Das knifflige Coverbildratespiel - Unterhaltung für Kunstkenner

  • Nachdenken

    Liebe Rätselfreunde, dieses wunderbare Spiel, das ja von Anfang an auch als Unterhaltung für Kunstkenner und solche, die es werden wollen, gedacht war, scheint an seine Grenzen gekommen. Seit Jahren schon vermerken die Firmen auf der Rückseite ihrer Alben das, was sich vorn dargestellt findet. Oft genügt ein Blick ins Netz, und schon ist die Aufgabe gelöst. Es wird also immer schwieriger, neue Rätsel, die diesen Namen verdienen, zu stellen. Die Beteiligung ist immer geringer geworden. Auch mein Vorrat ist erschöpft. Es dauert länger, eine passende CD zu finden als hinter die Fragen zu kommen. Es ist schade, wenn einem guten Thema der Enthusiasmus abhanden kommt. Deshalb bin ich dafür, vorerst einen Schlussstrich zu ziehen, wenigstens aber eine Pause einzulegen. Mir fällt so ein Vorschlag sehr schwer, weil ich diesen Thread sehr liebe. Er ist - gemessen an der Dauer, der Zahl seiner Beiträge und dem inhaltlichen Profil - der erfolgreichste des Forums, den ich kenne. Ich lese immer wieder gern darin und blättere durch die Seiten wie bei einem Bildband.


    Gestartet wurde er am 30. März 2008 von Uli, auf dessen Namen und Avatar (ein Scherenschnitt, der den Komponisten Joseph Martin Kraus zeigt) man immer wieder stößt, weil er so tüchtig, gebildet, witzig und ideenreich auftrat. Er hat Tamino über lange Zeit mit geprägt. Leider ist er schon vor Jahren ausgeschieden.


    Was meint ihr, wie weiter zu verfahren ist? Gut es neue und andere Ideen?

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Lieber Rheingold1876, liebe Rätselfreunde


    Eine andere Idee, wie der Thread weitergeführt wird, habe ich nicht. Der Grundgedanken zu einem Cover die entsprechende Vorlage und den Künstler zu finden, gefällt mir nach wie vor. Diese Rätsel haben mich oft an Grenzen geführt. Wenn ich nicht zur Lösung fand, musste ich einen anderen Lösungsweg einschlagen. Ich habe oft erwähnt, wie ich zur Lösung gefunden habe, um aufzuzeigen, dass es keine Hexerei ist. Bislang wurde jedes gelöst, sei es noch so knifflig.


    Einige Labels vermerken auf der Rückseite die Urheber des Covers. Das minimiert die möglichen Cover, die für diesen Thread geeignet sind. Die wenigsten CDs, die ich für eine Rätselstellung benutzte, sind in meiner umfangreichen Sammlung vertreten. Begegne ich im Forum einem Gemälde oder anderem Kunstobjekt auf einer geposteten CD versuche ich den Künstler zu finden. Ich habe auf diese Weise noch eine Vielzahl von Rätseln samt kurzen Kommentaren, wenn die Künstler ermittelt wurden, in Petto. Man muss sich nicht im Besitz des Booklets befinden, um sich im Thread zu beteiligen. Eine gewisse Hartnäckigkeit gehört auch dazu.


    Ich habe in der Beschäftigung in diesem Thread viel über die Kunstgeschichte gelernt. Alfred Schmidt hat mehrmals darauf hingewiesen, dass man über ein gutes Allgemeinwissen verfügen muss, will man zur Lösung finden. Da scheint er recht zu haben. Ich traue aber anderen Taminos durchaus zu, dass sie ihr Wissen hier einbringen können. Voraussetzung ist, dass man Interesse für bildende Kunst hat.


    Inzwischen mache ich Museumsbesuche im Internet. Viele der Aussteller machen ihre Objekte digital zugänglich. Das schärft das Auge für Künstler, die wenig bekannt sind. Das ersetzt selbstverständlich die Betrachtung des Originals im Museum in keiner Weise. Mal auf die Schnelle nach London, Boston oder Florenz zu reisen ist nicht für jeden möglich. In Zeiten wie diesen schon gar nicht.


    Ich würde es bedauern, wenn dieser Thread nicht weitergeführt wird.


    Es grüsst die hier lesenden Taminos und Nutzer des Internets


    moderato

    .

    I think laughter is preferable to tears.

    John Cage


    Jede Hörerin und jeder Hörer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat Anspruch darauf, wenigstens einmal am Tag überfordert zu werden.

