Tema con variazioni - Taminos wählen ihre liebsten Variationen

  • Liebe Forianer,


    es ist wieder Voting-Zeit! :D
    Und ich habe mir überlegt, dass es dieses Mal um Werke gehen soll, die vor allem in diesem Thread vorgestellt wurden.


    Es sind also Werke gefragt, die Themen in verschiedenster Form variieren lassen. Davon gibt es in der Musikgeschichte unzählige Beispiele, die sich auch quer durch die ganze Historie erstrecken.
    Immer wieder haben Komponisten ihr Können unter Beweis gestellt, indem sie möglichst kunstvoll und abwechslungsreich Themen variiert haben.


    Ich suche nun eure Lieblingswerke. Genannt werden dürfen Werke aus allen Sparten und Genres, auch einzelne Sätze aus Werken, sofern es Variationssätze sind. Unter Umständen lasse ich auch Fantasien zu Themen zu (ich will mir ja nicht selbst ein Bein stellen ;) ).
    Jeder Teilnehmer darf 6 Werke nominieren. Auf zusätzliche Gemeinheiten á la Alfred Schmidt lasse ich mich nicht ein. :lips:
    Eine Begründung ist wie immer gerne gesehen, jedoch keine Pflicht.


    Vielleicht ist eine Auswertung im Nachhinein ganz interessant. Es kommt auf die (hoffentlich sehr rege) Teilnahme an.


    Damit gebe ich den Startschuss und wünsche viel Spaß beim Knobeln.



    Gruß, Peter.

  • Okay...


    1. Haydn-Variationen von Brahms


    Begründung: Emotionale Steigerung in jeder neuen Variation, bis einen am Ende das Finale mit gnadenloser Schönheit geradezu überfällt.


    2. Variations serieuses von Mendelssohn


    Begründung: Raffinierte Begleitformeln und stark fesselnde tänzerische Elemente


    3. Diabellivariationen von Beethoven


    Begründung: Jede Variation begeistert und kontrastriert stark, bis am Ende harmonische Gipfel der Epoche markiert werden.


    4. Goldbergvariationen von Bach


    Begründung: Genialer Kontrapunkt, der durch die klare Form dem Hörer auch leicht verständlich wird.


    5. Paganinivariationen von Brahms


    Begründung: hochvirtuoses Klavierspiel mit teilweise unheimlich kraftvollen und mitreißenden Variationen


    6. Tschaikowsky - Rokoko-Variationen


    Begründung: schöne melodische Einfälle und farbreiche Instrumentierung


    Reihenfolge: zufällig

    "Das Große an der Musik von Richard Strauss ist, daß sie ein Argument darstellt und untermauert, das über alle Dogmen der Kunst - alle Fragen von Stil und Geschmack und Idiom -, über alle nichtigen, unfruchtbaren Voreingenommenheiten des Chronisten hinausgeht.Sie bietet uns das Beispiel eines Menschen, der seine eigene Zeit bereichert, indem er keiner angehört." - Glenn Gould

  • Zitat

    Original von petemonova
    Auf zusätzliche Gemeinheiten á la Alfred Schmidt lasse ich mich nicht ein.


    :hahahaha: :hahahaha: :hahahaha:


    daran muß ich mich beteiligen, schon deshalb weils jetzt ehrlich ist. :baeh01:


    morgen oder letztlich übermorgen bekommst du eine liste
    frage: wenn komponist a von komponist b mehrere werke nahm und bearbeitete gilt das als eine oder mehrere ernennungen
    und wenn komponist c (liszt zb) fast komplette opern bearbeitete, :no: :no: :no:


    lg, paul

  • hier einige meine liebsten (wenn auch einige schon genannt sind):


    Bach: Goldberg-Variationen
    - mein Lieblingswerk für lebenslänglich


    Beethoven: Diabelli-Variationen
    - grosse Kunst, Maßstab für ein ganzes Jahrhundert.


