Was bringt die Saison 2008/09 ???

  • Ich schicke mal vorweg, dass ich noch nicht in Kiel im Theater war. Ich habe nur in der Besprechung der Lübecker Nachrichten gelesen, dass in Kiel eine andere Schlußversion von Turandot läuft und seit dem schaue ich mir auch das Programm in der Landeshauptstadt an.
    Das scheint ambitioniert zu sein, denn ich habe folgende Premieren für die nächste Spielzeit entdeckt:


    # Don Carlos
    # Alcina
    # West Side Story
    # Hänsel und Gretel
    # Der Rosenkavalier
    # Die Italienerin in Algier
    # Antar (DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG)
    # Triptychon (URAUFFÜHRUNG)
    # Pique Dame
    # Johannespassion


    Ich finde dabei natürlich die beiden Erst- bzw. Uraufführungen spannend.


    Antar ist von Gabriel Dupont
    Auf der Seite der Oper Kiel steht:
    Gabriel Dupont (1878–1914), musikalische Hochbegabung der französischen Belle Epoque, findet in seiner letzten Oper eine Musiksprache, welche kongenial die lyrischen Farben des Impressionismus mit der großformatigen Kontrastdramaturgie der Grand Opéra verbindet. Seine Oper Antar kam 1921 posthum an der Pariser Opéra Garnier mit großem Erfolg heraus und wurde lediglich 1946 in Paris neu in Szene gesetzt. Mit der Deutschen Erstaufführung in Kiel ist das Opus summum des zu früh verstorbenen und völlig in Vergessenheit geratenen Komponisten neu zu entdecken.


    Triptychon von Reinhard Febel (URAUFFÜHRUNG)
    Sie stehen vor einem Gemälde und tauchen tief in dessen Atmosphäre ein. Plötzlich beginnt das Bild zu leben und zu „tönen“. Reinhard Febels drei Musiktheaterszenen Frida, Das Gespensterhaus und Raum 17, sind musikalische Bildbetrachtungen von Gemälden Frida Kahlos, Edward Hoppers und Diego Velázquezs. In jeder Szene erleben zwei Paare die (mögliche) Geschichte eines Bildes. Zudem wird das Opernhaus selbst zum Bild, denn jeder Teil des Triptychons wird neue, ungewohnte Perspektiven auf das Haus eröffnen. „Das Mittelbild, in welchem beide Paare aufeinander treffen, wird umrahmt von zwei Frauenakten: In Frida wird der Geliebte einer Frau zu deren Mörder, eine zweite Frau beobachtet oder träumt das Geschehen. Raum 17 stellt einen Maler und sein Modell in den Mittelpunkt – und spielt andererseits auch in Raum 17 der Londoner National Gallery, wo eine Frau mit einem Messer (so geschehen 1907) versucht, das Bild zu zerstören. Im Gespensterhaus gerät ein junges Liebespaar in die Macht eines anderen, bereits verstorbenen Paares. Das erste Bild zeigt den Tod, das dritte die Liebe oder das Leben. Im Mittelteil treffen die Sphären aufeinander. Bild und Wirklichkeit sowie die Zeitebenen vermischen sich. Dabei werden auch musikalisch verschiedene Konstellationen von Sprache und Gesang durchgespielt: einer Sängerin und einem Sänger stehen eine Schauspielerin und ein Schauspieler gegenüber“ (Reinhard Febel).


    Mag sein, dass ich mich als Unwissender oute, aber beides sagt mir überhaupt nichts. Im Tamino Opernführer und auch in meinem Knauers Opernführer steht kein Werk von Dupont. Im Internet habe ich 4 Werke gefunden:
    1. La Cabrera (Henri Cain; italienische Fassung von A. Galli), drame lyrique 2 Teile (1903; 1904 Mailand, Teatro Lirico)
    2. La Glu (Jean Richepin/Henri Cain), drame musical populaire 4 Akte (1905-08; 1910 Nizza)
    3. La Farce du cuvier (M. Léna), Oper 2 Akte (1909-11; 1912 Brüssel)
    4. Antar (Chekri Ganem), conte héroïque 4 Akte und 5 Tableaux (1912-13; 1921 Paris)
    Vielleicht weiß hier ja jemand etwas über den Komponisten und das Werk.

    Reinhard Febel ist Jahrgang 1952. Mehr weiß ich nicht.


    Ich finde es gut, das Kiel sich diese Werke vornimmt. Auch "Alcina" und die "Italienerin" werden nicht gerade totgespielt.

