Welchen Film schaut ihr gerade?

  • Gestern Abend spät noch .... schaurig ... beim Schlafengehen wurde es mir dann doch sehr mulmig, als ich so überall hinter mir das Licht ausschaltete auf dem Weg ins Schlafzimmer.8|

    vor allem sehr effektiv wenn man die Wahrscheinlichkeit ein paar Albträume zu bekommen erhöhen will ;)

    Weiterhin kann die emotionale Beteiligung und die Art der letzten Wachtätigkeiten eine große Rolle spielen. Der Zeitraum zwischen Schlaf- und Traumbeginn kann sich auf die Zeitbezüge der Traumelemente auswirken. Träume in den ersten REM-Phasen enthalten meist aktuellere Bezüge als Träume der zweiten Schlafhälfte.

    Neben den inneren Quellen des Trauminhalts können auch zeitgleich mit dem Traum auftretende äußere Reize einwirken [...]

    Forschungsergebnisse lassen die Annahme zu, dass je nach Wichtigkeit des Eindrucks für den Menschen (z. B. nach Bedrohlichkeit) der entsprechende Reiz in den Traum eingearbeitet wird.


    Aber nur zur Info nicht mit erhobenem Zeigefinger, denn ich bin selbst jemand der nur allzu gerne kurz vor dem Schlafengehen vor dem Bildschirm sitzt und das sind nicht immer nur beruhigende Inhalte. Ich kenne den Film nicht aber zu plump darf der Horror dabei nicht sein sonst verblasst der Effekt. Weniger dieses Dämonengesicht, Blut, Gemetzel-Ding sondern die subtile Bedrohung, also Horrorfilme in der Richtung wie Shining, The Ring, Shutter Island, Sleepy Hollow,...wer im Urlaub oder auf Geschäftsreisen ein Hotelzimmer hat für den empfiehlt sich auch 1408.:) Wer hingegen entspannt einschlafen möchte sollte etwa Führerstandsmitfahrten anschauen (gibt es schon über etliche Strecken), das wirkt tatsächlich, kann ich aus eigener Erfahrung bezeugen.

    „Eine Erkenntnis von heute kann die Tochter eines Irrtums von gestern sein.” (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Kagetora (1990, auch unter verschiedenen anderen Filmtiteln bekannt)


    Solide gemacht - sieht auf den ersten Blick auch etwas nach Kagemusha und Ran aus, aber was für ein himmelweiter qualitativer Unterschied zu den Werken Kurosawas.


    Er hat Jehova gesagt!

  • Ich kenne den Film nicht aber zu plump darf der Horror dabei nicht sein sonst verblasst der Effekt. Weniger dieses Dämonengesicht, Blut, Gemetzel-Ding sondern die subtile Bedrohung, also Horrorfilme in der Richtung wie Shining, The Ring, Shutter Island, Sleepy Hollow,...wer im Urlaub oder auf Geschäftsreisen ein Hotelzimmer hat für den empfiehlt sich auch 1408.:) Wer hingegen entspannt einschlafen möchte sollte etwa Führerstandsmitfahrten anschauen (gibt es schon über etliche Strecken), das wirkt tatsächlich, kann ich aus eigener Erfahrung bezeugen.

    Und genauso ist dieser Film gemacht. Es gibt nur wenige erschreckende Bilder, aber eine latent vorhandene Bedrohlichkeit liegt über allem und diese Bedrohlichkeit steigert sich von Tag zu Tag (der Filmhandlung). Und diese Latenz macht mir auch nachträglich viel mehr Angst als die paar Schreckbilder (sind schon fast vergessen).


    Führerstandsmitfahrten liebe ich! Besonders natürlich die aus Frankfurt am Main, der Stadt, in der ich von 1986 bis 2012 gelebt habe und in die ich seit einem Umzug ins Umland seit 2012 immerhin noch täglich zum Arbeiten fahre.

    Führerstandsmitfahrten auf Frankfurter Straßenbahnlinien aus den mittleren Neunziger Jahren lösen bei mir heute nostalgische Schockwellen aus.


    Grüße

    Garaguly

  • Dann wäre vielleicht auch Duell von Spielberg was für euch. Jedenfalls auch so eine Art Führerstandsmitfahrt; nicht ganz so entspannend ... 8-)

    Der Glaube kann Sätze verbergen.