    Brahms: Haydn-Variationen op. 56
    - als Orchester- wie als Klavierwerk (Gulda, Zawinul) meisterlich


    Elgar: Enigma-Variationen
    - warm, romantisch, schön, verrätselt


    natürlich die englischen Cembalisten (z.b: Byrd: Sellingers Round, Gipseis Round, Walsingham)
    - leicht, klar. Glenn Gould brachte mich auf Byrd; für mich eine seiner schönsten Aufnahmen


    und noch:
    Andrew Lloyd Webber: Variations von 1978 (über ein Thema von Paganini mit seinem cellospielenden Bruder und der dazumals Creme der Rockmusiker)
    - rein nostalgischer Grund: damit hat mein Vergnügen an Variationen begonnen.

    Beste Grüße!

  • Zitat

    Original von musicophil
    frage: wenn komponist a von komponist b mehrere werke nahm und bearbeitete gilt das als eine oder mehrere ernennungen
    und wenn komponist c (liszt zb) fast komplette opern bearbeitete, :no: :no: :no:


    Du meinst diese Paraphrasen über bestimmte Themen?
    Ich sage mal, wenn es ein Thema ist (z.B. Liszts Paraphrase über "La ci darem la mano"), dann ist es okay. Wenn ganze Opern drin vorkommen, nein.
    Gleiches gilt für den ersten Fall. Es sollte also schon ein Thema sein.



    Gruß, Peter.

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  • - Schubert: Streichquartett Nr. 14 d-moll, D.810 "Der Tod und das Mädchen", 2. Satz: Andante con moto. :jubel: :jubel: :jubel:


    - Bach: Clavierübung Teil IV: Aria mit verschiedenen Veränderungen BWV 988 vlg. Goldberg-Variationen :jubel: :jubel: :jubel:


    Die anderen vier muss ich mir erst überlegen...


    Liebe Grüße,
    Martin

  • Tschaikowsky: Rokoko Variationen


    Bach: Goldberg Variationen


    Rachmaninoff: Paganini Variationen


    Tschaikowsky: Klaviertrio, 2. Satz


    Brahms: Händel Variationen (der Beweis für meine Theorie: Je schlechter das Thema, desto besser die Variationen :stumm: )


    Beethoven: Klaviersonate op.109, 3.Satz


    Beethoven: Klaviersonate Op. 57: 2. Satz Andante con moto


    :hello:

  • ...keine anderen Variationi berühren mich so wie die von BEETHOVEN für Solo-Klavier
    ...und das schon seit Jugendzeiten :yes:


    allen voran
    1.Satz aus op.26
    "6 V. über ein eigenes Thema op.34"
    3.Satz aus op.109


    gut`s nächtle
    piet

  • Hallo petemonova,


    schönes Thema. Da muß man erst mal nachdenken und dann fällt mir doch eine Menge ein.


    Hindemith: Metharmorphosen über Themen von C-M.Weber


    Blacher: Paganini-Variationen


    Rachmaninoff: Paganini-Variationen für Klavier und Orchester


    Elgar: Enigma-Variationen (obwohl ich kein Elgar-Fan bin, aber hier ....)


    Kodaly: "Der Pfau" - Variationen über ein ungarisches Volksthema


    Schtschedrin: Carmen - Suite (nach Bizets - Carmen)


    Die von wimmus bereits genannten Paganini-Variationen von Andrew Loyd Webber für Cello und Orchester sind wirklich auch Klasse Musik in ungewohntem Klanggewandt.



    Die Begründung ist bei allen Werken gleich:
    Bei allen genannten werden farbige geistreiche Orchesterwerke geboten, die nie langweilig werden.

    Hindemith´s Weber-Variationen zählt für mich zu den besten Werken des 20.Jhd - diese Rhytmik, dieser Schmiss. Ich wundere mich das diese so wenig Anklang und Resonanz im Forum finden. Ich habe dieses Werk schon oft erwähnt.
    Ebenso die Blacher-Paganini-Var, die ein weiteres unbekanntes Meisterwerk sind.


