Who's afraid of 20th century music?

  • Hallo C. :hello:


    Zitat

    Da freut es mich, wenn ich neulich lese, wie begeistert man über Berios "Opus Number Zoo" (ein herrliches Werk!) sein kann - man muss sich nur trauen, auch hinzuhören.


    Ich weiß nicht ob dies schein einmal gefragt wurde, aber gibt es eigentlich Aufnahmen dieses Werkes?
    Das war so urkomisch...Sicher würde eine Konserve einem ein solches Erleben nicht wiedergeben können, aber interessant ist es allemal!


    Vielleicht kennt zufällig jemand eine?


    Gruß, Maik

    Wie ein Rubin auf einem Goldring leuchtet, so ziert die Musik das Festmahl.


    Sirach 32, 7

  • Hallo Maik,


    ich kenne persönlich keine, habe das Stück bisher immer nur live gehört. Von einer Aufführung, bei der ich anwesend war, gibt es einen Mitschnitt, gekoppelt mit dem Karneval der Tiere von Saint-Saens, es spielt ein Kammerensemble des RSO Saarbrücken. Erschienen ist das ganze bei dem kleinen, kaum bekannten Label perc pro, das man im Netz hier findet. Vermutlich kann man die CD direkt dort bestellen, das weiß ich gerade nicht auswendig.



    Und dann spuckt amazon.de noch eine Aufnahme aus, die vermutlich etwas einfacher zu bekommen ist, als die andere:



    Hoffe, geholfen zu haben!


    Beste Grüße,


    C.

    Die wirkliche Basis eines schöpferischen Werks ist Experimentieren - kühnes Experimentieren! (Edgar Varèse)

  • Hallo C. :hello:


    Ja, du hast geholfen.
    Erstere Aufnahme gefällt mir besser, weil ich es nicht mag, wenn auf einer CD zig Komponisten drauf sind. Ich glaube bei der Zweiten sind es fünf oder sechs.


    Man kann bei perc.pro bestellen (allerdings 4,50€ Versandkosten bis 50€).
    Ich stöber dort mal und wenn ich ein wenig die Versandkosten drücken kann, werde ich im nächsten Jahr zuschlagen...


    Besten Dank für die Recherche!


    Gruß, Maik

    Wie ein Rubin auf einem Goldring leuchtet, so ziert die Musik das Festmahl.


    Sirach 32, 7

  • Hallo Maik,


    ei dann: Die Matthus-CD, die es bei perc pro gibt, ist auch nicht zu verachten - da war ich bei den jeweiligen Konzerten auch dabei ;) - dito für die Fünfte Mahler und die 10. Schostakowitsch unter Michael Stern, die ich beide auch im Regal stehen habe...


    Und eine kleine Warnung - beim Karneval der Tiere gibt es Zwischentexte des Komikers Detlef Schönauer, die aus dem fernen Berlin vielleicht etwas sehr lokal orientiert wirken könnten....


    Beste Grüsse,


    C.

    Die wirkliche Basis eines schöpferischen Werks ist Experimentieren - kühnes Experimentieren! (Edgar Varèse)

  • Hallo C.!


    Das war ja nun fast der ganze CD-Bestand dort :D
    Dort sind sie ja erst im Aufbau...



    Aber ich lasse mir gerne Anregungen geben - Mahler hatte ich auch schon ins Auge genommen ;)



    Gruß, Maik

    Wie ein Rubin auf einem Goldring leuchtet, so ziert die Musik das Festmahl.


    Sirach 32, 7

  • Hi Maik,


    lustigerweise bin ich erst durch Deine Nachfrage wieder auf das Label gestoßen, das von dem Soloschlagzeuger des RSO Saarbrücken betrieben wird. Das CD-Spektrum ist sehr interessant, ich denke, ich werde mich auch mal damit beschäftigen....


    Beste Grüsse,


    C.

