Jonas Kaufmann, von München aus die Welt erobert

  • Siegfried Zitat:
    "Im übrigen finde ich die Stimme von Jonas Kaufmann mittlerweile hervorragend im Zwischenfach angekommen (Don José, Werther, Max). Aus seinen mir persönlich bekannten Rollen des Conte Almaviva, Alfredo, Ferrando und Tamino ist er hinausgewachsen, ebenso kam seine Müllerin-Einspielung mindestens 5 Jahre zu spät."


    Aber macht nicht einen besonders hervorragenden Sänger aus (und das muss man nach den vielen Lobeshymnen im forum über Kaufmann ja annehmen) das er über einen längeren Zeitraum beides singen können müsste (Anders, Gedda) oder hat ihn die Plattenindustrie doch voll im Griff, egal, was dabei rauskommt. Ich habe da so meine Zweifel.




    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Gestern abend hörte ich auf Bayern4 ein Livekonzert aus München.
    Jonas Kaufmann war in Hochform. Er sang Arien und Szenen von Beethoven,Mozart, Weber und Wagner, als Zugabe nach der "Gralserzählung" dann noch: "Freunde, des Leben ist lebenswert". Das Münchner Runfunkorchester Ltg Michael Güttler spielte zwischen den Arien anspruchsvolle Orchesterwerke. Der Beifall, besonders für Kaufmann war erwartungsgemäß frenetisch. Es war ja auch ein "Heimspiel".
    Ich wundere mich, daß ich im Forum bis jetzt, nichts aus der Münchener Ecke, über dieses außergewöhnliche Konzert lesen konnte.


    :hello:Herbert.

    Tutto nel mondo è burla.

  • Lieber Herbert,


    das Konzert habe ich mir natürlich auch angehört.


    Weitere Zugaben waren auch :
    Bizét, Carmen: La fleur que tu m'avais jetée,
    Puccini, Tosca: E lucevan le stelle,
    Ciléa, L'Arlesiana: Lamento di Federico


    Übrigens soll der Applaus in Hamburg am 19.5. mit gleichem Programm genauso frenetisch gewesen sein, obwohl es dort kein Heimspiel war.


    Interessant war auch das aufgezeichnete Interview in der zwanzigminütigen Pause, in dem er u.a. auch über seine weiteren Rollen sprach. Auf dem Programm stehen in den nächsten Jahren Il Trovatore, Cavalleria rusticana, Bajazzo u. Manon Lescaut. Mit dem Tristan und dem Tannhäuser möchte er noch einige Jahre warten.


    :hello:
    Jolanthe

  • Bei mir hat sich leider an diesem Abend meine Digitalbox eine Auszeitgenommen, was bdeutet es gab hier mehr Pausen als Musik.
    Falls aber jemand dieses Konzert mitgeschnitten haben sollte, ich würde es auch gern hören.

  • Lieber Sven,


    ich habe natürlich einen Mitschnitt von diesem Konzert, weiß aber nicht wie ich zu Dir in Kontakt treten kann? Ich selbst gebe sehr ungern öffentlich meine email-Adresse bekannt.


    :hello:
    Jolanthe

  • Von Bekannten habe ich gehört, dass das Konzert in München von Arte gefilmt wurde. Man kann also irgendwann mit einer TV-Sendung rechnen.
    :hello:
    Jolanthe

  • Darf ich daruf hinweisen, dass man das Konzert (das durchaus eindrucksvoll ist) bei operashare downloaden kann?

  • Liebe Jolanthe


    Vielleicht ist es dir ja möglich dich heute den 03.06.2010 ab 11 Uhr bis 21 Uhr bei mir unter der Telefonnummer 040 / 33307206 ( Galeria Kaufhof ) zu melden um alles weitere zu besprechen.
    ich würde mich sehr freuen


    Grüße


    Sven Godenrath

  • Liebe Jolanthe!


