welchen Film schaut ihr gerade / in Kürze / mit momentaner Unterbrechung ?

  • Am Wochenende im Kino diese ungewöhnliche Sisi-Verfilmung gesehen, bei der wie schon in CORSAGE Sisis Zofe oder Gesellschafterin im Vordergrund steht. Diese Verfilmung scheint auf den ersten Blick recht frei mit dem Stoff umzugehen (oder eine andere Projektion der Figur anzubieten), erstaunlicherweise sind aber gerade die modern erscheinenden Details historisch verbürgt: Kokain, Tattoo und Fasten.

    Unbedingt sehenswert, finde ich!


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  • Notre-Dame in Flammen (Dokumentar-SPIELFilm). Ein paar Szenen sind mir zu billig/pathetisch/katastrophenfilmklischeemäßig, aber im Großen und Ganzen recht gut gelungen. Hätte länger/ausführlicher sein dürfen.


    Er hat Jehova gesagt!

  • Plötzlich Papa


    Etwas verrückt beginnt der Film, als einem Mann ein Baby mit den Worten in die Arme gedrückt wird, dass er der Vater sei. - Und die Mutter danach mit dem Taxi verschwindet.

    Der Schauspieler Omar Sy ist bekannt aus Ziemlich beste Freunde spielt die Rolle des Vaters, der sich seiner Tochter zuliebe in Lügen verstrickt, bis die Mutter wieder in das Leben von Vater und Tochter tritt.

    Der Film endet mit einer überraschenden Wendung. Ganz nah am Leben.


    Der Film ist bis 24.04. in der ARD Mediathek


    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




  • full



    Gestern und Vorgestern mit großer Begeisterung verschlungen. Das Zitat habe ich einer Bewertung meines Film-Streaminganbieter entnommen. Für Freunde des Genre ein Muss.


    Zitat

    " Kampf der Titanen" lässt das Herz vor stimmungsvollem Zauber aufgeregt schneller schlagen. Im Jahr 1981 entstanden ist der Film einer der legendären Fantasy Epen der Achtziger und steht in einer Reihe mit " Krull", " Legende","Willow" oder " Der unendlichen Geschichte".

    Zudem ist es der letzte und auch aufwendigste Film des begnadeten Special Effekte Meisters Ray Harryhausen, dem Vater aller Mythen und Monster , der uns hier noch einmal so verzückt staunen lässt über seine handwerklich gefertigten Geschöpfe in klassischer Stop Motion Animation, die bis heute so viel mehr Seele, magische Aura und Faszinationskraft ausstrahlen als so mancher " zeitgemäße" flache Computertrick.

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  • Danke für den Tipp, lieber Apollon - hast du "Pacific Rim" gesehen? Damit haben Genrefans des Monsterfilms aus meiner Sicht eine würdige zeitgemäße Interpretation erhalten.

    "...man darf also gespannt sein, ob eines Tages das Selbstmordattentat eines fanatischen Bruckner-Hörers seinem Wirken ein Ende setzen wird."



  • Danke für den Tipp, lieber Apollon - hast du "Pacific Rim" gesehen? Damit haben Genrefans des Monsterfilms aus meiner Sicht eine würdige zeitgemäße Interpretation erhalten.

    Nein, den kenne ich (noch) nicht lieber Christian.


    Zugegeben liebe ich die alte Tricktechnik von Ray Harryhausen ( Jason und die Argonauten (1963), Sinbads gefährliche Abenteuer (1973) u.v.m.). Und sicherlich spielt hier eine große Portion Nostalgie mit.


    Deinen Vorschlag habe ich notiert, danke dafür.

  • Aus dieser leider nicht mehr erhä#ltlichen Box mit Joan Hickson


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    Bertram's Hotel.... Die Zeit bleibt nicht stehen, auch wenn der Wunsch groß ist



    Wunderbar gespielt mit viel englischem Humor.

  • Gestern Nacht noch begonnen, aber nur bis etwa zur Hälfte gekommen, will dies noch alsbald vollendet werden:



    Ich habe "Il Gattopardo" (Der Leopard) von Luchino Visconti (nach der Romanvorlage von Giuseppe Tomasi, Fürst von Lampedusa und Herzog von Palma) vor etwa 20 Jahren schon einmal gesehen, hatte die Verfilmung aber kaum mehr in Erinnerung und war jetzt beim Wiedersehen doch ausgesprochen angetan von der genialen Umsetzung. Die Ausstattung ist prächtig, es stimmt jedes noch so kleine Detail. Für manche Filme braucht man offenkundig mehr Reife, um sie vollends zu schätzen. Geschaut wurde im italienischen Original mit Untertiteln, was mir zunehmend am liebsten ist. Die 60 Jahre, die der Film auf dem Buckel hat, merkt man ihm im neuen HD-Remastering kaum mehr an.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Gestern Nacht noch begonnen, aber nur bis etwa zur Hälfte gekommen, will dies noch alsbald vollendet werden:



    Ich habe "Il Gattopardo" (Der Leopard) von Luchino Visconti (nach der Romanvorlage von Giuseppe Tomasi, Fürst von Lampedusa und Herzog von Palma) vor etwa 20 Jahren schon einmal gesehen, hatte die Verfilmung aber kaum mehr in Erinnerung und war jetzt beim Wiedersehen doch ausgesprochen angetan von der genialen Umsetzung. Die Ausstattung ist prächtig, es stimmt jedes noch so kleine Detail. Für manche Filme braucht man offenkundig mehr Reife, um sie vollends zu schätzen. Geschaut wurde im italienischen Original mit Untertiteln, was mir zunehmend am liebsten ist. Die 60 Jahre, die der Film auf dem Buckel hat, merkt man ihm im neuen HD-Remastering kaum mehr an.

