STRAUSS, Richard: DIE LIEBE DER DANAE

  • Richard Strauss (1864 - 1949)


    Die Liebe der Danae


    Heitere Mythologie in drei Akten op. 83



    Libretto: Joseph Gregor nach dem Szenarium "Danae oder Die Vernunftheirat" von Hugo von Hofmannsthal
    Entstehung: 1939 - 1940
    Generalprobe: 16.08.1944, Salzburg*
    Uraufführung: 14.08.1952, Salzburg
    Dirigent: Clemes Krauss (1944 und 1952)
    Verlag: Boosey & Hawkes, London
    Dauer: ca. 180 Minuten


    *Auf Drängen seines Freundes Clemes Krauss stimmte Strauss der Premiere in Salzburg im Sommer 1944 zu. Während der Vorbereitungen für die Festspiele erklärte Joseph Goebbels am 1. August den "totalen Krieg", und das hatte die unmittelbare Schließung aller Theater im ganzen Reich zur Folge. Friedrich Rainer, der Gauleiter von Salzburg machte mit Unterstützung des Propagandaministers für Strauss eine Ausnahme. Er erlaubte, dass die Proben weitergehen könnten, insofern sie nur zu einer Generalprobe führten, aber nicht zu einer Premiere. Die Generalprobe fand dann vor geladenen Gästen statt.



    Personen:


    Jupiter - Bariton
    Merkur - Tenor
    Pollux, König von Eos - Tenor
    Danae, seine Tochter - Sopran
    Xanthe, Danaes Dienerin - Sopran
    Midas, König von Lydien - Tenor


    Erster König, Neffe des Pollux - Tenor
    Zweiter König, Neffe des Pollux - Tenor
    Dritter König, Neffe des Pollux - Bass
    Vierter König, Neffe des Pollux - Bass


    Semele, eine Königin - Sopran
    Europa, eine Königin - Sopran
    Alkmene, eine Königin - Mezzosopran
    Leda, eine Königin - Alt


    Erster Wächter - Bass
    Zweiter Wächter - Bass
    Dritter Wächter - Bass
    Vierter Wächter - Bass


    Gläubiger, Diener, Volk



    Orchester:


    3 Flöten (2. u. 3. auch Piccoloflöte), 2 Oboen, 1 Englischhorn, 3 Klarinetten, 1 Bassklarinette, 3 Fagotte, 1 Kontrafagott


    6 Hörner, 4 Trompeten, 4 Posaunen, 1 Tuba


    Pauken, Schlagzeug: Glockenspiel, Tamburin, Triangel, Becken, kleine Trommel, große Trommel, Tamtam


    2 Harfen, 1 Celesta, 1 Klavier


    Streicher



    Handlung:


    Erster Akt


    Im Empfangssaal des König Pollux von Eos


    König Pollux ist hoch verschuldet, sein Palast heruntergekommen. Die versammelten Gläubiger vertröstet er mit der Mitteilung, seine Neffen seien mit ihren schönen Gattinnen Semele, Europa, Alkmene und Leda zum unermesslich reichen König Midas gereist, um ihn als Gatten für seine Tochter Danae zu gewinnen. In der Vorgeschichte ist der Eseltreiber Midas von Jupiter mit der Gabe ausgestattet worden, alles, was er berührt, in Gold zu verwandeln. Jupiter hat ihn zudem zum König von Lydien gemacht und hofft, dass Danae diesen als Freier akzeptiert, denn er selbst ist in Danae verliebt und will sich ihr in der Gestalt des Midas, verborgen vor den Blicken seiner Gattin Juno, nähern.


    Ein instrumentales Zwischenspiel schildert den Goldregen, in dem Jupiter Danae erscheint. Danae berichtet ihrer Amme Xanthe von einem nächtlichen Traum, in dem sie von goldenem Regen überschüttet wurde. Sie bekundet, nur den zum Gatten zu wählen, der sie so stark beeindrucke wie dieser Traum.


