Anne Sophie MUTTER - Hochgejubelt und abgewertet

  • Hallo Edwin und andere ASM-Zweifler,


    ich hatte in meinem Beitrag von 2005 auch schon meine interpretatorischen Bedenken bei den klassischen TOP-Violinkonzerten mit Karajan angemeldet und diese DG-CD-Box damals weiterverschenkt.


    Das ASM jedoch in dem Maße herunterbuchstabiert wird, wie es hier in diesem Thread jetzt passiert, finde ich nicht angemessen.


    Ich sehe ein, das es bei ASM hier und da Differenzen auf die Sichtweise zu einigen Komponisten gibt. Aber wenn sich eine Solistin mit Lutoslawsky persönlich mit seinen Werken auseinandersetzt, diese Werke dann zur Zufriedenheit des Komponisten aufführt, dann ist das doch OK und nicht wie Du schreibst : "Man sollte sich nicht länger damit befassen" ?!?
    ASM hat sich mit den Werken von Lutoslawsky, Penderecki, Rihm und Dutilleux befasst und diese erfolgreich eingespielt, das soll ihr erst mal einer nachmachen.
    Wie interessant ASM doch ist sieht man an den zahlreichen Beiträgen bisher hier.


    Seit ich die DG-CD mit den Violionkonzerten von Korngold und Tschaikowsky mit ASM habe denke ich ganz anders über diese Solistin, als noch zu ihrere Karajan-Zeit:
    Unsere Anne Sophie ist reifer geworden und die Technik beim Tschaikowsky-Viloninkonzert finde ich atemberaubend - so kommt es jedenfalls bei mir an - auch wenn ich im Falle Tschaikowsky-Violinkonzert nach wie vor Oistrach/Ormandy auf CBS favorisiere.

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Das Lutoslawski-Argument würde unter normalen Umständen zählen. Dann nämlich, wenn Lutoslawski nicht ein so lieber Mensch und so unglaublich glücklich über jede Aufführung gewesen wäre. Wenn ich die Partitur von Chain 2 lese, entwickelt sich jedenfalls für mich ein ganz anderes Spiel, als dieses geradlinige Abliefern der Noten.


    Und das von BBB angesprochene Berg-Konzert mit Levine ist ein derartiges Mißverständnis seitens der Interpreten, daß man nur den Kopf schütteln kann. Da wird Berg gespielt, als käme er nicht von Mahler, sondern von einem der ungebrochenen Nachromantiker, so zufrieden und schön klingt das.

    ...

  • Immer mehr interessiert mich diese Geigerin.


    Irgendwo in einem der Foren meiner Vergangenheit (die jedoch alle als Urboden von Tamino gesehen werden können) schrieb jemand, sie spielte manieriert.


    Damit ist sie, so die Behauptung stimmt, für die Werke der Moderne eigentlich nicht geeignet - sollte aber meinen Geschmack so ziemlich treffen. Mal sehen....


    LG


    aus Wien


    Alfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • Zitat

    Original von Edwin Baumgartner
    Und das von BBB angesprochene Berg-Konzert mit Levine ist ein derartiges Mißverständnis seitens der Interpreten, daß man nur den Kopf schütteln kann. Da wird Berg gespielt, als käme er nicht von Mahler, sondern von einem der ungebrochenen Nachromantiker, so zufrieden und schön klingt das.


    Salut,


    Mozarts Quartett KV 465 hat man schließlich auch erst einmal "bereinigt". Da muß Herr Berg wohl noch ein paar Jahrhunderte abwarten...


    :hello:


    Ulli

    „Dem Klavier erzähle ich das, was ich Dir oft sagen würde.“
    (F. Chopin an Tytus)

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  • Zitat

    Original von Alfred_Schmidt
    Damit ist sie, so die Behauptung stimmt, für die Werke der Moderne eigentlich nicht geeignet - sollte aber meinen Geschmack so ziemlich treffen. Mal sehen....


    Lieber Alfred,


    dann probier´s doch mal mit folgender Box: Mutter modern ... :D :D



    Da fehlen dann eigentlich nur Penderecki und Dutilleux ...


    Herzliche Grüße, :hello: :hello:


    Christian

    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

  • Einen Blick auf eine andere Seite der Künstlerin:


    Im Focus findet sich auf der letzten Seite ein Fragebogen (erinnert mich ein wenig an die schönen Zeiten als Freitags der FAZ noch das FAZ-Magazin beilag) In der aktuellen Ausgabe beantwortete Charlotte Knobloch die dort gestellten Fragen.


