, nur damit beschäftigt, das alles irgendwie zusammenzuhalten, was ihm nicht gelang. das wirkte unprobiert und uninspiriert. Heftiges Herumgestöhne hilft da genausowenig, wie (am Ende vom 2. Akt) das Geschlage auf die Partitur.


    Und diese sehr langsamen Tempi sind ganz grundsätzlich nicht meins.


    Das vielelicht als kleine Stichworte zu diesem Dirigenten. Der Wechsel von Kamioka zu Piollet (der dann "Siegfried" und "Götterdämmerung" dirigiert hat) hat nochmal deutlich gemacht, wie schwach ersterer zu letzterem tatsächlich war.

  • Hallo Alviano,


    nun, das hört sich nicht gut an.


    In Wuppertal ist Kamioka dagegen ein voller Erfolg; das Orchester hat unter ihm einen großen Schritt nach vorne gemacht, hat einen schönen und durchlässigen Klang bekommen. Unter den Orchestermitgliedern ist er allgemein geschätzt.


    Mit Bedauern wird hier der Entschluss Kamiokas, in der Spielzeit 2009/10 als Generalmusikdirektor nach Saarbrücken zu wechseln, entgegengenommen. Allerdings ist das Bedauern nur begrenzt, da er Wuppertal als Chefdirigent erhalten bleiben wird.


    Aber...ich habe Kamioka noch nie Wagner oder ähnliches dirigieren gehört...


    Gruß,


    Uwe

    Ich bin ein Konservativer, ich erhalte den Fortschritt. (Arnold Schönberg)

  • Original von Alviano

    Zitat

    Der hat zwei grottenschlechte "Ring"-Teile dirigiert. Vor allem, die "Walküre" war ganz schwach. Nichts passte, der Mann war, statt (s)eine Interpretation vorzustellen, nur damit beschäftigt, das alles irgendwie zusammenzuhalten, was ihm nicht gelang. das wirkte unprobiert und uninspiriert. Heftiges Herumgestöhne hilft da genausowenig, wie (am Ende vom 2. Akt) das Geschlage auf die Partitur.


    Hallo Alviano,


    da merke ich erst, dass ich keine Ahnung von Musik habe. Das Weggehen von Kamioka habe ich sehr bedauert. Rheingold und Walküre habe ich mit Kamioka gehört. Hat er in jeder Vorstellung gestöhnt und auf die Partitur geschlagen? Da ich direkt hinter ihm sitze, hätte ich das doch merken müssen.
    Ohne Frage ist Piollet ein Gewinn für Wiesbaden. Nur habe ich bei ihm den Eindruck, dass er nicht lange in der Provinz bleibt.


    Grüße


    Emotione

  • Zitat

    Original von Emotione
    Da merke ich erst, dass ich keine Ahnung von Musik habe. Das Weggehen von Kamioka habe ich sehr bedauert. Rheingold und Walküre habe ich mit Kamioka gehört. Hat er in jeder Vorstellung gestöhnt und auf die Partitur geschlagen? Da ich direkt hinter ihm sitze, hätte ich das doch merken müssen.
    Ohne Frage ist Piollet ein Gewinn für Wiesbaden. Nur habe ich bei ihm den Eindruck, dass er nicht lange in der Provinz bleibt.


    Also, gestöhnt und gebrummt hat Kamioka immer. Schon bei der "toten Stadt" (sein Wiesbadener Erstling) fand ich das total nervig. Allerdings war der langjährige Wiesbadener GMD Köhler auch in dieser Beziehung genauso drauf.


    Am Wagner hat sich Kamioka verhoben - in der "Walküren"-Premiere gab es zu Recht Buhs in seine Richtung. Der Schluss zum zweiten Akt war ein absoluter Tiefpunkt, wo der Maestro nur noch wild rumfuchtelte (das Orchester mochte ihm an mancher Stelle nicht folgen) und hüpfte und dann mit lautem Krachen über der Partitur zum Schluss kam.


