Wer kennt diese Aufnahme? - Beratungshilfe bei Neuanschaffungen

  • Hallo 3,14159US,


    Wenn ich mich nicht sehr irre, sind die Hobokonzerte eine bereits ältere Aufnahme von Han de Vries.
    Ich weiß nicht ob ich sie auf CD oder LP habe, aber sie gefielen mir sehr.


    Han de Vries war einige Jahre erster Hoboist des Concertgebouworchesters, bevor er sich fortan als Solist betätigte.
    Hier kannst Du seinen Klang beurteilen.


    LG, Paul

  • Hi Pius,


    die Aufnahme von Purcells The Fairy Queen ist ebenfalls eine schon recht betagte Aufnahme (Anfang der 70er). Schlecht ist sie beileibe nicht, allerdings muß man einige Abstriche machen. Z.B. bei den Oboen, sie sind gelegentlich unsauber und klingen etwas "zickig". Generell könnte die Musik auch noch etwas federnder sein in den tänzerischen Teilen. Aber gemessen am Alter ist das schon ziemlich gut. Anfang der 70er wurde Barockmusik oft noch viel schlechter gemacht.


    Alfred Deller ist einer der Pioniere als Altus, hat in den 50ern sehr zur Wiederverbreitung dieser Art des Gesangs beigetragen.



    liebe Grüße, :hello:
    Thomas

    Da freute sich der Hase:
    "Wie schön ist meine Nase
    und auch mein blaues Ohr!
    Das kommt so selten vor."
    - H. Heine -

  • Zitat

    Original von Pius
    Danke, Paul!


    Übrigens nennt sich das Instrument hierzulande "Oboe". ;)


    Viele Grüße,
    Pius.


    Hi,


    ich lese bei Paul auch immer zuerst Hobokenkonzerte... :D Nur welche meint er dann?


    Es scheint aber im Niederländischen eine Adaption von Haut-bois ["hohes Holz"] zu sein. Und bei den sprachlich weiter entwickelten Ländern :stumm: fiel dann irgendwann das "H" weg, was man ja im frz. auch nicht ausspricht.


    Ich finde den Begriff Hoboe eigentlich sehr schön. Auch in Mozarts deutscher Finta Giardiniera [Die Kertézsina aus Liebe] wird - meine ich mich zu erinnern - von "der Flöte und der Hoboe" gesungen... wobei in dieser grausigen Übersetzung [die Mozart ja duldete] die Betonung auf Ho liegt.


    :hello:


    Ulli

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

  • Die Klaviermusik von Faure mit Collard ist ein empfehlenswerter Einstieg. Man kann - wie immer - aus Einzelaufnahmen für einen Teil der Werke evtl. bessere Interpreten finden, aber Du kannst mit Collard nichts falsch machen. Und die Box ist wesentlich preiswerter als zB Katherine Stotts Faure-Box.


    Faures Klaviermusik wird oft als Salonmusik verkannt und steht leider deutlich im Schatten von zB Debussy oder Ravel. Salonmusik ist grundfalsch (das trifft eher die Klaviermusik von Cecile Chaminade zu) und in Frankreich steht Faure in sehr hohem Ansehen (auch wenn er an Debussy nicht heranreicht). IMHO liegst du mit franz. oder franz. ausgebildeten Pianisten deshalb nicht verkehrt.

  • Ich kenne nur die Purcell-Sonaten. Scheint mir eine gute Aufnahme und auch hörenswert, obgleich ziemlich ungewohnt, da diese Stücke praktisch vor Corelli (d.h. ca. 1680 etwa gleichzeitig, aber vor der Veröffentlichung von Corellis op.1) entstanden (es und die Sonaten der Italiener um die Mitte des 17. Jhds., die vermutlich Purcell beeinflußten sind mir unbekannt. Noch faszinierender sind die ebenfalls aus dieser Zeit stammenden "Fantazias" für Gamben-Consort.


    "The Fairy Queen" ist ein großartiges Stück, allerdings lohnte es hier vielleicht gleich zu einer neueren Einspielung (zB Harnoncourt oder Gardiner).