  • Dann wäre vielleicht auch Duell von Spielberg was für euch. Jedenfalls ähnlich einer Führerstandsmitfahrt ... 8-)

    Jepp! Ohne Zweifel ein herausragender Thriller (mit einigen Horroranlehnungen) - aber eben kein Horrorfilm.


    Grüße

    Garaguly

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  • Derzeit bzw. bald in unseren Kinos


    Vivaldi und ich (Originaltitel: Primavera)



    Ich habe mich beim Trailer gefragt wer denn jetzt Vivaldi sein soll. Gut es gibt nur zwei authentische Portraits, davon eines eine Art Karikatur, sowie ein Bildnis das zweifelhaft ist, aber von allen drein ist der vermeintliche Vivaldi doch etwas entfernt. Das könnte eher noch der schlanke Händel in Jugendtagen sein. Aber ein Südländertyp spielt einen tatsächlich Rothaarigen mit blasser Haut? Sicher kann man sagen die Qualität des Schauspiels ist vorrangig aber gerade bei Verfilmungen historischer Persönlichkeiten finde ich auch das Äußere einen wichtigen Faktor. Wenn etwa Jim Carrey oder Johnny Depp mal Beethoven gespielt hätten dann würde das bei mir auch deutliche Abstriche bei der Gesamtbeurteilung einbringen. Zudem finde ich es etwas seltsam, dass man hier bei der weiblichen Hauptdarstellerin auf eine Fantasiefigur zurückgegriffen hat, statt sich etwa an Anna Girò zu halten. Gerade hier gibt es ja so manche Mythen die Stoff für eine Verfilmung geboten hätten. Ich hoffe das geht nicht in die Richtung "Klang der Stille (Copying Beethoven)" wo man eher einen symbolischen Beitrag zur Frauenemanzipation als eine möglichst historisch korrekte und vor allem glaubwürdige Geschichte entwerfen wollte. Aber ich werde es mir mal bei Gelegenheit anschauen (auch wenn ich generell kein Fan von solchen Filmen bin) und lasse mich überraschen.


    Schönberg pfeifen



    Ein Dokumentarfilm anlässlich des Jubiläums und ähnelt einer Kunstaktion, welche sich auf Schönbergs 1947 getätigte Aussage bezieht dass er sich wünsche, dass eines Tages die Menschen seine Musik auf der Straße nachpfeifen. Ich hoffe aber auch dass in letzer Konsequenz dann tatsächlich seine 12-Ton-Werke und nicht seine tonale Musik herangezogen wird, denn Schönberg wollte ja gerade für die Ersteren geschätzt werden. Auch wenn man sich nur einen Eindruck aufgrund des Trailers machen kann, aber da wirkt es nicht so als hätte man das in Schönbergs Sinne umgesetzt. Denn er war tatsächlich der Annahme die 12-Ton-Musik ist nur Gewohnheitssache und würde sich einmal genauso wie die Tonalität in der gesellschaftlichen Breite durchsetzen. Die Fähigkeit solche Werke einwandfrei nachzupfeifen war aber bislang nur Edwin Baumgartner vergönnt und somit wäre das für diesen Film die tatsächlich viel interessantere Hürde gewesen. Und scheinbar hat Patricia Kopatchinskaja auch etwas zu pfeifen oder möchte sie nur ihren Widerstand gegen das Gewöhnliche verkünden? Fragen über Fragen...

    „Eine Erkenntnis von heute kann die Tochter eines Irrtums von gestern sein.” (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Ich hoffe das geht nicht in die Richtung "Klang der Stille (Copying Beethoven)" wo man eher einen symbolischen Beitrag zur Frauenemanzipation als eine möglichst historisch korrekte und vor allem glaubwürdige Geschichte entwerfen wollte.

    Ich habe „Klang der Stille“ für mich anders verstanden: er ist ein Steinbruch für geile (sorry für das Wort!) Zitate und stellt zumindest Beethoven m. E. doch recht realistisch dar (soweit man das beurteilen vermag). Es beginnt ja gleich mit der Darstellung der köstlichen Anekdote um die allmorgentliche Waschroutine ... diese „Anna Holz“ war für mich bloßes Beiwerk, das es eigentlich nicht gebraucht hätte, aber auch nicht weiter stört.


    Aber ich vermute, daß Du - was den Nicht-Vivaldi-Film betrifft - Recht behalten könntest.

    Der Glaube kann Sätze verbergen.