Einmal im Leben Chef(dirigent): Welches Werk würde es sein?

  • Lieber Lullist,


    ja, ich weiß, welche Stelle Du meinst.
    Ich denke mir, dass der Einsatz eines solchen "Schlagwerks" sich nicht unerheblich auf Charakter, Klang und Balance eines entsprechenden Stücks auswirkt. Dennoch habe ich so etwas - abgesehen vom Film - noch nie praktiziert gehört oder gar gesehen.


    PS: Meine Sendung an Dich geht diese Woche auf Reisen. Lieferschwierigkeiten um die Weihnachtszeit.

  • Meine Lieben,


    Mein Dirigierwissen ist nicht bloß null, sondern nur in Minuszahlen auszudrücken. Gerade deswegen bewege ich vor dem Fernseher hin und wieder ein bißchen die Arme, was zu sofortigen familiären Ätzkommentaren führt, auf die ich schamzerknirscht und demütig zu einem Unglückshäufchen schrumpfend nichts zu erwidern weiß. Daher dürfte als Wunschstück eigentlich nur "Alle meine Entchen" in Frage kommen, weil man da nicht viel zeigen muß außer Anfang und Ende.
    Weil dies aber nicht als klassische Musik gilt, wäre vielleicht der Radetzkymarsch beim Neujahrskonzert angebracht. Die Wiener Philharmoniker wissen ohnehin, wie sie spielen müssen, und das Wiener Publikum weiß auch zuverlässig, wann es wie klatschen darf. Sollte aber der Konzertmeister ob meiner pathetischen Gestik sich mit einem Lachkrampf vom Stuhl wälzen, könnte das musikbegeisterte Publikum am Ende jedoch seine Lynchgelüste an mir stillen. Also lassen wir so heikle Stücke besser beiseite.
    Daher wähle ich einen "Trovatore", denn erstens kann ich im Halbdunkel des Orchestergrabens den faulen Eiern leichter ausweichen bzw. fliehen, wenn sich empörte Musikenthusiasten an mir vergreifen wollen, zweitens brauche ich schlechte, ergo billige Sänger (freut den Direktor), damit ich denen alle Schuld zuschieben kann ("ich hab' dem Tenor eh gedeutet, daß er hoch singen soll - was kann ich dafür, daß er nur ein b schafft?") und drittens sollte neben mir ein gegen das p.t.Publikum gut getarnter Monitor installiert sein, auf dem Kurt Masur mit seiner vorbildlich deutlichen Zeichengebung erscheint, damit die Musiker wissen, was sie tun sollen und nicht am Ende auf mich schauen.Noch besser wird sein, wenn ich alle Wunschträume unterdrücke, sonst provoziere ich einen Wiener Kritiker noch zu sonst von ihm nicht strapazierten Smilies. Man frage mich lieber, welche Arie ich am liebsten sänge, wenn ich es könnte. Unter der Bedingung, vor solchem Tun auf einer einsamen Insel im Ozean ausgesetzt zu werden, bin ich zu lustvollem Angebot gerne bereit. Ferdinand Raimund hat mich schon vorausgeahnt, als er seinen Valentin singen ließ: "...kann ich prächtig singen, / meine Stimme, die gibt aus! / Drum wenn ich sie laß erklingen, / laufen's alle gleich hinaus!"


    LG und mit OT-Verzeihungsgewedle


    Waldi

  • Zitat

    wäre vielleicht der Radetzkymarsch beim Neujahrskonzert angebracht


    Lieber Walter,
    bei unseren zwei Neujahrskonzerten durfte am Schluß jeweils ein Zuhörer das Orchester mit eben diesem Marsch dirigieren.


    Ich finde das eine tolle Idee, wenn ich auch nicht verschweigen möchte, daß es sehr....., ähem....... :wacky: , also so ein 2/4 Takt scheint schon seine Schwierigkeiten zu haben.
    :untertauch:

  • Lieber Waldi,


    Zitat

    getarnter Monitor installiert sein, auf dem Kurt Masur mit seiner vorbildlich deutlichen Zeichengebung erscheint, damit die Musiker wissen, was sie tun sollen


    gemogelt wird nicht :no:


    Mich erinnert dieser Thread an eine Sendung mit und über Loriot. Er hat für einen seiner tollen Auftritte einmal vor einem großen Orchester gestanden und ungelenkte "Dirigierbewegungen" vollzogen. Das Orchester hat aber reagiert und hat sein Gefuchtel umgesetzt. Dies nun hat Loriot wie es selbst sagte nicht nur verwirrt sondern auch fasziniert. Er hatte einen Heidenspass dabei.


