Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik 2008)

  • Zitat

    Original von Ulli
    Najaaaaaaaaaa :D


    Du verpasst eben den sehr divertimentohaften Klang von Opus X... aber das kannst Du verschmerzen.


    :beatnik:


    Den Opus X-Sound hab' ich zum Glück auf einer anderen Scheibe dokumentiert:



    Da gibt's allerdings auch den (bzw. einen) Tangentenflügel auf die Ohren...


    Viele Grüße,
    Medard

  • Zitat

    Original von Pius
    KV 499


    Ici avec les Festetics.

    "Das ist zeitgenössische klassische Musik. Dann unterstelle ich, daß da kein intellektueller Zugang..."
    Miroslaw Lem, Tenor

  • zum ersten mal und wahrscheinlich nicht mehr sehr oft:


    jose vianna da motta: klavierkonzert in a-moll; ballada und fantasia dramatica.


    es spielen artur pizaro und das mittelmäßioge gulbenkian orchster und leitung von martyn brabbins


    belangloses geklimper aus der reihe romantische klavioerkonzerte von hyperion - fehlkauf! :angry: :angry: :angry:

    --- alles ein traum? ---


    klingsor

  • Da der Kollege Pius so schwärmt und der Kollege Gentilhombre, scheint´s, auch, lege ich das zum Tagesabschluss ebenso auf, und zwar mit dem Talich-Quartett: Mozart, KV 499!


    :) Besten Gruß, Wolfgang


    Meine Gesamtaufnahme der Mozart-Quartette scheint es nicht mehr zu geben: Calliope mit den diversen Knaben-Englein! ;(

    Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

  • Ludwig van Beethoven: Sehnsucht WoO 134b



    [amx=B00000IXJ2]300[/amx]


    Hier singt iris Vermillion, begleitet von Peter Stamm.


    Die zweite Vertonung steht in deutlichem Kontrast zur ersten. Hatte diese dem Drängenden der Sehnsucht mit einer dreimal ansteigenden Melodie Ausdruck gegeben, so bestimmt bei der zweiten eine fallende Bewegung in der Singstimme den Ablauf. Der Tonumfang des Liedes ist eine Quinte, mit dem höchsten Ton, dem d'', beginnt das Lied, in der Gegenbewegung der zweiten Zeile wird er wieder erreicht, um am Ende auf das g' zu sinken. Dazu spielt das Klavier eine gleichmäßige Begleitung aus aufsteigenden Dreiklangszerlegungen. Ein melancholisches Lied, erfüllt von Sehnsucht. Es kommt wohl der "eigentlichen" Mignon am nächsten (Maier).



    Nur wer die Sehnsucht kennt
    Weiß, was ich leide!
    Allein und abgetrennt
    Von aller Freude,
    Seh ich ans Firmament
    Nach jener Seite.


    Ach! der mich liebt und kennt,
    Ist in der Weite.
    Es schwindelt mir, es brennt
    Mein Eingeweide.
    Nur wer die Sehnsucht kennt
    Weiß, was ich leide!



    Liebe Grüße Peter

  • Guten Morgen


    mal wieder angehört



    J.S. Bach


    Overtüren BWV 1067 - 1069 (+ BWV 1070)


    Mit der musica antiqua Köln :jubel: :jubel:


    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Jacqueline du Pré: The Complete EMI Recordings Vol. 5
    Johann Sebastian Bach: Suite Suite Nr. 1 G-dur BWV 1007
    Johann Sebastian Bach: Suite Suite Nr. 2 d-moll BWV 1008




    Ob das den strengen HIP-Päpsten gefällt?


    LG Peter

  • Zitat

    Original von pbrixius
    Ob das den strengen HIP-Päpsten gefällt?


    Ich bin zwar kein strenger HIP-Papst, aber mir hat's seinerzeit trotzdem nicht besonders gefallen - was nicht so sehr mit instrumentalem und spieltechnischem HIP oder UNHIP zu tun hatte, als vielmehr mit der zuckerwattigen Emotionalität, von der JdPs Interpretation bestimmt ist. So jedenfalls meine Erinnerung. Habe JSB mit JdP aber schon seit vielen Jahren nicht mehr gehört - was, wie gesagt, keineswegs an meinem (durchaus vorhandenen) Faible für HIP liegt. P. Fournier etwa gehört hier neben J. ter Linden zu meinem absoluten Favoriten.