    Hans Winking

    2 Mal editiert, zuletzt von moderato ()

  • Mal so in die Runde gefragt: Alfred meinte in seinem letzten Beitrag, daß es Labels gäbe, die keinerlei Informationen zum verwendeten Coverbild machen (als Beispiel brilliant). Können wir das nicht als Herausforderung begreifen? Ich hätte beispielsweise kein Problem damit, würde jemand ein Cover in den Ring werfen, von dem er selbst nicht weiß, was dargestellt ist. Entweder wir schaffen es, eine Lösung zu finden. Oder eben nicht. Das wäre dann ein weiteres ungelöstes Rätsel der Menschheit ;-)

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Ich glaube, Reinhards Vorschlag ist eine geeignete Möglichkeit, den Thread, der doch vielen Freude bereitet, weiterzuführen.


    Ich kann mich erinnern, schon mehrfach Hüllen bzw. Booklets in der Hand gehabt zu haben, bei denen es keinen Hinweis auf das abgebildete Kunstwerk gab. Konkret fällt mir jetzt keine Aufnahme ein, sonst hätte ich sie bereits eingestellt.


    Ich werde aber jetzt bewusst darauf achten.



    Liebe Grüße


    Portator

  • Liebe Rätselfreunde, ich muss mich leider ausklinken, denn ich habe trotz intensiver Suche keine geeigneten Cover mehr zur Verfügung. :( Sobald sich Nachschub findet, melde ich mich wieder zurück. :hello:

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Lieber Rheingold1876, liebe Rätselfreunde in Österreich und aller Welt


    Nachdem du kein weiteres geeignetes Coverbild in deiner Sammlung hast und der Thread daher nicht mehr weiter geht, erlaube ich mir ein neues Rätselbild zu stellen.


    Der Maler hat nach eigenen Aussagen hunderte Bilder dieses Sujets gemalt. Es gehörte zum Sammlungsbestand eines Kunsthistorischen Museums, ehe es an ein anderes Museum ausgeliehen wurde.


    Da Österreich wieder sich im strengen Lockdown befindet, habe ich dieses Bild ausgewählt, das an andere, belebtere Zeiten erinnert, in der Hoffnung, dass sich die Lage bessern wird.


    Wer hat's gemalt?



    Es grüsst alle Taminos und Freunde des Forums


    moderato

    .

    I think laughter is preferable to tears.

    John Cage


    Jede Hörerin und jeder Hörer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat Anspruch darauf, wenigstens einmal am Tag überfordert zu werden.

    Hans Winking

  • Liebe Rätselfreunde


    Als Kind könnte der Maler Franz Schubert und Ludwig van Beethoven begegnet sein, im Alter Gustav Mahler.

    Während seines langen Lebens erhielt er zahlreiche Ehrungen und wurde in den Ritterstand erhoben.

    Seinen Vorname tragen manche Mitglieder der herrschenden Dynastie seines Geburtslandes.

    Sein Nachname ist kurz und knapp.


    Es grüsst moderato

    .

    I think laughter is preferable to tears.

    John Cage


    Jede Hörerin und jeder Hörer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat Anspruch darauf, wenigstens einmal am Tag überfordert zu werden.

    Hans Winking

  • Lieber moderato, liebe Rätelfreunde, ich weiß, wer das Bild gemalt hat. Gibt es nicht mehre Versionen davon? Auch ohne Ptrozession. Wenn ich den Mal nenne, dann bringe ich mioch in die Lage, in die ich nicht kommen darf, weil ich mit keinem neuen Rätsel dienen kann. :( Warten wir also ab.

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Die Architektur faszinierte den Maler so sehr, "dass er ihn rund 100 Mal abbildete"(Zitat).

    Aber ich halte mich auch zurück.

    Alles Gute und einen Gruß von Orfeo

  • Lieber Rheingold1876, lieber Orfeo


    Die Vorsicht verstehe ich, läuft man doch Gefahr bei Nennung des Namens ein neues Rätsel stellen zu müssen. Wenn einem die möglichen Cover in der Sammlung fehlen, wird es schwierig sich zu beteiligen. Ihr liegt mit euren Hinweise der Prozession und Anzahl Bilder des gleichen Sujets vollkommen richtig.


    Liebe Rätselfreunde


    Ölgemälde wie die Vorlage des Coverrätsels hat der Gesuchte zwar auch gemalt. Doch bekannt wurde er vorallem durch seine Aquarelle seiner Heimatstadt. Übrigens, er kam bereits einmal in diesem Thread vor.


    Mit der Aufmunterung sich am Rätsel zu beteiligen grüsst euch


    moderato

    .

    I think laughter is preferable to tears.

    John Cage


    Jede Hörerin und jeder Hörer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat Anspruch darauf, wenigstens einmal am Tag überfordert zu werden.

    Hans Winking

  • Lieber Alfred Schmidt


    Jawohl - Rudolf von Alt ist der Gesuchte! Als Wiener hast du den Urheber selbstverständlich erkannt.


    Mein Hinweis auf den Vornamen zielte auf die 15 Träger aus dem weit verzweigten Geschlecht der Habsburger, die übrigens ihren Ursprung auf dem Gebiet der Schweiz im Kanton Aargau haben:


    1174_online_1_Habsburg_DSC0523_SH14.jpg


    Rudolf I. (Habsburg) († ~1063), Graf von Habsburg

    Rudolf I. (HRR) (1218–1291), römisch-deutscher König, Herzog von Österreich, Graf von Habsburg (Rudolf IV.)

    Rudolf III. (Habsburg) der Schweigsame (1227–1249), I. als Graf von Habsburg-Laufenburg, Landgraf

    Rudolf I. (Böhmen) Kaše (1282–1307), König von Böhmen, Herzog von Österreich (Rudolf III.), Graf von Habsburg (Rudolf VI.)

    Rudolf II. (Habsburg) (der Gütige; † 1232), Graf von Habsburg

    Rudolf II. (Österreich) (1270–1290), V. als Graf von Habsburg, Mitregent in den Herzogtümern Österreich und Steiermark

    Rudolf von Habsburg-Laufenburg (Bischof), II. von Habsburg-Laufenburg († 1293), Bischof von Konstanz

    Rudolf II. (Habsburg-Kyburg) († 1383), Graf von Kyburg

    Rudolf II. (HRR) (1552–1612), römisch-deutscher Kaiser und König von Böhmen, V. als Erzherzog von Österreich, VIII. von Habsburg

    Rudolf III. (Habsburg) der Schweigsame († 1249), I. als Graf von Habsburg-Laufenburg

    Rudolf III. (Habsburg-Laufenburg) (1270–1314), Graf von Habsburg-Laufenburg

    Rudolf IV. (Österreich) (der Stifter; 1339–1365), Erzherzog von Österreich, Graf von Habsburg (Rudolf VII.)

    Rudolf IV. (Habsburg-Laufenburg) († 1383), Graf von Habsburg-Laufenburg

    Rudolph von Österreich (Kardinal) (1788–1831), Kardinal-Erzbischof von Olmütz

    Rudolf von Österreich-Ungarn (1858–1889), Kronprinz von Österreich-Ungarn


    Das Coverbild zeigt eine Prozession auf dem Vorplatz des Stephansdom in Wien. Namensgeber ist der heilige Stephanus, der als erster christlicher Märtyrer gilt.


    Das Bild gehörte zum Sammlungsbestand des Kunsthistorischen Museums in Wien, deiner ehemaligen Arbeitsstelle lieber Alfred Schmidt, ehe es seinen heutigen Standort im Belvedere Museum fand.


    1024px-Rudolf_Ritter_von_Alt_001.jpg



    Rudolf von Alt lebte von 1812 bis 1905 in Wien. Er hätte den Komponisten Beethoven, Schubert, Brahms oder Mahler begegnen können.


    Dieses Sujet hat er mehrfach gemalt. Das Ölgemälde zeigt seine Meisterschaft. Wie das gemalt ist, verdient Respekt. Man betrachte die Behandlung des Lichts, die Statik des Doms die gegen den gerafften Stoff der Marquise gesetzt ist, um nur zwei Merkmale hervorzuheben.


    Es grüsst nach Wien mit der Aufforderung uns das nächste Rätsel zu stellen


    moderato

    .

    I think laughter is preferable to tears.

    John Cage


    Jede Hörerin und jeder Hörer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat Anspruch darauf, wenigstens einmal am Tag überfordert zu werden.

    Hans Winking

  • Hallo moderato


    Ich hab natürlich die Antwort längst gewusst - aber das Problem ist ja immer ein Cover zu finden - notaben, da ich seit einiger Zeit keine CDs meh kaufe

    (Platz ist voll belegt und ich habe, noch ca 700 Stück die nie gespielt wurden)

    Aber bei JAKOB von Alt ist mir dann die Sicherung durchgebrannt^^

    IRGENDIE werde ich vielleich noch eine versteckte geeignete CD finden - und so war es dann auch


    Und nun stellt sich die Frage Nach Maler und Bild...


