Hatte Paul Potts etwas Anrührendes an sich, weil oder wie er sang? Oder weil er etwas tat, was ich flapsig als völlig daneben bezeichnen würde.
Die Telecom-Werbung setzt mE auf das zweite und suggeriert uns, dass alles möglich ist, wenn man nur fest daran glaubt.
Für mich hat Paul Potts viel verloren, seitdem er nicht mehr so unbeholfen wie am Anfang auftreten darf und seine Zahnlücke verschwunden ist.
Paul Potts - Aschenputtel als Tenor?
heinz.gelking · 129 Beiträge · letzte Antwort von Antalwin
129 Beiträge
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Zitat
Original von Theophilus
Aber auch ein Zeichen dafür, wie Tonaufnahmen die Maßstäbe verschieben. Paulchen Panther würde wahrscheinlich schon auf einer mittelgroßen Bühne nicht mehr über die Rampe kommen, aber im Studio kann man das überspielen. Und viele merken es nicht einmal...Volle Zustimmung. Und es ist eben keine Sache des Geschmacks. Paul Potts ist kein Opernsänger sondern ein mittelmäßiger Popsänger. Seine Darbietungen von Puccinis Arie haben nichts mehr mit Oper zu tun. Da könnte man die Gesangslinie gleich von André Rieu spielen lassen. Jaja. wem's gefällt, könnte man sagen - aber das ist eben kein Puccini mehr... und zwar genausowenig, wenn Nessun dorma von jemandem wie Potts gesungen wird. Die Habanera, gesungen von Helmut Lotti, würde hier wohl auch keiner mehr als konkurrenzfähigen Operngesang bezeichnen, oder? Ich sehe keinen Unterschied zwischen Potts und Lotti. Deshalb "ereifere" ich mich.
Nessun dorma ist das Revier eines schwereren Spinto-Tenors. Man höre sich Francesco Merli an, Martinelli, Lauri Volpi (aber nicht eines der youtube Videos, die GLV jenseits der 70 zeigen), Del Monaco etc. Dagegen war Pavarotti mit all dem von Theophilus angesprochenen Studio-Hokuspokus eigentlich schon ein Witz. Und dann Paul Potts... ein Floh... also wirklich, liebe Leute...!!!
Der Einfluß von Potts' Gesinge bei den klassisch Ungebildeten ist indes verheerend: die glauben nämlich, daß Oper so klingen muß wie Potts und Lotti. Ich kenne das, ich bin nämlich selber Sänger. Meine Großmutter sagt zu mir: sing' doch lieber mal was liebliches, oder mit lieblicher Stimme, so wie Potts. Immer dieses schwere Zeugs...
Den Potts, Il Divos, Lottis usw. könnte ich dafür den Hals umdrehen.

