Liebe Musik(!)freunde!
Ob Frau Schäfer oder Herr Scholl oder doch vielleicht Frau Netrebko singt ist doch ziemlich wurscht - es würde in jedem Falle ein schöner Abend werden.
In keinem Artikel (abgesehen von Edwin Baumgartner) wird jedoch erwähnt, daß Mikhail Pletnev seinen Auftritt abgesagt hat, ganz zu schweigen wieso eigentlich (Laryngitis, unguis incarnatus, etc)....
Nun, bei diesem Herrn Pletnev handelt es sich nicht nur um einen der größten Pianisten unserer Zeit, sondern um einen insgesamt großartigen Musiker: Orchestergründer, Komponist, etc.
Viel wichtiger für Salzburg allerdings scheint es, daß Herr Villazon einige Spassetln mit Herrn Domingo zum Besten gibt oder Frau Netrebko vielleicht doch noch eine einzige (!) Arie (Vorschlag Rabl-Stadler).
Ja bitte, wo sind wir denn?!
Mir geht (bei aller Liebe zu Anna- und dem Gesang an sich) das ganze Sänger-Theater in Salzburg ziemlich auf die Nerven, wenn ich mir überlege, daß ein Kaliber eines Pletnev von Kindheit an viele Stunden täglich übt und andererseits bei "Luxuskünstlern", wie den oben genannten, so ein hype gemacht wird.
Ich möchte jetzt wirklich keine Streit über das Singen an sich auslösen, aber wo bleibt hier die Verhältnismäßigkeit (und Herr Hinterhäuser!), wenn der Gesang (und v.a. dessen Protagonisten) SO wichtig geworden ist, daß uns der Fur.. eines Sängers mehr zu interessieren hat als der gesamte Instrumentalbereich?
Eine verrückte Welt für mich!