    Wenn es bei Dowlands Liedern ein Countertenor sein soll, würde ich auch eher zum Pionier Deller greifen, aber besser gefällt mir ein Tenor wie zB Paul Agnew (leider teuer)


    BTW in älteren Partiturausgaben findet man auch auf deutsch noch "Hoboen" (Hob.), war bis zu Brahms Zeit jedenfalls eine häufige Schreibweise.


    viele Grüße


    JR

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Hallo, Markus!


    Zitat

    Original von Pius


    Bei meinem nächsten Gang zu Zweitausendeins werde ich die kaufen.
    Dann kann ich Dir berichten (einigermaßen zuverlässige Wertungen gibts von mir aber nur zu Tschaikowsky).


    Also, Tschaikowsky habe ich schon besser gehört, aber auch schon bedeutend schlechter. Zu dem Preis würde ich zugreifen (bzw. ich habs ja schon gemacht ;) ), zumal Tschaikowskys zweites und drittes Klavierkonzert lohnende Repertoireerweiterungen sind (falls Du sie noch nicht kennst).



    Zu denen, die mir auf meine Anfrage geantwortet haben:
    Vielen Dank für die Informationen! :hello:
    Nun weiß ich gar nicht mehr, was ich kaufen soll... :wacky:


    Und dann gibts ja auch noch das, das hatte ich verdrängt:



    Mal sehen... :rolleyes:


    Viele Grüße,
    Pius.

  • Zitat

    Original von Robert Stuhr
    Salonmusik (...) trifft eher die Klaviermusik von Cecile Chaminade zu...


    :yes: :yes:
    z.B. "l'Automne", ein Lieblingsstück von mir.


    LG, Paul

  • Hallo zusammen!


    Mal eine Questione an die Barock-Spezialisten.


    Rameau hat es (mal wieder) geschafft, mir einen so was von pentranten Ohrwurm zu pflanzen, daß ich nicht umhin komme, zur Heilung entsprechende Musik auf Konserve zu erwerben:


    Der Ohrwurm: der Marsch "air pour les sauvages" aus "Les Indes Galantes".


    Dieser Rameau :angry: :D


    Nun habe ich beim Herrn Dussmann sein Laden die Aufnahme mit Franz Brüggen gehört - erschienen bei Philipps.
    Daß diese Aufnahme keine schlechte ist, kann ich mir gut vorstellen. Aber
    gibt es ebenso gute oder gar bessere?


    Über Aufklärung wäre ich sehr dankbar.


    LG vom Ohrwurmgeplagten
    :hello:
    Wulf.

  • Hallo Wulf,


    kommt drauf, was du genau möchtest. Du hast die Wahl zwischen der Suite aus der Oper, also reine Instumentalmusik - hier bist du mit der erwähnten Brüggen-Einspielung gut dabei, die Alternative wäre Herreweghe (ist zudem günstiger), oder willst du die komplette Oper, dann greife zu William Christie. Oder dritte Möglichkeit, die CD von Minkowski mit dem Titel "Une Symphonie Imaginaire", wobei ich aus dem Gedächtnis nicht zu 100% sagen kann, ob das gesuchte Stück auch drauf ist. Ich weiß nur sicher, dass Stücke aus Les Indes Galantes in der Auswahl dabei sind.


    Grüße an den Herrn D. :D
    Thomas

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    und auch mein blaues Ohr!
    Das kommt so selten vor."
    - H. Heine -

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  • Hallo Thomas,


    merci, monsieur!


    Ich glaube, ich werde mich zunächst mal mit der reinen Suite begnügen - Rameau ist - bis auf diese gruasamen Ohrwürmer - noch etwas, was mir nicht ganz so einfach zugänglich ist wie Händel oder Bach.
    Mal kiecken, was der Herreweghe so kostet. Brüggen gibts bei Herrn D. für 9 ECU. :D


    LG
    Wulf.

  • Den Herreweghe gibt´s in der Reihe musique d´abord von Harmonia mundi für einen Fünfer. Da kannst du locker beide mitnehmen... :D



    :hello:
    Thomas

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    - H. Heine -

  • Salute!


    Pünktlich zum 100er von Schostakowitsch gedenke ich mir eine Gesamteinspielung seiner Symphonien anzuschaffen. Da gibt es ja eine fast schon erfreulich hohe Anzahl. Da ich Schostakowitsch erst am Anfang stehe möchte ich nicht unnötig viel Geld ausgeben, daher habe ich schon zwei Boxen auf meinem Wunschzettel stehen:


    Zum einen Jansons mit diversen:




    Zum Anderen Barshai mit dem WDR-Symphonieorchester



    Beide sind preislich in meinem Zielbereich und über beide habe ich schon viel gutes gehört.


    Welcher trifft die Russische Seele besser? Welcher ist der bessere Schostakowitsch?


    IDS
    Georg

    Früher rasierte man sich wenn man Beethoven hören wollte. Heute hört man Beethoven wenn man sich rasiert. (Peter Bamm)

  • Liebe Forianer,


    hat jemand schon in die neue Schumann/Liszt-CD von Yo Kosuge reingehört? Mich würde vor allem Eindrücke zu op.17 interessieren.



    Viele Grüße,
    Christian

  • Hallo Barockspezialisten, :)


    beim Stöbern nach Biber und Konsorten stieß ich auf diese 2CD:



    Vienna 1700
    Baroque Music from Austria

    Mieke van der Sluis, Barbara Fink, Pascal Bertin, Bernd Fröhlich, Wilfried Zelinka
    Armonico Tributo Austria
    Lorenz Duftschmid


    Eine Zusammenstellung von Barockmusiken aus Österreich um 1700, unter dem Einfluß der Pest sowie der damaligen Bedrohung Europas durch die Türken.


    u.a.:
    Johann Joseph Fux: Battalia; Te Deum K271; Stabat Mater K268; Litaniae Sancta Maria K121; Magnificat K98
    Heinrich Ignaz Franz von Biber: Die Pauernkirchfahrt; Battalia
    Johann Heinrich Schmelzer: Gegrüßt seist Du; Polnische Sackpfeiffen
    Johann Caspar Kerll: Battalia
    3 Gregorianische Gesänge




    Beim zweiten Taminopartner gibt es im Oktober diese 2CD:


    a) Handelt es sich um die gleiche Veröffentlichung? cpo wird doch wohl kaum zwei verschiedene Versionen herausbringen. ?(


    b) Kennt einer die CD und kann sie empfehlen (oder auch nicht)?



    LG,
    Gentilhombre

    "Das ist zeitgenössische klassische Musik. Dann unterstelle ich, daß da kein intellektueller Zugang..."
    Miroslaw Lem, Tenor

  • Hallo Gentilhombre,


    ich vermute mal ganz stark, dass beide Ausgaben den gleichen Inhalt haben. Bei amazon werden die cpo-Aufnahmen immer als Re-Importe, meist aus UK, angeboten. Eventuell macht cpo für den Markt auf der Insel andere Cover. ?(


    Was die Musik angeht, sind hier vor allem die Werke von JJ Fux eine ganz heiße Empfehlung. Das einzige, was mich an den Scheiben ein wenig gestört hat, ist das Durcheinander der enthaltenen Werke. Du hast ja schon aufgelistet, was man zu hören bekommt. Es sind äußerst unterschiedliche Stücke, die - nach meinem Empfinden - auf den beiden CDs wahllos aufeinander folgen. Ich habe das nicht als wohltuende Abwechslung empfunden, sondern als störend.


    :hello:
    Thomas

    Da freute sich der Hase:
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    Das kommt so selten vor."
    - H. Heine -

  • Hallo Thomas,


    danke für die Antwort (ich hatte schon auf Rückmeldung Deinerseits spekuliert. :D :jubel: ) Ich denke, ich werde mir die CD mal vormerken, nach Deinem Kommentar zu Fux juckts mich in den Fingern. Das Konzept der Zusammenstellung finde ich eigentlich recht spannend. Im Zweifelsfall kann man die Stücke doch umprogrammieren, oder sind die auch wild über beide CDs verteilt?


    Zum Cover: dann wird wohl die Exportvariante das Wahrscheinlichste sein. Seltsam.


    :hello:
    Gentilhombre

    "Das ist zeitgenössische klassische Musik. Dann unterstelle ich, daß da kein intellektueller Zugang..."
    Miroslaw Lem, Tenor

  • Was ist (sind) eigentlich die Refferenzeinspielung(en) der Cellosuiten von Bach?


    Ich nenne lediglich eine CD mit Heinrich Schiff (Emi) mein Eigen.