    Die wirkliche Basis eines schöpferischen Werks ist Experimentieren - kühnes Experimentieren! (Edgar Varèse)

  • Nein, ich fürchte mich nicht vor der Musik des 20. Jahrhunderts.
    Insgesamt ist die Diskussion darum meiner Meinung nach müßig.
    Komponisten werden sich niemals davon abhalten lassen, immer neue Werke zu schaffen und sie werden dabei im besten Falle kreativ neue Wege beschreiten.
    Und es wird immer Komponisten geben, die Ihre Sache ernst nehmen und es wird immer welche geben, die vordergründig auf billige Effekte aus sind, im Modetrend schwimmend versuchen die schnelle Mark zu machen oder schlicht versuchen, ihr Publikum an der Nase herum zu führen.
    Und es wird auch immer Publikum geben, das diese Musik hört. Welche, die neugierig sind. Welche die meinen, es sei gerade "in" die Kompositionen von XY zu hören. Welche die glauben, Neues sei nur gut, wenn alle alten Traditionen zerschlägt.
    Die Zeit wird es richten. Sicher ist die Zeit ungerecht, manches wird erhalten bleiben, was es nicht verdient hätte, vieles wird ungerechterweise vergessen werden. So war es schon immer und es wird sich nie ändern.
    Glücklicherweise kann ich ja für mich entscheiden, welche Musik ich höre.


    Viele Grüße
    Reinhard

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Also ich fürchte mich auch nicht vor der Musik des 20. Jahrhunderts und mir ist dieser Threadtitel, der lustig gemeint ist, eigentlich auch höchst unsympathisch. Das ist nicht bloß "pädagogisch", sondern das ist dann schon ein bißchen auf der Ebene, wo ich mich als Angesprochener ein bißchen wie ein kleines Kind behandelt fühle, das über die Musik des 20. Jahrhunderts nicht nur belehrt werden muß, was schon schlimm genug ist, sondern das man dann noch fürsorglich "an die Hand nehmen muß", damit er seine "Furcht" vor der Musik des 20. Jahrhunderts überwindet.


    Ich bekenne mich dazu, daß mich die sogenannte Avantgardemusik jedenfalls herzlich kalt läßt. Ich habe da so einiges gehört, von Anton Webern und Schönberg mal angefangen, habe dann auch immer wieder mal mich neutönerischen Werken nach dem 2. Weltkrieg ausgesetzt. Also mir gibt das nichts. Wem's gefällt, bitteschön. Ich glaube auch nicht, daß mich Komponisten wie Stockhausen, Boulez und Ligeti interessieren. Ich kenne nichts von denen und will auch nichts kennen lernen. Mein letzter Versuch waren dann mal die Sinfonien von Henze. Hab mal rein gehört, ich glaube ehrlich gesagt nicht, daß diese Musik viel taugt. Aber bitte, wem's gefällt.


    Und dann kam als der absoluter Höhepunkt kühner avantgardistischer Weltbetrachtung noch diese makabre Geschichte von dem Stockhausen, der sich angesichts der in das Word Trade Center stürzenden Flugzeuge vor Begeisterung gar nicht mehr einkriegte, von einem "großen Kunstwerk" sprach, und "das könnte er nicht". Na toll, was sind schon Händel und Beethoven gegen Flugzeuge, die in Wolkenkratzer krachen.


    Die Zeitung sprach dann von Genie und Wahnsinn. Ich weiß nicht, ob das ein Problem von "Genie und Wahnsinn" ist, ich habe doch eher den Verdacht, daß der Stockhausen ein ziemlich schlichter Dummkopf ist und ich zweifle auch sehr daran, daß er als Musiker sehr viel intelligenter ist. Aber bitte, vielleicht entgeht mir da in meiner Ignoranz ja auch das eine oder andere, aber damit kann ich leben.


    Ich glaube im übrigen nicht, daß die meisten Klassikhörer mit der Musik des 20. Jahrhunderts irgendwelche Problem haben. Mahler, Sibelius, Vaughan Williams und Richard Strauss werden doch nun gerne gehört, Strawinsky, Bartok und Hindemith auch. Schostakowitsch und Prokovjev sind doch nun wirklich sehr populär. Und manche andere auch. Also was soll das.


    Das einzige Problem, das ich habe, ist nur die Avantgardemusik. Also wenn ich dann wieder in irgendeiner Kritik den üblichen Schmu höre von den "meditativen Klangflächen", die dann plötzlich "eruptiv aufbrechen" und so weiter und so weiter, dann weiß ich, daß mich dieser Quatsch mit Sicherheit nicht interessiert. Wenn das dann die Musik des 20. Jahrhunderts sein soll, vor der der Hörer "Angst" hat, so muß ich dazu sagen, daß mein Problem mit dieser Musik, daß ich dafür vermutlich viel zu grob gestrikt und unsensibel bin. Leider wollen sich bei mir da keine Angstzustände einstellen, sondern nur bohrende Langeweile.