M. -
In dem letzten sechsten Schuljahr unserer Schule (Hauptschule) war ein Schüler, der sich durch einen nicht angepassten Musikstil von seinen Mitschülern unterscheidet. Seine Lieblingsmusik ist nicht Eminem oder 2Pac sondern das Bach/Gounod'sche Ave Maria. Sebastian hat es auswendig gelernt und singt es gerne. Da er sich bei "Das Supertalent" beworben hat, sang er kurz vor den Ferien auch vor seiner Klasse. Er hat keine schlechte Stimme (für einen 11Jährigen), aber leider habe ich nicht ihn gehört. Er sang wie eine schlechte Kopie von Pavarotti (mit dem er etwas die Behäbigkeit und Figur teilt). Alles Timbre eines ausgebildeten Sängers hat er durch ein Kraft zehrendes Vibrato ersetzt. Die höheren Töne, die er eigentlich mit Leichtigkeit bekommt, hörten sich leicht gequält an, weil er seiner Idealeinspielung bei Youtube gleichen wollte. Schade!
Als zweites gab Sebastian dann "Nessun dorma" zu Gehör. Es war nur wenig besser. Erst bei einer Wiederholung des Ave Maria war er schon so ausgepowert, dass er fast wieder normal klang.
Ich weiß nicht, ob meine Kritik, die vor allem diese zweite Fassung lobte und die "Fehler" der ersten aufzeigte, bei ihm ankam.Den größten Schock erhielt ich aber hinterher. Eine Kollegin teilte mir mit, dass sie zusammen mit unserem Konrektor zufällig auf dem Flur in der Nähe der Klasse unterwegs war. Beide waren der Meinung, ich würde singen.
:boese2: 
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Lieber Mengelberg,
Du hast doch in der Sache völlig recht. Dennoch bleibe ich dabei, dass jedes Eifern und jedes Verweisen auf die Unzulänglichkeiten solcher Darbietungen der Sache der klassischen Musik weniger dient als schadet.
Es gibt nun mal eine Mehrheit von Leuten die keine oder ungenügende klassische Bildung besitzen. Dies ist Ihnen aber nicht vorzuwerfen! Vielmehr muss die klassiche Bildung für sie attraktiv werden. Da hört dann jemand mal ein solches Stück wie Potts Nessun Dorma, der vorher nur in Rap und Techno- Welten unterwegs war und wird davon angerührt. Er redet davon, wie sehr ihm dies gefällt, dann kommt ein Experte, der ihm erklärt, warum ihm das gar nicht gefallen KANN. Weil es nämlich unzureichend gesungen ist und nur sentimentalen Kommerzkitsch darstellt. Jeder der klassich gebildet ist, wisse dies.
Und unser junger Freund fühlt sich wie ein Depp aus dem Sumpf und vermutet, alle klassisch gebildeten sind bornierte Besserwisser. Und er überträgt diese Einschätzung auf die Musik und befasst sich nie wieder mit ihr...
Ich versuche daher, mich eher über solche kleinen Berührungen mit großer Kultur zu freuen und den Unerfahrenen zu ermutigen:" Wenn Dir dies gefällt, könnte auch das etwas für Dich sein!"
Und manchmal geht jemand mit kleinen Schritten zu größeren Kultur - nicht weil er klassich gebildet wurde, sondern weil er sie lieben lernte...!
Gruß
Stefan -
Verehrter Oolong,
weise gesprochen!
Außerdem ist man ja auch in dem Tempeln der Heiligen Kunst nicht davor gefeit, approbierte Künstler zu erleben, die sich ihrer Aufgabe mit noch schlechterem Ergebnis stellen als der nun wirklich nicht unbegabte Potts. Allein der Umstand, daß jemand irgendeine Ausbildung durchlaufen hat, garantiert noch keine Leistung, die über der eines fähigen, aber eben ungeschliffenen Amateurs stünde. Das Ergebnis zählt - und ich bin für jeden Hörer dankbar, der, angerührt vom Aschenputtel-Image eines Nobodys mit einer akzeptablen Stimme und bewegt von der Schönheit der Musik Puccinis, die sich einem auch mitteilt, wenn sie viel schlechter dargeboten wird als von Potts, mal in das andere Verkaufsregal greift und sich mutig dem ungewohnten Repertoire aussetzt.
Grüße!
Honoria
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Mit deiner Einschätzung liegst du richtig.
Der erste Auftritt hatte noch seinen eigenen Charme und konnte in gewisser Weise auch gefallen.
Auftritte danach wirken mittlerweile und manchmal sehr gekünstelt.
Hier schrieb jemand in seinem Kommentar er, der Paul Potts hätte der Oper an sich , einen Bäredienst erwiesen. So sehe ich das allerdings nicht, ich sehe das eher anders, so wie ich es in meinem ersten Kommentar geschrieben habe.
Es gibt viele Sänger die Klassik singen, obwohl sie mit der Oper selbst nichts zu tun haben.
Als mein Fazit sei gesagt: Die Menschen in den Ländern werden entscheiden, ob ihnen Paul Potts gefallen wird oder nicht, sie gehen in seine Konzerte, oder kaufen seine CDs.
Solange sie das machen, hat er seine Berechtigung aufzutreten, auch wenn den Kennern der Opernszene dabei die Haare zu Berge stehen.
Als Peter Hofmann einst glaubte nebenbei Rockmusik singen zu müssen, da standen mir auch die Haare nach oben.Herzlichst
Orpheus -
Zitat
Original von Orpheus 2
Als mein Fazit sei gesagt: Die Menschen in den Ländern werden entscheiden, ob ihnen Paul Potts gefallen wird oder nicht, sie gehen in seine Konzerte, oder kaufen seine CDs.
Du hast völlig Recht, auch wenn er mir persönlich nicht gefällt.LG, Paul
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mir auch nicht als Sänger.
Vielleicht hätte er seine alten Zähne behalten sollen.
Er wirkt jetzt sehr überdreht, wenn er singt.
Ich höre ihn nicht , ich habe ihn auch nur auf einer anderen ebene einschätzen wollen.
Und bei dieser Einschätzung bleibe ich auch.
Positiv fände ich wenn es den Boris Becker Effekt gegeben hätte, dann würde vielleicht Nachwuchs der klassischen Sänger ins Haus stehen.
Mich würde schon interessieren, ob es Eltern gab, die seinetwegen die Kinder zur Musikschule schickten. Das meinte ich auf Boris Becker bezogen und nicht die Besenkammergeschichte.Herzlichst
Orpheus 2 -
Wobei wir uns sicher einig sind, dass Boris Becker mal hervorragend Tennis gespielt hat.
Aber es mag einen positiven Effekt haben: Wenn andere sehen, dass auch "einfache" Menschen sich mit Herzblut für klassische Musik begeistern können, wird es möglicherweise nicht als völlig abartige Beschäftigung angesehen.
Wobei mir jetzt der Film mit dem Tänzer einfällt. -
Laßt doch dem armen Mann seinen Erfolg, ich kenne viele Sänger die in der Öffentlichkeit singen und halb so singen wie er. Dass er verheizt wird, tut mir sehr leid, er wird ausgenutzt und man macht sich über ihn lustig. Auf jeden Fall füllt er mit seiner Stimme die Säle und er verdient einen ganzen Batzen Geld.
Warum gehen die Leute in seine Konzerte? Nicht weil sie Oper hören wollen, nein, sie wollen den Menschen sehen, der vom Handyverkäufer zum Millionär mutiert ist.
Ein Operngänger hört sich doch garantiert nicht ein Konzert von ihm an, dass sind ganz andere Menschen, die seine Konzerte besuchen, sie haben mit Oper wenig am Hut. -
Zitat
Original von musica
Auf jeden Fall füllt er mit seiner Stimme die Säle und er verdient einen ganzen Batzen Geld.
Ho, ho, genau sein: "Auf jeden Fall füllt er mit seiner elektronisch verstärkten Stimme die Säle..."LG, Paul
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Zitat
Original von musicophil
Ho, ho, genau sein: "Auf jeden Fall füllt er mit seiner elektronisch verstärkten Stimme die Säle..."LG, Paul
Wie dem auch sei, ob verstärkt oder nicht, die Säle sind voll.
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Wer kennt schon den neuen Telekom-Werbespot mit Paul Potts?
Er singt im Leipziger Bahnhof "Freude schöner Götterfunke"
- Grenzen, das war gestern -
Was haltet ihr davon? Muß die Telekom ein Schweinegeld kosten!
LG