    Gestern hat mich die CD erreicht und ich habe sie sofort durchgehört.
    Die Arie aus L'Arlesienne muß ich ganz offen bekennen habe ich selten so gut gehört wie an diesem Abend von Jonas Kaufmann.
    Nochmals vielen lieben Dank für deine großzügige Hilfe.


    Mit den allerbesten Wünschen und Grüßen


    Sven

  • :hello: Meine erste kleine Beitrag...
    Ich habe die Glück gehabt, Hr. Kaufmann '96 in Trier in Antonio Bibalo's "Die Glasmenagerie" zu erleben. Seine Stimme damals war noch sehr lyrisch, aber bild schön. Er hat sehr musikalisch gesungen, und toll gespielt. Ich war eigentlich da, um meine Freundin Helen Centner als die Mutter zu hören, und war total hin und weg so eine fantastische junge Talent zu finden. Frau Centner hat mir auch gesagt, das er ein ganz nett und lieber Kollege war.
    Ich habe seine Entwicklung mit Begeisterung über die Jahren gefolgt.
    Grüße aus Düsseldorf,
    Cynhilde

  • Liebe Cynhilde,


    herzlich willkommen hier im Forum und ich freue mich, dass Du auch ein Fan von Jonas Kaufmann bist.


    :hello:
    Jolanthe

  • Puccinis "Tosca" wird Ende des Monats in München in neuem Glanz erstrahlen.
    In der Übernahmeproduktion von „Tosca“ in der Met-Inszenierung von Luc Bondy an der Bayerischen Staatsoper ist in der Titelrolle Karita Mattila zu erleben. Ihren Geliebten Caravadossi singt Startenor Jonas Kaufmann, den Scarpia übernimmt Juha Uusitalo. Am Pult des Staatsopernorchesters steht Fabio Luisi.


    Die (natürlich längst ausverkaufte) Premiere am 28. Juni wird von BR Klassik live im Radio übertragen.


    Für alle ohne Karte Gebliebenen gibt es am 10. Juli die Chance, diese Neuproduktion als Live-Übertragung im Rahmen der Aktion „Oper für alle“ auf dem Münchener Max-Joseph-Platz zu sehen. Auch diese Vorstellung der Oper hat die Besetzung der Festspielpremiere am 28.6.2010.


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Zitat

    Original von Jolanthe
    Liebe Cynhilde,


    herzlich willkommen hier im Forum und ich freue mich, dass Du auch ein Fan von Jonas Kaufmann bist.


    :hello:
    Jolanthe



    Auch von mir ein herzlicher Willkommensgruß über den großen Teich!


    Welcome, Cynhilde! :hello:

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Am 22. Juli wird folgendes Buch über Jonas Kaufmann erscheinen:


    [AM]ISBN-10: 3894876697[/AM]


    Autor ist Thomas Voigt.


    Am 24. September erscheint die neue CD "Vicino a te" mit Verismo Arien.


    :hello:
    Jolanthe

  • Zitat

    Bürgschaft von Schubert" (fast eine kleine Oper, mit den Michelangelisonetten von B. Britten (die ich bis dahin nur von P.Pears kannte - eine ganz andere Tenorstimme) und dann die Strausslieder - ich war begeistert.


    Lieber Gunter Hämel,
    auch ich war an diesem schönen und heißen Nachmittag in Schwarzenberg. Die Strauss-LIeder waren in der Tat ganz prächtig dargeboten!


    Es hat mich allerdings nicht überrascht, denn ich war schon einige Jahre im Besitz dieser CD mit dem schönen Hodler-Motiv.

  • Hallo, liebe Forianer,


    ich habe bisher nur einige Hörbeispiele von Jonas Kaufmann gehört ("Die schöne Müllerin"), aber wenn man Fritz Wunderlich im CD-Regal stehen hat, ist das natürlich vergebliche Liebesmüh.
    Da habe ich heut zufällig im Radio (WDR 3) eine Sendung über und mit Jonas Kaufmann gehört und in dem Zusammenhang die Arie des Florestan und eine Arie des Faust aus Gounods "Margarethe, und da habe ich gemerkt, wo seine wirklichen Stärken liegen, eine dunkel gefärbte Tenorstimme (ähnlich wie Domingo), er geht in Richtung Heldentenor, hat in der Höhe eine strahlend metallisch funkelnde Stimme, die ihn eigentlich für Wagner prädestiniert, wenn er vorsichtig ist.
    Er hat ja selbst in dieser Sendung gesagt, dass seine Stimme in den ersten Jahren "falsch" geklungen hat, dass es nicht seine Stimme war, ein Fehler, der ohne Absicht in seiner Gesangsausbildung geschehen ist, bis er dann einen anderen Lehrer traf (da war er schon engagiert), der ihn endlich auf die richtige Spur gebracht hat.
    Seine Florestan-Arie war das Beste, was ich in den letzten Jahrzehnten von jüngeren Tenören gehört habe, und ich bin mal gespannt, wann er den Tannhäuser singt und ob es dann eine Gesamtaufnahme gibt, aber das Problem, dass es in den letzten dreißig Jahren in Bayreuth gab, war ja wohl, eine komplett gleichwertige Sängerriege auf die Beine zu stellen, so wie es in den Jahrzehnten davor war, z.B. unter Karajan, Böhm und Solti.


    Liebe Grüße


    Willi

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Habe die Schnipsel aus Bajazzo und Cavalleria gehört.
    Nein, Danke.


    In der Karajan-Aufnahme aus der Scala singt Bergonzi. Was für ein Wohlklang und Genuss.


    Siegmund an der Met. Das hört sich gut an.


    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Es war eine wunderschöne konzertante Aufführung ohne Schwachstellen.


    Alle Nebenrollen waren gut besetzt. An der Orchesterleistung unter Marco Armiliato gab es nichts auszusetzen und sehr gut auch der Chor.


    Angela Gheorghiu war eine fulminante Adriana. Jonas Kaufmann bot eine hervorragende Leistung als Maurizio. Er trumpfte bei den Fortestellen mächtig auf und bot strahlende Töne. Auch sonst sang er makellos. Bereits nach seiner ersten Arie „La Dolcissima Effigie“ gab es tosenden Applaus. Bereits vor der Pause wurden alle Sänger gefeiert. Nach dem Schlussteil herrschte erst mal ergriffenes Schweigen, bevor der Schlussapplaus aufbrandete. Trotz der konzertanten Vorstellung ließen JK und AG ließen hier auch szenisch keine Wünsche offen.
    Sehr überzeugend auch Anna Smirnova als Fürstin. Markus Brück als Michonnet war durchaus ebenbürtig.


    @ Elisabeth


    Auch die von Dir erwähnte Stelle "Il russo Mencikoff" hat Jonas Kaufmann makellos gemeistert.


    Für mich war dieser Abend eine Sternstunde.

  • Inzwischen gibt es zahlreiche hervorragende Kritiken über die Londoner Adriana Lecouvreur. Jonas Kaufmann konnte als Maurizio dort einen weiteren Triumph feiern.


    Hier ein Auschnitt aus einer Kritik von Dr. Freund (Der neue Merker):