    Ein Marsch kündet die Heimkehr der königlichen Neffen an. Die Gesandten des Pollux waren erfolgreich, sie überbringen als Gruß des Midas einen goldenen Zweig. Dann läuft dessen goldenes Schiff ein, die Gläubiger und das Volk fühlen sich gerettet. Schließlich erscheint Midas selbst, muss sich aber als Diener Chrysopher ausgeben, weil Jupiter die Rolle des Königs von Lydien beansprucht. Nur die vier Königinnen erkennen Jupiter, waren sie doch seine Geliebten, aber er verpflichtet sie zum Schweigen. Genien legen Danae ein goldenes Gewand an. In der Gestalt des Midas wird Jupiter festlich empfangen. Danae, die sich in Chrysopher verliebt hat, erkennt im vorgeblichen Midas den Mann ihres Traums vom Goldregen. Sie fällt in Ohnmacht, Jupiter stampft mit dem Fuß auf, Donner bekräftigt seine Göttlichkeit.



    Zweiter Akt


    In einem prächtigem Schlafzimmer


    Die Gattinnen der Neffen des Midas bereiten das Hochzeitsbett für Danae. Sie haben das Täuschungsmanöver des Gottes durchschaut und sind eifersüchtig auf Danae. Eifersucht quält auch Jupiter. Ihm ist nicht verborgen geblieben, dass Midas die Gefühle Danaes heftig erwidert. Jupiter erinnert ihn drohend daran, dass alles, was er anfasse, zu Gold werde. Tatsächlich erstarrt Danae, als Midas sie in die Arme schließt und Jupiter donnernd einschreitet, plötzlich zur Goldstatue. Die beiden Männer streiten um Danaes Liebe. Midas schlägt dem Gott vor, Danae selbst wählen zu lassen, wem sie angehören wolle. Danae, wieder zum Leben erwacht, entscheidet sich für Midas.



    Dritter Akt


    In der syrischen Wüste


    Ohne die Gunst des Jupiter ist Midas wieder ein armer Eseltreiber. Als er und Danae aus tiefem Schlaf erwachen, berichtet er ihr, unter welcher Zielsetzung der Gott ihm die Macht gegeben hatte, alles Berührte in Gold zu verwandeln. Danae teilt glücklich sein bescheidenes Leben. Der um seine Lust gebrachte Jupiter muss sich von Merkur berichten lassen, dass der ganze Olymp über sein misslungenes Abenteuer lache.


    Die vier Königinnen treten auf und buhlen um seine Gunst. Schließlich erscheint Pollux mit seinen Gläubigern und richtet wüste Vorwürfe an die Adresse des vermeintlichen Midas. Jupiter lässt über sie einen Goldregen niedergehen. Von Merkur überredet, will er sein Glück bei Danae erneut versuchen. In Gestalt eines alten Wanderers sucht Jupiter wie einst den Midas nun Danae in ihrer ärmlichen Hütte auf. Sie geht auf seine in Anspielungen versteckte Werbung nicht ein und hat nur eine Antwort: "Siehe, ich liebe". Bewegt von der Macht der Menschenliebe wird der begehrende Gott zum väterlichen Segenspender und nimmt Abschied. Freudig eilt Danae dem heimkehrenden Midas entgegen.



    Davidoff

    Verachtet mir die Meister nicht

  • Die Liebe der Danae,
    heitere Mythologie in 3 Akten
    von Richard Strauss.
    Text von Joseph Gregor.
    Uraufführung: 14.8.1952 Salzburg, Festspielhaus
    mit Annelies Kupper • Josip Gostic • Paul Schöffler • Laszló Szemere,
    Dirig. Clemens Krauss.



    zuvor hatte es - mitten im 2. Weltkrieg, schon eine öffentliche Generalprobe bei den Salzburger Festspielen gegeben,
    am 16.8.1944 mit Viorica Ursuleac • Horst Taubmann • Hans Hotter • Franz Klarwein,
    Dirig. Clemens Krauss


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Ich habe für diese Partitur eine echte Schwäche. Was für ein großartiges Spätwerk. Ich halte sie für die beste der unbekannteren Strauss-Opern. Die Klangvielfalt der Musik ist atemberaubend. Alles fließt, glitzert und wabert; Goldregen wird hörbar und Jupiters Verzicht ist größter spätromantischer Pathos, und das um 1940. Manches erinnert an Wagner, vieles noch einmal an Vergangenes aus Strauss' Ouvre. Und die reizvolle mythologische Geschichte erhält eine wahrlich individuelle Musik. Zwar schließt Strauss insbesondere an "Die ägyptische Helena" und "Daphne" an - also an die anderen mythologischen Opern seiner zweiten Schaffenshälfte. Doch klingt Danae individueller, was u.a. an den Klangfarben, den Choreinsätzen und den speziellen Leitmotiven liegt.