    Bei mir läuft indes nochmals Messiaens Turangalila-Symphonie, jetzt allerdings in der dritten und letzten Einspielung, die ich besitze:



    Pierre-Laurent Aimard (Klavier), Dominique Kim (Ondes martenot), Berliner Philharmoniker, Leitung: Kent Nagano


    Eine Lesart die stärker das Architektonische betont als Chailly oder Previn. Zügig, manchmal fast ein wenig getrieben, aber immer streng und klar durchleuchtet.
    Ganz anders, aber ebenso gut wie der orgiastisch-exstatische Chailly - beide sind IMO deutlich stärker als der etwas schleppendere und bisweilen doch süßliche Previn (dessen Interpretation ich aber dennoch auch immer noch irgendwie mag :wacky: ).


    Ganz herzlich,
    Medard

  • Zitat

    Original von Klawirr
    Ich bin zwar kein strenger HIP-Papst, aber mir hat's seinerzeit trotzdem nicht besonders gefallen - was nicht so sehr mit instrumentalem und spieltechnischem HIP oder UNHIP zu tun hatte, als vielmehr mit der zuckerwattigen Emotionalität, von der JdPs Interpretation bestimmt ist. So jedenfalls meine Erinnerung.


    Lieber Medard,


    da müsste ich mal gleich nach meinen Vergleichseinspielungen schauen, da hätte ich etwa Boris Pergamenschikow ...


    Eben lief bei mir


    Rita Streich - The Viennese Nightingale - Vol. 4
    Gluck: Orpheus und Eurydike - "Mit Freuden den Willen der Götter erfüllen"



    Das ist mir - aber das liegt schon am Dirigat Rothers - zu ernsthaft gesungen und wird mE der Rolle des Amor nicht gerecht. Ansonsten gab es schon einige sehr schöne Dinge von der Streich wie etwa ihr "Les oiseaux dans la charmille" oder "Oui, pour ce soir je suis reine des fées".


    Liebe Grüße Peter

  • Alexander Lokshin (1920 - 1987)


    Symphonie Nr. 4 "Sinfonia stretta" (1968 )


    Philharmonisches Staatsorchester Bremen
    Michel Swierczewski


    Bis



    Davidoff

    Verachtet mir die Meister nicht

  • Uuno Klami (1900 - 1961)


    Konzert für Violine und Orchester op. 32 (1943 / 1954*)


    Jennifer Koh, Violine
    Lahti Symphony Orchestra
    Osmo Vänskä


    Bis



    *1943 wurde das Violinkonzert aus der Taufe gehoben. In den Kriegswirren ging die Partitur verloren und Uuno Klami komponierte das Konzert 1954 neu.


    Davidoff

    Verachtet mir die Meister nicht

  • Und nun noch dieses schöne Werk von Uuno Klami:


    Symphonie enfantine op. 17 (1928 )


    Tapiola Sinfonietta
    Jean-Jacques Kantorow


    Bis



    Davidoff

    Verachtet mir die Meister nicht

  • John Field: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2



    Der zweite Satz, ein Poco adagio in Es, hat den Charakter einer Serenade. Man wird an die Fieldschen Nocturnes erinnert.


    LG Peter

  • ich beginne heute mit Gefidel erster Güte :



    Peter Tschaikowsky und Nikolai Miaskowski, Violinkonzerte, Repin, Gergiev

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • und anschließend :



    Felix Draeseke, Symphonien Nr 1 & 4, Weigle

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Niels Wilhelm Gade: Efterklange af Ossian



    Gades Ouvertüre "Nachkänge aus Ossian" wurde 1842 als Opus 1 des dänischen Komponisten uraufgeführt und verhalf mit der 1. Sinfonie dem jungen Komponisten zum Durchbruch in die erste Reihe der europäischen Komponisten, wobei er sich in Leipzig größerer Beliebtheit erfreute als im heimatlichen Kopenhagen. Dass man den dänischen Titel im Booklet findet ist erfreulich, dass der deutsche noch nicht einmal im deutschen Essay genannt wird, absurd.


