Was höre und sehe ich zur Zeit

  • Richard Wagner
    Das Rheingold


    Inszenierung: Patrice Chereau


    McIntyre, Jerusalem, Salminen, Schwarz, Wenkl,
    Festspielorchester Bayreuth, Boulez



    Heute musste ich wieder einmal meinen Turbo anwerfen (aka LaserDisc-Player).

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Meine Neuerwerbung ist gleich an der Reihe:



    Christoph Willibald Gluck [1714-1787]
    Orphée et Eurydice


    Kozena, Bender, Petibon
    Monteverdi Choir
    Orchestre Revolutionnaire et Romantique
    Gardiner


    Die Oper ist laut Booklet in der Fassung vom 02.08.1974 [!] eingespielt. Dieses Jahr verhalf der Oper angeblich zum Durchbruch...


    Tssskkk...


    :hello:


    Ulli

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

  • Richard Wagner
    Das Rheingold


    Inszenierung: Patrice Chereau


    Schwarz, Wenkl, Reppel
    McIntyre, Zednik, Becht, Jerusalem, Salminen, Hübner


    Festspielorchester Bayreuth
    Pierre Boulez



    Weil's so schön war, gleich nocheinmal! Hier wird ja generell sehr gut gespielt (böse Zungen könnten sogar behaupten, es wird generell besser gespielt als gesungen), aber was Heinz Zednik bietet, gehört zu den besten Leistungen, die ich jemals auf der Opernbühne gesehen habe.


    Und jetzt muss ich gleich den Thread wechseln und punkteschindenderweise Heinz Zednik als Loge in "Auf den Leib geschrieben" verewigen.

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Ich habe schon lange nichts mehr so amüsantes gesehen:



    Ich bin eigentlich kein großer Freund von Fernsehserien, aber das hier ist einfach viel viel mehr, als nur eine Serie.


    :jubel:

    29.08.1958 - 25.06.2009
    gone too soon


  • Die Welt ist ungerecht! Valmont erschien ein Jahr nach den Gefährlichen Liebschaften und konnte nie aus dem Schatten des berühmten Vorläufers heraustreten. Für mich ist er aber die deutlich bessere Verfilmung der literarischen Vorlage!



    Ach ja! Musik gibt es natürlich auch ein wenig: Mozart, Haydn, Charpentier...

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Johann Strauß Sohn
    Wiener Blut


    Aufzeichnung der Premierenvorstellung 2007




    Die Aufführung verträgt es sehr gut, noch einmal gesehen zu werden. Man kann sich sogar einiger zusätzlicher Feinheiten erfreuen, die bei der Live-Übertragung übersehen wurden. Insgesamt ziemlich erfreulich, Maximilian Schell hat seine erste Operetteninszenierung sehr gut hinbekommen und die musikalische Realisierung ist überdurchschnittlich (für Mörbisch!).

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Hallo zusammen,


    gestern bei mir eingflogen.



    mit Kroko-Flugversand um vieles preiswerter als bei den drei Buchstaben.


    LG


    Maggie

  • Richard Wagner
    Die Walküre


    Inszenierung: Patrice Chereau
    Hofmann, Salminen, McIntyre, Jones
    Festspielorchester Bayreuth
    Pierre Boulez


    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Banner Trailer Gelbe Rose
  • Momentan meine jüngste Neuerwerbung, von der ich ganz begeistert bin: Händls "Rodelinda" vom Glyndebourne Festival 1998 mit Andreas Scholl, Anna Caterina Antonacci, Kurt Streit usw. Dirigat William Christie.
    Ein ungemein ästhetisches Bühnenbild, eine zeitlose Regie, die aber weder Text noch Musik beleidigt -wirklich gelungen! Auch die Sänger lassen keinen Wunsch offen, allen voran Antonacci und Andreas Scholl, der erste Countertenor, der mich begeistert. (Bisher konnte ich mit dieser Stimmlage nie viel anfangen, es klang für meine Ohren zu extrem, aber Andreas Scholl hat mich bekehrt!)
    Würde mich interessieren, was unsere Barockfraktion dazu sagt, denn ich habe noch nicht allzu viele Vergleichsmöglichkeiten, weil ich ja erst am Beginn meiner "Barocklaufbahn" stehe! ;)
    lg Severina :hello:

  • Heute gehört und gesehen:



    Musiciens du Louvre
    Dirigent: Marc Minkowski


    Felicity Lott
    Sandrine Piau
    Francis Le Roux
    Yann Beuron


    Aufnahme aus dem
    Théatre du Chatelet 2004


    Eine Grande Duchesse, wie sie schöner nicht sein könnte. Minkowski veranstaltet einen Wirbel, dass einem die Noten nur so um die Ohren fliegen.
    Insgesamt ein großes Vergnügen mit einer auch schauspielerisch herausragenden Leistung von Felicity Lott.


    Eine DVD, deren Anschaffung sich gelohnt hat.


    :hello:


    Emotione

  • Giacomo Puccini
    Manon Lescaut


    Shicoff, Haveman
    Orchester der WSO
    Seiji Ozawa



    Eine Aufzeichnung aus 2005. Robert Carsen verlegte die Handlung in die Gegenwart, was zwei Akte lang einigermaßen funktionierte. Dann jedoch kam die Inszenierung logisch doch sehr ins Schleudern (so weit ich mich erinnere, erfuhr die Premiere ziemlich heftige Ablehnung). Musikalisch mehr gediegen denn außergewöhnlich.

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Hallo zusammen,


    bei mir gerade, noch auf Video, da mein DVD Recorder sich verabschiedet hat.



    Das Cover ist ganz leicht abweichend, aber mit dem gleichen Bild der Violetta.


    LG


    Maggie

  • Wozu Kranksein alles gut sein kann (geht aber langsam besser, danke für die diversen Nachfragen).


    Endlich komme ich zu dieser VHS:



    Konwitschnys DON CARLOS unter Bertrand de Billy.
    Ihr großer Vorteil: eine sehr gute Inszenierung und die (bislang anscheinend) vollständigste französische Fassung, die ich je gehört habe.


    Der große Nachteil: der stolze Preis gegenüber der Pariser Fassung mit Roberto Alagna.


    Kennen sollte man aber eigentlich beide.


    :hello: Rideamus

  • Heute erhalten und sofort im Player




    Ein Querschnitt aus ihrem Repertoire zwischen 1996 und 2003


    3 x Olympia
    2 x Königin der Nacht
    2 x Zerbinetta
    Lucia di Lammermoor
    L'Enfant et les sortilèges
    Hamlet
    Candide und
    Orphée aux enfers.


    Mit Kommentaren zu den Rollen.


    Für mich stimmlich und darstellerisch eine ganz Große.


    :hello:


    Emotione



    E

  • Heute gesehen und gehört. Ausnahmsweise Wagner:




    Nach dem Romantik-Buch von Safranski musste ich auch Wagner doch wieder hören und verbunden mit diesen Bildern ist der Zugang auch nicht schwierig.

    Tobe Welt, und springe,
    Ich steh hier und singe.


  • Hallo Rideamus,
    wenn ich mich recht an die vielen Berichte rund um die PR erinnere, ist es tatsächlich die vollständigste aller DC-Aufführungen, nicht einmal Verdi selbst soll diese ungekürzte Version je gehört haben!
    lg Severina :hello:

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  • Zitat

    Original von Rideamus


    Konwitschnys DON CARLOS unter Bertrand de Billy.


    Der große Nachteil: der stolze Preis gegenüber der Pariser Fassung mit Roberto Alagna.



    :no:


    Dank Dollarschwäche beim Krokodil derzeit 17,95 € plus Versand...


    :hello:


    Elisabeth

  • Richard Wagner
    Die Walküre


    Inszenierung: Patrice Chereau
    Hofmann, Salminen, McIntyre, Jones
    Festspielorchester Bayreuth
    Pierre Boulez



    Widersprüchliche Gefühle! Teilweise habe ich Probleme mit den Sängern, teilweise ist mir Boulez zu sachlich. Aber es gibt einige schöne Momente...

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Zitat

    Original von Theophilus



    Widersprüchliche Gefühle! Teilweise habe ich Probleme mit den Sängern, teilweise ist mir Boulez zu sachlich. Aber es gibt einige schöne Momente...


    Ging mir beim Sehen auch so: Von den Sängern fand ich nur Salminen überragend, Hofmann problematisch, McIntyre immer schwächer werdend im laufe der Aufführung, Jones ging so. Boulez Dirigat hat mir eigentlich gut gefallen, allerdings schade, dass er so durch "Wotans Abschied" hetzt und Sänger und Dirigent erst einige Takte ab "Der Augen leuchtendes Paar" brauchen, um sich auf ein Tempo zu einigen. :wacky:


    Die Inszenierung sagt mir dagegen sehr zu.


    Gruß
    Sascha

  • Hi


    Der Sänger-Eindruck ist bei mir ähnlich. Dazu kommt, dass ich - obwohl kein Sprachpolizist auf der Opernbühne - bei der Walküre den Text gerne wenigstens einigermaßen verstehen würde. Bei Rheingold war es kein Problem, hier einer der Schwachpunkte, über weite Strecken so verständlich wie Esperanto. So etwas ist gerade bei der Walküre mit ihren ewigen Mono- und Dialogen tödlich. Da muss Hanna Schwarz als löbliche Ausnahme erwähnt werden (die neben Salminen die zweite Säule in der Sängerriege darstellt, Gwyneth Jones bekommt Abstriche wegen ihrer Diktion).


