CD-Rohlinge - welche sind gut, welche nicht?

  • Zitat

    Original von Michael Schlechtriem
    Da gibt es für mich nur eins:
    Die entsprechenden LPs gebraucht neukaufen.......die Dinger halten...............


    Lieber Micha,


    Genau dieselbe Erfahrung hatte ich auch. Darum versuche ich (bis jetzt vergeblich) das Doppelkonzert (V+K) von Pixis wieder zu bekommen.
    Leider wurde das bis jetzt nur auf LP ausgebracht.


    LG, Paul

  • Verbatim sind tatsächlich sehr gut, egal ob als CD oder DVD - minus R.
    Ich bevorzuge inzwischen bedruckbare, so bekomme ich Bildchen aus
    Mantua, Basel usw. auf den Rohling mit entsprechender Beschriftung.
    Canon-Drucker können das, ich habe 2 davon. Das von mir früher
    bevorzugte Draufkleben von CD- bzw. DVD-Etiketten habe ich eingestellt,
    da das Papier im Player zu heiß wird und sich lösen kann. Dann kann es
    passieren, das die Player-Schublade klemmt.


    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"


    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Hallöchen zusammen!


    Ich frage mal so einfach in die Runde, ob jemand die Sony-Rohlinge mit der Aufschrift "CD-R AUDIO" undl "80 - CRM80" kennt? Ersatzweise auch die TDK-Ware mit der Aufschrift "High Capacity Recordable 800 MB".


    Ich sah die vor ein paar Tagen in einem auswärtigen Geschäft und wurde auf Fragen informiert, daß es sich um Rohlinge mit einer Spieldauer von 90 Minuten handelt.


    Kennt die jemand? Gibt es User mit Erfahrung dieser Ware?


    LG

    .


    MUSIKWANDERER

  • Hallo musikwanderer,


    ich habe mir mal vor längerer Zeit 10Stück PLATINUM CD-R 800MB gekauft. Diese halte ich bereit, wenn ich mal besonders viel auf eine CD-R drauf haben will. Zum Beispiel um eine MP3-CD (für den Urlaub) herzustellen. Oder eine besonders lange AUDIO-CD, wenn man eine Doppel-CD auf eine CD-bringen will (Beispiel: Smetana-Vaterland mit Levine passt dann auf eine CD-R !).


    In der Regel kommt dies jedoch selten vor und man kommt zum reinen kopieren generell mit den CD-R 700MB bestens zurecht.
    Meine 10Stück CD-R 800 sind daher auch noch immer nicht alle aufgebraucht (in der Zeit vom Kauf bis jetzt habe ich bereits die 3. 50er-Spindel CD-R 700 angefangen ...)


    :!: Man sollte auch beachten, das einige CD-Player eine 90Minuten-CD-R gar nicht lesen können ! Meine SONY-Player (Festgeräte und Portabel) haben allerdings alle keine Probleme damit.



    Zum Thema CD-R AUDIO:
    Ich halte das für "Verarsche am Kunden". Die mit CD-R AUDIO bezeichneten CD-R sind keinen deut besser als normale CD-R und bringen null Vorteile. Nur dem Händler/Firma Geld in die Kasse, da sie erheblich teurer sind.
    Es gab in der Anfangszeit der CD-Brenner mal HIFI-CD-Brennstationen, die nur diese teuren CD-R AUDIO gefressen haben (aber auch dafür gab es Tricks: ;) Man steckte vor dem Brennvorgang eine für das Gerät gewünschte CD-R AUDIO hinein, damit es die "richtige "CD-R AUDIO erkennt, öffnete die Schublade und wechselte diese gegen eine preiswerte CD-R aus und der Brennvorgang konnte begionnen ! )
    Heute ist die tasächliche Anwendung von CD-R AUDIO eigendlich sehr selten bis absolut unnötig geworden.



    Welche CD-R sind gut:
    Ich verwende seit Jahren PLATINUM CD-R und bin mit den störungsfreien Ergebnissen und auch klanglich voll zufrieden. Einer Empfehlung von Michael Schlechtriem bin ich ebenfalls nachgekommen, der FUFI CD-R verwendet. Auch diese sind genau so gut und sollen offenbar sehr langlebig sein ... mal abwarten.