    Beste Grüße aus Wien

    Alfred

    Die Hauptaufgabe eines guten Forenbetreibers ist: AN ALLEM SCHULD ZU SEIN

    Tut er das nicht, dann ist er eigentlich überflüssig....


  • Lieber Alfred Schmidt


    Ich sehe ein Tor mit einem Relief einer Ruine. Ich rate, dass Francesco Guardi der Urheber sein könnte.


    Es grüsst nach Wien


    moderato

    .

    I think laughter is preferable to tears.

    John Cage


    Jede Hörerin und jeder Hörer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat Anspruch darauf, wenigstens einmal am Tag überfordert zu werden.

    Hans Winking

  • Lieber moderato


    Gratulation

    Das ging schneller als ich dachte.

    Ja die Antwort stimmt. Bald haben wie das gesamte Weltkulturerbe abendländischer Malerei aufgebraucht...


    Liebe Grüße aus wien

    Bleib gesund

    Alfred

    Die Hauptaufgabe eines guten Forenbetreibers ist: AN ALLEM SCHULD ZU SEIN

    Tut er das nicht, dann ist er eigentlich überflüssig....


  • Lieber Alfred Schmidt


    Ich habe aufgrund des Mal-Stiles geraten. Aber die Vorlage für das Coverbild habe ich - noch - nicht gefunden.


    Es grüsst dich


    moderato

    .

    I think laughter is preferable to tears.

    John Cage


    Jede Hörerin und jeder Hörer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat Anspruch darauf, wenigstens einmal am Tag überfordert zu werden.

    Hans Winking

  • Liebe Rätselfreunde


    Ein neues Rätsel.


    Ich beurteile es als schwierig. Weil das Coverbild farblich vom Original abweicht, es mit Wien nichts zu tun hat und einen kleinen Ausschnitt darstellt. Alles Faktoren, die die Suche erschweren oder auf eine falsche Fährte führen.


    Mit dem letzten Rätsel hat es etwas Formales gemeinsam: den Bogen, worunter die Schöne steht. Entstanden ist das Bild im Todesjahr von Johann Strauss Sohn (andere Quellen datieren es zwei Jahre später) in einem anderen Land, wohin der Walzerkönig nebst anderen Ländern 1867 reiste. Der Titel erwähnt einen Vogel. Davon sind zwei Exemplare dargestellt.


    Wer hat's geschaffen?



    Es grüsst euch


    moderato

    .

    I think laughter is preferable to tears.

    John Cage


    Jede Hörerin und jeder Hörer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat Anspruch darauf, wenigstens einmal am Tag überfordert zu werden.

    Hans Winking

  • Da ich gleich eine Frage an euch habe, mische ich mich mal kurz ein:


    Louis Chalon, Essai d'un style moderne, ca. 1899, Bibliothèque des Arts Décoratifs, Paris


    Louis%20Chalon%20-%20Essay%20on%20a%20Modern%20Style%20c1899%20%20-%20%28MeisterDrucke-168208%29.jpg

  • Lieber thdeck


    Ich gratuliere dir zur Lösung dieses schwierigen Rätsels.


    Ich benötigte mehrere Anläufe, bis ich den Urheber ermittelt hatte, deshalb meine Hinweise. Ich suche vor der Rätselstellung das Bild mit Suchbegriffen, ob eine Chance besteht, die Vorlage zu finden. Art Déco und der verwandte Begriff Art Nouveau führen zum Druck. Das Jugendstil-Bild hat auch den Titel The Peacock = Der Pfau, wobei zwei dieser Vögel abgebildet sind.


    Louis Chalon lebte von 1866 bis 1916 in Frankreich. Er war ein Multitalent und arbeitete als Maler, Illustrator, Gold- und Silberschmied sowie Bildhauer.


    Du hast nun die Ehre, uns das nächste Rätsel zu stellen.


    Es grüss dich herzlich


    moderato

    .

    I think laughter is preferable to tears.

    John Cage


    Jede Hörerin und jeder Hörer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat Anspruch darauf, wenigstens einmal am Tag überfordert zu werden.

    Hans Winking

  • Es geht um dieses Porträt von Dvorak:


    35807_Product.jpg


    Es gelingt mir leider nicht, den Maler herauszufinden, geschweige denn den Verbleib des Gemäldes. Oder ist es doch nur eine bearbeitete Fotografie?

