Literarische Empfehlungen - was lese ich gerade

  • Zitat

    Original von Kontrapunkt
    Es böse meinen ist doch wohl allemal schlimmer, oder nicht? :angel: :angel: :angel:


    Viele Grüße


    :hello:


    Lieber Kontrapunkt,
    in gewisser Weise befindest Du Dich mit dieser Feststellung in guter Nachbarschaft mit Walter Jens, der das Wort "Gutmensch" auch nicht mag und konterte "Soll ich ein Schlechtmensch sein?"


    Wir wissen aber schon, daß das Wort "Gutmensch" heutiger Verwendung nicht eben "Gute Menschen" meint. Um Paracelsus zu unterstützen zitiere ich Francois de la Rochefoucault, den Buchautor Bittrich seinerseits vor das Eingangskapitel seines Buches setzt: "Wir müssten uns unserer guten Taten schämen, wenn die Beweggründe ans Licht kämen"


    8) 8) 8)


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Botho Strauß schreibt in seinem berüchtigten "Bocksgesang" auch davon, dass "das Gutgemeinte gemeiner (ist) als der offene Blödsinn". Ich fand das sehr bemerkenswert...

  • Lieber Thomas, ich schäme mich trotzdem lieber meiner schlechten Taten! :yes:



    Neulich wurde ich bei einer Führung durch den Dom von Nantes mal wieder über die Kardinaltugenden aufgeklärt.
    Mâssigung, Gerechtigkeit, Vorsicht und Stärke.


    Angesichts dessen sind mir die Beweggründe derer, die KEINE Gutmenschen sein wollen, so ziemlich evident........ :baeh01:



    Fairy Queen

  • Liebe Fairy,


    aber ein Gutes haben wir Schlechten, politisch Unkorrekten schon: Die Guten können sich durch uns so richtig gut fühlen. Gut, daß es uns gibt :baeh01:


    Teuflisch liebe Grüße vom Thomas

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Lieber Thomas, SO kann man sich auch aus der Affäre ziehen!
    Du tarnst das NIcht-Gutmenschentum einfach nur mit dem GUTmenschentum . Sehr einfallslos , um nciht zu sagen...... :D
    Sag doch gleich, dass Masslosigkeit, Ungerechtigkeit, Schwäche und Tollkühnheit die echten Kardinaltugenden sind!
    Der Herr Graf hat jedenfalls genau verstanden, worum es geht! :yes: :hello:



    Wir können natürlich auch die sieben Todsünden heranziehen, um uns abzugrenzen, aber die Kardinaltugenden finde ich irgendwie knackiger.


    Fairy Queen

  • Zitat

    Original von Thomas Pape
    Liebe Fairy,


    aber ein Gutes haben wir Schlechten, politisch Unkorrekten schon: Die Guten können sich durch uns so richtig gut fühlen.


    Schlimmer ist, wenn sie als GUT gepriesen werden. Dann bekommen sie erst einen Komplex.

  • Hallo.


    So ganz verstehe ich die letzten Posts nicht. Thomas schrieb doch bereits: Gutmenschen sind keine guten Menschen. Aber was soll's. Ich lese derzeit ein Buch von jemandem, der gewiss keinen Wert darauf gelegt hätte, ein Gutmensch zu sein.



    Ich freue mich schon auf den Wagner-Essay.


    :hello:


    Gruß, Ekkehard.

  • Eine große Überraschung, jedenfalls für mich:




    Das Urheberecht nicht verletzend wollend, möchte ich potentiellen Interessenten das Buch mit 3 Gedichten schmackhaft machen:


    1.Konzert mit Werken des 21.Jahrhunderts


    Uns war vergönnt zu leben
    nach dem jahrtausenderauschen
    vor der musik


    Doch unüberhörbar schon
    das rauschen
    nach der musik




    2.Nachricht von der Menschheit


    Ein unermeßliches leid
    verwies
    ein unermeßliches leid
    auf die tiefere stelle am mast
    und sprach:
    Meiner trauer
    ist keine trauer ebenbürtig


    Da faltete das
    auf die tiefere stelle verwiesene
    unermeßliche leid
    seine trauer zusammen
    und ging
    in die einsamkeit seiner toten



    3.Schule des Haiku
    fünf silben demut
    sieben silben einsamkeit
    fünf silben wehmut


    Wer's jetzt nicht kauft, ist selber Schuld! :hello:






    Habe auch gleich noch die beiden hier gekauft:



    und bei meiner achtjährigen Tochter helle Begeisterung ausgelöst...




    mit ua. einem Essay über den Liszt und die Messen Mozarts.

  • Dies Buch habe ich für 50 Cent aus einer Grabbelkiste gefischt. Herrlich: Der antike Gott Hermes wird nach 2000 Jahren in Ketten in einem Vulkanschlot befreit und sucht sich in der modernen Welt zurechtzufinden. Die verfremdeten Beschreibungen und vertrauter Dinge sind köstlich zu lesen, und die Kontraste zwischen den Weltsichten. Dazwischen z.B. solche herrlichen Sätze:


    Zitat

    Eines war seltsam: die Menschen schienen jetzt die helleren Töne als die fröhlicheren zu empfinden, und tiefere zu nehmen, wenn sie Trauer und Tod meinten. In den Melodien, die er damals auf der Lyra gespielt hatte, zeigten helle Töne Entfernung und Langsamkeit, auch Kühle oder Abschied an, dunkle dagegen Nähe, Wärme, Freude. Irgend jemand hatte die Musik auf den Kopf gestellt und vielleicht mit ihr die Welt.


  • In diesem Kapitel war bereits mehrfach die Rede von Literatur über den Spanischen Bürgerkrieg, zuletzt war es, glaube ich, Max Aub (bei ihm klappt die Suchfunktion nicht, da sowohl Vor- als auch Nachname nur 3 Buchstaben hat).


    Den Namen Carlos Saura kennt man als Filmemacher - aber auch als Freund des Flamenco (ich denke da an den grandiosen Carmen-Tanzfilm mit Antonio Gades).
    Während der Franco-Diktatur konnte Carlos Saura seine antifaschistische Einstellung nur versteckt andeuten, jetzt kann er sich diesen Themen frontal nähern, wie in diesem Buch:



    Spanien, 1936: Für den Journalisten Diego und die Pianistin Teresa zählt nur ihre Liebe. Doch ihr Glück wird jäh zerstört. Diego kehrt bei Ausbruch des Bürgerkriegs in das belagerte Madrid zurück, Teresa fährt zu ihrer konservativen Familie aufs Land. Die beiden werden sich nie wieder sehen...


    Zugegeben, ein Filmregisseur muß nicht gleichzeitig ein begnadeter Schriftsteller sein, aber irgendwie ist es, trotz einiger Holprigkeiten, ein faszinierendes Buch!


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Einigen von Euch ist es im thread Lieblingsaphorismen vielelicht schon aufgefallen, dass ich mich derzeit auch mit Karl Heinrich Waggerl beschäftige. Von klein auf kannte ich seine Advents- und Weihnachtserzählungen; vor einiger Zeit konnte ich diese Sammlung günstig erwerben, zu der ich num immer mal wieder greife:



    Karl H. Waggerl
    Sämtliche Werke


    Otto Müller Verlagsges., 06/1997





    Ich bin immer wieder begeistert von den wunderbaren, humorvollen Erzählungen, und es gibt noch vieles zu entdecken für mich.


    LG, Elisabeth

  • Hallo allerseits,


    darf ich mit meiner Ferienlektüre bekannt machen?


    Voilà:



    Fazit: auch der weitgehend unbekannte Eric Arthur Blair jenseits des Zoos im Jahre 1984 ist durchaus interessant und wartet darauf, häufiger gelesen zu werden. Späteres kann man hier schon durchleuchten sehen und handwerklich ist es auch ganz gut gemacht. :]


    :hello:
    Stefan und sein Co-Rezensent Comrade Ogilvy 8)

    Viva la libertà!

