Bach: Die Kunst der Fuge BWV 1080

  • Ich habe mir die Guillot-Aufnahme auf Hildebrandts Empehlung gekauft und nicht bereut, auch sofort einem Freund geschenkt, der sich viel mit der Kunst der Fuge beschäftigt. Begeisterungswürdig - endlich ein Cembalist, der angesichts Bachscher Noten nicht vor Ehrfurcht erstarrt. Ich hätte gern mehr Bach von Herrn Guillot!

  • Zitat

    Original von Kontrapunkt
    Vielleicht wurde die Synchronisation aber auch aufgrund des Instruments nötig und nicht wegen mangelnder Übung:


    Ich gestehe, dass ich zu faul war, die Noten durchzugehen. Stattdessen habe ich im Kolneder "Die Kunst der Fuige - Mythen des 20 Jh."nachgeblättert und versuche ein kleines Resumée aus dem Kapitel "Die Partitur-Notation" im 1. Band.
    K. zitiert verschiedene Literaturstellen, die die "unspielbaren" Stellen benennen, sie aber mit Paralellen aus dem WTK vergleichen und zu verschiedenen Lösungsmöglichkeiten kommen, u. a. Pedalcembalo. Es geht um Orgelpunkte, die den Satz zur Fünfstimmigkeit ausweiten und Dezimengriffe der linken Hand erfordern (würden).


    Nützlich ist Kolneder auch, indem er seinen Briefwechsel mit Leonhardt nach dessen "The Art of Fugue. Bach's last harpsichord work" (1952) heranzieht. Leonhardt weist darauf hin, dass Bach zum einen mit Frescobaldis "Fiori musicali" ein bedeutendes Klavierwerk in Partiturnotation besaß und diese Art selbst ja schon vorher zweimal angewendet hatte: im Musikalischen Opfer und in den Canonischen Veränderungen über 'Vom Himmel hoch...'

  • [zitat]Empfehlung von Hildebrandt


    Die hier:
    [/zitat]
    Vielen Dank für den Tip, lieber Hildebrandt: Ich habe mir die Aufnahme daraufhin besorgt und bin sehr angetan, und das, obwohl ich eigentlich kein Kenner und Liebhaber von Cembalomusik bin.


    [zitat]Original von miguel54
    Begeisterungswürdig - endlich ein Cembalist, der angesichts Bachscher Noten nicht vor Ehrfurcht erstarrt.[/zitat]
    Ja, das paßt.


    Was mich hier anspricht, ist der leidenschaftliche, packende Zugriff, der den Swing der Musik herausstreicht. Für mich überraschend, daß das so mit diesem Instrument geht, da ich gelegentlich Cembalisten höre, die Akzente und Absätze durch (übermäßiges?) Rubato setzen, was den Fluß stört, wie bei einer Rede, bei der der Sprecher immer wieder innehält.


    Auch daß Cembalomusik trocken und spröde klingen muß, wird hier eindrucksvoll widerlegt. KLangvoll und kräftig, was Sébastien Guillot hier bietet!

  • Guillots KdF gehört meiner Meinung nach unter die zehn besten Cembalo-CDs, die seit 2000 erschienen sind.


    Dank an Meister Hildebrandt für diesen Tipp! :jubel: :jubel: :jubel:

  • [zitat]Vielleicht lässt sich der gute Gurnemanz noch weiter bekehren.[/zitat]
    Na na, da protestiert aber mein innerer Finanzminister. Aber danke für den Hinweis, werter Herr Missionar: Studieren werde ich es gut. Und wenn's wohl zubereitet ist, schlucke ich willig und gern auch HIP...

  • Zitat

    Original von Gurnemanz
    Na na, da protestiert aber mein innerer Finanzminister.


    Den Rameau mit Christie gibts bei Orinoco (oder wie das heißt) auf dem Marktplatz derzeit günstig. :D

  • [zitat]Den Rameau mit Christie gibts bei Orinoco (oder wie das heißt) auf dem Marktplatz derzeit günstig.[/zitat]
    Danke, hab's schon gesehen, aber heute wird keine CD mehr bestellt. Definitiv.