    Danke für die Empfehlung!

    "...man darf also gespannt sein, ob eines Tages das Selbstmordattentat eines fanatischen Bruckner-Hörers seinem Wirken ein Ende setzen wird."



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  • Danke für die Empfehlung!

    Gerne doch! Ich liebe solche monumentalen historischen Sittengemälde ja ohnehin. Und Visconti ist sowieso eine Liga für sich. So habe ich mir auch "La caduta degli dei" (wörtlich "Götterdämmerung", aber auf Deutsch geläufiger als "Die Verdammten") von 1969 als nächstes vorgenommen. Bei Criterion ist dieser Film neu gemastered ebenfalls als Blu-ray erschienen. Der umstrittenste Teil von Viscontis "Deutscher Trilogie" (neben "Tod in Venedig" und "Ludwig II.") und der einzige, den ich noch gar nicht kenne, angesiedelt im Faschismus.


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    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Auf ARD: „Die Krönung in London“

    Für den Tag gewappnet mit british breakfast, cream tea (meine Frau hat scones gebacken) und shepherds pie. Long live our gratious King.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • ARD: „Die Krönung in London"

    The same as in 1953 ! ^^


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Auf ARD: „Die Krönung in London“

    Für den Tag gewappnet mit british breakfast, cream tea (meine Frau hat scones gebacken) und shepherds pie. Long live our gratious King.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Großartig!

    "...man darf also gespannt sein, ob eines Tages das Selbstmordattentat eines fanatischen Bruckner-Hörers seinem Wirken ein Ende setzen wird."



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  • Ich tue mir die deutschen möchtegern Adelsexperten nicht an, und sehe die Krönung auf BBC 1.

    D'accord.

    Den Gospelgesang hätte man sich allerdings sparen können. Stilbruch.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Bei "Zadok the Priest" zuverlässig Gänsehaut.

    "...man darf also gespannt sein, ob eines Tages das Selbstmordattentat eines fanatischen Bruckner-Hörers seinem Wirken ein Ende setzen wird."



  • Fazit: Im Großen und Ganzen eine angemessene und fürs Jahr 2023 adäquate Zeremonie. Selbst den absolut professionellen Akteuren King Charles III. und Queen Camilla war hie und da die Anspannung anzumerken. Gewiss war es 1953 noch pompöser ausgefallen, aber da bestand ja auch noch das Britische Empire in seiner Spätblüte.


    Was mir gefiel: Die Degradierung der familieneigenen schwarzen Schafe, die ohne fiel Aufhebens geschah, spricht für die Professionalität des Königs. Der etwas aus der Reihe fallende afroamerikanische Gesang könnte auch eine zweifelhafte Referenz an eine gewisse Person gewesen sein, die (zur Erleichterung der meisten Briten) nicht teilnahm, die aber auch gerne unpassend im Mittelpunkt des Interesses gestanden wäre. Darauf Chapeau!

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

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  • Mir hat die Zeremonie sehr gefallen. Sie war wunderbar divers: Männer und Frauen, Weiße und People of Color, Repräsentanten aller Commonwealth-Staaten, ein Hindu liest als Prime Minister aus der Bibel, Vertreter aller Glaubensrichtungen waren anwesend und wurden vom König am Ende noch einmal besonders begrüßt, und auch die Musik war ein Mix aus alt und neu und unterschiedlichen Stilen. Etwas bedauert habe ich, dass nicht alle Peers zur Feier geladen waren, nicht einmal alle Herzöge. Das lag wohl an der von Charles gewünschten Begrenzung der Teilnehmerzahl. Und obwohl die ursprüngliche Bitte an die Lords, nicht die historischen Krönungsroben und Kronen zu tragen, vor ein paar Tagen aufgehoben wurde, habe ich kaum jemanden in diesen Gewändern gesehen.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Ein wenig erstaunt bin ich schon, wie stark die Operettenanhänger bei dem Londoner Event vertreten sind. Allerdings muß ich gestehen, gelegentliche Umschaltungen auch vorgenommen zu haben. Als Anhänger traditioneller Operninszenierungen fühlte ich mich dazu verpflichtet.

    Allerdings hat mich der 3:1 Erfolg von Dynamo Dresden über Wiesbaden wesentlich mehr gefesselt. Heute hoffe ich noch auf einen Sieg von Leipzig in Freiburg. Dafür würde ich sogar die gesamte Krönungszeremonie anschauen, freiwillig. Mit ein paar Flaschen Bier zur Siegesfeier für die Leipziger wäre eine Operette auch aus London nicht störend.


