Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik 2008)

  • Zitat

    Original von klingsor
    nach 3,5 wochen didgeridoo und australischem country eeeeeendlich wieder klassik:


    brahms 1. unter der wahrlich UNerhörten gardiner-einspielung. muß aber noch entscheiden, ob mir das so gefällt ... (glaub aber schon) :yes: sehr schnell, sehr bedrohliches blech und: was sehr verwunderlich ist, SEHR schmachtende, seufzende streicherpassagen (hätte ich ihm nie zugetraut, hört sich eher nach 1920 an)... also: wirklich eine ganz spezielle aufnahme ...



    jaaaaaaa, es gefällt mir .. suuuuper :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:
    bnin schon auf die foögenden symphonien gespannt ..soll wohl ein zyklus werden

    --- alles ein traum? ---


    klingsor

  • Zitat

    Original von klingsor
    bin schon auf die folgenden symphonien gespannt ..soll wohl ein zyklus werden


    Klar wird das ein Zyklus, Dr. Klingsor, freu mich auch schon!


    Bei mir: Johann Christoph Friedrich Bach: Cassandra - eine dramatische Kantate für Solo-Alt, Streicher und b.c. (schade, etwas zusätzliches Blech hätte der "Dramatik" ganz gut getan) (~1769)


  • Ui, den Zyklus brauche ich auch.


    Hörte eben noch Brahms 1. mit Karajan. Was für ein Wahnsinnswerk. Eine Analyse dazu müsste man auf mehrere Threads aufteilen. Brahms genügt es nicht, innerhalb eines Satzes Bezüge herzustellen - bei jedem erneuten Durchlesen der Partitur entdeckt man mindestens drei weitere satzübergreifende motivische Bezüge.
    Als ich das erste mal die Einleitung des Schlusssatzes hörte, das weiß ich noch ganz genau, dachte ich: wow, das ist ja gar nicht so kompakt wie man von Brahms erwarten würde. Etwas befremdlich durch die pizzicati und stringendi schien mir das. Inzwischen habe ich festgestellt, dass es in der Einleitung kein einziges Motiv gibt, was später nicht nochmal auftaucht.

    "Das Große an der Musik von Richard Strauss ist, daß sie ein Argument darstellt und untermauert, das über alle Dogmen der Kunst - alle Fragen von Stil und Geschmack und Idiom -, über alle nichtigen, unfruchtbaren Voreingenommenheiten des Chronisten hinausgeht.Sie bietet uns das Beispiel eines Menschen, der seine eigene Zeit bereichert, indem er keiner angehört." - Glenn Gould

  • Mal eben:


    Gottes Lob in Dur und moll
    Aus des Meisters Feder quoll.
    Benedictus, Christi Leiden,
    Komponiert von:



    Joseph Haydn [1732-1809]
    Missa Sanctae Caeciliae C-Dur Hob. XXII:5


    Brigitte Fournier, Sopran
    Bernarda Fink, Alt
    Charles Daniels, Tenor
    Marcos Fink, Baß


    Chorus & Orchestra of the Gulbenkian Foundation
    Michel Corboz


    :jubel: ;( :lips: :faint:


    Ulli

    Der Glaube kann Sätze verbergen.

  • Zitat

    Original von klingsor



    jaaaaaaa, es gefällt mir .. suuuuper :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:
    bnin schon auf die foögenden symphonien gespannt ..soll wohl ein zyklus werden


    Kann ich nur bestätigen! Gerade die Gegenüberstellung mit Chorwerken von Brahms bzw. Komponisten, die ihn beeinflusst haben (könnten), ist extrem spannend.
    Wenn ich das Booklet richtig interpretiert habe, soll es neben den Sinfonien auch eine Neuaufnahme des Deutschen Requiems geben?!


    Den Zyklus muss ich mir jedenfalls auch irgendwie zulegen...



    LG, Peter.

  • Banner Trailer Gelbe Rose
  • Zitat

    Original von rolo betman
    Mahlzeit allerseits. Bevor ich morgen über den großen Teich fliege, heute noch etwas Meeres-Musik :



    Ralph Vaughan Williams, Symphonie Nr 1
    Felicity Lott, Sopran - Jonathan Summers, Bariton
    London Philharmonic Orchestra, Bernard Haitink


    Genau diese Box höre ich auch gerade, beim Arbeiten. Aber da ich schon ziemlich lange hier sitze und arbeite, blieb’s nicht bei der 1. ...


    Ich muß immer wieder feststellen, daß meine Schwäche für Neoromantik nicht nachzulassen gedenkt.


    Gruß,
    ^_^J.

  • Bei mir läuft heute abend Francis Poulenc. Daraus:



    Concerto pour piano & orchstre
    Concert champetre pour clavecin & orchestre
    Concerto pour 2 pianos & orchestre


    Jean-Bernard Pommier( + Anne Queffélec): Klavier
    Maggie Cole: Cembalo
    City of London Sinfonia - Richard Hickox


    Das erste Klavierkonzert hat etwas von Musik für alte französische Filmklassiker - sehr hübsch.
    Das Cembalokonzert gefällt mir auch in dieser Einspielung sehr gut. Ist hier rauer, modernistischer dargeboten, als ich es bislang kannte.


    :hello: Matthias

  • Zitat

    Original von ThomasBernhard
    Harnoncourt aus München



    Und wie gefällt die Aufnahme? In der Kleinen Zeitung wurde ihr von Ernst Naredi-Reiner die Höchstwertung verliehen....

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!


  • Banner Trailer Gelbe Rose
  • Banner Strizzi
  • Zitat

    Original von Theophilus


    Und wie gefällt die Aufnahme? In der Kleinen Zeitung wurde ihr von Ernst Naredi-Reiner die Höchstwertung verliehen....


    Erste Eindrücke hier


    und jetzt höre ich die CD erneut, mal sehen, wie lange ich darf, bis die erste Kundschaft in der Bibliothek stört :D

  • Banner Trailer Gelbe Rose
  • Zitat

    Original von petemonova
    Gerade die Gegenüberstellung mit Chorwerken von Brahms bzw. Komponisten, die ihn beeinflusst haben (könnten), ist extrem spannend.
    Wenn ich das Booklet richtig interpretiert habe, soll es neben den Sinfonien auch eine Neuaufnahme des Deutschen Requiems geben?!


    o, das wäre gut. denn seine alte dr-aufnahme finde ich leider ziemlich mieserabel: kühl, uninspiriert, einfach nur runterdirigiert.
    trotzdem habe ich bedenken: denn bei den neuen aufnahmen der chorwerke stört mich neben dem zu 'dünnen' chorklang vor allem die schlechte aussprache des deutschen. da hätte man doch unbedingt was machen müssen. so werde ich die chorwerke kaum mit freude hören können. schade.
    zum glück ist allein die syphonie-interpretation kaufenswert

    --- alles ein traum? ---


    klingsor


  • Danke für diese schöne Anregung! Habe daraufhin mit wenigen Mausklicks (schrecklich, wie leicht das einem heutzutage gemacht wird!) dafür gesorgt, daß diese Aufnahmen demnächst auch bei mir erklingen können.

  • Lamenti- begleitet von Emmanuelle Haim und Le Concert d´Astree:




    Herzliche Grüße,:hello: :hello:


    Christian

    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

  • Banner Trailer Gelbe Rose
  • Banner Strizzi
  • Tschaikowsky: Sinfonie Nr.1 WINTERTRÄUMEmit
    Swetlanow / Staatliches SO der UDSSR Moskau
    Eurodisc-LP


    Eigendlich höre ich kaum noch Schallplatten, aber einen Fundus der Raritäten (ca.150Stück) habe ich dennoch behalten.
    Gestern habe ich im Hobbyraum diese Swetlanow-Aufnahme (nach Jahrzehnten) wiedergehört.


