"Cavalleria rusticana" (Mascagni) & "Pagliacci" (Leoncavallo)

  • Hallo liebe "Taminoianer"!


    Nachdem ich hier ein bisschen herum gestöbert und Gefallen an dem Forum gefunden habe, will ich als eher "unwissender" Klassik-Hörer gleich mal eine Anfrage posten.


    Ich habe heute auf Deutschlandradio Kultur die Live-Übertragung aus der Metropolitan Opera New York gehört:


    Pietro Mascagni
    "Cavalleria rusticana", Melodramma in einem Akt
    Libretto: Giovanni Targioni-Tozzetti und Giudo Menasci
    Violeta Urmana - Santuzza
    Eduardo Villa - Turiddu
    Frederick Burchinal - Alfio
    Sandra Piques Eddy - Lola
    Jane Bunnell - Mamma Lucia
    Chor und Orchester der Metropolitan Opera New York
    Leitung: Dennis Russel Davies


    Ruggero Leoncavallo
    "Pagliacci", Dramma in einem Prolog und zwei Akten
    Libretto: Ruggero Leoncavallo
    Daniela Dessi - Nedda
    Vladimir Galouzine- Canio
    Juan Pons - Tonio
    Philippe Castagner - Beppe
    Mariusz Kwiecien - Silvio
    Chor und Orchester der Metropolitan Opera New York
    Leitung: Dennis Russel Davies


    Werke und Komponisten waren mir bisher unbekannt - wie das italienische Fach bei mir im allgemeinen ;(. Kann mir jemand eine Aufnahme dazu empfehlen? Habe kurz bei jpc geschaut: wie sieht's denn im Low-Price-Bereich z.B. mit denen aus:


    1.) Popp, Atlantow, Weikl, Brendel, Ionita, Bonisolli - RO München, Gardelli (RCA '83) ... oder
    2.) Obraztsova, Domingo, Bruson, Domingo, Stratas, Pons - La Scala Orchestra, Pretre (Philips '83/'84) ... oder
    3.) Monaco, Simionato, MacNeil, Tucci, Palma - Accademia di Santa Cecilia Orchestra, Molinari-Pradeilli, Serafin (Decca '60)


    ... oder Karajan?


    Für einen Tipp wäre ich dankbar!


    P.S.: Im übrigen wollte ich i.d.Z. sagen, weil dies in einem anderen Thema ("Klassik-Radio") angesprochen wurde, dass für mich das Radio (z.B. DLR Kultur, s.o. =) ) nach wie vor wichtig ist.

  • Hallo jopal,


    zuerst einmal willkommen bei uns.


    Zu Deinen Fragen: Ich beschränke mich auf die Cavalleria Rusticana, weil Pagliacci nicht so mein Fall ist.


    Du fragst nach Karajan.
    Von und mit ihm ist eine Aufnahme erhältlich.



    Es handelt sich um eine "Luxusaufnahme". Mit Fiorenza Cossotto und Carlo Bergonzi sind die beiden Hauptrollen herausragend gut besetzt, Bergonzi liefert wieder ein Musterbeispiel an kultiviertem Singen.
    Giangiacomo Guefli hat einen recht "kernigen" Bariton, der gut zum eifersüchtigen Alfio paßt.


    Karajan begleitet seine Sänger vortrefflich und arbeitet die Schönheiten der Musik heraus. Da auch der Chor der Mailänder Scala sehr schön singt und die Aufnahme aus dem Jahr 1965 vortrefflich restauriert wurde, gibt's eigentlich nur eins: zugreifen. ;)


    Auch Pagliacci hat Karajan aufgenommen (mit Joan Carlyle, Carlo Bergonzi, Rolando Panerei und Giuseppe Taddei):