    Also Waldi, dann übe schon mal den "Trovatore". Wenn man ihn in Ansätzen erkennt, hast Du eine tolle Leistung vollbracht. :hahahaha:


    LG


    Maggie

  • Da sich bisher hier noch niemand getraut hat, Beethovens Fünfte zu dirigieren, nehme ich das Risiko auf mich, also:


    Ludwig van Beethoven:


    Symphonie Nr. 5, c-moll op.67


    mit den Sätzen:


    Allegro con brio
    Andante con moto
    Allegro
    Allegro


    Die Tempi werde ich so wählen, daß die Gesamtspielzeit 32,67 min. betragen wird. :jubel:

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Ich würde mich vermutlich für ein Werk meiner geliebten Briten entscheiden. Eines, was der Konzertbesucher sonst kaum ode nie zu hören bekäme. Der Lohn ist gleich zweimal so groß:


    1. Ich dirigiere ein Werk, das mir sehr gefällt
    2. Der Ruhm ist umso größer - ist ja auch nicht schwer, die Referenz der letzten 50 Jahre von McEwens Solway Symphony hinzulegen. :D


    :hello:
    Wulf

  • Zitat

    Original von klingsor
    jaja, ich weiß, der freud'sche größenwahn läßt grüßen ...aber dennoch ... ich fand es traumhaft
    :hello:


    wenn du so gerne träumst, dann erkundige dich mal nach "luizidem träumen". dfas ist eine erlernbare technik, mit der man großen einfluss auf seine träume nehmen kann. ich hab mich allerdings nie damit beschäftigt bzw es ausprobiert.


    meine wahl würde, ohne groß überlegen zu müssen, auf beethovens 9. symphonie fallen. diese musik ist einfach zu groß, als dass ich sie, als eintags-dirigent ;) , nicht dirigieren würde ;)

  • Also wenn isch et könnt...


    Mein Traum wäre Mendelssohns Sommernachtstraum. Und zwar in eine Shakespearesche Theateraufführung eingebunden. Selbstverständlich würde ich auch inszenieren und die Schauspieler auswählen. Und ich würde aus dem vollen Schöpfen, das könnt ihr mir glauben!


    Hach...



    :D

    "Das ist zeitgenössische klassische Musik. Dann unterstelle ich, daß da kein intellektueller Zugang..."
    Miroslaw Lem, Tenor

  • ...halbstündige Sachen dirigistisch zu verwalten - jenseits meiner Vorstellungskraft
    (das klappt noch nicht mal als Traum !!)


    jo so `ne Art Neujahrskonzert wär schon was :yes:


    die Frage ist WANN
    ... viell. zur nä. Fussball-WM - zwischen Achtel - u. Viertelfinale :P
    - YOU SEE ... die Planungen haben grade mal begonnen...............


    GESETZT sind bisher nur
    ...die "G´schichten a.d. WienerWald" (`türlich mit der Zither als Solo-Instrument :))
    ...Ravels "Rhapsodie espagnol"


    ...etwas von Oscar Straus ist auch genehmigt (Berater Rideamus)
    ...auch gerne 2 Ausschnitte aus einer eher unbekannten dt./frz. Spieloper (Berater Alfred Schmidt)


    MARSCHMUSIK gibt`s unter meinem Dirigat allerdings NICHT
    nix zu machen !
    Man kann mir den schönsten Smaragd der ganzen Welt dafür bieten,
    alle schönen weißen Pfauen ... ... und den Mantel des Hohenpriesters ...
    Märsche ... mit mir nicht !!!


    Mag sein, dass mir daraufhin
    mein Intendant, mein Kulturdezernent, meine Mutter ...
    ... von besagtem Vorhaben abraten...