Hier ist der link zu youtube: http://www.youtube.com/watch?v=ZYkz-MxxaHc
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Zitat
Original von Harald Kral
Was haltet ihr davon?Grenzen? Eindeutig überschritten :kotz: :kotz: :kotz:
Nicht zum aushalten
:faint: -
Zitat
Original von Harald Kral
- Grenzen, das war gestern -
Genau. Auch die Mauern des guten Geschmacks sind gefallen :wacky:.
In zwei Jahren kräht kein Hahn mehr nach dem
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Aber dann hat DER seine Schäfchen im Trocknen.
Das mit den Grenzen ist irgendwie schon Realsatire...
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Was ist denn das für ein Schwachsinn, er scheint es nötig zu haben, doch so kommt er kaum weiter...

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Zitat
Original von musica
Was ist denn das für ein Schwachsinn, er scheint es nötig zu haben, doch so kommt er kaum weiter...

Das will er doch auch gar nicht, denn das was er wollte hat er ja erreicht.
Liebe Grüße

Jolanthe -
Das glaube ich nicht, er wollte mehr, doch keiner nimmt ihn. Jetzt macht er wohl einen auf Gotthilf Fischer

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Das glaube ich nicht, er wollte mehr, doch keiner nimmt ihn, ist doch klar. Jetzt macht er wohl einen auf Gotthilf Fischer

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Der
-Button ist weiter rechts...
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Wie sagt man so schön: "Schlimmer geht's immer." Scheint hier nicht unangebracht.

P.S.: Natürlich werden die Massen diesen Spot dennoch toll finden, aber das wußte man auch schon vorher.
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Zitat
Original von Ulli
Der
-Button ist weiter rechts...
Ulli, wenn wir dich nicht hätten......

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Zitat
Original von Harald Kral
Was haltet ihr davon? Muß die Telekom ein Schweinegeld kosten!
Cool, virales Marketing, gut gemacht. Über classical media nicht darstellbar aber dicht an der Zielgruppe. Muss Tamino nicht gefallen. Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Und der scheint zu wissen, was er tut.
Liebe Grüße vom Thomas

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Nun ja, der Angler tat sich in der Vergangenheit schon öfter etwas schwer mit seinen Werbeträgern.
Oder endete das Engagement im Radsport nicht auch in Peinlichkeit? -
Sorry, das stimmt nun wirklich nicht. Von 1991-2001 waren die als Team Telekom erfolgreich, danach bis 2007 als Team T-Mobile. Und man hat sich richtigerweise aus dem Engagement zurückgezogen, als die Dopingaffäre ruchbar wurde. Der Angler wusste also sehr wohl, was er tat. Und tut. 16 Jahre Erfolg mit dem rosa T, da kann man wohl kaum von Schwierigkeiten mit dem Wurm sprechen.
Liebe Grüße vom Thomas

