Jonas Kaufmann, von München aus die Welt erobert

Siegfried · 933 Beiträge · letzte Antwort von Siegfried

933 Beiträge
  • In einer sehr knappen Mitteilung erklärt Jonas Kaufmann auf seiner Webseite offiziell, das er und seine Frau, die Mezzosopranistin Margarete Joswig, sich getrennt haben.
    Die beiden haben drei Kinder. Die Familie lebt in München.

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Jonas Kaufmann singt Wagner:
    - Parsifal -
    Sonntag 20.04.2014, 23:12 Uhr, Tele5


    Werbefrei und in deutscher Erstausstrahlung: Die Nacht von Ostersonntag zum Ostermontag wird ein Ohren- und Augenschmaus für Freunde der Oper. Wie im vergangenen Jahr mit ‚Walküre‘ und ‚Königskinder‘ gibt Opernstar Jonas Kaufmann erneut ein Stelldichein auf TELE 5: In der Titelrolle des ‚Parsifal‘ von Richard Wagner. Die beeindruckende, cinemascope-ähnliche Inszenierung der Metropolitan Opera wurde bei ihrer Premiere vor einem Jahr von Presse und Publikum gleichermaßen bejubelt.


    LG

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Hallo,


    die heftigen Diskussionen, die hier schon über Jonas Kaufmann ausgefochten wurden, habe ich verfolgt und möchte hier meine Meinung in den Raum stellen. Es ist unzweifelhaft, daß Kaufmann einer der interessantesten Sänger deutscher Zunge der letzten 100 Jahre ist.


    1.) Seine Stimme: Ich persönlich bin nicht der Meinung, daß es sich bei ihm um einen hochtrainierten, lyrischen Bariton handelt. Von seiner Grundanlage ist er ein großvolumiger lyrischer Tenor mit baritonaler Mittellage und schmaler Höhe. Hört man sich zum Vergleich einmal die wahren hochtrainierten Baritone der Vergangenheit an, Lauritz Melchior, Set Svanholm, Ramon Vinay und James King, wird man den Unterschied erkennen. Solange er bei den halbdramatischen Partien des italienischen und deutschen Faches bleibt: Cavaradossi, Manrico, Alvaro, Maurizio, Don Carlos, Lohengrin, Siegmund, Parsifal, wird er reussieren. Schon bei den weitgespannten melodischen Bögen des eher hoch komponierten Chevalier Des Grieux von Puccini, wird die Stimme an ihre Grenzen kommen, ebenso bei Radames und Othello. Im Wagnerfach wird die Stimme einfach auch konditionell mit Partien wie Tannhäuser, Siegfried und Tristan überfordert sein. Warum sind wir also nicht zufrieden mit einem jugendlich-dramatischen Tenor mit breitem Repertoire? Das jemand vom lyrischen Bariton auf lyrischen Tenor umsteigt, sahen wir schon bei Carlo Bergonzi, der aber ein sehr viel besserer Techniker war.


    2.) Das Publikum: Jonas Kaufmann kämpft mit den Erwartungen des Publikums um deutschsprachigen Raum. Meiner Meinung nach erwartet dieses etwa seit 1970 auch von deutschsprachigen Sängern zu viel:


    I.) Besonders der Tenor soll ein breites Repertoire abdecken. Das heißt, neben deutschen Opernpartien auch selbstverständlich italienische und französische.


    II.) Er soll eine internationale Karriere machen, also zumindest an den großen Häusern in London, Paris, Rom und New York große Erfolge feiern.


    III.) Neben aller Internationalität soll er aber auch die kulturnationale Sendung erfüllen und in Bayreuth, sowie weltwelt, alle großen Wagnerpartien singen.


    IV.) Zu dieser kulturnationalen Sendung gehört auch die Forderung, ein sehr guter Liedsänger zu sein.


    Damit sind, meines Erachtens, fast alle Sängerinnen und Sänger überfordert, auch Kaufmann!


    Ich erbitte Meinungen.