    Das ist die CD-Ausgabe - wie die wohl remastert ist ?


    :jubel: Die Interpretation ist einfach perfekt und bis auf das letzte ausgereizt. Die Atmosphäre ist einmalig und wird durch das relativ hallige Klangbild des Staatlichen SO der UDSSR erzeugt.
    Spannung pur: Swetlanow macht seine Sache sehr gut. Wirklich alles was sich bietet, wird zur Erzeugung von Spannung verwendet, ohne dass es aufgesetzt oder zu sehr über sich hinausgeholfen anmutet.


    Ich habe danach meine Bernstein-Aufnahme (SONY) gehört, die ich sehr hoch schätze. Das ist Emotion pur, genau wie Swetlanow.


    :yes: Auch fabelhaft, aber die russische Atmosphäre und die phänomenalen Blechbläser - ja, das können tatsächlich nur die Russen von damals.

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Hallo!


    Ich höre gerade zum zweiten Mal hintereinander ein für mich neues Werk aus Lettland:


    Janis Ivanovs (1906-1983)
    Sinfonie Nr.19 B-Dur (1979)
    Lettisches NSO / Wassili Sinaiski


    Ein LP-Transfer, der ziemliche Nebengeräusche aufweist, werde ihn wohl noch mal eigenhändig bereinigen. Die Sinfonie hat vier Sätze, von denen das an zweiter Stelle stehende Scherzo mit knapp sechs Minuten den kürzesten Umfang besitzt. Sehr charakteristisch und prägnant ist die einleitenden Tonfolge, die vom Fagott vor dem Hintergrund einer tremolierten Quarte (F-B) vorstellt wird. Ihre majestätische Ruhe ist charakteristisch für den weiteren Verlauf des Kopfsatzes sowie der gesamten Sinfonie. Immer wieder wird das Klangbild von wuchtigen, kantigen Blechbläserakkorden geprägt, die sehr monumental klingen.


    Überhaupt ist die Sinfonie ist recht groß angelegt, vor allem, was die ausschweifenden, raumgreifenden melodischen Linien angeht. Episch-heroische Wendungen, die aber keinesfalls platt wirken, charakterisieren ihre Tonsprache. Wenngleich B-Dur als Haupttonart erkennbar ist, tendiert die Musik oft genug eher nach Moll. Ihren Höhepunkt findet die Sinfonie in den erhaben-kraftvollen Klanggipfeln des Finalsatzes. Am Ende kehrt der Beginn des Kopfsatzes wieder, und die Musik verklingt ruhig, aber sehr eindrucksvoll. Tolles Werk! Übrigens ist Ivanovs' eigener Stil, den ich im Moment nur sehr schwer in Worte fassen kann (er hat auf jeden Fall einige sehr charakteristische melodische Wendungen und wohl auch rhythmische und vor allem harmonische Eigenheiten), hier sehr stark ausgeprägt. Seine Sinfonien sind mit griechischen Tragödien verglichen worden, was mir durchaus passend erscheint.


    Viele Grüße
    Holger

  • Banner Trailer Gelbe Rose
  • Wieder mal bei jpc reingeschnipselt - Cembalomusik des 17-ten Jahrhunderts, sehr reizvoll. Der Hauch einer fernen Zeit klingt in meine moderne Welt!




    Mit lieben Grüßen,


    diotima.

  • Guten Tag


    die nächsten vier Tage habe ich "Kirmesmusik" vor dem Haus
    ( Das kommt davon wenn man am Meßplatz wohnt :D )


    Da will ich mit



    "Baroque & Brass"


    Trompeten- und Paukenmusik von H.I.F Biber, J.C. Pezel, J.H. Schmelzer, B. Riedl, J.E. Altenburg, D. Speer und L.J. Ott gegensteuern.


    Getrommelt und geblasen vom Haarlem Trumpet Consort :jubel: :jubel:


    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Banner Trailer Gelbe Rose
  • Banner Strizzi