Anton BRUCKNER: Sinfonie Nr 5

  • Habe heute,
    da ein Kollege im Forum Dr. Willem für das Nonplusultra hält, dessen Aufnahme der 5. Bruckners und dann auszugsweise andere gehört.
    FUs Aufnahme empfand ich als unfreiwillig komisch, diese irrsinnigen Temporelationen, das Auf und Ab, was soll das?
    Reine Show! Heute nur noch peinlich!
    Irgendwie wirkt das so altertümlich auf mich, dass ich den "armen" Bruckner bedauert habe, dass man so etwas mit ihm gemacht hat.


    Dann Kna in Schalks Bearbeitung. Genau so ein Mist!


    Dann Andreae, immerhin von 1953, und die Sonne ging auf. Flott und ohne Fiesematenten ging e szur Sache.
    Und Schuricht Live Wien. Auch sehr schön.
    Zum Schluss: Klemp 1968 Live in Wien. Das hätte er 10 Jahre früher machen sollen, dann wäre es singulär. So nur ein gut bis sehr gut.


    Aber Furtwängler war schon witzig. Das man so etwas früher ernsthaft gehört hat? Sonderbar!


    Moderneres habe ich ausgelassen. Mit Absicht.
    Man soll die Alten unter sich lassen. :D
    Gruß S.

  • Lieber S.,


    was Furtwängler angeht, stimme ich Dir zu. Die Aufnahme ist sehr kurios. Wie er das Finale runterhetzt, verdient fast ne Auszeichnung.


    Wenn's schnell sein soll, ist meine erste Wahl (jetzt nicht lachen) Roschdestwensky. ;)

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Ich habe mir gerade eben Furtwänglers Bruckner gekauft, eine Box mit den Symphonien 4-9, ich habe noch nicht alles durchgehört.


    Als erstes griff ich zur Fünften, die Furtwängler ja sehr geschätzt hat, und war ziemlich gespalten. Es gab immer wieder große Momente, aber teilweise waren die Tempi doch zu absurd.
    Ab der Doppelfuge Verwunderung, Überraschung, Unverständnis.
    Dass das komisch im Sinne von lächerlich ist, kann ich allerdings nicht unterstützen. Es ist ein Ansatz, der die Extreme auslotet, der darin zu weit geht, jedoch bleibt stets die gewaltige Beherrschung der Musik durch Furtwängler spürbar.
    Ich mag die Interpretation keineswegs, das Finale ist eigentlich furchtbar, aber sicher nicht peinlich.
    Auch nicht altertümlich, aber das mit modern/zeitgemäß wurde ja bereits oben vertieft ;).


    Fur mich ist Furtwängler eine Aufnahme, die man einfach gehört haben sollte, wenn man sich für das Spektrum der Möglichkeiten interessiert, selbst, wenn man zu dem Schluss kommt, dass es sich eher um eine Unmöglichkeit handelt, so geschieht das doch meines Erachtens auf sehr hohem künstlerischen Niveau.


    Grenzgänge sind ja für Furtwänglers Stil während des Krieges typisch, man denke nur an die berühmte 42er Neunte, an den Schlussteil des Finales; Wahnsinn pur, ein entstellter Beethoven, der doch so ungemein gefangen nimmt.

    'Architektur ist gefrorene Musik'
    (Arthur Schopenhauer)

  • aber grade die 5. wirkt mit Fu auf mich wie Max Schreck in Nosferatu!
    Sicher, es sind große Momente dabei, aber die verschwinden rasch.
    Manches finde ich nur zum "totlachen"!
    Wenn man heute Bruckner 5 im Konzertsaal hört, ich leider zuletzt vor mehr als 10 Jahren mit einem Herrn Wand, dann hat man ne spez. Architektur der Sinfonie im Ohr.
    Die geht dann nicht mehr raus, die ist gültig!


    Gruß S.


    PS: Aber abseits meiner Polemik kann man sagen, das diese Aufnahme singulär ist, oder?? :]


    PPS: Warum hört verdammt noch mal kein Mensch diese genialen Andreae Aufnahmen, Seid Ihr etwa alle pleite??

  • Zitat

    Original von s.bummer


    PS: aber abseits meiner Polemik kann man sagen, das diese Aufnahme singulär ist, oder?? :]


    Mit Sicherheit!