    Leider wird auch diese Oper kaum mal aufgeführt, aber immerhin war sie 2016 bei den Salzburger Festspielen zu sehen.

    Beste Grüße von Tristan2511


    "Glaubt er, dass ich an seine elende Geige denke, wenn der Geist zu mir spricht?"

    (Beethoven zu Schuppanzigh)

  • Vor ein paar Jahren habe ich die Inszenierung von Kirsten Harms an der Deutschen Oper Berlin gesehen. Es sangen u.a. Manuela Uhl und Martina Welschenbach.


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    ..., eine spe*ifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifi*ierbar.
    -- Aydan Ö*oğu*

  • Hier ein Bild von Richard Strauss mit dem Libretto in der Hand.


    Special Film Project 186 - Richard Strauss 3.png

    Beste Grüße von Tristan2511


    "Glaubt er, dass ich an seine elende Geige denke, wenn der Geist zu mir spricht?"

    (Beethoven zu Schuppanzigh)

  • Hier ein Bild von Richard Strauss mit dem Libretto in der Hand.

    Im Wikipedia-Artikel über Richard Strauss: "Richard Strauss mit der Partitur zur Liebe der Danae, 1945"

    Im Wikipedia-Artikel über "Die Liebe der Danae": "Richard Strauss mit dem Libretto der Oper Die Liebe der Danae (Garmisch-Partenkirchen, 1945)"


    Ich gehe davon aus, dass Strauss auf dem Foto den Klavierauszug in den Händen hält. Die Partitur, von der ich nicht weiß, ob sie auch so eingebunden war, wäre umfangreicher - und das Libretto, das ich mit dieser Titel-Gestaltung besitze, ist viel kleiner:


    die-liebe-der-danae-heitere-mythologie-in-drei-akten-klavierauszug-mit-text-von-ernst-g-klussmann-op-83.jpg

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • „DIE LIEBE DER DANAE“ (Richard Strauss)



    Dieses ‚Alterswerk‘ von Richard Strauss, das in Salzburg uraufgeführt werden sollte, kam nur bis zur (öffentlichen) Generalprobe, weil wegen des Attentats auf Hitler am 20. 7. 1944 die dortigen Festspiele abgesagt wurden. (Die von Goebbels am 24. 8. 1944 verfügte Schließung aller Theater trat erst am 1. 9. 1944 in Kraft.) Vor einem ausgewählten Publikum erklang „Die Liebe der Danae“ zum ersten Mal in folgender Besetzung:


    Jupiter – Hans Hotter / Merkur – Franz Klarwein / Pollux – Karl Ostertag / Danae – Viorica Ursuleac / Xanthe – Irma Handler / Midas – Horst Taubmann / Semele – Maud Cunitz / Europa – Stefania Fratniková / Alkmene – Maria Cornelius / Leda – Anka Jelačić / Vier Könige – Walter Carnuth, Jozsi Trojan-Regar, Theo Reuter und Georg Wieter. Clemens Krauss dirigierte am Pult der Wiener Philharmoniker diese einzige Vorstellung (16. 8. 1944) in der Ausstattung von Emil Preetorius und mit der Regie von Rudolf Hartmann. Ein Tondokument der Aufführung ist nicht nachweisbar.



    Es gab/gibt folgende Aufnahmen (erster Teil):



    Jupiter – Paul Schöffler / Merkur – Josef Traxel / Pollux – Lászlo Szémere / Danae – Annelies Kupper / Xanthe – Anny Felbermayer / Midas – Josef Gostič / Semele – Dorothea Siebert / Europa – Esther Réthy / Alkmene – Georgine von Milinković / Leda – Sieglinde Wagner / Vier Könige – August Jaresch, Erich Majkut, Harald Pröglhöf und Franz Bierbach / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Richard Rossmayer / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Clemens Krauss (Salzburg, Festspielhaus, 14. 8. 1952). Eine Aufnahme des Österreichischen Rundfunks von der Uraufführung der Oper. Erschienen auf je drei LPs 1976 bei ‚Discocorp‘ (RR-464) und 1982 bei ‚Melodram‘ (MEL-S 111); auf je drei CDs 1989 bei ‚Melodram‘ (37061) und 1992 bei ‚Orfeo‘ C 292 923 D (1992).



