Horst Stein (* 2. Mai 1928 in Elberfeld; † 27. Juli 2008 in Vandœuvres, Schweiz)

  • Höre gerade in Bayern 4 die Meldung das der Dirigent
    HORST STEIN
    gestorben ist im Alter von 80 Jahren.
    Er war im besten Sinne ein fabelhafter
    Kapellmeister u.a. in Bayreuth und an der
    Staatsoper in Wien.
    In Wien hat er das gesamte deutsche Repertoire
    dirgiert!
    1993 wurde er zum Ehrenmitglied der
    Staatsoper Wien ernannt!



  • Horst Stein (1928 - 2008 ) war einer der bedeutendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Er wurde immer als Virtuose und Feingeist beschrieben; wer seine Aufnahmen kennt, weiß auch warum.


    In den neunziger Jahren beendete er seine aktive Laufbahn und zog sich aus Gesundheitsgründen in sein Haus bei Genf zurück.


    Mit Horst Stein, der Ehrendirigent der Bamberger Symphoniker war, hat die Musikwelt einen ganz großen Künstler verloren.


    Davidoff

  • Horst Stein, war für mich hauptsächlich Operndirigent. Geboren wurde er am 2.5.1928 in Elberfeld (heute Wuppertal-E.) Er studierte in Köln und Frankfurt und begann als Kapellmeister 1947 in Wuppertal. 1951–55 war er in gleicher Funktion an der Hamburger Staatsoper, 1955–61 an der Berliner Staatsoper, anschließend erneut bis 1963 in Hamburg und 1963–70 Generalmusikdirektor in Mannheim.
    Er wirkte als Erster Dirigent an der Wiener Staatsoper und war 1973–76 Generalmusikdirektor in Hamburg; danach nur noch Gasttätigkeiten, an der Dt. Oper Berlin und in Wien. Leitete die Wiener Symphoniker, übernahm 1980–85 das Orchestre de la Suisse Romande, 1985 die Bamberger Symphoniker, 1987–94 Chefdirigent des Basler Symphonieorchesters.
    Er gastierte in Paris, Buenos Aires, San Francisco (1964–68 ) und trat ab 1969 mehrfach in Bayreuth auf, allein 138 mal (Rekord!) dirigierte er dort und war auch persönlicher Berater von Wolfgang Wagner. Vieles aus seiner Tätigkeit ist auf Tonträgern festgehalten, einiges gibt es auch als Video (DVD).


    Eines meiner liebsten Videos war seine Hamburger "Zauberflöte" (Regie Peter Ustinov) von 1971:



    Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
    Die Zauberflöte

    DVD
    Ein Mitschnitt aus der Hamburger Staatsoper,
    Regie: Peter Ustinov


    Hans Sotin, Nicolai Gedda, Dietrich Fischer-Dieskau, Cristina Deutkom, Edith Mathis,
    Hamburg PO,
    Dirigent: Horst Stein
    Arthaus (bei jpc gibt es ein kurzes Demo-Video)


    Ein schönes Andenken!


    LG

  • Unvergeßlich für mich Horst Steins "Parsifal" Dirigate in der Wiener Staatsoper (noch die alte Inszenierung von Everding), Repertoire meist ohne Proben, aber so intensiv dirigiert und musiziert, dass es wie aus einem Guß wirkte.
    Claus Helmut Drese schreibt in seinen Erinnerungen "Im Palast der Gefühle", wie fasziniert die Dirigentenkollegen Barenboim und Mehta in der Direktionsloge einer derartigen vorösterlichen Vorstellung gelauscht haben.
    Mit den Wiener Symphonikern hat er in den 80ern auch einmal "Das Buch mit sieben Siegeln" gemacht - und eine Menge Abo-Konzerte.
    Horst Stein war es auch, der nach Carlos Kleibers drei unvergeßlichen "Rosenkavalier" Aufführungen 1994 diese Oper souverän ins Repertoire der Wiener Staatsoper zurückführte.
    Auch wenn Friedrich Gulda vielleicht zu unentschieden spielt, die Beethoven-Klavierkonzerte mit Horst Stein und den Wiener Philharmonikern, enthalten auch in der Gulda-Box mit allen Klaviersonaten, möchte ich nicht mehr missen.


  • Sehr bedauerlich, hier vom Tode von Horst Stein zu lesen.


    Was ich von ihm kannte (es ist nicht viel, aber dennoch), fand ich stets sehr gelungen.


    R.I.P.

  • Unter der Leitung von Horst Stein und mit Gulda am Klavier, so habe ich das 4. Klavierkonzert von Beethoven kennengelernt. Und da muß jedwede andere Einspielung erst einmal daran vorbei. Nachwievor, meine persönliche Referenz.


    :hello:
    Wulf

  • Von Stein kenne ich leider nur die Klavierkonzerte mit Gulda. Auch wenn die beiden manchmal nicht unbedingt perfekt harmonieren, möchte ich doch vor allem das Vierte nicht missen.
    Am meisten begeistert mich aber das Finale des Dritten. Gulda spielt den Satz als einen fast schon mechanischen Schnelltanz und Stein begleitet ihn dabei mit einer erfrischenden Konsequenz.


    LG
    Georg

    Früher rasierte man sich wenn man Beethoven hören wollte. Heute hört man Beethoven wenn man sich rasiert. (Peter Bamm)

  • Ich habe Horst Stein hauptsächlich als Operndirigent kennengelernt, vor allem seine Wagner-Dirigate an der Wiener Staatsoper sind mir sehr stark in Erinnerung geblieben.


    Für mich hat Horst Stein eine besondere Bedeutung: Da ich in meiner anfänglichen Opernzeit sehr viel Wagner gehört habe, war er für mich so etwas wie ein Wegbereiter bzw Wegbegleiter auf der spannenden Reise in die Opernwelt!


    Liebe Grüße
    vedriel

  • Hier muss noch erwähnt werden, dass Horst Stein elf Jahre lang (1985-1996) Chefdirigent der Bamberger Symphoniker war, die er bereits seit den 60er Jahren häufig dirigiert hatte. Insgesamt kamen da wohl über 500 gemeinsame Konzerte zusammen, wie ich dem Nachruf in der hiesigen Lokalpostille entnehme. Ich habe allerdings Stein hier nicht mehr erlebt, er hatte sich ja schon vor einigen Jahren vom Konzertpodium verabschiedet.


    Stein war wohl vom Typ und sicher vom Repertoire her der klassische deutsche "Kapellmeister". Im Konzertbetrieb (und auch im Opernbereich) ähnelte sein Repertoire verblüffend dem seines mittelbaren Bamberger Vorgängers Joseph Keilberth: Schwerpunkt in der deutsch-österreichischen Tradition (Ausnahme: Mahler), Vorliebe für Pfitzner und Reger, Skepsis gegenüber der zweiten Wiener Schule, im 20 Jh. Konzentration auf ein relativ spezielles, überwiegend deutsches Repertoire. Ich bin ehrlich gesagt glücklich, dass sich die Bamberger Symphoniker inzwischen auf einer ganz anderen Linie bewegen. (Ein anderer Vertreter des "Kapellmeistertypus", Günter Wand, zeigte, dass es auch anders ging.) Dazu passt, dass - wie oben schon von Alexander Kinsky berichtet - Stein im Opernbetrieb der typische Repertoiredirigent war, was keineswegs abwertend gemeint ist.


    Diskographisch ist von Stein z.Zt. ja nicht allzuviel auf dem Markt. Seine Begleitung der Gulda-Klavierkonzerte finde ich recht konventionell, sein passables Parsifal-Dirigat auf der entsprechenden DVD ist aufgrund der Wolfgang-Wagner-Inszenierung am besten bei ausgeschaltetem Bildschirm zu genießen. Kennt jemand seine gelegentlich hochgelobten Bruckner-Aufnahmen, z.B. die Zweite mit den Wiener Philharmonikern?


    Eine wirkliche Großtat war die Edition der kompletten (?) Orchestermusik von Max Reger mit den Bamberger Symphonikern, die in den 90er Jahren bei Koch/Schwann in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk auf 12 (?) CDs erschienen ist. Leider bekommt man (soweit ich sehe) zur Zeit nur verstreut und teilweise zu horrenden Preisen vereinzelte CDs dieser Reihe auf dem Marktplatz - eine Sammelbox wäre ein dringendes Desiderat und würde diverse Lücken schließen, die die preiswerte, aber etwas unausgeglichene 7-CD-Box bei Berlin Classics offenlässt.


    Ich habe bisher nur drei CDs aus der Schwann-Reihe erwerben können, die ich durchweg gut, teilweise hervorragend finde. Genannt sei die vorzügliche Einspielung des Klavierkonzerts mit Gerhard Oppitz als Solisten:





    Hier findet sich übrigens eine Horst-Stein-Diskographie, die Anspruch auf Vollständigkeit erhebt:


    "http://www.geocities.com/Vienna/Studio/2891/stein-dis.htm"



    Viele Grüße


    Bernd

  • aufrecht, die Repertoire-Dirigenten. Ohne sie wären die Stars - auch 'nur' Repertoire-Dirigenten.


