Paganini - Violinkonzerte

  • Was auch eine HIP-Einspielung in meinen Augen unmöglich macht.

    Das verstehe ich nicht. Man nehme Originalinstrumente resp. Nachbauten und improvisiere historisch informiert ...

    Ist das HIP oder kann das weg?

  • Ganz echt ist das also wohl nicht.

    Weil wir bei "echt" sind:

    Auch mit "alten Instrumenten" wird sich der "Paganini-Klang" wohl nicht rekonstruieren lassen. Paganini - er verwendete Guarnieris" hatte eine Lieblingsgeige, die er auf Grund ihres lauten Tones "Kanone" nannte. Dies erlaubte ihm, extrem dünne Saiten zu bespannen, die eben leiser klingen, aber andere Vorteile boten (siehe Wikipedia) Er verwendete einen speziellen langen Bogen, der nicht gekrümmt war, Auch das begünstigte spezielle Kniffe, die er anwandte (ebenfalls bei Wikipedia nachzulesen - wenn jemand was davon versteht. Dazu kommt, daß er sein Instrument (offenbar ein Banause in Sachen "historische Instrumente" :baeh01:) umbauen liess......

    mfg aus Wien

    Alfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • siehe Wikipedia

    Eben:


    Paganinis Spielweise


    An interessantesten davon ist das Umstimmen:


    Zitat
    Beim ausschließlichen Spiel auf der G-Saite war diese auf b hinauf gestimmt. In vom Orchester begleiteten Stücken in B-Tonarten wurde die Violine um einen Halbton höher gestimmt. Dadurch konnten auf der Violine die klangvollen Kreuztonarten gegriffen werden, während die begleitenden Streichinstrumente die matteren B-Tonarten griffen, so setzte sich die Solostimme vom Orchester ab.

    Ein ähnliches Verfahren ist schon bei Mozarts Sinfonia Concertante für die Bratsche bekannt: sie wurde in D-Dur statt in Es-Dur notiert und erhält die Anweisung: „accorda un mezzo tono più alto“.


    Vermutlich ist genau das der Grund, warum ich heute Violinkonzerten kaum etwas abgewinnen kann: sie setzen sich klanglich kaum vom (Streich-) Orchester ab. Das könnte durch Umstimmen und quasi transponierendes Spiel anders sein ...


    Man könnte so ein HIP-Projekt mal Dmitri Sinkovsky antragen; der hat m. E. das nötige Zeugs und Rockerblut ...

    Ist das HIP oder kann das weg?

  • Spohr hat die Frankfurter Erstaufführung von Paganinis Violinkonzerts d-Moll 1830 offenbar gehört und soll es als eine Mischung aus Genie, Infantilität und schlechtem Geschmack bezeichnet haben. Eigentlich spricht mich die Gattung der Violinkonzerte auch nicht übermäßig an (ganz anders bei Klavierkonzerten), aber für Paganini habe ich seit langem eine Schwäche. Vereinfacht gesagt, scheint es mir bei den seinigen keine langweiligen Stellen zu geben. Das, was vielfach als Effekthascherei beschrieben wird, löst bei mir durchaus Faszination aus. Vermutlich ist es schon auch, weil nicht bloß ein Streichorchester begleitet, die Orchestrierung ausgefallen daherkommt. Z.B. setzt er im 1. VK nicht nur 2 Hörner, 2 Trompeten, 3 Posaunen und Pauken ein, sondern zudem Cimbasso und Banda turca (Große Trommel und Becken), im 2. VK Große Trommel, Serpent und Glocke. Und ja, durch die nun komplett gehörte, sehr gelungene Originalklang-Interpretation des 4. VK würde ich mir auch eine Gesamteinspielung der sechs Konzerte mit solchem Instrumentarium wünschen.

    »Das ist sehr groß, ganz toll! Man möchte sich fürchten, das Haus fiele ein.«

    – Goethe über den Kopfsatz der 5. Sinfonie von Beethoven

  • Und ja, durch die nun komplett gehörte, sehr gelungene Originalklang-Interpretation des 4. VK

    Ich meine, im Finalsatz einen Dreiwinkelklangerzeuger gehört zu haben?