    Piollet ist ein völlig anderes Kaliber und ein Unterschied zu Kamioka wie der berühmte, zwischen Tag und Nacht. Du könntest recht haben: Piollet scheint jetzt schon ein begehrter Gast-Dirigent zu sein - und möglicherweise bleibt er tatsächlich nicht allzulange in Wiesbaden.


    Und da wir auch bei Dirigenten über Geschmacksfragen reden: der für mich beste Wiesbadener GMD, dessen Aufführungen auch heute noch zum stärksten gehören, was ich dortselbst jemals gehört habe: Ulf Schirmer, den fand ich richtig Klasse!


    Guten Start in den Tag

  • Hallo Alviano,


    Zitat


    Original von Alviano
    Und da wir auch bei Dirigenten über Geschmacksfragen reden: der für mich beste Wiesbadener GMD, dessen Aufführungen auch heute noch zum stärksten gehören, was ich dortselbst jemals gehört habe: Ulf Schirmer, den fand ich richtig Klasse!


    Bei Schirmer sind wir ja einer Meinung. Das war für Wiesbaden ein Glücksfall. Leider waren die Umstände seiner Amtsniederlegung weniger schön. Für mich, die ich zumeist nur die Häuser in Wiesbaden, Frankfurt und Mainz besuche, will ich hoffen, das wenigstens Piollet Wiesbaden erhalten bleibt.


    Grüße


    Emotione

  • ...leicht verspätet, aber ich bin ja erst seit vorgestern dabei =)
    ich war in der gleichen vorstellung wie Emotione - und übrigens ganz überrascht, wie diszipliniert das publikum während der stummen eröffnungssequenz war ... einen 2. besuch erwäge ich ebenfalls (eher nur wg. der musik: ich hab ein faible für vernachlässigte it. oper, aber nicht das geld, um da kreuz u. quer durch die republik zu reisen...) - in 07 allerdings nicht mehr: in ffm ist jetzt erstmal "billy budd" fällig (bin ich schliesslich meinem nickname schuldig :D)


    Alviano: "das erinnert mich oft an eine konzertante aufführung"
    .....für mich war`s (um ein haar !!) eine solche - mit szenischen zutaten...
    dabei hab ich loys arbeiten für die rheinoper einigermassen verfolgt - u.v.a. seinen "don carlos" phänomenal gefunden (wenn DER nicht "aktualisiert" war...... - komisch, was er da während dieses podiumsgesprächs in ffm gesagt hat...) u. den von mir gesehenen rest immer zumindest "sehr ansehnlich" !!!
    umso verblüffender jetzt dieses SB-konzept............


    viell. sollte loy halbwegs regelmässig eine operette angeboten bekommen (haben wir auch "anonyme REALE intendanten" im forum ?? :D)
    o.k.: viell. nur eine dumme bemerkung von mir - oder auch nicht ?(
    ........seine duisburger "belle helene" fand ich jedenfalls viel ausgefeilter als seine "l`italiana in algeri" am gleichen haus (bei der ich zeitweise das gefühl hatte, dass die darsteller nicht mehr recht wissen, welche faxen jetzt wieder "dran" sind)
    bei dem podiumsgespräch anlässlich der "helene"-premiere war ich übrigens auch ... wo loy ausdrücklich den spass betonte, den diese arbeit gemacht hätte - u. dass es schade sei, dass ihm sonst keine operetten angeboten würden................


    :hello: aus franken
    pieter

  • Zitat

    Original von schiral
    Glaube,Opernbesucher in Nordhausen oder Hildesheim würden sich einen solch miserablen Auftritt nicht gefallen lassen Was erlaubt sich das vielfache "Opernhaus des Jahres", die Stuttgarter Oper?


    Ich habe inzwischen die Konsequenz gezogen und mein Abo nach 37 Jahren gekündigt.

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Zitat

    Original von Siegfried


    Ich habe inzwischen die Konsequenz gezogen und mein Abo nach 37 Jahren gekündigt.


    Wobei man das realtivieren muss: in bsplsw. Hildesheim wäre eine Sängerin wie Natalya Ushakova ein Ereignis, da soll man sich bitte nichts vormachen.