Das knifflige Coverbildratespiel - Unterhaltung für Kunstkenner

  • Die Lösung findet sie hier im Forum. Damit möchte ich aber das neue Rätsel nicht gelöst haben. ;) Es wäre zu einfach. Malatesta müsste sich wohl etwas neues ausdenken.

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Oy vej, ich habe leichtsinnigerweise weder diesen Thread noch das Thema »Noten auf Gemälden« genauer inspiziert …


    Bis gleich!


    Malatesta (recherchiert)

  • Information für Rätselsteller


    Man geht zum Thread Das knifflige Coverbildratespiel - Unterhaltung für Kunstkenner.


    Wenn man oben rechts auf das Lupensymbol klickt, erscheint dieses Feld:




    Dort den Namen des Malers schreiben und bestätigen.


    Dann erscheinen die Beiträge, in denen der Name des Künstlers im Thread Das knifflige Coverbildrätsel vorkommt.

    So ist man sicher, dass das Cover als Rätsel nicht bereits im Thread vorkam.


  • Man sollte die Spielregeln vielleicht noch mal genau festlegen.

    Die Lösung findet sie hier im Forum. [....] Malatesta müsste sich wohl etwas neues ausdenken.

    Klar ist, dass das Cover in diesem Thread nicht schon mal gesucht wurde, aber dass das Originalgemälde auch in Beiträgen anderer Threads (in diesem Fall in Noten auf Gemälden noch nie gezeigt werden durfte, war zumindest mir bisher nicht klar.

    Ich melde mich ab vom 11. März bis Anfang April 2026. Ein Monat Kur im Thermalbad.

  • Als Moderator hat man Nerven wie Drahtseile und eine Engelsgeduld. :angel: Ich habe mir die Beiträge des aktuellen Rätsels noch einmal genau angesehen.


    Werter Rheingold1876


    Das Cover, das Malatesta als kniffliges Coverbildrätsel gestellt hatte, kam im Thread noch nicht vor.

    Es ist daher vollumfänglich für ein Rätsel geeignet, wie Orfeo richtig festgestellt hat.


    Ich nenne den Namen: Der Maler ist Jean-Baptiste Oudry (1685-1755). Der Titel des verwendeten Gemäldes: Nature morte mit Geige, Blockflöte, Büchern, Noten, Pfirsichen und Trauben


    Da du die Verlinkung zum Noten in Gemälde Thread setzt und schreibst Zitat "Damit möchte ich aber das neue Rätsel nicht gelöst haben." und dich nicht am Rätsel beteiligen willst und nicht die Lösung nennst, wird Malatesta nicht umhin können, mir die Lösung zu bestätigen, gemäss der Regel, die Ulli in Beitrag 1 festgelegt hat. Das knifflige Coverbildratespiel - Unterhaltung für Kunstkenner


    Als Moderator entscheide ich, dass eine Verlinkung nicht als Lösung zulässig ist.


    Ich warte solange mit dem Stellen des nächsten Rätsels, bis Malatesta im nächsten Beitrag die Bestätigung setzen wird.


    moderato in seiner Funktion als Moderator


  • Lieber moderato (und nicht nur) in seiner Funktion als Moderator,


    vielen Dank für die Engelsgeduld, die Umsicht und das wohltemperierte Fingerspitzengefühl.

    Hiermit bestätige ich, daß der gesuchte Maler besagter und von Rheingold1876 in

    Beitrag #8.912 verlinkter Jean-Baptiste Oudry ist.


    Das Gemälde – die Bibliothèque Nationale de France führt es (via Gallica und dort mit einem

    Foto) als »La flûte à bec et le violon« – befindet sich, so das Beiheft der CD des Labels Pan Classics,

    in Privatbesitz.

  • Lieber Malatesta


    Dann werde ich das nächste Rätsel stellen, weil Rheingold1876 eher kein Rätsel stellen möchte.


    Lieber Rätselfreunde


    Neues Rätsel, neues Glück


    Wer hat's gemacht?


    Auf wen blicken die Damen?