    Ist das HIP oder kann das weg?

  • Ist Paganini out? Jeder kennt den Namen, aber das war es dann. Man findet ihn auch nur noch selten in Konzertprogrammen.

    Ich würde sagen, dass Paganini, zumindest hier im Forum, soweit ich das überblicken kann, noch nie wirklich "in" gewesen ist. Wer hört ihn denn hier? Selbst die berühmten Capricen für Solo-Violine haben unter den Taminos Seltenheitswert. Und von den Violinkonzerten kaufen hier auch höchstens mal das erste oder das zweite. Und das war's dann auch schon. Der Mann hat einfach kompositorisch zu wenig hinterlassen, was eine größere Zuhörerschaft nach sich ziehen würde: es fehlen Symphonien, Klavierkonzerte bzw. -sonaten, Opern oder effektvolle geistliche Musik oder oder oder ....


    Grüße

    Garaguly

  • Ich meine, im Finalsatz einen Dreiwinkelklangerzeuger gehört zu haben?

    Das überfragt mich. IMSLP gibt ausgerechnet beim 4. VK keine genaue Instrumentierung an, nur "violin, orchestra". Auf die Schnelle fand ich da auch nichts im Netz.

    Und von den Violinkonzerten kaufen hier auch höchstens mal das erste oder das zweite.

    Wenn ich das recht überblicke, gibt es diese beiden einigermaßen häufig auf Tonträger. Um die restlichen ist es mau bestellt.


    Hier noch eine neuere Gesamtaufnahme (allerdings auch schon zwei Jahrzehnte alt):


    »Das ist sehr groß, ganz toll! Man möchte sich fürchten, das Haus fiele ein.«

    – Goethe über den Kopfsatz der 5. Sinfonie von Beethoven

  • Der Mann hat einfach kompositorisch zu wenig hinterlassen, was eine größere Zuhörerschaft nach sich ziehen würde: es fehlen Symphonien, Klavierkonzerte bzw. -sonaten, Opern oder effektvolle geistliche Musik oder oder oder ....

    Eine Sinfonie von Paganini stelle ich mir höchst unterhaltsam vor. Ein echtes Desiderat. 8-) Vielleicht erarbeitet mal jemand aus Material der Violinkonzerte eine solche. :pfeif:

    »Das ist sehr groß, ganz toll! Man möchte sich fürchten, das Haus fiele ein.«

    – Goethe über den Kopfsatz der 5. Sinfonie von Beethoven

  • Da braucht es also einen Japaner und ein australisches Ensemble, um das möglich zu machen. Verrückt.

    Nunja, Shunske Sato ist auch Konzertmeister des Concerto Köln und der Netherlands Bach Society. Da wundert es umso mehr, daß noch kein Paganini auf dem Markt ist ...

    Ist das HIP oder kann das weg?

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  • Nunja, Shunske Sato ist auch Konzertmeister des Concerto Köln und der Netherlands Bach Society.

    Shunske Sato war mir bisher tatsächlich komplett entgangen. Offenkundig ein Versäumnis. Vielleicht ist ja auch von ihm noch etwas in Sachen Paganini zu erwarten.

    »Das ist sehr groß, ganz toll! Man möchte sich fürchten, das Haus fiele ein.«

    – Goethe über den Kopfsatz der 5. Sinfonie von Beethoven

  • Da dürfte der Guitarrenpart vielleicht sogar authentisch sein

    Da gibt's das mal auf die Ohren:



    Gefällt mir gut, wäre da nicht zu viel Hall.

    Ist das HIP oder kann das weg?

  • Eben bei jpc entdeckt. Das VK wird von Heinz Wallberg dirigiert. Immerhin so ein höchst versierter Kapellmeistertyp, der wusste wie's geht. Die rumänische Solistin ist mir unbekannt. Aber ich bin geneigt, mir diese Aufnahme zuzulegen.



    Grüße

    Garaguly

  • Die rumänische Solistin ist mir unbekannt.

    Cornelia Vasile (1947-2010) galt um 1970 als Entdeckung in Sachen Paganini. Die DG spielte einige der Capricen mit ihr ein. Es wurde dann allerdings rasch wieder still um sie, nachdem sich gesundheitliche Probleme eingestellt hatten (offenbar ein Suizidversuch in den 70er Jahren). In den 80ern fungierte sie eine Zeitlang als Konzertmeisterin des Symphonie-Orchesters Graunke in München (seit 1990 bekannt als Münchner Symphoniker). Fast vergessen ist sie mit 63 Jahren verstorben.


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    »Das ist sehr groß, ganz toll! Man möchte sich fürchten, das Haus fiele ein.«

    – Goethe über den Kopfsatz der 5. Sinfonie von Beethoven

  • Von Ray Chen mal der Direktvergleich in "moderner" Stimmung, und einer in Paganini-Art gestimmter Violine, und warum es so schwer ist den authentischen Ton zu treffen:


    Ich sitze im kleinsten Raum des Hauses und habe ihre Kritik vor mir.

    Bald werde ich sie hinter mir haben :baeh01: (Max Reger)

  • Shunske Sato war mir bisher tatsächlich komplett entgangen. Offenkundig ein Versäumnis.

    Genau. Deren „vier Bahnhöfe“ gehören nicht zu den unbekanntesten und schlechtesten und gehören gehört:



    Offenbar aber hält der ICE (Inter-Composer's-Express) „Concerto Köln“ auf dem Weg von Vivaldi zu Wagner nicht an jeder Milchkanne; oder jemand hat es versäumt, den Halteknopf an der Station Paganini zu drücken (was hiermit explizit nachgeholt wird - im Zweifel die Notbremse ziehen, bevor sie bis Stockhausen durchrauschen).

    Ist das HIP oder kann das weg?

  • Wer hört ihn denn hier

    Ich zum Beispiel

    Der Mann hat einfach kompositorisch zu wenig hinterlassen, was eine größere Zuhörerschaft nach sich ziehen würde

    Ohh: Da gibt es andere, die wesentlich weniger hinterlassen haben und bejubelt werden.

    Was man Pagaini heute vorwirft, das ist eigentlich seine Stärke.

    Das habe ich heute am Beispile herausgefunden, und es wirde auc - wenngleich negativ bewertet von seinem Zeitgenossen und Konkurrenten schriftlich festgehalten. Bei Paganini spielt einerseits die Interpretation eine entscheidende Rolle, eine gewisse Bereitschft des Solisten auf "show" zu spielen und sich duch "bamnale" aber wirkungsvolle Gags die Bewunderung des Publikums zu gewinnen.

    Spohr vermochte und wollte das nichr - ein Langweiler IMO. Perlman (und auch das ihn begleitende Orchester vermögen die Brillianz und auch die "billigen Effekte (die allerdings nicht "billig sind" wirkungsvoll hervorzuarbeiten. So Interpreten nicht dazu bereit oder in der Lage sind, bleiben eher schwache Werke zurück. Paganini war sich dessen sicher bewusst und versteckte deshalb die Noten, ER konnte das Publikum blenden - Spitzengeiger indes nicht....


    mfg aus Wien

    Alfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • Ich werde mich in den nächsten Tagen eingehender mit Paganinis Violinkonzerten befassen, meine diesbezügliche Sammlung ist groß genug.

    Vermutlich werde ich immer der Perlman- Einspielung den Vorzug geben, weil sie für mich prägend war. Nicht verschweigen sollte man, das hervorragende Orchester, daß bei eller Wucht und Brillianz niemals die Solisten übertönte, sondern klangschön und wunderbar durchhörbar blieb. Auch der Anteil des Dirigenten, Lawrence Foster (heute 84) sollte nicht verschwiegen werden....

    Eine Referenzaufnahme, wo ich bedaure, daß keine Serie daraus wurde....

    Die Aufnahme ist inzwische gestrichen, nur als LP erhältlich.


    mfg aus Wien

    Alfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • Die Aufnahme ist inzwische gestrichen, nur als LP erhältlich.

    Und dankenswerterweise bei diversen Streaming-Anbietern, dort sogar hochauflösend (24 Bit/ 96 khz), was die Violine noch brillanter strahlen lässt.

    Ich sitze im kleinsten Raum des Hauses und habe ihre Kritik vor mir.

    Bald werde ich sie hinter mir haben :baeh01: (Max Reger)

  • Banner Strizzi
  • Und dankenswerterweise bei diversen Streaming-Anbietern, dort sogar hochauflösend (24 Bit/ 96 khz), was die Violine noch brillanter strahlen lässt.

    Ich besass seinerzeit die LP. Die klang in der Tat etwas strahlender als die CD-Verion. Denn die wurde mit der technik dieser jahre digitalisiert.-Kein 24 Bit, kein Remastering -nix. Eine spätere - technisch verbesserte - Neuauflage hat offenbar nicht stattgefunden....:(


    mfg aus Wien

    Alfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • Nochmal das e-moll Konzert in seiner Urform:



    Luca Fanfoni (Violine)

    Fabrizio Giudice (Gitarre)



    Die Guitarre ist wunderbar, aber das Gequietsche geht mir ehrlich gesagt auf den Sack! Selbst, wenn es sich um Paganinis Geige handelt; ganz offenbar wohnt er nicht darin ...

    Ist das HIP oder kann das weg?

  • Für PAGANINIs Violinkonzert Nr. 1, op. 6 gibt es für mich gleich zwei Referenzaufnahmen: Es sind dies RUGGIERO RICCI mit dem LONDON SYMPHONY ORCHESTRA unter der Leitung von ANTHONY COLLINS, und VICTOR TRETJAKOW mit dem SINFONIEORCHESTER DER MOSKAUER STAATLICHEN PHILHARMONIE unter NESME JÄRWI. RICCI ist neben SALVATORE ACCARDO auch mein Favorit für das Violinkonzert Nr. 2 op. 7 "La Campanella" In den fünfziger/sechziger Jahren war RUGGIERO RICCI die absolute Nummer 1, wenn im Rundfunk die Violinkonzerte PAGANINIs ertönten. Der etwa 20 Jahre jüngere SALVATORE ACCARDO folgte dann RICCI als großartiger PAGANINI-Interpret nach, der besonders mit dem Violinkonzert Nr. 2 glänzte. Ab 1970 war dann der junge russische Geiger VICTOR TRETJAKOW für viele PAGANINI-Liebhaber der neue Geiger-Star.

    Aber auch wenn man kein wirklicher PAGANINI-Freund ist, kann man sich kaum der Geigenspiel-Kunst dieser drei Geiger entziehen. RICCI spielt beide Konzerte nicht süßlich und elegant, sondern hart und obstinat, und er verblüfft dabei mit allen denkbaren technischen Raffinessen, so daß man meint, den echten früheren Hexenmeister PAGANINI spielen zu hören. Er spielte auch seine z. T. mit atemberaubenden technischen Schwierigketen gespickten 24 Capricci op. 1 m Konzertsaal, vor denen sich selbst renommierte Geiger durchaus fürchten. RICCI galt wie MENUHIN als Wunderkind und wurde zunächst in den USA, dann auch in Europa mit seinem Spiel frenetisch gefeiert. und man sagt, daß er mit seinen Auftritten mehr Geld verdiente als der amerikanische Präsident. FRITZ KREISLER war von RICCI derart begeistert, daß er sich sogar zu de Äußerung hinreißen ließ, daß RUGGIERO RICCI der größte musikalische Genius seit MOZART sei. RICCI selbst erklärte, daß er von PAGANINI weitaus mehr gelernt habe als von all seinen Lehrern. Als Experiment und Nachweis spielte er bei der DGG 15 verschiedene Stücke PAGANINIs auf 15 verschiedenen Geigen ein, um zum Ausdruck zu bringen, welche Klangfarben dessen Musik zuläßt. Trotzdem war er kein geigerischer Draufgänger, der Virtuosität über alles stellte, sondern er verfügte neben einer nahezu unfehlbaren Grifftechnik über ein großes Stilgefühl und eine vielfältige Ausdruckspalette, die es ihm erlaubte auch ganz anders geartete Musik äußerst differenziert zum Ausdruck zu bringen. So spielte er in Solokonzerten häufiger BACH als PAGANINI, und seine Decca-Einspielung des Violinkonzertes op. 35 von TSCHAIKOWSKY, und des Violinkonzertes op. 53 von DVORAK mit dem LONDON SYMPHONY ORCHESTRA unter SIR MALCOLM SARGENT wurde mit hervorragenden Kritiken bedacht.


    Ähnlich brillant ist die Einspielung des 1.Violinkonzertes durch VIKTOR TRETJAKOW, der 1966 mit 20 Jahren beim MOSKAUER TSCHAIKOWSKY-WETTBEWERB unter 250 Bewerbern aus 38 Ländern den 1. Preis errang. DAVID OISTRACH, äußerte als Jury-Vorsitzender staunend: "Mit Leichtigkeit überwindet er die außerordentlichen Tücken des Paganini-Konzerts" Als Geigensolist spielte er mit fast allen großen Orchestern der Welt und unter Dirigenten von Rang und Namen. Eine seiner Glanzleistungen ist wowhl seine Einspielung von PAGANINIs Violinkonzertes Nr. 1 , mit dem er auch zuvor beim TSCHAIKOWSKY-Wettbewerb den Sieg davontrug. Dieses

    Konzert hat man wohl kaum jemals von anderen Geigern - RUGGUERI RUCCI ausgenommen - mit so mitreißendem Schwung und höchster Musikalität in so brillanter Grifftechnik gehört. Sein Spiel ist auch gekennzeichnet durch eine seltene Nuancierung, Intensität und Anspannung, wie auch stets durch äußerste Präzision und Prägnanz. Er erhielt auch viele Auszeichnungen, wie u. a. den VERDIENSTORDEN DES LANDES RUSSLAND, den SCHOSTAKOVITSCH-PREIS, und den GLINKA-PREIS. TREJAKOW spielt eine "Niccolo Galgiano Geige" von 1772.


    SALVATORE ACCARDO ist für mich neben RUGGIERO RICCI mit dem LONDON SYMPHONY ORCEHESTRA der geniale PAGANINI-Interpret seines Violinkonzertes Nr. 2 op. 7 "La Campanella". Sein Spiel ist schlichtweg umwerfend, und das LONDON PHILHARMONIC ORCHESTRA unter CHARLES DUTOIT hält sich trotz seiner Qualitäten diskret zurück, um dem Solisten den gebührenden Auftritt zu verschaffen. ACCARDO war einst Primarius von "I MUSICI", und Die Welt" schrieb danals über ihn: "Sämtliche Finger- Hand- und Armgelenke sind ff-geölt, das heißt, für Geigen-Fans ist es eine pure Lust , so perfekter Instrumentaltechnik zuzuhören". Und die "Süddeutsche Zeitung" urteilte über ihn:"Was ACCARDO an schier unfaßbarer technischer Finesse zu bieten hat, versetzte die Zuhörer in einen Taumel des Entzüückens." Seine Bogentechnik galt für viele als unerreicht. Sein Spiel ist maskulin, jeglichen süßlichen und sentimentalen Schmelzes abhold. Schon mit 13 Jahren brillierte er mit PAGANINIs "Capricci" , und nach seinem Gewinn des erstmals in Genua ausgetragenen PAGANINI WETTBEWERBS durfte er auf PAGANINIs legendärer Guarneri-Geige, der "Kanone" spielen.


    Die Aufnahmen dieser drei verblüffenden Virtuosen könnten vielleicht dazu beitragen, daß auch PAGANINI-"Verschmäher" etwas Interesse an dieser Musik entwickeln.


    wok





  • Ergänzend zu meinem Bericht Nr. 53 hier noch die komplette Aufnahme des Konzertes mit VICTOR TRETJAKOV



    wok