Ernst Kozub - einer der letzten, großen Heldentenöre

  • Lieber KUS,
    das ist eine sehr gute Nachricht; da bin ich mal gespannt, was es alles zu entdecken gibt...
    Ich konnte ihn noch live hören, wer könnte das je vergessen...

  • Hallo Kozub-Fans,


    3 Boxen mit je 3 CD beim Hamburger Archiv erschienen. Für Kozub-Fans höchst interessant.


    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Ja, die werde ich mir wohl zulegen, obwohl ich schon eine Menge Aufnahmen von Kozub habe. Ich muß dann in Kauf nehmen, Einiges doppelt zu besitzen. Aber ich glaube das ist die Sache wert! Wie ich sehe, sind da auch einige Raritäten bei.


    Gruß Wolfgang

    W.S.

  • Solti war sein Bewunderer und Förderer. Er wollte den "Ring" mit ihm aufnehmen, zu dem es aber aus mir unbekannten Gründen nicht kam. Es verlautete damals nur, Kozub sei "unzuverlässig" gewesen, was auch immer das heißen mag.

    Es waren keine Alkoholprobleme. Solti hat sich betreffend Ring-Aufnahme dazu selbst geäußert. Kozub hatte großes Lampenfieber, entweder hatte er die Musik (Töne) drauf oder aber den Text. Leider nicht immer beides zusammen. Das schmälert aber die Leistung dieses großartigen Tenors in keiner Weise, zumal von Solti aus seiner Frankfurter Zeit auch der Satz stammt, Kobzubs Stimme sei eine Mischung von Lorenz Fehenberger und Placido Domingo. Ein Lob aus berufenem Munde.


    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Das ganze Ringensemble hätte gerne Ernst Kozub als Mitwirkenden gehabt. Windgassen war bereits auf vielen anderen Aufnahmen vertreten. Er bekam vielleicht aus Lampenfieber die Partie einfach nicht in den Griff. Wie Gottlob Frick erzählte, versuchten Birgit Nilsson, Frick und sogar Fischer-Dieskau Kozub zu helfen. Bei Aufnahmeterminen ist Zeit jedoch Geld und so mußte Kozub trotz all seiner stimmlichen Qualitäten schließlich aufgeben und ersetzt werden. Schade, er wäre sicherlich ein großartiger Siegfried geworden. Mit einem "neuen" Tenor hätte der Solti-Ring noch eine weitere spektakuläre Facette dazu gewonnen.
    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Der Fairness und der Korrektheit willen muss hier noch ergänzt werden, dass es bei den Aufnahmen zum Solti-Ring auch mit Windgassen Probleme gab. Der große Tenor hatte im Laufe der Jahre ein fast unmerkliches Sparsystem entwickelt. Das funktionierte so: Hohe ausgehaltene Töne wurden verkürzt , indem der Tenor auf den Anfangs- und Schlusskonsonanten so lange wie möglich verharrte. Dadurch wurde der geungene Vokal deutlich kürzer und kostete spürbar weniger Kraft. Birgit Nilsson beschreibt dies in ihrem Buch "La Nilsson" auf den Seiten 352/353. Natürlich funktionierte der Trick bei Solti nicht und es musste lange und mühevoll trainiert werden bis alle Notenwerte korrekt waren. Laut Nilsson hätte Windgassen aber nach der Korrektur so großartig geklungen wie nie zuvor.
    Die Beispiele Kozub umnd Windgassen zeigen, welchen Anforderungen und Herausforderungen sich sogar weltweit erfolgreiche Tenöre stellen müssen.
    Herzlichst
    Operus

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  • Ja, die werde ich mir wohl zulegen, obwohl ich schon eine Menge Aufnahmen von Kozub habe. Ich muß dann in Kauf nehmen, Einiges doppelt zu besitzen. Aber ich glaube das ist die Sache wert! Wie ich sehe, sind da auch einige Raritäten bei.

    Lieber Wolfgang,


    ich kann Dir den Kauf nur empfehlen. Hochinteressant ist z. B. CD 9 mit "'Gesängen der Synagoge", auch die Heide-Lieder (nach Löns) hatte ich von Ernst Kozub vorher noch nie gehört.


    Gruß
    Manfred

    "Menschen, die nichts im Leben empfunden haben, können nicht singen."
    Enrico Caruso


    "Non datemi consigli che so sbagliare da solo".
    ("Gebt mir keine Ratschläge, Fehler kann ich auch allein machen".)
    Giuseppe di Stefano

  • Hallo, Manfred!


    Ich tue mich da etwas schwer, da ich schon sehr viel von Kozub habe. Genau wie von Wunderlich, von dem mir kaum etwas fehlt. Vieles hätte ich dann wohl doppelt. Na ja, dann muß ich mir wohl einen Ruck geben. Hast Du die Rheinlieder mit Kozub. Wunderbar!



    Gruß Wolfgang

    W.S.

  • Hast Du die Rheinlieder mit Kozub. Wunderbar!


    Hallo Wolfgang,


    die Kozub-Edition bei HAFG beinhaltet auch die Rheinlieder. Wirklich tolle Aufnahmen, ich hatte sie vorher noch nicht von ihm gehört.


    Gruß
    Manfred

    "Menschen, die nichts im Leben empfunden haben, können nicht singen."
    Enrico Caruso


    "Non datemi consigli che so sbagliare da solo".
    ("Gebt mir keine Ratschläge, Fehler kann ich auch allein machen".)
    Giuseppe di Stefano

  • Vor über 10 Jahren trafen sich in Düsseldorf einige Freunde und beschlossen, dem damals fast vergessenen, schon 1971 mit gerade mal 48 Jahren verstorbenen Tenor eine Art Denkmal zu setzen.


    Mehrere Jahre wurde aus privaten Sammlungen alles über den Sänger zusammengetragen, was von Interesse war (oder auch nicht). Ich selbst war mehr oder weniger mit der Discogaphie beschäftigt und habe u.a. auch die "Rheinischen Lieder" sowie die "Jüdischen Gesänge" ausgegraben, ebenso "Alt Heidelberg".
    So entstand der Band 72 der Heftreihe "Stimmen, die um die Welt gingen..."


    Am Anfang dieses Threads habe ich schon mal darüber geschrieben:


    Ernst Kozub - einer der letzten, großen Heldentenöre


    Damals, im Dezember 2002, gab es zum Heft eine von uns zusammengestellte Doppel-CD, auf dem diese Raritäten zu hören waren.
    Soviel ich weiß, ist das Buch inzwischen vergriffen, eine Neuauflage wohl kaum in Sicht.
    So hatten die Leute von HAfG leichtes Spiel, der Weg war ja bereitet.
    Wirklich Neues haben die allerdings für teures Geld auch nicht zu bieten.


    Das, was mir selbst noch in meiner Sammlung fehlt, gibt es da auch nicht.


    LG


    ;)

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Lieber Harald!


    Gut, daß ich das weiß! Denn ich zögerte noch, weil ich auch fast alles von Kozub habe. Ich kaufe mir dann lieber andere Aufnahmen, ehe ich mir was doppelt hole.




    Gruß Wolfgang

    W.S.



  • Jetzt habe auch ich begriffen, warum der Solti-Ring mit Kozub aufgenommen werden sollte. Warum konnte er denn nicht vom Blatt singen, wenn es auswendig nicht ging.


    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Lieber Bernward,
    einiges kannst Du ja aus dem sehr guten Text von Klaus Ulrich Spiegel herauslesen ... es dürfte ein krankheitsbedingter Aussetzer gewesen sein, denn schließlich hat der Mann ja sowohl vor diesem "Siegfried-Fiasko" als auch nach dem einiges geleistet, was auf den von Dir gezeigten CDs eindrucksvoll hörbar ist.

  • Dass der fabelhafte Tenor Erst Kozub den Siegfried im Solti-Ring nicht schaffte war wohl in erster Linie ein mentales Problem. Wie ich von Beteiligten weiß, hatte er einfach nicht die Nerven, um diese Partie durchzustehen. Schade, so konnte die Opernwelt sicherlich einen stimmlich hervorragenden Siegfried in dieser legendären Aufnahme nicht erleben.
    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Betrifft: Harald Kral zu Ernst Kozub


    Was immer den Einträger Kral leiten mag: Er sucht sich das falsche Thema, die falschen Adressaten und, entscheidend: die falschen Objekte. Ob er auch das richtige Forum gewählt hat, muss sich klären.
    Meine Frage an Alfred Schmidt lautet deshalb eingangs: Ist dies der Sinn und Zweck der schönen Einrichtung Tamino-Forum, dass sich dort (wie auch immer motivierte) Missgunst und Aggression, mitunter in direkt diffamierender Attacke, an anderen Forum-Teilnehmern ausagieren können? Also deren idealistisches Engagement öffentlich infrage stellen und damit faktisch schädigen können?
    Wie dem auch sei, zur Causa „Kral und Kozub“ ist zu sagen:
    1.
    Es hat diverse private und offiziöse Initiativen gegeben, um das Andenken an den Tenor Ernst Kozub zu erhalten – wunderbar. Es gab auch schon einzelne ausschnitthafte Veröffentlichungen – wunderbar. Aber es gab bisher keine Edition, die sämtliche greifbaren Ressourcen zu einem Gesamtportrait gefügt, gegliedert, archivarisch aufbereitet hat – bis zur CD-Edition des Hamburger Archivs für Gesangskunst. Darüber freuen sich, wie in Zuschriften vielfach bekräftigt, zahlreiche Gesangsinteressenten und Kozub-Verehrer. Klar doch, dass eine Edition mit 9 randvollen CDs auf Vollständigkeit angelegt ist. Nicht so klar aber, dass diese 9 CDs mit exzellenter Klangqualität aufwarten, mithin den Sänger endlich in konkurrenzfähiger, angemessener Form erfahrbar machen.
    2.
    Die Beschaffungen, Sammlungen, philologischen, gesangshistorischen und diskographischen Erträge dazu sind das Ergebnis einer fast ganzjährigen Recherche- und Dokumentationsarbeit, bei der die Ursprungsarchive, dazu die Privatsammlungen der HAfG-Herausgeber und die Bestände der Familie Kozub ausgewertet werden konnten. Die Edition ist die einzige, die mit Supervising und Autorisierung der Erben des Sängers erschienen ist. Die Urheber konnten sich auf Materialien, Dokumente und Berichte der Kozubs stützen. Aus dieser Quelle kommen auch diverse erstverwendete Aufnahmen – ohne dass ein Herr Kral sie hätte „ausgraben“ müssen. Ein Band 72 einer Heftreihe wurde nicht verwendet, eine Prüfung derer etwaiger Inhalte nicht vorgenommen.
    3.
    Es gibt keine Dokumentation der tönenden Hinterlassenschaft des Ernst Kozub, die sich auch in der Quellenklärung, Kommentierung und Präsentation mit der HAfG-Edition messen kann. Allein die historische wie diskographische wie gesangskritische Darstellung der tönenden Hinterlassenschaft des Sängers ist alleinständig. Man zeige uns eine andere Edition, die entfernt daran tippen könnte.
    4.
    Die Dokumentation enthält zahlreiche noch nicht auf CDs veröffentlichte Aufnahmen, dazu einen Bestand mehrerer CDs an Tondokumenten, die überhaupt noch nie im Bereich der alten BRD zu hören waren. Die Behauptung, „die HAfG-Leute“ hätten „leichtes Spiel“ gehabt, nämlich sich aus Vorarbeiten von Herrn Kral bedient, ist so abwegig wie denunziativ. In Wahrheit dürften seine vor offenkundiger Missgunst vibrierenden Attacken aus dem Umstand resultieren, dass die Edition vollständig auf seine Mitwirkung, Zubringerschaft oder Konsultation verzichten konnte. Die tatsächlichen Helfer, Auskunfts- und Materialquellen sind im Booklet aufgezählt. Den Partnern gebührt dauerhafter Dank – denn sie haben ein Stück gesangshistorischer Erbe-Sicherung mit ermöglicht.
    5.
    In einem Punkt reicht die Befassung mit Krals – hier keineswegs erstmaligen – Untergriffen und Obstruktionen über die Grenzen einer Meinungspolemik hinaus ins Justiziable. Sein (ebenfalls nicht erstes) beiläufiges „für teures Geld“ ist eine Lüge in Schädigungsabsicht.
    Denn: Obwohl das Hamburger Archiv- im Gegensatz etwa zu sattsam bekannten Raubkopierern und Schlecht-für-Billig-Machern – kein Profitbetrieb ist, sondern erhebliche Selbstkosten durch Abgabegebühren zu decken sucht, kostet die Einzel-CD jeder HAfG-Edition in der Regel 8 bis 10 Euro. Dafür gibt es nicht nur professionell bearbeitete, technisch optimierte Aufnahmen von großenteils erstmals oder seit Jahrzehnten nicht mehr veröffentlichten Tondokumenten, sondern auch ausführlich kommentierte, bebilderte, diskographisch seriöse Präsentationen. Wer sonst vergleichbar sorgfältig (textlich hingegen zumeist dünn) edierte Aufnahmen erwerben will, muss anderwärts – so etwa bei Preiser Records – einen zwei- bis dreifachen Preis bezahlen.
    --------
    Herr Kral mag sich in Eifersüchten und Denunziationen ausagieren, solange ihm solches in diesem Forum freigestellt wird. Die längst ins Überwältigende gewachsene Resonanz der Editionen des Hamburger Archivs wird er nicht mindern können. Weil: Man merkt die Motive – und ist irgendwann nicht mal mehr verstimmt.


