Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik 2008)

  • Diese Scheibe:



    Wolfgang Rihm:


    Gesänge op. 1
    13 Lieder auf Gedichte von Trakl, Hölderlin, Loerke, George, Büchler, Rilke, Heym und Stramm (1968-1970)


    Ulrike Stöve (Sopran), Tatjana Blome (Klavier)


    »Blinde schlächtert wildum das Entsetzen« (August Stramm)


    Viele Grüße,
    Medard

  • Heute Abend gabs einen Abstecher in Johannes Gouerceurs Feld:



    Mächtige Spätromantik mit, wie könnte es anders sein :D, Chören im Finale. Werde ich wohl nicht so oft hören, aber die Bläserorchestrierung gefällt mir. Hat schon was. Ich stelle mir dazu Karl May - Winnetous Ende, verfilmt in den Alpen, von John Ford, vor.


    Danach wieder etwas Modernes, wie bei Klawirrs Geißler, auch aus dem Osten:
    Immerhin auch ein sehr schöner Chorzyklus drauf.


    Siegfried Thiele - Übungen im Verwandeln. Musik für Streichorchester. (1977) RSO Leipzig - Hauschild
    Diptychon f. Flöte, Klarinette, Violine, Cello, Klavier (1987) - Ensemble Avantgarde Leipzig
    Prophezeihungen (Chorzyklus nach
    Leonardo da Vinci) (1987) Rundfunkchor Leipzig
    Jeux f. Harfe & Orchester (1974) RSO Leipzig -S.Thiele


    Das relativ frühe Harfenkonzert überzeugt mich nicht so; halt so Troubadix-Gezupfe mit meist kräftigen Orchestereinschüben, die im dodekaphonen Orchestertutti im Mittelsatz so klingen, als wollten sie endlich dem Gezupfe ein Ende machen, aber dann gehts doch weiter mit Orchesterklängen, die bei Debussy und Lutoslawski ausgeborgt sind.


    Der Rest gefällt mir jedoch sehr gut. Das Diptychon ist wunderschön, sehr "französisch" und dürfte jedem Debussy-Freund zusagen.


    Die Übungen sind sehr interessant konstruiert, insgesamt zwöltönig, aber teilweise begrenzte Aleatorik à la Lutoslawski zulassend, doch auch eher impressionistisch klingend, jedoch mit einigen aggressiveren Momenten.


    "Prophezeihungen", der Chorzyklus, klingt wie Orff auf LSD, dessen typische Dreiklangrückungen dissonat in Ganztonschichtungen übergehen.


    :hello: Matthias

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  • Zitat

    Original von Matthias Oberg
    Das relativ frühe Harfenkonzert überzeugt mich nicht so; halt so Troubadix-Gezupfe mit meist kräftigen Orchestereinschüben, die im dodekaphonen Orchestertutti im Mittelsatz so klingen, als wollten sie endlich dem Gezupfe ein Ende machen, aber dann gehts doch weiter mit Orchesterklängen, die bei Debussy und Lutoslawski ausgeborgt sind.


    :hahahaha: :hahahaha: :hahahaha: :faint: :hahahaha: :hahahaha: :hahahaha:


    :jubel: :jubel: :jubel:


    Viele Grüße,
    Medard :hahahaha:


  • Besonders BWV 1050a, die Frühfassung des 5. Brandenburgischen Konzerts, macht ungeheuren Eindruck. Hollmann traktiert sein 16'-Cembalo äußerst virtuos, und das Ensemble lässt sich davon anstecken.


    :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:

  • Hallo.


    Heute wird vermutlich wieder ein Tag voller Beethoven.


    Den Beginn macht der selbe Interpret wie bei mucaxel - nur eben mit den Werken eines anderen Komponisten (bei mir stehen heute die Klavierkonzerte 2-5 an):



    :hello:


    Gruß, Ekkehard.

    "Jein".

    Fettes Brot

  • Heute natürlich:




    Johannes Brahms:
    Ein Deutsches Requiem op. 45


    Christiane Oelze, Gerald Finley, La Chapelle Royale, Ccllegium Vocale, Orchestre des Champs Elysees, Philippe Herreweghe


    und




    Johannes Brahms:
    Ein Deutsches Requiem op. 45


    Schwarzkopf, Fischer-Dieskau, Philharmonia Orchestra & Chor, Klemperer



    Einen guten Sonntag wünscht Andrew

    „Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“

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  • Guten Tag


    höre jetzt:



    Johann Philipp Förtsch (1652-1732)


    "Geistliche Konzerte"


    Interessante Einspielung geistlicher Werke dieses aus Wertheim (Baden) stammenden Komponisten, der auch mehrere Opern für dias Hamburger Opernhaus schrieb.
    Gewohnt hochwertige und stilsichere Aufnahme der Reihe "Musica sacra Hamburgesis 1600 - 1800" durch das Ensemble La Capella Ducale und der Musica Fiata :jubel: :jubel:


    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Johannes Brahms (1833-1897)
    Liebeslieder-Walzer op. 52 & 65

    +3 Lieder op. 64


    Marlis Petersen, Stella Doufexis, Werner Güra, Konrad Jarnot,
    Christoph Berner, Camillo Radicke
    Label: HMF , DDD, 2006





    LG, Elisabeth

  • Moin Beisammen,


    schwer beeindruckt - kann ich diese SACD nur empfehlen. Auch die
    DVD erlaubt sonnst nicht möglich Einblicke:



    [SIZE=3]Cameron Carpenter Revolutionary (inkl. DVD) [/SIZE]



    SACD multiCH



    Chopin: Etüden Nr. 1 & 12 "Revolutions-Etüde"
    +Bach / Carpenter: Toccata & Fuge BWV 565;Choral
    "Nun komm, der Heiden Heiland" BWV 659
    +Demessieux: Octaves aus "Six Etudes" op. 5
    +Liszt: Mephisto-Walzer Nr. 1
    +Carpenter: Love Song Nr. 1;Homage to Klaus Kinski
    +Dupre: Prelude & Fugue op. 7 Nr. 1
    +Horowitz: Carmen-Variationen
    +Ellington / Carpenter: Solitude
    Cameron Carpenter / Orgel Trinity Church New York


    *** Die Bonus-DVD zeigt den Organisten bei der Aufführung
    der Etüde Nr.12 (Chopin),Toccata & Fuge (Bach),CarmenVariationen (Horowitz)


    Zitat

    Dies beschreibt wohl am besten das Phänomen Cameron Carpenter, der dank »YouTube« die (Cyber)welt bereits im Sturm erobert hat. Seine Darbietungen der größten klassischen Orgelwerke lassen sich auch dank der Bonus-DVD gut nachvollziehen. Nicht nur, dass er über die wohl schnellste Fußtechnik verfügt, Cameron Carpenter gilt bereits als einer der Großen der Orgelszene.


    Gruss
    Robert

  • Murky am Morgen
    vertreibt alle Sorgen:



    Carl Philipp Emanuel Bach [1714-1788]
    Sonates and 'petites pièces' 2 [Vol. 12]


    L'Aly Rupalich Wq117 Nr. 27 [95]


    Miklós Spányi, Clavichord


    :jubel: :D :faint:



    Ulli

    Der Glaube kann Sätze verbergen.

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  • Und nun das:



    Daraus mein derzeitiger Lieblingssong, den auch Mozart vertont hat:


    Leopold Kozeluh [1747-1818]
    Per pieta, bell'idol mio op. 31 Nr. 12


    Claron McFadden, Sopran
    Bart van Oort, Fortepiano La Grassa c1815


    :jubel: :jubel: :jubel:


    Ulli

    Der Glaube kann Sätze verbergen.


  • Steve Reich (*1936):


    Different Trains (2000)
    Triple Quartet (1999)
    The Four Sections (1986)


    Orchestre National de Lyon,
    David Robertson


    Rec.: Lyon, Auditorium, 7/2003
    Naive



    Gruß,
    Philipp

  • Und jetzt noch die hier, dem Anlass des Kirchenjahres entsprechend:




    Johann Sebastian Bach:
    Kantate BWV 140 "Wachet auf, ruft uns die Stimme"


    Bergius, Rampf, Esswood, Equiluz, Hampson, Holl, Tölzer Knabenchor, Concentus musicus Wien, Harnoncourt


    Freundliche Grüße, Andrew

    „Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“

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  • Guten Tag


    will jetzt unterwegs noch diese CD



    "Bach Et Le Bon Gout"


    mit Cembalomusik von F. Couperin, L. Marchand, J-H. d'Anglebert u. J.S. Bach hören.
    Am Cembalo: Markus Märkl :jubel::jubel:


    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Hallo,


    ich habe mich in den letzten Stunden mit folgender Musik beschäftigt:


    Murad Kaschlajew (*1931)
    Suite Nr.2 aus dem Ballett "Gorjanka (Das Mädchen aus den Bergen)" (1967)
    SO des Kirow-Theaters / Dschemal Dalgat


    Genauer gesagt habe ich die LP digitalisiert und höre gerade Probe. Kaschlajew ist ein dagestanischer Komponist; die vorliegende Ballettmusik ist recht traditionell (sehr stark Richtung Chatschaturjan). Sehr dominante folkloristische Prägung, besonders markant die kernigen Rhythmen dieser effektvollen, sofort ins Ohr gehenden Suite (Gesamtspielzeit rund 50 Minuten). Musik, die man durchaus als typisch sowjetisch bezeichnen kann, was nicht negativ zu verstehen ist.


    Viele Grüße
    Holger

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