  • Das Mannheimer Nationaltheater bietet in den nächsten Monaten dies:



    Leoš Janácek: Jenufa
    Musikalische Leitung: Friedemann Layer
    Inszenierung: Regula Gerber
    Bühne/Kostüme: Sandra Meurer
    Dramaturgie: Regine Elzenheimer
    Chor: Tilman Michael
    Kostüme: Sandra Meurer


    Premiere: 05. Juli 2008,
    weitere Aufführungen: 12. Juli 2008, 16. Juli 2008


    Pam Gems / Volker Kühn: Marlene
    Inszenierung: Christian Schlüter
    Bühne: Jürgen Höth


    Premiere: 27. September 2008


    Richard Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg
    Musikalische Leitung: Friedemann Layer
    Inszenierung: Jens-Daniel Herzog
    Bühne und Kostüme: Mathis Neidhardt


    Premiere: 02. November 2008


    Albert Lortzing: Der Wildschütz
    Musikalische Leitung: N.N.
    Inszenierung: Gabriele Rech
    Bühne und Kostüme: Sandra Meurer


    Premiere: 06. Dezember 2008


    Gaetano Donizetti: Maria Stuarda
    Musikalische Leitung: Tito Ceccherini
    Chor: Tilman Michael


    Premiere: 10. Januar 2009


    Richard Strauss: Ariadne auf Naxos
    Musikalische Leitung: Alexander Kalajdzic
    Inszenierung: Monique Wagemakers
    Bühne: Thomas Rupert
    Kostüme: Rien Bekkers


    Premiere: 14. Februar 2009


    Robert Schumann: Das Paradies und die Peri
    Musikalische Leitung: Friedemann Layer
    Inszenierung: Joachim Schlömer
    Bühne: Jens Kilian
    Kostüme: Nicole von Graevenitz


    Premiere: 13. März 2009


    Frederick Loewe: My Fair Lady
    Musikalische Leitung: Michael Cook
    Inszenierung: Helmut Baumann
    Kostüme: Uta Loher
    Bühne: Katrin Kegler
    Choreografie: Helmut Baumann


    Premiere: 24. April 2009


    Giuseppe Verdi: Macbetto (Macbeth)
    Musikalische Leitung: Alexander Kalajdzic
    Inszenierung: N.N.


    Premiere: 21. Mai 2009


    Salvatore Sciarrino: Superflumina (UA)
    Musikalische Leitung: Tito Ceccherini
    Inszenierung: Andrea Schwalbach
    Bühne: Anne Neuser
    Kostüme: Stephan von Wedel


    Premiere: 18. Juli 2009



  • Den Schumann finde ich sehr interessant - während die "Szenen aus Goethes Faust" ja schon mal auf die Bühne gebracht worden sind, ist mir das für "Das Paradies und die Peri" nicht bekannt.


    Scheint mir allerdings eine echte Herausforderung zu sein, dieses doch eher statische Oratorium szenisch zu gestalten. Schlömer trau ich's aber zu...



    Viele Grüße


    Bernd


  • Sehe ich auch so: Der Name "Schlömer" macht's interessant. In der Ankündigung des Nationaltheaters kann man über Schumanns "Paradies" übrigens lesen (was meine Neugier weiter steigert):


    [zitat]Am Silvestertag 1842 wurde in Leipzig der Wildschütz uraufgeführt, zwei Tage darauf, in Dresden, Wagners Der fliegende Holländer. Wenige Monate später kam, wieder in Leipzig, Schumanns Das Paradies und die Peri heraus. Mit diesem Stück, so konnte Schumann sich rühmen, habe er nichts weniger als „ein ganz neues Genre“ erschaffen, er selbst sah es vor allem als Vorbereitung auf seinem persönlichen Weg zum Musiktheater. Unabhängig von Wagner und doch im selben Moment wie dieser erprobte er dabei in Peri eine ungewohnte Form des Gesangs: ein neuartiges „Arioso“ als zukunftsweisende Mischform aus Rezitativ und Arie. Verblüffend und gleichzeitig vielsagend, wie nah sich Peri und Holländer inhaltlich stehen: Ein schuldhaftes, fliegend umhergetriebenes Geisterwesen ist auch bei Schumann die Hauptfigur, und auch Schumanns fliegender Geist ist getrieben von der Sehnsucht nach Transzendenz und Erlösung.


