Das knifflige Coverbildratespiel - Unterhaltung für Kunstkenner

Ulli · 9.454 Beiträge · letzte Antwort von Alfred_Schmidt

9.454 Beiträge
  • Ich fürchte das ist zu leicht :rolleyes:

    Na, mal schauen.

    Wer hat es gemalt, und vor allem: Wo? Und wo hängt es jetzt?


    0747313408474.jpg

    Ich sitze im kleinsten Raum des Hauses und habe ihre Kritik vor mir.

    Bald werde ich sie hinter mir haben :baeh01: (Max Reger)

  • Es handelt sich um Vincent van Gogh "Weizenfeld mit Zypressen"

    Wer Leid und Unrecht tut, der ist an seiner Seele der Arme.

    (Louis Spohr)

    Ein Großteil der Mehrheitsgesellschaft zeigt kein Gesicht.

    (Igor Levit)

  • Es gibt drei Versionen: Eine in privater Hand, eine im Metropolitan Museum of Art in New York und eine weitere in der National Gallery in London.

    Wer Leid und Unrecht tut, der ist an seiner Seele der Arme.

    (Louis Spohr)

    Ein Großteil der Mehrheitsgesellschaft zeigt kein Gesicht.

    (Igor Levit)

  • Lieber querstand , beides richtig, fehlt aber noch das "wo ist es entstanden", woraus sich auch ergibt was ihn zum malen dieses Bildes bewogen hat.

    Ich sitze im kleinsten Raum des Hauses und habe ihre Kritik vor mir.

    Bald werde ich sie hinter mir haben :baeh01: (Max Reger)

  • Gemalt hatte es Vincent van Gogh Ende Juni 1889 im Asyl Saint-Paul-de-Mausole in Saint Rémy. Er durfte es zum Malen verlassen und suchte seine Motive in der Umgebung.


    Wenn ich die verschiedenen Fassungen im Gesamtkatalog Band 2 (Köln, 1989) vergleiche, war es damals zum Zeitpunkt der Drucklegung im Privatbesitz in Zürich (Seite 523). Ein Sechster im Lotto, wenn man ein Gemälde von diesem Rang veräussert, was den Kapitalertrag betrifft.

    Heute ist es im Metropolitan Museum of Art, New York ausgestellt.


    Wheat-Field-with-Cypresses-%281889%29-Vincent-van-Gogh-Met.jpg?utm_source=de.wikipedia.org&utm_campaign=imageinfo&utm_content=thumbnail_unscaled


  • Lieber moderato,

    auch teils richtig, die gezeigte Version hängt allerdings im Museum of Modern Art in New York, und zeigt den Blick aus dem Fenster in der Heilanstalt in Saint-Remy, in die sich van Gogh 1889, ein Jahr vor seinem Tod, freiwillig begab.

    querstand , das nächste Rätsel geht auf Dein Konto :thumbup:

    Ich sitze im kleinsten Raum des Hauses und habe ihre Kritik vor mir.

    Bald werde ich sie hinter mir haben :baeh01: (Max Reger)

  • ...., die gezeigte Version hängt allerdings im Museum of Modern Art in New York, und zeigt den Blick aus dem Fenster in der Heilanstalt in Saint-Remy, ....

    Im MoMA ist die "Sternennacht" ausgestellt, aber die bietet nicht den Blick aus dem Fenster.

    "The Met" ist schon richtig.

  • "The Met" ist schon richtig.

    Du hast natürlich recht, meine übermüdeten Finger haben das "Modern" dazwischengemogelt :hail:

    Ich sitze im kleinsten Raum des Hauses und habe ihre Kritik vor mir.

    Bald werde ich sie hinter mir haben :baeh01: (Max Reger)

  • Neues Rätsel, neues Glück!

    Wer hat das Gemälde auf dem Cover gemalt, wann hat er es gemalt (Achtung! Es gibt mehrere Versionen), und wo ist es aufbewahrt bzw. ausgestellt?


    MDMtMzY0Ny5qcGVn.jpeg

    Wer Leid und Unrecht tut, der ist an seiner Seele der Arme.

    (Louis Spohr)

    Ein Großteil der Mehrheitsgesellschaft zeigt kein Gesicht.

    (Igor Levit)

  • Banner Strizzi
  • Ja, und unter den Suchbegriffen Wasserfall Tivoli findet man zum Original, das zum Sammlungsbestand des Landesmuseums Hannover gehört.