    8) Ob man Schtschedrins-Carmen Suite hier als Variationen gelten lassen kann steht zur Frage ?
    Ansonsten nehme ich an dieser Stelle
    Prokofieff: Sinfonie Nr.2.
    Da besteht ein ganzer genialer Satz nur aus Variationen eines Themas.

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Wimmus hat die alten Engländer schon ins Spiel gebracht.


    Dazu die alten Flamen und Norddeutschen: Sweelinck & Erben.


    Buxtehude: La Capricciosa (nicht der Salat :D )


    Rathgeber: Ich gieng einmal spatieren


    Und schließlich ist jede Chaconne und jede Passacaglia ein Variationenwerk – die Liste würde zu lang.


    Über allem dann eben doch die Goldbergvariationen, aber ja nicht auf Klavier.

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  • Johann Sebastian Bach: Goldbergvariationen.
    Dieses Werk ist wie alles von Bach einzigartig in der abendländischen Musikgeschichte. In einer streng komponierten Abfolge beschreibt Bach eine ganze Welt von Empfindungen und erkundet Neuland musikalischer und pianistischer Ausdrucksmöglichkeiten.


    Ludwig van Beethoven: Arietta aus der c-moll-Sonate Opus 111.
    Thomas Mann beschrieb sie als eine Abschiedsmusik besonderer Art. Ein abgeklärtes Thema, das in größtmöglichem Gegensatz zum stürmischen ersten Satz der Sonate steht, verwandelt sich zunächst zu einer Abfolge spielfreudiger und extrovertierter Variationen, um dann zu einem feierlichen Abschied von einer Musikform und von einem Komponistenleben zu werden.


    Ludwig van Beethoven: Variationen aus der E-Dur-Sonate Opus 109.
    Kurz vor der Arietta probierte Beethoven schon einmal die Möglichkeiten eines außergewöhlichen Variationen-Finale aus. Vielleicht ein "Probelauf" für die Arietta. Ein wunderschönes Thema mit einer Reihe jugendlich-schwärmerischer Veränderungen und mit einer Explosion glitzernder Farben vor der Wiederkehr des Themas.


    Rzewski: The People United Will Never Be Defeated
    Eine Art moderner Goldbergvariationen. Ebenso konsequent im Gesamtaufbau, aber mit einem Kampflied der sozialistischen Bewegung in Chile und gegen Augusto Pinochet als Thema. Das Werk hat hier im Forum den Titel "Variationen für das neue Jahrtausend" erhalten und natürlich einen eigenen Thread.


    Felix Mendelssohn Bartholdy: Variations sérieuses
    Im Vergleich etwa zu den Sinfonischen Etüden Robert Schumanns erstaunlich knapp im Umfang. Es bietet aber eine nahezu vollständige Präsentation unterschiedlichster Stimmungen und kompositorischer und pianistischer Techniken. Es ist das bühnenwirksamste Soloklavierwerk Mendelssohns und für mich so etwas wie ein Prototyp oder ein Urbild der großen Variationswerke der Romantik, die zwischen verschiedenen Stilen vermitteln, etwa der Bach-Variationen Max Regers oder auch der Variationen-Ungetüme im Opus Clavicembalistikum von Kaikhosru Sorabji.


    Johannes Brahms: Variationen über ein Thema von Joseph Haydn
    Einfach wunderschön, und außerdem gibt es das Stück gleich zweimal, für Orchester und für zwei Klaviere.

  • Hallo!


    Hier habe ich ja noch gar nicht abgestimmt. Nun, denn...


    Zitat

    Original von petemonova
    Ich suche nun eure Lieblingswerke. Genannt werden dürfen Werke aus allen Sparten und Genres, auch einzelne Sätze aus Werken, sofern es Variationssätze sind.


    Darauf verzichte ich lieber, sonst müßte ich zu viele Werke darauf überprüfen, ob ein Satz ein Variationssatz ist (häufig weiß ich es, aber nicht immer).


    Dies meine Liste mit sechs reinen Variations-Werken:


    1. Beethoven: Diabelli-Variationen op. 120 (Klavier)


    2. Bach: Goldberg-Variationen BWV 988 (Klavier)


    3. Brahms: Haydn-Variationen op. 56a, gerne auch mal op. 56b (Orchester bzw. zwei Klaviere)


    4. Brahms: Händel-Variationen op. 24 (Klavier)


    5. Beethoven: Variationen über "Ein Mädchen oder Weibchen" op. 66 (Klavier und Cello)


    6. Mozart: Variationen über "Helas, j'ai perdu mon amant" KV 360 (Klavier und Violine)


    Viele Grüße,
    Pius.


    P.S.: @ Peter: Wann erfahren wir Deine Lieblingsvariationen?

  • Hallo.


    meine momentanen Favoriten, wenn auch weniger als sechs:


    1. Goldbergvariation
    wie sagte Wimmus so schön - Lieblingswerk für lebenslänglich - jau !


    2. Brahms - Haydn-Variationen op 56b !
    Bedingung: Fassung Gulda/zawinul :D


    3. Schtschedrin - Carmen-Suite


    4. Elgar - Enigma-Variationen


    Grüsse
    Achim :hello:

  • Zitat

    Original von Pius
    P.S.: @ Peter: Wann erfahren wir Deine Lieblingsvariationen?


    Jetzt! :D


    Platz eins teilen sich:

    Maurice Duruflé - der dritte Satz aus Prélude, Adagio et Choral varié
    In diesem Variationssatz wird der gregorianische Pfingsthymnus "Veni Creator spiritus" verwendet, der für mich sowieso schon zu den schönsten gregorianischen Melodien überhaupt gehört. Und was dann Duruflé in dem recht kurzen Satz hinzaubert, ist einfach sensationell und überirdisch schön. :jubel: :jubel:


    Sergej Prokofjew - der zweite Satz aus dem Klavierkonzert Nr. 3 C-Dur
    Ich liebe allein dieses Thema - und dann diese Variationen dazu...
    Für mich klingt das sehr französisch und ich bin auch hier jedes Mal dieser wahnsinnigen Schönheit erlegen. :jubel: :jubel:


    Platz drei geht an:


    Edward Elgar - Enigma-Variationen
    Auch wenn noch niemand dieses geheimnisvolle Rätsel gelöst hat, ist es unglaublich faszinierend, sich durch diese Variationen zu hören. Vielleicht macht gerade dieses Rätsel das Faszinosum aus.


    Desweiteren möchte ich nennen:


    Johannes Brahms - Variationen über ein Thema von Joseph Haydn, op. 56a
    Ralph Vaughan Williams - Fantasie über ein Thema von Thomas Tallis (ein Wahnsinnsstück! - gehört eigentlich auch auf Platz 1...)
    Sergej Rachmaninoff - Rhapsodie über ein Thema von Niccolo Paganini für Klavier und Orchester


    Kann sein, dass ich demnächst noch mal revidieren muss, weil mir auffällt, dass ich was Wichtiges vergessen habe. ;)


    So, dann mal schön weiter abstimmen, wir sind hier noch längst nicht fertig. :hello:



    Gruß, Peter.

  • 1. Johann Christoph Bach (1642-1703):


    Aria und Variationen in a für Orgel
    beginnend im Stile eines Sweelinck und Scheidemann, meint man sich in den letzten Variationen in die Klangwelt Max Regers versetzt.
    Überzeugendes Plädoyer für einen großen Komponisten, von dem nur so wenige Werke überliefert sind, daß sie auf einer CD Platz hätten, doch nicht einmal diese eine CD ist existent! :boese2:


    2.Samuel Scheidt (1586-1654)


    Variationen über ein nierländisch Liedgen: "Ach du feiner Reiter" für Orgel
    Scheidt, eine beliebte Vorlage seines Lehrers Sweelinck übernehmend, kann sich garnicht genugtun in Ideenreichtum und schöner Kolorierung der volkstümlichen Melodie. Ein absolutes Muss für alle, die sich mit Orgelmusik der Epochen VOR Buxtehude befassen wollen.