    Offizielle Musiktheatergeschichte hat freilich nicht Schumann, sondern, beginnend mit dem Holländer, Wagner geschrieben – als genuiner Romantiker konnte Schumann nicht im gewöhnlichen Sinn Dramatiker sein. Sein „neues Genre“, von ihm selbst nur „für den Concert-Saal“ bestimmt, denn mehr erschien ihm nicht vorstellbar, erweist sich stattdessen als wetterleuchtender Vorbote einer viel späteren Musiktheater-Moderne und ihrer postdramatischen Formen.[/zitat]

  • Auch Heidelberg bietet oin der kommenden Saison einen interessanten Spielplan:


    03.10.08 Mozart "Clemenza di Tito"


    die wird ergänzt am


    14.12.08 mit Vivaldis Oper "Tito Manlio" als deutsche Erstaufführung


    dazwischen gibts am


    01.11.08 Henze "Phaedra"


    weiter gehts am


    21.02.09 mit Leoncavallo "Pagliacci", diesmal nicht im Zweierpack mit "Cavalleria", sondern mit "Goyescas" von Enrique Granados


    13.03.09 Britten "Die Jünglinge im Feuerofen"


    und als letzte Premiere am


    26.04.09 folgt noch Martinu "Die drei Wünsche"


    Nicht unerwähnt will ich eine Balletturaufführung lassen


    am 10.10.08 hat das Tanztheaterstück "in schnee" Premiere, es stammt von Joachim Schlömer

  • Da ich mich in Kürze für längere Zeit in Kanada aufhalten werde, habe ich mir mal den Spaß gemacht, das Programm 08/09 aller wichtigen Opernhäuser zu durchforsten, um zu sehen, was das Land in Sachen Oper zu bieten hat. Da es meistens nur sehr wenige Produktionen in einer Spielzeit gibt, bleibt das ganze recht übersichtlich ... ;)


    CALGARY OPERA:
    - Faust (Gounod)
    - Ariadne auf Naxos (Strauss)
    - Barbier von Sevilla (Rossini)



    EDMONTON OPERA:
    - Der fliegende Holländer (Wagner)
    - La Traviata (Verdi)
    - Die Regimentstochter (Donizetti)
    - Die Perlenfischer (Bizet)



    OPERA HAMILTON:
    - Die Zauberflöte (Mozart)
    - Madame Butterfly (Puccini)



    MANITOBA OPERA, WINNIPEG:
    - Der Troubadour (Verdi)
    - Candide (Bernstein)
    - Madame Butterfly (Puccini)



    OPÉRA DE MONTRÉAL:
    - Das Mädchen aus dem Westen (Puccini)
    - Die Perlenfischer (Bizet)
    - Macbeth (Verdi)
    - Lucia von Lammermoor (Donizetti)



    OPERA LYRA OTTAWA:
    - Die Hochzeit des Figaro (Mozart)
    - Hamlet (Thomas)
    - Eugen Onegin (Tschaikowsky)



    L'OPÉRA DE QUÉBEC, QUÉBEC:
    - Herzog Blaubarts Burg / Erwartung (Bartok / Schönberg)
    - Cavalleria Rusticana / I Pagliacci (Leoncavallo)



    CANADIAN OPERA COMPANY, TORONTO:
    - Don Giovanni (Mozart)
    - Krieg und Frieden (Prokofiev)
    - Fidelio (Beethoven)
    - Rusalka (Dvorak)
    - Simon Boccanegra (Verdi)
    - La Boheme (Puccini)
    - A Midsummernight's Dream (Britten)
    - Cosi Fan Tutte (Mozart)



    PACIFIC OPERA, VICTORIA:
    - Thais (Massenet)
    - Semele (Händel)
    - Die Zauberflöte (Mozart)



    VANCOUVER OPERA:
    - Eugen Onegin (Tschaikowsky)
    - Carmen (Bizet)
    - Rigoletto (Verdi)
    - Salome (Strauss)


    Ein bisschen Statistik:


    43% Italienische Opern,
    19% Deutsche,
    16% Französische,
    8% Russische,
    5% Englische
    5% Tschechische
    3 % Amerikanische (Musical)


    5x Verdi, Mozart
    4x Puccini
    3x Bizet
    2x Strauss, Donizetti, Tschaikowsky, Leoncavallo
    1x Gounod, Rossini, Wagner, Bernstein, Thomas, Bartok, Schönberg, Prokofiev, Beethoven, Dvorak, Britten, Massenet, Händel



    Best, DiO :beatnik:

  • Auf der Homepage des Opernhauses Brüssel habe ich gesehen, dass das Tanztheater "In Schnee" von Joachim Schloemer schon am 19. und 20.09.2008 zu sehen sein wird - obwohl Heidelberg die Uraufführung dieses Stücks erst für den 10.10.2008 plant... Jedenfalls ist mein Interesse weiter geweckt worden. Es handelt sich um ein Tanztheaterstück, das auf Thomas Mann und seinem "Zauberberg" basiert, die Musik liefern die 6 Cello-Suiten von JS Bach, finde ich spannend.