  • Morgen? Morgen ist morgen - aber um noch etwas zum Thema beizutragen: Aus Amerika ist gerade eine Kunst der Fuge zu mir unterwegs, die sich deutlich von Guillot unterscheiden dürfte: Hermann Scherchen mit eigener Instrumentierung, bin schon gespannt drauf, wie der Kontrapunkt hier funktioniert. Werde gern Auskunft geben, wenn ich Näheres sagen kann.


    Gerade zu Bach gibt es so viele begehbare Wege, oder?

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  • Zitat

    Original von Gurnemanz
    Morgen? Morgen ist morgen - aber um noch etwas zum Thema beizutragen: Aus Amerika ist gerade eine Kunst der Fuge zu mir unterwegs, die sich deutlich von Guillot unterscheiden dürfte: Hermann Scherchen mit eigener Instrumentierung, bin schon gespannt drauf, wie der Kontrapunkt hier funktioniert. Werde gern Auskunft geben, wenn ich Näheres sagen kann.


    Gerade zu Bach gibt es so viele begehbare Wege, oder?


    Die hab ich. :D
    Aber es ist ein Scherchen-Denkmal mit einer Instrumentierung für Solo(hauptsächlich)bläser und kleinere Orchestergruppen, dann wieder Cembalo solo. Ein sehr eindringlich gemachtes, hervorragend artikuliertes und bis zum Schluss spannendes Abenteuer - möglicherweise als Antwort auf Gräsers Instrumentierung.
    Aber ein bisschen zu viel Abenteuergeschmack bleibt mir doch übrig.

  • Guten Tag


    gerade auf dieser


    "Internet-Seite" gefunden:



    "He is currently preparing a doctoral thesis on the Art of Fugue by Johann Sebastian Bach at the University of Antwerp."



    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Zitat

    Original von Hildebrandt


    Die hab ich. :D
    Aber es ist ein Scherchen-Denkmal mit einer Instrumentierung für Solo(hauptsächlich)bläser und kleinere Orchestergruppen, dann wieder Cembalo solo. Ein sehr eindringlich gemachtes, hervorragend artikuliertes und bis zum Schluss spannendes Abenteuer - möglicherweise als Antwort auf Gräsers Instrumentierung.
    Aber ein bisschen zu viel Abenteuergeschmack bleibt mir doch übrig.


    Inzwischen eingetroffen:



    Nach zweimaligem Hören: ja, wirklich eindringlich, spannend - und sehr, sehr streng: J. S. Bach als gnadenlos unerbittlicher Übervater! Scherchens eigene Fassung, die keinen Wert auf Schönklang legt und ganz darauf setzt, in unterschiedlichen instrumentalen Kombinationen (Bläser, Streicher, einzeln, zusammen, auch Cembalo solo) das kontrapunktische Geflecht bloßzulegen- ein durchaus plausibler und legitimer Weg, das steht fest.


    Was mich auch hier wieder, wie schon bei Beethoven, Haydn..., an Scherchens Interpretationskunst fasziniert, ist seine Fähigkeit, zu sezieren, Strukturen bloßzulegen, ohne - und hierin unterscheidet er sich, wie ich meine, von z. B. Michael Gielen (auch ein großer Sezierer) - auf Emotionalität zu verzichten, im Gegenteil: Ich erlebe seine Art fast immer als leidenschaftlich, packend, niemals kalt.


    Gleichwohl strahlt seine "Kunst der Fuge" eine Unnahbarkeit und Unerbittlichkeit aus, die mich eine gewisse Ambivalenz empfinden läßt (Hildebrandts Geschmacksverwirrung kann ich also durchaus verstehen).


    Als Vergleich habe ich eine Fassung mit Sir Neville Marriner (Academy of St. Martin-in-the-Fields) hinzugezogen; der kommt mir allerdings zu verspielt-freundlich, fast möchte ich sagen, harmlos daher - aber vielleicht höre ich dies nur so im unmittelbaren Kontrast zu Scherchen.

  • Zitat

    Original von Gurnemanz
    Als Vergleich habe ich eine Fassung mit Sir Neville Mariner (Academy of St. Martin-in-the-Fields) hinzugezogen; der kommt mir allerdings zu verspielt-freundlich, fast möchte ich sagen, harmlos daher - aber vielleicht höre ich dies nur so im unmittelbaren Kontrast zu Scherchen.