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Liebe musica ,
ich stimme Dir absolut zu !
Warum ausgerechnet Placido Domino in einer bundesdeutschen Talkschau af Befragen Paul Potts , der sich nie wehren konnte , "offiziell" dermassen oberlehrerehaft gesagt hat , das er doch bitte keine richtiger Sänger sei , das hat auch ein alternder Domingo wirklich nicht nötig . Und sein Geldbeutel dürfte durch Mr. Potts auch nicht geschmälert werden .
Und wenn man daran denkt , wer alles auf den Pavarotti - Zug mit "Nessun dorma" aufgesprungen ist aus den wohl von Domingo anerkannten Kollegen , dann nicht selten : lieber Paul Potts mit dieser zur Unterhaltungsarie mutierten Puccini - Komposition .
Die riesige Sympathiewelle für Paul Potts , auch hier hat musica absolut Recht , kommt von Menschen , die einfach Musik lieben . Paul Pott dürfte ihnen sehr viel näher sein als mancher berühmte Sänger gleich welcher Stimmlage !
Beste Grüsse
Frank
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Zitat
Original von Frank Georg Bechyna
Warum ausgerechnet Placido Domino in einer bundesdeutschen Talkschau af Befragen Paul Potts , der sich nie wehren konnte , "offiziell" dermassen oberlehrerehaft gesagt hat , das er doch bitte keine richtiger Sänger sei , das hat auch ein alternder Domingo wirklich nicht nötig . Und sein Geldbeutel dürfte durch Mr. Potts auch nicht geschmälert werden .
Und wenn man daran denkt , wer alles auf den Pavarotti - Zug mit "Nessun dorma" aufgesprungen ist aus den wohl von Domingo anerkannten Kollegen , dann nicht selten : lieber Paul Potts mit dieser zur Unterhaltungsarie mutierten Puccini - Komposition .FrankWenns aber doch stimmt? Die drei Tenöre haben das Pferd halt von der anderen Seite aufgezäumt - und das schon war mir ein Gräuel. Daß das aber demaßen ausartet haben sich die drei Tenöre wohl nicht in ihren kühnsten Träumen vorgestellt.
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Sehe zwischen den drei Tenören und Mr. Potts auch einen kleinen Unterschied. Wenn Domingo sagt, Potts wäre kein "richtiger Sänger", dann stimmt das ja auch, zumindest wenn er damit einen klassischen Tenor meint, wovon ich mal ausgehe. Alle drei Tenöre haben Jahrzehnte lang professionell gesungen, Domingo noch heute. Sicher waren Pavarottis "Cross-Overs" der letzten Jahre aus konservativer Sicht ein Gräuel und nicht ernstzunehmen. Aber macht dies doch nur einen kleinen Teil seines Wirkens aus. Er war fraglos ein Weltklasse-Tenor, mindestens von den 60ern bis 80ern. Und allein das ist eine Leistung, an die Mr. Potts doch in keinster Weise herankommt und herankommen wird, ja auch gar nicht will vermutlich. Carreras ist aufgrund schwerer Erkrankung seit gut zwei Jahrzehnten unfreiwillig mehr und mehr ins Abseits geraten, auch er hatte seine Glanzzeiten (man höre ihn nur als Don Carlo in Karajans Aufnahme von 1978!). Und Domingo ist, wie gesagt, noch heute im Geschäft, höchst erfolgreich und trotz Abnutzungserscheinungen wohl nach wie vor ein ernstzunehmender Tenor bzw. neuerdings vielmehr Bariton.
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Es ist doch wohl klar, dass Paul Potts KEIN Opernsänger ist! Das hat er meines Wssens nach auch nie behauptet zu sein und wenn er in seinen kühnsten Träumen evtl. auf einer Opernbühne steht und live singt...dann weiß er sicher, dass dies eben nur Träume bleiben.
In welcher "Talkshow" soll Plácido Domingo gesagt haben, Paul Potts "sei kein richtiger Sänger"? Ich frage das deshalb, weil solche Äußerungen normalerweise nicht über seine Lippen kommen; der Mann ist die Höflichkeit und Diplomatie in Person und spricht nie despektierlich über "Kollegen".Das Phänomen "die drei Tenöre" mit P.P zu vergleichen, erscheint mir, gelinde gesagt, abenteuerlich...da waren drei gestandene, in Jahrzehnten auf allen Bühnen dieser Welt gereifte, großartige Sänger und Künstler, die sich selbst und dem Publikum die Freude bereiteten, miteinander zu singen....an den Riesenerfolg hat zu Beginn niemand geglaubt und einmalig sollte das Konzert auch bleiben, doch dann ging es los und es wurde der gigantische Selbstläufer daraus, über dessen künstlerischen Anspruch man sicher geteilter Meinung sein kann.....allerdings konnten und können diese Herren singen; das allein macht schon den wichtigsten Unterschied.
Lg
Fides

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