    In der Anfangszeit der Brennpolitik habe ich BASF CD-R gekauft ( :D ich war von Anfang an dabei). Auch diese haben sich relativ gut gehalten, sind aber temperaturempfindlich (im Auto gelagerte haben bereits Störungen). Ich habe den Eindruck, dass PLATINUM in dieser Hinsicht und allgemein haltbarer sind als die BASF aus der Anfangszeit ! Ich hatte BASF gewählt, weil ich ich aus alten Tonband-und Cassetten-Aufnahmezeiten (lange ist´s her) vertrauen zu dieser deutschen Qualitätsfirma hatte.
    Seit Jahren kaufte ich jetzt nur noch PATINUM und FUJI.



    Welche CD-R sind nicht gut:
    Ich hatte auch mal von Aldi Tevion CD-R gekauft. Mit diesen bin ich nicht zufrieden, denn diese haben heute bereits Störungen. Auch beim Brennvorgang zeigte sich, dass bereits einige Fehlexemplare dabei waren.
    Ich habe diese Störungen bereits ausmerzen können indem ich diese fehlerhaften Tevion CD-R auf Platinum CD-R neu gebrannt habe: Die Fehlererkennung des PC-Brenners hat dabei die vorhandenen Fehler eliminiert, die der CD-Player beim abhören moniert hatte !

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Hallöchen teleton!


    Das war doch mal eine gute Information für mich - für die ich mich auch artig bedanke! :hello:


    Zitat

    ich habe mir mal vor längerer Zeit 10Stück PLATINUM CD-R 800MB gekauft. Diese halte ich bereit, wenn ich mal besonders viel auf eine CD-R drauf haben will.


    Ebend! Genau daran dachte ich ja auch, zumal die von Dir genannte Befürchtung, daß nicht jeder Player diese Rohlinge lesen kann, auf meine Geräte nicht zutrifft. Ich will noch bemerken, daß ich nicht selber brennen kann, sondern immer brennen lasse. Und da habe ich je eine Figaro- und eine Don-Giovanni-Aufnahme von einem Freund überspielt bekommen, die auf zwei dieser Platten passten. Und das macht es für mich interessant.


    Herzliche Grüße

    .


    MUSIKWANDERER

  • ist zwar lange her......
    ich nutze auch nur noch Tayo Yuden - inzwischen problemlos erhältlich als JVC :
    JVC CD-R 700MB 52X CAKE CD-R80HS100


    auch dvd s gibt es von T Y - die sind "goldig" - aber ob hier wirklich gold verarbeitet wird entzieht sich meiner kenntnis.


    gruss


    kalli

    Gruss aus Bruchsal


    Karl-Heinz

  • Ich archiviere nur noch auf CD-RW und DVD-RW von Verbatim.Dabei benutze ich die niedrigste Brenngeschwindigkeit.RW hat den Vorteil,daß man auch löschen und neu aufnehmen kann.
    Ich meine gelesen zu haben,daß die RW Datenträger länger haltbar sein sollen als R-Datenträger.
    Für den täglichen Kopiergebrauch benutze ich billige CD-R/DVD-R von Aldi,da macht es mir nichts aus,wenn die Scheiben in 1-2 Jahren nicht mehr lesbar sein sollten.


    Ich kaufe auch die CD-R bei Aldi, schon seit etlichen Jahren. Sie sind vielleicht nicht außergewöhnlich gut, aber sicherlich auch nicht sonderlich schlecht, und sie halten länger als 1-2 Jahre, wenn man sie ordentlich behandelt. Sie sind so billig, daß ich mir keine Mühe damit mache, CDs zu löschen und neu aufzunehmen. Sie sind mein "workhorse" für alle Arten von Zusammenstellungen. Und mir ist nicht so ganz klar, inwieweit scheinbar unterschiedliche Qualität von Digitaldaten in das Reich des Voodoo gehören....