    Zur eigenständigen vergleichenden Bewertung ermutigt ausdrücklich:


    Euer KUS






    ---------


    P.S.
    Dass KUS ein "neuer User" sei, wie am Rand vermerkt, folgt offenbar aus der Neu-Strukturierung des T-Forum-Auftritts. Ich bin seit Langem dabei.

    Gilt es des Lebens höchsten Preis um Sang mir einzutauschen ...

  • P.S.
    Dass KUS ein "neuer User" sei, wie am Rand vermerkt, folgt offenbar aus der Neu-Strukturierung des T-Forum-Auftritts. Ich bin seit Langem dabei.


    Hallo KUS,


    die Benutzerränge richten sich nach Anzahl der Beiträge und nicht nach dem Eintrittsdatum.


    Viele Grüße


    Norbert als Moderator


    PS.: Um Deine Eingangsfrage wird sich Alfred kümmern, da er explizit angesprochen wurde...

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Also manches will in mein altes Hirn einfach nicht rein. Da bemühen sich äußerst verdienstvoll sowohl Harald Krahl als auch KUS die Aufnahmen eines großartigen Tenors zu erhalten und ihm ein discographisches Denkmal zu setzen. Statt eines Bravo! entsteht eine Urheber- und Konkurrenzdebatte. Warum? Freuen wir uns doch alle, dass es diese Veröffentlichungen gibt, danken wir den Aktiven die diese Veröffentlichungen möglich machten, diskutieren wir über das Ergebnis und hoffen, dass dadurch viele Taminos und Musikfreunde angeregt werden, sich durch eine Anschaffung der Aufnahmen eine Begegnung mit dem fabelhaften Ernst Kozub zu ermöglichen. Dies lohnt sich in jedem Fall.
    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Da kann man dem sehr geschätzten Operus nur (mal wieder) vollumfänglich zustimmen. Danke für die weisen Worte eines meiner von Anfang an sympathischsten Mit-Forianer hier, der sich seit Jahr und Tag für einen gehaltvollen und menschlich ansprechenden Gedankenaustausch unermüdlich bemüht! Ohne dich wäre das Forum ärmer!


