Verzeihung, sprechen Sie Klassisch?

  • Hallo!


    Zitat

    Original von Michael SchlechtriemWie gesagt, so etwas nennt man Dialekt.
    Gibt es in jedem Land, nicht nur in Deutschland.


    Stimmt nicht ganz! Es gibt auch erstaunlicherweise Länder, in denen es keinerlei Dialekte gibt, wie z.B.: Russland!
    Kaum zu glauben, so ein riesen Land und keine Dialekte ?(
    Das einzige, was es gibt, ist das die Petersburger das "o" wie ein normales "o" aussprechen, im restlichen Russland jedoch wird es unbetont als "a" ausgesprochen, also: Petersburg: Molokó (Milch)
    sonst: Malakó
    :pfeif:


    Apropos:

    Zitat

    Zurecht - Hitzeverwirrung meinerseits: IljÍtsch.


    Ich bin mir ziemlich sicher, dass es IlJitsch heißt :D
    Verzeiht meine Nörglerei... :D :D



    Au revoir


    :hello:
    Renua

    Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann...
    Das Gegenteil ist schon schwieriger. (K. Tucholsky)

    Einmal editiert, zuletzt von Renua ()

  • Zitat

    Das einzige, was es gibt, ist das die Petersburger das "o" wie ein normales "o" aussprechen, im restlichen Russland jedoch wird es unbetont als "a"


    Na, immerhin.........
    Und das ist wirklich die einzige Abweichung?
    Kann man ja kaum glauben.


    LG,
    Michael

  • Hallo,


    Nochmal zu "ebent": ich weiss wohl, dass das eine Bestätigung ist - ich sage es ja auch selbst oft. Aber eigentlich heisst es ja: "Eben" und nicht "Ebent" - Was soll bitt das t?


    LG
    Raphael

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  • Zitat

    Original von Renua
    Apropos:


    Ich bin mir ziemlich sicher, dass es IlJitsch heißt :D
    Verzeiht meine Nörglerei... :D :D


    Du meinst wegen der Silbentrennung, da "ji" ein Buchstabe ist...? Denn ein "J" zu betonen dürften auch Russen nicht schaffen.


    :hello:

    ...

  • Zitat

    Original von katlow
    Also ich hätte jetzt darauf getippt, dass es sich bei "Ebent" um eine ursprünglich dem Berlinerischen entstammende Wendung handelt.


    katlow


    ...also ich hab das schon benutzt, bevor ich nach Berlin gezogen bin......


    Gruß
    Rosenkavalier

  • das passiert einfach, wenn sich die am gaumen klebende zunge vom n löst. :D
    ich erinnere gleich an das stück "erlaubent, schas, sehr heiß bitte!" von hc artmann, das jetzt im juli wieder in wien zu sehen war.


    :beatnik:

  • Hallo!


    @Edwin:
    Stimmt, nämlich "bl" (als Zeichen)
    Ich meinte, dass trotzdem am Schluss "itsch" ist und zwar mit unbetontem "i"!
    Es ist nicht IljÌtsch, sondern Il"bl"-itsch...


    :hello:

    Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann...
    Das Gegenteil ist schon schwieriger. (K. Tucholsky)

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  • Hallo Renua,
    ja, wenn man es sehr genau nimmt und in die Ausspracheübungen ein paar Monate investiert... (Wie sagte mein Russisch-Lehrer bei solchen Ausspracheversuchen bartkraulend zumeist - "Bosche moj, Bosche moj, Bosche moj...") :D
    :hello:

    ...

  • Danke, BBB


    Ockeghem => Ókèchêm (1. Silbe betont; 2. Silbe etwas länger als 3.; ch wie in "mache") :D


    LG, Paul


    Falsch, denn Ausnahme. 2. Silbe betont

  • Da fällt mir noch einer ein, der meistens falsch ausgesprochen wird: Der französische Neoklassizist Jean Francaix wird nicht Fransä ausgesprochen, sondern Fransäx - wobei "an" natürlich der hinlänglich bekannte Nasallaut ist (wie das "en" in Rouen), den man auch Olivier Messiaen am Namensende gönnen sollte (und nicht "un" wie in "Verdun").
    :hello:

    ...

  • Zitat

    Original von Edwin Baumgartner
    Da fällt mir noch einer ein, der meistens falsch ausgesprochen wird: Der französische Neoklassizist Jean Francaix wird nicht Fransä ausgesprochen, sondern Fransäx


    Ist der Name dann vielleicht Françaix (ALT 0231), denn sonst habe ich damit Mühe.


    LG, Paul

  • Zitat

    Original von musicophil


    Ist der Name dann vielleicht Françaix (ALT 0231), denn sonst habe ich damit Mühe.


    Lieber Paul,
    so ist es, nur habe ich eine Tastatur ohne Cédille. Aus dem Web hereinkopieren - das wäre die Lösung gewesen. Die Hitze läßt mir wirklich noch den Verstand davonfließen...
    :hello:

    ...

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  • Lieber Edwin,


    Mit Dem Programm "AllChars" kannst Du die normalen Akzente so eintippen. Freeware, kostet also nix.
    Wenn Du eine internationale Tastatur hast, kannst Du als Tastatur einstellen Portugiesisch (Brasilianisch). Denn wenn Du dann ein Akzentzeichen tippt, erscheint noch nichts. Erst der nächste eingetippte Buchstabe entscheidet was dann gezeigt wird. Z.B. "´" + "e" gibt "é".


    Slavische Akzentzeichen sind damit aber nicht einzutippen, denn dann muß der Zeichensatz geändert werden.