    Man möge mir verzeihen. La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Für mich das Bild des Tages - „heilige Leichtigkeit“.


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    "...man darf also gespannt sein, ob eines Tages das Selbstmordattentat eines fanatischen Bruckner-Hörers seinem Wirken ein Ende setzen wird."



  • Für den Tag gewappnet mit british breakfast, cream tea (meine Frau hat scones gebacken) und shepherds pie. Long live our gratious King.

    Das, lieber Thomas, ist ganz nach meinem Geschmack. Breakfast mit Black Pudding? Davon gehe ich mal aus. Eine dem denkwürdigen Tag angemessene Speisefolge im Hause Pape. Adel kann auch auf der Zunge liegen.

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Breakfast mit Black Pudding?

    Nope, definitiv nicht. Baked Beans, Bacon, Scrambled eggs, bread, butter and jam. Das britische Gegenstück zu Flönz oder Blutwurst gehört nicht dazu. Mag bei uns niemand.


    Liebe Grüße vom Thomas:hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

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  • Den I. Teil dieses monumentalen Epos gab es jüngst:



    Ich habe diesen insgesamt mehr als fünfstündigen Film lange nicht mehr gesehen und war jetzt beim Wiedersehen noch mehr angetan als ich dies in Erinnerung hatte. Dies mag nicht zuletzt auch an der hervorragenden Restauration liegen. Die schauspielerischen Leistungen sind überragend (besonders hervorzuheben der alternde Burt Lancaster als Familienpatriarch), jede noch so kleine Rolle ist idealtypisch besetzt. "Novecento" war gewiss einer der bedeutendsten Filme von Bernardo Bertolucci.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Dune

    Ich habe die Bücher nie gelesen, fand den Film wahrlich atmosphärisch und gut verarbeitet. Die Schauspieler, das Setting, die Effekte und das Szenenbild waren wirklich großartig. Das ein Remake versucht wurde, schien unausweichlich. Vorweg empfand ich Denis Villeneuve als gelungen, aber auch behäbig erzählt. Der Film nimmt sich viel Zeit für die Figuren. Hatte aber auch das Gefühl, dass der Film nur die Fans ansprechen soll. Viele Szenen wurde aus dem Original übernommen, aber für Unwissende nicht hinreichend erklärt.(Spoiler) Das Komplett des Imperators wird eher beiläufig erzählt, wobei die Einleitung bei David Lynch stimmungsvoll im Vorspann eingebettet wurde. Die Effekte sind beeindruckend und zeigen die Tiefe besser als das 1984 Original.


    :)

    Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie. Wem meine Musik sich verständlich macht, der muß frei werden von all dem Elend, womit sich die anderen schleppen.

    Ludwig van Beethoven


    Bruckner+Wand So und nicht anders :)

  • Eine schöne Netz-Trouvaille: eine Dokumentation über das Quartetto Italiano. Leider reicht mein Italienisch nur bedingt, aber das ist bei einigen Kollegen hier gewiss anders:



    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Ich habe die Bücher nie gelesen,

    Habe mich durch die ersten vier Bände gekämpft und die letzten beiden folgen auch noch - ich muss aufgrund meiner Zwanghaftigkeit Bücher, die ich angefangen habe, auch zu Ende lesen. Aber ich kann Dir versichern: M.E. entgeht Dir nichts! Ich halte diesen Quatsch für menschenverachtend, kriegsverherrlichend, frauenfeindlich, tendenziell faschistoid und kann nicht verstehen, warum der Kram quasi als "Großwerk" der Science Fiction-Literatur gilt.


    Zum Glück ist zumindest die Lynch-Verfilmung weit genug vom Herbertschen Original entfernt.

    mfG Michael


    Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs, eine Behauptung noch kein Argument und ein Argument noch kein Beweis.

  • Habe mich durch die ersten vier Bände gekämpft und die letzten beiden folgen auch noch - ich muss aufgrund meiner Zwanghaftigkeit Bücher, die ich angefangen habe, auch zu Ende lesen. Aber ich kann Dir versichern: M.E. entgeht Dir nichts! Ich halte diesen Quatsch für menschenverachtend, kriegsverherrlichend, frauenfeindlich, tendenziell faschistoid und kann nicht verstehen, warum der Kram quasi als "Großwerk" der Science Fiction-Literatur gilt.


    Zum Glück ist zumindest die Lynch-Verfilmung weit genug vom Herbertschen Original entfernt.

    Jetzt bin ich baff, "Dune" ist für mich eines der Meisterwerke der Science-Fiction-Literatur. Ich habe den ersten Band mindestens dreimal gelesen. Die Fortsetzungen fand ich dann allerdings etwas langatmig. Die alte Verfilmung mochte ich trotz einiger Schwächen als großer Bewunderer von David Lynch auch sehr, aber sie entfernt sich teilweise schon sehr (und oft unnötig) von der Romanvorlage. Die Neuverfilmung von Denis Villeneuve, die viel näher am Buch ist, finde ich sehr gelungen, und ich freue mich schon auf den zweiten Teil.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

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