• cd EMI 1962



    Otto Klemperer, Philharmonia Orchestra - 5
    Leonore - Christa Ludwig - 5
    Florestan - Jon Vickers - 4,5 (eigentlich verdient seine Leistung eine 5, aber ich habe Probleme mit seinem Timbre)
    Don Pizarro - Walter Berry - 4
    Rocco - Gottlob Frick - 5
    Marzelline - Ingeborg Hallstein - 4
    Jacquino - Gerhard Unger - 4


    Wertung: 31,5/7 = 4,5


    TQ - 4


    Bis heute wohl der Maßstab, an dem sich alle anderen Aufnahmen messen lassen müssen, auch die HIP-informierten.


    :hello: Jacques Rideamus


    Links:
    O welche Lust - Beethovens Fidelio
    BEETHOVEN Ludwig van: FIDELIO
    TMO - Leonore

  • Zitat

    Original von Jacques Rideamus
    Ich hätte gerne der Bitte von Operus entsprochen, hier den Fidelio in einer Aufnahme Klemperers und dem Philharmonia Orchestra einzustellen, kenne aber nur die nachfolgende und leider keine mit Otto Edelmann als Pizarro, Wolfgang Windgassen als Florestan, Sena Jurinac als Marzelline und Rudolf Schock als Jacquino. Gibt es die tatsächlich in dieser von ihm durchweg mit 5 ausgezeichneten Besetzung?


    Lieber Rideamus, lieber operus,


    ohne die Aufnahme selbst zu kennen - ist vielleicht diese unter Furtwängler mit den Wienern gemeint (dann passt weitgehend der Rest der Besetzung)


    Ludwig van Beethoven (1770-1827)
    Fidelio
    Windgassen, Mödl, Frick, Jurinac, Schock, Poell, Wien PO, Furtwängler
    Label: Naxos , ADD/m, 1953



    LG, Elisabeth

  • Aufnahme 1:


    Klemperer, Philharmonia - 4
    C. Ludwig - 5
    J. Vickers - 4
    W. Berry - 3
    G. Frick - 5
    I. Hallstein - 3
    G. Unger - 4



    Gesamt 28, Wertung also 4,0


    TQ 4



    Aufnahme 2:



    (ich beziehe mich auf die Cantus Classics-Ausgabe)


    Furtwängler, Wiener, Salzburg live 1950 - 5
    K. Flagstad - 4
    J. Patzak - 5
    P. Schoeffler - 2
    J. Greindl - 4
    E. Schwarzkopf - 5
    A. Dermota - 5


    Gesamt 30, Wertung 4,28


    TQ 3

  • DG DVD:



    Leonard Bernstein, Wiener Philh. 5 P.
    Gundula Janowitz 5 P.
    Lucia Popp 5 P.
    René Kollo 4 P.
    Hans Sotin 4 P.


    Wertung: 23/5 = 4,6
    TQ:
    Otto Schenk/Bild 5 P.



    Sony LP ohne Bild


    Lorin Maazel, Wiener Philh. 5 P.
    Birgit Nilsson 5 P.
    Graziella Sciutti 5 P.
    Kurt Böhme 4 P.
    James Mc Cracken 4 P.


    Wertung: 23/5 = 4,6
    TQ:

  • cd Naxos 1998



    Nicolaus Esterhazy Sinfonia, Michael Halasz - 4 (tolles Dirigat, das manchmal - Bläser! - das Orchester überfordert)
    Leonore - Inga Nielsen - 4
    Florestan - Gösta Winbergh - 4,5 (ein angenehm schlanker Florestan)
    Don Pizarro - Alan Titus - 4 (sehr gute Darstellung. Schade, dass manchmal die Tiefe fehlt)
    Rocco - Kurt Moll - 4 (sehr gute Leistung, aber Frick ist doch noch deutlich besser)
    Marzelline - Edith Lienbacher - 3,5 (singt gar nicht schlecht, nur ist die Stimmer leider für die Partie etwas zu "dick" und deshalb zu nah an der Nielsen)
    Jacquino - Herwig Pecoraro - 4 (im besten Wortsinn ordentlich)


