Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik 2008)

  • Zitat

    Original von Klawirr
    Diese:


    Arnold Schönberg: Pierrot Lunaire, Op. 21 (1912)
    Anja Silja (Sprechstimme), Christopher Oldfather (Klavier), Michael Parloff (Flöte, Piccoloflöte), Chrales Neidich (Klarinette, Bassklarinette), Rolf Schulte (violine, Viola), Fred Sherry (Cello), Leitung: Robert Craft


    Großartige Einspielung!! :jubel: :jubel:


    Lieber Medard,


    die Texte habe ich Dir in "Messe-Oratorium-Kantate" eingestellt: Pierrot lunaire


    Bei mir lief


    Jacqueline du Pré: The Complete EMI Recordings
    Fréderic Chopin: Sonate für Violoncello und Klavier g-moll op. 65
    César Franck: Sonate für Violoncello und Klavier A-dur
    Max Bruch: Kol Nidrei op. 47




    Beeindruckend die Einheit von Formbewusstsein und Eleganz in der Franck-Sonate.


    Liebe Grüße Peter

  • Diese:



    Karl Amadeus Hartmann: Streichquartett Nr. 1 »Carillon« (1933)
    Pellegrini-Quartett
    Antonio Pellegrini, Thomas Hofer (Violinen), Charlotte Geselbracht (Viola), Helmut Menzler (Cello)


    Der Charakter des Kopfsatzes gemahnt zunächst ein wenig an das Concerto funebre, ja scheint auf das Konzert vorauszugreifen: auf die schwermütige Einleitung folgt zunächst eine ausgelassen wirkende Passage, die in der weiteren Verarbeitung dann grimassenhaft überzeichnet wird.
    Besonders berührend ist der langsame, durchgehend con sordino musizierte Mittelsatz, der von Seufzerfiguren, Glissandi und bohrenden Tremoli bestimmt ist - athmosphärisch überaus dicht. Hartmann entwickelt das Material des Satzes aus Themen jüdischer Musik, die zum Teil auch offen zitiert werden (etwa gleich in der Kantilene des Violoncellos zu Beginn des Satzes).
    Der Schlußsatz ist druckvoll und schroff, behält dabei jedoch den schwermütigen Charakter der beiden ersten Sätze bei.


    Tolle Musik!


    Ganz herzlich,
    Medard

  • Lieber Peter,
    vielen Dank! Ich selbst habe den Text im Booklet zu folgender CD vorliegen (daß man sich bei Naxos den Abdruck der Texte spart, finde ich echt billig - und das wollte ich einfach mal öffentlich gesagt haben :D - und mögliche Interessenten für die Scheibe vorwarnen), die ich nach Hartmanns hinreissendem 1. Streichquartett mal drehen lasse (allerdings höre ich jetzt nicht nochmals »Pierre Lunaire« sondern »Erwartung«):



    A. Schönberg: Erwartung. Monodrama in einem Akt, Op. 17
    Janis Martin (Sopran), BBC Symphony Orchestra, Leitung: Pierre Boulez


    Ganz herzlich,
    Medard

  • und wieder tschaikowskis violinkonzert mit baiba skride.


    sehr hübsch ebenso der rest: 2 stücke aus schwanensee und le souvenir d'un lieu cher


    :hello:

    --- alles ein traum? ---


    klingsor

  • Carmina burana
    Vite perdite II (CB 31)
    Vacillantis trutine ( CD 108 )



    "Vite perdite" beschreibt das wüste Leben und die Gründe, sich davon abzukehren. Bei Clemencic wird die Melodie von einem Cornet à bouquin alto vorgetragen, begleitet von einem bombardo alto und petites timbales en cuivre - es ist hier also die Instrumentalform gewählt worden. Dies gilt auch für "Vacillantis trutine", dem Kampf zwischen Studium und Venus, Herz und Verstand, den die Liebe gewinnt. Vorgetragen wird des Stück von flûte à bec, sopranino, luth, mandole, viéle alto, tympanon und tambour de poterie.


    Liebe Grüße Peter


    Klawirr: Ich sehe das mit den Texten gelassener, wenn ich die Texte selbst schon habe - aber eine Empfehlung für den Kunden ist das nicht, vor allem nicht für diejenigen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind.


  • Hierorts läuft schon seit den Morgenstunden ARTE mit der großartigen Konzertreihe "Schubert über alles!" vom Musikfestival in Nantes.




    Den ganzen Tag lang nichts anderes als die wundervollen Werke des gottbegnadeten Wiener Tonkünstlers.


