welchen Film schaut ihr gerade / in Kürze / mit momentaner Unterbrechung ?

  • Gestern habe ich Meister und Margarita nach Bulgakow im Kino gesehen.



    Mir hat es - trotz durchaus freien Umgangs mit dem Roman Bulgakows - gut gefallen.

    ..., eine spe*ifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifi*ierbar.
    -- Aydan Ö*oğu*

  • Jeanne Dielman aus dem in vieler Hinsicht legendären Filmjahr 1975 (Der weiße Hai, Einer flog über das Kuckucksnest, Hundstage, Der Pate II, Chinatown) läuft hier bei uns noch. In gewisser Hinsicht ein revolutionärer Film, zeigt er doch in über drei Stunden amerikanischen Alltag bis zu einem dramatischen Ende. In gewisser Hinsicht ein würdiger Nachfolger von "Citizen Kane".


    Beste Grüße von Tristan2511


    "Glaubt er, dass ich an seine elende Geige denke, wenn der Geist zu mir spricht?"

    (Beethoven zu Schuppanzigh)

  • Zum ersten Mal seit fast 20 Jahren und passend zu meinem derzeitigen Programm: Amadeus.

    Zuerst lernte ich den Film im Musikunterricht der Schule kennen - da regte mich das alberne Lachen auf. Später ärgerte ich mich über die zahlreichen (kleinen) historischen und biographischen Fehler. Heute bin ich positiv angetan und kann den Film als eben das würdigen was er ist: Keine Biographie, sondern ein filmisches Meisterwerk.


    Beste Grüße von Tristan2511


    "Glaubt er, dass ich an seine elende Geige denke, wenn der Geist zu mir spricht?"

    (Beethoven zu Schuppanzigh)

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  • Konklave gesehen, einerseits ein wirklich schön gefilmter und geschauspielerter Fülm, nutzt aber nix,


    Weil mir jemand die "Pointe" schon gespoilert hat, habe ich ihn mir in der Tat nicht angeschaut. Zudem finde ich gerade die Entwicklung von Leo XIV. tatsächlich interessanter, als es jeder Spielfilm sein kann.

    "...man darf also gespannt sein, ob eines Tages das Selbstmordattentat eines fanatischen Bruckner-Hörers seinem Wirken ein Ende setzen wird."




  • Gestern geschaut: Branaghs Poirot.


    Wie erwartet: zu Beginn und Ende jeweils tolle Eindrücke von Venedig. Pittoresk wäre zu schwach, bildgewaltig zu stark. Genau richtig, eindrücklich, authentisch. Etwas schade daher, daß fast alles im Palazzo spielte. An die Schreckeffekte habe ich mich nach dem ersten gleich gewöhnt und sie künftig (fast) vorhersehen können - falls nicht: wurde ich auch nicht sonderlich überrascht, dafür amüsiert - vielleicht aber auch eher darüber, wie mein Mitschaupartner jedes Mal von der Couch aufschrak. Poirot - wie zumeist - rational und alles andere ablehnend, der Ruhepool im Geschehen, der einem auch vermittelt, daß an allem eh nichts dran ist ... naja fast nichts.


    War unterhaltsam.

    Der Glaube kann Sätze verbergen.

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    Den Kultfilm "Entführung im Kaukasus", auch bekannt unter dem Titel "Die kaukasische Gefangene oder Schuriks neue Abenteuer", gab es gestern Abend mal wieder. Die womöglich populärste sowjetische Komödie überhaupt (Mosfilm 1967). Regie führte Leonid Gaidai, der nicht nur für die Schurik-Reihe (es gibt zwei weitere Teile), sondern einiges mehr verantwortlich zeichnete. Mein Urteil von vor einigen Jahren bleibt bestehen: Zeitlos gut und urkomisch. Das Highlight bleibt für mich das trottelige Schurkentrio (Jewgeni Morgunow, Juri Nikulin, Georgi Wizin), das sich zu Sowjetzeiten einer enormen Popularität erfreute. Unbedingt im russischen Original schauen, da jede Synchronisation einen Großteil des Witzes raubt.


    Mittlerweile stellt der offizielle YT-Kanal von Mosfilm den Film komplett mit leicht verständlichen englischen Untertiteln zur freien Verfügung:


    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Die menschliche Dummheit ist unermesslich gross. Unwissenheit, Ignorantentum zähle ich dazu.


    Auf Sky sehe ich eine fünfteilige nachgespielte Fernseh-Serie aus dem Jahr 2019 zu den Ereignissen, die sich 1986 in Tschernobyl ereignet hatten. https://de.wikipedia.org/wiki/Chernobyl_(Fernsehserie)


    https://de.wikipedia.org/wiki/Chernobyl_(Fernsehserie)


    Was sich damals ereignet hatte, wird jederzeit irgendwo auf der Welt wieder geschehen. Da bin ich mir sicher.


    Russland hat seit 1987 die offizielle Zahl der 31 Toten der Kernschmelze von Tschernobyl nie berichtigt, erfährt man im Abspann der letzten Folge.


  • Ein Film, der ganz ohne die menschliche Sprache auskommt



    Das symbolbeladene und metaphysische Gesprudel, was ich in manchen Kritiken dazu lesen musste, fand ich eher absonderlich und entgegen der eigenen Absicht nicht tiefgehend. Der Film machte mir als Film Spaß und das finde ich heute schon viel.!

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  • Die genannte Serie ist tatsächlich sehenswert. Ich schaute sie vor einigen Monaten mit Gewinn. Manches Detail hinsichtlich der Umstände war mir so nicht bewusst. Die Schilderung ist ungeschönt und drastisch, ohne sich in Übertreibung und Effekthascherei zu ergehen. 1986 war in gewisser Weise ein annus horribilis. Die Katastrophe des Space Shuttle Challenger ereignete sich kurz vor Tschernobyl zum Jahresbeginn.

    P.S. Den Link zum Wikipedia-Artikel muss man noch korrigieren, denn ohne die letzte Klammer funktioniert dieser nicht.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Dachte immer, das ist einer der üblichen Kriegsfilmschinken, dabei entuppt sich der Erstkontakt als spannendes Kammerspiel in einem Hotel. Ist Billy Wilders "Fünf Gräber bis Kairo" (1943) am Ende das bessere "Casablanca" (1942)?


    P.s.: naja, Casablanca hat ikonische Szenen, denen Billy Wilder dann unter dem Strich doch nichts wirklich Vergleichbares entgegensetzen kann.


    Er hat Jehova gesagt!

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  • Dieser thread entwickelt sich immer mehr zu einem Juwel. Noch nie von "Fünf Gräber bis Kairo" gehört - und ich schätze Billy Wilder sehr. Der Trailer ist kurios. Die unerzählte Geschichte, wie Rommel gestoppt wurde!

    Es geht um ein Hotel, das je nach Kriegslage mal die Briten und dann wieder die Deutschen besetzen - das verrät dann doch, was den Meister der Screwball-Komödie an dem Stoff interessiert haben dürfte.

    Leider sind solche Filme als Stream nur selten verfügbar, auch bei mubi nicht.

  • In Grossbritannien hat man ein besonderes Verhältnis zur Geschichte. Das bemerkt jeder, der längere Zeit sich dort aufhält.


    Es gibt einen Spielfilm zur Suche nach den Gebeinen des Königs Richard III., der auf den wahren Begebenheiten beruht.


    Man erinnert sich vielleicht daran, dass sie unter einem Parkplatz in Leicester gefunden wurden.



    Zur Entdeckung trug massgeblich die britische Amateur-Historikerin Philippa Langley zusammen mit John Ashdown-Hill bei, die 2012 zur Entdeckung des Grabes von König Richard III., der Exhumierung seiner Gebeine und Identifizierung der DNA führten. Nach dem Buch von Phillipa Langley The King’s Grave: The Search for Richard III. entstand der Kinofilm The Lost King. Von der Queen wurde sie für ihre Verdienste zur Geschichte Richards III. 2015 als MBE, Mitglied des Order of the British Empire, geehrt.


    Ich meine bei den nachstellten Begräbnisfeierlichkeiten die reale Philipa Langley im Publikum zu erkennen.


    In der arte-Mediathek ist der Film abrufbar. https://www.arte.tv/de/videos/120916-000-A/the-lost-king/


  • Eine Doku von Klaus Stern über den Milliardär Alexander Karp, den Besitzer der Firma Palantir.