    Eigentlich wollte ich schauen, ob es schon Karten für "Rusalka" gibt (gibts noch nicht, erst ab Ende Oktober) und entdeckte dann: "La Calisto" von Cavalli läuft noch immer in der Inszenierung von Herbert Wernicke (Lieber Bernd, hast Du die eventuell gesehen?) - die Besetzung hat zwar mittlerweile wohl nicht nur einmal gewechselt, aber es dirigiert immer noch René Jacobs - Karten gibts ab Januar 2009.


    Auch nicht unspannend: Ligetis "Le grand macabre" in einer Inszenierung von Alex Ollé von "Fura dels Baus" und mit Chris Merritt als Piet vom Fass, Brian Asawa als Go-Go und Frode Olsen und Niang Liang als Astradamors und Mescalina. Karten gibts ab Februar 2009.


    Überrascht hat mich die Besetzung des Gustav von Aschenbach in Brittens "Death in Venice": Ian Bostridge, interessant, aber vielleicht doch zu jung? Es dirigiert Paul Daniel, Karten gibts ab Dezember 2008.

  • Zitat

    Original von Alviano
    "La Calisto" von Cavalli läuft noch immer in der Inszenierung von Herbert Wernicke (Lieber Bernd, hast Du die eventuell gesehen?) - die Besetzung hat zwar mittlerweile wohl nicht nur einmal gewechselt, aber es dirigiert immer noch René Jacobs - Karten gibts ab Januar 2009.


    Lieber Alviano,


    ja, die habe ich gesehen, allerdings nicht in Brüssel, sondern vor ungefähr fünf Jahren an der Berliner Staatsoper (die Produktion wurde im Laufe der Zeit an ziemlich viele Bühnen ausgeliehen, wenn ich mich richtig erinnere). Eine wunderschöne, zutiefst berührende Produktion, grandios im typischen Kastenraum choreographiert, eine der besten Wernicke-Inszenierungen, die ich kenne (und das will bei diesem Regisseur etwas heißen), zudem musikalisch glanzvoll. Es gibt ja auch (noch mit Maria Bayo in der Titelrolle) eine DVD der Brüsseler Produktion, vor über zehn Jahren aufgenommen - die ist schon gelegentlich im Forum hymnisch gepriesen worden, und zwar erstaunlicherweise von Angehörigen aller Fraktionen in unserer guten, alten Regiediskussion.


    Schön, dass einige Opernhäuser immer noch Wernicke-Inszenierungen auf dem Spielplan halten. Beim derzeitigen Rameau-Boom im Forum muss auch nochmal daran erinnert werden, dass Wernicke schon vor über zwanzig Jahren Opern von Rameau und Lully in Darmstadt und Kassel inszeniert hat. Das hätte ich gerne erlebt, auch wenn uns die damalige musikalische Gestaltung heute wahrscheinlich befremden würde.



    Viele Grüße


    Bernd

  • Zitat

    Original von Zwielicht
    Schön, dass einige Opernhäuser immer noch Wernicke-Inszenierungen auf dem Spielplan halten.


    Lieber Bernd,


    vielen Dank für Deine Antwort, ich will versuchen, eine der Vorstellungen im kommenden Frühjahr zu besuchen. Die Premiere war immerhin schon 1993 und ich besitze die CD-Einspielung mit Maria Bayo. In Brüssel aktuell singen u. a. Sophie Karthäuser, Lawrence Zazzo und Max-Emanuel Cencic.


    An Darmstadt kann ich mich gar nicht so richtig erinnern, da habe ich in einer Wernicke-Inszenierung "Barbiere" gesehen, aber er hat auch Händel und Vivaldi inszeniert, das weiss ich noch. In Kassel habe ich den "Phaeton" von Lully und den Bach-Abend "O Ewigkeit, Du Donnerwort" gesehen und gehört. "Phaeton" war in der Tat musikalisch weit weg von dem, was wir heute in Bezug auf Lully oder Rameau kennen, aber für damalige Verhaltnisse war das eine echte Pioniertat und Edgar Schäfer schlug sich wacker als Phaeton.


    Und was den Rameau-Boom angeht: wenn einer so zu werben weiss, wie Edwin B., dann ist das eigentlich kein Wunder...


    :hello:

  • Irgendwie kommt die "Deutsche Oper Berlin" an der Bismarckstrasse nicht aus ihrem Tief heraus - was man allerdings nur zum Teil der glücklosen, kopflos agierenden und als Regisseurin anscheinend wenig begabten Kirsten Harms anlasten kann.