    Zu der Aufnahme kann ich aber nichts sagen, da ich sie nicht kenne.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Hallo


    auch ich habe die beiden oben abgebildeten Karajanaufnahmen. Es sind ungewöhnliche Aufnahmen, vermutlich würde jeder echte italienische Dirigent schnellere Tempi wählen und nicht viel Wert auf diesen Schönklang legen - womit ich allerdings nichts gegen diese Aufnahmen von Karajan gesagt haben will, sie sind nämlich gut, wenn man akzeptiert, daß es stilistisch denkbar "unitalienische" Aufnahmen sind. Der "Bajazzo" liegt mir von den beiden Aufnahmen fast mehr, gerade den Prolog liebe ich heiß und innig, der ist bei Karajan wunderbar gelungen. Auch die schmalzigen Stellen in Cavallaria sind zum dahinschmelzen, kann man bedenkenlos kaufen, gerade auch, weil das Libretto mehrsprachig und vollständig im Booklet abgedruckt ist.
    Mit einer Aufnahme gebe ich mich persönlich hier allerdings nicht zufreiden, ich möchte auch eine Aufnahme haben, die den normalerweise etwas spröderen Klang eines italienischen Opernorchesters hat.


    Diese Aufnahme mit dem Tenor Mario del Monaco hat viele interpretatorische und musikalische Pluspunkte, aber alles steht hier leider nun auch wiederum nicht zum besten. Ausserdem ist das Booklet eine Totalfehlanzeige. Aber trotzdem ist diese Aufnahme vielgelobt, als Zweitaufnahme finde ich sie sehr schön. (akustisch suboptimal ausserdem)


    Ich habe die Aufnahme mit dem Dirigenten Georges Pretre auch, fand ich teils auch schön, teils suboptimal, hatte jetzt aber nicht die Zeit und Lust nochmal ein Vergleichshören zu machen um genaueres sagen zu können.


    Also, mein Favorit mit ganz knapper Führung und einigen geschmacklichen Einschränkungen ist trotzdem Karajan, ich suche weiterhin eine aufnahme, die mich noch mehr befriedigt, die Naxos-Historical-Reihe dürfte da auch noch interessantes bereithalten.


    Und willkommen im Forum!
    Gruß, Markus

  • Hallo Norbert,


    danke für Deine Antwort und Begrüßung! Die Aufnahmen von Karajan hatte ich auch gesehen - keine Ahnung, wo ich dieses Vorurteil her habe: Karajan verbinde ich so gar nicht mit Italien. Das sei mir aber aufgrund meiner Unkenntnis hoffentlich verziehen - um dies zu ändern fragte ich ja hier auch. Ich werde die Aufnahme in jedem Fall berücksichtigen, zumal sie ja ebenfalls günstig zu erstehen ist. Da es ja gängige Praxis zu sein scheint, beide Werke zusammen aufzuführen, werde ich wohl auch der Pagliacci-Einspielung ein Ohr widmen.


    Nochmal herzlichen Dank und schöne Ostertage!

  • Hallo Jopal,


    alle oben angeführten Aufnahmen sind durchaus empfehlenswert, wobei auch ich die Karajan-Aufnahmen leicht favorisiere.


    Wenn du aber die Opern erst kennenlernst, sind ein paar Punkte zu beachten. Du brauchst unbedingt ein Libretto und ein wenig Kommentar zum Stück wäre auch nicht schlecht. Darum ist es bei den Billigausgaben oft schlecht bestellt, aber es gibt welche, wo zumindest das Libretto als pdf-Datei auf der CD vorhanden ist (muss man sich ausdrucken und braucht dann keine Lupe mehr zum Mitlesen!).
    Darauf solltest du beim Kauf achten, wenn du noch kein Libretto besitzt.


    Wenn du guten Mono-Sound akzeptieren kannst, muss ich auf zwei Spitzen-Aufnahmen der Cavalleria aus den frühen 50ern hinweisen: Serafin mit Callas/Di Stefano und Cellini mit Milanov/Björling. Bei Pagliacci sind es dann wieder Serafin mit Callas/Di Stefano und Cellini mit De Los Angeles/Björling. Diese sollten auch günstig zu bekommen sein und gehören zu den Spitzenaufnahmen dieser Werke.


    Eine Spezialität ist die jetzt bei Naxos erhältliche Cavalleria mit Gigli und dem Komponisten am Pult (1940). Eine ganz wichtige Zweitaufnahme, die man haben muss, wenn einem das Stück gefällt. Mascagni ist zwar kein "echter italienischer Dirigent", aber immerhin Italiener, Dirigent und sein eigener Komponist - und liefert die langsamste aller Einspielungen! ;)


    Zum Schluss noch ein Hinweis: Bei Decca gab es auf VHS Verfilmungen der beiden Opern unter Karajan. Bei Cavalleria singen Cossotto/Cecchele und bei Pagliacci Vickers/Kabaivanska. Dieses Video gehört zum Schönsten, was je als Oper verfilmt worden ist, und wenn man noch irgendwo ein Exemplar findet, sollte man unbedingt zugreifen.


    Frohe Ostern!

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Hallo ThomasBernhard, hallo Theophilus,


    vielen Dank für Eure Empfehlungen.


    Zitat

    Original von ThomasBernhard (...) daß es stilistisch denkbar "unitalienische" Aufnahmen sind. (...)


    Aha, dann lag ich da bei Karajan ja doch nicht so falsch. ;) Es scheinen dann aber doch wohl Aufnahmen zu sein, um die man nicht herum kommt. Grundsätzlich habe ich ja auch nichts gegen Karajan, nur bin ich bei so "populären" Namen immer skeptisch, ob da nicht doch in erster Linie der Name verkauft wird.


    Zitat

    Original von Theophilus (...) Du brauchst unbedingt ein Libretto und ein wenig Kommentar zum Stück wäre auch nicht schlecht. (...)


    Ein Libretto ist für mich grundsätzlich auch immer wichtig, da zahle ich denn auch gerne etwas mehr. Bezüglich der Materialien zu den Stücken gibt es im Internet ja auch einiges - nicht zuletzt das ausgezeichnete Angebot der MET (http://www.operainfo.org/).
    Mit Mono bzw. historischen Aufnahmen habe ich mich bisher noch nicht beschäftigt, da mir dort der zugang nicht so leicht fällt. Beim Musikhören ist für mich das sinnliche Erleben sehr wichtig, wozu für mich auch ein guter (Raum-)Klang gehört. Es muß ja nicht gleich SACD und 7.1-Sound sein, aber das was ich bisher gehört hatte klang immer sehr schmalbrüstig. Vielleicht ist aber die Restaurationskunst inzwischen so weit, das sich das Reinhören lohnt.


    Also, noch einmal vielen Dank für Eure Anregungen - mal gucken, was der Osterhase alles so bringt ... :)



  • Ich möchte nicht,daß dieser wichtige Thread schon zu Ende ist.
    Dies sind immerhin die ersten veristischen Opern.
    Alle großen Tenöre haben den Canio gesungen,und alle großen
    Baritone haben den Tonio gesungen,der den Bajazzo mit dem
    Prolog eröffnet.
    Auch Cavalleria rusticana ist ein Lieblingswerk der bedeutensten
    italienischen Sänger.
    Ich möchte noch einmal auf drei Gesamtaufnahmen hinweisen,
    die niemals mehr erreicht werden.


    :hello:Herbert.

    Tutto nel mondo è burla.

  • ich habe wieder was falsch gemacht.


    Es sollten Cavalleria und Bajazzo mit dem Dir.Cellini sein.
    Und noch Cavalleria rusticana mt Mascagni als Dirigent.

    Tutto nel mondo è burla.

  • Wie wäre es mit der"Cavalleria"- Live-Aufnahme aus Den Haag mit der
    hervorragenden Lina Bruna-Rasa,Antonio Melandri, Afro Poli unter Mascagni ?


    oder mit der ersten "Pagliacci"-Aufnahme unter Aufsicht des Komponisten mit Josefina Huguet, Antonio Paoli mit dem Scala-Ensemble unter Sabajno ?


    :hello:Heldenbariton

    Wie aus der Ferne längst vergang´ner Zeiten
    GB

  • Die beiden Aufnahmen habe ich noch nicht gehört.


    Ich werde mich aber mal darum kümmern.


    Die Pagliacci-Aufnahme ist ja sehr alt. (1907)


    Ich glaube,die ist zur Zeit garnicht im Handel.


    :hello:Herbert.

    Tutto nel mondo è burla.

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  • 2 Fragen hätte ich seit längerer Zeit zu diesen Werken:


    1. Warum spielt man diese beiden Werke zweier verschiedener Komponisten so oft miteinander ein bzw. führt sie auf, als wären es Schwesterwerke?


    2. Gibt es einen Unterschied zwischen "Bajazzo" und "Pagliacci"? Bei Wikipedia sind beide als Einzelopern aufgeführt...


    Fragen über Fragen ?(


    :hello:
    Stefan

    Viva la libertà!

  • Hallo Stefan,
    Mascagni und Leoncavallo beteiligten sich 1890 an dem
    Preisausschreiben des Verlegers Sonzogno,
    eine einaktige Oper zu schreiben.Den Preis gewann
    Mascagni mit"Cavalleria rusticana"."I Pagliacci"wurde
    abgelehnt,weil das Werk aus zwei Akten besteht.
    "Cavalleria rusticana" wurde ein großer Erfolg.1892
    wurde "I Pagliacci" uraufgeführt und wurde ebenfalls
    ein Welterfolg.Weil beide Werke Kurzopern sind und
    weil beides veristische,auch musikalisch ähnliche Werke
    sind führt man sie meistens gemeinsam auf.Zusammen
    sind sie eben abendfüllend.
    "I pagliacci"ist der italienische Originaltitel von"Der Bajazzo"
    und ist der Plural von"Pagliaccio",was soviel wie Hanswurst,
    oder Spaßmacher heißt.Bajazzo ist wahrscheinlich eine
    Vereinfachung von Pagliaccio.Vielleicht weiß da jemand
    genaueres.


    :hello:Herbert.

    Tutto nel mondo è burla.

  • Hallo Herbert,


    vielen Dank für die Antwort! Auf Dich ist wirklich immer Verlass =)
    Dann stimmt wohl die Werksliste bei Wikipedia nicht:


    Opern:
    I Medici
    Chatterton
    La Bohème
    Zazà
    Der Roland von Berlin
    Pagliacci
    Maia
    Zingari
    Mimi Pinson
    Edipo Re
    Il Bajazzo


    Denn dann wären es zwei unterschiedliche Werke oder zumindest Versionen...


    :hello:
    Stefan

    Viva la libertà!

  • Hallo Stefan,
    man kann sich auf Wikipedia nich immer verlassen.
    Da kann ja jeder was schreiben.Ich habe auch schon
    einiges berichtigt.
    Auf jeden Fall ist "I Pagliacci" und "Der Bajazzo"
    ein und die selbe Oper."Il Bajazzo"habe ich noch nie gehört.


    Aber ansonsten ist Wikipedia natürlich eine tolle Sache.


    :hello:Herbert.

    Tutto nel mondo è burla.

  • Zitat

    Original von Herbert Henn
    Aber ansonsten ist Wikipedia natürlich eine tolle Sache


    ... nur halt eben nicht zitierfähig :rolleyes:
    (werde das dann auch den Schülern einbläuen, wenn sie mal Referate halten müssen ;) )


    Dank ans Troisdorfer Gedächtnis, das zwar auch mittels Strom funktioniert (wie alles, was mit Nerven zu tun hat), aber eben zuverlässiger ist :D


    :hello:
    Stefan

    Viva la libertà!

  • Hallo Jopal und hallo Verismo-Freunde,


    eben genieße ich die beiden Klassiker, von Riccardo Muti dirigiert.
    (EMI CLASSICS 0777 7 63650 2 2 ).
    Der junge José Carreras singt Turridu und Canio, ersteren sehr gut, letzteren mit etwas Anstrengung. Seine Stimme war 1980 noch nicht schwer genug.


    Weitere Mitwirkende:
    Montserrat Caballé-Santuzza
    Matteo Manuguerra-Alfio
    Julia Hamari-Lola
    Astrid Varnay-Mamma Lucia (großartig)


    Renata Scotto-Nedda
    Kari Nurmela-Tonio
    Ugo Benelli-Beppo
    Thomas Allen-Silvio
    Leslie Fyson-Contadino


    Insgesamt gute Aufnahmen mit leichten Vorteilen für die Cavalleria.
    Einen Bajazzo mit Referenzcharakter suche ich noch.

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Da hatte ja Astrid Varnay die ihr gemäße Rolle bekommen.


    Der Bariton Kari Nurmela meidet im Prolog alle hohen Töne.


    M.Caballe könnte natürlich auch sehr gut "Mamma Lucia"


    gestalten. :D


    :hello:Herbert

    Tutto nel mondo è burla.

  • Hallo Siegfried,
    ich finde ,die Aufnahmen kamen für R.Schock,leider
    zehn Jahre zu spät,wobei Bajazzo besser ist,als Cavalleria.
    M.Cordes wäre der ideale Tonio gewesen und
    H.Hillebrecht war live viel besser als im Studio.


    :hello:Herbert.

    Tutto nel mondo è burla.

  • Zitat

    Original von Herbert Henn
    Hallo Stefan,
    man kann sich auf Wikipedia nich immer verlassen.
    Da kann ja jeder was schreiben.Ich habe auch schon
    einiges berichtigt.
    :hello:Herbert.


    Hab mir erlaubt im Wikipedia das ominöse "Il Bajazzo" zu streichen. Das durfte sicher sein und musste wohl auch. Weg is es und wer besseres weiß, möge Fakten bringen. :beatnik:


    "I pagliacci" heißt zu deutsch "Die Komödianten" oder auch "Die Spaßmacher", was ja die ganze Truppe bezeichnet und doch eine andere Bedeutung hat als unser deutscher Titel "Der Bajazzo", wo jeder an Canio denkt.


    Meine Lieblingsaufnahme ist noch immer diese


    Tullio Serafin - Callas - DiStefano - Gobbi - alt aber schöön.


    Siegfried: Am Schock-Bajazzo gefällt mir der Metternich am besten :D
    (Nicht bös sein - ich glaub zu wissen, dass du ein großer Schock-Fan bist...)

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  • Also die besten Aufnahmen dieser Opern sind m.E. die folgenden:


    CAVALLERIA
    Metropolitan Opera 1959
    Turiddu: Jussi Björling
    Santa: Giulietta Simionato
    Aflio: Walter Cassel
    Dimitri Mitropoulos


    Das ist vielleicht Björlings allerbeste Aufnahme, sie dürfte allerdings schwer zu bekommen sein.


    außerdem:
    CAVALLERIA
    RAI 1959
    Turiddu: Daniele Barioni
    Santuzza: Mara Coleva
    Alfio: Giulio Fioravanti
    Franco Mannino


    Eine wundervolle Aufnahme des RAI-Archivs.


    PAGLIACCI
    Rom 1946
    Canio: Galliano Masini
    Nedda: Corradi
    Tonio/Silvio: Tito Gobbi
    Giuseppe Morelli


    Diese Aufnahme ist als Film mit Gina Lollobrigida erschienen. Ob es sie auf CD gibt, ist mir nicht bekannt.


    PS: Die Oper heißt außerdem Pagliacci und nicht I Pagliacci.

    Einmal editiert, zuletzt von Mengelberg ()

  • Zitat

    Original von Brangäne
    [quote][
    Siegfried: Am Schock-Bajazzo gefällt mir der Metternich am besten :D
    (Nicht bös sein - ich glaub zu wissen, dass du ein großer Schock-Fan bist...)


    Brangäne: Rudolf Schock ( dessen Canio ich nicht kenne,) war mein Lieblingssänger, bis ich Fritz Wunderlich kennenlernte.
    Und Josef Metternich war ein grossartiger Sänger, da bin ich völlig mit dir einig. Was Prey für Wunderlich, war Metternich für Schock. :hello:

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Zitat

    Original von Mengelberg


    PS: Die Oper heißt außerdem Pagliacci und nicht I Pagliacci.


    wo du recht hast, hast du recht - sorry die Ungenauigkeit. :untertauch:

  • Es heißt "i Pagliacci" (Plural), anders ergäbe es keinen Sinn.