    3.Georg Dietrich Leyding (1664-1710)


    war neben Bruhns und Bach der andere Meisterschüler Buxtehudes und als hochgeachterer Organist in Braunschweig tätig. Seine Orgelvariationen über den Choral "Von Gott will ich nicht lassen"
    stellen einen Höhepunkt dieser durch Buxtehude und Georg Böhm zur Vollendung gebrachten Form dar. Im Zusammenhang damit möchte ich diese
    Einspielung empfehlen:



    4. Dieterich Buxtehude (1637-1707)


    schuf mit den Variationen über "Mit Fried und Freud fahr ich dahin", die er auf den Tod seines Vaters im Jahr 1674 schrieb, ein Werk von größter Eindringlichkeit und vollendeter kontrapunktischer Verarbeitungstechnik. Es war dem Komponiten so wichtig, daß er es (neben seinen Sonaten) als einziges Werk zu Lebzeiten im Druck
    veröffentlichte.


    5.Fast 300 Jahre nach den Werken Sweelincks und Scheidts bedient sich
    Hugo Distler (1908-1942) in seinem Cembalokonzert noch einmal der Meldodie
    von "Ach du feiner Reiter", die er im Finalsatz seines Werkes jedoch als bösartige Paraphrase des Zeitgeschehens in einen sich immer bizarrer variierenden, klirrenden Totentanz einmünden lässt, was die dem Komponisten ohnehin nicht wohlgesonnenen Natioanalsozialisten dazu bewog, ihn endgültig in die Schublade der "entarteten Musik" zu verbannen.


    Das geht über das Sagbare hinaus. Das läßt sich nicht deuten und bedarf keiner Deutung. Es kann nur gehört werden. Es ist Musik. (H.H.Jahnn)

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  • :motz:


    Ich habe Schuberts Variationen über "Trockne Blumen" für Flöte und Klavier D 802 vergessen...
    Und was nehme ich nun dafür raus? ?(


    @Peter: Wenn Du die Auswertung machst, PNe mich an, dann werde ich eines der sieben streichen.


    Viele Grüße,
    Pius.

  • The nominees are:



    1) Bach Goldberg: Der genialste Lullaby der Musikgeschichte. Ein Universum als Betthupferl. Und die göttlichste Musik der Welt.


    2) Beethoven Op 111/2: Der Zauberer begründet's: "Das Arietta-Thema, zu Abenteuern und Schicksalen bestimmt, für die es in seiner idyllischen Unschuld keineswegs geboren scheint..." Beethoven macht's möglich.


    3) Brahms Haydn-Variationen: Der ganze Brahms als Mikrokosmos.


    4) Schumann Symphonische Etuden: Ist was Persönliches.


    5) Schubert Forellenquintett/4: Alles drin, Grundstimmung trotzem =) und: Besetzungstraum.


    6) Shostakowitsch VII/1 ab da, wo's losgeht bis dahin, wo's aufhört: Ein Crescendo des Schrecklichen. Muss auch sein.



    Variable Grüße,



    audiamus



    .

  • Salü,


    meine


    Nr. 1: Mozart: Variationen über "Helas, j'ai perdu mon amant" KV 360 (Klavier und Violine)
    - das Thema ist bei mir irgendwie stetig aktuell :D -


    Nr. 2: Haydn: Variationen für Streichquartett über die Deutsche Nationalhymne


    Pius: Nimm die beiden Brahmse raus - so'n romantischer Quark :wacky: Wie kann man Haydn und Händel nur derart verunstalten? Das sind doch keine Variationen mehr...


    Weitere vier Nominierungen folgen bei Gelegenheit.


    :hello:


    Ulli

    Die Kunst ist [...] vielleicht das Denken des Herzens.
    (Blaise Pascal, 1623-1662)

  • Alleinstehende Variationen:


    Beethoven: Diabelli-Variationen
    Brahms: Händel-Variationen (ich mag übrigens auch das Originalstück von Händel sehr gerne, ebenso wie dessen G-Dur-Chaconne)
    Beethoven "Eroica"-Variationen op.35
    Bach: Goldberg-Variationen
    Alleinstehende Orchestervariationen mag ich eher weniger (wobei Rachmaninoffs Paganini und Elgars Enigmas zu den eher wenigen Werken dieser Komponisten zählen, die ich mir überhaupt freiwillig anhöre...), daher ein Stück davon:
    Blacher: Paganini-Variationen (keine große Musik, aber sehr unterhaltsam und fetzig)


    Variationensätze innerhalb von längeren Werken (obwohl es hier einfach zu viel gibt, um nur die wichtigsten zu nennen):


    Beethoven op.109, iii
    Beethoven op.131, iv
    Haydn op. 20,4 adagio
    Brahms 4. Sinfonie, Finale
    Bach Chaconne d-moll aus der 2. Partita f. Violine solo
    Schubert: Quartett d-moll D 810, ii


    :hello:


    JR

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

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  • Ganz einfach zu beantworten, die Reihenfolge ist eher zufällig:



    Beethoven, WoO 65 über ein Thema von Righini: weil sich in dem Jugendwerk schon die Diabelli-Variationskunst voll ankündigt


    Beethoven, WoO 80: weil die 32 Variationen, die im Idealfall ohne Pause gespielt werden, in ihrer Kpompaktheit, gerade aber auch in der Kunst der Übergänge für mich ein Kunstwerk sind


    Beethoven, Op. 34: weil hier mit hoher Kunst Variationen in verschiedenen Tonarten nebeneinander geschrieben wurden, kenne keinen anderen Fall


    Beethoven Op. 26, 1. Satz: himmlisch


    Beethoven: Op. 109, 3. Satz: verstört mich immer wieder, wenn er aus den Harmonien herausläuft, leicht atonal wird, um dann wieder "nach Hause" zu kommen


    Beethoven, Op.111, 2. Satz: über diesen Satz denke ich nicht so wie Thomas Mann/Adorno. Für mich ist es die in Musik gemalte Himmelfahrt eines Menschen, der Beethoven offenbar sehr nahe stand.
    Anders sind die für die Seele geltenden Triller nicht zu verstehen.
    Es ergreift mich immer beim Hören.


    Beethoven, 9.Sinfonie, 3. Satz: Wer konnte Variationen in einem Satz so bauen, verstecken, das ist für mich die große perfekte Variation


    Beethoven, Op. 120, Diabelli-Var.: Kommen hoffentlich bald ins Beethoven-Haus


    Jetzt höre ich bei Beethoven auf, und füge noch hinzu:
    Bach, Goldberg-Variationen . wenn Glenn Gould sie spielt


    Wieder mal schrecklich einseitig, die Brahms'schen Haydn-Variationen höre ich natürlich auch sehr gern.


    Lieben Gruß aus Bonn :baeh01:

    Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem andern zu

  • Wie meist bei Instrumentalmusik sind meine Vorlieben ziemlich traditionell, weil es auch meine Kenntnisse sind. Schon deswegen will ich gar nicht erst behaupten, dass meine Lieblinge auch die "besten" Variationen der Literatur sind, denn da soielt doch sehr viel geschmack und Biographie hinein. Trotzdem wundert mich, dass Max Regers herrliche Ballettvariationen noch nicht aufgetaucht sind. (Nur) Deshalb kommen sie hier an erster Stelle:


    Max Reger: Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart op. 132
    Diese Variationen nach dem Thema des ersten Satzes von Mozarts Klaviersonate KV 331 vereinen kompositorisches Können mit einem wunderschönen Thema. Mich wundert, dass sie nicht viel populärer sind. Ich höre sie am liebsten in einer alten Aufnahme mit den Bamberger Symphonikern unter Joseph Keilberth, die es zum Glück jetzt wieder in Kombination mit den - auch nicht schlechten - Hiller-Variationen gibt:



    Johann Sebastian Bach: Goldberg Variationen


    Gibt es eine größere "Nachtmusik"? Natürlich in der Aufnahme von Glenn Gould - aus biographischen Gründen, weil sie meine Wertschätzung dieses Werkes so geprägt hat, die erste. Würde ich sie noch einmal kaufen müssen, würde ich vielleicht zu dieser Kombination greifen, denn Dino Lipattis Bach kenne ich noch gar nicht.



    Brahms: Haydn-Variationen


    Hierzu ist schon genug gesagt worden. Ich höre sie einfach immer wieder gerne, und Lieblinge hat man, ohne das jedesmal erklären zu können oder zu wollen. Meine Lieblingsaufnahme bleibt die der Berliner Philharmoniker unter Claudio Abbado:



    Schubert: Forellenquintett - 4. Satz


    Eine Prägung aus frühester Jugend und für mich bis heute (unter den zu wenigen mir vertrauten) die schönsten kammermusikalischen Variationen überhaupt. Auch hier hatte ich nie das Bedürfnis nach einer Alternative zu der sehr alten Aufnahme mit Christoph Eschenbach und Mitgliedern des Koeckert-Quartetts, bis ich einer zu recht sehr enthusiasmierten Empfehlung der FonoForum folgte und diese mit Andras Schiff und dem Hagen Quartett erwarb, die seither meine bevorzugte Aufnahme ist:



    Edward Elgar: Enigma-Variations


    Schade um die Tallis-Variationen von Vaughan Williams, die ich auch sehr mag, aber hier geht es doch um die liebsten, nicht unbedingt die besten, denn da könnte ich mich noch weniger entscheiden. Da ich bei Elgar die Aufnahmen von Georg Solti sehr schätze, würde ich erneut zu dieser greifen, zumal man jetzt für einen Spottpreis auch noch alle "Pomp and Circumstance" - Märsche dazu bekommt:


    George Gershwin: Variations on I GOT RHYTHM und andere


    George Gershwin muss ein fantastischer Improvisator am Klavier gewesen sein, und zum Glück sind zahlreiche Variationen über seine eigenen Songs (zum Teil von ihm selbst) aufgezeichnet und sogar aufgenommen worden. Die dürfen natürlich bei einem Liebhaber des Musicals nicht fehlen, und weil sie vom Komponisten selbst sind, nehme ich ausnahmsweise erhebliche Einschränkungen der Klangqualität in Kauf und plädiere für diese fantastische Box zu einem absoluten Kellerpreis:



    Soweit meine sechs zum gegenwärtigen Zeitpunkt, gegen die es andere aber weiterhin schwer haben dürften.


    :hello: Rideamus[

  • Mein Tipp zu diesem Thema:


    Antonín Dvorák (1841-1904)


    Symphonické variace z Huslar (Symphonische Variationen) op. 78


    Entstehungszeit: 1877
    Besetzung: Orchester (3222-4230-timp-archi, also for piano 4-hands)
    Spieldauer: ca. 20 Minuten


    Einmal editiert, zuletzt von andythr ()

  • Hallo,


    dann will ich auch mal.


    Hindemith - Metharmorphosen über Themen von C-M.Weber
    Kann mich teleton nur anschließen - diese Rhythmik und dieser Schmiss - dieses Stück macht mir immer gute Laune!