  • Zu diesem Thema hatte ich einen Thread eröffnet im Hifi-Forum von David Messinger:


    http://www.hififorum.at/forum/showthread.php?t=5541


    Ich konnte damals nicht ahnen, was für ein lächerlicher "Weltanschauungskrieg" aus meinem ganz pragmatischen Anliegen erwachsen ist. Hinterher ist man halt schlauer. Fazit: Die Klangunterschiede gibt es, sie sind allerdings längst nicht so erheblich wie die zwischen Kabeln und der Hörvergleich erfordert sehr viel Konzentration. Der technische Grund ist wohl, daß die Elektronik des CD-Spielers auf verschiedene Rohlinge anders reagiert.. Da hilft letztlich nur: ausprobieren!


    Beste Grüße
    Holger

  • Ich konnte damals nicht ahnen, was für ein lächerlicher "Weltanschauungskrieg" aus meinem ganz pragmatischen Anliegen erwachsen ist. Hinterher ist man halt schlauer. ...


    Nun, über dieses Thema lässt sich trefflich streiten. Ich habe mir nur die ersten Postings des verlinkten Threads angeschaut und kann jetzt natürlich nicht wissen, ob meine Empfehlungen nicht schon längst vorweggenommen wurden:


    Für die bestmögliche Erstellung einer Audio-CD würde ich mir einen externen Plextor-Brenner besorgen. Und zwar nicht die portable Version (Slimline-Laufwerk mit Stromversorgung über USB), sondern das 5,25"-Laufwerk im externen Gehäuse. Zum Auslesen gelten die Plextools eigentlich noch immer als das Non-Plus-Ultra, man kann damit vermutlich auch brennen, aber es gibt einige gute Freeware-Brennprogramme, bei denen man die Brenngeschwindigkeit einstellen kann. Sowohl beim Lesen als auch beim Brennen sollte man mit relativ geringen Übertragungsraten arbeiten. Dies und die Auswahl der Rohlinge ist dann ein empirischer Prozess des Versuchens, um einen guten Kompromiss zwischen Klangqualität und Zeitaufwand zu finden.


    :hello:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!


  • Banner Strizzi
  • CD-Rohlinge verschieden gut? Sie unterscheiden sich nicht zuletzt durch den mechanischen Brennvorgang. TDK hatte sich vor Jahren ein Verfahren zur Optimierung der Spurführung des Lasers beim Brennen patentieren lassen. Das wirkt sich beim Abspielen im CD-Spieler u.a. so aus, daß die Fehlerkorrektur weniger arbeiten muß. Ein anderer Punkt ist die Optimierung der Rohlinge für verschiedene Brenngeschwindigkeiten. Ältere Hifi-CD-Brenner arbeiten optimal mit 1:1 Geschwindigkeit, Computerbrenner sind für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt. Für den jeweiligen Brenner nicht optimierte CD-Rs können quasi verbrannt werden, indem der Laser die Löcher unsauber brennt wie bei weichem Wachs, das man zu lange mit einer heißen Lötlampe bestrahlt. Es geht also nicht nur um die digitale Datenübertragung, wo "Fehler" passieren können und entsprechend klangliche Abweichungen entstehen.


    Beste Grüße
    Holger

  • Lieber Holger, Du hast die entscheidenden Dinge dargestellt. Danke!


    Hier geht es nicht um Philosophie, hier geht es einzig um Physik mit einem Schuss Chemie. Ich habe auch etliche Jahre über das Rohling-Problem nachgedacht und alle möglichen Produkte und Brenner ausprobiert. Inzwischen bin ich bei der externen Festplatte. Das heißt, ich benutze nicht nur eine Festplatte, der Sicherheit halber ist das Archiv (keine offiziellen Industrieaufnahmen sondern nur die eigenen Quellen) dreifach vorhanden und wird ständig synchronisiert. Ob das für die Ewigkeit reicht, wird sich zeigen. ;)


    Nachdem offenbar wurde, dass auch offizielle Labels auf Billigprodukte zurückgreifen und die angebotenen CDs einfach nach Bedarf brennen und nicht einmal mehr versiegeln, bin ich noch skeptischer geworden was Rohlinge anbetrifft.


    Einen Gruß zum Sonnabend von Rheingold

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent