Marianne Schech

  • Leider gibt es nur zwei filmische Dokumente von Wieland Wagners Inszenierungen, die das belegen: „Die Walküre“ und „Tristan und Isolde“ aus Osaka 1967 (zwar erst nach seinem Tod dort aufgeführt, aber von seinem langjährigen Assistenten Hans-Peter Lehmann auf die Bühne gebracht.).

    Lieber Carlo, beide Dokumente habe ich wieder ausgesondert. Es sind mehr Schattenspiele in Grautönen, die nach meinem Eindruck Wieland Wagner nicht gerecht werden. Der von lustein eingestellte "Holländer", der auch Jahrzehnte später nachgestellt scheint, geht gar nicht. Langweilig ist da noch die mildeste Kritik. Nichts altert so schnell wie Theaterinszenierungen. Selbst den Bayreuther "Ring" von Chereau, den ich für außergewöhnlich bedeutsam hielt, habe ich schon vor Jahren weggeben. Ich hatte das unangenehme Gefühl, aus einem Kleidungsstück herausgewachsen zu sein. ;) Auch die Schusterstube ist für mich so ein ganz schwieriger Fall:



    Gute Fotos wie in diesem Band geben mir da viel mehr. Sie erfassen die Kunst des Regisseurs und seine Absichten vortrefflich:


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    Es grüßt Rüdiger als Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Der Bildband ist mMn für Wagnerfans unentbehrlich, ganz hervorragend gestaltet:!::!::!:


    mit Link, da kann man auch drin blättern!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • „Wie aus der Ferne längst vergang'ner Zeiten...“


    Ich nehme Bezug auf die Beiträge Nrn. 29 bis 31 und versuche, mich kurz zu fassen, weil es hier eigentlich um Marianne Schech und nicht um Wieland Wagner geht. Ich habe nur eine einzige seiner Inszenierungen selbst gesehen: „Elektra“ in der Wiener Staatsoper 1978, die durch die Mitwirkung zweier Sängerinnen der Premiere von 1965 - Nilsson und Rysanek - eine gewisse Authenzitität hatte (Abendspielleitung: Michael Fischer-Ledenice). Mykene lag in dunkler Nacht, Details des Bühnenbilds waren bis auf zwei Stierschädel hoch oben links und rechts am Bühnenportal nicht auszumachen, nichts lenkte vom Geschehen auf der Bühne ab, die Protagonisten (dazu noch Ludwig, Berry und King – alle schwarz gewandet mit wenigen Farbakzenten) gaben neben der gesanglichen Erfüllung ihren Rollen auch eine starke darstellerische Innenspannung. Kurz: es war eine großartige, mitreissende Aufführung!


    Die Aufzeichnungen des japanischen Fernsehens in verschwommenen Grautönen können natürlich nur einen vagen Eindruck von Wieland Wagners „Walküre“- und „Tristan“-Inszenierungen vermitteln; seine ausgeklügelte Lichtregie und die Farbdramaturgie seiner Bühnenräume kann man nur erahnen. (Der zweimal genannte Bildband ist eine unverzichtbare Hilfe zum Verständnis der Bedeutung dieses Regisseurs und Bühnenbildners.) Die „Meistersinger“-Inszenierung von 1963 - mit der vom Fernsehen aufgezeichneten 'Schusterstube' - versetzte dagegen mit ihrer Detailfreudigkeit den an seinen minimalistischen Ausstattungs-Stil gewöhnten Zuschauern einen Schock. (Das Bühnenbild des zweiten Aktes der Bayreuther „Meistersinger“ von 1956 bestand lediglich aus einer riesigen Blätterkugel als Symbol des Fliederbuschs. Die Kunst des Regisseurs Wieland Wagner bestand darin, diese 'Leere' dank der von ihm ausgewählten Sänger mit Leben zu füllen.)


    1959 stellte Wieland Wagner seine Interpretation des „Fliegenden Holländers“ in Bayreuth vor und es wurde eine seiner am wenigsten polarisierenden Arbeiten, die von ihm (mit leichten Variationen) auch an anderen Bühnen gezeigt wurde. Wieviel davon noch in Winfried Bauernfeinds bereits vorher in Venedig gezeigtem 'Revival' an der römischen Oper im April 1997 ausser Wieland Wagners Bühnenbild (schon die Kostüme sind teilweise anders) vorhanden ist, kann ich nicht beurteilen, weil es ausser Fotos keine optische Aufzeichnung des Originals zum Vergleich gibt. Ich begehe nicht den Fehler, 'historische' Inszenierungen aus heutiger Perspektive zu sehen; sie sind immer ein Zeitdokument und sollten auch als solches bewertet werden. Meine Generation brauchte nicht zum Erleben einer Theateraufführung oder eines Films eine alles überspannende Idee, eine sezierende Dramaturgie, alle paar Minuten einen Regie-Einfall oder einen Szenenwechsel; fehlt das, spricht der an die Rastlosigkeit und an den visuellen Überreiz unserer Zeit Gewohnte leicht von Langeweile.