    Wertung: 28/7 = 4


    TQ - 4


    Kommentar: Nicht nur auf die Punkte gucken. Für den Preis ist diese Aufnahme ein toller Einstieg und eine höchst achtbare Alternative mit einer überdurchschnittlichen Dialogführung. Ob allerdings die Freude wirklich so namenlos ist, wenn, wie hier, die Leonore doch in jeder Hinsicht die Hosen anhat und ihren Mann immer wieder übertönt? Nun ja, er musste halt sehr lange schmachten.


    :hello: Jacques Rideamus

  • cd Documents 1953



    Wiener Philharmoniker, Wilhelm Furtwängler: - 5


    Leonore, Martha Mödl: 5 (ergreifend)
    Florestan, Wolfgang Windgassen 5 (erstaunlich heldisch und differenziert)
    Pizarro, Otto Edelmann 5 (für mich der glaubhafteste Bösewicht.)
    Rocco, Gottlob Frick 5 ( der Rocco vom Dienst, wenn nicht aller bekannten Aufnahmen)
    Marzelline, Sena Jurinac 5 ( zu Herzen gehend)
    Jacquino, Rudolf Schock 5 ( wie herrlich hat doch der junge Schock geklungen.)
    Wertung: 35 / 7 = 5
    TQ 4


    (Furtwängler bestätigt in dieser Aufnahme seinen Ruf als Beethoven Dirigent. Die Alternative zur ebenfalls großartigen Klemperer-Aufnahme.)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • CD Testament 1961



    Otto Klemperer, Covent Garden Opera Orchestra - 5 (Klemperer live ist auch diesmal besser als Klemperer im Studio)


    Leonore - Sena Jurinac - 5 (Aufgrund der "cremigeren", weicheren Höhe in der Rolle m.E. besser als Ludwig)
    Florestan - Jon Vickers - 5 (Auf dem Höhepunkt seines Könnens)
    Don Pizarro - Hans Hotter - 4,5 (Trotz Asthma furchterregend)
    Rocco - Gottlob Frick - 5 (Die perfekte Rollenverkörperung)
    Marzelline - Elsie Morison - 3
    Jacquino - John Dobson - 3


    Wertung: 30,5/7 = 4,36


    TQ - 3,5


    Trotz mäßigen Klanges und der eher durchschnittlichen "Wurzen" ist mir diese Liveaufnahme aufgrund ihres feurig-glühenden Charakters und des spürbar größeren Engagements der Sänger lieber als die Studioaufnahme.

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • CD EMI 1962



    Otto Klemperer, Philharmonia Orchestra - 4


    Leonore - Christa Ludwig - 4 (Man merkt, trotz aller sonstigen Güte der Interpretation, dass Ludwig ein Mezzo und kein Sopran war)
    Florestan - Jon Vickers - 4,5
    Don Pizarro - Walter Berry - 3,5
    Rocco - Gottlob Frick - 5
    Marzelline - Ingeborg Hallstein - 3
    Jacquino - Gerhard Unger - 4


    Wertung: 28/7 = 4


    TQ - 4

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • Lieber Giselher,


    danke für die Einstelung der zweiten Klemperer-Aufnahme. Ich wußte, dass es diiese interessante Aufnahme mit Jurinac als Leonore gibt, habe sie aber nicht gefunden.
    Herzlichst
    Operus :jubel:

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Fidelio-Hungaroton-LP und cd Line



    Otto Klemperer-Staatsoper Budapest,1948-5
    Leonore: ANNA BÁTHY-5
    Florestan: ENDRE RÖSLER-5
    Pizarro: SZKÁR MALECZKY-2
    Rocco: MIHÁLY SZÉKELY-5
    Marzelline: MÁRIA MÁTYAS-5
    Jaquino: GYULA ANGYAL NAGY-5
    Rest-4


    Wertung: 36/8=4,5


    TQ: 3



    :hello: Heldenbariton
    Für mich neben Klemperers Covent Garden-Mitschnitt und Furtwänglers Wiener Mitschnitt d i e Fidelio-Aufnahme.