    Watching you


    https://www.ardmediathek.de/fi…0LWIxZDUtNWU0NDYxMTUzOWVm


    Erstmals schaut ein Dokumentarfilm auf den US-Milliardär Alex Karp und seine so mysteriöse wie abgeschottete Firma Palantir. Neben Elon Musk, seinem Mitgründer Peter Thiel und Sam Altman gilt der CEO von Palantir als einer der bedeutendsten Digital Leader. Wie sie profitiert Alex Karp von der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA. Doch hierzulande ist er noch recht unbekannt – und das obwohl auch deutsche Polizeibehörden mit der Palantir-Software “Gotham” arbeiten: Das erfolgreiche und gleichzeitig umstrittene Datenanalyse-Programm ist darauf spezialisiert, große Mengen an Daten zu bündeln und zu visualisieren, mit dem Ziel der Informationsgewinnung und Überwachung. “Gotham” kann über digitale Datenanalysen weltweit Profile einzelner Menschen erstellen. Die Software unterstützt Geheimdienste, Militär und Polizeibehörden bei der Terrorbekämpfung.


    Sehr erhellend - auch wenn alles im Dunkeln ist, was diese Firma treibt. Da fallen Sätze, die hallen nach.


    Diese Woche stiess ich auf eine reichlich naive Äusserung eines Politikers über die Software "Gotham" dass "es etwas wie Google für die Polizei sei".


    Das Deutsche Verfassungsgericht hat 2023 gegen den Einsatz entschieden, weil gegen das Grundgesetz verstossen wird. Ich bin mir nicht sicher, ob dem Folge geleistet wird.


  • Noch eine Doku, diesmal vom Finnen Arthur Franck, die mir Eindruck gemacht hat. Sie beschreibt die Verhandlungen, die zur Helsinki Schlussakte der KSZE Konferenz für Sicherheit, Zusammenarbeit in Europa geführt haben.


    Sie läuft in der Mediathek auf ARTE.


    Der Helsinki-Effekt


    https://www.ardmediathek.de/vi…M5MzM0YjdfcHVibGljYXRpb24


    Eine ernüchternde Sicht auf die mühsame Arbeit der langsamen Diplomatie.


    Und wie erschreckend einfach Politiker gestrickt sind. Die Sätze sind protokolliert. Die Dokumente in den Archiven sind freigegeben.


    Der Film in seiner Montage des Bildmaterials entbehrt nicht einer gewissen Komik. Die Frage des Autors an Kissinger, ob er sich geirrt habe, wird mit dem Aufhängen des Telefonhörers beantwortet. Schnecken und wachsende Pflanzen haben eine vielsagende Bedeutung.


    Das gewählte Stilmittel der Langatmigkeit passt zum Gegenstand der Diplomatie, den der Film beschreibt. Das muss man als Zuschauer aushalten.


    Im Resümee am Schluss wird die Erkenntnis ausgesprochen. (bei 1 h 23 min 03 s)


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  • Vor ein paar Tagen mit Gewinn gesehen: "Für immer hier" ("Ainda Estou Aqui"), der erfolgreichste brasilianische Film seit Jahren. Im Zentrum steht die Politikergattin Eunice Paiva, die sich während der Militärdiktatur auf die Suche nach ihrem 1971 verschwundenen Ehemann Rubens begibt. Es ist die Verfilmung des gleichnamigen autobiografischen Buches von Marcelo Rubens Paiva, dem Sohn des Ehepaars. "Für immer hier" wurde 2025 als erste Produktion aus Brasilien mit dem Oscar für den besten internationalen Film ausgezeichnet und heimste weitere Preise ein.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Herrlich leichtes Sommerkino mit großem Unterhaltungswert. Sonny Hayes kehrt als Mentor für einen jungen Rennfahrer in die Formel 1 zurück, doch dann ...

    Brad Pitt trägt und prägt den im wahrsten Sinne des Wortes rasanten Streifen mit seiner enormen Leinwandpräsenz. Dazu amüsante Dialoge, ein toller Score, die hervorragende Kamera und der gewaltige Sound bereiten einen vergnüglichen und kurzweiligen Kinobesuch. Weit mehr als 600 Millionen Dollar am internationalen Box Office machen den Film nicht nur mit Abstand zum erfolgreichsten Rennfahrer-Film aller Zeiten sondern auch zum ertragreichsten Film in Brad Pitts (an Filmhits ohnehin sehr reichen) Filmkarriere.