    Viel spannender finde ich es, in dieser vermeintlichen 'Ereignislosigkeit' eine – wenn auch allmähliche – Entwicklung zu finden, wozu es allerdings starker Darsteller bedarf, diese 'Ruhe' auszufüllen. Zum Beispiel fand ich (im Fernsehen) den diesjährigen Bayreuther „Holländer“ - ganz abgesehen davon, dass man dem Werk mal wieder einen neuen und wenig überzeugenden Inhalt 'überstülpte' – wenig stringent mit dem zeittypischen Aktionismus und vielen Details (alles durch die TV-Bildregie noch verstärkt), die zur Atmosphäre der Inszenierung beitragen sollten, damit es eben nicht 'langweilig' wird. Auch die Sängerbesetzung hat mich – rein stimmlich – wenig beeindruckt, während die Dirigentin Oksana Lyniv (auch im Radio gehört, um nicht von der Bühnen-Aktion abgelenkt zu sein) meines Erachtens eine sehr gute musikalische Umsetzung bot.


    Da dieser Thread aber Marianne Schech gewidmet ist, möchte ich beim Thema bleiben und fahre am kommenden Sonntag mit der Nennung ihrer Aufnahmen von einzelnen Titel fort.


    Carlo

  • In einigen Veröffentlichungen wurden die Rollen-Angaben der Sängerinnen Lilian Benningsen und Ruth Michaelis vertauscht. Der Privat-Mitschnitt dieser Rundfunk-Produktion wurde dreimal mit 'Anhängern' herausgegeben: Zuerst 1983 von 'Melodram' auf LP (mit der Szene Kundry-Parsifal aus dem 2. Akt des „Parsifal“ mit Marianne Schech und Howard Vandenburg - irrtümlich wird Bernd Aldenhoff genannt – unter Eugen Jochum 1957), dann auf CD 2002 bei 'Gala' mit Aufnahmen von Alexander Welitsch und 2004 bei 'Walhall' mit der 'Wolfserzählung' aus dem 2. Akt (Wolfgang Windgassen mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart unter Bertil Wetzelsberger 1950)..

    Etwas spät aber doch...

    Das stimmt nicht, lieber Carlo. Auf der Melodram Platte singt Aldenhoff tatsächlich. Vandenburg, jedoch, hat mit ihm die Rolle geteilt und dieser singt auf der Aufnahme, die im BR-Archiv schlummert.


    M_P

  • Lieber Maestro_Peter,


    es geht um den Anhang zur 'Melodram'-Veröffentlichung (LP) der Oper „Tiefland“ (siehe Beitrag Nr. 16), der auf der 6. Plattenseite das Duett Kundry-Parsifal mit Marianne Schech und Bernd Aldenhoff in einer Aufnahme unter Eugen Jochum von 1957 bringt. (Ich habe die „Tiefland“-Aufnahme in der CD-Version von 'Walhall', die einen anderen Anhang hat.)


    Ich bezweifle nicht, dass Bernd Aldenhoff in München den „Parsifal“ gesungen hat (wovon es ein schönes Rollenfoto gibt); die Premiere am 14. 4. 1957 – und die Rundfunkübertragung – sang aber Howard Vandenburg. Auf Nachfrage teilte der Bayerische Rundfunk mit, dass man von einer „Parsifal“-Aufnahme mit Marianne Schech und Bernd Aldenhoff keine Kenntnis habe, weder als Gesamteinspielung bzw. -mitschnitt noch als separat aufgenommenes Duett.


    Bezeichnenderweise fehlt im Bernd-Aldenhoff-Doppelalbum der 'Melodram' – das ich neben Marianne Schechs Doppelalbum von 'Melodram' ebenfalls habe - ein Ausschnitt aus dem „Parsifal“. Lediglich die 'Gala' bringt in ihrem Bernd-Aldenhoff-Portrait von 2009 das fragliche Duett (vermutlich vom Anhang der 'Melodram'-Version von „Tiefland“ 'abgekupfert'); da ich diese Portrait-Box von 'Gala' allerdings auch nicht habe, kann ich keine akustische Prüfung vornehmen. Wenn es also dieses Duett aus dem „Parsifal“ mit Schech und Aldenhoff tatsächlich gibt, müsste es eine Aufnahme bzw. ein Mitschnitt ungeklärter Provenienz sein.