    Aber das kann man, ebenfalls mit gewisser Ambivalenz, meiner Ansicht nach auch von Celibidache sagen. Ich finde seine Tempi in der 5. besonders im ersten Satz oft hart an der Grenze oder schon darüberhinaus. Im Schlussteil des Finales fängt er sich dann wieder, aber teilweise habe ich das Gefühl, er versucht hier, Schelling Ausspruch von der erstarrten Musik eine neue Sichtweise hinzuzufügen.
    Ich glaube, man tut sich schwer, die einzelnen Bausteine der Symphonie wirklich zu verstehen, nicht in ihrem theoratischen Inhalt, das geht wohl sehr gut, sondern in ihrem ihnen zugedachten Fluss, wenn man noch keine andere Aufnahme gehört hat.



    Was die Architektur der Symphonie angeht, so empfinde ich das genauso.

    Ich habe vor ein paar Monaten Haitink mit dem SOdBR gehört, ein wahrhaft großes Erlebnis. Haitink errichtete vor meinen Ohren ein gewaltiges Gebäude, das im Finale seiner Vollendung zustrebte, bis schließlich der letzte Schlusstein eingesetzt wurde und es in voller Pracht vor einem stand. Ich bin live nie so kritisch wie bei Aufnahmen, auch, weil man diese so oft durchhören kann, aber Haitink begeisterte mich nachhaltig in seiner Erhabenheit und klaren Struktur.


    Furtwänglers Gebäude wäre wohl um ein vielfaches phantastischer und surrealer, doch würde es wohl schon während er es fiebrig der Vollendung entgegentreibt, wieder in sich zusammenstürzen...

    'Architektur ist gefrorene Musik'
    (Arthur Schopenhauer)

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  • Zitat

    Original von s.bummer


    PPS: Warum hört verdammt noch mal kein Mensch diese genialen Andreae Aufnahmen, Seid Ihr etwa alle pleite??


    Bei dem Preis 8o.



    Ansonsten finde ich Roschdestwensky hochinteressant.
    Seine Neunte, die es bei abruckner.com gratis gibt, hat mich jedenfalls unglaublich begeistert.

    'Architektur ist gefrorene Musik'
    (Arthur Schopenhauer)

  • Zitat

    Original von novecento


    Bei dem Preis 8o.


    ...


    Das tut einmal Weh, zweifelsohne. Aber dann hat man eine Box, auf die man immer wieder mit großer Befriedigung zurückgreifen kann. Langzeitwirkung garantiert! Und von wie vielen CD-Einkäufen kann man das schon sagen...


    :hello:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!


  • Roschdestwensky hat auch bei der 5. einen unglaublichen "Drive" drauf. Es scheint sogar zwei Aufnahmen unter ihm zu geben, beide 1984, eine Studio, die andere live. Die live erschien mir tontechnisch besser gelungen.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Wie ich gerade sehe, kann man (leider nur) Schnipsel der Andreae Aufnahmen bei Amazon hören.
    Ich sage es Euch. "Datt iss n ganz anderer Schnack!"
    (Wie der Plattdeutsche so sagt)
    Fangt an zu sparen!
    Gruß S.

  • Hallo Joseph,


    ich finde ohnehin sehr interessant die großen russischen Dirigenten wie Mrawinsky, Roshdestwensky, Kondraschin und Swetlanow mit Bruckner zu erleben.
    :) Die bauen dem bislang Gewohnten eine ganz neue fastzinierende neue Bruckner-Welt auf, die nicht minder fastziniert, als die hiesigen eingeschworenen Bruckner-Dirigenten. :D ;) Natürlich kein Wiener Schmäh !

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

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  • Zitat

    Original von ThomasBernhard
    Als das Maß aller Dinge für den Schlußsatz gilt ja Furtwängler. Mal sehen, was bei uns am Ende rauskommt.


    Zitat

    Original von Uwe
    Meine erste Bruckner 5. - Begegnung war eine Furtwängler Live-Aufnahme, also in etwa das dirkete Ggegenteil von Gielen: sehr eigen, sehr effektvoll, sehr weihevoll.


    Zitat

    Original von novecento
    Fur mich ist Furtwängler eine Aufnahme, die man einfach gehört haben sollte, wenn man sich für das Spektrum der Möglichkeiten interessiert, selbst, wenn man zu dem Schluss kommt, dass es sich eher um eine Unmöglichkeit handelt, so geschieht das doch meines Erachtens auf sehr hohem künstlerischen Niveau.


    Grenzgänge sind ja für Furtwänglers Stil während des Krieges typisch, man denke nur an die berühmte 42er Neunte, an den Schlussteil des Finales; Wahnsinn pur, ein entstellter Beethoven, der doch so ungemein gefangen nimmt.


    Männer sind bekanntlich nicht multitasking-fähig. Ich bin ein Mann. Trotz ergo fehlender Multitasking-Fähigkeit ist es mir gelungen, während des Lesens der (nicht gerade wenigen) Postings dieses Threads sowie einiger weiterer Quellen über Bruckners Fünfte jeweils durchgehend per Kopfhörer diverse Aufnahmen des 4. Satzes dieser 5. Sinfonie (Abbado, Karajan, Horenstein, Chailly, Sinopoli, Wallberg) zu hören. Dieses Finale wollte ich mir heute abend einmal als Hörvergleich vornehmen, zumal ich mit Ormandy eine weitere (offenbar sehr gute) Aufnahme in der jpc-Bestell-Warteschleife habe. Das klappte alles soweit ganz gut. Bis ich mir Furtwängler Salzburg 1951 und Furtwängler Berlin 1942 auflegte (das habe ich mir natürlich für den Abschluss aufbewahrt). Bei der Salzburger Aufnahme hielt es mich ja sogar noch zwei Minuten auf dem Bürostuhl; bei der 1942-er Aufnahme hingegen keine 15 Sekunden. Was Furtwängler dort (live Berlin Alte Philharmonie 28.10.1942) abgeliefert hat, ist der helle Wahnsinn. Musizieren auf der Stuhlkante, als ginge es um das Leben aller beteiligten Musiker. Der Vergleich, lieber novecento, mit der von mir äußerst hochgeschätzten Furtwängler-Aufnahme der Sinfonie Nr. 9 von Beethoven vom März desselben Jahres aus Berlin ist absolut treffend. Das ist hier wie da Hochspannung pur. Wenn man das mehrmals durchgehört hat, was bei Bruckner Nr. 5 (wie von Furtwängler demonstriert) im Finale möglich ist, ist es geradezu unmöglich, sich wieder in die Niederungen des Rests der Welt (also zum Beispiel in die beschränkten Möglichkeiten eines Skrowaczewski mit dem RSO Saarbrücken, dessen Aufnahme ich vor Jahren zum Vollpreis gekauft und nach zweimaligen Hören gleich wieder bei eBay verramscht habe. Für einen Euro. Hauptsache weg damit. Auch von Jascha Horenstein bin ich bitter enttäuscht, wobei ich konzediere, dass er mit einem anderen Orchester als diesem jämmerlichen BBC Symphony Orchestra sicherlich weit bessere Resultate erzielt hätte. Bei Karajans DG-Aufnahme mit den Berliner Philharmonikern hingegen nützt auch das sehr gute Orchester nichts. Bei dieser Aufnahme schweigt einfach nur des Sängers Höflichkeit) zurückzubegeben. Allenfalls ein Claudio Abbado kann, aufgrund herrlichsten Orchesterklangs der Wiener Philharmoniker, ansprechenden Dirigats bei überwältigender Klangqualität, ein wenig mit Furtwängler mithalten. Sinopoli spielt in puncto Klangqualität in der Abbado-Liga mit, nicht hingegen bei der doch eher mediocren Interpretation. Und alle anderen von mir genannten Aufnahmen (übrigens: ich kenne bisher nicht Klemperer, von Matacic, Roshdestwenskij und Ormandy, die mich alle sehr neugierig machen. Und Wand habe ich mir heute abend bewusst nicht angehört - das möchte ich einmal gesondert einem Vergleich unterziehen) - naja, ich konnte mich halt einigermaßen nebenher auf was anderes konzentrieren. Bei Furtwängler absolut, vollkommen, strikt unmöglich. Jedenfalls für mich als Mann. Mir ist beim Furtwängler-Hören allenfalls noch das Atmen möglich. Und auch der Atem stockt mir sehr oft, so genial ist das, was einem aus dem Kopfhörer entgegenflutet.

  • Lieber Swjastoslaw!


    Bitte verdoppeln was den Teil Furtwängler angeht. Genauso sehe (und höre) ich das auch.


    Wand ist aber wirklich eine faszinierende Alternative. In seinen Konzerten war ich immer in der Lage, alle anderen Interpretationen zu vergessen. Das gelang mir bei Thielemann (obwohl ich ihn sehr schätze) und vor allem bei Sawallisch (live) nicht.


    Aber es ist natürlich problematisch, Furtwängler in dieser Extremsituation des II. Wk. mit jemanden vergleichen zu wollen und zu können. Trotzdem ist es ein Beleg dafür, was bei Bruckner machbar ist.


    Furtwängler ist extrem, aber ich liebe einfach solche Positionen, solange es noch um das Werk geht und das ging es Furtwängle eigentlich immer.


    :hello: Gustav

  • Zitat

    Original von Gustav
    Lieber Swjastoslaw!


    Bitte verdoppeln was den Teil Furtwängler angeht. Genauso sehe (und höre) ich das auch. (...) Furtwängler ist extrem, aber ich liebe einfach solche Positionen, solange es noch um das Werk geht und das ging es Furtwängle eigentlich immer.


    Vielen, vielen Dank, lieber Gustav, für Deinen Beitrag. Ich bin gerade dabei, Karajan ein zweites Mal zu hören. Und verstehe nicht, warum ich mir das mal gekauft habe (war eine "Jugendsünde"). Natürlich berauscht der Orchesterklang der Berliner Philharmoniker. Wenn nur dieser... naja, lassen wir das.


    Furtwängler hingegen - Hammer. Ich mache gleich noch einige weitere Hördurchgänge. Welch ein Phänomen, dieser Mann. Obwohl ich inzwischen hier im Forum für meine Furtwängler-Bewunderung bekannt sein dürfte, überrascht selbst mich beinharten Fan immer wieder, welch Interpretationen von einem anderen Stern auf uns warten, wenn wir absolut mittelmäßige Tonqualität der Aufnahmen in Kauf zu nehmen bereit sind. Bisher habe ich übrigens nur über das Finale der Fünften geschrieben. Beim Scherzo sehe ich ebenfalls niemanden, der ihm auch nur annähernd das Wasser reichen könnte.


    Wand habe ich dreimal live mit der Fünften gesehen. Insgesamt habe ich Wand etwa 30-35mal gesehen. Genau deswegen zögere ich so, mir seine Tonkonserven anzuhören (damit habe ich keine Probleme, wenn es um nicht von mir erlebte Konzerte geht, z.B. das Beethoven-Klavierkonzert Nr. 5 mit Emil Gilels. War ich hingegen mit im Saal, habe ich immer Angst, ich zerstöre mir meine Erinnerungen, wenn ich mir die CDs anhöre).

  • Lieber Swjastoslaw!


    Bei Wand geht es mir möglicherweise sogar ähnlich. Auch ich bin in jedes seiner Hamburger Konzerte gepilgert und in einige Lübecker. Aber ich bin beim erneuten Wiederhören nie enttäuscht worden. Ich hatte eigentlich immer das Gefühl beim Hören, ja, genau so muss es sein.


    Aber diese Angst vor dem Konservenerlebnis von gehörten Konzerten hätten wir sicherlich auch bei Furtwängler. Man darf ja nicht vergessen, welch ein Unterschied zwischen live erlebt und der späteren Aufzeichnung besteht. Erst recht, wenn es dann Studioproduktionen sind. Geht man dann den umgekehrten Weg bei Furtwängler - wie müssen erst die realen Konzerte gewirkt haben. Unvorstellbar.


    Zitat

    ...überrascht selbst mich beinharten Fan immer wieder, welch Interpretationen von einem anderen Stern auf uns warten, wenn wir absolut mittelmäßige Tonqualität der Aufnahmen in Kauf zu nehmen bereit sind.


    Ist zwar off - topic, aber kennst du die 1947 live - Aufnahme des Beethoven - Violinkonzertes mit Menuhin vom RIAS? Die verglichen mit der Studioaufnahme. Welch ein Unterschied bei Furtwängler, aber und vor allem auch bei Menuhin. Das ist ja eines der faszinierendsten Merkmale von Fu., dass er immer wieder unterschiedlich klang, dass er nie ein festgefügtes Schema wiederholt hat, sondern die augenblickliche Situation ganz stark auf ihn und damit auf seine Interpretation gewirkt hat.


    Deshalb reicht (aus Kostengründen leider) auch nicht eine Interpretation meinetwegen der 5. Bruckner. 1951 braucht man auch, wenn auch die äußeren Umstände 1942 ganz andere waren und ein ganz anderes Musizieren bedingt haben.


    Zitat

    Musizieren auf der Stuhlkante, als ginge es um das Leben aller beteiligten Musiker.


    Genau darum ging es ja in all diesen Konzerten, die permanent von Luftalarmen unterbrochen wurden und in denen Fu. noch einmal, vor einem möglichen Untergang, die deutsche Kultur zelebrierte. Diese Situation war natürlich (Gottseidank!), einzigartig. Interessant wäre es, zu untersuchen, wie andere Dirigenten in Deutschland darauf reagiert haben und ob ihre Interpretationen aus dieser Zeit ähnlich existenziell klingen. Ich weiß aber nicht, ob eine 5. von z.B. Böhme, Krauss oder Jochum von damals existiert.


    :hello: Gustav

  • Für alle, die genauso gerne wie ich die 5. Sinfonie von Bruckner hören, anbei eine kleine Vorankündigung.
    Nächstes Jahr wird in der wunderschönen Basilika in Ottobeuren die 5.te wieder zu Gehör kommen.



    15 | Sonntag | 26. Juni 2011 | 15.00 Uhr | Basilika Ottobeuren Marek Janowski Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin Anton Bruckner Sinfonie Nr. 5 B-Dur WAB 105


    Ihr werdet mich im Abo-Bereich in der Mitte unter der Kuppel wiederfinden =)


    Viele Grüße,
    Andrea

  • Tamino XBeethoven_Moedling Banner
  • Zitat

    Original von Gustav
    Aber diese Angst vor dem Konservenerlebnis von gehörten Konzerten hätten wir sicherlich auch bei Furtwängler. Man darf ja nicht vergessen, welch ein Unterschied zwischen live erlebt und der späteren Aufzeichnung besteht. Erst recht, wenn es dann Studioproduktionen sind. Geht man dann den umgekehrten Weg bei Furtwängler - wie müssen erst die realen Konzerte gewirkt haben. Unvorstellbar.


    Genau an diesen von Dir angesprochenen Punkt denke ich auch immer wieder. Wenn uns Furtwänglers rauschige Mono-Aufnahmen schon so dermaßen begeistern: wie muss das dann erst im Saal geklungen haben? Was müssen die Menschen, die ihn noch hören durften, für unvorstellbare Klänge erlebt haben! Ich denke daran speziell dann, wenn ich in Hamburg oder Berlin mal neben einem sehr alten Menschen im Konzertsaal sitze: ob dieser Mensch vielleicht noch Furtwängler erlebt hat? Wie mag das heute in diesem Konzert hier für sie/ihn, die/der (im Gegensatz zu mir) den Live-Vergleich ziehen kann, klingen? Denkt sie/er vielleicht: "Meine Güte, ist Rattle langweilig im Vergleich zu Furtwängler"? Oder denkt sie/er: "Gut, dass diese schrecklichen Karajan-Zeiten vorbei sind - jetzt hatten und haben wir mit Abbado und Rattle wieder bessere Zeiten"? Oder denkt sie/er gar: "Ach Mensch, ist Rattle toll! Was die jungen Leute so auf die Beine stellen! Stockhausens 'Gruppen' im Hangar des Flughafens Tempelhof oder Bernsteins 'Wonderful Town', das hätte es früher bei Furtwängler nicht gegeben"? Ich habe mich nie getraut zu fragen. Frage aber hier mal: ist vielleicht ein Tamino-Mitglied in der glücklichen Lage, schon in den 40er/frühen 50er Jahren Konzerte besucht zu haben und hat dieses Mitglied vielleicht gar Furtwängler live erlebt?

  • Bei allem nötigen Respekt: Die Kritik an der Karajan-Aufnahme halte ich für völlig überzogen! Ich kenne auch den Furtwängler, und bei aller Liebe: Da gehen etliche Details total unter, a) wegen irrwitzigen Tempi und b) wegen mangelhafter Tonqualität. Bei Karajan ist die Tonqualität 1A, die Orchesterqualität ebenfalls. Seine Tempi sind bestimmt nicht verschleppt, eher flott – aber nicht verhetzt wie beim Wilhelm. Wem der weihevolle Jochum nicht liegt, der findet in Karajan eine sehr angemessene Alternative. Zurecht wurde die Karajan-Aufnahme von renommierten Kritikern zu den besten dreien gezählt, neben Jochums letzter und Celibidache. Die Furtwängler-Aufnahme ist dagegen eher ein historisches Dokument. Sicherlich interessant und besitzenswert, aber das Maß aller Dinge? Im übrigen erachte ich diese tendenzielle Verherrlichung á la "Alles, was Furtwängler je aufgenommen hat, ist am besten" für übertrieben, auch wenn ich ihn ebenfalls sehr schätze.


    :hello:

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Lieber Swiatoslaw,


    meine Mutter, die selbst Sängerin war, schleppte mich schon als 10 Jährigen in viele Konzerte. Ein besonderes Ereignis war dabei ein Besuch des "Don Giovanni" in Salzburg in der Felsenreitschule. Hier stand Wihlhelm Furtwängler am Pult und hauptsächlich wegen dieses Dirigenten wurde die Reise an die Salzach gemacht. Leider kann ich mich nur noch sehr vage und bruchstückhaft an dieses Erlebnis erinnern. Ich weiß aber noch, dass der Komtur als er den Giovanni "abmurkste" damals mein Favorit war. Alles andere ist jetzt "Dichtung und Wahrheit". Mir wurde halt danach so oft erzählt, wie großartig besonders der Maestro Furtwängler gewesen sei, dass ich es dann als Eigenerleben und -Urteil auch so empfunden habe.
    Besonders Furtwängler, Toscanini, Klemperer und die anderen großen alten Pultmagier konnten ihren Orchestern einen ganz spezifischen Stil vermitteln. Sie hatten dafür eine Autorität, die heute im modernen Orchesterbetrieb, mit genau festgelgten Probezeiten, Betriebräten und gewerkschaflichen Regelungen, nicht mehr gegeben ist. Deshalb ist die Ära des groß zelebrierten pathetischen Klangs eine wichtige Epoche, die abgeschlossen und damit Geschichte ist.
    Musikalische Interpretation enwickelt sich weiter und so erleben wir heute andere Klangideale.
    Herzlchst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • @ebenfalls leider nicht erhältlich ist Michael Gielens Aufnahme aus dem Jahr 1990 mit dem Sinfonieorchester Baden-Baden (erschienen bei Intercord)


    Hallo Norbert,


    ich besitze die Intercord-CDs Bruckner 5 und 7. Was ist so besonderes daran. CvD auf Telarc habe ich auch, bei allen meinen Telarc-Aufnahmen (immerhin 63) ist der Klang hervorragend.


    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"


    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Zitat

    Original von operus
    Mir wurde halt danach so oft erzählt, wie großartig besonders der Maestro Furtwängler gewesen sei, dass ich es dann als Eigenerleben und -Urteil auch so empfunden habe.


    Herzlichen Dank für Deine Antwort, operus! In dem von Dir genannten Alter (also mit 9 oder 10 Jahren) habe ich Erich Leinsdorf als Dirigent des Boston Symphony Orchestra im Konzertsaal erlebt und deshalb kann ich gut nachvollziehen, dass die Erinnerung an Deine kindlichen Konzerterlebnisse verschwimmt bzw. überlagert wird durch das, was man anschließend darüber gehört oder gelesen hat. Meine Erinnerungen sind auch eher optischer Natur: ich sehe das Orchester noch vor mir, den Dirigenten und den Solisten (André Watts, der das Klavierkonzert Nr. 2 von Brahms spielte). Aber natürlich könnte ich mich nicht mehr zu Spezifika des Dirigats von Leinsdorf oder des Orchesterklangs des BSO aus der damaligen Wahrnehmung heraus äußern.


    Zitat

    Original von Joseph II.
    Bei allem nötigen Respekt: Die Kritik an der Karajan-Aufnahme halte ich für völlig überzogen! Ich kenne auch den Furtwängler, und bei aller Liebe: Da gehen etliche Details total unter, a) wegen irrwitzigen Tempi und b) wegen mangelhafter Tonqualität. Bei Karajan ist die Tonqualität 1A, die Orchesterqualität ebenfalls. Seine Tempi sind bestimmt nicht verschleppt, eher flott – aber nicht verhetzt wie beim Wilhelm. Wem der weihevolle Jochum nicht liegt, der findet in Karajan eine sehr angemessene Alternative. Zurecht wurde die Karajan-Aufnahme von renommierten Kritikern zu den besten dreien gezählt, neben Jochums letzter und Celibidache.


    Die Geschmäcker sind verschieden, und das ist auch gut so. Ich kann es ja verstehen, dass die Karajan-Aufnahme von 1976 von manchen Musikhörern gemocht wird. Mich hingegen berührt sie nicht. Keine Attacke, kein Biss, kein Saft und keine Kraft. Dass die Berliner Philharmoniker selbstverständlich ein tolles Orchester sind und dass die tontechnische Qualität für 70er Jahre-Verhältnisse top ist, hatte ich ja weiter oben bereits geschrieben. Ein Kaufargument kann ich allerdings hierin nicht erblicken: exquisite Orchester standen auch den Dirigenten anderer Bruckner 5-Einspielungen zur Verfügung (wenn auch leider, leider nicht Jascha Horenstein). Und wer auf herausragende Klangqualität Wert legt, ist mit Abbado und den Wiener Philharmonikern weit besser bedient.


    Dass ich mit meiner Kritik an der Karajan-Aufnahme der 5. Sinfonie (übrigens: ich rede nur über diese Sinfonie! Bei der 7. und 8. Sinfonie hat Karajan in seinen späten DG-Aufnahmen mit den Wiener Philharmonikern Glanzleistungen abgeliefert) nicht allein stehe, mag vielleicht folgende amerikanische Amazon-Kundenrezension zeigen:


    "Karajan's main problem in the adagio is he is too damn slow. He drags out phrasing beyond any norm established by other conductors in any edition of the symphony. The whole thing is pretty slow, in fact, trudging along and taking 82 minutes and portions of two CDs to get the whole thing done. It is better in the exciting concluding movement and the great fugue at the end, but even there Karajan fails to build momentum and ignite the music the way Horenstein does in his magnificent 1971 concert verions on BBC. And Horenstein does it with one of the least likely Bruckner orchestras anywhere, the BBC Symphony Orchestra.