    Einfach großartig! :jubel:



    Beste Grüße!


    Laurenz :hello:

    `
    (...) Eine meiner frühesten Erinnerungen im Zusammenhang mit der Musik betrifft einen Abend, an dem das Rothschild-Quartett bei uns ein hochmodernes Werk von Egon Wellesz spielen sollte. Die Stühle waren den Musikern zu niedrig, so nahmen sie unsere Bände mit Schubertscher Kammermusik, um damit ihre Sitze zu erhöhen. Ich dachte, wieviel schöner es wäre, wenn sie auf Wellesz sitzend Schubert spielen würden (...)


    — aus „5000 Abende in der Oper“ von Sir Rudolf Bing —
    .

  • nachdem ich wieder ein paar Runden an der Matratze horchte, gibt's jetzt wieder Musik :



    Christian Sinding, Symphonien Nr 1 & 2, Rasilainen

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Edward Elgar: The Spanish Lady



    Elgars einzige Oper blieb ein Fragment. Den Stoff nahm er von Ben Jonsons "The Devil is an Ass". Die Beigabe auf der CD ist die ebenfalls unvollendete 3. Sinfonie.


    LG Peter

  • Zitat

    Original von pbrixius
    Klawirr: Ich sehe das mit den Texten gelassener, wenn ich die Texte selbst schon habe - aber eine Empfehlung für den Kunden ist das nicht, vor allem nicht für diejenigen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind.


    Lieber Peter,
    ich finde das vom Prinzip her einfach ärgerlich! Vor allem ist mir nicht immer klar, wann und nach welchen Kriterien die Leute von Naxos Texte abdrucken oder weglassen. Und wenn man schon ein mehrseitiges und mehrsprachiges Booklet macht, dann muß man doch eigentlich die zwei, drei Seiten für den Text nicht einsparen. Abgesehen davon, halte ich es für erheblich sinniger, die rezitierten Texte beizugeben, als die Käufer mit irgendwelchen mehr oder minder gelehrten Kommentaren zu beglücken.


    Ganz herzlich,
    Medard

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  • und nun :



    Christian Sinding, Symphonien Nr 3 & 4, Rasilainen

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Edward Elgar: Konzert für Violine und Orchester



    Was meint das Booklet? largely self-taught, Sammons had a formidable technique and unfailing purity of style. These qualities are vividly displayed throughout his magisterial Elgar Concerto recording. (Robert Anderson)


    LG Peter

  • Gaetano Donizetti (1797-1848 )
    Adelia


    Michela Sburalti, Hermine Haselböck, David Sotgiu, Xavier Roullion, Giorgio Valenta, Giulio Mastrototaro, Andrea Silvestrelli,
    Haydn Orchester & Chor von Bozen & Trient, Gustav Kuhn
    Label: RCA , DDD, 2006




    Schöne Musik!


    LG, Elisabeth

  • Anette Dasch singt Deutsche Barocklieder
    Heinrich Albert: Der Mai des Jahres Herz



    Hier ist der Textdichter angegeben, es ist Simon Dach. Auch dieses Lied einfach in der Gesangsmelodie gehalten, dafür reicher in der instrumentalen Begleitung.




    Der Mai des Jahres Herz beginnt
    Durch Kraft dr Sonnenstrahlen
    Feld, Berg und Tal zu malen.
    Daß alles neuen Schmuck gewinnt.
    Der Baum ein Speisemarkt der Bienen
    Trägt Laub und edlen Saft,
    Der Aerzte Wissenschaft,
    Die Feld- und Gartenkräuter grünen.


    Und du, mein Herz, bist träg und kalt
    Gibst noch dich zu verstecken
    Der faulen Winterdecken,
    Der Wollust Schirm und Aufenthalt?
    Mein laß dich die Natur bewegen!
    Des höchsten Gnadenschein
    Wird deine Sonne sein,
    Sein teures Wort dein güldner Regen.


    Verjünge dich, und brich herfür
    Mit deinem tugendkleide,
    Als Gottes Seelnweide,
    Nimm an die lilienweiße Zier
    Der Heiligkeit, recht fromm zu leben,
    Wo nicht, so wird der Baum
    Des Lebens keinen Raum
    Sein Zweig hinfort zu sein, die geben.



    Liebe Grüße Peter

  • Zitat

    Original von pbrixius
    Was meint das Booklet? largely self-taught, Sammons had a formidable technique and unfailing purity of style. These qualities are vividly displayed throughout his magisterial Elgar Concerto recording. (Robert Anderson)


    LG Peter


    Und - ist das mehr oder weniger gelehrt?


    Bei mir läuft indes (im Vorgriff auf die Fastenzeit, die ich kaum mehr erwarten kann [weil dann endlich der rheinische Frohsinn ein abruptes und verdientes Ende findet]) diese:



    J. J. Fux: Il Fonte della Salute. Aperto dalla Grazia nel Calvario. Componimento sacro op. 23 (Passionsoratorium)
    Kumiko Koike, Linda Perillo, Ann Monoyios, Henning Voss, Johannes Chum, Wolfgang Bankl, Wiener Akademie, Leitung: Martin Haselböck


    :jubel: :jubel: :jubel:


    Herzlichst,
    Medard

  • Zitat

    Original von Klawirr


    Und - ist das mehr oder weniger gelehrt?


    Wegen seiner engen Zusammenarbeit mit Elgar heißt hier das "magisterial" wohl autoritativ, es ist eine sehr intensive, mitreißende Interpretation Sammons.


    Inzwischen bin ich bei


    Ferdinand Ries: Grande Sonate für Klavier D-dur op. 9



    Der erste Satz erinnert im besten Sinne an Beethoven, ohne von ihm abhängig zu sein, eigenwillig und harmonisch überraschend, sehr virtuos gehalten. Der zweite Satz weist durch seine kontrapunktischen Rückgriffe, die archaisch wirken, auf die Zukunft hin. Demgegenüber ist der dritte Satz, ein Thema con variazioni, verhältnismäßig konventioneller. Insgesamt aber eine lohneswerte Anschaffung. Da bin ich gespannt auf die "Grande Sonate Fantaisie L'Infortuné". Aber zunächst einmal ein StrQu von Ries ...


    Liebe Grüße Peter

  • Ich tauche in frühere Zeiten ein, und zwar hiermit:



    Códice de Madrid
    (s. XIII)

    Grupo de Música Alfonso X el Sabio
    Polifonistes de Barcelona
    Luis Lozano Virumbrales



    :hello:

    "Das ist zeitgenössische klassische Musik. Dann unterstelle ich, daß da kein intellektueller Zugang..."
    Miroslaw Lem, Tenor

  • Zitat

    Original von Klawirr
    ...weil dann endlich der rheinische Frohsinn ein abruptes und verdientes Ende findet...


    Sind ja nicht alle westfälsch-bräsig :baeh01:


    Dennoch auch bei mir Ruhiges:



    Eine sehr schöne Einspielung dieser Werke. Am Rande bemerkt: Field war mit der Bezeichnung "Nocturne" früher am Start als Chopin.


    Liebe Grüße aus dem Frohsinnsepizentrum
    vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Zitat

    Original von Thomas Pape


    Sind ja nicht alle westfälsch-bräsig :baeh01:


    Na denn, Thomas, »Kölle Alaaf!«... ;)


    Meine Stichelei oben war aber gar nicht besonders ernst gemeint... Ich will nur endlich Passionen hören!!!!!


    Ähm, aktuell läuft immer noch Fux' Il Fonte della Salute...


    Ganz herzlich,
    Medard

  • Zitat

    Original von Klawirr


    Meine Stichelei oben war aber gar nicht besonders ernst gemeint... Ich will nur endlich Passionen hören!!!!!


    Weiß ich, lieber Medard, daher war meine Replik ja auch mit einem Emoticon gewürzt ;)


    Bei mir ist jetzt allerdings Schluß mit Fields; Du weißt doch: wenn drusse dat trümmelche jeiht :D


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

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  • Salüt,


    wieder eine Obsi-Schuld-CD:



    Franz Schubert [177-1828


    Klavierquintett A-Dur D 667


    Jos van Immerseel, Fortepiano
    Vera Beths, Violine
    Jürgen Kussmaul, Viola
    Anner Bylsma, Violoncello
    Marij Danilow, Kontrabaß


    Arpeggione-Sonate a-moll D 821


    Anner Bylsma, 5saitiges Piccolovioloncello
    Jos van Immerseel, Fortepiano


    Adagio für Klaviertrio in Es-Dur D 897


    Jos van Immerseel, Fortepiano
    Vera Beths, Violine
    Anner Bylsma, Violoncello


    :faint:
    :faint: :faint:
    :faint: :faint: :faint:
    :faint: :faint:
    :faint:


    Hat sich gelohnt, Obsi :lips:


    ...und jetzt zum Tagesabsch[l]uß:



    Franz Schubert [1797-1828]
    Sonata in C major D840 "Reliquie"
    Drei Impromptu D946


    Ludwig Sémerjian, Piano Forte Conrad Graf 1824


    :lips:
    :lips: :lips:
    :lips: :lips: :lips:
    :lips: :lips:
    :lips:

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

  • Zitat

    Original von Thomas Pape
    Sind ja nicht alle westfälsch-bräsig :baeh01:


    Lieber Medard, lieber Thomas,


    da musste ich doch gleich mal suchen - und wurde fündig


    José Pablo Moncayo: Huapango (1941)



    Huapango ist ein Wort aus einem indianischen Dialekt (Náhuatl) und bezeichnet die hölzerne Plattform, auf der man tanzt. Und hier pulsiert der Rhythmus, eine Mischung von vorspanischer Musik, Fandango und Seguidillas, eine brodelnde Mischung, die der mexikanische Komponist Moncayo ( 1912-58 ) hier anrichtet, bis sie in ein orgiastisches Ende explodiert.


    Karneval - das gebe ich gerne zu - ist für mich immer vor allem ein tänzerisches Vergnügen gewesen, eine Reihe von Bällen, in die ich mich stürzte ...


    Liebe Grüße Peter

  • Guten Abend


    zur Nacht noch



    Le Jardin des Voix


    Arien & Duette von Purcell, Mazzocchi, Rossi, Lambert,
    Campra, Händel, Mozart, Gretry, Philidor.


    Mit Les Arts Florssisants :jubel:


    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard


  • und ich weiß wirklich nicht, was ich dazu sagen soll. :faint:
    Es ist weniger der Film an sich, als mehr Mozarts Musik, die wieder Wirkung entfaltet, dies auf eine Art, die ohne diese Art und Weise sicherlich nicht möglich wäre.


    Auf jeden Fall eine Erfahrung.

    29.08.1958 - 25.06.2009
    gone too soon

  • Zitat

    Original von Klawirr
    Und wenn man schon ein mehrseitiges und mehrsprachiges Booklet macht, dann muß man doch eigentlich die zwei, drei Seiten für den Text nicht einsparen.


    LOL!


    Du meinst die vier, acht Seiten ...


    :P


    ^_^J.

  • Guten Miorgen


    vom "Provinzmeister" Bach




    Johann Sebastian Bach:


    Kantaten BWV 31a & 207


    Mit dem Ensemble Cafe Zimmermann und Les Chantres Du Centre De Musique Baroque de Versailles :jubel:



    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Ludwig van Beethoven: Das Liedchen von der Ruhe op. 52 Nr. 3



    [amx=B00000IXJ2]300[/amx]


    Hier singt iris Vermillion, begleitet von Peter Stamm.


    Der Dichter ist Hermann Wilhelm Franz Ueltzen ( 1759-1808 ). Komponiert hat Beethoven den Text 1790. Das Booklet gab als Opuszahl op. 5 an, das sind allerdings zwei Cellosonaten. Opus 52 ist eine Sammlung früher Lieder, die Beethoven 1805 veröffentlichte. Dabei ist irrtümlicherweise Bürger als Dichter dieses Liedes angegeben. Die Verwandtschaft von Liebesruhen und Todesschlaf greift Beethoven mit den fahlen Anfangsakkorden auf. Doch mit dem sich nach Dur wendenden Nachspiel gibt er dem Lied einen positiven Ausgang.



    Im Arm der Liebe ruht sich's wohl,
    Wohl auch im Schoß der Erde.
    Ob's dort noch, oder hier sein soll,
    Wo Ruh' ich finden werde:
    Das forscht mein Geist und sinnt und denkt
    Und fleht zur Vorsicht, die sie schenkt.


    In Arm der Liebe ruht sich's wohl,
    Mir winkt sie ach! vergebens.
    Bei dir Elise fand ich wohl
    Die Ruhe meines Lebens.
    Dich wehrt mir harter Menschen Sinn
    Und in der Blüte welk' ich hin!


    Im Schoß der Erde ruht sich's wohl,
    So still und ungestöret,
    Hier ist das Herz so kummervoll
    Dort wird's durch nichts beschweret.
    Man schläft so sanft, schläft so süß
    Hinüber in das Paradies.


    Ach, wo ich wohl noch ruhen soll
    Von jeglicher Beschwerde,
    In Arm der Liebe ruht sich's wohl,
    Wohl auch im Schoß der Erde!
    Bald muß ich ruf'n und wo es sei,
    Dies ist dem Müden einerlei.


    Liebe Grüße Peter

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