    Antalwin

  • Das jemand vom lyrischen Bariton auf lyrischen Tenor umsteigt, sahen wir schon bei Carlo Bergonzi, der aber ein sehr viel besserer Techniker war.


    Jonas Kaufmann war nie ein lyrischer Bariton.


    :hello:


    Jolanthe

  • Liebe Jolanthe,


    ich denke mit dem Beispiel von Begonzi meinte Antalwin genau das Gegenteil. Er schrieb ja am Anfag das er Kaufmann nicht für einen lyrischen Bariton sondern für einen Tenor mit schmalen Hohen hält.

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  • Meiner Meinung nach ist seine sichere Höhe das grosse Positiv von Kaufmann und ich freue mich durchaus auf die Manon aus London. Er könnte der einzige sein, der in dieser Partie, wie ich sie verstehe und mir vorstelle, Corelli, der den Des Grieux leider nie gewagt hat, annähernd gleichkommen könnte. Die Spannung ist bei mir auf den 24. durchaus vorhanden....

  • Schon bei den weitgespannten melodischen Bögen des eher hoch komponierten Chevalier Des Grieux von Puccini, wird die Stimme an ihre Grenzen kommen


    Gestern Abend hat die Premiere in London stattgefunden und es gab schon einige Kritiken, die voll des Lobes für Jonas Kaufmann waren. Man darf auf die Kinoübertragung gespannt sein.


    :hello:


    Jolanthe

  • Bedauerlicherweise wieder eine Sch.....RT-Inszenierung mit Verlegung in die Jetztzeit für welche das Regieteam ein Buhkonzert einstecken durfte! :love:

  • Hallo,


    bevor es hier zu Falschinterpretationen kommt: Ich bin kein Gegner, sondern ein Anhänger von Jonas Kaufmann, der voll Bewunderung für die Karriere dieses Sängers ist, wenn ich auch manchmal kritische Anmerkungen mache ! London scheint es mal wieder zu beweisen: Jonas Kaufmann ist ein Bühnen-Schlachtroß, der, genau wie Domingo, Partien einfach nach Hause schaukeln kann !


    Gruß,


    Antalwin

  • Lieber Antalwin,
    der Vergleich mit Domingo ist doch etwas weit hergeholt. Und der Begriff " Die Partie nach Hause schaukeln " klingt für mich wie Arbeit nach Vorschrift und das ist für mich nichts positives.

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  • jetzt schon vorbestellen:


    Zum 45. Geburtstag des Sängers am 10. Juli 2014!


    LG

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Allerdings gibt in dieser Box nichts Neues. Decca möchte noch einmal Geld verdienen, da ja Jonas Kaufmann inzwischen bei Sony ist.


    :hello:
    Jolanthe

  • Lieber rodolfo39,


    damit wollte ich zum Ausdruck bringen, daß es Bühnentiere gibt, die aus einer Partie auch noch Ansprechendes machen können, wenn diese nicht ideal für die Stimme liegt. Das ist gerade nicht Dienst nach Vorschrift. Kaufmann scheint so jemand zu sein. Er hat sich jetzt übrigens in die illustre und ungewöhnliche Phalanx von Tenören eingereiht, die den "doppelten des Grieux" im Repertoire haben: Die lyrische, französische Variante der Oper von Massenet und die dramatisch-veristisch-italienische der Oper Puccinis. Diese ungewöhnliche Kombination im Repertoire während einer Laufbahn, zumindest meiner Meinung nach, teilt er nur mit Caruso, Gigli, Bjoerling, Schock, di Stefano, Pavarotti, Domingo und Dvorsky. Wenn anderen noch mehr einfallen, lasse ich mich gerne berichtigen !


    Gruß,


    Antalwin

  • Roberto Alagna hat mE auch beide des Grieux im Repertoire.

    res severa verum gaudium


    Herzliche Grüße aus Sachsen
    Misha

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  • Hallo,


    "Du bist die Welt für mich", anscheinend eine Operetten-CD von Kaufmann. Hat nicht Klaus Florian Vogt kürzlich auch so etwas herausgebracht? Ein Schuft, der da an einen kommerziellen Wettkampf denkt! Kurioserweise bei derselben Firma! :D


    Antalwin

  • "Du bist die Welt für mich", anscheinend eine Operetten-CD von Kaufmann


    Es wird im September diese Doppel-CD erscheinen:



    und diese Box, die zusätzlich noch eine DVD enthält: Die DVD wurde zu einem anderen Zeitpunkt aufgenommen und beinhaltet nicht alle Titel der CD.