    Nachdem Katharina Wagner als Regisseurin für die deutsche Erstaufführung von Respighis "Marie Victoire" (Premiere ist im April) nicht mehr zur Verfügung stand (Wagner erklärte wohl, sie habe nie einen Vertrag für diese Produktion unterschrieben und sieht sich deshalb auch nicht in der Pflicht, die Inszenierung zu übernehmen. Wieso dann allerdings die Deutsche Oper bereits gegen Ende der letzten Spielzeit den Namen Katharina Wagner als Regisseurin für den Respighi überall genannt hat, bleibt wohl das Geheimnis der Intendantin - die Regie übernimmt jetzt Regierentner Johannes Schaaf), musste Kirsten Harms nun bekanntgeben, dass für die vorgesehene Carmen (Premiere im März 2009) der Regisseur Jürgen Gosch aus krankheitsgründen die Inszenierung nicht übernehmen kann. Ersatz steht anscheinend nicht zur Verfügung, sodass es nun gar keine Premiere geben wird, sondern eine Inszenierung aus dem Jahr 1979 (sic!) vom Spielleiter des Hauses, Sören Schumacher, aufgehübscht wird. Der interessierte Premierengast aus Hessen ist schon dankbar dafür, dass nicht Kirsten Harms selbst die Regie übernimmt, ist sich aber noch unsicher, ob er sich wirklich eine überarbeitete Fassung einer Peter-Beauvais- Inszenierung antun will. Gibts da wirklich niemanden, der das Gosch-Konzept umsetzen kann? Mit Braunfels "Leben der heiligen Johanna" hat das bestens geklappt, warum es nicht auch mit der "Carmen" probieren...?

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  • Ja,lieber Alviano es ist ein Jammer an der DOB.
    Du hast die missglückten Premieren wie Aida,Holländer ect vergessen.
    Ich bin sehr traurig,dass die DOB nicht erwacht.


    Grüsse Rita

  • Kommt doch mal in unsere Turandot- Produktion:


    Eigenartigerweise gibt es fast immer "Standing Ovations", obwohl wir sicher nicht an ein Hauptstadtniveau heranreichen......können.


    Aber irgendwas muß ja nun dran sein, denn sonst würde es diese Publikumsreaktionen nicht geben......


    http://www.buehnen.net/er/tura…uehnen-muenster/muenster/


    Aber bitte vorher Bescheid geben, damit man sich gegebenfalls nachher noch treffen kann.
    Fände ich sehr schön!


    LG,
    Michael

  • naja "standing ovations" in der provinz...aber lassen wir das.
    viell. spricht die münsteraner das kitschige an der inszenierung an u. sie sind dafür dankbar.
    ich weiss es nicht.
    ich werde aber wahrscheinlich (also zieml. sicher)am 1. februar in der vorstellung sein.(wenn ich noch halbwegs gute karten bekomme)
    es ist leider auch die einzige oper,die mich in dieser saison in MS interessiert.


    aber 2 wochen vorher sehe ich es (nochmals) in essen,wo mich zum glück keine kitschinszenierung erwartet.



    sollte ich doch noch in eine andere aufführung in dieser saison gehen,lasse ich es dich wissen.


    und by the way..."viel erfolg bei euren vertragsverhandlungen ihr habt meine solidarität,auch bei streik,in einen kurzstreik bin ich ja schon geraten *g*


    lg yago

  • Lieber Michael,


    ich fühle mich jetzt einfach mal mit angesprochen. In Münster war ich noch nie, also weder in der Stadt, noch im Theater, warum also nicht diese beiden Lücken mit einem Besuch schliessen?


    Auf der Homepage des Theaters Münster habe ich mir mal die Besetzung von Puccinis "Turandot" angesehen - und das erste, was mich eher abschreckt, ist der regieführende Intendant Wolfgang Quetes (sag jetzt nichts...). Elizabeth Whitehouse kenne ich irgendwoher, aber bislang ist mir nicht eingefallen, wo mir diese Sängerin schon einmal begegnet ist, bei Mario Brell weiss ich das hingegen noch ganz genau... (lustig, dass der jetzt solche Partien wie den Altoum singt). Ansonsten kenne ich noch dem Namen nach den Bariton Donald Rutherford, der müsste mittlerweile auch schon ewig in Münster engagiert sein.