    Prädikat: Sehenswert!


  • Ich liebe es, wenn auf blurays verschiedene Filmfassungen und Bonus-Tonspuren enthalten sind. Ich schaue gerade Alien (1) mit der isolierten Tonspur von Goldsmith' Urversion der Filmmusik, die es teilweise nicht in Ridley Scotts Film hineingeschafft hat und durch andere Musik von Goldsmith (u.a. aus "Freud") und Howard Hanson (2. Sinfonie) nach Gutsherrenart ersetzt wurde.



    Er hat Jehova gesagt!

  • Fernseh-Film zur deutschen Einheit auf der ARD


    3 1/2 h


    Es ist Tag des Mauerbaus, 13. August 1963. Der Interzonenzug fährt von München nach Ost-Berlin. Während der Fahrt erfahren die DDR-Bürger davon.

    Viel an deutscher Geschichte ist reingepackt.

    Die Reisenden im Zug stehen vor dem Dilemma, bleiben oder den Zug verlassen vor der Grenze.

    Als Zuschauer ertappt man sich immer wieder, wie würde man entscheiden, wenn man sich in dieser Situation befände.


    abrufbar bis 01.11.2025 ∙ 23:59 h


    https://www.ardmediathek.de/fi…RyZWlhbmRoYWxiLXN0dW5kZW4



  • Vor einigen Tagen das erste Mal gesehen: "Mississippi Burning" (1988). Ein Film über Rassenhass und dessen Folgen, der nachdenklich stimmt. Dass er so lange an mir vorüberging, wundert mich. Gene Hackman war einer der wirklich ganz großen Charakterdarsteller des amerikanischen Films.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

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  • Leibniz - Chronik eines verschollenen Bildes



    Vorgestern mit Vergnügen im Kino gesehen.

    ..., eine spe*ifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifi*ierbar.
    -- Aydan Ö*oğu*

  • Grade Platoon gesehen.

    Ich weiß nicht, früher haben mich solche Filme mehr gefesselt. Irgendwie fehlt dem Film auch das Genie von "Apocalypse Now"...


    Beste Grüße von Tristan2511


    "Glaubt er, dass ich an seine elende Geige denke, wenn der Geist zu mir spricht?"

    (Beethoven zu Schuppanzigh)

  • Bin in Minute 37 und habe natürlich keine Ahnung, was das alles soll und wo das hinführt, aber immerhin fühlt es sich etwas weniger nach Publikumsverarschung an als der Vorgänger Asteroid City.


    Er hat Jehova gesagt!

  • Nach den für mich freudigen Sportergebnissen gestern (Fußball Bayern 5:0, RB Leipzig 6:0, Handballfrauen Sieg gegen Spanien und Magdeburgs Handballersieg in der Champions-Liga in Zagreb) habe ich mit Sport weiter gemacht. Die 5-teilige ARD-Serie in der Mediathek über Katarina Witt war zwar etwas einseitig propagandistisch, aber trotzdem eine tolle Würdigung einer hervorragenden Sportlerin zum 60. Geburtstag.

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • ... fühlt es sich etwas weniger nach Publikumsverarschung an als der Vorgänger Asteroid City.

    Seit "The Royal Tenenbaums" muss ich jeden Film von Wes Anderson sehen. Ich mag sie alle. Wobei mir gerade einfällt, dass ich "Rushmore" auch schon gesehen hatte. Also seitdem.

    Wobei mir ein Film-Experte auf TikTok erklärt hatte, dass Gene Hackman bei den Dreharbeiten zu den Tenenbaums gar nicht so nett zu dem im Vergleich zu ihm damals sehr jungen Anderson war - und der Experte erläuterte dann noch, warum das dem Film gut tat. Aber das ist vermutlich auch so ein unnützes Wissen (oder Vermuten). Jedenfalls empfinde ich die Filme von Anderson als sehr zugewandt, hinreichend spinnert und damit als unbedingt sehenswert.

    "Jein".

    Fettes Brot

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