    Eine davon lautet:


    "Wem würden Sie mit welcher Begründung einen Orden verleihen?"


    Antwort:


    "Anne-Sophie Mutter für ihr herausragendes Engagement in sozialen und kulturellen Belangen. Sie unterstützt auch unser neues jüdisches Gemeindezentrum mit einem Benefizkonzert am 17. September."


    Wer sich dafür interessiert: Einen Überblick über das karitative Engagement findet sich auf der Homepage der Künstlerin.


    Herzliche Grüße,:hello::hello:


    Christian

    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

  • Zitat


    Und das von BBB angesprochene Berg-Konzert mit Levine ist ein derartiges Mißverständnis seitens der Interpreten, daß man nur den Kopf schütteln kann. Da wird Berg gespielt, als käme er nicht von Mahler, sondern von einem der ungebrochenen Nachromantiker, so zufrieden und schön klingt das.


    Ich muss zugeben, dass mich diese Interpretation keineswegs mit dem Kopf schütteln lässt. Nicht nur dass ich nicht mit dem Kopf schüttle, mir gefällt sie sogar außerordentlich gut... ob das nun daran liegt, dass ich Bergs Musik nicht richtig verstehe, weiß ich nicht. Er wäre dann aufgrund eines groben Missverständnisses meinerseits einer meiner Lieblingskomponisten!
    "Schön" soll es nicht klingen dürfen? Ja, aber weshalb denn das nicht? Wie oft nannten die drei Wiener ihre Musik "schön"!
    "Zufrieden" soll es nicht klingen dürfen? Nun, das mag sein, allerdings finde ich nicht, dass es bei Mutter "zufriedener" klingt als sonst...
    Was mich einigermaßen tröstet, ist, dass auch der Geiger, für den das Werk geschrieben wurde und der bei der Uraufführung geigte, Louis Krasner, Mutters Interpretation mag, obwohl sie doch auf einem "völligen Mißverständnis" beruht!


    "Mr. Krasner can no longer play, give lessons or attend concerts. Among the many recorded versions of the concerto, he particularly likes the one by Anne-Sophie Mutter and the Chicago Symphony, conducted by James Levine."
    (New York Times, March 20, 1994)

  • Das mag schon sein, daß der feine alte Herr, der Krasner ist, dieser Geigerin durch sein Urteil helfen will. Aber solche eigentümlichen Hilfestellungen (wie Verurteilungen) sind unter Musikern an der Tagesordnung und sagen IMO relativ wenig aus.
    Ich bleibe dabei: Ich halte die Mutter/Levine-Aufnahme für eine der schwächsten, die vom Berg-Konzert zu bekommen ist. "Schön" darf es natürlich sein. Aber diese süßliche Schönheit ist es, die mich stört.
    Als Vergleich empfehle ich die Aufnahme unter Ancerl mit Josef Suk als Solisten. Dann wird sehr schnell deutlich, was ich meine.

    ...

  • Zitat


    Das mag schon sein, daß der feine alte Herr, der Krasner ist, dieser Geigerin durch sein Urteil helfen will. Aber solche eigentümlichen Hilfestellungen (wie Verurteilungen) sind unter Musikern an der Tagesordnung und sagen IMO relativ wenig aus.


    Ich kann nicht mitgehen, wenn Du sagst, Lutoslawski lobte Mutter, weil er ein netter Mensch und froh war, dass überhaupt einer sein Werk einspielt und Krasner wollte bloß der Geigerin helfen (aus welchen Gründen auch immer).
    Vielleicht bin ich naiv, aber ich möchte daran glauben, dass Lutoslawski und Krasner meinten, was sie sagten.


    Zitat


    Ich bleibe dabei: Ich halte die Mutter/Levine-Aufnahme für eine der schwächsten, die vom Berg-Konzert zu bekommen ist. "Schön" darf es natürlich sein. Aber diese süßliche Schönheit ist es, die mich stört.


    Ich empfinde es nicht als "süßlich".
    Es ist eben Geschmacksache - will ich meinen - und nicht so, dass Mutters Spiel auf einem "völligen Mißverständnis" beruht!
    Also: das eine ist nicht mehr Berg als das andere sondern nur anders Berg! :D


    Zitat


    Als Vergleich empfehle ich die Aufnahme unter Ancerl mit Josef Suk als Solisten. Dann wird sehr schnell deutlich, was ich meine.