    Zitat

    Eine völlig makellose Leistung bot Jonas Kaufmann. Er gab den Maurizio nicht als eindimensionalen Verismo-Helden, sondern arbeitete prägnant die negativen Charakterzüge des mit der Liebe Adrianas und der Fürstin spielenden, durchaus opportunistischen Mannes heraus. Bei Adriana sucht er offenbar sexuelle Erfüllung und Kaufmann machte sein Interesse an Adriana schon bei seinem ersten Auftritt sehr handgreiflich deutlich. Von der Fürstin Bouillon erwartet er Protektion und Unterstützung bei der Wiedererlangung seines Landes, aus dem er vertrieben wurde. Dabei ist er kein gewöhnlicher Betrüger denn in der Arie l` anima ho stanca gesteht er der Fürstin in einem Moment der Ehrlichkeit, dass seine Liebe zu ihr erloschen ist. Erst im letzten Akt, beim Tod Adrianas, präsentiert er sich so edel wie man es von einem ordentlichen Operntenor eigentlich gewohnt ist. Ob er allerdings Adriana die Heirat nicht nur verspricht, weil er sicher ist, dass sie stirbt ? Wer weiß es? Nach einem Wort Voltaires erzeugt man Langeweile am besten dadurch, dass man alles ausspricht. Diesen Fehler vermeidet das Stück und das spricht für seine Qualität. Stimmlich bot der Künstler alles, war man vom derzeit weltbesten Tenor erwartet: Herrlich samtiges, ungemein charakteristisches Timbre, strahlende Spitztentöne, wunderbar tragende Piani, prachtvolles Legato, messa di di voce …das alles im Dienste dramatischer Wahrheit. Wie er mit einem technisch meisterhaft bewältigten Decrescendo Stimmung erzeugen kann- das macht ihm derzeit kein anderer Tenor nach. Ovationen nach seinen Arien.. In der Uraufführung sang Caruso, der bekanntlich ebenfalls ein baritonales Timbre hatte- er kann als Maurizio kaum besser gewesen sein.


    :hello:


    Jolanthe

  • Am kommenden Sonntag, 19. 12 um 19.15 Uhr zeigt ARTE Ausschnitte aus dem Münchner Konzert vom 25. Mai 2010.


    Es spielt das Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Michael Güttler.


    :hello:


    Jolanthe

  • Nächste Woche Dienstag überträgt Bayern 4 die Fidelio Premiere aus München, mit Kaufmann als Florestan. Ich finde er mutet sich einfach zu viel zu., das kann doch für die Stimme nicht gut sein. Denn falls er mal krankheitsbedngt für einige Zeit ausfallen sollte, stehen bestimmt schon de nächsten jungen und gutausehenden Tenöre bereit.

  • Nächste Woche Dienstag überträgt Bayern 4 die Fidelio Premiere aus München, mit Kaufmann als Florestan. Ich finde er mutet sich einfach zu viel zu., das kann doch für die Stimme nicht gut sein. Denn falls er mal krankheitsbedngt für einige Zeit ausfallen sollte, stehen bestimmt schon de nächsten jungen und gutausehenden Tenöre bereit.

    Da Jonas Kaufmann schon seit 16 Jahren auf der Bühne steht, weiß er sicher, was er sich zumuten kann und so jung ist er ja nun mit 41 auch nicht mehr.


    :hello:


    Jolanthe

  • Hallo Jolanthe,


    habe das Konzert oder Ausschnitte daraus (Tamino, Max, Florestan, Siegmund, Parsifal, Lohengrin) gesehen und mitgeschnitten.
    Das Konzert war am 25. Mai 2010. Die Tamino-Arie brauchte er wohl um sich einzusingen, aus der Nummer ist er raus. Aber was dann kam, war so fantastisch, und gerade mir fällt es nicht leicht, das zu sagen, dass ich mich nun frage, ob er nur einen besonders guten Tag hatte und warum meine bisherigen Eindrücke von ihm so zwiespältig waren. Ob man den Beginn er Florestan-Arie so leise beginnen sollte ist eine andere Frage, aber er erinnerte an die besten Sänger in dieser Partie. Die Gralserzählung Spitze und Amfortas die Wunde... hat mich fast aus dem Stuhl gerissen. Er entwickelte ohne sichtliche Mühe eine Lautstärke und dabei verzog sich nicht einmal sein Gesicht. Ich kann mich spontan nicht erinnern, wer das besser gesungen hat, als Kaufmann an diesem Abend. Aufgefallen ist mir alerdings, dass er beim Vortrag bei den Vokalen wechselt (mal wird offen gesungen, mal gedeckt), so dass ein A nicht immer wie ein A klingt. Aber dass ist sicherlich Absicht. Luftprobleme scheint er überhaupt nicht zu haben und seine Artikulation ist sehr gut. Bin heute Abend mehr als nur positiv überrascht worden.