    ...dann eben nicht :wacky:

  • Zitat

    Original von pieter.grimes
    MARSCHMUSIK gibt`s unter meinem Dirigat allerdings NICHT
    nix zu machen 8)


    Eigtl. dürfte sowas wie der Radetzkymarsch für einen Laien ja noch relativ leicht zu dirigieren sein, oder?
    So fetzig wie Herbert von Karajan beim Neujahrskonzert hätte schon was. :D

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

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  • Ich würde unbedingt Richard Straussens "Salome" wählen, hätte aber keinen Schimmer, welche Sänger dafür überhaupt infrage kämen. Egal, dem Nachwuchs eine Chance! Vermutlich müßte man sie sich aus diversen Hochschulen und Kursen erst in langer Hörarbeit zusammensuchen. "Graf Wetter sucht den Superstar...!"
    Die Kosten, die dabei entstünden, würden freilich dadurch wiedereingespart, daß wir ja eine konzertante Aufführung anstrebten! Ich lasse mir doch nicht von irgendeinem Regiebengel, der seine Kenntnis der Musikgeschichte vorwiegend aus Hollywoodverfilmungen bezieht, meinen (nach den Regeln dieses threads) einzigen Auftritt kaputtinszenieren!
    Als Orchester entweder die Staatskapelle Dresden oder ein selbst zu diesem Anlasse erstelltes.
    Ich würde schon dafür sorgen, daß das werte Auditorium jene Käfer in der Hose spürte, von denen Strauss sen. anläßlich einer Klavierprobe mal gesprochen hat. Und dafür, daß keiner der Anwesenden mehr bis an sein Lebensende das "Niemals, Tochter Babylons, Tochter Sodoms, niemals...!" vergessen wird!


    Wie auch immer, jedenfalls: "Man töte dieses Weib!" Aber erst, wenn ich mit ihr fertig bin.


    Euer Alex.

  • Liebe Maggie,


    Vicco von Bülow alias Loriot hat tatsächlich mehrmals vor den Berliner Philharmonikern gestanden. Einmal als Transporteur (man kann auch sagen "Möbelpacker") in einem blauen Overall, der eine Fliege auf dem Podium gejagt hat, wozu das Orchester Beethovens "Egmont-Ouvertüre" in-, aus- oder auch umtoniert hat.
    Und dann erinnere ich mich noch an ein genau getimtes Hustkonzert zu Griegs "Peer Gynt-Suite", falls ich hier nicht fehlgehe? Müßte ebenfalls in der Berliner Philharmonie gewesen sein.


    Herr von Bülow meinte in einem Interview später einmal, er habe bei den Proben irgendwann dem Konzertmeister gegenüber vorsichtig und demutsvoll gewagt anzumerken, daß er es nicht ungern sähe, wenn die Egmont-Ouvertüre eine Winzigkeit schneller gespielt werde. Worauf dieser meinte: "Dann dirigieren Sie doch schneller!" Loriot: "Was, Sie achten tatsächlich auf das, was ich hier tue?" Die Antwort: "Natürlich, das ist unsere Aufgabe."


    Mit einem seligen Lächeln schloß Loriot in jenem Fernsehgespräch: "Das hat mich umgehauen (sic)! Dann habe ich es probiert und wir sind abgehoben wie ein Düsenjet..."


    Ob der Flugzeugvergleich durch den damaligen Princeps Karajan motiviert war, will ich hier nicht entscheiden. Es existiert desweiteren noch eine kleine Film-Aufnahme von Mozarts völlig zerploppter "Kleiner Nachtmusik", ein "Frühwerk" des "blutjungen", erst etwa fünfzigjährigen Meisters.


    In einem andern Interview, das kürzlich angefertigt worden sein muß, erwähnte dann der greise Karikaturist und Filmschaffende seine heimliche Hoffnung, doch noch einmal Wagner inszenieren zu dürfen und hier dann, wie es sich gehöre, "Meistersinger".


    Letzte mir vertraute Episode: Loriot, der ja erst recht spät zu großflächiger Bekanntheit gekommen ist, bemühte sich noch in den Tagen beginnender Popularität vergeblich um Karten für Bayreuth. Verärgert ob dieser Zurücksetzung griff er zur Feder und schrieb den Herren Wagner-Enkeln einen Brief, in dem er darlegte, daß seine Familie, die von Bülows, mit dem Geschehen auf dem grünen Hügel nicht weniger zu tun gehabt hätten als diejenigen, die heut´ das Ganze zelebrierten... Vicco von Bülow hat, nach eigner Ausage, "denen mal erklärt, wie das alles so zusammenhinge mit Cosima und Hans von Bülow und den anderen..."


    Sympathische Bezüge von "Opa Hoppenstedt" zu einer Musik jenseits von Militärmärschen.


    Alex.

  • Lieber Alex,


    vielen Dank für die Gedankenstütze. Leider kommen wir hier ins OT.


    Ich weiss das Loriot in einem "Blaumann" vor dem Orchester stand.


    Einfach nur :jubel: :jubel: :jubel:


    LG


    Maggie


    PS. Moderatoren bitte die beiden OT überlesen :untertauch:

  • Zitat

    Original von Armin Diedrich
    Natürlich träumen wir alle von den "Gurreliedern" oder den "Bildern einer Ausstellung", aber sehr wahrscheinlich reicht es bei uns am Ende nur zu "4:33"


    bin mir da nicht so sicher, das Werk hat schließlich Tiefe.


    Die Stille könnte zum Beispiel "schwarz" sein - oder "rabenschwarz" - oder vielleicht glüht doch im Verborgenen ein leidenschaftlicher Un-Ton ?


    Auch die verschiedenen Still-Einsätze sind keineswegs leicht zu dirigieren, es kann ja nicht sein, daß Baßgruppe und Bläser gleichzeitig dieselben Noten nicht spielen - Nichteinsätze müssen synkopisch versetzt werden!


    Auch wäre über eine hip- Einspielung nachzudenken... das Metronom läuft doppelt so schnell, denn wer würde sich schon an eine solch rigide Einschränkung wie eine absolute Zeitmessung gebunden fühlen - reaktionärer Käse !!


    Also 4:33 fordert eigentlich NOCH mehr Feingefühl für die richtige Inszenierung und den Sinn für das dramatisch Angesagte als eine herkömmliche Symphonie!

  • Komme gerade eben von einem Mit-Dirigat des zweiten Fidelio-Akts im Radio, bin also noch gut im dirigaten Schwung. Leider ließ sich Kollege Klemperer von meinen gelegentlich abweichenden Tempi überhaupt nicht beeindrucken, doch man weiß ja, daß sich alte Leute nur noch schwer überzeugen lassen... Sei's drum. Das nächste mal sollte ich mir meine eigene Opernkompanie zusammenstellen. Aber unter einer Walküre-Vorstellung tue ich es nicht. Nicht nur der Länge wegen, sondern auch und besonders, weil man sich da dramatisch so hübsch ausrasen kann, andererseits sich aber für die 20 Minuten Wotan-Erzählung schon was einfallen lassen muß, damit einem die Leut nicht ins Nirwana wegdriften.


    Florian

  • Zitat

    Original von florian
    Leider ließ sich Kollege Klemperer von meinen gelegentlich abweichenden Tempi überhaupt nicht beeindrucken...


    Lieber Florian,


    da ist er nicht nur Dir und mir gegenüber sehr eigen. Du kennst vielleicht die Anekdote mit Fischer-Dieskau und der Matthäus-Passion...


    Gruß,



    audiamus


    .

  • Lieber Florian,


    es ging – auch hier mögen, wie beim oben vieldiskutierten Witz, unterschiedliche Versionen im Umlauf sein – um eine mir nicht mehr erinnerliche Stelle bei der EMI-Aufnahme der Passion, bei der Dieskau irgend ein Tempo oder irgend ein Rubato anders machte, als Klemperer das dirigierte.
    Nach mehreren Anläufen stellte der Maestro „Herrn Fischer“ zur Rede.
    Dieskau behauptete, ihm sei Johann Sebastian Bach im Traum erschienen und hätte ihm glaubwürdig mitgeteilt, die Stelle gehöre genau so, wie er sie singe.
    Klemperer fügte sich mit einem „Wenn das so ist“.
    Am nächsten Tag dirigierte er wieder seinen eigenen Stiefel. Von Dieskau darauf unterbrochen teilte er dem Sänger mit:
    „Mir hat heute Nacht auch von Johann Sebastian Bach geträumt. Und wissen Sie was, Herr Fischer? – Der kennt Sie überhaupt nicht.“


    LG,



    audiamus


    .

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  • Lieber Audiamus,


    diese Anekdote kannte ich nicht, aber höchlich amüsant und irgendwie charakteristisch für Klemperers Schrulligkeiten.


    Vielen Dank und beste Grüße


    Florian

  • Zitat

    Original von Graf Wetter vom Strahl
    ...aber da war es Brahms´"Deutsches Requiem". Und hat er nicht sogar nur "Fischer" gesagt, ohne Anrede?



    Ich sag's ja: s.o.
    Letztlich ist's die Idee, die zählt. Und die ist cool.
    Zudem: Nun ja, Klemperer konnte auch unglaublich höflich und charmant sein...