    Johann Martin Rohden (1778-1868)


    Das Motiv hatte er aus den unterschiedlichsten Blickrichtungen gemalt. Diese Arbeit trägt den Titel "Tivoli von Westen", etwa 1805.


    Rohden_Johann_Martin_Tivoli_v_Westen_Landesmuseum_Hannover.JPG?utm_source=de.wikipedia.org&utm_campaign=index&utm_content=original


  • moderato Das korrekt. Du bist dran.

    Wer Leid und Unrecht tut, der ist an seiner Seele der Arme.

    (Louis Spohr)

    Ein Großteil der Mehrheitsgesellschaft zeigt kein Gesicht.

    (Igor Levit)

  • Es könnte sich um ein Detail aus einem barocken Vanitas-Stilleben handeln. Schmuck, Geld und "weltlicher Tand" sind oft Teil derselben.

    Wer Leid und Unrecht tut, der ist an seiner Seele der Arme.

    (Louis Spohr)

    Ein Großteil der Mehrheitsgesellschaft zeigt kein Gesicht.

    (Igor Levit)

  • Lieber Orfeo


    Jan Brueghel der Ältere (1568-1625) ist der Maler der Vorlage des Rätselbildes. Raffiniert gemalt mit den beiden Ellipsen der Fussschale und des Blumenkranzes, was dem Bild räumliche Tiefe gibt.


    Du wirst uns das nächste Rätsel stellen.


    Es grüsst


    moderato


    Jan_Brueghel_%28I%29_-_Still-Life_with_Garland_of_Flowers_and_Golden_Tazza_-_WGA03603.jpg?utm_source=de.wikipedia.org&utm_campaign=index&utm_content=original


  • Das war relativ einfach für mich, da ich diese Aufnahme mit dem ganzen Gemälde kenne

    NzgtNzM3NS5qcGVn.jpeg


    Das neue Rätsel dauert jetzt aber bis Ende August, da ich im Urlaub nur das Smartphone benutze und die Suche damit zu umständlich ist.

  • Zum Rätsel lese man die Beiträge nach diesem Beitrag.

    Das knifflige Coverbildratespiel - Unterhaltung für Kunstkenner


    Heute habe ich auf meine Anfrage diese E-Mail erhalten, die Licht um die Urheberschaft des Bildes von Alice Bailly bringen soll.


    Sehr geehrter Herr xy


    Ich habe erst heute Ihre Anfrage gesehen, daher die späte Antwort.


    Und leider muss ich Sie enttäuschen: Dieses Bild gehört nicht zu den 23 Bildern von Alice Bailly in der Sammlung des Musikkollegiums Winterthur, deren Kern die Bildersammlung von Werner Reinhart ist.


    Ich würde Ihnen aber beipflichten, dass das Bild von Alice Bailly stammt, und wünsche Ihnen viel Erfolg bei der weiteren Recherche!


    Freundliche Grüsse

    Andres Betschart


  • Banner Strizzi
  • Das Cover zeigt einen Teil des Gemäldes eines alten Meisters vor der Restaurierung, die sich über mehrere Jahre erstreckte. Wer hat da was gemalt?

    bach-das-wohltemperierte-clavier-ii-alpha094-20260306053633-front.jpg?itok=45MgPl-l

    Winzig kleine Ausschnitte aus sehr großen Gemälden hatten wir schon mehrmals, wobei ich aber davon ausgehe, dass viele Kunstinteressierte dabei vielleicht sogar die Lust verlieren, überhaupt eine Lösung zu suchen.

    moderato wird es aber sicher schaffen.

  • Dieses Blau begegnet uns im Hinteraltarfresko der Sixtinischen Kapelle, genauer im Gewand der Maria, Christus zur Seite stehend, im Zentrum des Bildes. Gemalt wurde es von Michelangelo zwischen 1535 und 1541.


    Die entscheidenden Hinweise waren die zum winzigen Ausschnitt eines riesigen Bildes und zur langjährigen Restaurierung.


    https://www.deutschlandfunk.de…ung-michelangelo-100.html

    Wer Leid und Unrecht tut, der ist an seiner Seele der Arme.

    (Louis Spohr)

    Ein Großteil der Mehrheitsgesellschaft zeigt kein Gesicht.

    (Igor Levit)

  • Ich weiß, meine Lösung ist wohl sehr sicher nicht richtig. Die Restaurierung in der Sixtina hat primär die verrußten Farben in ihrer alten Leuchtkraft wieder hergestellt. Zu abgeblätterten Stellen, die komplett rekonstruiert werden mussten, wie sie der Ausschnitt nahelegt, habe ich keine Belege gefunden.

    Wer Leid und Unrecht tut, der ist an seiner Seele der Arme.

    (Louis Spohr)

    Ein Großteil der Mehrheitsgesellschaft zeigt kein Gesicht.

    (Igor Levit)

  • Lieber Orfeo


    Ich habe mir alle Faltenwürfe blauer Gewänder im Fresko Michelangelos angeschaut. Nichts Entsprechendes habe ich gefunden.


    Um es gleich zu sagen: Menschlicher Hirnschmalz, Erfahrung und Erinnern haben mich zum Ziel geführt. Keine KI schafft das.


    Das Label Alpha hatte in ihrem Programm einen Ausschnitt eines stark lädierten Kunstwerken als Coverbildern ausgewählt. Es kam schon einmal im Thread ein solches Kunstwerk vor, konnte ich mich erinnern. Damals hatte es mich an den Rand des Wahnsinns getrieben, den Urheber zu finden.


    Das knifflige Coverbildratespiel - Unterhaltung für Kunstkenner


    Alfred Schmidt konnte das Rätsel lösen. Dort sieht man auch die Rekonstruktion.


    Das knifflige Coverbildratespiel - Unterhaltung für Kunstkenner


    Dieses Mal war ein PDF sehr hilfreich.


    Das englischsprachige Abstract enthält die entscheidenden Suchbegriffe. Restaurierung, zerstört (restoration, destroyed)


    Im Herzen des barocken Siziliens, in der kleinen, im Hybläischen Gebirge gelegenen Stadt Palazzolo Acreide, gab der Priester Giuliano Maniuni 1474 bei Antonello da Messina ein großes Altarbild für die Kirche Annunziata in Auftrag. Diese Tafel – ein perfektes Quadrat mit einer Seitenlänge von 180 Zentimetern – diente vier Jahrhunderte lang der Andacht und überstand das Erdbeben von 1693, bei dem die ursprüngliche Kirche zerstört wurde. Ende des 19. Jahrhunderts von Enrico Mauceri in stark beschädigtem Zustand wiederentdeckt, gelangte das Werk 1907 in das Museo Archeologico di Siracusa. Im Laufe des folgenden Jahrhunderts wurde es fünfmal restauriert – von Luigi Cavenaghis bahnbrechender Übertragungstechnik (1907–1910) über Cesare Brandis theoretische Experimente am neu gegründeten Istituto Centrale del Restauro (1942) bis hin zur wegweisenden Restaurierungskampagne unter der Leitung von Giuseppe Basile am ISCR (2007–2008); jede dieser Maßnahmen markierte ein entscheidendes Kapitel in der Geschichte der italienischen Restaurierungstheorie und -praxis. Der vorliegende Beitrag rekonstruiert die gesamte Geschichte des Werks: den dokumentierten Auftrag, die vier Jahrhunderte der Vernachlässigung und des Verfalls, die Wiederentdeckung und Zuschreibung, die fünf Restaurierungen samt der jeweils ausgelösten methodischen Debatten sowie eine detaillierte formale und ikonografische Analyse. Zudem wird auf den anhaltenden Eigentumsstreit eingegangen – der im Januar 2026 vom Bürgermeister von Palazzolo Acreide neu entfacht wurde – und das Werk in Antonellos künstlerische Entwicklung eingeordnet, wobei ein Vergleich mit der „Annunciata“ von Palermo (1475–1476) gezogen wird. Die Darstellung der Verkündigung wird dabei als paradigmatisches Beispiel für das Verhältnis zwischen künstlerischem Erbe, Restaurierungsethik und kultureller Identität untersucht.



    Die Faltenwürfe des blauen Gewandes der Maria haben mich auf die Spur gebracht.



    Antonello da Messina (ca. 1425-1430 - 1479)


    Maria Verkündigung


    So sieht die Ruine des Gemäldes aus, das unter Kunsthistorikern berüchtigt ist.


    https://en.wikipedia.org/wiki/…ion_(Antonello_da_Messina)


    1920px-Antonello_da_Messina_066.jpg?utm_source=en.wikipedia.org&utm_campaign=imageinfo&utm_content=thumbnail


  • Banner Strizzi
  • 9.454 Beiträge