    Boulez begleitet sehr lebendig, zügig und durchsichtig, generell auf sehr hohem Niveau. Aber: er begleitet fast nur und nimmt kaum einmal die Zügel gestaltend in die Hand. Er beschränkt sich auf das penible Ausleuchten der Partitur und erlaubt den Musikern nicht das Geringste mehr an Emotion als er vor sich verantworten kann, was leider sehr wenig ist. Dabei gäbe es in der Walküre einige Momente, die einem durch und durch gehen müssten. Boulez nimmt zwar immer wieder Anlauf, verweigert aber letztlich die Sinnenräusche...


    Mit der Inszenierung kann ich auch gut leben. Die zeitliche Verlegung des Geschehens fällt wegen der guten Personenführung fast gar nicht auf. Der dritte Akt ist - vielleicht mit Ausnahme des Gehrocks von Wotan - ohnehin vollkommen à la Wagner.

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!




  • Zuzeit habe ich das Porträt über Friedrich Gulda. Sehr interessant, ein wirklich ereignisreiches Musikerleben jenseits jeglicher Konventionen. Dieser Gulda fasziniert mich immer mehr. Ich werde mir demnächst wohl das "Wohltemperierte Klavier" von ihm gönnen.


    Jetzt erwarte ich noch zwei DVD's mit Klavierkonzerten von Mozart, gespielt von Rudolf Buchbinder, den ich letzten Sonntag live im Opernhaus Hannover erleben durfte. Klavierkonzert Nr. 20 KV 466, eins der herausragendsden Mozartstücke meiner Meinung nach.


    Grüße


    Karin Heinrich


  • Auch wenn ich mit der Klangqualität nicht vollends zufrieden bin (die Dynamik fehlt, ebenso manchmal die Details) : :jubel: :jubel:


    Freni ist wunderbar, und Raimondi weitaus besser als erwartet, Panerai und Martino sind sehr gut in ihren Rollen. Die "Nebenrollen" ebenfalls exzellent besetzt. Karajan finde ich eher langweilig hier, das Orchester wirkt auch leicht überfordert.. Die Zeffirelli Inszenierung kenne ich mehr oder weniger aus der Wiener Staatsoper, hier verliert sie imho etwas durch die allzu "filmische" Umsetzung. Nichtsdestotrotz, eine sehr schöne "Bohème", vor allem dank Freni, Raimondi, Martino und Panerai.

    Per aspera ad astra

  • Gastspiel der Petersburger Oper im Chatelet Paris:



    Gioachino Rossini - Il Vaggio A Reims "
    Anastasia Belyarva, Vladislav Ouspenski, Larissa Youdina, Danill Shtoda, Anna Kiknadze, Alexei Safiouline, Irma Guigolachvili, Dmitri Voropaev, Olga Kitchenko, Edouard Tsanga, Nikolai Kamenski, Elena Sommer, Alexei Tannovistski, Andrei Iliouchnikov
    St. Petersburg Mariinsky Theatre Orchestra
    Leitung: Valery Gergiev


    Chatelet Théatre Paris 2005


    "Il Vaggio A Reims" die in einer Koproduktion mit dem Théâtre di Châtelet und dem Mariinsky-Theater aus St. Petersburg aufgeführte "Reise nach Reims" ist eine hinreißende Rückkehr zu den Quellen der Rossini'schen Kunst, die den Zuschauer durch einen spritzigen, jugendlichen Ton überzeugt. Die mobile Inszenierung von Alain Maratrat bricht mit dem traditionellen Bühnenraum, da die Sänger auch im Zuschauerraum auftreten. Auf diese Weise wird eine Atmosphäre erzeugt, die dem Schauspiel eine besondere Faszination verleiht. 150 Jahre war die Partitur der Oper verschollen und es ist nahezu ein Wunder, dass man sie heute dennoch auf der Bühne bewundern kann. Rossinis Genius ist in der spritzigen Partitur der "Reise nach Reims" Takt für Takt spürbar. Mit einer krönenden Interpretation des italienischen Vokalstils nimmt Rossini in diesem Werk Abschied von der italienischen Oper.

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Jules Massenet
    Thaïs


    Mei, Pertusi, Joyner, Buffle, Mechain, Fel
    La Fenice Orchestra
    Marcello Viotti



    Da einem diese heikle, aber musikalisch sehr schöne Oper kaum einmal im wirklichen Leben über den Weg läuft, muss man sich glücklich schätzen, diese sehr ordentliche Aufführung sehen zu können.


    Auch optisch auf der Haben-Seite und für Freunde ausgefallener Werke eine Empfehlung.

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



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