    Marriners Fassung kommt mir mittlerweile eher überflüssig vor. Zur Zeit ihrer Aufnahme hatte sie wohl ihre Berechtigung als möglicher dritter Weg – zwischen hiP und Konvention – im damaligen Bestreben, alle möglichen Realisierungen auszuprobieren.
    Aber da Marriner nicht das Format von Scherchen erreicht, genügt Scherchen allemal.


    Und kauf Dir doch bitte endlich die Cembalo-Einspielung von Guillot – hüstel – natürlich meine ich den Rameau mit Christie. :D:baeh01:

  • Zitat

    Original von Hildebrandt
    Und kauf Dir doch bitte endlich die Cembalo-Einspielung von Guillot. :yes:


    Ts, ts, ts, lieber Hildebrandt: Schau doch bitte mal nach, was ich hier am 19.02.2008 um 20:18 Uhr zum Besten gegeben habe...!

  • Zitat

    Original von Gurnemanz
    Ts, ts, ts, lieber Hildebrandt: Schau doch bitte mal nach, was ich hier am 19.02.2008 um 20:18 Uhr zum Besten gegeben habe...!


    Hast Du den Rameau schon? :pfeif: :D

  • Zitat

    Original von Hildebrandt
    Hast Du den Rameau schon? :pfeif: :D


    Ist noch auf dem Wege; Du siehst, daß Deine emsigen Bemühungen auch hier nicht ganz vergeblich waren.

  • Hallo!


    Da Bach bekanntlicherweise nach neuestem Forschungsstand die Kunst der Fuge für Streichquartett als einzig wahre Besetzung vorgesehen hatte ( :stumm: ) , möchte ich nochmal diese CD erwähnen, die Caesar ganz zu Beginn als seine liebste Einspielung genannt hatte:



    Wie ich feststellte, kann man mit dieser Aufnahme sogar Nichtstreichquartetthörer überzeugen.
    Klang und Interpretation sind exzellent, und die Emersons können so überraschend im barocken Repertoire punkten (zumindest bei mir).
    Ein wenig zu nüchtern ist mir die Interpretation dann doch für den ersten Platz, aber empfehlenswert allemal.
    Es gibt ja noch diverse andere Streichquartett-Ensembles, die die Kunst der Fuge einspielten. Wer kennt da weitere gute Aufnahmen?


    Viele Grüße,
    Pius (Themenstarter a.D.)

  • Zitat

    Original von Pius
    Hallo!


    Da Bach bekanntlicherweise nach neuestem Forschungsstand die Kunst der Fuge für Streichquartett als einzig wahre Besetzung vorgesehen hatte...


    Wie ich gerade herausfand, ist die Besetzung mit vier Alphörnern (SATB) die einzig authentische! :D


    Zitat

    Es gibt ja noch diverse andere Streichquartett-Ensembles, die die Kunst der Fuge einspielten. Wer kennt da weitere gute Aufnahmen?


    Geht Fretwork als Streichquartett-Ensemble durch? Gut, dann will ich die Aufnahme auch nicht empfehlen. So sehr ich das Ensemble sonst schätze, hier geht es mir auf die Nerven. :wacky:

  • Zitat

    Original von Pius
    Wer kennt da weitere gute Aufnahmen?


    Viele Grüße,
    Pius (Themenstarter a.D.)


    Lieber Pius,


    die Aufnahme der Emersons mag ich auch sehr. Obwohl ich erst dache: Bach von einem "klassischen" Streichquartett? Na, die CD hat mich dann eines Besseren belehrt. Mindestens ebenso gut ist die Aufnahme des Keller-Quartetts (Irgendwie ist bei JPC vom Cover nicht viel zu sehen, aber trotzdem):



    Herzliche Grüße,:hello::hello:


    Christian

    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

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  • Lieber Caesar,


    das Cover der Keller-Aufnahme ist ja noch minimalistischer, als ich es in Erinnerung habe. Ein weiteres Hoch auf JPC!


    Lieber Pius,


    sehr zu empfehlen, wenn auch nicht in der authentischen Alphörner-Version (Bach schreibt übrigens für die tiefste Stimme ein Contra-Swytz mit der ungewöhnlichen Länge von 5,32 m vor) ist die sehr bis zuweilen zu lebendige Einspielung der Juilliards, deren Cover bezeichnenderweise einen Escher zeigt.


    51mdPmLOM0L.jpg


    Meine absolute Lieblingsaufnahme ist allerdings die wohl leider nicht mehr ohne Weiteres erhältliche mit
    Susanne Lautenbacher - Violine
    Ulrich Koch - Viola
    Enrique Santiago - Viola scordatura
    Martin Ostertag - Violoncello
    Hedwig Bilgram, Egino Klepper - Cembalo (für die Kanons),
    erschienen bei Bayer Records.


    Hier geht es äußerst sachlich, fast meditativ zu, äußerst transparent und trotzdem klanglich sehr griffig.


    Gruß,



    audiamus



    .

  • Guten Tag


    Zitat

    Original von Hildebrandt


    Wie ich gerade herausfand, ist die Besetzung mit vier Alphörnern (SATB) die einzig authentische! :D


    Die Sopran- und Altalphörner fabrizierte der Leipziger Instrumentenbauer Johann Heinrich Eichentopf, die Tenor- und Bassalphörner wurden vom Orgelbauer Zachaias Hildebrandt angefertigt. Bach soll das Instrumentenquartett zu seinem 50. Geburtstag geschenkt bekommen haben.
    Dies ist es aus einer kürzlich entdeckte Widmung zu entnehmen, die am 01.04.08 der Öffentlichkeit präsentiert werden soll. :hahahaha::D :hahahaha:


    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Der Meister soll auch selbst gern hin und wieder bei zur Neige gehenden Tobacs-Vorräten auf dem anspruchsvollen Tonerzeuger dilettiert haben.
    Auf dem Hausmann V,V - Portrait ein Sopranino-Zillermann von 1736.



  • Guten Abend


    Zitat

    Original von audiamus
    Der Meister soll auch selbst gern hin und wieder bei zur Neige gehenden Tobacs-Vorräten auf dem anspruchsvollen Tonerzeuger dilettiert haben.
    Auf dem Hausmann V,V - Portrait ein Sopranino-Zillermann von 1736.




    Entlich mal ein Bild von den in der Motette "O Jesu Christ, mein's Lebens Licht", BWV 118, beim Leichenzug geblasenen Litui :hahahaha:


    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Gerade las ich bei Albert Schweitzer dies hier über die Kunst der Fuge, genauer gesagt über ihr Thema:



    "Interessant kann man es eigentlich nicht nennen; es ist nicht einer genialen Intuition entsprungen, sondern mehr in Hinsicht auf seine allseitige Verwendbarkeit und in Absicht auf die Umkehrung so geformt worden. Und dennoch fesselt es denjenigen, der es immer wieder hört. Es ist eine ernste, stille Welt, die es erschließt. Öd und starr, ohne Farbe, ohne Licht, ohne Bewegung liegt sie da; sie erfreut und zerstreut nicht; und dennoch kommt man nicht von ihr los." (S. 374)


    Die "stille Welt", die sich erschließt - so empfinde ich das auch. Die Frage der Aufnahme ist mir hier nicht so wichtig, aber es ist gut, ab und zu mal zu wechseln, dann hört man die Musik wieder frischer. Ich selber wechsele zwischen Goebel, Savall und der Fassung für Streichquartett.


    Mit Gruß von Carola

  • Zitat

    Original von audiamus
    Der Meister soll auch selbst gern hin und wieder bei zur Neige gehenden Tobacs-Vorräten auf dem anspruchsvollen Tonerzeuger dilettiert haben.
    Auf dem Hausmann V,V - Portrait ein Sopranino-Zillermann von 1736.




    Bitte kein Bild eines Bassinstruments posten, sonst muß ich mir einen größeren Bildschirm kaufen .....

  • Wo gibt es denn das Alphorn-Quartett? Will ich haben! Ich hab auch schon Jimi Hendrix auf dem Alphorn und eine Freejazzkollektivimprovisation auf sechs Alphörnern. Da würde das auch noch passen.


    Da ihr seht, dass ich sowieso unzurechnungsfähig bin, brauche ich vielleicht auch jetzt kein Rollkommando der HIPies fürchten, wenn ich danach frage, was ihr von dieser haltet?:



    :untertauch: Ich bin selbst noch unschlüssig. Und ich habe mir auch schon ganz brav die Guillot-CD gekauft. Gefällt mir sogar - trotz Cembalo :baeh01:


    :hello: Matthias

  • Zitat

    Original von BigBerlinBear
    Zur Zeit der Entstehung des Werkes setzte Bach sich mit Silbermanns Hammerflügeln auseinander, die er für seine Klangvorstellungen nicht für einsetzbar hielt.


    Aha!


    Das Booklet zu dieser



    Johann Sebastian Bach [1685-1750]
    Die Kunst, nicht zu fliehen... BWV 1080


    Il Suonar Parlante:


    Vittorio Ghielmi
    soprano viol, anonym, 18. Jahrhundert, dt. Hersteller
    bass viol, Michel Colichon, Paris 1688


    Rodney Prada
    tenor viol, Giovanni Grancino, Milano 1690


    Fahmi Alqhai
    bass viol, Carlo Chiesa, Milano 2003


    Cristiano Contadin
    grteat bass viol, anonym, 17. Jahrhundert, Italien


    Lorenzo Ghielmi
    harpsichord, Andrea Restelli, Milano 2003 (nach Chr. Vater, Hannover 1738 )
    Pianoforte, Andrea Restelli, Milano 1996 (nach G. Silbermann, Berlin 1749)


    Marcello Gatti (Gast)
    flute, Martin Wenner 2005 (nach Carlo Palanca 1740)


    ist äußerst dürftig - um nicht zu sagen: nicht vorhanden (stattdessen darf man - wohl interessante - Kunstwerke von Rinus van de Velde bestaunen). Aber durch BBBs Hinweis habe ich nun die Erklärung für die mich reizende Besetzung (u.a.) mit einem Silbermann-Pianoforte (Nachbau) hier gefunden. Ich muß sagen, daß Bach sich der Klangmöglichkeiten eines solchen Instrumentes betreffend ziemlich geirrt hat... das Ding ist nämlich wesentlich transparenter im Ergebnis, als das Cembalo, was einer Fuge ja nur zugute kommen kann. Deshalb verstehe ich Bachs Meinung dazu überhaupt nicht!?


    Der CP XIV wurde hier übrigens von Lorenzo Ghielmi vervollständigt.


    Sehr abwechslungsreiche und teilweise sphärische Instrumentierung, sehr gelungene Interpretation.


    :hello:


    Ulli

    Wie ... „Das kann man so nicht sagen“? - Wenn ich's doch grad so gesagt hab!
    (Volker Pispers)

  • Guten Tag


    möchte noch auf die Einspielung durch Robert Hill hinweisen:



    Robert Hill (und bei BWV 1080/18.1 + 1080/18.2 mit M. Beringer ) spielte die KdF
    samt einigen Frühfassungen in einer wohldurchdachten eigenen Reihenfolge mit einigen Verziehungen
    auf einem Cembalonachbau eines Vorbildes des mittl. 17. Jhd. ein.



    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard


  • Hallo Benjamin,


    auch wenn Dein Beitrag schon länger zurückliegt, will ich mich kurz anschliessen:
    Auch ich stolperte gestern über diese Aufnahme. Erste Reaktion ohne Nachdenken: Da liegt eine Verwechslung vor. Das ist Jazz!!
    Musikgedächtnis einschaltend und feststellend - nein, das ist die Kunst der Fuge.
    In letzter Zeit hat mich keine Einspielung mehr so irritiert - und ich meine das im ganz positiven Sinne! Die exotische Instrumentenzusammenstellung hat mich das Werk völlig neu hören lassen.
    Ist das gut, ist das richtig, ist das BACH ?? Ich weiß es einfach nicht ?(?(?( .


    Doch eines weiß ich: ES IST UNGLAUBLICH SPANNEND! :jubel:


    Die Scheibe muss ich noch oft hören und mir langfristig eine Meinung bilden. Und da freu ich mich drauf!


    Gruß
    Stefan

    Psalmen sprechen und Tee trinken kann niemals schaden!

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