    29.08.1958 - 25.06.2009
    gone too soon

  • Amateurfilm forum und -Produktion sucht Darsteller jeden Alters und technische Mitarbeiter aus Wien

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  • Zitat

    Original von Masetto
    Was ist (sind) eigentlich die Referenzeinspielung(en) der Cellosuiten von Bach?


    Ich nenne lediglich eine CD mit Heinrich Schiff (Emi) mein Eigen.



    Moin Masetto,


    für mich gibt es keine Referenzeinspielung, die Interpretationen sind teilweise so unterschiedlich, dass ich je nach meiner persönlichen Stimmung auflege.


    Das ist dann mal Kliegel, dann wieder Rostropovich oder die zweiten Aufnahmen von Ma und Maisky, zwischen durch dann Casals.


    Im Moment höre ich häufig die 5.Suite mit Hille Perl:


    Grüsse aus Rhosgobel


    Radagast

  • Hallo, Masetto!


    Zitat

    Original von Masetto
    Was ist (sind) eigentlich die Refferenzeinspielung(en) der Cellosuiten von Bach?


    Ich nenne lediglich eine CD mit Heinrich Schiff (Emi) mein Eigen.


    Sieh doch mal hier nach, dazu gibts den thread ja.
    Ich bevorzuge Fournier, den Casals mag ich z.B. gar nicht.


    Viele Grüße,
    Pius.

  • Lieber Markus,


    Zitat

    Zemlinskys Lyrische Sinfonie mit Armin Jordan


    Jordan ist sicher keine schlechte Wahl. Würde mich außerordentlich freuen, wenn wir bei unserer nächsten Musiksession in Deine eventuelle Neuerwerbung hineinhören und diese mit anderen Einspielungen vergleichen könnten. :)


    Schöne Grüße
    Johannes

  • Zitat

    Original von ThomasBernhard
    Mahlers Dritte und Zemlinskys Lyrische Sinfonie mit Armin Jordan


    Kann man da was falsch machen?



    Keine Ahnung, aber diese Mahler 3 wurde neulich, als der Tod Jordans bekannt wurde, in der internationalen Gruppe (usnet/google) überschwenglich gelobt.
    (und da das dort normalerweise Leute tun, die dutzende von Einspielungen eines Stücks kennen, ist solch ein Lob einigermaßen aussagekräftig)


    :hello:


    JR

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    (Bob Dylan)

  • Liebe Forianer,


    gehe ich richtig in der Annahme, dass es sich bei dieser Aufnahme um den berühmten Mitschnitt eines Konzerts im Moskauer Konservatorium (ich glaube 1961) handelt? Das Programm (Chopin- Liszt und Schumann-Sonate) lässt dies jedenfalls vermuten.


    Wer kennt diese Aufnahme (Vol. 2 aus der Melodyia-Box) und kann dies ggf bestätigen?



    Viele Grüße,
    Christian

  • Hallo und guten Abend,


    bin gerade beim Festplatteaufräumen über einen fast 2 Jahre alten Radiomitschnitt gestolpert:


    F. Chopin
    Polnische Lieder op.74
    Urszula Kryger, Sopran
    Katarzyna Jankowsky, Klavier


    weiß jemand, ob es diese Aufnahme auf CD gibt oder kann alternative Einspielungen empfehlen? Ich bin gerade ziemlich verzaubert von dieser Musik, Chopin als Liedkomponist war mir noch nicht "begegnet"

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Es gibt eine Einspielung von Bachs "Kunst der Fuge" mit der Academy of St. Martin in the Fields (das Musikalische Opfer ist auch mit dabei).


    Kennt jemand diese Aufnahme?
    Wird zugeraten oder abgeraten? ?( ?( ?(


    Freundliche Grüße und besten Dank! Andrew

    „Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“

  • Masetto:


    Cello-Suiten von Bach: diese hier.

    Ich habe jetzt erst gesehen, daß es sie inzwischen auf CD gibt - ich habe die (seltene) LP.


    Andrew:
    die Einspielung der Kunst der Fuge mit der Academy hatte ich mal - habe ich aber hergegeben. Erstens ist die Academy für mich ein wenig "altbacken" (das ist natürlich meine Meinung), zweitens finde ich Orgelversionen für das Thema "Fuge" irgendwie geeigneter (die Königin der Instrumente begegnet der Königin der Polyphonie). Aber auch das ist nur meine Interpretation. :)


    Herzlichst
    tuonela

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