    Die DVD kann auch einzeln bezogen werden, allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt:


    :hello:
    Jolanthe

  • Eine sensationelle Leistung:


    Jonas Kaufmann als Andrea Chenier! Vielleicht war dies das aufregendste Rollenportrait, das ich bisher von ihm erlebt habe!!!


    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Jonas Kaufmann als Andrea Chenier! Vielleicht war dies das aufregendste Rollenportrait, das ich bisher von ihm erlebt habe!!!

    Ja, lieber Caruso, das ist seine Sache. So war ich auch bereits von seinem Album mit Verismo-Arien begeistert - auch wenn er teilweise kräftig forcieren muss - und schrieb hierzu eine Rezension bei jpc. Das "Improvviso" gelang ihm damals schon außerordentlich gut.



    Endlich wieder ein Tenor für Verismorollen


    Jonas Kaufmann hat ein anspruchsvolles Album vorgelegt! Gerade das
    Repertorie des Verismo fordert von den Sängern ein höchstes Maß an
    Disziplin, musikalischer Genauigkeit und Werktreue. Die wunderschönen
    Arien von Leoncavallo beispielsweise sind inzwischen zum
    Heldenjammergeschrei verkommen, dank der Künstler, die sich an ihnen
    vergehen. Schluchzen, Jammern, Seufzen, Effekthascherei - aber nie
    Ausdruck. Anders Jonas Kaufmann: die Bajazzo-Arie ist ihm hervorragend
    gelungen, die Szenen aus "Andrea Chenier" von Giordano erinnern an die
    besten Zeiten von Del Monaco und Corelli. "Amor ti vieta" singt er mit
    schöner Linie, fast wie Björling oder der junge Domingo auf seiner
    ersten Platte (1968 unter Nello Santi)! Sein mittlerweile doch stark
    baritonales Timbre ist markant, die hohen Töne kommen sicher. Diese
    Einspielung begeistert!

    "Menschen, die nichts im Leben empfunden haben, können nicht singen."
    Enrico Caruso


    "Non datemi consigli che so sbagliare da solo".
    ("Gebt mir keine Ratschläge, Fehler kann ich auch allein machen".)
    Giuseppe di Stefano

  • Lieber Manfred!


    So ganz zufrieden war ich seinerzeit mit dem VERISMO-Album eigentlich nicht!
    Alles was Du lobend über seine stimmlichen Qualitäten und über seine sängerischen Fähigkeiten geschrieben hast, ist nur allzu berechtigt.
    Die Affekte und der Ausdruck aber waren mir zu wenig spontan, zu studiert, zu ausgerechnet.
    Mir fehlten die Leidenschaft, die Inbrunst, das große Pathos, Glut und Feuer, Trunkenheit und Hingabe, Sinnestaumel und Ekstase!


    Genau dieses rückhaltlose Aufgehen in den Leidenschaften aber war es, die jetzt seinen Andrea Chenier zu einem so großen Ereignis gemacht hat.


    Seine inzwischen so schwer und dunkel gewordene Stimme passt ideal zu der Partie, zumal sie ohne alle außermusikalischen Mittel in der Lage ist, Gefühle und Stimmungen, Erregungszustände und Leidenschaften auszudrücken. Kaum je habe ich ihn zugleich so gelöst singen gehört (ohne Knödel und Forcieren) und doch so passioniert! Er verlässt sich nicht einfach auf seine blendende Bühnenerscheinung und seine darstellerische Präsenz. Er profiliert die Figur des romantischen Dichters in seinen Gängen und Gesten - vor allem aber eben im Ton der großen leidenschaftlichen Deklarationen: In denen lodern - dort wo es um seine politischen Anliegen geht - Bitterkeit und Mitgefühl, Wut und Empörung, Anklage und das Pathos der Befreiung oder - dort wo es um seine Liebe geht - Hingabe und Trunkenheit, Sehnsucht und Verlangens, Erregung, Berauschtheit und Seligkeit!
    Und das mit einer ganz seltenen Unmittelbarkeit und Eindringlichkeit!


    Wie gesagt: das aufregendste Rollenportrait, das ich bisher von Kaufmann erlebt habe. Sensationell! Da muss er keine Vergleiche fürchten! Selbst unter den großen Tenören vergangener Zeiten gibt es nicht viele, von denen ich sagen würde, die waren sicherlich noch besser. Vielleicht Gigli (der allerdings die Gesamtaufnahme etwas zu spät gemacht haben dürfte), vielleicht Lauri-Volpi! Möglicherweise noch Pertile, wohl eher Cortis!
    Wie auch immer: Wer die Oper mag sollte alles daran setzen, Kaufmann in der Partie auf der Bühne zu erleben. Vielleicht kommt ja eines Tages ein Mitschnitt im Radio - aber der kann bestimmt nicht annähernd den Eindruck vermitteln, den man in einer Aufführung live bekommt!



    Beste Grüße


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

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  • Wie auch immer: Wer die Oper mag sollte alles daran setzen, Kaufmann in der Partie auf der Bühne zu erleben. Vielleicht kommt ja eines Tages ein Mitschnitt im Radio - aber der kann bestimmt nicht annähernd den Eindruck vermitteln, den man in einer Aufführung live bekommt!


    Zumindest kann man ihn am 29. Januar um 20.15 Uhr in den UCI Kinos erleben und darauf freue ich mich schon sehr.


    Hier zumindest ein kleiner Eindruck:


    www.youtube.com/watch?v=3iqTWff1fdI


    :hello:


    Jolanthe

  • Zumindest kann man ihn am 29. Januar um 20.15 Uhr in den UCI Kinos erleben und darauf freue ich mich schon sehr.


    Liebe Jolanthe,


    darüber wirst Du doch sicher berichten? Ich bin gespannt drauf!


    Ich selber habe zwar eine Abneigung gegenüber Film- oder Videoübertragungen von Opernaufführungen, aber einen Eindruck bekommt man dadurch natürlich schon! Vielleicht im Kino eher als im heimischen Wohnzimmer vor der Mattscheibe!


    Also: viel Spaß


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Lieber Caruso,


    bin Deiner Meinung, dass Jonas Kaufmann mit reifender Stimme und hinzu gewonnener Emotionalität und Sponaneität immer stärker in sein Fach hineinwächst. Wobei hineinwachsen bei dem Niveau des Sängers banal klingt. Gemeint ist, was Du auch ausführst. Er ist vollends Weltklasse geworden und braucht den Verlgleich mit den großen Italienern keinesfalls zu scheuen. Übrigens an welchem Haus singt er aktuell André Chénier?


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Am Royal Opera House Covent Garden in London, lieber Operus!


    (Verzeih, Caruso, ich hatte soeben den Trailer erspäht)


    :hello:

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Lieber Siegfried,
    danke. Leider etwas weit und aufwändig um trotz aller Liebe extra nach London zu reisen. Hoffentlich kommt er mit dieser Partie auch in sein Heimatland, dann sind wir dabei.


    Herzlichst
    Operus

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  • Die Oper ist unbedingt sehens- und vor allem hörenswert, lieber Operus. Ich erlebte sie als vorletzte Produktion bei den Bregenzer Festspielen, wo sie bleibende Eindrücke hinterlassen hat. Finanziell war sie dort allerdings weniger erfolgreich, was ihrer nicht so großen Popularität geschuldet war.


    :hello:

    Freundliche Grüße Siegfried


  • Zumindest kann man ihn am 29. Januar um 20.15 Uhr in den UCI Kinos erleben und darauf freue ich mich schon sehr.