    Aus Elberfeld war bekanntlich auch Hans Knappertsbusch, und das ist schon so ziemlich alles, was die beiden miteinander verbunden hat.


    Ich erinnere mich an einen ganz normalen Wiener Abo-Tristan Ende der 60er mit der Nilsson, und wenn ich nicht gewußt hätte, daß da unten im Orchestergraben 'bloß' der Horst Stein dirigierte, hätte ich es glatt für eine Sternstunde der Tristan-Interpretation gehalten :O


    :hello:

  • Zitat

    Original von helmutandres
    [Sie halten den Musikbetrieb] aufrecht, die Repertoire-Dirigenten. Ohne sie wären die Stars - auch 'nur' Repertoire-Dirigenten.


    Wie gesagt, meine Aussage war keineswegs abwertend gemeint. Ich bewundere die spezielle Fähigkeit bestimmter Dirigenten und Orchester, ausgezeichnete Opernaufführungen hinzubekommen, ohne vorher eine einzige Probe abgehalten zu haben.


    Allerdings ist das nicht die Regel - und so tun manche Repertoireaufführungen an höchst prominenten Häusern auch schon mal in den Ohren weh.


    Repertoiredirigenten halten in der Tat den Musikbetrieb aufrecht, aber nur denjenigen, bei dem im Repertoiresystem gespielt wird. Das ist bekanntlich mit allen Vor- und Nachteilen ausschließlich im deutschsprachigen Raum der Fall, und selbst da wird das Hardcore-Repertoiresystem mehr und mehr verändert. Jedenfalls ist der "Repertoiredirigent" eine typisch deutsche bzw. deutsch-österreichische Erscheinung (was nicht heißt, dass er die entsprechende Staatsbürgerschaft besitzen muss). Darauf wollte ich in Bezug auf Horst Stein hinweisen.



    Zitat

    Aus Elberfeld war bekanntlich auch Hans Knappertsbusch, und das ist schon so ziemlich alles, was die beiden miteinander verbunden hat.


    Aus Elberfeld stammte ja auch Günter Wand... Hm, hm... ;)



    Viele Grüße


    Bernd


  • Stein war tatsächlich auch einige Zeit lang der Assistent von Wand in Köln. Nachzulesen in der gerade wieder aufgelegten Wand-Biographie. Dies jedoch nur als Fußnote.

    Früher rasierte man sich wenn man Beethoven hören wollte. Heute hört man Beethoven wenn man sich rasiert. (Peter Bamm)

  • Wahrlich eine sehr betrübliche Nachricht!!!
    Zwar hatte ich in meinem gesamten Klassikhörerdasein nur ein einziges Mal einen Berührungspunkt mit Steins Arbeit als Dirigent, dieser hat jedoch vollkommen ausgereicht, mich von den bereits genannten, außerordentlichen Qualitäten Steins zu überzeugen. Und zwar hatte ich ein sehr berührendes Konzerterlebnis durch zwei Aufführung von Pfitzners Eichendorff-Kantate 'Von deutscher Seele' unter Horst Steins Leitung im Jahre 1995 in der Alten Oper, was ich in diesem Thread bereits näher ausgeführt habe:


    Hans Pfitzner - "Phönix aus der Asche ?"


    LG
    Johannes

  • Hallo,


    mich hat er wahrlich mein bisheriges Opernleben begleitet. Das erste Mal Oper, das erste Mal Zauberflöte, war gleich das erste Mal Horst Stein. Viele beeindruckende Opernabende folgten, zuletzt die unter seiner Leitung wunderbare "Schweigsame Frau" an der Wiener Staatsoper.


    Danke!

    leporellina


    Musik machen ist ein erotischer Akt, weil es mit Wollen, mit Leidenschaft zu tun hat. Daniel Barenboim