    Carlo

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  • Lediglich die 'Gala' bringt in ihrem Bernd-Aldenhoff-Portrait von 2009 das fragliche Duett (vermutlich vom Anhang der 'Melodram'-Version von „Tiefland“ 'abgekupfert'); da ich diese Portrait-Box von 'Gala' allerdings auch nicht habe, kann ich keine akustische Prüfung vornehmen. Wenn es also dieses Duett aus dem „Parsifal“ mit Schech und Aldenhoff tatsächlich gibt, müsste es eine Aufnahme bzw. ein Mitschnitt ungeklärter Provenienz sein.

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    Ihr Lieben, für mich gibt es kaum einen Zweifel, dass Bernd Aldenhoff in dem Gala-Album wie dort anggeben der Parsifal an der Seite von Marianne Schech als Kundry ist. Als Termin der in München mitgeschnittenen Szenen wird der 3. November 1957 genannt. Aus dem Buch "Das Prinzregenten-Theater in München" (Schoierer 1984, S. 355) geht hervor, dass es an diesem Tag eine von Jochum geleitete Vorstellung gab. Die Besetzung aber wird nicht genannt. Ich kenne aber auch noch Ausschnitte aus zwei anderen Quellen - ebenfalls aus München und ebenfall unter Eugen Jochum - mit Howard Vandenburg in der Titerolle. Dabei wird immer nur der Novemer 1957 genannt - und kein genaues Datum. Eine dieser Quellen ist diese:



    Die vergleichende Analyse wird durch unterschiedliche Bearbeitungen allerdings etwas erschwert.

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Ich vermute, daß die Aldenhoff-Ausschnitte nicht einer Rundfunkübertragung entnommen worden sind, sondern hausintern gemacht wurden. Melodram hat viele solche Münchner-Ausschnitte veröffentlicht (Jürgen Grundheber war ja in München zu Hause). Was ich nicht weiß, aber vielleicht wißt Ihr: für wen wurden diese Aufnahmen gemacht und wo sind sie jetzt? Mir ist klar, daß in den 60er Jahren die Staatsoper professionelle Tonbandgeräte installiert hat, um Aufführungen aufzunehmen, aber das hat alles erst in den 60ern begonnen. Von den früheren Aufnahmen haben sie nichts (und wissen nichts davon). Natürlich hat BR auch einige noch im Archiv, aber die Qualität ist eine andere. Ich rede nur von den Ausschnitten, die Melodram veröffentlicht hat (z.B. Aldenhoff Doppelalbum) die teilweise sehr schlecht klingen. Ich bin davon überzeugt, daß die hausintern gemacht wurden, aber von wem und für wen? Da sind wichtige Sachen dabei.


    M_P

  • Danke, 'Maestro_Peter' und 'Rheingold1876', für die Informationen!


    Der Mitschnitt der „Parsifal“-Premiere am 14. 4. 1957 im Münchner Prinzregententheater (mit Howard Vandenburg in der Titelrolle) wurde am 19. 4. 1957 (Karfreitag) vom Bayerischen Rundfunk gesendet und ist komplett bisher nicht veröffentlicht worden.


    Die „Parsifal“-Aufnahme vom 3. 11. 1957 (mit Bernd Aldenhoff) ist wohl ein privater Tonbandmitschnitt über die Lautsprecheranlage in der Künstlergarderobe. Vermutlich wurde nur die Szene Kundry-Parsifal festgehalten, denn mir ist aus dem „Parsifal“ kein anderer Ausschnitt (z. B. 'Nur eine Waffe taugt') mit Bernd Aldenhoff bekannt.


    Was aus der riesigen Foto- und Tonbandsammlung von Jürgen K. Grundheber geworden ist, wüsste ich auch gerne.


    Carlo

  • Die „Parsifal“-Aufnahme vom 3. 11. 1957 (mit Bernd Aldenhoff) ist wohl ein privater Tonbandmitschnitt über die Lautsprecheranlage in der Künstlergarderobe. Vermutlich wurde nur die Szene Kundry-Parsifal festgehalten, denn mir ist aus dem „Parsifal“ kein anderer Ausschnitt (z. B. 'Nur eine Waffe taugt') mit Bernd Aldenhoff bekannt.

    Lieber Carlo, die "Parsifal"-Szenen aus dem zweiten und dritten Aufzug mit Aldenhoff bei Gala vom 3. 11. 1957 nehmen in etwa eine Stunde in Anspruch, den Schluss des Werkes von "Ja, Wehe! Wehe" Weh' über mich" (Josef Metternich als Amfortas) an, und folglich auch die "eine Waffe" inbegriffen.

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold1876


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  • Danke, lieber Carlo, für die Aufklärung, und danke, lieber Rheingold, für die Information zur Gala CD. Ich hätte nie vermutet, daß Gala mehr gefunden hätte als das, was schon auf Platte veröffentlicht wurde. Dann hatte Gala (der Mann dahinter, dessen Name ich momentan vergessen habe, ist wohl inzwischen gestorben) Zugang zu den Tonbändern. Echt schade, daß die komplette Aufführung nicht mitgeschnitten (oder wenn schon, dann nicht veröffentlicht) wurde.