    Hier zumindest ein kleiner Eindruck:


    www.youtube.com/watch?v=3iqTWff1fdI


    Für mich war der Chénier von Kaufmann seine bisher überzeugendste Rolle. Kein Vergleich zu Manrico oder Alvaro. Wenn auch nicht ohne Abstriche - gesanglich doch eher Soldat als Dichter - da fehlen mir viele Nuancen und Farben. Eindrucksvoll wenn er voll aussingen kann. Als Darsteller ein prachtvoller Chénier, gesanglich muss er meistens halt voll aussingen, weil ihm die stimmliche Elastizität abhanden gekommen ist. Das nimmt der Rolle ein wenig die Vielschichtigkeit. Im Schlussduett stößt er an seine Grenzen. Im Kino eine runde Sache, als reine Radio-Übertragung klingt die Sache schon ernüchternder...

  • Seine inzwischen so schwer und dunkel gewordene Stimme passt ideal zu der Partie, zumal sie ohne alle außermusikalischen Mittel in der Lage ist, Gefühle und Stimmungen, Erregungszustände und Leidenschaften auszudrücken

    Das habe ich ja auch so empfunden. Es ist ja bekannt, dass sich Jonas Kaufmann sehr intensiv mit seinen Rollen auseinandersetzt.



    gesanglich muss er meistens halt voll aussingen, weil ihm die stimmliche Elastizität abhanden gekommen ist.

    Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen und ich fand auch nicht, dass er an seine stimmlichen Grenzen gehen musste.


    Die Rolle des Andrea Chenier ist ihm auf den Leib geschrieben und er wirkte ähnlich wie beim Werther sehr überzeugend.
    Es wäre eine ideale Aufführung für unsere Regietheatergegner gewesen mit einem wundervollen traditionellen Bühnenbild und prachtvollen Kostümen.


    Übrigens wird die Vorstellung am 31. Januar von BBC 3 Radio live übertragen (MEZ 20.15 Uhr)


    http://www.bbc.co.uk/programmes/b050sgmc


    :hello:


    Jolanthe

  • Der Einsatz im ersten Liebesduett ist dafür ein Paradebeispiel: das "ora soave" - zugegeben in einer heiklen Lage und piano angesetzt, dass er anschwellen lassen wollte - ist ihm sowohl in der ersten BBC Übertragung als auch bei der gestrigen Übertragung total in den Hals gerutscht. Das war nicht mehr als ein würgendes Winseln. Das meine ich mit Biegsamkeit und Elastizität. Auch "Come un bel dì di maggio" kann man viel feiner singen. Im Schlussduett war er im letzten Drittel an seinen Grenzen. Da hat er die Höhen schon sehr forciert - dafür in tono. Ist aber auch nicht ohne - volle Power gegen das volle Orchester.
    Trotz allem finde ich das seine überzeugendste Rolle.

  • Der Einsatz im ersten Liebesduett ist dafür ein Paradebeispiel: das "ora soave" - zugegeben in einer heiklen Lage und piano angesetzt, dass er anschwellen lassen wollte - ist ihm sowohl in der ersten BBC Übertragung als auch bei der gestrigen Übertragung total in den Hals gerutscht. Das war nicht mehr als ein würgendes Winseln. Das meine ich mit Biegsamkeit und Elastizität. Auch "Come un bel dì di maggio" kann man viel feiner singen. Im Schlussduett war er im letzten Drittel an seinen Grenzen. Da hat er die Höhen schon sehr forciert - dafür in tono. Ist aber auch nicht ohne - volle Power gegen das volle Orchester.
    Trotz allem finde ich seine überzeugendste Rolle.


    Kein Widerspruch, liebe Gioconda!
    Ich muss allerdings sagen, dass ich diese Einschränkungen nicht nach der Aufführung, die ich live erlebt habe, gemacht hätte. Vielleicht habe ich gar nicht wirklich wahrgenommen, dass doch auch diese großartige Leistung nicht vollkommen ist - einfach weil ich so beeindruckt und überwältigt von Persönlichkeit, Darstellung und gesanglicher Leistung war wie bisher noch nie bei Kaufmann!


    Herzlichen Gruß


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

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