    Zum Beitrag von KUS kann ich mich nur wundern. So sehr das Geschriebene vielleicht inhaltlich auch stimmen mag: der Ton macht die Musik. Und einem der eifrigsten und bemühtesten Mitgliedern, nämlich Herrn Kral, hier solche Böswilligkeiten zu unterstellen, das muß man sich wahrlich erstmal auf der Zunge zergehen lassen ... :no:

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Lieber Joseph II.
    danke für Deine netten emunternten Worte.
    Es ist doch zum aus der Haut fahren! Statt sich auf die Sachebene zu konzentrieren werden leider oft so schnell durch Wort, Stil und Ton Konflikte gesät und das zwischen Partnern, die durch Musik - die schönste aller Künste - eigentlich verbunden sein sollten. Vielleicht, lieber Joseph II., sind wir beide auch unrealistische Träumer und weltfremde Idealisten, die eine Welt erwarten, die es nicht gibt. Aber man muss das Unmögliche wagen, um das Mögliche zu erreichen. Schön, dass ich in Dir einen Bundesgenossen habe.
    Herzlichst
    Operus :angel::hello:

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Hallo, Joseph II. und operus!


    Ihr steht mit Sicherheit mit Eurer Meinung nicht alleine da. Wir alle sind doch froh, einen solch kundigen und sachlichen Kommentator wie Harald zu haben.



    Gruß Wolfgang

    W.S.

  • Vielleicht, lieber Joseph II., sind wir beide auch unrealistische Träumer und weltfremde Idealisten, die eine Welt erwarten, die es nicht gibt.

    Nein, lieber Operus, das bist Du und auch Joseph II. ganz sicher nicht. Mit Euren Beiträgen habt Ihr sicherlich nicht nur mir aus dem Herzen gesprochen. Der Ton, und daraus resultierend der Umgang miteinander, macht bekanntlich die Musik! Deshalb lese ich von Anfang an Eure Beiträge z. B. immer gerne. Sie sind neben Fachkenntnis auf hohem Niveau immer von einem freundlichen, herzlichen Stil geprägt. Das gilt selbstverständlich auch für noch viele andere Forum-Mitglieder. Um so befremdlicher der heutige Beitrag von KUS. Fachlich von hoher Kompetenz und auch die früheren Beiträge gut geschrieben. Was soll dann aber das " Draufhauen " auf ein langjähriges und wertvolles Mitglied?! Kann man das nicht lockerer und netter klären? Warum muß von Zeit zu Zeit immer mal jemand auf so eine Art seine Daseinsberechtigung und Wichtigkeit demonstrieren wollen und für negative Stimmung sorgen.
    Aus dem Thema muß ich mich generell raushalten. Ich weiß von Kozub nur vom Erzählen. Das war nicht meine Zeit, war ich vielleicht noch zu jung. Ich habe aber mit Interesse gelesen. Nur, wenn dabei solche Seitenhiebe ausgeteilt werden, vergeht mir die Freude am Lesen.
    Herzliche Grüße
    CHRISSY
    PS.: Ich habe unlängst einen guten Spruch gelesen: " Kein Mensch auf der Welt ist so groß, daß er es sich leisten kann, arrogant zu sein "

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Ich habe eine direkte Frage an Harald! Bei Ernst Kozub klingelt bei mir etwas ganz gewaltig, ich meine, er müsste lange Zeit dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein angehört und sich dort quer durch das repertoire gesungen haben, so vertraut ist mir sein Name. Aber die entsprechenden Unterlagen habe ich jetzt nicht zur Verfügung!

    Johannes Kahrs (SPD) tritt zurück. Die Lücke, die er hinterlässt, wird ihn vollständig ersetzen (anon.)

  • Ich habe alle 52 Beiträge heute mehrmals gelesen, meine eigenen auch. Es geht um die Würdigung des Tenors Ernst Kozub, zu dem alle Teilnehmer sehr positiv berichtet haben. Was in KUS gefahren ist, kann ich nicht nachvollziehen. Ich bin nicht neidisch darüber, dass forianer mehr als 25000 Tonträger gesammelt haben und das sich darunter Raritäten befinden, die es sonst nirgendwo mehr gibt. Da auch ich eine ganze Reihe von Aufnahmen des HfG habe, bin ich doch häufig von der schlechten Tonqualität enttäuscht und für eine EinzelCD 20 Euro ist wahrlich kein Schnäppchen. Das gibt es woanders mit besserer Tonqualität günstiger, leider Kozub nicht.


    Jedesmal, wenn vom eigentlichen Thema abgewichen wird, passieren Ausrutscher, die den Betroffenen nahe gehen und dem forum nicht gut tun. Was würde wohl der von uns allen so hochgeschätzte Tenor Ernst Kozub dazu sagen?


    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Es tut mir leid, aber ich kann auch nicht verstehen, wenn ein Mitglied, wie in diesem Falle Harald, etwas kritisch anfügt, dass dann so auf ihn eingedroschen wird. Ich habe ihn hier bei Tamino als einen sehr kompetenten Kenner der Opernszene schätzen gelernt. Diese Grabenkämpfe, die ich seit einiger Zeit hier verfolgen konnte, sehe ich als sehr kontraproduktiv an. Wir sollten und doch mehr auf unsere gemeinsame Liebe zur klassischen Musik zurückbesinnen.

  • Hallo, dr.pingel!


    Die Frage war zwar an Harald gerichtet, aber als Fan von Ernst Kozub möchte ich antworten. Wenn er wirklich in Düsseldorf gesungen hat, dann bestimmt nur als Gast. Er war, und das weiß ich sicher, von 1954/62 an der Frankfurter Oper verpflichtet. Danach ging er nach Hamburg. Mehr ist mir nicht bekannt.



    Gruß Wolfgang

    W.S.

  • Zu operus, MosesKR1 – und den Timiditäten um Kral & KUS


    “Statt eines Bravo! entsteht eine Urheber- und Konkurrenzdebatte. Warum?“


    Ja warum? Wo war Krals „Bravo“? – Hat ihn irgendwer zu seinen Abwertungen, Verdächtigungen, Unterstellungen provoziert? Hat ihn jemand herausgefordert, die engagierte Arbeit anderer verächtlich zu machen? Und: Dürfen davon Betroffene nicht mal die gröbsten Anwürfe richtigstellen?


    Es handelt sich nicht um eine Konkurrenzdebatte. Wo wäre denn der Konkurrent? Ich habe die so anlasslosen wie unberechtigten Attacken eines Forumteilnehmers zurückgewiesen. Hätte ich vornehm schweigen und der Denunziation, die ja bereits Dankesworte seitens nicht nachprüfender Dritter ausgelöst hatte, Raum lassen sollen? Damit sich derlei auch richtig herumverbreiten kann?


    Bei zwei ähnlichen Anlässen hatte ich in der Vergangenheit in aller Freundlichkeit rückgefragt. Als Kral hier, wieder ohne Faktenprüfung, die Veröffentlichung von Verdis „Falstaff“ mit FiDi und Marcel Cordes als a) von ihm übernommen und b) tontechnisch unakzeptabel deklariert hatte – da musste ich ihm mitteilen, dass nicht er die Fundquelle war und dass die Aufnahme von exzellenter Radioqualität ist (was in der Fachpresse eigens hervorgehoben wurde). Sodann, als Kral die CD-Edition Otto von Rohr als unzureichend abwertete, weil sie zu wenige Lortzing-Titel enthalte, frage ich ihn hier so freundschaftlich wie dringlich danach, welche Titel er denn meine – und erhielt keine Antwort.


    So macht er’s auch diesmal. Er behauptet: „So hatten die Leute von HAfG leichtes Spiel, der Weg war ja bereitet.“ Das enthält die Unterstellung, die Edition habe seine Vorarbeiten genutzt, wenn nicht gar Veröffentlichungen von ihm adaptiert.


    Und weiter: „Wirklich Neues haben die allerdings ... auch nicht zu bieten“. Das behauptet er so. Einen Beleg dafür bleibt er schuldig.


    Und weiter: Mit leichtem Spiel werde offenbar unredlich Beschafftes „für teueres Geld“ vermarktet. Das ist glatte Unwahrheit – wie ich belegt habe.


    Und weiter: „Das, was mir“ (= Kral) „selbst noch in meiner Sammlung fehlt, gibt es da auch nicht“. Was das wohl sein könnte, verrät er wieder nicht.


    Ein einziger Strauß von unbelegter Nachrede also. Und nun die Anstoßnehmer: Dass Kral solches hinschreibt und veröffentlicht, das sei ja nur „kritisch angefügt“. Eine zurückweisende Widerlegung von Unwahrheiten, die aber soll als „auf ihn einprügeln“ gelten – wo er doch ein so kompetenter Kenner der Opernszene sei.


    Ja, welche Maßstäbe gelten denn hier? Von welchen „Grabenkämpfen“, die MosesKR1 „seit einiger Zeit verfolgen konnte“, ist die Rede? Ich war an solchen nicht beteiligt. Ich bin ganz und gar der Meinung, dass wir uns auf „unsere gemeinsame Liebe zur klassischen Musik besinnen“ sollten. Klar doch! Aber ich ersuche sehr darum, die Voraussetzungen dafür nicht aus den Augen zu verlieren: Nämlich – bei aller Lust am Streit über Sachfragen, Vorlieben, Abneigungen, Einschätzungen, Kenntnisse in der Sache – ein Mindestmaß an gegenseitigem Respekt zu wahren, vor allem gegenüber jeweils idealistisch engagierter Arbeit im Dienste dieser Sache. Und eben diesen Respekt beanspruche ich, so wie ich ihn selbst x-mal bekundet habe. Wollen wir doch bitte Ursachen und Wirkungen nicht verwechseln, ja? - Also, lieber (von mir besonders geschätzter) operus & lieber Moses: Weitere Äußerungen dazu erspart Euch und sich


    Euer KUS



    Gilt es des Lebens höchsten Preis um Sang mir einzutauschen ...

  • @ Moses: Es wäre freilich schön, wenn Harald sich selber einmal zu Anwürfen äußern würde, die gegen ihn aufgeschrieben werden. Ich darf nur an eine rezente und mithin in die Unlesbarkeit verschobene Debatte erinnern, in der es ursprünglich um ihn ging und in der er sich auch nicht zu Wort gemeldet hat. Ob KUS' temperamentvolle Wortwerkerei die richtige Wahl zur Richtigstellung ist mag jeder für sich erwägen. Schauen wir auf die Inhalte, so liegt der Klärungsbedarf in Bezug auf das genannte Posting auf der Hand. Zumal ich in regem Austausch mit KUS immer wieder mitbekomme, was für eine unglaubliche Arbeit hinter diesen enzyklopädischen Editionen steckt. Und die Preisfrage stellt sich bei CD on demand eigentlich auch nicht.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Ich finde, die Kontrahenten sollten die Unstimmigkeiten außerhalb des Forums austragen, da es für uns nicht relevant ist, woher bestimmte Tonträger-Aufnahmen stammen. Hauptsache , sie sind zu erwerben und sie sind gut.
    Ich selber profitiere seit Jahren sowohl von Haralds Forumsarbeit, wie auch von den "Sängerforschungsarbeiten" des KUS und ich wäre sehr froh, wenn das auch so bliebe.


    :hello: Herbert

    Tutto nel mondo è burla.

  • Zitat

    Da auch ich eine ganze Reihe von Aufnahmen des HfG habe, bin ich doch häufig von der schlechten Tonqualität enttäuscht und für eine EinzelCD 20 Euro ist wahrlich kein Schnäppchen.


    Lieber Bernward,
    hier stehen doch eigentlich die neuesten Kozub-CD´s zur Diskussion. Für 3 CD´s habe ich 24.- Euro plus 3.- Euro Versand bezahlt. Natürlich hätt´ ich sie auch gerne zum halben Preis genommen, aber muss man denn immer nach Schnäppchen jagen? Ist die Leistung anderer Menschen nichts?
    Ich bin mit dem Preis-Leistungsverhältnis dieser Produktion durchaus zufrieden und mit der technischen Qualität auch; man sollte sich einfach auch mal freuen können ...

  • Richtig, lieber hart,


    aber Kozub habe ich nicht gemeint und 8 € für eine CD ist auch in Ordnung. Ich werde mir eine der drei Boxen in Kürze zulegen.


    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)