  • CD Orfeo 1978



    Karl Böhm, Bayer. Staatsorchester - 5
    Leonore – Hildegard Behrens – 4
    Florestan – James King – 3,5 (eine packende Darstellung, mir gefällt aber sein Timbre nicht)
    Don Pizarro – Donald McIntyre - 5
    Rocco – Kurt Moll - 4
    Marzelline – Lucia Popp - 4
    Jacquino – Norbert Orth – 3 (ordentlich, aber blaß)

    Wertung: 28,5 /7 = 4,1


    TQ – 4


    Es handelt sich um einen Livemitschnitt des Bayerischen Rundfunks aus der Bayerischen Staatsoper vom 30. Januar 1978 – eine zu Recht sehr gefeierte Vorstellung. Böhm baut den Abend in einem großen, packenden Spannungsbogen auf, nach „Er sterbe“ scheint eine weiter Steigerung von Spannung und Dramatik nicht mehr vorstellbar – Böhm gelingt sie in der Leonore III. Die Sänger gehen sehr in ihren Rollen auf, und mancher „schöne“ Ton wird der Darstellung geopfert. Fesselnd!


    LG, Elisabeth

  • ARKADIA The 78s


    Arturo TOSCANINI, NBC Symphony Orchestra: 3 (diese Oper liegt ihm nicht)


    Rose Bampton (Leonore): 3,5 (dabei könnte sie sicher 5 erreichen, mitunter ist sie sehr gut)


    Jan Peerce (Florestan): 3,5 (auch er könnte ein sehr guter Florestan sein, könnte...)


    Herbert Janssen (Pizarro): 2,5 (glatte Fehlbesetzung, für einen solchen Bösewicht ist er nicht gebaut)


    Sidor Belarsky (Rocco): 3,5 (Auch er fehlbesetzt, aber der Wohlklang mildert das)


    Eleanor Steber (Marzelline): 4,5 (da hatte sie vorher wahrscheinlich nicht die Nächte durchgefeiert)


    Joseph Laderoute (Jaquino): 3 (singt nicht schlecht, rauft aber mit dem deutschen Text)


    Gesamturteil: 23,5 : 7 = 3,34


    Rest: 3


    Tonqualität: 3 (sehr schwankend)


    Mit mehr Sinn für Gefühl und dramatischen Ausdruck hätte das ein zumindest teilweise sehr beachtlicher "Fidelio" werden können. So ist es ein problematischer, bei dem einzelne wirklich beeindruckende Momente nicht ausreichen, um ihn in die vordere Reihe zu stellen.


    LG


    Waldi

  • CD EMI 1962



    Otto Klemperer, Philharmonia Orchestra - 5


    Leonore - Christa Ludwig - 4 (wie Giselher schon schrieb: Man merkt, dass sie ein Mezzo und kein Sopran war)
    Florestan - Jon Vickers - 4
    Don Pizarro - Walter Berry - 3,5 (ist mir zu wenig böse, das klingt mehr nach schöner Gesangslinie)
    Rocco - Gottlob Frick - 5 großartig!
    Marzelline - Ingeborg Hallstein - 3
    Jacquino - Gerhard Unger - 4


