SUPPÉ, Franz von - BANDITENSTREICHE

  • Franz von SUPPÈ


    BANDITENSTREICHE


    In der Fachliteratur als komische Oper oder Operette in 3 Akten gelistet.
    Text von Ludwig Bender nach B.Boutonnier
    Musikbearbeitung und Neuinstrumentation von August Peter Waldenmaier (1954)
    Uraufführung am 27. April 1867 in Wien


    Personen:


    Babbeo, Bürgermeister (Baßbuffo)
    Lidia, seine Tochter (Sopran)
    Stella ihre Freundin (Soubrette)
    Gaetano, Lidias Bräutigam (Bariton)
    Doktor Tondolo, Schulmeister (Tenor-Buffo)
    Spaccamonti, Gemeindeschreiber
    Lelio aus Aversa, ein reicher Freier (Tenor)
    Malandrino, Banditenhauptmann (Tenor)
    Hochzeitsgäste, Nachbarn, Banditen



    Erster Akt


    Ein kleines Hafenstädtchen am Golf von Neapel ist der Ort der Handlung. Lidia, die Tochter des geizigen Bürgermeisters Babbeo, wartet bereits während der Vorbereitungen zu ihrer Hochzeit mit Gaetano ungeduldig auf den Segen ihres Vaters. Babbeo ist aber leider in keiner Weise begeistert vom künftigen, armen, Schwiegersohn. Er will, dass seine Tochter den reichen Lelio aus Aversa heiratet. Er zögert daher die Unterzeichnung des Ehekontraktes immer wieder hinaus. Gerade als er diesen doch unterschreiben will, bringt ein Bote das Schreiben des Herrn Aversa. Kurzerhand lässt Babbeo die Hochzeit platzen, als Lelio in einem Brief seine Ankunft ankündigt. Gaetano tief bestürzt und traurig beschließt auf Anraten von Stella, der Freundin Lidias, den Banditenhauptmann Malandrino, den Beschützer der Liebenden, um Hilfe zu bitten.



    Zweiter Akt


    Niemand ahnt, dass sich Malandrino bereits, in harmloser Maske verkleidet zusammen mit seiner Räuberbande in dem Ort, der sein Heimatstädtchen ist, eingeschlichen hat. Er erhofft sich reiche Beute. Bei seinem Raubzug begegnet er zufällig Gaetano. Dieser versuchte über die Leiter die Malandrino zum Einsteigen benutzte an seine Geliebte Lidia zu kommen um diese zu entführen. Gaetano schildert Malandrino seine Sorgen. Malandrino bietet ihm seine Hilfe an.


    Babbeo hat in der Zwischenzeit Tondolo, den Schulmeister, zum Hafen geschickt, um Lelio in Empfang zu nehmen. Tondolo wird auf dem Weg von Banditen überfallen. Malandrino spielt den Retter in der Not und überredet Tondolo dazu, den reichen Lelio „spasseshalber“ zu überfallen. Tondolo ist einverstanden und hilft bei der Räuberei. Lelio wird um seinen Geldsack erleichtert und sein Gewand muss er mit jenem des Räuberhauptmanns tauschen.
    So wird der reiche zweite Bräutigam als vermeintlicher Malandrino ins Gefängnis abgeführt. Malandrino überzeugt den Gemeindeschreiber Spaccamonti davon, daß er selbst Lelio, der Fremde aber der Räuber Malandrino sei. Somit ist vorerst der unerwünschte Freier Lelio beiseite geschafft, und Tondolo muss notgedrungen gute Miene zum bösen Spiel machen.
    Malandrino, nun als Lelio verkleidet, begibt sich zum Bürgermeister und wird von diesem mit Freude als Schwiegersohn empfangen. Natürlich nimmt der vermeintliche Räuberfänger auch noch, die eigentlich auf seinen eigenen Kopf, ausgesetzte Prämie in Empfang. Nachdem Malandrino versprochen hat, Lidia und Gaetano zu helfen, ist diese zum Schein mit dem neuen Bräutigam einverstanden. Malandrino ist der Ansicht, dass Lidia so auch erkennen kann ob Gaetano sie wirklich liebt, da die jungen Männer sich ihrer Sache immer zu schnell sicher wären. Stella indess verliebt sich in den gefangenen Lelio, weil sie für den Räuberhaupt schon länger schwärmt und natürlich der Ansicht ist, diesen nun endlich vor sich zu haben.



    Dritter Akt


    Die Vorbereitungen zum Hochzeitsfest sind im vollen Gange. Malandrino kann nun seinen gerissenen Doppelplan, reiche Beute und dem liebenden Paar helfen, erfolgreich beenden.
    Der Gemeindeschreiber taucht mit Lelio auf, der endlich mitteilen kann, wer er ist. Malandrino gibt sich zu erkennen. Mit der Pistole in der Hand zwingt er den eingeschüchterten Babbeo, der Hochzeit zwischen Lidia und Gaetano zuzustimmen. Dem Bräutigam übergibt er grossmütig das von Lelio und Babbeo erbeutete Geld. Er sorgt für die Vereinigung von Stella und Lelio als Paar. Zum Schluss erleichtern er und seine Kumpane die Hochzeitsgäste von ihren Habseligkeiten.


    (c) Magrit Müller für Tamino-Klassikforum.at

  • Die wichtigsten Lieder aus "Banditenstreiche"



    "Heut ist mein Hochzeitstag"


    "Die Liebe ist ein altes Leiden"


    "Des Banditen kühnes Ziel"


    "Bald schon werde ich dein Gatte"



    Mit freundlichen Grüßen


    Maggie

  • 27. April 1867:
    Am Carltheater in Wien wird die Operette
    Banditenstreiche von Franz von Suppé
    uraufgeführt, nach einem Libretto von B. Boutonnier.
    Das Werk gehört zur Goldenen Operettenära.



    LG


    :hello:


  • Hallo, ich habe diese _Aufnahme auch, eine reine Freude. Und vor allem bei walhall und cantusclassics sehr preisgünstig zu erwerben. Ein Muß für alle Suppe-Fans.


    Schöne Grüße
    wega