    To show I'm neither hard-hearted nor deaf, there are good points about this issue. The notes are pretty good, as is the packaging, the Berlin Philharmonic plays magnificently, and the sound is more Brucknerian than is the standard for DG, with its preference for brilliant highs and an audially invisible bass line. The lower strings and timpani are closely miked and always apparent in the Sympony 5, where they play a very significant role. The sound is also good all around, fully dimensional and able to fill any sized room. And, thankfully, there isn't one of those praying, looking to the heavens photo of the conductor on the cover.


    There are a lot of other great Sympony 5s -- Jochum has a couple of them -- as well as the likes of Horenstein, Furtwangler, and Schuricht, one of the steadiest hands at this composer. So why settle for this?"


    In der sich anschließenden (interessanten) Diskussion führt dieser Rezensent weiter aus:


    "For me, Karajan's Symphony 5 simply doesn't register as great. It is well-played and, by DG standards, sounds more Brucknerian than most of his recordings. Yet, even though it concentrates on structure, it lacks imagination and, in my opinion, doesn't make the most of the symphony's strengths"


    Quelle: http://www.amazon.com/review/R…3Y&nodeID=#wasThisHelpful

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  • Lieber Bernward,


    ich verstehe nicht ganz, was Du meinst...


    Möchtest Du wissen, was mir an Gielens Interpretation der 5. besonders gefällt?


    In Schlagworten:


    -(Für mich) Ideale Tempogestaltung mit Temporelationen, die deutlich voneinander abgegrenzt werden. Ein Adagio ist als solches zu erkennen, ein Allegro ist schneller ;) .


    -Hervorragende Orchestertransparenz (auch durch die deutsche Orchesteraufstellung) mit sehr differenzierter Dynamikbehandlung.


    -Gut abgestuftes Klangbild mit transparenter Blechbläserbehandlung.


    -"unsentimentaler" Zugang zu Bruckner mit Vermeidung von "Klangbombast" und "Weihrauchschwaden"


    -Gute Aufnahmequalität mit leichtem Hall versehen.


    Das in aller Kürze.


    Nebenbei, die Bruckner-Aufnahmen mit von Dohnanyi sind bei Decca erschienen.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • @Nebenbei, die Bruckner-Aufnahmen mit von Dohnanyi sind bei Decca erschienen.


    Sorry Norbert, Du hast recht.


    Trotz Klemperer, Barenboim, Chally gibt es dreimal Wand, RSO-Köln , NDR und auch für mich die absolut beste Einspielung mit den Berlinern aus der Philharmonie.


    fonoforum: " Die Fünfte gilt, neben der unvollendeten Neunten, als die komplizierteste und schwierigste Sinfonie A. Bruckners. Die jetzt vorliegende Neuaufnahme mit den BPO stellt seine dritte Produktion dar. Live-Recording in der Berliner Philharmonie. Die Berliner Philharmoniker veredeln diese beeindruckende Aufnahme mit ihrem farbenreichen und flexiblen Klang zu einem Produkt für allerhöchste Ansprüche. Wand versteht es mal wieder auf wunderbare Weise, ein ausgeprägtes analytisches Formbewußtsein mit großer musikalischer Aussagekraft und Emotion zu vereinen. Bruckner in Vollendung."


    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"


    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • In diesem Thread kam bisher der "Titan" Klemperer kaum zur Sprache. Ich wußte gar nicht, daß er die Bruckner-Fünfte auch aufgenommen hat, sogar zweimal: einmal im Studio scheinbar, einmal live mit den Wienern.


    Hier die beiden Aufnahmen:



    und



    Wer kennt eine oder beide und könnte dazu kurz was sagen? Die Spielzeiten wirken ja ziemlich langatmig, soweit ich das sehe.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Klemp hat zwei Aufnahmen der 5. hinterlassen.
    Eine Studioaufnahme mit dem New Philharmonia Orchestra von 1967 und eine Liveaufnahme aus Wien von 1968.
    Die Wiener Aufnahme ist klar besser und sie klingt sogar recht gut (Ich habe die Music and Arts Ausgabe des Konzerts), wenn auch das Scherzo arg langsam (Altersstil) daherkommt.
    Das Finale der 5. ist ihm jedenfalls fantastisch gelungen. Das muss erst mal jemand nachmachen.
    Es fehlt aber völlig das "katholisch" Jochumsche! Eher Richtung Wand, aber eben auch sehr eigen.