  • Lieber Brighella,


    das 'I' ist ein bestimmter Artikel, aber das Substantiv kann selbstverstaendlich ohne ihn stehen. "Spielmaenner" anstelle von "Die Spielmaenner". Und so wollte es Leoncavallo auch, und es macht natuerlich Sinn! :)


    All the best,
    Ripley

    Opera is when a guy gets stabbed and instead of bleeding, he sings.
    -- Ed Gardner

  • witzigerweise hab ich gerade 15 Minuten Pause während des italienisch-Crashkurses...


    Die Italiener legen sehr viel Wert auf den Artikel.


    I Pagliacci ist richtig!

  • Zitat

    Original von Herbert Henn
    Obschon ich es für Wortklauberei halte,
    aber auf meinem Klavierauszug steht: "PAGLIACCI"
    :hello:Herbert.


    Auf meinem CD-cover auch, obwohl beide Schreibweisen verbreitet sind. Das Libretto bei "Karadar" z.B. mit I :hello:

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Diesen alten Thread habe ich herausgekramt, um auf eine Sendung heute abend im ZDFtheaterkanal hinzuweisen: Zefirellis Bajazzo-Film von 1982.


    Im Rahmen einer Aktion "Die schönste Oper gesucht" (steht in einem anderen Thread) werden in den nächsten Wochen jede Menge Opernfilme im Theaterkanal gezeigt (sind aber wohl alle schon auf DVD erschienen), heute ist der der Bajazzo:


    ZDF Theaterkanal, Sa, 02.05.2009 23:00 Uhr(71 min.)


    Der Bajazzo (I Pagliacci)
    Oper von Ruggiero Leoncavallo
    Mailänder Scala, 1982

    (in italienischer Sprache)


    Canio - Placido Domingo
    Nedda - Teresa Stratas
    Tonio - Juan Pons
    Peppe - Florindo Andreolli
    Silvio - Alberto Rinaldi


    Bühnenbild: Gianni Quaranta
    Chor: der Mailänder Scala
    Inszenierung: Franco Zeffirelli
    Kostüme: Anna Anni
    Libretto: Ruggiero Leoncavallo
    Musikalische Leitung: Georges Prêtre
    Orchester: der Mailänder Scala
    Szenenbild: Gianni Quaranta


    Zitat

    Gaukler und Schauspieler kommen in ein Dorf. Der Tölpel Tonio, Mitglied der Truppe, macht Nedda, der Frau des Chefs der Gaukler den Hof, sie aber wehrt sich mit der Peitsche gegen seine Zudringlichkeit. Kurz darauf erscheint der Geliebte der Nedda und Tonio belauscht die beiden. Tonio alarmiert Canio, Neddas Mann. Der stürzt herbei, der Liebhaber entflieht jedoch rechtzeitig. Canio kann seine Frau nicht mehr zur Rede stellen, weil die Vorstellung beginnen muss. Auf der Bühne spielt sich das gleiche ab, was kurz zuvor in Wirklichkeit geschah. Nedda, in der Rolle der Colombine, betrügt ihren Mann, Bajazzo. Das Spiel wird immer mehr zum blutigen Ernst. Canio will um jeden Preis den Namen des Nebenbuhlers erfahren. In höchster Wut und Erregung sticht er seine Frau auf offener Bühne nieder. Die haucht im Sterben noch den Namen ihres Geliebten. Der eifersüchtige Ehemann ersticht auch diesen. Das Spiel ist aus.


    Ob der andere Verismo-Zwilling "Cavalleria Rusticana" auch noch kommt, habe ich noch nicht herausgefunden.


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Zitat

    Ob der andere Verismo-Zwilling "Cavalleria Rusticana" auch noch kommt, habe ich noch nicht herausgefunden.


    Lieber Harald,


    Cavalleria Rusticana ist nicht dabei.


    LG :hello:


    Jolanthe

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