    Also, so von mir aus wäre ich jetzt nicht unbedingt auf die Idee verfallen, mir "Turandot" in Münster anzuschauen, aber aufgrund Deiner Anfrage sage ich mir: "Warum eigentlich nicht?" Im Januar klappts nicht mehr, aber vielleicht ergibt sich in einem der darauffolgenden Monate eine Gelegenheit, die terminlich gut passt. Rein von der Bahnfahrtstrecke liegt Münster recht günstig.


    :hello:

  • so weit ich weiss,ist der 1.feb. der letzte termin(auskunft theaterkasse)


    das wär´ ja was,wenn ich alviano dort treffen würde...


    (übrigens warst du jetzt schon im "rheingold" in essen?)


    lg yago

  • Lieber Alviano,

    Zitat

    bei Mario Brell weiss ich das hingegen noch ganz genau... (lustig, dass der jetzt solche Partien wie den Altoum singt)


    naja, singen ist wohl das falsche Wort... :D
    Mario war mal ein ziemlich guter Sänger, in intaktem Zustand habe ich Ihn noch erlebt, aber er hat einige schlimme Krankheiten wie z.B. eine schwere Herzoperation hinter sich und wird halt noch in kleinen Rollen als Gast eingesetzt, was ein Zeichen des Respekts gegenüber diesem verdienstvollem Künstler ist.
    Er ist ein sehr netter und tapferer Kollege.


    Der 1.2. dürfte der letzte Termin sein, ich habe im Moment meinen Jahresplan nicht vorliegen und möchte Ihn auch gar nicht sehen..... :D


    Zitat

    Ansonsten kenne ich noch dem Namen nach den Bariton Donald Rutherford, der müsste mittlerweile auch schon ewig in Münster engagiert sein.


    Donald ist längst im Unruhestand, kommt aber auch immer wieder als Gast und ist ein unglaublich disziplinierter und verlässlicher Sänger,nach wie vor.



    Zitat

    und das erste, was mich eher abschreckt, ist der regieführende Intendant Wolfgang Quetes (sag jetzt nichts...).


    OK.... :D:pfeif:



    Ich fände es toll, wenn Du kommen würdest.


    :hello:

  • Zitat

    Original von yago
    so weit ich weiss,ist der 1.feb. der letzte termin(auskunft theaterkasse)
    übrigens warst du jetzt schon im "rheingold" in essen?


    Lieber yago,


    die "Turandot"-Termine liegen für mich ungünstig. Der 08.01. oder der 01.02. würden irgendwie gehen, aber ich müsste an beiden Folgetagen arbeiten. Mich würde noch das "Füchslein" interessieren, vielleicht wäre das eine Alternative für einen Münster-Besuch?


    "Rheingold" in Essen habe ich am 08.11.2008 gesehen und gehört - ich war also in der Premiere.

  • Lieber Alviano,

    Zitat

    Der 08.01. oder der 01.02. würden irgendwie gehen, aber ich müsste an beiden Folgetagen arbeiten.


    natürlich kommt dann noch bei Dir der Heimweg hinzu, aber ich habe am 2.2. auch schon um 9.30 wieder Konzertprobe..............


    Bitte überlege es Dir, ich würde mich riesig freuen.
    :hello:


    Michael

  • Lieber Michael,


    nö, das würde ich dann anders machen: ich würde dann am nächsten Morgen direkt von Münster aus zum Arbeiten fahren und mich für "später" im dortigen Kalender eintragen (das wäre nicht das erste Mal...).


    Der Freitag, also der 23.01. wäre vom Wochentag her günstig, aber ich habe sowohl am Samstag (24.01), als auch am Sonntag (25.01) einen Termin, das ist natürlich auch anstrengend, so insgesamt betrachtet.


    Gut, ich hab ja aufgrund der Feiertage tatsächlich etwas Gelegenheit, mal drüber zu schlafen - und kann mal sehen, wie die Eintrittskartenlage so ist...


    Mario Brell kenne ich noch aus seiner Zeit als Operettentenor, also noch aus einer Zeit, bevor er Partien wie den Lohengrin oder den Parisfal in sein Repertoire aufgenommen hat. Ich habe lange nichts mehr von ihm gehört - wusste also auch nicht, dass er gesundheitliche Probleme hat - und war deshalb überrascht, als ich seinen Namen jetzt zufällig in der Besetzungsliste gelesen habe.


    Wie gesagt: wenns zur "Turandot" nicht mehr klappen sollte - das "Füchslein" würde mich schon interessieren.