    Ich werde Ausschau halten! Danke für den Tipp, Bergs Violinkonzert kann man gar nicht oft genug hören!
    Kennen tu ich die Alternativen Boulez/Zukerman und Kubelik/Szeryng.
    Bei Boulez/Zukerman springt der Funke nicht über, ich kann aber nicht genau sagen, woran es liegt. Kubelik/Szeryng gefällt mir sehr gut!

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  • Zitat

    Vielleicht bin ich naiv, aber ich möchte daran glauben, dass Lutoslawski und Krasner meinten, was sie sagten.


    Nicht Du bist naiv - die Komponisten (zumindest viele) sind es. Man ist in der Regel so glücklich, das eigene Werk zu hören, daß man die Kritik beiseite läßt. Oder anders gesagt: Dem Komponisten fehlt die Distanz.
    Ich habe selbst einmal einen Komponisten anhand der Partitur überzeugen müssen, daß die von ihm ideal genannte Aufführung höchst ungenau und vom Solisten extrem schlampig vorgetragen war.

    ...

  • Zitat

    Original von Edwin Baumgartner
    Nicht Du bist naiv - die Komponisten (zumindest viele) sind es. Man ist in der Regel so glücklich, das eigene Werk zu hören, daß man die Kritik beiseite läßt. Oder anders gesagt: Dem Komponisten fehlt die Distanz.
    Ich habe selbst einmal einen Komponisten anhand der Partitur überzeugen müssen, daß die von ihm ideal genannte Aufführung höchst ungenau und vom Solisten extrem schlampig vorgetragen war.


    Dann bin ich eine Ausnahme. Ich ärgere mich über jedes winzige Detail der Abweichung von dem, was ich wollte und muß mich mit den Aufnahmen dann allmählich anfreunden. Leider vergraulte ich manchmal die Musiker, weil ich nicht anders konnte, als meine permanente Unzufriedenheit auch kundzutun. Dabei hatte ich die besten Musiker (die aber zu wenig geübt haben ...)


    Nun ja, manche Aufführungen waren wirklich OK.

  • Zitat

    Dann bin ich eine Ausnahme.


    Nicht ganz. Harald Saeverud etwa liebte es, Musiker auf die kleinsten Abweichungen hinzuweisen. Und Gottfried von Einem machte es ähnlich. Was mich selbst betrifft: Mein Lehrer hat mir das bewußte Zitat aus dem "Wozzeck" eingebläut, mit dem man einfach bessere Atmosphäre schafft. Ich meine das, was der Doktor über den Ärger sagt...

    ...

  • Die nächsten gemeinsamen Aufnahmesitzungen von ASM und André Previn muss die Deutsche Grammophon wohl streichen. Denn das Paar ist mittlerweile ein Ex-Paar:


    wehwehweh.spiegel.de/panorama/0,1518,432736,00.html


    Ob Herr Ex-Mutter nun auch die Widmung seines Violinkonzertes à la Beethoven durchstreicht?

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

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  • Na ja, die Partnerschaft hat sich ja nicht nur auf das Private bezogen. Es ist anzunehmen, dass die beiden auch plattentechnisch getrennte Wege gehen.


    :hello:


    GiselherHH

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • ASM ist IMO leider mittlerweile auch so ein typisches Star-Medien-Hype-Phänomen. Hierzu 2 Punkte


    - Bei uns "in der Provinz" gab sie mal ein Konzert, das seeehhhr teuer war (die Karten und die Gage) - dafür nudelte sie dann lustlos ihr Programm herunter, was in der Lokalpresse nur nicht so beschrieben wurde (es gab wieder einmal viel Lob), da man Angst hat, künftig Stars zu verschrecken; in der Provinz muss man da wohl vorsichtig sein...


    - ihre "neue" DGG-Vermarktungsmaschinerie ist auch ein wenig irritierend: egal was ASM einspielt, es befindet sich nur ihr Name auf dem Cover. Bei den Violinsonaten verzichtet man auf den namen Orkis (wobei man eh meinen könnte, sie wählt sich absichtlich einen durchschnittlicheren und gutmütigen Pianisten, in dessen Gegenwart sie brillieren kann :stumm: ), bei Mozarts Violinkonzerten benötigt man seit neuestem scheinbar kein Orchester etc. - inwieweit sie selbst dafür verantwortlich ist, kann ich nicht beurteilen, aber mir geht das ziemlich auf den Wecker. Man bekommt da irgendwie das Gefühl, ein gepuschter Star bringt zum Mozartjahr alles mögliche heraus, um sich einen dicken Geldbeutel zu verschaffen und das hat sie doch gar nicht nötig - oder etwa doch?! :rolleyes:


    Zugegebenermaßen bin ich kein besonderer Anhänger der Solovioline - das Instrument klingt in meinen Ohren immer zu hoch und schrill, weswegen ich auch kein Sopran-Experte werde :angel:
    Einige Werke der Gattung liebe ich dann aber doch und da kommen mir ASMs Einspielungen oft etwas zu glatt, perfekt und langweilig daher (z.B. Beethoven - ich bevorzuge Grumiaux). Vielleicht doch etwas zu viel Karajan abgekriegt? :D (die Mozartviolinkonzerte mit H.K. sowie das Medelssohnkonzert haben mich doch auch sehr enttäuscht - der Bruch ist ja ganz gelungen...)
    Dass sie technisch sehr versiert ist steht ja sicherlich außer Zweifel...


    :hello:
    Stefan

    Viva la libertà!

  • Hallo miteinander,
    auch ich bin kein ausschliesslicher Freund der Fiedel,habe aber immer noch grossen Respekt vor ASMs Lebenswerk.Inzwischen hat sie wohl den Zenit ihrer Virtuosität überschritten,da gibt es Gott sei Dank Nachfolgerinnen,wobei ich in erster Linie an Hilary Hahn und
    Julia Fischer denke.Diese beiden Hochbegnadeten werden die Geigenzunft wohl die nächste Dekade dominieren.

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Zitat

    Original von Barezzi
    Ihre "neue" DGG-Vermarktungsmaschinerie ist auch ein wenig irritierend: egal was ASM einspielt, es befindet sich nur ihr Name auf dem Cover. Bei den Violinsonaten verzichtet man auf den namen Orkis (wobei man eh meinen könnte, sie wählt sich absichtlich einen durchschnittlicheren und gutmütigen Pianisten, in dessen Gegenwart sie brillieren kann :stumm: ), bei Mozarts Violinkonzerten benötigt man seit neuestem scheinbar kein Orchester etc. - inwieweit sie selbst dafür verantwortlich ist, kann ich nicht beurteilen, aber mir geht das ziemlich auf den Wecker.


    Gerade wollte ich mit Beispielen kommen, daß andere das doch schließlich auch machen, ich bin aber tatsächlich nicht fündig geworden. Das ist wirklich ziemlich schlechter Stil.

    Ich brauche keine Millionen, mir fehlt kein Pfennig zum Glück...

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  • So, inzwischen liegt der Beitrag von Anne Sophie Mutter zum Mozartjahr vollständig vor:


    1. Die Violinkonzerte und die Sinfonia Convertante KV 364 mit Youri Bashmet und dem London Philharmonia Orchestra.


    2. Die Klaviertrios mit Daniel Müller Schott am Cello und Andre Previn am Klavier.


    3. Die Sonaten für Violine und Klavier, mit Lambert Orkis.


    Aus eigener Anschauung kenne ich nur den ersten Teil von Mutters Mozart Projekt, die Violinkonzerte. Die vermochten mich durchaus zu überzeugen. Schnel lund energisch in den Ecksätzen, cantabel in den Mittelsätzen, farbenreiche Tongebung ohne romantisches Dauervibrato. Man konnte in grosso modo den Eindruck gewinnen, dass sich Frau Mutter mit den Erkenntnissen der historisch informierten Aufführungspraxis auseinandergesetzt hatte. Obwohl die Geigerin sonst der HIP-Bewegung durchaus kritisch gegenüber stehen soll. Auch in der Presse fiel das Echo in der Tendenz positiv aus,was ungewöhnlich ist:


    Normalerweise bekommt man bei Neueinspielungen von Anne Sophie Mutter nur zwei Sorten von Rezensionen zu lesen: Entweder hymnische Lobpreisungen oder kapitale Verrisse a la´ Marcel Reich Ranicki. Nun ist Musik- ebenso wie Literaturkritik - nie frei von Subjektivität, soll es auch gar nicht sein. Aber bei Veröffentlichungen über Anne Sophie Mutter scheint es den Rezensenten noch schwerer zu fallen als gemeinhin üblich, sich auf rein musikalische Aspekte zu konzentrieren-und nicht nur über die glamouröse Aufmachungoder die Marketing-Mafia zu philosophieren.


    Auf die Anschaffung des zweiten Teils des Mozartprojekts habe ich verzichtet. Warum? Zum einen habe ich mich bisher für Mozarts Klaviertrios nicht so recht begeistern können, zum anderen greife ich in solchen Fällen lieber zu eingespielten Formationen als zu einem nur zu diesem Zweck formierten "Star-Trio". Das Echo der Kritik ließ aber bei den Trios wieder die oben erwähnte Tendenz erkennen: Hossianah und kreuzigt sie! :D


    Noch mehr scheint das für die Violinsonaten zu gelten: Vergleicht man die Rezensionen im Fono Forum und den Partituren so könnte man meinen, die Rezensenten hätten zwei verschiedene Produktionen besprochen und nicht ein und dieselbe Einspielung. Aus eigener Anschauung kenne ich die Aufnahme allerdings nicht.


    Herzliche Grüße,:hello::hello:


    Christian

    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

  • In einer Rezension ihres jüngsten Hamburger Auftrittes wird vermerkt, dass ASM 2008 ihre Geige an den Nagel hängen will:


    "www.abendblatt.de/daten/2007/03/01/698155.html"


    :hello:


    GiselherHH

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • Hi, Giselher!


    Huiiiiiiiii 8o , die hamburger sparen aber auch nicht gerade mit kritik :D


    LG florian


    :hello:

    Gustav Mahler: "Das Wichtigste in der Musik steht nicht in den Noten."

  • Ihr Lieben,


    die Rücktrittsmeldung hat ASM mittlerweile aber inzwischen mehrmals dementiert und glaubhaft auf ein Missverständnis zurückgeführt.


    Sie bleibt der Musikwelt also erhalten.


    :hello:
    Flo

    "Dekonstruktion ist Gerechtigkeit." (Jacques Derrida)

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  • Servus mitnand,


    also die Beschreibung in dem Artikel deckt sich erstaunlicherweise sehr mit der Konzerterlebnisbeschreibung meiner Tante von vor einigen Jahren - für das saftige Eintrittsgeld wurde sie kaum emotional angesprochen... :pfeif:


    :hello:
    Stefan

    Viva la libertà!

  • ASM hat im Rahmen des Lucerne Festivals 2007 das Violinkonzert von Sofia Gubaidulina uraufgeführt: "In tempus praesens". In der FAZ war heute eine Rezension zu lesen. Die Komposition war eine Auftragskomposition der Paul-Sacher-Stiftung. Paul Sacher kann ja neben HvK als einer der Mentoren von ASM gelten. Ich muss allerdings gestehen, dass ich Sofia Gubaidulina kaum kenne. Ihr erstes Violinkonzert meine ich vor Jahren einmal im Radio gehört zu haben. Soweit man das aus der Rezension erkennen konnte, scheint die Komposition sehr stark auf ASM zugeschnitten gewesen zu sein.


    Herzliche Grüße,:hello::hello:


    Christian

    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

  • Ich bin selbst keine grosse Freundin von ASM, habe allerdings eine ganze Reihe ihrer Aufnahmen aus meiner aktiven Violinzeit. Ich finde, man sollte fair bleiben: Sie ist eine grossartige Geigerin, ueber ihren Stil kann man sicherlich diskutieren. Mir persoenlich klingt sie meist zu glatt und suess, aber das ist ja nunmal wirklich eine reine Geschmacksfrage.


    Eine Ihrer besten Aufnahmen ist fuer mich allerdings weder Mendelssohn, noch Beethoven noch Bruch, sondern Strawinski. Auf der CD gibt es uebrigens auch Chain 2 von Lutoslawski - fuer mich gerade deshalb hoerenswert und mal etwas ausserhalb der ausgetrampelten Violinpfade ...


  • Zwar keine neue Produktion- aber eine neuer Schlagzeile( :D ):


    Wie der Presse zu entnehmen war hat Anne Sophie Mutter den mit 200.000 Euro dotierten internationen Ernst von Siemens Musikpreis verliehen bekommen. Die Hälfte des Betrags soll der Anne-Sophie-Mutter-Stiftung zu Gute kommen.


    Eine neue CD wäre mir lieber gewesen- aber in Sachen Aufnahmen scheint sich Frau Mutter im Augenblick ja eher rar zu machen. Seit dem Mozart-Projekt ist mir keine neue Produktion bekannt.


    Herzliche Grüße,:hello: :hello:


    Christian

    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

  • Hallo Christian,


    von ASM direkt gab es wirklich nichts Neues, aber die DGG hat trotzdem an die vielen Fans gedacht und einen Best-of-Sampler von ihr Ende des letzten Jahres rausgebracht:



    Aber ich glaube, das scheint nichts für dich zu sein, oder? ;)



    Gruß, Peter.

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