    LG, Bernward :hello:


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Lieber Bernward,


    natürlich habe ich das Konzert auch gesehen und es hat mir außerordentlich gut gefallen. Es war mir ja nicht neu, da es damals auch im Radio gesendet wurde. Allerdings bedaure ich, dass die ganzen Zugaben fehlten, aber die entsprachen natürlich nicht dem Titel der Sendung, da es keine deutschsprachigen Arien waren.


    Es freut mich, dass es Dich das Konzert positiv überrascht hat. Er liebt die Rolle des Tamino sehr, aber er wird ihn sicher nicht mehr auf der Bühne singen. So ganz will er wohl auf diese Arie nicht verzichten.


    Ich habe ihn ja in den verschiedensten Rolle live gehört (4 mal) und am meisten hat mich sein "Maurizio" aus Adirana Lecouvreur beeindruckt, eine Weltklasseleistung. Leider kann kein Konzert diese Liveerlebnisse widerspiegeln.


    :hello:


    Jolanthe

  • Mir hat es nicht besonders gefallen.
    Er singt mir einfach zu guttural.


    "Durch die Wälder, durch die Auen -
    zog ich schweren Schrittes dahin ....."


    Da fehlt mir das leichte, ungestüme des jungen Jägers! (Edinburgh 2004)
    Da singt ein alter Krieger.


    Ähnliches gilt sicher auch für den Lohengrin, aber Wagner interessiert mich nicht so.


    LG


    ;)

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Er singt mir einfach zu guttural.

    Das ist wohl wahr, aber dann ein Bariton mit fantastischer Höhe. Er hat aber bei der Max-Arie den tiefen Schlusston geschafft, für viele andere Sänger musste das hoch transponiert werden.


    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Wer es verpasst hat und wen es interessiert - das Konzert kann noch über Arte+7 angeschaut werden. Da ich keinen Fernseher habe, eine ideale Möglichkeit, das Versäumnis nachzuholen. Ich mag wie Jonas Kaufmann singt und habe mir sogar eine CD von ihm gekauft - die deutschen Arien ;)


    Schönen Abend wünscht Divettina

  • Mir hat es nicht besonders gefallen.


    Mir auch nicht. Danke, lieber Harald. Ich bin froh, daß es außer mir noch jemanden gibt, dem diese Stimme nicht gefällt. Bei den vorherigen Lobpreisungen hätte ich mich tatsächlich nicht getraut, mich hier negativ zu äußern.
    Mich spricht diese Stimme überhaupt nicht an. Für mich ist Kaufmann ein Bariton, der es erstaunlicherweise schafft, hohe Töne zu produzieren. Was für ihn spricht ist, daß er jeden Ton ganz sicher trifft. Was mir nicht gefällt, er singt entweder laut oder leise. Sein Piano grenzt mir vom Klang schon sehr nahe an eine Kopfstimme. Seine Interpretation ist mir etwas übertrieben dramatisch. Ich vermisse Gefühl und Geschmeidigkeit. Seine Gralserzählung, kein Vergleich zu Sandor Konya, dessen Interpretation gefühlvoll, fast schon verklärt ist ( anzusehen und zu hören über you tube ).


    Mein Fazit: ein Sänger, für den ich mich nach einer Eintrittskarte nicht anstellen würde. ( Alle Kaufmann- Fans bitte nicht übel nehmen ).


    CHRISSY


    PS.: Wir haben doch ein neues Mitglied im Forum, der klassischer Sänger ist. Seine Meinung würde mich besonders interessieren.

    Jegliches hat seine Zeit...