  • Guten Tag,


    gerade zum Lesen angefangen, passt gerade irgendwie zur laufenden Diskussion im "Jean Baptiste Lully - der Begründer der frz. Nationaloper" Thread:




    Michael Martin:


    "Pfalz und Frankreich - Vom Krieg zum Frieden"


    Verlagstext:


    Zitat

    "Das Verhältnis der Pfalz zum Nachbarn Frankreich war jahrhundertelang von Krieg und Frieden geprägt: oft diente die Pfalz als Aufmarschgebiet und als Schlachtfeld. Aber auch in Friedenszeiten wurde die Pfalz von Frankreich starkbeeinflusst.


    Michael Martin, Stadtarchivar von Landau, erzählt die Geschichte der Pfalz im Licht ihrer Beziehungen zu Frankreich. Er hat dazu viele Quellen aus unterschiedlichen Archiven herangezogen und so erstmals für eine breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In großen Linien zeichnet er die Ereignisse nach, von der Reformationszeit über die Kriege Ludwigs XIV. und die Ära Napoleons bis in Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Zeit der Hugenottenkriege und die Ereignisse während der Französischen Revolution werden ausführlich behandelt, da beide Epochen die Pfalz maßgeblich prägten. Besonders interessant wird sein Buch durch die Berichte von Einzelschicksalen wie einem pfälzischen Feldherrn im Dienst der Hugenotten, von französischen Glaubensflüchtlingen, die in der Pfalz eine neue Heimat fanden, von Pfälzern, die in Napoleons Armeen durch ganz Europa marschierten oder in die französischen Kolonien auswanderten. Dem Einfluss der französischen Kultur auf die Pfalz räumt der Autor gebührenden Platz ein: den französischen Architekten, die Schlösser für die Pfälzer Herrscher entwarfen, und den französischen Gelehrten und Musikern, die ihren Platz an den pfälzischen Höfen hatten. Er verweist darauf, dass den Pfälzern das Elsass und Straßburg stets näher waren als Deutschland rechts des Rheins und würdigt auch die besondere Rolle der Pfalz bei der deutschfranzösischen Versöhnung der Nachkriegszeit.


    Aus dem Inhalt:
    Der Dreißigjährige Krieg; der pfälzische Erbfolgekrieg; die Reformationszeit und die Hugenottenkriege; die Kriege Ludwigs XIV. und die Französisierung der Pfalz; die Französische Revolution und die Ära Napoleons; die französische Besetzung nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg; pfälzische Auswanderer in die französischen Kolonien; Pfälzer in den französischen Armeen; der Einfluss der französischen Kultur an den pfälzischen Fürstenhöfen; französische Architektur, Kunst, Literatur und Musik."


    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Da Johannes Roehl mich gerade durch ein Zitat in der Rubrik "Was höre ich gerade" animiert hat, mich mal wieder an meine Asterix-Sammlung zu begeben, werde ich mich gleich und in den nächsten Tagen zum 25. Mal (oder so) an das Studium begeben. Gleich beginne ich mit:



    Ave auweh,


    Uwe

    Ich bin ein Konservativer, ich erhalte den Fortschritt. (Arnold Schönberg)

  • Zitat

    Original von ThomasBernhard


    gestern unterm Weihnachtsbaum:
    ...


    Ihr seid aber früh dran, heuer....


    :hahahaha:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • [am='3865990479'][/am]


    André Meinunger: Sick of Sick?


    Wer kennt ihn nicht? Bastian Sick - oft als Sprachpapst bzw. Oberster Anwalt der deutschen Sprache tituliert - hat mit seinen Büchern wie Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod, den weiteren Folgebänden, Happy Aua. Ein Bilderbuch aus dem Irrgarten der deutschen Sprache oder Zu schön, um wahr zu sein ein Millionenpublikum erreicht und sogar zur "größten Deutschstunde der Welt" aufgerufen. Seine Leser und Zuhörer müssen dabei nicht selten einen häufig recht deutlich belehrenden, manchmal geradezu anklagenden Ton ertragen.