    Jupiter – Ferdinand Frantz / Merkur – Franz Klarwein / Pollux – August Seider / Danae – Leonie Rysanek / Xanthe – Käthe Nentwig / Midas – Howard Vandenburg / Semele – Gerda Sommerschuh / Europa – Antonia Fahberg / Alkmene – Lilian Benningsen / Leda – Irmgard Barth / Vier Könige – Paul Kuen, Walter Carnuth, Carl Hoppe und Rudolf Wünzer / Der Chor und das Orchester der Bayerischen Staatsoper München / Chorltg.: Herbert Erlenwein / Dirigent: Kurt Eichhorn (London, Covent Garden, 19. 9. 1953). Eine Live-Übertragung der BBC von der zweiten – leicht gekürzten - Aufführung der „Liebe der Danae“ beim Londoner Gastspiel der Bayerischen Staatsoper; erschienen 2009 bei ‚House of Opera‘ (10649) auf zwei CDs und 2024 als Download bei ‚CRQ Editions‘ (No. 594).


    Die Bayerische Staatsoper gab im September 1953 in London elf Vorstellungen ihres Strauss-Repertoirs – alle in der Regie von Rudolf Hartmann: fünf Mal „Arabella“ (u. a. mit Lisa Della Casa und Maud Cunitz, Gerda Sommerschuh und Elfride Trötschel, Hermann Uhde und John Born unter Rudolf Kempe und Victor Reinshagen), zwei Mal „Capriccio“ (mit Maud Cunitz, Hertha Töpper, Richard Holm, Albrecht Peter, Karl Schmitt-Walter und Benno Kusche unter Robert Heger) und vier Mal „Die Liebe der Danae“ (unter Rudolf Kempe und Kurt Eichhorn mit Annelies Kupper und Leonie Rysanek, Ferdinand Frantz und Caspar Bröcheler, August Seider und Karl Ostertag; in allen vier Aufführungen der „Danae“ sangen Howard Vandenburg den Midas und Franz Klarwein den Merkur.) Die Vorstellung von „Arabella“ am 21. 9. 1953 wurde ebenfalls im Rundfunk übertragen – sie wurde 2005 bei ‚Testament‘ auf zwei CDs veröffentlicht.



    Jupiter – Franz Crass / Merkur – Horst Wilhelm / Pollux – Friedrich Lenz / Danae – Hildegard Hillebrecht / Xanthe – Arleen Augér / Midas – Karl-Josef Hering / Semele – Ileana Cotrubas / Europa – Mary O’Brien / Alkmene – Julia Hamari / Leda – Margarita Lilova / Vier Könige – Ferry Gruber, Klaus Lange, Carl Hoppe und Günther Missenhardt / Der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Wolfgang Schubert / Dirigent: Hans Gierster (München, Herkulessaal der Residenz, 16. 1. bis 26. 1. 1968). Eine Eigenaufnahme des Bayerischen Rundfunks.



    Jupiter – Norman Bailey / Merkur – Emile Belcourt / Pollux – John Dobson / Danae – Arlene Saunders / Xanthe – Rosalind Plowright / Midas – Kenneth Woollam / Semele – Elizabeth Gale / Europa – Alison Hargan / Alkmene – Patricia Price / Leda – Linda Finnie / Vier Könige – Bernard Dickerson, Stuart Kale, Alan Watt und Geoffrey Moses / The BBC Opera Chorus and the BBC Symphony Orchestra / Dirigent: Charles Mackerras (London, Maida Vale Studios, Sendung am 20. 4. 1980). Erschienen 2006 bei ‚Gala‘ (GL 100.794) auf zwei CDs. Eine Rundfunkaufnahme der BBC (Produzentin: Elaine Padmore) in deutscher Sprache; Kenneth Woollam ersetzte kurzfristig einen anderen Tenor.



    Jupiter – Walton Grönroos / Merkur – Ian Caley / Pollux – Hermann Winkler / Danae – Rosalind Plowright / Xanthe – Anne-Marie Rodde / Midas – Reiner Goldberg / Semele – Verena Schweizer / Europa – Alison Hargan / Alkmene – Gisela Pohl / Leda – Anne Gjevang / Vier Könige – Etienne Lestringant, Michel Laplénie, Jacques Bona und Pierre d’Hollander / Vier Wächter – Henri Bougerolle, Gilbert Chrétien, Mario Castagnetti und Charles Kaizer / Le Choeur de Radio France / Chorltg.: Jacques Joineau / L’Orchestre National de France / Dirigent: Marek Janowski (Paris, Salle Pleyel, 16. 2. 1982). Ein Konzert in deutscher Sprache, dessen Mitschnitt von ‚Premiere Opera‘ (PO 43889) auf drei CDs veröffentlicht wurde.



    Jupiter – Victor Braun / Merkur – James Hoback / Pollux – Ragnar Ulfung / Danae – Ashley Putnam / Xanthe – Mary Jane Johnson / Midas – Dennis Bailey / Semele – Melanie Helton / Europa – Ruth Jacobson / Alkmene – Judith Christin / Leda – Clarity James / Vier Könige – William Chamberlain, Laurence Paxton, David Orcutt und Robert Osborne / Vier Wächter – John Andreesen, Mark Moliterno, Greg Ryerson und Clifford Williams / The Chorus and Orchestra of the Santa Fe Opera / Chorltg.: Mitchell Krieger / Dirigent: John Crosby (Santa Fe, Opera House, 18. 8. 1982). Eine Inszenierung in deutscher Sprache (Regie: Colin Graham), die am 24. 7. 1982 ihre Premiere hatte und deren letzte Vorstellung akustisch dokumentiert und bei ‚Mr. Tape‘ veröffentlicht wurde. (Die New Yorker ‚Opera News‘ bezeichnete die Produktion im Open-Air-Theater am Rande der Wüste von New Mexico als ‚gorgeous‘.)



    Jupiter – Roger Roloff / Merkur – Peter Kazaras / Pollux – Ragnar Ulfung / Danae – Rosalind Plowright / Xanthe – Harolyn Blackwell / Midas – William Lewis / Semele – Joyce Guyer / Europa – Judith Nicosia / Alkmene – Diane Willis / Leda – Joyce Castle / Vier Könige – Dennis Petersen, George Gray, Kevin Maynor und Robert Osborne / The Mendelssohn Club of Philadelphia / Chorltg.: Tamara Brooks / The Opera Orchestra of New York / Dirigentin: Eve Queler (New York, Carnegie Hall, 6. 11. 1983).



    Jupiter – Roger Roloff / Merkur – Claes H. Ahnsjö / Pollux – James King / Danae – Sabine Hass / Xanthe – Andrea Trauboth / Midas – Paul Frey / Semele – Julia Faulkner / Europa – Annegeer Stumphius / Alkmene – Birgit Calm / Leda – Cornelia Wulkopf / Vier Könige – Kenneth Garrison, Friedrich Lenz, Thomas Woodman und Gerhard Auer / Der Chor und das Orchester der Bayerischen Staatsoper München / Chorltg.: Udo Mehrpohl / Dirigent: Wolfgang Sawallisch (München, Nationaltheater, 4. 7. 1988). Eine Aufnahme des Bayerischen Rundfunks von der Premiere - Regie: Giancarlo Del Monaco - im Internet. Es gibt auch einen Mitschnitt von ‚Mike Richter‘ vom 12. 6. 1990, bei dem John Bröcheler den Jupiter, Jan Vačik den Pollux und Georgina von Benza die Europa - bei sonst unveränderter Besetzung zur Aufnahme von 1988 – singt; auch hier leitet Wolfgang Sawallisch die Aufführung musikalisch.



    Der zweite Teil folgt später.