    Es munter auf, sich am kniffligen Coverbildratespiel zu beteiligen


    moderato



  • Lieber Malatesta


    Ja, ich gratuliere. Das Relief aus dem Jahr 1821 stammt von Bertel Thorvaldsen (1770-1844), ein dänischer Bildhauer, der in seinen Arbeiten einen unvergleichlichen "Schmelz" erzielen konnte.


    Es gibt verschiedene Fassungen des Themas Die Grazien hören sich Amors Lied an.


    The_Graces_Listening_to_Cupid%27s_Song_2_-_Thorvaldsens_Museum_-_DSC08571.jpg


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  • Interessant finde ich die Decke mit den runden Ausmalungen zwischen den Deckenstreben und die Kanzel mit dem turmartigen Aufbau auf dem Schalldeckel. Das könnte bei der Suche helfen.


  • Mehr willst du nicht wissen?


    Dann sage ich mal ganz provokativ: Pieter Saenredam. Weil das halt sein Stil war.


    Mir wär's aber recht, wenn es ein anderer wäre, damit sich mein Horizont etwas erweitert.

  • War Pieter Saenredam jemals in Hannover? Die Marktkirche in Hannover reklamiert das dargestellte Interieur nämlich für sich. Aber heute sieht der Innenraum vollkommen anders aus.

    https://share.google/wvByHLS1h8QvIs9VB

    Von wem das Bild stammt wird dort leider nicht verraten. Also suchen, suchen, suchen.

    Ich melde mich ab vom 11. März bis Anfang April 2026. Ein Monat Kur im Thermalbad.

  • Mehr willst du nicht wissen?


    Dann sage ich mal ganz provokativ: Pieter Saenredam. Weil das halt sein Stil war.


    Mir wär's aber recht, wenn es ein anderer wäre, damit sich mein Horizont etwas erweitert.

    Lieber thdeck,


    nein, mehr nicht. Wäre nach der Maltechnik gefragt worden, hättest Du Meester Saenredam möglicherweise

    nach intensiverer Betrachtung des CD-Covers ausschließen können. Möglicherweise, da die Reproduktion

    »naturgemäß« (Th. B.) von eher mittelmäßiger Qualität ist.


    Da ist wohl (pun intended) eine Horizonterweiterung am Horizont …

  • War Pieter Saenredam jemals in Hannover? Die Marktkirche in Hannover reklamiert das dargestellte Interieur nämlich für sich. Aber heute sieht der Innenraum vollkommen anders aus.

    https://share.google/wvByHLS1h8QvIs9VB

    Von wem das Bild stammt wird dort leider nicht verraten. Also suchen, suchen, suchen.

    Es handelt sich hierbei in der Tat um die Hannover’sche Marktkirche. Und allem Anschein nach hat sich

    Pieter Saenredam nie außerhalb der Niederlande aufgehalten.

  • Die alte Fotografie der Marktkirche Hannover, die Orfeo gefunden hat, entspricht nicht dem heutigen Inneren. Im 2. Weltkrieg wurde der Kirchenraum durch die Bombardierung zerstört und die Kirche neu aufgebaut.


    So hat es nichts genutzt, dass ich mich nach den erwähnten runden Deckengemälden und dem turmartigen Aufbau der Kanzel umgesehen habe.


    Ich muss eine andere Strategie wählen, um die Lösung zu finden. Den Namen Pieter Saenredam hatte ich zuvor bereits schon verworfen.


  • Das Innere der Marktkirche in Hannover sah allerdings schon vor der Zerstörung im 2. Weltkrieg viel schlichter aus als auf dem Wiki-Bild. Hier nach einer Lithographie von Julius Giere im Jahr 1848.


    hannover-innenansicht-das-innere-der-marktkirche-zu-hannover.webp

    Quelle: https://www.kunstfreund.eu/Han…r-Marktkirche-zu-Hannover


    Ob bei der Zuschreibung vielleicht mal wieder KI beteilgt war?

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  • Meine Zweifel an der Richtigkeit der Zuschreibung des Cover-Bilds zur "Marktkirche in Hannover" (ursprünglich: Ecclesia Sanctorum Jacobi et Georgii) beruhen vor allem auf der Tatsache, dass es sich um eine evangelische Kirche handelt. Das Cover zeigt aber einen sehr stark ausgeschmückten Innenraum, wie er eher bei katholischen Kirchen zu finden ist. Malatesta und die Website der Stadt Hannover haben zwar bestätigt, dass es sich um die Marktkirche handeln soll, aber um welche Zeit war das Innere denn so prunkvoll gestaltet? Wenn man das rausfinden kann, ist der Maler auch zu finden.

    Ich melde mich ab vom 11. März bis Anfang April 2026. Ein Monat Kur im Thermalbad.

  • Auf der Website "Hannover -- Market Church" fand ich zwei Fotos, die zwar angeblich die Kanzel der Marktkirche in Hannover zeigen sollen, aber in Wirklichkeit zwei unterschiedliche Kanzeln abbilden. Mein anfänglich nur vager Verdacht auf eine Zuschreibung durch KI verdichtet sich.


    100_3384.JPG

    man beachte die Kanzel auf der rechten Seite, vor allem die Abdeckung.

    Im Vergleich dazu ein Foto mit der gleichen Betitelung: Interior, Church of St. George and St. James, Marktkirche, Hannover, Germany, before WWII bombing.

    Das ist zweillos nicht dieselbe Kanzel

    100_3383.JPG


    Und nun? Ich bin mal gespannt auf die Auflösung.

    Ich melde mich ab vom 11. März bis Anfang April 2026. Ein Monat Kur im Thermalbad.

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  • […] aber um welche Zeit war das Innere denn so prunkvoll gestaltet?

    Das ist in der Tat die Frage. Könnte es sein, daß der Künstler keine »Momentaufnahme« fixiert hat?

    Hinweis: Es könnte …


    HTH,


    Malatesta

  • Das kann entdichtet werden. Sei versichert, daß ich mich keiner KI-generierten Quelle bedient habe.

    Das will ich damit gar gesagt haben. Aber bist du auch sicher, dass deine Quelle sich nicht einer KI bedient hat?

    Ich beende die Suche jetzt, da mich das CD-Cover ehrlich gesagt wenig interessiert. Interessant dagegen fand ich die unterschiedlichen und sich widersprechenden Zuschreibungen bezüglich des Standorts der Kirche. Wem soll oder kann man da glauben?


    Der vergoldete mittelalterliche Sakramentsaltar, entstanden um 1480, war bis 1663 der Hauptaltar der Marktkirche. Dann musste er im Zuge des barocken Umbaus der Kirche weichen, kam in die Ägidienkirche und von dort 1856 als Leihgabe in das Welfenmuseum, die heutige Niedersächsische Landesgalerie. Dank seiner Auslagerung an einen sicheren Ort überstand er den Zweiten Weltkrieg. 1952 wurde das Altarbild nach dem Wiederaufbau der Marktkirche an seinen angestammten Platz zurück geholt.

    5-06-01-altar-gesamt.jpg_200-1bea39016909b309e5288b8bd3b41faa.jpg

    Genau dieses Altarretabel ist auch auf Gieres Lithographie von 1848 (s.o.) zu sehen, was beweist, dass hier wirklich die Marktkirche abgebildet ist.


    IMG-20260306-182308.jpg

    Ob und wann aber die Kanzel auf dem Cover wirklich in der Marktkirche war, ist bisher nicht eindeutig bewiesen. 1848 war sie auf der Lithographie auf jeden nicht da. Der Altar ist auf dem Cover leider nicht erkennbar abgebildet.


    Aber hauptsächlich geht es hier ja auch um den Maler des Covers, egal ob die abgebildete Kirche in Dortmund, Zwolle oder Nürnberg steht, bzw. stand.

    Ich melde mich ab vom 11. März bis Anfang April 2026. Ein Monat Kur im Thermalbad.

  • Ich verstehe die Aufregung nicht ganz. Die Lithographie von 1848 zeigt ja so gut wie keine Einrichtung, nicht einmal eine Bestuhlung. Kanzeln sind "schnell" abgerissen und neugebaut. Man kann nicht wirklich aus dem Sitz der Kanzel ableiten, dass es sich um verschiedene Kirchen handelt.


    Das erste Bild in Beitrag #8930 scheint mir ganz gut mit dem Coverbild übereinzustimmen. Leider weiß ich deswegen immer noch nicht, wer der maler ist ... :(

  • Das will ich damit gar gesagt haben. Aber bist du auch sicher, dass deine Quelle sich nicht einer KI bedient hat?

    Ganz sicher. Es sind gedruckte Quellen, die eine aus den 1990ern, die andere aus den 1930ern.

    Kann natürlich sein, daß die spätere Quellen aus der früheren schöpft, die wiederum irrtümlich

    diese Zuschreibung vorgenommen hat.

  • Die Marienkirche in Hannover hat eine bewegte Geschichte: Sie wurde mehrmals umgebaut, leergeräumt, im 2. Weltkrieg zerstört und wieder aufgebaut.


    https://www.marktkirche-hannov…chte-der-altstadt-kirchen


    Aus dem Kapitel Zwischen Reformation und 2. Weltkrieg


    Aus der Marktkirche wurden alle katholischen Prunkstücke, d.h. die mehr als 12 Altäre und zahlreichen Kunstwerke, entfernt. Im Jahrhundert zwischen 1589 und 1689 bekam die Kirche nach und nach eine neue Ausstattung. Zunächst wurde 1594 eine neue Orgel auf der Westempore errichtet. 1614 folgte eine stuckierte Kanzel mit hoch aufragendem Schalldeckel; 1616 kamen eiserne Chorschranken hinzu. Den eindrucksvollsten Eingriff bedeutete aber das Aufrichten des vielgeschossigen barocken Altaraufsatzes, den der Kaufmann Johann Duve 1663 stiftete.


    Ich hoffe, dass die Vorlage für das Coverbild im Internet gefunden werden kann.


    5-06-04_mk-historisches.jpg_200-7f8e831395a8006213fbf35eb3899aca.jpg

    .


  • Was man also mit Sicherheit sagen kann: Die Bilder von #8.930 und #8.936 stimmen mit dem gesuchten Coverbild exakt überein.

    Das heißt, der Künstler hat ein ihm vorliegendes Foto malerisch umgesetzt. Natürlich könnte das heute auch ein KI. Was aber niemanden daran hindert, es "von Hand" zu machen. Zumal das Foto vermutlich mehr als 100 Jahre alt ist.


    Wobei mir jetzt gerade auffällt: Das Bild von #8.936 ist das Original oder eine Schwarz-Weiß-Reproduktion davon. Es befindet sich in einer Vitrine im nördlichen Seitenschiff der Marktkirche. Das Bild in #8.930 ist das Foto eines Touristen von diesem Bild.


    Insofern kann das Original auch deutlich älter sein. Zitat von der o.g. Webseite (Fortsetzung des Zitats von moderato):

    "Schon 1855 baute der hannoversche Architekt und Stadtbaumeister Droste die Marktkirche im neogotischem Stil um. Der Hauptchor erhielt einen filigranen Altar und zwei vieleckigen Emporen mit Baldachinen darüber, links für den hannoverschen König, rechts für den Magistrat. Umlaufende, mit Maßwerk verzierte Emporen füllten die Seitenschiffe vollständig aus. Die Nebenchöre waren durch Treppenhäuser abgesondert. Die reich geschnitzte Kanzel lehnte sich an den zweiten Pfeiler von Osten, stand damit also nahezu in der Mitte des Raumes.

    Die Wandlungen der Marktkirche in dieser Zeit sind auf den Fotos im nördlichen Seitenschiff dargestellt."


    Möglicherweise ist dieser Zustand abgebildet. Aber von wem?

  • Der uns interessierende Zeitraum kann eingegrenzt werden von 1614 und 1852.

    Dieses Foto (ohne die störenden Lichtpiegelungen), das ich übrigens auf einer russischen Website gefunden habe, entspricht dem gesuchten Cover


    0_e4279_46c09f1c_orig.jpg

    Ich melde mich ab vom 11. März bis Anfang April 2026. Ein Monat Kur im Thermalbad.

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