  • Ja, audiamus, "Wanderlegenden" nennt man des in der Literaturwissenschaft. Brahms gefällt mir deshalb besser, weil hier von "Autorintention" etwas ... eher gesprochen werden mag als bei J.S. (und jene Einspielung des "Deutschen Requiems" existiert aus der Zeit, in der FiDi gern den inspirierten Prof. gegeben hat)
    Die Idee ist in der Tat schlagend, wie Du sagst. Man stelle sich einen S. S. Rattle vor, der, um einen seiner Sänger hintenrum herabzusetzen, diesen oder gar diese mit ungeliebtem Namen oder Namensbestandteilen anspricht. Der hätte Torte Suite die Gewerkschaft am Pult. Oder Knappertsbusch, der der Nilsson ein schwer kolloquiales Wort mit A... rübergezischt haben soll! Undenkbar bei den Dauergrinsern heute. Aber bessere Tempi haben sie als Klemp. und Knapp. Das ist das nämlich...


    Alex.

  • Jawohl, Herr Graf, die Zeiten ändern sich.
    Es wagten halt doch nur Klempersbursch oder Knapp, zu tauchen in diesen Schwund.
    Die Edelknechte heutzutage fürchten zurecht kryptisches Geheul und trinken eh lieber aus der Flasche.


    Gruß,



    audiamus


    .

  • Da ich jetzt weiss, wie es geht, würde ich gerne Offenbach "Mesdames de la Halle" dirigieren und zwar in Deutschland als eine Art Missionsdienst! Brunello steht mir als Intendant zur Seite und Fantasio und Rideamus breesorgen im Team die deutsche Neu-Übersetzung.
    Die Besetzung besteht nur aus Taminos(drei Herren müssten sich allerdings als ausgestopfte kreischende Marktweiber zur Verfügung stellen :D) und das wird das Operetten-Ereignis des Jahres!


    F.Q.

  • ...eines der 3 Marktweiber werd`ich schon hinkriegen :D


    - - - wenns denn nicht die allerpeinlichste Kostümierung ist...
    (kann mich an Szenen aus der "Dreigroschenoper" erinnern - in einer Stadt, die hier dezent verschwiegen sei -
    bei der Frau Regisseurin beliebte, uns Männer in Schlafanzüge zu stecken :wacky: :untertauch:) - - -



    ...fehlen noch ein paar Spesen und eine 8) Espresso-Bar nahe des Auftrittsortes...


    :hello:
    Micha

  • Ich würde wohl das Deutsche Requiem von Brahms dirigieren wollen.
    Grund: 1.Es gibt sowohl Orchester als auch Chor und Solisten.
    2. Das Werk bietet eine ungeheure Bandbreite an musikalischem Ausdruck und Emotionen.
    3. Ich würde dazu beitragen wollen, Menschen mit Musik wirkungsvoll zu trösten.



    LG, Peter.

  • Bei mir wäre es die Siebte Symphonie von Beethoven.


    Es ist das Werk, das mich zur klassischen Musik gebracht hat. Außerdem kann man sich da so richtig austoben.

    Früher rasierte man sich wenn man Beethoven hören wollte. Heute hört man Beethoven wenn man sich rasiert. (Peter Bamm)

  • Lieber Peter, ich empfinde es als angenehm, daß Du den schönen Mut aufbringst, in unserem Zusammenhang noch von "trösten" zu sprechen. Mut ist vielleicht tatsächlich ein wenig vonnöten, wo die absolute Mehrzahl aller Beiträge (auch meiner eigenen) sich betont unnahbar gibt oder wenigstens bemüht humorvoll. Besonders im Zusammenhang mit Brahmsens "Deutschem Requiem", dessen vom Komponisten selbst ausgewählter und angeordneter Text ja explizit im fünften Satz dies Wort auch führt, erscheint es mir am Platze, den Trostgedanken in Hinblick auf das Publikum einer Aufführung ruhig einmal anzudenken. Denn es sollte mich doch wundern, wenn es in anderen Begeisterten erheblich nüchterner und abgeklärter zuginge als in mir, der stets beim "Deutschen Requiem" aufs äußerste beteiligt ist, vom ersten Satz bis hin zum "Hölle, wo ist Dein Sieg?", und dieses jedesmal, bei wirklich jedem neuen Hören.


    Wer soll ihn denn singen, "Deinen" Tröstungssatz?


    Alex.

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