    Carlo

  • „DIE LIEBE DER DANAE“ (Richard Strauss)



    Es gab/gibt folgende Aufnahmen (zweiter Teil):



    Jupiter – Peter Coleman-Wright / Merkur – Michael Hendrick / Pollux – William Lewis / Danae – Lauren Flanigan / Xanthe – Lisa Saffer / Midas – Hugh Smith / Semele – Tamara Mesic / Europa – Jane Jennings / Alkmene – Mary Phillips / Leda – Elisabeth Canis / Vier Könige – Rodne Brown, James Archie Worley, William Berges und Richard Crest / The Concert Chorale of New York / Chorltg.: Gary Thor Wedow / The American Symphony Orchestra / Dirigent: Leon Botstein (New York, Avery Fisher Hall, 16. 1. 2000). Ein Konzertmitschnitt von ‚Telarc‘ (CD-80570) auf drei CDs.



    Jupiter – Franz Grundheber / Merkur – Hans-Jürgen Schöpflin / Pollux – Paul McNamara / Danae – Manuela Uhl / Xanthe – Cornelia Zach / Midas – Robert Chafin / Semele – Susanne Bernhard / Europa – Cornelia Zach / Alkmene – Gro Bente Kjellevold / Leda – Katharina Peetz / Vier Könige – Daniel Behle, Martin Fleitmann, Simon Pauly und Hans-Georg Ahrens / Der Opernchor des Theaters Kiel / Chorltg.: Jaume Miranda / Das Philharmonische Orchester Kiel / Dirigent: Ulrich Windfuhr (Kiel, Konzertsaal des Kieler Schlosses, 2. 4. und 11. 4. 2003). Live-Aufnahmen des Norddeutschen Rundfunks von zwei konzertanten Aufführungen, veröffentlicht 2004 von ‚cpo‘ (999 967-2) auf drei CDs.



    Jupiter – Alejandro Marco-Buhrmester / Merkur – Peter Marsh / Pollux – Beau Gibson / Danae – Anne Schwanewilms / Xanthe – Karen Vuong / Midas – Lance Ryan / Semele – Britta Stallmeister / Europa – Barbara Zechmeister / Alkmene – Tanja Ariane Baumgartner / Leda – Katharina Magiera / Vier Könige – Michael McCown, Yves Saelens, Björn Bürger und Franz Mayer / Der Chor der Oper Frankfurt / Chorltg.: Matthias Köhler / Das Frankfurter Opern- und Museumsorchester / Dirigent: Sebastian Weigle (Garmisch-Partenkirchen, Kongresshaus, 11. 6. 2014). Ein Privatmitschnitt des Konzerts zum 150. Geburtstag von Richard Strauss, das am 15. 6. 2014 in Frankfurt wiederholt wurde.



    Jupiter – Christopher Maltman / Merkur – Ya-Chung Huang / Pollux – Vincent Wolfsteiner / Danae – Malin Byström / Xanthe – Erika Baikoff / Midas – Andreas Schager / Semele – Sarah Dufresne / Europa – Evgeniya Sotnikova / Alkmene – Emily Sierra / Leda – Avery Amereau / Vier Könige – Paul Kaufmann, Kevin Conners, Bálint Szabó und Martin Snell / Vier Wächter – Vitor Bispo, Yosif Slavov, Bruno Khouri und Daniel Noyola / Eine Stimme – Elene Gvritishvili / Der Chor der Bayerischen Staatsoper München / Chorltg.: Christoph Heil / Das Bayerische Staatsorchester / Dirigent: Sebastian Weigle (München, Nationaltheater, 22. 7. 2025). Eine Direkt-Übertragung des Bayerischen Rundfunks während der ‚Münchner Opernfestspiele 2025‘. Der Regisseur der Neuinszenierung - Premiere am 7. 2. 2025 – war Claus Guth.



    Clemens Krauss arrangierte ein ‚Symphonisches Fragment‘ aus „Die Liebe der Danae“, das auf einer CD von ‚Naxos‘ (8.550342) mit der Slovenská Filharmónia in Bratislava unter Zdenék Košler eingespielt wurde (Bratislava, Konzertsaal, 14. 5. - 15. 5. 1990). Die CD enthält ferner die Walzerfolge Nr. 2 aus „Der Rosenkavalier“ und die Tondichtung „Aus Italien, op. 16").



    Die Fernseh-Aufnahmen:



    Danae – Hildegard Hillebrecht / Jupiter – Josef Metternich / Midas – Fritz Uhl / Semele – Eva Maria Rogner / Europa – Antonia Fahberg / Alkmene – Lilian Benningsen / Leda – Mariana Radev / Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Dirigent: Heinz Wallberg (München, Bayernhalle, TV-Sendung am 27. 11. 1960 zusammen mit Szenen aus „Die schweigsame Frau“ mit u. a. Ingeborg Hallstein, Fritz Wunderlich, Hermann Prey und Hans Hotter unter Heinz Wallberg). Gesendet wurden - nach meiner Erinnerung, aber die kann nach 65 Jahren auch täuschen - drei stark gekürzte Ausschnitte aus dem dritten Akt: a) das Duett Danae-Midas ‚Geliebter! Freund! Bei dir bin ich!‘, b) die Szene Jupiter mit den vier Königinnen ‚Willkommen, Jupiter! Nicht Jupiter Midas! Jupiter immer!‘ und c) das Duett-Finale Danae-Jupiter ‚Wie umgibst du mich mit Frieden‘. Durch die Sendung führte Ludwig Kusche.



    Jupiter – Mark Delavan / Merkur – Thomas Blondelle / Pollux – Burkhard Ulrich / Danae – Manuela Uhl / Xanthe – Hulkar Sabirova / Midas – Matthias Klink / Semele – Hila Fahima / Europa – Martina Welschenbach / Alkmene – Julia Benzinger / Leda – Katarina Bradić / Vier Könige – Paul Kaufmann, Clemens Bieber, Nathan De’Shon Myers und Hyung-Wook Lee / Der Chor und das Orchester der Deutschen Oper Berlin / Chorltg.: William Spaulding / Dirigent: Andrew Litton / Bühnenbild: Bernd Domovsky / Kostüme: Dorothea Katzer / Regie: Kirsten Harms (Berlin, Deutsche Oper, 23. 1. 2011). Eine Produktion von ‚Unitel Classica‘, herausgegeben auf DVD von ‚Arthaus Musik‘ (108 032). Kirsten Harms, die Intendantin der Deutschen Oper Berlin (2004-2011), inszenierte diese Oper wie zuvor auch 2001 in Kiel während ihrer dortigen Intendanz (1995-2003).



    Jupiter – Carsten Wittmoser / Merkur – Jud Perry / Pollux – Dennis Petersen / Danae – Meagan Miller / Xanthe – Sarah Jane McMahon / Midas – Roger Honeywell / Semele – Aurora Sein Perry / Europa – Camille Zamora / Alkmene – Jamie Van Eyck / Leda – Rebecca Ringle / Vier Könige – Sean Fallen, John Cleveland Howell, Steven Hrycelak und Steven Moore / A Chorus / Chorltg.: James Bagwell / The American Symphony Orchestra / Dirigent: Leon Botstein / Choreographie: Ken Roth / Bühnenbild: Rafael Viňoly und Mimi Lean / Kostüme: Jessica Jahn / Regie: Kevin Newbury / Video Director: Greg Emetaz (Annandale-on-Hudson/New York, Bard College, Richard B. Fischer Center for the Performing Arts, Sosnoff Theater, 29. 7. 2011). Eine ‚Regietheater‘-Inszenierung in deutscher Sprache beim ‚SummerScape Festival 2011‘, die im Internet gesehen werden kann.



    Jupiter – Tomasz Konieczny / Merkur – Norbert Ernst / Pollux – Wolfgang Ablinger-Sperrhacke / Danae – Krassimira Stoyanova / Xanthe – Regine Hangler / Midas – Gerhard Siegel / Semele – Mária Celeng / Europa – Olga Bezsmertna / Alkmene – Michaela Selinger / Leda – Jennifer Johnston / Vier Könige – Pavel Kolgatin, Andi Früh, Ryan Speedo Green und Jongmin Park / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Ernst Raffelsberger / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Franz Welser-Möst / Choreographie: Alla Sigalova / Kostüme: Juozas Statkevičius / Bühnenbild und Regie: Alvis Hermanis / TV-Regie: Agnes Méth (Salzburg, Großes Festspielhaus, 31. 7. 2016). Eine Fernseh-Direktübertragung des Österreichischen Fernsehens, die bei ‚Opus Arte‘ 2017 auf einer DVD erschien und auch im Internet gezeigt wird.



    Bemerkenswert ist, dass Richard Strauss die Partitur der Oper ‚meinem Freunde Heinz Tietjen‘ gewidmet hat.



    Carlo