    Wertung: 28,5/7 = 4,07


    TQ - 4



    LG, Elisabeth

  • cd DGG 1957



    Ich habe gemischte Gefühle über diese Aufnahme.
    Ferenc Fricsay; Bayerisches Staatsorchester – 4,5
    Leonore – Leonie Rysanek 4,5
    Florestan - Ernst Haefliger (Ich finde ihn hier nicht gut gecast. Aber vor allem aber habe ich große Mühe mit seinem "Gott! Welch Dunkel hier". Das Wort "Gott" muß m.E. nicht anschwellen, sondern verzweifelnd heraus gestoßen werden. Diese Diskussion gab's aber schon an anderer Stelle) - 3
    Don Pizarro – Dietrich Fischer-Dieskau (Eine große, angenehme Überraschung diese Rolle durch einen richtigen Bariton singen zu hören. Es gibt was schrilles an der Rolle, die dadurch dämonischer wird) - 4,5
    Rocco - Gottlob Frick (Hat DGG hier am Mischpult den Frick einfach einen Strich zurückgedreht? Wenn die andere Sänger ff singen, singt er f; bei mf klingt es bereits bei ihm piano. Ich habe nie gewußt, daß er soo leise singen kann. Und doch kenne ich seit 5 Dezember 1957 viel Aufnahmen von ihm) – 5
    Marzelline – Irmgard Seefried (Was Seefried hier hat?? Die Stimme klingt nicht wie normal. Einfach indisponiert)– 2,5
    Jacquino – Friedrich Lenz (Zu schwache Stimme)– 3


    Wertung: 27/7 = 3,86


    TQ – 3,5


    Eine Zusatzempfehlung kommt hier noch für Don Fernando. Keith Engen hat ein besonders schönes Timbre, daß sehr gut kontrastiert mit Don Pizarros Bariton. Er hätte von mir auch einen 5 bekommen. N.m.M hat man auch bei ihm den Schalter etwas zurückgedreht, denn normalerweise klang auch er lauter.



    cd EMI 1962


    Otto Klemperer, Philharmonia Orchestra – 4,5
    Leonore - Christa Ludwig (Ich habe in Erinnerung Helga Dernesch und Gré Brouwenstijn) – 3
    Florestan - Jon Vickers - 5
    Don Pizarro - Walter Berry - 4
    Rocco - Gottlob Frick (Hier klingt er viel schöner als in der DGG-Aufnahme) – 5
    Marzelline - Ingeborg Hallstein – 4
    Jacquino - Gerhard Unger (Wenn es möglich wäre, gäbe ich einen 6. Endlich ein Tenor, der Gleichgewicht ins Ensemble bringt) – 5+


    Wertung: 30,5/7 = 4,36


    TQ - 4

  • CD DGG 1957




    Bayerisches Statsorchester, Ferenc Fricsay - 4


    Leonore – Leonie Rysanek - 4
    Florestan – Ernst Haefliger - 2,5 (Belcanto, aber nicht wirklich rollendeckend, in der Höhe viel zu eng)
    Don Pizarro – Dietrich Fischer-Dieskau – 3,5 (sehr in schöner Gesangslinie, Bosheit ist sehr subtil)
    Rocco - Gottlob Frick - 4 (es gibt bessere Aufnahmen mit ihm, evtl. ist hier aber der Tonmeister „schuld“)
    Marzelline – Irmgard Seefried – 2,5
    Jacquino – Friedrich Lenz - 2

    Wertung: 22,5/7 = 3,21


    TQ – 3


    Eine Aufnahme, die im Orchesterpart packt, während die Sänger gegen eine angezogene Handbremse zu singen scheinen.
    Ganz persönlich stört mich, dass trotz deutschsprachiger Sänger die Dialoge von Schauspielern gesprochen werden, die stimmlich noch nicht einmal zu Gesangsstimme passen.


    LG, Elisabeth

  • 2CD EMI 1992.



    Wilhelm Furtwängler, Wiener Philharmoniker: 5 (Spitzenmäßig, voller Leidenschaft!)


    Leonore - Martha Mödl - 5 (Ein grandioses Rollenporträt! Andere mögen stimmschöner gesungen haben als die Mödl, aber in Gestaltung und Hingabe macht ihr niemand etwas vor!)