    Daß nicht jeder Dativ dem Genitiv sein Tod ist, zeigt der Berliner Sprachwissenschaftler André Meinunger in fabelhafter Manier. An zahlreichen Beispielen demonstriert dieser, wo Bastian Sick mit unzulässigen Verallgemeinerungen aufwartet oder gar schlicht und einfach falsch liegt.


    Die etwas unglückliche Aufmachung - indes der IMO bisher einzig nennenswerte Kritikpunkt des Buches - könnte vorschnell zu der Annahme verleiten, es handle sich um eine Art Neid- bzw. Kampfschrift der weniger populären Linguistenkaste. Daß dem nicht so ist, wird bereits aus dem Vorwort ersichtlich, in dem der Autor die durch Sick initiierte Sprachsensibilisierung ausdrücklich begrüßt.
    Die vielen Beispiele gewinnen einen übergeordnete Struktur, indem jeder der vier Teildisziplinen der Linguistik ein oder mehrere Kapitel des Buches zugeordnet sind: beginnend mit Beispielen zur Phonetik, über Sicksche Fehler morphologischer Natur, bis hin zu Beispielen aus Syntax und Semantik (bzw. Pragmatik).
    Im letzten Kapitel verwehrt sich der Autor deutlich gegen eine "Anything goes"-Haltung.


    Dieses Buch richtet sich vornehmlich an diejenigen, die Bastian Sicks Bücher gelesen haben, macht eine Lektüre selbiger nicht dringend erforderlich, da Meinunger die Passagen aus Sicks Büchern selbstverständlich zitiert, auf die er sich bezieht. Aus diesem Grund sollte man vielleicht auch kein stilistisches, vor Fachvokabular nur so strotzendes Feuerwerk erwarten. Vielmehr erhällt man ein flüssig geschriebenes, stellenweise ironisches, für Laien verständliches Buch.


    Absolut empfehlenswert!!



    :hello:
    Wulf

  • Zitat

    Original von ThomasBernhard
    gestern unterm Weihnachtsbaum:


    Leanders Passion von Ex-Tamino "CRC"- Curt Rainer Cordts


    [am='3453879562'][/am]


    Hat mir CRC damals noch persönlich ans Herz gelegt. Ziemlich abgefahren aber gut. Schade, dass er uns verlassen hat.


    Liebe Grüße
    GalloNero

    ... da wurde mir wieder weit ums Herz ... (G. Mahler)

  • Dieses Buch ist die ultimative Begleitlektüre zu BWV 988:


    [am='3630872824'][/am]
    Anna Enquist, Kontrapunkt


    Inhalt kurz: Beim Einstudieren der Goldberg-Variationen verarbeitet eine Frau die Trauer über den Tod ihrer Tochter.


    Jeder einzelnen der 30 Variationen ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Darin erscheinen jeweils scheinbar unzusammenhängende Erinnerungen aus dem gemeinsamen Familienleben: Geburt, Liebe, Krisen, Urlaube, bis hin zum tödlichen Unfall der Tochter. All diese Erinnerungsfetzen sind auf sensible Weise verwoben mit Reflektionen über Bachs Komposition und über deren Interpretation.


    Der Roman hat mich sehr bewegt und berührt - und mich veranlasst, endlich wieder einmal die Goldberg-Variationen anzuhören.


    Viele Grüße
    Frank

  • Zitat

    Original von ThomasBernhard
    Liest sich phantastisch, sehr zu empfehlen:


    Liegt schon seit geraumer Zeit auf meinem Schreibtisch und nach dieser Einschätzung werde ich wohl heute abend mal anfangen...

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Viel freude damit, lieber Reinhard,


    das Vorwort liest sich vielleicht nicht so ganz flüssig, aber wenns dann richtig losgeht... trotz Müdigkeit klebte ich gestern bis 1:30 Uhr an dem Buch. Sehr erhellend, was ich da schon aus den ersten Kapiteln mitgenommen habe. Wolff bringt anhand der wenigen erhaltenen Dokumente mehr Licht in Bachs Kindheit als ich mir hätte vorstellen können.