    LG, Paul


  • Salü,


    das war kein Komponist, sondern ein Malheur... äh Maler. Und zwar im Booklet dieser erfreulichen CD:



    Das Coverbild zeigt nämlich ein Gemälde von Johannes Jelgerhuis [1770-1836]. Genau so wird er auch bei der englischtextigen Kurzbeschreibung bezeichnet. Nur bei der französischen steht:


    Johannes Jelgerhuis Rzn


    Was das zu bedeuten hat, weiß der Geier [vielleicht]...


    :hello:


    Ulli

    Ist das HIP oder kann das weg?

  • Zitat

    Original von Ulli
    Was das zu bedeuten hat, weiß der Geier [vielleicht]...


    :angry: :angry: :angry:


    Rzn bedeutet R????s zoon. Also Sohn von R?????? (Riemer?, Rudolph/f?, Richard?, usw).


    LG, Paul


    PS Da steht ein Fehler in Bookklet, denn es hätte Pzn sein müßen. Sein Vater war Pieter Pietersz. Barbiers. Und hier siehst du die andere Möglichkeit: bei Pietersz. Das bedeutet wieder Sohn von Pieter. Es wird meist geschrieben als zn, aber einfach z reicht manchmal auch.

  • Also - wie ich vermutete eine Art "jun." ohne den direkten Bezug zum Vornamen. Warum aber - das ist nämlich tierisch unlogisch - steht dies beim frz. Text, beim englischen nicht und einen holländischen - geschweige denn einen deutschen - gibt es erst gar nicht...


    :rolleyes:

    Ist das HIP oder kann das weg?

  • Zitat

    Original von Ulli
    Also - wie ich vermutete eine Art "jun." ohne den direkten Bezug zum Vornamen. Warum aber - das ist nämlich tierisch unlogisch - steht dies beim frz. Text, beim englischen nicht und einen holländischen - geschweige denn einen deutschen - gibt es erst gar nicht...


    Für die Holländer kann ich nur vermuten, daß schon "Johannes Jelgerhuis" reicht. Denn sofort bekommt man die Auskünfte, wenn man seinen Namen eintippt.


    LG, Paul

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  • Lieber Ulli, lieber Paul,


    Rzn ist als Rienkzoon aufzulösen. Rienk Jelgerhuis (gestorben 1806) war der Vater und Lehrer seines Sohns Johannes (gestorben 1836).


    LG


    Waldi

  • Aha, dann kommt er ganz sicher aus dem Friesischen, denn Rienk ist ein Friesischer Name.
    Ich las nur flüchtig (und noch kleine Buchstaben dazu), denn da steht "er lernte das Fach von seinem Vater und von Pieter Pietersz. Barbiers". :O
    Rzn richtig übersetzt ist also Rienkszoon (s vom Genitiv). Sorry, Waldi.


    LG, Paul

  • Zitat

    Original von Michael Schlechtriem
    Mit dem mittlerweile bekannteren Namen John Foulds habe ich bei Engländern auch immer für Heiterkeit gesorgt.
    Ich sprach ihn früher Fuulds aus, aber ein Fool ist ein Schimpfwort.
    Richtiger ist Faulds.


    Aah - das ist wieder einmal pure Logik. Oder heißt der, der auf diesem Stuhl saß



    etwa Gault ??? ?(


    Da wäre dann ebent auch wieder ein 't' zuviel [ :hello: obsi]

    Ist das HIP oder kann das weg?

  • Zitat

    Original von musicophil
    Rzn richtig übersetzt ist also Rienkszoon (s vom Genitiv). Sorry, Waldi.


    Natürlich Paul, ganz richtig. :untertauch: Typische Schlamperei von mir, bin offenbar geistig schon halb auf Urlaub oder wegen der Hitze nicht mehr zurechnungsfähig.


    LG


    Waldi

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  • Zitat

    Original von observator
    weil ich es gerade im radio höre:


    die sprechen reinbert de leeuw le-u aus . würdest du ihnen recht geben?


    Kannst du nicht eine leichtere frage finden? denn schon das "rein" ist sehr schwer. ich muß darüber erst sinnen.
    leeuw ist an sich einfach: lééw. in dieser kombination wird das "u" gar nicht gehört. es ist eine sehr alte schreibweise (eeuw {jahrhundert}; geeuw {das gähnen}, meeuw {möwe}).


    lg, paul

  • Zitat

    original von hildebrandt
    Der einzige Minuspunkt: Carole Cerasi ist türkisch/sephardischer Herkunft, in Schweden geboren, hat in den Niederlanden studiert und lebt in England. Wie um Himmels Willen spreche ich ihren Namen richtig aus?


    so, wie's da steht: dscherasi


    aber das türkische hat einige buchstaben, die sich in standardschriftsätzen nicht wiederfinden und daher bei der assimilation im westen mitsamt der aussprache verloren gehen.
    auf grund der vokalharmonie müsste das i eigentlich ein i ohne punkt sein, für das es im deutschen keine lautentsprechung gibt (am ehesten ein dumpfes i mit der zunge ganz hinten -viel vergnügen :D ). allerdings gelten bei eigennamen wie im englischen eigengesetze.
    obwohl die türkischen namen vielfach reale bedeutungen haben -bei vornamen kenne ich z.b. "regenschirm", "genug jetzt", "frühling", "traum", "delfin", usw.-, gibt es für cerasi keine übersetzung.

  • Zitat

    Original von musicophil


    eeuw {jahrhundert}; geeuw {das gähnen}, meeuw {möwe}


    Besteht das ganze Holländisch aus derart ökonomischer Wiederverwendung von Wortteilen?


    :hahahaha:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!


  • Zitat

    Original von Theophilus


    Besteht das ganze Holländisch aus derart ökonomischer Wiederverwendung von Wortteilen?


    :hahahaha:


    Mal nachdenken, woher kenn' ich das nur...?


    bat (v. bitten)
    hat
    Rat
    Tat


    :hello:

    ...

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