    Oder sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht?



    Thomas

  • Lieber thdeck


    Ich habe eine Fotografie gefunden, die den Komponisten Antonin Dvorak in gleicher Weise zeigt, wie dein Cover. Es gibt eine Fotografie, die unbearbeitet ist. In dieser Fassung ist der untere Bildrand nicht verwischt. Weil der Anbieter im Internet ein hässliches Wasserzeichen über das ganze Bild gelegt hat, lasse ich es sein, es hier zu setzen. Hier der Link:

    https://c7.alamy.com/compfr/f3…siteur-tcheque-f36nfr.jpg


    Ein Maler hat nach dieser Vorlage das Portrait gemalt.


    Dvorak.jpg


    Hier sieht man ein gemaltes Portrait, das wie dein Coverbild nach dieser Fotografie gemalt wurde. Verraten hat der auffällige Knick im Kragen. Wer nach der Fotografie das Potrait gemalt hat, konnte ich bis jetzt nicht ermitteln.




    Es grüsst dich


    moderato

    .

    I think laughter is preferable to tears.

    John Cage


    Jede Hörerin und jeder Hörer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat Anspruch darauf, wenigstens einmal am Tag überfordert zu werden.

    Hans Winking

  • Das Gemälde ist zwar nicht in jedem Detail gleich (z.B. der Knoten der Fliege), aber das muss es ja auch nicht. Die These mit dem Foto als Vorlage ist jedenfalls plausibel.


    Vielleicht findest du (oder jemand anderes) noch den Maler. Aber wenn die These stimmt, wird der Maler nur ein Handwerker sein.


    Ich könnte mir vorstellen, dass zumindest das Foto (also ein Abzug davon) im Dvorak-Museum in Prag zu sehen ist. Mit etwas Glück sogar das Gemälde...



    Thomas

  • Lieber thdeck


    Es gibt mehrere Gemälde, für welche die gleiche Fotografie als Vorlage verwendet wurde.


    Diese Fotografie aufgenommen im Antonin Dvorak Museum in Prag, das den Flügel des Komponisten und ein Gemälde zeigt, das aber nicht identisch mit deiner Vorlage des Covers sein dürfte. Der Maler ist nicht genannt.


    im Museum in Prag


    https://media.gettyimages.com/…e-id164083545?s=2048x2048


    oder als Foto des Gemäldes


    https://media.gettyimages.com/…e-id122336267?s=2048x2048


    oder ein weiteres Gemälde für die Promotion einer Briefmarke


    https://media.gettyimages.com/…e-id839098102?s=2048x2048



    Die Maler sind in keinem der Beispiele erwähnt.



    Es grüsst dich


    moderato

    .

    I think laughter is preferable to tears.

    John Cage


    Jede Hörerin und jeder Hörer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat Anspruch darauf, wenigstens einmal am Tag überfordert zu werden.

    Hans Winking

  • Liebe Rätselfreunde


    Wer hat das krönende, kupferne Kunstwerk auf dem Giebel dieses Bauwerkes geschaffen?


    Wer hat das Denkmal vor der Freitreppe entworfen?


    Es wird nach den Namen von zwei Bildhauern gefragt.



    Es grüsst


    moderato

    .

    I think laughter is preferable to tears.

    John Cage


    Jede Hörerin und jeder Hörer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat Anspruch darauf, wenigstens einmal am Tag überfordert zu werden.

    Hans Winking

  • Lieber moderato,


    ein schönes Rätsel, das anders als bei sonst gesuchten Malern nach Bildhauern fragt, die mit der Architekturgeschichte der Stadt Berlin im 19. Jahrhundert engstens verbunden sind.


    Das abgebildete Gebäude hat ja wohl jeder erkannt. Es ist das Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin, das frühere von Schinkel entworfene Schauspielhaus.


    Das krönende Kunstwerk auf dem Giebel stellt Apollo im Greifenwagen dar. Geschaffen hat es Christian Friedrich Tieck (1776 bis 1851), ein in Berlin geborener Bildhauer.


    Das Schillerdenkmal vor der Freitreppe des Konzerthauses ist ein Werk des Berliner Bildhauers Reinhold Begas (1831 bis 1911).



    Liebe Grüße


    Portator

  • Lieber Portator


    Deine Lösungen sind richtig. Du wirst das nächste Rätsel stellen.