    Brahms - Haydn-Variationen


    Beethoven - Diabelli-Variationen


    Schönberg - Variationen für Orchester, op.31
    Hör ich immer wieder gern! Lässt mich nie kalt!


    Vaughan Williams - Tallis-Fantasie
    Einfach schön...

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  • Gerade neu erstanden und beim ersten Hören sehr potiv überrascht haben mich die


    Concertanten Variationen
    über ein Thema von Beethovn für Klavier (linke Hand) und Orchester
    von Franz Schmidt (1874 - 1939)


    Als Thema wählte Schimdt motivisches Material aus Scherzo und Trio der Violinsonate F-Dur op. 24, Beethovens sog, Frühlinssonate von 1801/1802.


  • Mir sehr ans Herz gewachsen sind die von Beethoven stammenden Variationen über Nel cor non più mi sento aus Paisiellos La Molinara (WoO 70).


    Außerdem hat sich Dussek dieses Themas angenommen und es in seinem Klaviertrio B-Dur op. 24 Nr. 3 im 2. Satz (Variationensatz) verwendet:



    (Track 5)


    Sehr schön!


    :jubel: :jubel: :jubel:

    Die Kunst ist [...] vielleicht das Denken des Herzens.
    (Blaise Pascal, 1623-1662)

  • Hallo, liebe Variationen-Freunde,


    das Schwierige an den Variationen-Sätzen ist es, dass es so viele schöne davon gibt. Ich will mal eine Auswahl versuchen:


    1. Beethoven: Klaviersonate Nr. 32 c-moll op. 111, 2. Satz: Arietta,
    2. Mozart: Klaviersonate Nr. 11 A-dur KV 331: 1. Satz: Tema, Andante grazioso e variazioni,
    3. Beethoven: Klaviersonate Nr. 11 As-dur op. 26: 1. Satz: Andante con Variationi,
    4. Beethoven: Symphonie Nr. 3 Es-dur op. 55 "Eroica": Finale,
    5. Bach: Goldberg-Variationen BWV 988,
    6. Beethoven: Diabelli-Variationen op. 120;


    Liebe Grüße


    Willi

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • J. S. Bach, Ciacona aus der Partita d-moll für Violine solo
    J. S. Bach, Passacaglia c-moll für Orgel
    J. S. Bach, Goldbergvariationen
    L. v. Beethoven, Diabelli-Variationen
    L. v. Beethoven, Variationensatz aus dem Streichquartett cis-moll op. 131
    J. Brahms, Händel-Variationen

  • Sich hier auf 6 Werke (oder Werkteile?) beschränken zu müssen, ist eine echte Herausforderung. Aber wie ich den vorausgegangenen Beiträgen entnehme, sind auch Stücke, die ausdrücklich als „Passacaglia“ (bzw. Chaconne) und nicht als „Thema mit Variationen“ bezeichnet sind, zugelassen. Da fällt es mir dann doch etwas leichter. Meine Favoriten sind – in zeitlicher Reihenfolge:


    1): J. S. Bach: Passacaglia c-Moll für Orgel
    2): Beethoven: Diabelli-Variationen
    3): Schubert: Forellen-Quintett, 4. Satz (und wenn es noch so „abgedroschen“ ist; aber ich habe eine für meine Begriffe wunderschöne Aufnahme wohl aus dem Jahre 1965, auf CD gebracht 1985 mit Rudolf Serkin, Klavier, sowie Jaime Laredo (Vl.), Philipp Naegele (Va.), Leslie Parnas (Vc.), Julius Levine (Kb.)
    4.): Brahms: Sinfonie Nr. 4, 4. Satz („Chaconne“)
    5.): Reger: Mozart-Variationen (egal, ob für 2 Klaviere oder für Orchester)
    6.): Webern: Passacaglia op. 1


    (Wenn ich dann doch noch ein 7. Stück anführen dürfte, dann wären es die 32 Variationen c-Moll WoO 80 für Klavier von Beethoven .)


    Grüße, harry

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