  • Vor geraumer Zeit bekam ich ein Buch geschenkt, dass ich zunächst einmal aus Zeitmangel ins Bücherregal räumte. Doch jetzt fiel es mir wieder in die Hände, und nun liegt es auf meinem Schreibtisch und wartet darauf gelesen zu werden.


    Titel: Georg Friedrich Händel


    Autor: Walther Siegmund-Schulze


    Erscheinungsjahr und Verlag: 1980 - VEB Deutscher Verlag für Musik Leipzig


    Dem Inhalt entnehme ich, dass es sich hierbei um eine Biographie handelt. Ich bin schon gespannt! :yes:

  • Hi!


    Hab gerade in der Reissn: (als Hobby [Fast-Profi]-{Musik}Historiker)
    [am='3854761244'][/am]
    Krieg und Akkulturation


    enthält folgende Kapitel:
    Einleitung
    Euromediterraneum-Einleitung Teil II :D
    Byzanz, der Mittelmeerrraum und Europa-Ökumenische Ideologie und militärische Realpolitik
    Der Türcke-Habsburgs Herausforderung im Osten
    Steppengürtel-Erklärung/Definition
    Krieg und "Barbaren" im China des späten 8. bis frühen 10.Jahrhunderts
    Das "Kriegstheater" zwischen den Kulturen-Die habsburgische Militärgrenze in Kroatien
    Staatsverdichtung-Definition
    Militarisierung und Staatsverdichtung-Das Beispiel der Habsburgermonarchie in der Frühen Neuzeit
    Samurai und Soldaten-Zum Wandel des Militärs im Japan der Restaurationszeit (1853-1895)
    Clash of Structures
    Der Fall Tenochtitlans-Challenge and Response an der neuen "Frontera"
    Die Griechenkriege der Perser-Hopliten zwischen Ost und West


    Hört sich ganz spannend an. [bis zum Kapitel Steppengürtel bereits gelesen; aber das hoffentlich spannendste/Interessanteste kommt noch]


    LG joschi

  • Hallo,


    durch ein langes philosophisches Gespräch angeregt wollte ich mich etwas intensiver mit dem Phänomen des Geschmacks beschäftigen und bin nach einer Recherche recht schnell auf Emanuel Kant gestoßen. Da ich hier aber über keinerlei Vorbildung verfüge, und die Schriften Kants wirklich arg schwer zu lesen sind, lese ich gerade folgendes Buch:



    Dennoch..eine harte Lektüre, dafür ungeheuer interessant.


    Frage: mit welchen philosophischen Abhandlungen sollte man sich außerdem auseinandersetzen, wenn man sich mit dem Thema, Geschmack, Gemschacksbildung etc beschäftigen möchte?



    Liebe Grüße, der Thomas. :hello:

  • Zitat

    Original von Chorknabe
    Frage: mit welchen philosophischen Abhandlungen sollte man sich außerdem auseinandersetzen, wenn man sich mit dem Thema, Geschmack, Gemschacksbildung etc beschäftigen möchte?


    Ich würde die philosophischen Abhandlungen über Bord werfen und mich diesem Geschmack zuwenden:





    Für das wahre Leben viel wichtiger als fast alle Philosophie.
    Aber ich ahne schon, DEN Geschmack meintest Du wohl nicht :D

  • Zitat

    Original von Chorknabe
    Frage: mit welchen philosophischen Abhandlungen sollte man sich außerdem auseinandersetzen, wenn man sich mit dem Thema, Geschmack, Gemschacksbildung etc beschäftigen möchte?


    Empfehle ich ja immer wieder - ist mir deshalb fast schon peinlich. Aber da Du nachfragst:


    Pierre Bourdieu: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft, Frankfurt am Main: Suhrkamp (18. Aufl.) 2007.


    Viele Grüße,
    Medard