    M_P

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  • Dann hatte Gala (der Mann dahinter, dessen Name ich momentan vergessen habe, ist wohl inzwischen gestorben) Zugang zu den Tonbändern.

    Der hieß Walter Knoeff, war Holländer, lebte in Amsterdam und ist am 3. März 2016 gestorben. Ich kannte ihn persönlich und bedauere seinen Tod sehr. Zuletzt hatte er noch interessante Mitschnitte als Downloads veröffentlicht. Sein Archiv war ungaublich reichhaltig. Ich weiß aber nicht, was daraus geworden ist. Eine Antwort auf unsere Fragen kann er uns nicht leider mehr geben.

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Zum Beitrag Nr. 39:



    Danke, 'Rheingold1876', dann ist das also auch geklärt. Ich habe die Box „A Portrait of Bernd Aldenhoff“ von 'Gala' nicht gekauft, weil ich davon ausging, dass sie nur Doubletten des 'Melodram'-Doppelalbums (2 LPs) bzw. der 'Preiser'-CD enthält, und ich habe im Internet (und auch bei „Tamino“, noch mit 'Platzhaltern') keine detaillierte Inhaltsbeschreibung zu den 'Gala'-CDs gefunden.



    Das 'Melodram'-Doppelalbum von 1983 präsentiert Bernd Aldenhoff nicht nur mit Richard Wagner, Henri Tomasi und Hans-Hendrik Wehding - wie auf dem 'Gala'-Cover angegeben - sondern zusätzlich auch in Opern von Ludwig van Beethoven, Giacomo Meyerbeer, Giuseppe Verdi, Nikolai Rimskii-Korsakov und Wilhelm Kienzl. (Die drei Serien der LP-Alben „25 Voci celebri della Lirica“ von 'Melodram' zeichneten sich auch durch ihre Ausstattung mit größtenteils sehr seltenen Fotos, vermutlich aus der 'Grundheber-Sammlung', aus.) Und weil ich mich, gerade bei Aufnahmen des 'grauen Marktes', über wenig aussagekräftige Informationen bzw. fehlende Details – auch bei „Tamino“! - ärgere, poste ich demnächst den Inhalt des 'Melodram'-Albums und der 'Preiser'-CD im Thread „Vergessener Held - Bernd Aldenhoff“.



    Nun geht es mit Marianne Schechs Einzelaufnahmen (1. Teil) weiter:



    Einige der nachstehend genannten Titel wurden von den Firmen 'Melodram' (Nr. 12 in der ersten Serie „25 Voci celebri della Lirica“ von 1981 / 2 LPs), 'Gala' („Marianne Schech – A Portrait“ von 2004 / 2 CDs) und 'Gebhardt' („Josef Metternich – Rare and Unreleased Recordings“ von 2008 / 3 CDs) veröffentlicht. Allerdings wurden die drei Duette vom WDR mit Josef Metternich („Cavalleria rusticana“, „Arabella“ und „Der Troubadour“) in einigen Rundfunk-Programmzeitschriften auch dem RIAS Berlin zugeschrieben.



    Hier zunächst Arien, Duette und Szenen aus Opern von Eugen d'Albert bis Pietro Mascagni:



    „Die toten Augen“ (Eugen d'Albert): Psyche wandelt durch Säulenhallen – Licht! Licht! Überall Licht! (mit Lore Paul) / Das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart / Walter Born (März 1951) (siehe Beitrag Nr. 16) ('Melodram')


    dto.: Psyche wandelt durch Säulenhallen / Die Münchner Philharmoniker / Rudolf Alberth (6. 6. 1952) (Bisher unveröffentlicht)



    „Fidelio“ (Ludwig van Beethoven): Abscheulicher! Wo eilst du hin? / Das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart / Alfons Rischner (1957) ('Melodram' und 'Gala')



    „André Chenier“ (Umberto Giordano): Ihr schriebt die Briefe (mit Hans Hopf) – Von Blut gerötet war meine Schwelle / Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Wolfgang Sawallisch (20. - 24. 10. 1956) (siehe Beitrag Nr.19) ('Melodram' und 'Gala')



    „Iphigenie in Aulis“ (Christoph Willibald Gluck): Die Arie der Klytämnestra 'Achill, sieh hier vor dir mich knien... Leb wohl, deinem Herzen ewig teuer' / Die Bamberger Symphoniker / Richard Kraus (1957) (Schallplatte 'Deutsche Grammophon Gesellschaft' 30412 EPL; gekoppelt mit Arien aus Glucks „Iphigenie auf Tauris“: a) die Arie des Pylades 'Nur einen Wunsch, nur ein Verlangen' mit Ernst Haefliger und b) die Arien des Orest 'Ihr, die ihr das Land des wilden Volkes schützet... Die Ruhe kehret mir zurück' und 'Ihr, die ihr mich verfolgt', beide mit Eberhard Waechter. Die Arien aus „Iphigenie auf Tauris“ werden begleitet vom Radio-Symphonie-Orchester Berlin unter Gustav König, aufgenommen im November 1957.)



    „Hans Heiling“ (Heinrich Marschner): Aus der Klüfte Schlund, durch der Erde Grund (mit Maud Cunitz) / Der Südfunk-Chor / Das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart / Bertil Wetzelsberger (1948) (siehe Beitrag Nr. 20) ('Melodram' und 'Gala')



    „Cavalleria rusticana“ (Pietro Mascagni): Nun, da siehst du, was du getan hast (mit Lorenz Fehenberger) / Die Münchner Philharmoniker / Hans Altmann (30. 5. 1952) (Bisher unveröffentlicht)


    dto. Ach, Euch sendet Gott mir (mit Josef Metternich) / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie.Orchester / Richard Kraus (15. 11. 1952) ('Gebhardt').


    dto.: Als Euer Sohn einst fortzog – Ach, Euch sendet Gott mir (mit James Pease) / Die Bamberger Symphoniker / Wolfgang Sawallisch (Januar 1954) (Schallplatte 'Deutsche Grammophon Gesellschaft' 32012 NL) (siehe Beitrag Nr. 20)


    dto.: Ah, lo vedi, che hai tu detto (mit Lorenz Fehenberger) / Die Bamberger Symphoniker / Victor Reinshagen (Januar 1954) (Schallplatte 'Deutsche Grammophon Gesellschaft' 30507 EPL; gekoppelt mit dem Vorspiel und der Siciliana des Turiddu 'O Lola, ch'ai di latti la cammisa' mit Lorenz Fehenberger und dem Auftrittslied des Alfio 'Il cavallo scalpita' mit James Pease.) (In italienischer Sprache) (siehe Beitrag Nr. 20)



    Carlo

  • da ich diese Portrait-Box von 'Gala' allerdings auch nicht habe, kann ich keine akustische Prüfung vornehmen. Wenn es also dieses Duett aus dem „Parsifal“ mit Schech und Aldenhoff tatsächlich gibt, müsste es eine Aufnahme bzw. ein Mitschnitt ungeklärter Provenienz sein.

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    Hier nun die Trackliste dieses Albums von Gala, die ich auch schon im Aldenhoff-Thread platziert hatte. Die Form ist nicht ganz perfekt, weil der Scanner nicht alle grafischen Details so erfassen kann, wie sie sich in der Vorlage darstellen.



    RICHARD WAGNER (1813-1883)

    DIE WALKÜRE

    Siegmund: Bernd Aldenhoff

    Sieglinde: Helena Braun

    München, December 19, 1951

    ERSTER AUFZUG

    Ein Schwert verhiess mir der Vater

    Schläfst du, Gast?

    Winterstürme wichen dem Wonnemond

    Du bist der Lenz, nach dem ich verlangte

    Siegmund heiss ich und Siegmund bin ich!


    DIE WALKÜRE

    Siegmund Brünnhilde

    Wiesbaden, 1959

    Brünnhilde: Liane Synek

    Siegmund: Bernd Aldenhoff

    Siegmund! Sieh auf mich! (Brünnhilde, Siegmund)


    GÖTTERDÄMMERUNG

    Siegfried: Bernd Aldenhoff

    Gunther: Ferdinand Frantz

    Hagen: Hans Reinmar

    Orchester und Chor der Bayerischen Staatsoper / Robert Heger München, February 7, 1957

    Mime hiess ein mürrischer Zwerg

    Brünnhilde, heilige Braut!


    HENRI TOMASI (1901-1971)

    DON JUAN DE MANARA

    Don Miguel de Manara: Bernd Aldenhoff

    Der Abt:Hermann Nissen

    Andre Cluytens / München, March 28, 1956

    Vater, um euren Schutz


    HANS-HENDRIK WEHDING (1915-1975)

    ORCHESTERLIEDER

    Staatskapelle Dresden / Hans-Hendrik Wehding 1949

    Du Geist, der mich verliess

    Mondaufgang

    Trost

    Hyperion


    RICHARD WAGNER

    RIENZI

    Leipziger Rundfunksinfonie-Orchester / Rolf Kleinert

    Allmächt’ger Vater, blick herab!


    TANNHÄUSER

    Orchester der Bayerischen Staatsoper / Hans Knappertbusch München

    Inbrunst im Herzen, wie ein Büsser noch sie je gefühlt


    LOHENGRIN

    Orchester der Bayerischen Staatsoper / Hans Knappertbusch München

    Höchstes Vertraun hast du mir schon zu danken


    PARSIFAL

    Kundry: Marianne Schech

    Parsifal: Bernd Aldenhoff

    Amfortas: Josef Metternich

    Gumemanz: Ferdinand Frantz

    Klingsor: N.N.

    Orchester der Bayerischen Staatsoper / Eugen Jochum München, November 3, 1957

    ZWEITER AUFZUG

    Ich sah das Kind an seiner Mutter Brust

    Wehe! Wehe! Was tat ich? Wo war ich?

    (Parsifal, Kundry)

    Amfortas!... Die Wunde! Die Wunde!

    Grausamer! Fühlst du im Herzen nur and’rer Schmerzen

    Vergeh, unseliges Weib!

    DRITTER AUFZUG

    Entnimm nun seinem Haupt!... Wie dünkt mich doch die Aue heut so schön

    Ja, Wehe! Wehe! Weh' über mich!... Nur eine Waffe taugt

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Lieber 'Rheingold1876',


    Danke für das doppelte Posten des Inhalts der 'Gala'-Box hier und im Bernd-Aldenhoff-Thread. Du bist nun der Erste und Einzige, der die Details nennt! Gleichzeitig wirft das aber auch wieder neue Fragen auf:


    a) „Die Walküre“ mit Helena Braun (München, ohne Dirigent) – Helena Braun als Sieglinde ist neu (für mich), aber das Datum (19. 12. 1951) ist zweifelhaft.


    b) „Die Walküre“ mit Liane Synek als Brünnhilde (Wiesbaden 1959, ohne Dirigent) – das 'Melodram'-Doppelalbum von Liane Synek nennt den Dirigenten: Wolfgang Sawallisch!


    c) Das Gebet aus „Rienzi“ (vermutlich von 1949) ist nur in dieser 'Gala'-Box zu hören.


    d) Die 'Quellen' der Romerzählung („Tannhäuser“) und des Ausschnitts aus dem 'Liebesduett' („Lohengrin“) - beide unter Hans Knappertsbusch und ohne Datum – sind vermutlich 'hauseigene' Mitschnitte der Bayerischen Staatsoper. (Den „Tannhäuser“ dirigierte Knappertsbusch höchst selten!)


    Der Ausschnitt aus der "Götterdämmerung" vom 17. 2. 1957 ('Gala' übernimmt das falsche Datum 7. 2. 1957 von 'Melodram'), wie auch die Szene aus „Don Juan de Manara“ von Henri Tomasi und die Lieder von Hans-Hendrik Wehding, ist auch auf dem 'Melodram'-Doppelalbum von Bernd Aldenhoff zu hören.


    Übrigens gibt es auf dem 'Melodram'-Doppelalbum von Leonie Rysanek das 'Liebesduett' aus Verdis „Otello“ mt ihr und Bernd Aldenhoff in einer Aufnahme mit dem Orchester der Bayerischen Staatsoper unter Eugen Jochum von 1953.


    Carlo


    P. S. Diesen Beitrag poste ich auch im Thread "Vergessener Held - Bernd Aldenhoff".

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  • a) „Die Walküre“ mit Helena Braun (München, ohne Dirigent) – Helena Braun als Sieglinde ist neu (für mich), aber das Datum (19. 12. 1951) ist zweifelhaft.

    Lieber Carlo, kann es sein, daß dies eine Studioaufnahme (Orch. des. BR mit Jochum am Pult) ist? Dann wäre 1951 glaubhaft (auch wenn die Daten bei Melodram immer mit Vorsicht zu geniessen sind). So habe ich es zumindest in Erinnerung, aber ich versuche das genaue Datum zu finden.


    M_P

  • Lieber Maestro_Peter,


    das Datum 19. 12. 1951 wurde inzwischen vom Bayerischen Rundfunk bestätigt. Es ist eine Studio-Aufnahme aus dem Kongress-Saal des Deutschen Museums in München mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Eugen Jochum.



    Weiter geht es nun mit den Einzeltiteln mit Marianne Schech als Fortsetzung des Beitrags Nr. 43 – heute mit Opernausschnitten von Meyerbeer bis Verdi.


    Einige der nachstehend genannten Titel wurden von den Firmen 'Melodram' (Nr. 12 in der ersten Serie „25 Voci celebri della Lirica“ von 1981 / 2 LPs), 'Gala' („Marianne Schech – A Portrait“ von 2004 / 2 CDs) und 'Gebhardt' („Josef Metternich – Rare and Unreleased Recordings“ von 2008 / 3 CDs) veröffentlicht. Allerdings wurden die drei Duette vom WDR mit Josef Metternich („Cavalleria rusticana“, „Arabella“ und „Der Troubadour“) in einigen Rundfunk-Programmzeitschriften auch dem RIAS Berlin zugeschrieben.


    „Die Hugenotten“ (Giacomo Meyerbeer): O Gott, wo eilt Ihr hin? (mit Lorenz Fehenberger) / Die Münchner Philharmoniker / Hans Altmann (30. 5. 1952) (Bisher unveröffentlicht)


    „Die Afrikanerin“ (Giacomo Meyerbeer): Von hier seh' ich das Meer / Das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart / Alfons Rischner (1953) ('Melodram' und 'Gala')


    „Tosca“ (Giacomo Puccini): Nur der Schönheit weiht' ich mein Leben – Höre, nah ist die Stunde (mit Lorenz Fehenberger) / Die Münchner Philharmoniker / Rudolf Alberth (6. 6. 1952) (Bisher unveröffentlicht)


    „Turandot“ (Giacomo Puccini): In diesem Schlosse / Das Berliner Rundfunk-Sinfonieorchester / Kurt Striegler (1952) ('Melodram' und 'Gala')


    „Der Rosenkavalier“ (Richard Strauss): Marie Theres'... Hab' mir's gelobt, ihn lieb zu haben (mit Olga Moll und Lore Wissmann) / Das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart / Carl Leonhardt (1949) ('Melodram' und 'Gala')

    dto. (mit Erika Köth und Hertha Töpper) / Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Richard Kraus (24. 3. 1957) (Bisher unveröffentlicht)


    „Die Frau ohne Schatten“ (Richard Strauss): Szenenfolge (mit Leonie Rysanek, Lilian Benningsen, Josef Metternich, Carl Hoppe, Hans Hopf, Kurt Böhme u. a.) / Das Orchester der Bayerischen Staatsoper München / Rudolf Kempe (31. 8. 1954) (siehe Beitrag Nr. 23) ('Gala')


    „Arabella“ (Richard Strauss): Und du wirst mein Gebieter sein (mit Josef Metternich) / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Richard Kraus (15. 11. 1952) ('Gala' und 'Gebhardt')


    „Macbeth“ (Giuseppe Verdi): Dieser Flecken hir kommt immer wieder (mit Hanna Stolze-Fröhlich und Alfred Appenzeller) / Das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart / Hans Müller-Kray (März 1951) (siehe Beitrag Nr. 24) ('Melodram' und 'Gala')


    „Der Troubadour“ (Giuseppe Verdi): Vernehmet!... Befreit! O welche Seligkeit (mit Josef Metternich) / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Richard Kraus (15. 11. 1952) ('Gebhardt')


    „Aida“ (Giuseppe Verdi): Wieder war Euch das Los der Waffen feindlich (mit Georgine von Milinkovic) / Die Münchner Philharmoniker / Hans Altmann (29. 5. 1952) (Bisher unveröffentlicht)


    Carlo

  • Hier ist der dritte und letzte Teil mit den Einzeltiteln der Sopranistin Marianne Schech:


    a) Oper


    „Der fliegende Holländer“ (Richard Wagner): Johohoe! Traft ihr das Schiff im Meere an / Der Südfunk-Chor / Das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart / Alfons Rischner (1953) ('Melodram' und 'Gala')


    „Tannhäuser“ (Richard Wagner): Dich, teure Halle, grüß' ich wieder – Allmächt'ge Jungfrau! Hör mein Flehen / Die Staatskapelle Dresden / Karl Elmendorff (21. 9. 1944) ('Profil-Hänssler -Edition Staatskapelle Dresden, Vol. 23')


    „Die Walküre“ (Richard Wagner): Der Männer Sippe saß hier im Saal / Das RIAS-Symphonie-Orchester Berlin / Artur Rother (1952) ('Melodram' und 'Gala')


    „Die Walküre“ (Richard Wagner): Winterstürme wichen dem Wonnemond... Du bist der Lenz... Siegmund heiß ich! Und Siegmund bin ich! (mit Ludwig Suthaus) / Das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart / Hans Müller-Kray (1950) ('Preiser - Ludwig Suthaus: The Moscow Song Recital').


    dto.: Ein Schwert verhieß mir der Vater... Schläfst du. Gast?... Der Männer Sippe saß hier im Saal.... Winterstürme wichen dem Wonnemond... Du bist der Lenz... Siegmund heiß' ich! Und Siegmund bin ich! (mit Sebastian Feiersinger) / L' Orchestre National de la RTF / Dirigent: Carl Schuricht (Paris, Salle Pleyel, 18. 2. 1963). Zusammen mit Szenen aus der „Götterdämmerung“ 2012 bei 'Altus' in Japan auf zwei CDs erschienen – siehe unten.)


    „Siegfried“ (Richard Wagner): Heil dir, Sonne! Heil dir, Licht!... Ewig war ich, ewig bin ich... O kindischer Held! O herrlicher Knabe! (mit Wolfgang Windgassen) / Das Radio-Sinfoneorchester Stuttgart / Alfons Rischner (1953) Auf dem LP-Doppelalbum der 'Melodram' ist dieses Duett erst ab der Textstelle 'Ewig war ich, ewig bin ich' enthalten.


    „Götterdämmerung“ (Richard Wagner): Morgendämmerung – Zu neuen Taten, teurer Helde! - Siegfrieds Rheinfahrt – Brünnhilde! Heilige Braut! - Trauermusik – Starke Scheite schichtet mir dort (mit Sebastian Feiersinger) / L' Orchestre National de la RTF / Dirigent: Carl Schuricht (Paris, Salle Pleyel, 18. 2. 1963). Der Mitschnitt dieses Live-Konzerts des französischen Rundfunks wurde von der japanischen Firma 'Altus' 2012 zusammen mit der dritten Szene des ersten Aktes der „Walküre“ auf zwei CDs veröffentlicht.


    „Parsifal“ (Richard Wagner): Ich sah das Kind an seiner Mutter Brust / Das Orchester der Bayerischen Staatsoper München / Eugen Jochum (14. 4. 1957 oder 3. 11. 1957) (siehe die Beiträge ab Nr. 26) ('Melodram')


    dto. Ich sah das Kind an seiner Mutter Brust... Wehe! Wehe! Was Tat ich? Wo war ich?... Amfortas! Die Wunde!... Grausamer! Fühlst du im Herzen nur and'rer Schmerzen... Vergeh', unseliges Weib! (mit Bernd Aldenhoff) / Das Orchester der Bayerischen Staatsoper München / Eugen Jochum (3. 11. 1957) (siehe die Beiträge ab Nr, 26) ('Gala')


    „Euryanthe“ (Carl Maria von Weber): Unter ist mein Stern gegangen (mit Joan Sutherland) / The BBC Symphony Orchestra / Fritz Stiedry (30. 9. 1955) (siehe Beitrag Nr. 26) ('Melodram')


    „Oberon“ (Carl Maria von Weber): Ozean, du Ungeheuer / Das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart / Alfons Rischner (1957) ('Melodram' und Gala')


    b) Konzert


    „Glagolitische Messe“ (Leos Janácek): mit Marianne Schech, Hertha Töpper, William McAlpine und Kieth Engen / Anton Nowakowski (Orgel) / Der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Kurt Prestel / Dirigent: Eugen Jochum (München, Herkulessaal der Residenz, 1. 8. 1960, Konzertmitschnitt)


    „Die Kantate vom Leben“ (Rupert Riederer): (5 Sätze: Leben – Lust – Leid – Hast – Liebe / Text von Margarete E. Hohoff) Marianne Schech (Sopran) und Anton Gruber-Bauer (Bariton) / Die Chorgemeinschaft Rudolf Lamy / Die Münchner Philharmoniker / Kurt Striegler (München, Kongress-Saal des Deutschen Museums, 10. 9. 1957) (Gesendet u. a. am 13. 5. 2021 im 'Nachtkonzert der ARD'.)

    Von Rupert Riederer (1901 - 1970) gibt es auch eine „Kantate vom Tod“ für Soli, Chor und Orchester, die vom Bayerischen Rundfunk am 13. 11. 1953 im Kongress-Saal des Deutschen Museums in München mit dem Rudolf-Lamy-Chor und den Münchner Philharmonikern unter Jan Koetsier aufgenommen wurde; die Solisten waren Hanne Münch (Alt) und Anton Gruber-Bauer (Bariton).


    „Walther von der Vogelweide“ (Adolf Vogl): Zwei Lieder aus der nach dem Minnesänger benannten Kantate mit seinen Gedichten 'Frohsinn und Herzleid' und 'Unter der Linden' / Marianne Schech (Sopran) und Hendrikus Rootering (Tenor) / Die Münchner Philharmoniker / Kurt Striegler (München, Kongress-Saal des Deutschen Museums, 29. 5. 1957)

    Der Münchner Komponist und Musiklehrer Adolf Vogl (1873-1961), ein Sohn des berühmten Münchner Sängerehepaars Therese und Heinrich Vogl, geriet in den 20er Jahren in den 'Dunstkreis' Hitlers; dessen Nichte Geli Raubal er unterrichtete; später distanzierte er sich von den Nazis, was ihn aber nicht davor bewahrte, in der Nachkriegszeit zur 'Unperson' im Münchner Kulturleben zu werden.


    Abschließend sei noch auf die ungewöhnliche Freizeitbeschäftigung der für ihren bodenständigen Humor bekannten und von ihren Schülern sehr verehrten 'Frau Kammersängerin' hingewiesen: sie war Fotografin aus Leidenschaft und kannte sich auch mit den technischen Seiten dieses Hobbies hervorragend aus. Die bevorzugten Fotomotive der Försterstochter waren Tiere und die bayerische Landschaft. Eine Veröffentlichung ihrer Bilder oder gar eine Ausstellung hat sie aber immer bescheiden abgelehnt.


    Carlo