  • Als ich mir neulich das neue Saisonprogramm der Bamberger Sinfoniker zuschicken ließ, war die verantwortliche Dame so nett, mir einen CD-Mitschnitt der "Alpensinfonie" von R. Strauss mit den Bamberger Sinfonikern unter Horst Stein beizulegen, der extra zu dessen 80. Geburtstag veröffentlicht wird.
    Der Mitschnitt stammt vom 23. Juli 1995 aus der "Sinfonie an der Regnitz" in Bamberg. Es ist offensichtlich eine Aufnahme des Bayerischen Rundfunks.
    Die Klangqualität würde ich mal als "gut" bezeichnen, das Publikum verhält sich diszipliniert. Die Interpretation empfinde ich als "authentisch", womit ich sagen will, daß Horst Stein hier den "richtigen" Tonfall für dieses Werk gefunden hat, was ja nicht gerade einfach ist. Er führt das Orchester mit sicherer Hand durch die Partitur und erreicht eine Darbietung von großer Geschlossenheit. Die Streicher sind hervorragend, sehr genau, diszipliniert und klangschön. Das Blech ist imposant, erreicht aber nicht die Durchschlagskraft der Staatskapelle Dresden unter Sinopoli. Aber das ist auch schon der einzige Kritikpunkt neben der in den Höhepunkten etwas nebulösen Klangtechnik. Schade. Aber für einen Livemitschnitt ist dies entschuldbar. Ich finde, dass man mit dieser Aufnahme gut leben kann, und ich werde sie mit Sicherheit in Ehren halten.
    Schade, dass Horst Stein gestorben ist, ich hätte ihn sehr gerne einmal live gehört.



    Philipp

  • Hallo Joseph,


    mit Stein hatte ich bisher auch wenig Berührungspunkte.


    1. Die Beethoven - KK mit Stein / WPO haben mir nie besonders zugesagt, was eindeutig an der Orchesterbegleitung liegt - aber die von AlexanderKinsky weiter oben abgebildete Decca-elequence Box ist natürlich wegen den Beethoven-Sonaten beinahe ein MUSS.


    2. Sehr angetan bin ich seit Jahrzehnten von einer Decca-Mittelpreis(Billigpreis 5,-DM)-CD aus der lange verschollenen Serie Weekend Classics mit den Sibelius-Werken Finlandia, Der Schwan.., Nächtlicher Ritt und Sonnenaufgang, Pohjohlas Tochter und als beste Aufnahme, die ich von zahlreichen kenne, En Saga. Es spielt das hervorragende Orchstre de la Suisse Romande unter Horst Stein (Decca, 1972, ADD)


    Die CD ist nirgens mehr als Abb zu finden - das sind Raritäten !
    Ich kann mir gut vorstellen, das diese Cd in der von Dir abgebildeten 9CD-Decca-Box enthalten ist.

  • Hallo Wolfgang,


    handelt es sich bei den angesprochenen Sibelius-Werken mit Horst Stein um diese Ausgabe:



    Die ist zwar vergriffen, aber per Japan-Import ist sie offenbar neu verpackt wieder erhältlich:



    ----------------------------------------------------------------


    Noch ein Wort zum Wagner-Dirigenten Horst Stein:


    Daß Stein mehr drauf hatte als sein "ordentliches" "Meistersinger"-Dirigat (DGG-DVD), bewies er in den frühen 70er Jahren als "Ring"-Dirigent in Bayreuth. Mir liegt ein "Rheingold"-Mitschnitt von 1974 vor, der wirklich ein 1A-Dirigat zu bieten hat. In keiner mir bekannten Aufnahme (allenfalls Maazel 1969) kommt etwa die Verwandlungsmusik von Walhall nach Nibelheim derart düster und bedeutungsschwer herüber. Hier wähnt man sich wahrlich in einem Krupp-Stahlwerk der Hochindustrialisierung! Die alte Analog-Aufnahme müßte mal digitalisiert werden, dann wäre sie noch besser. Orfeo könnte im Zuge seiner fabelhaft restaurierten Bayreuth-Veröffentlichungen auch mal des Dirigenten Horst Stein gedenken und eines seiner "Ring"-Dirigate (1970–75) herausbringen.

  • Horst Stein war in den 70er Jahren "der" Bayreuth-Dirigent. Zwischen 1969 und 1986 war er dort eine Institution, somit sogar länger als Knappertsbusch. Er dirigierte "Parsifal" (1969, 1975–1981), den "Ring des Nibelungen" (1970–1975), "Tristan" (1976/77) sowie "Die Meistersinger von Nürnberg" (1982–1984, 1986). Sein strenger und nüchterner Stil prägte eine ganze Bayreuth-Generation. Vielleicht fehlte Stein das letzte Fünkchen in seinen Interpretationen, doch muß man ihn als grundsolide und im besten Sinne kapellmeisterlich in Erinnerung behalten. Wenn man etwa seinen "Parsifal" mit dem von Levine (Bayreuth 1982) vergleicht, merkt man rasch, wie unterschiedlich man das Werk doch interpretieren kann. Stein ist eher flott und vermeidet das Pathos, während Levine bei seinem Bayreuth-Debüt in seinen sehr gemessenen und weihevollen Tempi an Knappertsbusch erinnert.

  • Er war ein ganz ausserordentlicher Dirigent und Orchestererzieher. Hier in Wien hat er quer durchs Repertoire fast alles dirigiert, ob Verdi, Mozart, Wagner oder Richard Strauss. Dabei sind mir vor allem seine Rosenkavaliere, und ganz besonders seine Elektra in bester Erinnerung, aber nichtsdestoweniger seine großartigen stringenten und kompakten Wagner-Abende.


    Auch im Konzertsaal hat er mir große Abende beschert.


    Ein Alleskönner, der der Musikwelt bitter fehlen wird!

  • Das Angebot an Gesamtaufnahmen der Sinfonien von Franz Schubert ist sehr groß und teilweise von bester Qualität. Immer wieder höre ich einzelne Sinfonien aus der noch im vorigen Jahrhundert erschienenen Box der Bamberger unter Horst Stein:


    ()


    LG
    Portator

  • Heute wäre er 95 geworden:


    Horst Walter Stein (* 2. Mai 1928 in Elberfeld; † 27. Juli 2008 in Vandœuvres, Schweiz) war ein deutscher Konzert- und Operndirigent.



    Für mich war er in erster Linie der Operndirigent. Immer, wenn sein markanter Schädel im Orchestergraben auftauchte, wußte man: Das wird ein großer Opernabend! Er beherrschte sein Metier: Er verstand es wie kaum ein anderer, die Sänger auf der Bühne mit der Musik im Orchestergraben zu verbinden; etwas, was ich heute oft vermisse!



    LG

  • Eine lustig-skurrile Begebenheit in einem Siegfried an der Wiener Staatsoper ist mir noch in bester Erinnerung, als im 3. Aufzug der tollpatschige Hans Beirer einen Einsatz verpaßte und statt seiner Steins Stimme diese Situation rettete. Statt daß Beirer dem Dirigenten ob der Rettung dieser Szene dankte, strengte der Sänger einen Gerichtsprozeß gegen den "singenden" Dirigenten an. Auch in dieser Hinsicht war Beirer ein vollendeter Tollpatsch!

  • Horst Walter Stein (* 2. Mai 1928 in Elberfeld; † 27. Juli 2008 in Vandœuvres, Schweiz) war ein deutscher Konzert- und Operndirigent.


    Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wer und was so alles aus Elberfeld oder Barmen oder auch Vohwinkel, heute also Wuppertal, kommt...


    :hello:

  • Ja, lieber musikwanderer, gleich zwei so große Dirigenten, denn neben Horst Stein kam ja auch Günter Wand aus Wuppertal. Aber etwas weiter oben hat sich der gute Harald verrechnet, als er vor 2 Jahren Horst Steins 95. Geburtstag verkündete. Da Horst Stein am 2. Mai 1928 geboren wurde,


    wäre er heute erst 87 Jahre alt geworden.


    Ich mag auch sein Dirigat in den Beethovenkonzerten im Verein mit Gulda besonders und habe es deswegen für heute ausgesucht:



    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Eine lustig-skurrile Begebenheit in einem Siegfried an der Wiener Staatsoper ist mir noch in bester Erinnerung, als im 3. Aufzug der tollpatschige Hans Beirer einen Einsatz verpaßte und statt seiner Steins Stimme diese Situation rettete. Statt daß Beirer dem Dirigenten ob der Rettung dieser Szene dankte, strengte der Sänger einen Gerichtsprozeß gegen den "singenden" Dirigenten an. Auch in dieser Hinsicht war Beirer ein vollendeter Tollpatsch!


    Ich habe die Geschichte mal anders gehört oder es war eine andere ähnliche: Im 3. Akt "Götterdämmerung" sang Beirer so andauernd daneben, dass Stein irgendwann abklopfte und dann mit einem "drei, vier" wieder anfing.


    Im Übrigen könnte man im Rubriktitel mal das Sterbe-Kreuz entfernen und vielleicht durch die Lebensdaten ersetzen, immerhin ist er jetzt auch schon sieben Jahre tot.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

  • Ich halte das für einen sehr guten Vorschlag, lieber Stimmenliebhaber.


    Liebe Grüße


    Willi

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Heute ist Horst Steins Todestag, zu dem ich aus meiner Sammlung die Klavierkonzerte Beethovens mit Gulda ausgesucht habe, die ich in diser Box habe:



    Heute ist Horst Steins 7. Todestag.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).