    :hello:

  • Banner Trailer 2 Gelbe Rose
  • Zitat

    Original von Alviano
    "Rheingold" in Essen habe ich am 08.11.2008 gesehen und gehört - ich war also in der Premiere.


    können wir da noch mit einer kritik v. dir rechnen???


    lg yago


    genau michael,ich fänd´ das auch gut

  • Zitat

    Original von yago


    können wir da noch mit einer kritik v. dir rechnen???l


    Lieber yago,


    mit hoher Wahrscheinlichkeit ja - ich möchte noch auf "Traviata" in Berlin und "Rake" in Wien eingehen - dann käme "Rheingold" in Essen. Letzteres ist eine so bildgewaltige Inszenierung geworden, dass ich daran noch recht gute Erinnerungen habe. Was ich bestätigen kann: das Stück lief vielleicht eine Minute, da hatte ein Herr, der bei mir in der ersten Parkettreihe sass, schon den Saal verlassen. Aber zum Stück an anderer Stelle mehr.

  • Lieber Alviano,

    Zitat

    Wie gesagt: wenns zur "Turandot" nicht mehr klappen sollte - das "Füchslein" würde mich schon interessieren.


    natürlich, und ich bitte Dich auch darüber nachzudenken, daß Übernachtung und Fahrservice zur Bahn bei und von mir eine Selbstverständlichkeit für mich ist, welche Du sehr gerne in Anspruch nehmen darfst.
    Eine kleine Stadtführung ist natürlich auch drin.......


    Nur gebe bitte etwaige Ansprüche an Saalakustik und Stil an der Theaterkasse ab, das Theater ist ein Albtraum in lila-Sesseln und Korbgeflecht........
    und steht unter Denkmalschutz.............leider gibt es hier keine Erdbeben.... :untertauch:
    Noch nicht einmal der Brand im Juli war groß genug....... :untertauch:


    Ich würde mich sehr freuen, wenn Du diese Einladung annehmen würdest.


    :hello:

  • Mario Brell hat mittlerweile auch ein Buch veröffentlicht, vielleicht kaufe ich es sogar einmal, denn er ist wirklich ein sehr, sehr netter Mensch:


    http://www.azonline.de/aktuell…_vor_Der_Wagner_Held.html



    :hello:


    P.S.Ach ja, ich vergaß, ich kann Dir natürlich auch eine Freikarte besorgen, nur ist es dann nicht unbedingt gegeben, daß dies ein besonders guter Platz ist, denn ich bekomme diese nur eine Woche vor der Vorstellung.


    yago
    Erstaunt hat mich, daß Du Zugriff auf die zu 50% ermäßigten Karten zu scheinen hast.
    Kennst Du jemanden aus dem Ensemble, der Dir seine Steuerkarten zur Verfügung stellt oder wie funktioniert das?
    :angel:

  • Zitat

    [i]
    yago
    Erstaunt hat mich, daß Du Zugriff auf die zu 50% ermäßigten Karten zu scheinen hast.
    Kennst Du jemanden aus dem Ensemble, der Dir seine Steuerkarten zur Verfügung stellt oder wie funktioniert das?
    :angel:


    im "cityfortwo"-heft ist je ein gutschein f. schauspiel/tanztheater/oper
    u. (ich glaube)3x norddt.bühne(oder so)...2 karten zum preis von 1


    that´s it.
    lg yago

  • Lieber Michael,


    erstmal ganz herzlichen Dank für die mehr als nur freundliche Einladung nach Münster. Überraschenderweise hat sich jetzt für mich der Termin 01.02.2009 für einen Besuch der "Turandot" als ausgesprochen günstig erwiesen.


    Die Vorstellung beginnt um 18.00 Uhr - d. h., dass ich tatsächlich noch am selben Abend wieder nach Hause fahren kann. Kurzum: ich habe eine noch vorhandene Eintrittskarte online gebucht und hoffe jetzt, dass Dir ein Treffen am Mittag oder frühen Nachmittag soweit recht ist. Wenn das Wetter mitspielt, hätte ich gegen eine kleine Erkundung der Stadt nichts einzuwenden - aber die Details können wir dann auch zeitnah abstimmen.


    Zitat

    Das Theater ist ein Albtraum in lila-Sesseln und Korbgeflecht........


    Na, da bin ich aber mal gespannt, klingt interessant, vor allem, das "Korbgeflecht" :D


    Auf den Fotos sieht das Haus irgendwie modern aus - aber das ist vielleicht nur ein Anbau...?


    Wenn das Theater denkmalgeschützt ist, ist das natürlich mit einer Modernisierung eher schwierig - oder eben dann sehr teuer. Ich erinnere mich, dass Du beschrieben hast, dass auch die Räumlichkeiten hinter der Bühne dringend renoviert werden müssten.