    Florestan - Wolfgang Windgassen - 4,5 (Ich bin kein sonderlicher WoWi-Fan, aber hier liefert er wirklich eine hervorragende Leistung ab. An Vickers kommt er aber nicht ganz heran.)


    Don Pizarro - Otto Edelmann - 4,5


    Rocco - Gottlob Frick - 5 (Kommentar überflüssig!)


    Marzelline - Sena Jurinac - 5 (Ihr gelang das Kunststück sowohl als Leonore - z.B. unter Knappertsbusch - als auch wie hier als Marzelline voll zu überzeugen!)


    Jacquino - Rudolf Schock - 5 (Spitzenmäßig!)


    34 / 7 = 4,86 (Referenz-Fidelio!)


    TQ: 4 (Mono, für damalige Verhältnisse - 1953 - gut)

  • 2 CDs RCA, 1995.



    Kurt Masur, Gewandhausorchester Leipzig - 4 (Meiner Meinung nach oft unterschätzt! Sicher nicht die Jahrhundertinterpretation, aber sehr sehr solide im positiven Sinne! Angenehm flott.)


    Leonore - Jeannine Altmeyer - 3,5 (Keine Leonore ersten Ranges, Wortdeutlichkeit lässt etwas zu wünschen übrig, aber insgesamt sehr ordentlich!)


    Florestan - Siegfried Jerusalem - 4 (Ich war positiv überrascht: Man merkt zwar schon, dass er an seine stimmlichen Grenzen stößt, aber er schlägt sich gut!)


    Don Pizarro - Siegmund Nimsgern - 5 (Die beste Leistung im Ensemble. Düster und bedrohlich, ohne in Karikatur abzudriften!)


    Rocco - Peter Meven - 4 (Mir sagte der Name vorher nichts, er ist aber trotzdem gut! Die Klasse von Frick und Ridderbusch erreicht er nicht ganz.)


    Marzelline - Carola Nossek - 3 (Ordentlich, mehr nicht, aber auch nicht weniger!)


    Jacquino - Rüdiger Wohlers - 3 (Selbiges!)


    26,5 / 7 = 3,79 (Kein Fidelio, den man unbedingt haben muss, aber ich höre die Aufnahme immer wieder gerne, da sie insgesamt sehr homogen ist. Ein günstiger Einstieg oder eine günstige Alternative ist sie allemal!)


    TQ: 4

  • DVD, arthaus 1990


    --- [am] B000FII19E[/am]


    Orchester des ROH Covent Garden, Dohnanyi - 5
    Leonore – Gabriela Benackova – 4,5 (keine hochdramatische, aber mich überzeugt sie)
    Florestan – Josef Protschka – 4 (schöne, aber etwas ZU lyrische Stimme)
    Don Pizarro – Monte Pederson – 3 (darstellerisch zu wenig böse; die Stimme wirkt manchmal etwas „dünn“)
    Rocco – Robert Lloyd - 4
    Marzelline – Marie McLaughlin- 4
    Jacquino – Neill Archer - 4


    Wertung: 28,5/7 = 4,1


    TQ – 4
    Regie - 5 Adolf Dresen


    Szenisch wie musikalisch überzeugend:
    eine klassische Inszenierung in sehr liebevoll gestalteter, hochwertiger Ausstattung. Ein homogenes Sängerensemble auf hohem Niveau, dazu ein einfühlsames Dirigat.


