Leider gibt es nur zwei filmische Dokumente von Wieland Wagners Inszenierungen, die das belegen: „Die Walküre“ und „Tristan und Isolde“ aus Osaka 1967 (zwar erst nach seinem Tod dort aufgeführt, aber von seinem langjährigen Assistenten Hans-Peter Lehmann auf die Bühne gebracht.).
Lieber Carlo, beide Dokumente habe ich wieder ausgesondert. Es sind mehr Schattenspiele in Grautönen, die nach meinem Eindruck Wieland Wagner nicht gerecht werden. Der von lustein eingestellte "Holländer", der auch Jahrzehnte später nachgestellt scheint, geht gar nicht. Langweilig ist da noch die mildeste Kritik. Nichts altert so schnell wie Theaterinszenierungen. Selbst den Bayreuther "Ring" von Chereau, den ich für außergewöhnlich bedeutsam hielt, habe ich schon vor Jahren weggeben. Ich hatte das unangenehme Gefühl, aus einem Kleidungsstück herausgewachsen zu sein.
Auch die Schusterstube ist für mich so ein ganz schwieriger Fall:
Gute Fotos wie in diesem Band geben mir da viel mehr. Sie erfassen die Kunst des Regisseurs und seine Absichten vortrefflich:
