Ingeborg Hallstein - die ideale Mozart- und Strauss-Sängerin

  • "Ihre Seriosität besteht gerade darin, dass alles, was sie singt, dank ihres außerordentlichen Könnens zu einem echten Kunstwerk wird". Mit diesem Zitat aus der "Neuen Zürcher Zeitung" wird die Sopranistin Ingeborg Hallstein treffend charakterisiert.
    Ingeborg Hallstein wird am 23. Mai 1936 in München geboren. Ausgebildet von ihrer Mutter, der Sopranistin Elisabeth Hallstein, die schon frühzetig ihr außergewöhnliches Talent erkannte und förderte. Erste Engagements in Passau, Staatstheater am Gärtnerplatz München und Stadttheater Basel.
    Bereits mit einundzwanzig Jahren debütierte sie bei den Salzburger Festspielen mit großem Erfolg, was den Dirigenten Otto Klemperer so beeindruckte, dass er die junge Sängerin sofort als "Konigin der Nacht" an die Covent Garden Opera in London und zu ersten Tonaufnahmen verpflichtete. Sofort danach erhielt Ingeborg Hallstein von Berlin, Hamburg und der Bayerischen Staatsoper Vertragsangebote. Die Münchnerin entschied sich für München. Trotz ihrer späteren glanzvollen, weltweiten Karriere ist sie diesem Haus immer treu geblieben. Unvergessen ist die Hallstein mit ihrem schönen, technisch brillant geführten Sopran und ihrer beeindruckenden Darstellungsskunst in ihren meistgesungenen Partien: "Königin der Nacht" in der Zauberflöte, "Konstanze" in der Entführung aus dem Serail, "Sophie" im Rosenkavalier, "Susanna" in Figaros Hochzeit," Violetta" in La Traviata, "Gilda" in Rigoletto, "Musetta" in La Bohéme" und, und und....
    Auch in Operretten wie z. B. "Wiener Blut", "Bettelstudent", "Die Fledermaus", "Die lustige Witwe", "Die Zirkusprinzessin", "Madame Pompadur" und "Frau Luna"war Ingeborg Hallstein ungemein erfolgreich. Nicht zu vergessen, dass die vielseitige Sopranistin sich auch mit der "Moderne" intensiv auseinander setzte und einige Uraufführungen sang. In den Liedaufnahmen ist man fasziniert vom weitgepannten Können einer Sängerin, die dank ihrer stimmlichen Fähigkeiten und Ausdruckskraft nuanciertesten Feinheiten von Musik und Text gerecht wird. Man würde der Persönlichkeit der Sängerin nicht gerecht, würde man die großen schauspielerischen Fähigkeiten, die ihr, wie kaum einer anderen Opernsängerin Schauspielrollen eingetragen haben, bis hin zum berühmten Burgtheater in Wien nicht erwähnen.
    Einem Millionenpublikum wurde Ingeborg Hallstein bekannt durch ihre ungemein populären Fernsehauftritte, Fiilm- und Rundfunkproduktonen. Die Hallstein war in ihrer Zeit ein Fernsehliebling in Europa.
    Seit 1979 ist Ingeborg Hallstein Professorin für Gesang an der Hochschule für Musik in Würzburg. Als Gesangslehrerin brachte sie zahlreiche erfolgreiche Sängerinnen und Sänger zum Studienabschluss, zu Wettbewerbserfolgen und in Engagements.
    Für ihre Lebensleistung und ihre Verdienste wurde die Bayerische Kammersängerin vielfach geehrt. Bezeichnend für die tiefgehende, verantwortungsvolle Persönlichkeit von Frau Hallstein ist, dass ihr die Ernennung zum Ehrenmitglied des "Weltbundes zum Schutz des Lebens" von allen Ehrungen die Wichtigste ist.
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Lieber Operus,


    Zuerst muß ich gestehen, daß ich die Hallstein sehr gerne möchte. Ihr Timbre gefiel mir.
    Auch ein Grund SängerInnen einzuteilen. :untertauch:


    Zweitens: vielleicht kannst Du mir was erklären. Ich lese, sie war und blieb in München. KdN, usw.
    Es gab da doch aber auch Erika Köth, die genau jene Rollen sang?