    Der Geniestreich Gades, den fiktiven schottischen Barden nach Skandinavien zu verpflanzen, drückt sich im "nordischen" Idiom aus, das auch seine ersten beiden Sinfonien charakterisiert. Es speist sich vor allem aus der Verwendung oder Assoziation von dänischen Volksliedern, hier etwa "Ramund vor sig en bedre mand". Die nationale Eigenständigkeit war eben das, was den Komponisten für Mendelssohn und Schumann so vorbildhaft werden ließ - und wies mehr auf die gefühlten eigenen nationalen Defizite. So verlor Gade für die deutsche Musikszene seine Bedeutung, als er anfing "europäisch" zu komponieren. In dieser Ouvertüre hören wir auf jeden Fall den nordischen Stil, der ihn den triumphalen Einzug in die Komponistengarde verschafft hatte.


    LG Peter

  • Die Woche ist ja [leider] noch nicht rum: also die CD der Woche:



    Franz Schubert [1797-1828]


    Adagio für Klaviertrio in Es-Dur D 897


    Jos van Immerseel, Fortepiano
    Vera Beths, Violine
    Anner Bylsma, Violoncello


    :faint:
    :faint: :faint:
    :faint: :faint: :faint:
    :faint: :faint:
    :faint:

  • scharwenkas 1. klavierkonzert ... (reihe romant. klav.konzerte bei hyperion)


    mitreißend, schwungvoll ..macht das spaß :jubel:

    --- alles ein traum? ---


    klingsor

  • Peter Cornelius: Der Barbier von Bagdad



    Zwei Ouvertüren gibt es zu dem "Barbier", die erste in h-moll macht Stimmung für das folgende Geschehen, die zweite in D erzählt das Ganze symphonisch nach - beide sind reizvoll, bei der Einspielung bei Leinsdorf (wo dann auch noch Busonis Arlecchino auf die zwei CDs passt) werden einem beide spendiert. Diese hier, die einem mit einem hölzernen Dialog Scheherazade/Sultan langweilt, hat keine einzige!


    Mit Hollreiser & Leinsdorf bin ich schon prächtig ausgestattet, die Einspielung unter Matzerath wird bei mir als hardcore-Cornelius-Liebhaber eher als Kuriosität stehen bleiben ...


    Liebe Grüße Peter

  • Wieder einmal mit viel Freude:



    Ich denke ernsthaft, ich sollte mich in diesem Jahr mehr mit Rossini beschäftigen...

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Hallo!


    Da Bruckner bei mir derzeit gerade "in" ist, probiere ich es nochmal mit der Messe e-moll, mit der ich mich im Gegensatz zur d-moll- und f-moll-Messe beim Kennenlernen nicht gleich anfreunden konnte.



    Viele Grüße,
    Pius.

  • Aus dieser Box:



    André Laporte (*1931): Das Schloss. Oper in drei Akten (1980-85)
    mit u.a. Bjorn Waag, George-Emil Crasnaru, Mario Taghadossi, Christoph Bürgel, Philip Sheffield, Donald George, Leena Lotens, Johanna Dur, BRTN Filharmonisch Orkest, Leitung: Alexander Rahbari


    Die Oper basiert auf Max Brods Dramatisierung von Franz Kafkas gleichnamigen Roman, das Libretto ist deutschsprachig. Im Präludium schält sich das thematisch-motivische Material sukzessive aus einem gewaltigen Cluster; die sich dann allmählich etablierende Tonsprache ist dezidiert »modern«, aber nicht experimentell, gemahnt (im ersten Akt - weiter bin ich noch nicht...) eher an Berg, denn an Nono oder Lachenmann oder Rihm oder Müller-Siemens.


    Fesselnd!!


    Herzlichst,
    Medard

  • So,


    nach dem 8. "Notturno" - ich dachte immer, es gäb nur eines :D - jetzt etwas fesch[tetisch]es:



    Franz Schubert [1797-1828]
    Quartett C-Dur D46


    Quatuor festetics


    Mein derzeitiges postsiebzehnhundertzweiundneunziger Lieblingsquartett...


    :jubel: :jubel: :jubel:


    Ulli

  • Zitat

    Original von Blackadder
    Alle Musik danach ist nur noch Involution...


    :wacky:


    Also jetzt noch etwas kopfhörerlose Kammermusik:



    Stråkkvartetter
    Anders Wesström [c1720 -1781]
    String Quartet B-flat major


    Joachim Nikolas Eggert [1779-1813]
    String Quartet c minor


    Jean Martin de Ron [1789-1817]
    String Quartet f minor


    Salomon String Quartet
    MSCD 425


    Revolutionär!


    :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:


    Ulli