    Was die akustischen Verhältnisse angeht, bin ich einiges gewohnt (durchaus auch von grösseren Häusern) - und an einem kleineren Theater für die blechgepanzerte "Turandot" die richtige Balance zu finden, dürfte eh nicht so ganz einfach sein.


    Also: ich bin guter Dinge und wirklich gespannt, was mich in Münster erwartet.


    :hello:

  • Lieber Alviano,


    na super, ich freue mich!
    Einzelheiten können wir ja kurz vorher per PN klären, ich bin recht flexibel.


    Zitat

    Auf den Fotos sieht das Haus irgendwie modern aus - aber das ist vielleicht nur ein Anbau...?


    Es ist außen und im Zuhörerbereich renoviert worden, deshalb erstrahlt es jetzt wie neu.
    Da das Haus denkmalgeschützt ist, darf z.B. das 50er Jahre Ambiente im Zuschauerraum nicht verändert werden. :pfeif:


    Auch der Verwaltungsbereich wurde vor längerer Zeit renoviert und modernisiert.


    Wenn Du in Münster bist, zeige ich Dir mal, wie es bei uns unten, äh- also im Keller, aussieht. :D


    Viele Grüße,
    Michael

  • ...und auch nicht die 150(?)lampenschirme zu vergessen...


    habe mir auch heute 2 karten gekauft,leider nur noch 2. rang,aber naja.


    lg yago

  • Die "Ludwigsburger Schlossfestspiele" planen am 02.08.2009 eine konzertante Aufführung von Verdis "Trovatore". Das besondere daran: das Festspielorchester wird auf "Originalklanginstrumenten" spielen, es dirigiert Michael Hofstetter, vorgesehene Solist/innen sind: Simone Kermes als Leonora, Miljenko Turk als Luna, Herbert Lippert als Manrico und Yvonne Naef als Azucena. Ungewöhnlich vielleicht, aber sicher nicht uninteressant.

  • Hallo.
    Zwar schon etwas spät, aber da es sich schon um eine Außergewöhnlichkeit auf der Opernbühne handelt gebe ich es für diese Saison doch noch mit.




    Louis Spohr
    Der Alchymist


    Romatische Oper in drei Aufzügen


    Seit 180 Jahren die einzige Aufführung!!!


    Zwei Männer "Don Ramiro de Loxa und Don Alonzo de Castros" begehren dieselbe Frau: Inez, die schöne Tochter von Don Felix de Vasquez, dem Alchymisten. Inez´ Vater nimmt von den Verehrern seiner Tochter keine Notiz.


    Er lebt für die Wissenschaft und will nur eins, den Stein der Weisen erschaffen. Kurz vor dem Durchbruch: Eine Explosion. Vasquez überlebt dank Alonzo. Dieser rettet den Alchymisten aus den Flammen, doch durch Ramiro der Ketzerei angeklagt, wird Vasquez gefangen genommen. Als Retter ihres Vaters konnte Alonzo Inez´ Herz gewinnen. Ein gemeinsames Glück wird jedoch durch Ramiro verhindert. Er verschleppt Inez in seinen Palast. Ihr gelingt die Flucht und der Zutritt in das Inquisitionsgebäude. Vor den Richtern kommt es zum Duell zwischen Ramiro und Alonzo. Ramiro ist der Unterlegene, er wird tödlich verletzt. Am Ende wird Vasquez freigelassen und die Liebe von Inez und Alonzo hat gesiegt.


    Quelle: http://www.staatstheater-braun…cke/stueck/Der-Alchymist/


    Leitung: Christian Fröhlich
    Inzenierung: Uwe Schwarz
    Ausstattung: Dorit Lievenbrück
    Choreografie: Katja Buhl
    Chor: Georg Menskes / Johanna Motter
    Dramaturgie: Daniela Brendel


    Don Felix de Vaquez: Bernd Weikl
    Inez, seine Tochter:Moran Abouloff
    Don Alonzo de Castros:Jörg Dürmüller
    Don Ramiro de Loxa:Jan Zinkler
    Paola: Susanna Pütters
    Lopez: Mike Garling


    Nur 2 Vorstellungen !
    24.Mai 2009 19.30 Uhr im Theater großes Haus ,Braunschweig
    29.Mai 2009 19.30 Uhr im Theater großes Haus ,Braunschweig



    Ich habe das Glück bei den gesamten Proben aufgrund meines Praktikums dort mitzuerleben. Falls es sich nicht lohnt in die Oper reinzugehen werde ich den Beitrag kurz editieren.


    Besten Gruß und ein frohes Osterfest wüscht
    Chrissi

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