    LG, Elisabeth

  • CD Philips 1990. aufgenommen 1989



    Staatskapelle Dresden - Bernhard Haitink: 4,5 (sehr ausgewogener schöner Klang, sehr päsize, lediglich noch eine Spur dramatischer könnte es für meinen Geschmack sein)


    Leonore: Jessye Norman: 5 (endlich ein Leonore, der ich, bei aller an den richtigen Stellen ausgedrückter Furcht und Sorge, Mut und energische Courage abnehme; toll auch stimmlich/gesanglich; sehr deutlich in perfekter Sprachbeherrschung)
    Florestan: Reiner Goldberg: 4 (gut, aber da gibt es ergreiffendere)
    Don Pizarro: Ekkehard Wlaschiha: 3 (nicht bösartig genug, stimmlich auch nicht besonders beeindruckend/nur gerade o.k.)
    Rocco: Kurt Moll: 4,5 (wunderbar gesungen; die Wandlung/der Saitenwechsel der Person könnte noch differenzierter ausgedrückt werden)
    Marzelline: Pamela Coburn: 5 (sehr hübsch und sehr passend gestaltet gesungen)
    Jacquino: Hans Peter Blochwitz: 5 (wirklich ausgezeichnet!)


    31/7 = 4,43


    TQ: 4


    Sehr guter Chor, der lediglich auch noch etwas dramatischer seien könnte und eine insgesamt, auch beim Restensemble, sehr ausgewogene Leistung auf hohem Niveau.


    :hello: Matthias


  • Rundfunkaufnahme 1957, remastered und neu aufgelegt 2008


    Otto Matzerath, Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks: 3,5 (hängt ein paarmal etwas durch und bietet neben sehr ansprechenden Momenten auch einige Koordinationsmängel)


    Maud Cunitz (Leonore): 4 (ein klein wenig fehlbesetzt, weil dramatisch zu zu wenig überzeugend, berückend dafür in den sentimentbetonten Augenblicken)


    Ernst Kozub (Florestan): 3,5 (mangelnde Ausdrucksfähigkeit ist in dieser Rolle ein wirkliches Manko, das nicht wettzumachen ist)


    Ferdinand Frantz (Pizarro): 3 (etwas zu schwerfällig)


    Gotlob Frick (Rocco): 4,5 (bei Frick heißt das: nicht die Höchstform)


    Erika Köth (Marzelline): 5 (da stimmt alles bestens zusammen, auch sehr wortdeutlich)


    Murray Dickie (Jaquino): 2,5 (enttäuschend farblos, arme Marzelline!)



    Gesamturteil: 26: 7 = 3,71



    TQ: 3 (ist bei den Hessen sonst besser, ein paar Mal wird zu offensichtlich herunterreguliert, worunter besonders der Eindruck von Kozub leidet)


    Marcel Cordes als Don Fernando außer Konkurrenz: 3,5-4


    Die Dialoge teils wirklich eindrucksvoll von Schauspielern gesprochen, aber zu wenig auf das Musikalische abgestimmt; im 2.Akt wurde etwas an Rede gespart.


    LG


    Waldi


  • Deutsche Grammophon 1969 (LP), 2005 (CD)


    Karl Böhm, Staatskapelle Dresden: 4,5 (im besten Sinn klassisch, ohne sentimentales Pathos)


    Gwyneth Jones (Leonore): 5 (eine ihrer besten Partien, weiß genau die Nuancen zu setzen und dosiert das Hochdramatische genau richtig)


    James King (Florestan): 4 (vom Ausdruck her ausgesprochen überzeugend, sängerisch teilweise an seine Grenzen stoßend, sie aber auch nie überschreitend; seine nicht "schöne" aber klangvolle Stimme ist natürlich Geschmacksache, ich finde sie hier richtig eingesetzt)


    Theo Adam (Pizarro): 5 (die Idealverkörperung dieser Partie)


    Franz Crass (Rocco): 5 (ein aufgeklärt-intelligent-pragmatischer Rocco mit genügend Herz; stimmlich hervorragend passend)


    Edith Mathis (Marzelline): 3,5 (Korrekt und tadellos singend, aber gewissermaßen akademisch)


    Peter Schreier (Jaquino): 3,5 (ebenfalls ein wenig zu schablonenmäßig)