    Das abgebildete Gebäude hatte ich nicht gekannt und ich musste, bevor ich das Rätsel stellten konnte, mich nach Bauwerken dieser klassischen Form umsehen. Dass der Architekt Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) sein könnte, war meine Vermutung. Dem war auch so. Von ihm stammt diese Entwurfszeichnung des markanten Theaterbaus am Gendarmenmarkt in Berlin.


    1280px-Schauspielhaus_berlin.jpg


    Doch was wir heute davon sehen, ist nur die Fassade.


    1776 wurde an dieser Stelle das Französische Komödienhaus errichtet.

    1787 erhielt es den Namen Königliches Nationaltheater.

    1802 wurde der Bau abgerissen und ein neues Gebäude errichtet.

    1817 brannte das Theater ab. Karl Friedrich Schinkel erhielt den Auftrag, das neue Theater zu entwerfen. Er arbeitete mit dem Bilshauer Christian Friedrich Tieck (1776-1851) zusammen, der seine Vorstellungen für die künstlerische Ausgestaltung ausführte. 30 Jahre lang war Tieck damit beschäftigt die Reliefs und die Skulpturen am Bau zu fertigen. Der Greifenwagen mit Apollo sieht aus der Nähe betrachtet so aus:


    Berlin_Konzerthaus_BW_2.jpg


    1821 wurde das Königliche Staatstheater eröffnet.

    1918 erhielt es den Namen Preussisches Staatstheater.

    1943 und 1945 brannte der Bau aus.

    1984 wurde der komplett entkernte Bau als Schauspielhaus wiedereröffnet.

    1992 nannte man es der neuen Nutzung entsprechend in Konzerthaus Berlin um.


    Vor der Freitreppe wurde 1871 das Denkmal, die Skulpturengruppe zu Ehren des Dichters Friedrich Schiller, von Reinhold Begas (1831-1911) geschaffen.


    Gendarmenmarkt_%288330765609%29.jpg


    Es grüsst dich, lieber Portator, sowie alle Rätselfreunde herzlich


    moderato

    .

    I think laughter is preferable to tears.

    John Cage


    Jede Hörerin und jeder Hörer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat Anspruch darauf, wenigstens einmal am Tag überfordert zu werden.

    Hans Winking

  • Lieber moderato, liebe Rätselfreunde,


    es war gar nicht so einfach, ein neues Rätsel zu finden. Entweder war der Künstler noch nicht lange genug tot oder es gab bei jpc eine Rückseite mit Cover-Hinweis.


    Ich habe in meinem Bestand noch eine CD gefunden, die wohl noch nicht vorgekommen ist.

    Da sie - zumindest in dieser Fassung - bei jpc nicht mehr geführt wird, musste ich die Abbildung scannen.


    Hier ist die neue Aufgabe:


    40102607bm.jpg


    Das auf der CD wiedergegebene Bild des Künstlers ist im Internet auffindbar. Die bekannte Frage: Welcher Künstler hat das für die CD ausgesuchte Bild geschaffen?


    Viel Spaß bei der Recherche ...



    Liebe Grüße


    Portator

  • Lieber Portator


    Ich vermute, dass es sich um ein frühes Werk der Kunstgeschichte handelt. 14. Jahrhundert. Der Maler dürfte ein Italiener sein.


    Eine Kreuzigung ist dargestellt. Engel beweinen den Tod des Erlösers. Wie sie gemalt sind mit dem merkwürdigen, wolkigen "Antrieb" ist eigenartig. Aus der Flanke schiesst ein Blutstrom.

    Das kostbare an diesem Bild ist die Farbe blau, deren Pigment nur mit dem Halbedelstein Lapislazuli hergestellt werden konnte. Es war damals extrem teuer und nur Auftraggeber mit einem entsprechend grossen Geldbeutel konnten den Maler beauftragen.

    Die Malrechnik verrät, dass es sich um einen Meister seines Faches handelt. Der Körper ist mit Schatten modelliert, was zu jener Zeit, in der ich annehme, dass das Bild entstanden ist, sehr fortschrittlich gewesen sein muss.


    Da es sich um einen Ausschnitt handelt, wird die Suche aufwändig werden. Der mir einfällt, dessen Werke sind zu überblicken. Dieses ist nicht darunter.


    Es grüsst und bedankt sich für das knifflige Rätsel


    moderato

    .

    I think laughter is preferable to tears.

    John Cage


    Jede Hörerin und jeder Hörer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat Anspruch darauf, wenigstens einmal am Tag überfordert zu werden.

    Hans Winking