Lieber Malatesta
Deine Antwort Heinrich Leutemann (1824-1905) ist korrekt.
Er hat 1877 die Illustration "Der Gorilla in Wuth" für den Artikel von Hugo von Koppenfels "Meine Jagden auf Gorillas" in der Zeitschrift Die Gartenlaube geliefert. https://de.wikisource.org/wiki/Meine_Jagden_auf_Gorillas
Aus eben diesem Werke ein Textauszug zur „Wuth“
Sofern er unbehelligt bleibt, greift der Gorilla den Menschen nicht an, meidet vielmehr dessen Begegnung. Wird er jedoch überrascht, so richtet er sich auf, stößt aus tiefer Brust ein nicht wiederzugebendes, kurz abgebrochenes, bald rollendes, bald grunzendes Gebrüll aus und bearbeitet mit seinen Riesenfäusten die gigantische Brust, wobei unter Zähnefletschen und einem unsäglich boshaften Ausdrucke des Gesichtes, sowie der kleinen Augen, welche tief in ihren Höhlen liegen und einen grünlich-rothen Glanz haben, sich seine Haare auf Kopf und Nacken vibrirend sträuben. Ein wüthender alter Gorilla bietet einen Furcht erweckenden Anblick. Reizt man ihn nicht und zieht sich bei guter Zeit allmählich zurück, noch bevor seine Wuth ihren Höhepunkt erreicht, so glaube ich, daß er nicht zum Angriffe schreiten würde. Sollte man aber das Unglück haben, ihn nur leicht zu verwunden, dann freilich bin ich, ohne es selbst erlebt zu haben, fest überzeugt, daß er den Schützen annimmt, und wehe demselben, wenn ihm nicht sofort eine zweite Kugel zu Gebote steht! Ein Fliehen ihm gegenüber ist unmöglich, eine Vertheidigung mit andern als Schußwaffen ein Unding. Vermöge seiner langen überaus muskulösen Arme würde er die Geschicklichkeit auch des besten Fechters zu Schanden machen.
Als musikalische Untermalung der „Wuth“ empfehle ich:
Entschuldigung für das Affen-Off-Topic!