    Gesamturteil: 30,5 : 7 = 4,4



    Außer Konkurrenz: Martti Talvela (Don Fernando): 4,5


    TQ: 4


    LG


    Waldi


  • EMI 1953 (1992), Wien, Großer Musikvereinssaal


    Wilhelm Furtwängler, Wiener Philharmoniker: 5 (das ganze Spektrum zwischen zarten Tönen und mitreißendem Pathos auslotend, federnde Musikalität und dramatischer Effekt vereinigt)


    Martha Mödl (Leonore): 5 (eine sozusagen schlichte Leonore mit wie aus dem Verborgenen aufblühendem dramatischen Potential, keine "Kunststück"-Interpretation, sondern geradlinig-ehrlich und warm im Ausdruck)


    Wolfgang Windgassen: 4,5 (paßt im Prinzip genau zu Mödl, sympathisch im Klang, nur nicht ganz dieselbe Energie)


    Otto Edelmann (Pizarro): 4,5 (als Bösewicht ausgezeichnet, eher der verschlagene Typ, nicht so unmittelbar brutal wie Theo Adam)


    Gottlob Frick (Rocco): 5 (hier ist er in Hochform)


    Sena Jurinac (Marzelline): 4,5 (der Mödl im Stimmcharakter eigentlich gar nicht so fern)


    Rudolf Schock (Jaquino): 3 (zu stumpf und stimmlich irgendwie sein sonstiges Timbre vermissen lassend)


    Gesamturteil: 31,5 : 7 = 4,5



    Außer Konkurrenz: Alfred Poell (Don Fernando): 4


    TQ: 3,5


    An dieser Aufnahme führt keine Fidelio-Diskussion vorüber; sie steht für einen Beethovenstil, der mit Recht Legende ist.


    LG


    Waldi


  • BITTE VERDOPPELN!


  • BRILLIANT 2009 (ursprünglich DECCA 1993)



    Christoph von DOHNÁNYI, Wiener Philharmoniker: 4- (solide Vermeidung alles "Titanischen", recht transparent)


    Gabriele SCHNAUT (Leonore): 3+ (solange sie nicht forciert, gefallen Timbre und Engagement; anderserseits teilweise unsichere Stimmführung)


    Josef PROTSCHKA (Florestan): 3,5+ (vom Timbre her eigentlich vorzüglich, neigt aber mitunter auch etwas dazu, zu stark aufzutragen und seine stimmlichen Mittel zu sehr zu strapazieren)


    Hartmut WELKER (Pizarro): 3+ (trifft den Bösewicht gar nicht schlecht, brüllt aber leider wiederholt und unnötigerweise los)


    Kurt RYDL (Rocco): 4+ (herrlich bei Stimme, klingt manchmal zwar mehr nach Osmin, aber intelligente Gestaltung - er lohnt die Anschaffung)


    Ruth ZIESAK (Marzelline): 4- (sehr mozartischer Stimmcharakter, aber recht überzeugend)


    Uwe HEILMANN (Jaquino): 4- (kein sehr schönes Organ, aber sehr passend und sehr klug eingesetzt, auch er zählt zu den Positiva)


    Gesamturteil: 25,5 : 7 = 3,64



    Außer Konkurrenz: Tom Krause (Don Fernando): 3,5+ (mehr Schöngesang als wirkliche Dramatik, immerhin passabel)


    Tonqualität: Teilweise unausgewogene Balance zwischen den Stimmen bzw. den Stimmen und dem Orchester. Ich vermute nicht den Dirigenten, sondern den Toningenieur als Schuldigen. Daher nur 3.


    Eine Aufnahme, die teilweise Interesse weckt, aber gegen die vielen besseren Einspielungen nicht aufkommt.

  • Label: Preiser 90195


    Historische Aufnahme 1943


    Karl Böhm, Wiener Philharmoniker - 5
    Leonore – Hilde Konetzni – 5
    Florestan – Torsten Ralf – 5
    Don Pizarro – Paul Schöffler - 5
    Rocco – Herbert Alsen - 4
    Marzelline – Irmgard Seefried – 5
    Jacquino – Peter Klein – 4


    Wertung: 33 /7 = 4,71

    Otto Rehhagel: "Mal verliert man und mal gewinnen die anderen".
    (aus "Sprechen Sie Fußball?")