    Gruß S.


    PS: Das einzige Cover, das altersmäßig zutreffen könnte, wäre das letzte von der Testament Reihe.
    Auf allen anderen Abbildungen ist er mind. 10 Jahre zu jung!

  • Hallo s.,


    danke für deine kurze Stellungnahme, ich hatte schon drauf gehofft (bist du ja unser Klemperer-Experte hier ;)).


    Ich werde probieren, in nächster Zeit irgendwie an eine oder beide Aufnahmen zu kommen. Bin jedenfalls wirklich gespannt drauf wie ansonsten nur auf die Ormandy-Aufnahme (die hier im Thread bisher auch kaum besprochen wurde).


    LG gen Norden
    :hello:

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

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  • Zitat

    Bin jedenfalls wirklich gespannt drauf wie ansonsten nur auf die Ormandy-Aufnahme (die hier im Thread bisher auch kaum besprochen wurde).

    Ich habe seinerzeit vor ca. 35 Jahren (sch.. ist man alt geworden) Ormandy mir Bruckner 5 in der CBS 61000er Serie erstanden.
    Grund: Dvorak 9 mit Ormandy gefiel mir und dazu der Preis der 61000er Serie mit 10 DM pro Platte.
    Seit dem habe ich diesen "KodaK-color Breitwandschinken" ala Hollywood diversen Freunden als Geschenk angeboten.
    Alle haben es abgelehnt.
    Gruß S.

  • Guten Abend!


    In der genannten Ormandy Einspielung habe ich in den 70er Jahren (noch als Schüler) Bruckners 5. kennengelernt - damals noch auf bespielter MC von CBS. Vor ein paar Jahren habe ich mir, nachdem ich die Aufnahme mindestens 20 Jahre nicht gehört hatte, aus alter Sentimentalität die CD bei Sony gekauft:



    Mittlerweile hatte ich natürlich ganz anderer Aufnahmen kennengelernt und war entsetzt. Ein riesig aufgemotztes Orchester (und ich bin bei sowas nicht gerade ein Purist) mit einem ständig breiten, breiigen und halligen Klang. Da kann ich S.Bummer nur zustimmen. Einzig das Adagio kann ich schön finden, wenn ich in der Stimmung bin: Ormandy macht es in einem unglaublich warmen, gesungenen Ton - aber Bruckner ist das nicht wirklich.
    Ich frage mich ob Ormandy für die Aufnahme die Schalk-Fassung benutzt hat(?) da mir das Orchester auch im Blech deutlich verstärkt vorkommt und auch Tempi und Dynamik oft deutlich abweichen. Leider weiß ich über die Schalk Fassung zu wenig genaues um das zu entscheiden. Vielleicht weiß hier jemand mehr darüber?


    Gruß
    Byron

    non confundar in aeternum

  • Ich habe eine gaaaaaaanz neue Aufnahme von Bruckners 5.


    Herbert Blomstedt nimmt ja zur zeit mit dem Gewandhausorchester alle Bruckner Sinfonien auf. Und ich habe die CD mit der 5. von einem Freund geschenkt bekommen, sogar mit Autogramm von Herbert Blomstedt.


    Ich kann diese CD jedem empfehlen. Besonders beeindrucken ist natürlich der Klang und die Kraft des Gewandhausorchesters (eines der besten der Welt)


    der 3. Satz ist so beeindruckend, dafür finde ich keine Worte.


    KAUFEN

  • Zitat

    Ich frage mich ob Ormandy für die Aufnahme die Schalk-Fassung benutzt hat(?) da mir das Orchester auch im Blech deutlich verstärkt vorkommt und auch Tempi und Dynamik oft deutlich abweichen.

    Oh, nein, das ist die Originalfassung:
    Auf der Rückseite der LP von 1978 befindet ein langer Artikel von Uwe Kraemer über die 5. u nd deren Vergewaltigung durch die Schalk Fassung, die bis 1935 einzig gespielt wurde.
    Schalks Fassung auf CD gibt es von Knapperstbusch. Eine einzige Travestie, zumindest im Finale!
    Gruß S.

  • Wobei man, wie ich finde, diese Schalk-Version zumindest mal gehört haben sollte. :D
    Wem's zu teuer ist, der kann hier mal reinhören.
    Die Aufnahme ist kurios, aber ich finde sie auf ihre Art besitzenswert.
    Tonqualität für 1956 sehr gut (Stereo).


    LG

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

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