    LG, Paul

  • Einen ausführlichen Überblick über die Bandbreite des musikalischen Könnens von Ingeborg Hallstein gibt diese 4-CD-Box im Buchformat, die es preiswert im amazon marketplace (oder bei 2001) gibt:



    INGEBORG HALLSTEIN (*1933)


    Titelliste:


    CD 1


    1. CHOPIN In mir klingt ein Lied 3:15


    2. LISZT Liebestraum 3:26


    3. GROTHE Lied der Nachtigall 3:47


    4. LENOIR Parlez-moi d’amour 4:10


    5. GRIEG Solvejgs Lied (Peer Gynt) 4:44


    6. O.STRAUS Der Reigen 3:38


    7. J.STRAUSS JR. An der schönen blauen Donau 4:54


    8. BUDAY Ein Blumenstrauß aus Nizza 4:02


    9. KÜNNEKE Strahlender Mond (Der Vetter aus Dingsda) 3:14


    10. J.STRAUSS JR. Frutti di mare (Eine Nacht in Venedig) 1:55


    11. STOLZ Wien wird schön erst bei Nacht 5:08


    12. ZELLER Ich bin die Christel von der Post (Der Vogelhändler) 3:44


    13. J.STRAUSS JR. Klänge der Heimat (Die Fledermaus) 2:18


    14. SUPPÉ Hab’ ich nur deine Liebe (Boccaccio) 2:17


    15. MILLÖCKER Jeder Ton spricht davon (Der Bettelstudent) 2:01


    16. FALL Du, mein Schönbrunn (Die Kaiserin) 4:49


    17. FALL Liebling aller Welt, Dolores (Die spanische Nachtigall) 3:33


    18. MILLÖCKER Ich schenk’ mein Herz (Die Dubarry) 1:53


    19. J.STRAUSS JR. Geschichten aus dem Wienerwald 6:43


    20. FALL Ein Walzer muß es sein (Die Rose von Stambul) 4:02


    Heinz Hoppe (Tenor)
    Chor und großes Orchester, Franz Marszalek (conductor)


    CD 2
    1. JOSEF STRAUSS Dorfschwalben aus Österreich 5:08


    2. ARDITI Parla-Walzer 4:00


    3. PIPPING Lerchenjubel 4:35


    4. PROCH Thema und Variationen 5:22


    5. J.STRAUSS JR. Frühlingsstimmen-Walzer 6:49


    6. LEHÁR Niemand liebt dich so wie ich (Paganini) * 5:04


    7. LEHÁR Hab’ in Paris mich noch nicht 2:46


    ganz so akklimatisiert (Die lustige Witwe)


    8. KÁLMÁN Sag’ ja, mein Lieb, sag ja (Gräfin Mariza) * 3:50


    9. LEHÁR Ich möcht’ wieder einmal die Heimat sehen


    (Das Land des Lächelns) 1:55


    10. O.STRAUS Das ist der letzte Walzer (Der letzte Walzer) * 3:34


    11. J.STRAUSS JR. Wenn der Nachtwind rauscht 3:13


    (Karneval in Rom) *


    12. MOZART Ach ich liebte, war so glücklich 4:54


    (Die Entführung aus dem Serail)


    13. BEETHOVEN O wär’ ich schon mit dir vereint (Fidelio) 3:46


    14. NICOLAI Nun eilt herbei (Die lustigen Weiber von Windsor) 6:12


    15. LORTZING So wisse, dass ich allen Elementen (Undine) 6:29


    16. SCHUMANN Meine Rose ** 4:08


    17. SCHUMANN Horch, wie still es wird ** 2:13


    18. WOLF Das verlassene Mägdelein ** 3:28


    Heinz Hoppe (Tenor) * & Erik Werba (piano) *
    Großes Sinfonieorchester, Franz Marszalek (conductor)



    CD 3
    1. BERNSTEIN Ich gefall’ mir (West Side Story) * 1:08


    2. SHERMAN Mit ‘nem Teelöffel Zucker (Mary Poppins) * 2:17


    3. SHERMAN Vöglein soll’n nicht hungrig sein 3:20


    (Mary Poppins) *


    4. PORTER Wann kann ich dir trau’n (Kiss me Kate) * 1:37


    5. KÜNNEKE In meiner Heimat, in Andalusien 3:30


    (Die lockende Flamme)


    6. SCHRÖDER Ich grüß’ dich, Venedig 2:09


    7. MILLÖCKER Ja, so ist sie, die Dubarry (Die Dubarry) 2:38


    8. Vergebliches Ständchen (Trad.) ** 1:43


    9. SCHUMANN Die Lotosblume ** 2.01


    10. WOLF Elfenlied ** 1:53


    11. R.STRAUSS Morgen ** 3:31


    12. BEETHOVEN Ich liebe dich ** 2:13


    MUSSORGSKY


    13. Mit der Njanja: O, erzähl’ mir 2:17


    14. Im Winkel: Du bist ein Schlingel 1:57


    15. Der Käfer: Njanja, Njanjuschka 3:17


    16. Mit der Puppe: Tjapa eia 2:20


    17. Abendgebet: Lieber Gott, behüte mich 2:06


    18. Kater Prinz: Ai, ai, ai, ai Mutter 2:17


    19. Steckenpferdreiter: Hei, hopp, hopp 3:31


    20. PROKOFIEV Das hässliche Entlein 13:27


    Erik Werba ** & Norman Shetler ø (piano)


    Großes Sinfonieorchester, Franz Marszalek & Heinz Geese * (conductors)


    CD 4
    1. ARDITI Kuss-Walzer 3:40


    2. FELTZ Was Blumen träumen 6:06


    LORTZING


    3. Ihr Weib? Mein teures Weib! 5:26


    (Der Wildschütz) Horst Wilhelm (Tenor)


    4. Wir armen, armen Mädchen (Der Waffenschmied) 4:31


    5. Er schläft! Wir alle sind in Angst und Not 6:57


    (Der Waffenschmied)


    6. FLOTOW Letzte Rose (Martha) 2:49


    7. BEETHOVEN Jetzt, Schätzchen, jetzt sind wir allein 4:38


    (Fidelio) Horst Wilhelm (Tenor)


    8. MOZART Ha, du solltest für mich sterben 7:22


    (Die Entführung aus dem Serail)


    PROKOFIEV


    9. Schwatzlieschen ** 5:54


    10. Süße Grüße ** 2:49


    11. Die Ferkelchen ** 2:01


    12. MOZART Das Veilchen * 2:39


    13. MOZART Warnung * 1:53


    14. HAYDN Schäferlied * 3:32


    15. HAYDN Eine sehr gewöhnliche Geschichte * 2:22


    16. BRAHMS Mädchenlied * 1:37


    17. R.STRAUSS Der Stern * 2:01


    18. SCHUBERT Heidenröslein * 1:56


    19. SCHUBERT Lied der Mignon * 3:31


    20. BEETHOVEN Wonne der Wehmut * 2:38


    Erik Werba * & Norman Shetler ** (piano)


    Wiener Hofburg Orchester, Dietfried Bernet (conductor)


    Großes Sinfonieorchester, Franz Marszalek (conductor)


    Ein ausführliches 20-seitiges Booklet ist auch dabei!
    LG


    Harald :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Lieber Paul,


    Die Köth und die Hallstein alternierten in München oft. Das italienische Fach hat Ingeborg Hallstein mehr abgedeckt als Erika Köth, die ganz am Ende ihrer Karriere noch einen erfolgreiichen Versuch mit Norma hatte. Zwei Sängerinnen dieses Formats gab es an anderen Bühnen z. B. Wien und Berlin auch.
    Herzlichst
    Operus

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  • Ingeborg Hallstein war auch in München, sie hat ihren, ich glaube 80-sten Geburtstag hier in meinem Wohnort gefeiert.


    Ich habe sie nie live erlebt, doch ich habe eine Sängerin in meinem Ensemble, die 1. genau so aussieht, dazu gehört auch der leichte Silberblick und die Frisur, 2. die Stimme, Koloratur mit typischem Klang von I.H., 3. natürlich die Literatur, die sie gesungen hat.


    I.H. ist oder war eine großartige Koloratursopranistin,sie hatte eine Leichtigkeit in der Stimme, wie man sie selten findet.

  • Gleich noch ein Hilferuf und ein Bitte: Ich besitze ein ganz aktuelles Foto von Frau Hallstein. Ich alter D... schaffe es aber nicht, dieses Bild ins Forum einzustellen. Ich glaube alle Erklärungsversuche sind mangels technischer Unterbelichtung zwecklos. Frage an die medizinisch, physiologisch und psychologisch Kundigen unter Euch: Kann es sein, dass bestimmte Hirnareale verkümmern oder sich mangels Nutzung gar nicht ausgebildet haben? Wenn es dieses Phänomen geben sollte ist es bei mir in extremer Ausprägung vorhanden.
    Langer Rede kurzer Sinn. Wenn jemand von Euch liebenswürdiger Weise die Aufgabe für mich übernehmen würde könnte ich ihm das Bild mailen (ha, ha, ha, das geht gerade noch) und er würde es dann im Forum platzieren. Danke!
    Herzlichst,
    Operus

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  • Lieber operus,


    die Aufgabe würde ich zwar sehr gern für Dich übernehmen, aber leider sind neue Bilder nicht copyfree und dürfen somit nicht ins Forum gestellt werden. Leider, schade, sehr sehr schade. ;(


    LG


    Maggie

  • Liebe Maggi,
    das ist eine Aufnahme, die ich selbst auf einer privaten Feier machen ließ. Ich wüßte nicht, wer außer mir da Rechte darauf besitzen könnte. Wenn Du so lieb bist und mir Denie Mailanschrift mitteilst maile ich Dir das Bild. Danke.
    Liebe Grüße Operus
    :jubel::jubel:

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  • Auf dieser Doppel-CD ist Ingeborg Hallstein mit einem reinen Operetten-Programm zu hören:




    Titelliste steht bei amazon.
    Gibt es bei ebay schon ab 1 EURO.


    Die Opernsängerin Ingeborg Hallstein ist auf Tonträgern nur sehr schwach vertreten.


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Ingeborg Hallstein hat, am 30.5.1962,


    im wiedereröffneten Theater an der Wien, die Königin der Nacht gesungen,


    mit einer fast legendären Mozart Beseztung.
    Srastro - Gottlob Frick, Pamina - Wilma Lipp, Tamino - Nicolai Gedda als Tamino und Erich Kunz als Papageno (mit den in so geliebten Extempores).


    Dirigent war da Herbert v. Karajan.


    Weiß nicht ob diese Gesamt - Aufnahme je auf CDs gebrannt wurde.


    Ich habe sie durch Momento Musica aus Milano 03.015.


    Liebe Grüße Peter, aus Wien. :hello: :hello:


  • Trotz ihres "Silberblicks" eine bezaubernde Gräfin in "Wiener Blut", wo mir René Kollo nicht so gefällt, er schaut, immer, bei diesen Einspielungen drein, als hätten ihm die Hühner das Brot weggefressen.


    Liebe Grüße Peter aus Wien.

  • Nachdem ich beim Stöbern auf jpc nach einem ganz bestimmten Werk per Zufall auf Ingeborg Hallstein stieß, möchte ich die Gelegenheit beim Schopfe fassen und hier an diese großartige Sopranistin erinnern!
    :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:
    Beginnen möchte ich mit folgender Ausgabe. Sie enthält einen zauberhaften Melodienreigen, gerade das Richtige, um die nun aufkommenden Herbstdepressionen zu vertreiben!!! :yes: :yes: :yes:



    Beschämend allerdings, dass ich selber nur lückenhaft über ihren Werdegang berichten könnte, und weder genaue Daten noch Fakten weiss. :O :O :O
    Doch bei Wikipedia habe ich einen ganz informativen Beitrag zu ihrer Karriere gefunden, den ich hier folgend poste.


    Biografie und künstlerisches Wirken - WIKIPEDIA - [Bearbeiten]


    Ingeborg Hallstein wird 1936 in München als Tochter der bekannten Sopranistin und Gesangspädagogin Elisabeth Hallstein geboren.


    Mit 16 Jahren, noch während ihrer Schulzeit, beginnt sie bei ihrer Mutter, die das außergewöhnliche Talent ihrer Tochter früh erkennt, Gesang zu studieren.


    1957 erhält die erst 21-jährige Ingeborg Hallstein ihr erstes Engagement am Stadttheater Passau und debütiert dort als Musetta in Puccinis La Bohème.


    1958 bekommt sie ein Engagement am Theater in Basel, wird aber schon 1959 von Willy Duvoisin als Koloratursopran an das Münchner Gärtnerplatztheater geholt, wo sie das Publikum im Sturm erobert.


    Im August 1960 debütiert Ingeborg Hallstein als Rosina in Mozarts La finta semplice bei den Salzburger Festspielen, zu denen sie im Lauf ihrer Karriere immer wieder zurückkehrt. Von hier wird sie auch vom damaligen Intendanten Prof. Rudolf Hartmann an die Bayerische Staatsoper engagiert, der sie von 1961 bis 1973 als ständiges Ensemblemitglied angehört.


    Von ihr auf der Bühne gesungene Opernpartien sind in der Folgezeit u.a. die Konstanze (Die Entführung aus dem Serail), Gilda (Rigoletto), Violetta (La Traviata), Sophie (Der Rosenkavalier), Susanna (Le Nozze di Figaro), Zerbinetta (Ariadne auf Naxos), Aminta (Die schweigsame Frau), Olympia (Les Contes d’Hoffmann), Ninetta (Die Liebe zu den drei Orangen), Fiorilla (Il turco in Italia), Isabella (L'Italiana in Algeri), Marzelline (Fidelio), Despina (Così fan tutte) und die Adele (Die Fledermaus).


    Gastspiele führen sie an nahezu alle großen Opernhäuser der Welt, sie singt u. a. an der Deutschen Oper Berlin, der Hamburgischen und der Stuttgarter Staatsoper, am Teatro La Fenice in Venedig und Teatro Colón in Buenos Aires, am Royal Opera House in London unter Otto Klemperer, und gestaltet unter Herbert von Karajan 1962 anlässlich der Wiedereröffnung des Theater an der Wien eine ihrer Paraderollen – die Königin der Nacht in Mozarts Zauberflöte.


    Mit ihrer glockenklaren Stimme, die bis in die höchsten Höhen reicht, gehört sie zu den bedeutendsten Koloratursopranen der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts.


    Dem Kunstlied gehört neben der Oper und Operette ihre zweite große Liebe, der sie in zahlreichen Liederabenden im In- und Ausland nachgeht.


    Ein Exklusivvertrag mit der Deutschen Grammophon (Polydor) resultiert in Aufnahmen zahlreicher Opern-, Operetten-, Musical- und Liedeinspielungen.


    Ingeborg Hallstein begeistert jedoch nicht nur das Opern- und Konzertpublikum, sondern auch Millionen von Fernsehzuschauern mit ihrer außergewöhnlichen Stimme und ihrer unvergleichlichen Ausstrahlung.
    Neben den Fernsehproduktionen von Operetten und Opern und ihren Auftritten in den großen Fernsehunterhaltungsshows (Peter Alexander-Show, Dalli Dalli, Gaststar bei Klimbim, u.v.m.) bekommt sie auf Grund ihrer darstellerischen Fähigkeiten auch zahlreiche Schauspielangebote, die bis zum Burgtheater in Wien reichen.


    Im Jahr 1979 wird Ingeborg Hallstein als Professorin für Gesang an die Musikhochschule in Würzburg berufen. Nach anfänglichen Bedenken wird das Unterrichten zu ihrer neuen Leidenschaft und sie beschließt, sich von der Bühne zurückzuziehen und ihre Aufmerksamkeit dem Sängernachwuchs zu widmen.


    Bis 2006 ist Ingeborg Hallstein in Würzburg tätig. Heute gibt sie ausschließlich Privatunterricht, hält Meisterkurse für junge Sänger und Sängerinnen im In- und Ausland, und ist eine gefragte Jurorin bei Gesangswettbewerben.


    Für ihre Verdienste, u.a. um den Sängernachwuchs, erhält die Bayerische Kammersängerin 1976 das Bundesverdienstkreuz, 1996 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse und 1999 den Bayerischen Verdienstorden. Für ihre Verdienste um die Musik Johann Strauß' verleiht ihr die Johann-Strauß-Gesellschaft in Coburg im Januar 2007 das Ehrenprotektorat.


    Literatur [Bearbeiten]


    * Kutsch, K. J./Reimerns, L.: Großes Sängerlexikon. Erster Band: A-L, Bern/Stuttgart 1987, Sp. 1228

  • Liebe diotima,


    beim Start dieses Threads habe ich bereits Informationen über die großartige Sängerin im Forum eingestellt. Dein Beitrag ist eine wertvolle Ergänzung. Danke, Du hilfst damit mit, die Erinnerung an diese Künstlerin und charmante Persönlichkeit zu erhalten.
    Herzlichst
    Operus

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  • Zitat

    Original von operus
    beim Start dieses Threads habe ich bereits Informationen über die großartige Sängerin im Forum eingestellt. Dein Beitrag ist eine wertvolle Ergänzung. Danke, Du hilfst damit mit, die Erinnerung an diese Künstlerin und charmante Persönlichkeit zu erhalten.


    Hallo Operus,


    diotima hatte Deinen Thread nicht gekannt und selbst einen gestartet, deshalb noch einem der Beginn vom Urschleim. Ich habe den Beitrag diotimas dann hierhin verpflanzt.


    Liebe Grüße Peter

  • Lieber operus,
    ich bin hoch erfreut über Deinen informativen Thread der wunderbaren Sopranistin "Ingeborg Hallstein"! :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:


    Wie Du meinem Postingsdatum entnehmen kannst, habe ich erst gestern zufällig Ingeborg Hallstein bei jpc entdeckt.
    Und da ich nicht gründlich genug im Forum nach IH recherchiert habe, "dachte" ich, hier nun an diese wunderbare Künstlerin erinnern zu müssen.
    Dadurch hatte pbrixius - Peter - mal wieder zusätzliche Arbeit aufgrund meiner Oberflächlichkeit. :O :O :O :O
    Möchte er es mir bitte freundlich nachsehen!!! ;)


    Mit lieben Grüßen,


    diotima. :hello: :hello: :hello:

  • Nimmt man die zur Threaderöffnung genannten Daten als gegeben an, feiert die Sängerin heute ihren 75. Geburtstag:


    Hallstein, Ingeborg, Sopran, * 23.5.1936 München


    Herzlichen Glückwunsch!


    :jubel::jubel::jubel:


    :jubel::jubel::jubel:


    LG


    :hello:


    (es gibt auch Biographien, die 1933 und andere, die 1937 als Geburtsjahr angeben, weiter oben stand zu lesen, sie hätte vor 3 Jahren schon den 80. gefeiert(?).....

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Danke Harald für die Meldung. Ich habe soeben persönlich gratuliert. Ich werde Frau Hallstein morgen auf der Insel Mainau treffen. Dort wird mit einer Festveranstaltung das Anneliese Rothenberger-Forum feierlich eröffnet. Ich werde berichten.
    Herzlichst
    Operus

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  • Heute hat Frau Kammersängerin Ingeborg Hallstein Geburtstag. Ich habe persönlich und im Namen der Gottlob-Frick-Gesellschaft herzlich gratuliert. Frau Hallstein geht es Gott sei Dank sehr gut. Es ist immer ein Vergnügen mit dieser großartigen Sängerin und ausgeprägten Persönlichkeit zu plaudern. Vor allem, was mich immer wieder an Frau Hallstein fasziniert ist die herzliche Natürlichkeit. Da gibt es nichts Aufgesetztes, Maniriertes. Frau Hallstein ist geradezu der Gegenenwurf zur theatralisch-überkandidelten Diva. Unkompliziert, direkt, mit erfrischenden Gedanken - eine der seltenen Persönlichkeiten, bei denen man gescheiter aus dem Gespräch herausgeht als man hineingegangen ist. Wünschen wir der liebenswerten Künstlerin, dass dies noch lange so bleiben möge.


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Ich schließe mich den Geburtstagsgrüßen von ganzem Herzen an. Ich habe Ingeborg Hallstein in der Vergangenheit in vielen Fernsehproduktionen gehört und gesehen und mich an ihrem glockenklaren Gesang erfreut. Ich habe sie in meiner Sammlung in der referenzwürdigen Einspielung des Fidelio 1962 unter Otto Klemperer als Marzelline, im Kreise ihrer KollegInnen Christa Ludwig, John Vickers, Gottlob Frick , Walter Berry und Franz Crass.
    Ich werde wohl auch ihren Geburtstag nicht mehr vergessen, ist sie doch genau 10 Jahre und 1 Tag älter als ich.
    Vivat vivat.


    Liebe Grüße

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Auch ich gratuliere Ingeborg Hallstein zu ihrem Geburtstag sehr herzlich, da ich sie zu meinen beliebtesten Sängerinnen zähle. Leider war es mir nicht vergönnt, sie persönlich kennen zu lernen. Sehr viele Aufnahmen von ihr habe ich in meinem Besitz. Aus meinem Doppel-Album "Ingeborg Hallstein - Aus Oper, Operette und Musical" höre ich sehr gerne aus dem ROSENKAVALIER das Duett mit Hertha Töpper "Ist ein Traum, kann nicht wirklich sein" und aus ARIADNE AUF NAXOS "Großmächtige Prinzessin".


    Noch einmal: Herzlichen Glückwunsch! :jubel:

    W.S.

  • Ingeborg Hallstein konnte mehr als Operette. Zu ihrem heutigen Geburtstag habe ich aus meiner reichhaltigen Fidelio-Sammlung eine referenzwürdige Aufnahme herausgesucht, in der sie eine entzückende Marzelline singt:




    Ingeborg Hallstein feiert heute ihren 79. Geburtsag.


    Herzlichen Glückwunsch!


    Willi :jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Ob Ingeborg Hallstein nun die ideale Mozart- und Strauss-Sängerin gewesen ist, lässt sich an Hand ihrer Aufnahmen nur sehr eingeschränkt nachvollziehen. Sie ist ja mehr mit Operetten und so genannter heiterer Muse dokumentiert. Der von Willi gelegentlich ihres Geburtstages eingestellte berühmte und inzwischen legendäre FIDELIO (der nun leider auch beim einem Wühltisch-Label gelandet ist :(), bildet schon eine Ausnahme in ihrer Diskographie. Die große Weltkarriere blieb ihr verwehrt trotz gelegentlicher Gastspiele an großen Häusern, wozu nach meiner Übersicht nicht Mailand, Rom oder die Met gehörten. Das Wirken an der Wiener Staatsoper, damals noch ein Indikator für die Spitzenklasse, war mit zehn Auftritten episodisch. In Salzburg hat sie auch keine besonders herausragenden Aufhaben übertragen bekommen. Das Debüt als Rosina in Mozarts LA FINTA SEMPLICE 1960 fand unter der Leitung von Bernhard Conz etwas abgelegen in der Residenz statt und nicht in einem der inzwischen zwei Festspielhäuser. Schon sehr früh kaprizierte sich die Hallstein auf Operette und TV. Das brachte ihr eine große Popularität ein, die noch immer nachwirkt. Ich bin nicht ihr erster Fan, schätze aber - wie auch durch andere Schreiber bereits geschehen - ihre Vielseitigkeit und ihren Charme. Sie konnte Musik einem sehr breit gefächerten Publikum vermitteln, gern auch mal gemeinsam mit Peter Alexander. Eine ausgeprägte Leichtigkeit und Heiterkeit prägen auch tragische Rollen wie die Gilda. Sie hat sich sogar mit der "Casta Diva" mal an Bellinis NORMA gewagt (übrigens hatte die Köth, wie in diesem Thread weiter oben vermerkt ist, zum Abschluss ihrer Karriere nicht Norma sondern Lucia gesungen in München). Das war schon mutig. Ihre für mich interessantesten Experimente sind leider nur in technisch ziemlich unzulänglichen Dokumenten überliefert. Oder fehlt es mir da an Platten und CDs? Angeregt durch Willi, habe ich mir gestern dann mal dies und das wieder angehört - auch die Zerbinetta-Arie. Die fand ich noten-perfekt gesungen, letztlich aber nicht mit der Raffinesse und dem Glanz ausgestattet, die Köth oder Streich und später die Gruberova zustande gebracht haben.


    Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Ingeborg Hallstein von einer überaus starken Fach-Konkurrenz regelrecht umzingelt gewesen ist, gegen die es sich durchzusetzen galt: Ruth-Margret Pütz (1931), Rita Streich (1920), Erika Köth (1925), Edda Moser (1938), Wilma Lipp (1925), Anneliese Rothenberger (1926), Renate Holm (1931) - um nur sehr prominente Namen zu nennen. Die Jahrgänge gehen zwar etwas auseinander, aber es gaben schließlich noch eine mehr oder weniger lange Zeit, in der alle gleichzeitig gewirkt haben. Sie bildeten, großzügig gerechnet, eine reiche Generation wie sie heute unvorstellbar ist.

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • Ich habe gestern Frau Hallstein telefonisch zum Geburtstag gratuliert. Es geht ihr ausgezeichnet und sie ist noch stark in Ausbildung und Förderung von Nachwuchssängern aktiv. Demnächst beim Annelise-Rothenberger-Wettbewerb auf der Mainau. Dort in einem Meisterkurs und als Jurorin. Leider scheint sie das Schicksal mancher anderen Fachkollegin zu teilen, dass sie durch Auftritte im Fernsehen selbstverständlich mit Operetten und im leichten Fach stark mit diesem Genre identifiziert wird. Ich hörte sie in vielen Partien und habe sie vor allem als ideale Mozart- und Strauß-Sängerin in Erinnerung.


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Leider scheint sie das Schicksal mancher anderen Fachkollegin zu teilen, dass sie durch Auftritte im Fernsehen selbstverständlich mit Operetten und im leichten Fach stark mit diesem Genre identifiziert wird.


    Ist das denn so schlimm, lieber operus? So bleibt diese Sängerin bestimmt einem größeren Kreis stärker in Erinnerung als Editha Fleischer, Elisabeth Schumann, Marita Farell, Teresa Stich-Randall, Helen Donath, Judith Blegen oder Ursula Richter, die allesamt als Sophie ebenfalls berühmt waren - aber eben Aufnahmen hinterlassen haben. Um bei Strauss zu bleiben. Mit der Hallstein haben sich zwei inoffizielle Mitschnitte als Aminta in "Die schweigsamen Frau" von 1962 aus München und aus Buenos Aires erhalten. Dann gibt es noch den Hüter der Schwelle, eine winzige Rolle in "Die Frau ohne Schatten", von eine der Premieren zur Wiedereröffnung des Münchener Nationstheaters 1963, die bei DG herausgekommen ist. Immerhin! Das ist alles an Gesamtaufnahmen von Strauss. Von Mozart existiert die Despina in "Cosi fan tutte" als inoffizielles Video von 1969 aus München. Aus dem Theater an der Wien hat sich auf dem Label Movimento Music die Königin der Nacht erhalten, die Karajan dort 1962 dirigiert hat. Sie dürfte längst wieder vom Markt verschwunden sein. Von einzelnen Szenen, auch beim Rundfunk und bei Radio Bern, war teilweise schon die Rede. Ich habe meine Zweifel, ob sich daraus ein Bild als Mozart- und Strauss-Sängerin rekonstruieren lässt. Das existiert weitgehend in der Erinnerung von Menschen, die diese sympathische Sängerin in entsprechenden Rollen noch auf der Bühnen erlebt haben. Wem das nicht mehr gegeben ist, der kann seinen Eindruck nur aus Dokumenten beziehen. Und diese Dokumente sind im Falle der Hallstein fast ausschließlich der Operette und angrenzenden Gebieten zugehörig. Das macht diese Künstlerin überhaupt nicht klein. Das macht sie anhaltend berühmt. Und das ist doch ganz wunderbar. :)

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • Zitat

    Rheingold1876: mit der Hallstein haben sich zwei inoffizielle Mitschnitte als Aminta in Die schweigsame Frau" aus München und aus Burenos Aires erhalten.



    Könnte einer davon dieser sein, lieber Rüdiger, u. a. mit Kurt Böhme und Fritz Wunderlich?:



    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Ich glaube, es gibt von Ingeborg Hallstein, die ich ebenfalls sehr schätze, auch noch das ein- oder andere Zeugnis auf Vinyl, das meines Wissens nicht auf CD dokumentiert worden ist. Ich besitze diese sehr schöne Schallplatte, die ebenfalls einen Einblick in ihre Beschäftigung mit Mozart gibt:


  • Könnte einer davon dieser sein, lieber Rüdiger, u. a. mit Kurt Böhme und Fritz Wunderlich?:


    Genau diese Aufnahme meine ich, lieber Willi. Der Münchener Mitschnitt kursiert offenkundig nur als privates Dokument in Sammlerkreisen.

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • Danke, lieber Rüdiger, für den treffenden, würdigenden Beitrag, der sicherlich das Wesentliche trifft. Für meine Frau und mich ist es schon etwas schmerzlich, dass uns eng befreundete Künstlerinnen wie Ruth-Margret Pütz und Ingeborg Hallstein nicht ganz die Weltkarrieren machten, die bei ihrem Können durchaus erreichbar gewesen wären. Auch die Tonträgerindustrie hat beide Sopranistinnen vernachlässigt. Wie das Schicksal eben so spielt. Beide Künstlerinnen sind bei vielen Opernfreunden in bester, liebevollster Erinnerung und genießen nach wie vor Popularität. Besser im Herzen von vielen, als ein bevorzugter Platz im Sängerlexikon.


    Herzlichst
    Operus

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  • Liebe Taminos,


    weiß jemand, wann Ingeborg Hallstein ihre Sängerlaufbahn beendet hat? An der Bayerischen Staatsoper hat sie bis 1973 als Ensemblemitglied gesungen. Was kam danach?


    Als Bewunderer von Frau Ks. Hallstein suche ich schon lange eine Aufnahme der Sophie mir ihr.

    Kann jemand weiterhelfen? Ich habe bislang nichts dazu gefunden. Es wäre schon ein Traum, sie - zumindest im zweiten Akt - in dieser Partie hören zu können.


    Viele Grüße aus München

    Cavaradossi