  • Hier muß ich von allen vorhandenen 5 Studioaufnahmen herausgreifen.
    Da Furtwängler mit Mödle und Klemperer mit Christa Ludwig schon mehrfach genannt wurden und wohl auch hier schon alles gesagt wurde halte ich mich an die verbliebenen 3 meiner persönlichen Hitliste


    Fidelio - Hilde Konetzni 5
    Florestan - Torsten Ralf 5 ( serh gute stimmliche Disposition, gleichhinter Vickers anzusiedeln )
    Rocco - Herbert Alsen 4
    Marzelline - Irmgard Seefried 5
    Don Pizarro - Paul Schöffler 5
    Don Fernando - Tomislav Neralic 4
    Jacquino - Peter Klein 4
    Karl Böhm - 5


    Fidelio - Helga Dernesch 5
    Florestan - Jon Vickers 5 ( unübertroffen, selten konnte man diese Arie so schmerzvoll gesungen erleben ohne in die peinliche Lage eines Voyeurs versetzt zu werden ( Sterbeszene La Boheme Carreras mit einem Geheul ohne Grenzwerte ) )
    Rocco - Karl Ridderbusch - 5
    Don Pizarro - Zoltan Kelemen 3,5
    Don Fernando - Jose van Dam 5
    Marzelline - Helen Donath 5
    Jacquino - Horst Laubenthal 4
    1- Gefangener - Werner Hollweg 4
    Herbert von Karajan - 4 ( einer der ganz wenigen Glanzpunkte in der Diskographie dieses Dirigenten )


    Fidelio - Deborah Voigt 4 ( weniger Sinn fürs Notengetreue auslegen und dafür mehr Interrpretation wäre besser gewesen )
    Florestan - Ben Heppner 5 ( nach Jahren wurde diese Rolle endlich wieder Rollendeckend besetzt )
    Marzellina - Elisabeth Norberg - Schulz 4
    Jacquino - Michael Schade 4 ( wunderbar auch seine Aufnahmen bei CBC )
    Rocco - Matthias Hölle 4
    Don Pizarro - Günter von Kannen 4
    Don Fernando - Thomas Quasthoff 4
    Colin Davis - 4 ( endlich mal wieder kein Langweiler am Pult, konnte im Gegensatz zu Harnoncour auf eine mehrseitige Entschuldigung für die Besetzung im beiliegenden Booklet verzichten, hier wird gleich vom ersten Ton an klar warum so Besetzt wurde und nicht anders )



  • Karl Böhm, Orchester Der Deutschen Oper Berlin - 5
    Leonore- Gwyneth Jones- 4,5
    Florestan- James King- 5
    Don Pizarro- Gustav Neidlinger- 4
    Rocco- Josef Greindl- 5
    Marzelline- Olivera Miljakovic- 4
    Jacquino- Donald Grobe- 4
    Don Fernando- Martti Taslvela- 5


    Gesamt: 36,5:8 = 4,56;


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).


  • Otto Klemperer - 2 (zum Einschlafen; so kann man das eigentlich nicht mehr dirigieren)
    Philharmonia Orchestra - 5


    Leonore - Christa Ludwig - 5
    Florestan - Jon Vickers - 4,5 (er hat den beeindruckend langen Atem für Klempereres Tempi und Florestans Arie habe ich selten so beeindruckend gehört)
    Don Pizarro - Walter Berry - 4 (Klemperers Tempi bremsen ihn als Schurken regelrecht aus)
    Rocco - Gottlob Frick - 4-
    Marzelline - Ingeborg Hallstein - 3+
    Jacquino - Gerhard Unger - 4