    Aber ein Malcolm Arnold etwa hat nach dem 2. Weltkrieg ganz normal weiter Musik gemacht, die ich persönlich gerne mag, und was jetzt läuft hat mit den "eruptiv brechenden Klangflächen" und "bestürzenden musikalischen Prozessen" auch nur wenig zu tun. Gorecki, Tavener und John Adams habe ich jedenfalls gerne gehört. Ob das nun allerdings immer die ganz große Musik ist, will ich mal dahin gestellt sein lassen ( einiges ist aber mit Sicherheit auch schon ganz gut).


    Gruß Martin

  • Zitat

    Original von Martin_2
    behandelt fühle, das über die Musik des 20. Jahrhunderts nicht nur belehrt werden muß, [...] sondern das man dann noch fürsorglich "an die Hand nehmen muß",


    So viel Contra (wie in diesem Thread allgemein) fällt mir immer wieder auf wenn es um die Neue Musik geht. Ich lasse mich gerne mal an die Hand nehmen und mir was erklären, ganz einfach weil Sekundärwissen, Zeit, Lust und Laune nicht immer da sind sich alles selber zu erarbeiten. Dadurch wurde ich noch nie, bis jetzt jedenfalls nicht ;), Jahrzehnte jünger.


    Die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts (hier kann man wohl die Zeit ab 1930 nehmen) kenne ich im Vergleich zu Musik die davor komponiert wurde ungefähr im Verhältnis 30 : 70. Besonders was die Musik der Klassik und Romantik betraf eignete sich das hervorragend um sie überwiegend so nebenbei aus den Lautsprechern plätschern zu lassen, im Konzertsaal einen guten Platz und eine nette Begleitung zu haben usw. Ich habe mich zwar immer wieder gefragt, was das wohl alles zu bedeuten hat aber dabei blieb es dann. Das änderte sich schlagartig vor ein paar Jahren durch Einfluss (böses Wort, da wurde ich "an die Hand genommen") und Beginn des Hörens der neuen Musik. Meine Erfahrung ist, wenn man sich der Musik auch mit dem Verstand nähern will ist es vollkommen wurscht welche Musik man hört, jede ist gleich schön, gleich wertvoll und gleich schwierig.


    Der Musik von John Adams gehört doch das Attribut "minimalistisch", oder? Jedenfalls sprach der Dirigent der Aufführung von "The death of Klinghoffer" in Wuppertal von Parallelen zwischen Bach und Adams - zu welchen Stücken habe ich vergessen :stumm:


    Sophia

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  • Hallo!


    Also ich komme mit diesem Editor noch überhaupt nicht zurecht. Du kannst einen Beitrag, den Du irrtümlich gepostet hast nicht mehr löschen. Du kannst nicht Texte als Zitat markieren.


    Aber zum Beitrag von Sophia. Also ich denke zunächst, daß für mich Musik nicht viel Erklärung braucht. Es gibt mit Sicherheit schwierige Musik, wie es auch schwierige Literatur gibt. Aber Musik, die erst eine außermusikalische Exegese braucht, also damit kann ich nichts anfangen. Als Vertiefung, meinetwegen, aber als Voraussetzung kann ich das nicht akzeptieren.


    Was ich auch überhaupt nicht verstehen kann, ist, daß nun angeblich allle Musik gleich wertvoll sein soll. Wieso das denn?


    Ich lasse auch klassische und romantische Musik nicht aus dem Lautsprecher plätschern. Mit bestimmter Musik kann man das meinetwegen machen, aber ich lasse doch nicht Bruckners 7. aus dem Lautsprecher plätschern.


    John Adams mag vom Minimalismus kommen, ist aber sicher nicht auf ihn zu reduzieren. Meiner Meinung nach benutzt er allerhöchstens noch gewisse Techniken des Minimalismus und das sicher auch nicht immer und überall. Bin auch kein Fachmann und ehrlich gesagt interessiert es mich auch nicht. "Death of Klinghoffer" ist jedenfalls eine tolle Oper.


    Gruß Martin

  • Zitat

    Du kannst nicht Texte als Zitat markieren

    .


    Ach so ?? :D


    Natürlich kann ich das


    Gewünschten Text markieren -> rechte Maustaste -> aus dem Kontextmenü KOPIEREN wählen.


    An gewünschter Stelle einfügen -> erneut markieren Symbol "ZITAT EINFÜGEN anklicken.


    Fertig


    Funktioniert mit dem NORMALEN Editor im Erweiteten Modus
    Java muß zugelassen sein.


    Dieser Text wird in einigen Stunden von mir gelöscht !
    Bitte nicht drauf antworten. sondern Thtreadthema fortsetzen..


    Alfred ,
    Administrator

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • Zitat

    Original von Martin_2


    Was ich auch überhaupt nicht verstehen kann, ist, daß nun angeblich allle Musik gleich wertvoll sein soll. Wieso das denn?


    Mir ging es darum zu betonen, daß die Musik mit der ich mich beschäftige die Beschäftigung wert ist. Ich mache keine Unterschiede aus welcher Epoche diese Musik dann stammt sondern wende jeder die gleiche Aufmerksamkeit zu. Manchmal dauert es eben etwas länger, das ist i.d.R. aber bei alter Musik oder der frühen Klassik eher der Fall als bei der neuen Musik.
    Bestimmt gibt es Musikwissenschaftler die beurteilen können ob Komponisten "schlecht" komponiert haben, abgeschrieben haben, usw.


    Zitat

    Ich lasse auch klassische und romantische Musik nicht aus dem Lautsprecher plätschern. Mit bestimmter Musik kann man das meinetwegen machen, aber ich lasse doch nicht Bruckners 7. aus dem Lautsprecher plätschern.


    Naja, früher habe ich Musik auch gehört, wenn ich nicht 100 % aufmerksam war und noch etwas nebenbei getan habe (= plätschern). Heute kommt das so gut wie nie vor. Das liegt daran, daß mir die ständige Beschallung im öffentlichen Raum tierisch auf die Nerven geht. Da freue ich mich immer mehr auf Ruhe und höre eben nicht mehr soviel Musik zu Hause.


    Eine Bruckner-Symphonie hörte ich schon Jahre nicht mehr (vielleicht sollte ich die Aufnahmen mal aussortieren ?( Es gibt so eine Art geflügeltes Wort, wer sich zu Mahlers` Musik hingezogen fühlt hört keinen Bruckner mehr...


    Sophia

  • Zitat


    Eine Bruckner-Symphonie hörte ich schon Jahre nicht mehr (vielleicht sollte ich die Aufnahmen mal aussortieren ?( Es gibt so eine Art geflügeltes Wort, wer sich zu Mahlers` Musik hingezogen fühlt hört keinen Bruckner mehr...


    Sophia


    Also, auch wenn's jetzt nicht das Thema ist, dieses "geflügelte Wort" ist mir völlig neu. Ich gebe ja zu, mich vom Brucknerianer zum Mahlerianer ( der -ianer nicht im fanatischen Sinne) entwickelt zu haben. Daß dann erst mal der Mahler im Vordergrund steht, ist ja völlig klar. Aber ich finde es entgegen diesem geflügelten Wort auch normal, dann irgendwann wieder Bruckner hören zu wollen. Im moment gefällt mir der Bruckner wieder sehr gut. Erst gestern sind bei mir die Brucknersinfonien mit Eugen Jochum mit der Staatskapelle eingetrudelt, die ich mir, obwohl ich einige schöne Aufnahmen habe ( auch aus dem ersten Zyklus Jochums mit dem BPO bei der DG), einfach mal gegönnt habe, zumal sie jetzt so billig bei Brilliant Classics erschienen ( ehemals EMI). Die höre ich bislang mit großer Freude.


    Gruß Martin

  • Hallo,


    es gibt für mich mehrere Gründe, bestimmte Musik zu hören bzw. zu selektieren. Einer dieser Gründe ist die Neugier, das Suchen. Dies gilt sowohl für ältere Musik (ich freue mich stets, mir noch nicht bekannte Komponisten oder Werke kennenzulernen) als auch für zeitgenössische Musik (wo das auch so ist). Ich sehe da überhaupt keinen Unterschied.


    Ich möchte auf fölgenden Aspekt hinaus: Ein wichtiger Antrieb für mich ist die Neugier, auch die Neugier, wie und was meine Zeitgenossen komponieren. Ich finde die Beschäftigung mit zeitgenössischen Äußerungen interessant.


    Dies wird bei mir keineswegs geschmälert durch den Umstand, dass mir die große Mehrheit der zeitgenössischen (wie auch der älteren) Kompositionen überhaupt nicht gefällt, viele Kompositionen sich für mich als total wertlos, langweilig, unangenehm u.s.w. erweisen. Ich komme gelegentlich von einem zeitgenössischen Konzert nach Hause (Witten, Donaueschingen...) und erzähle meiner Frau: Es hat mir heute überhaupt kein Werk gefallen. Dennoch: Es hat mich interessiert, ich habe am musikalischen Leben teilgenommen, ich habe einigen heute lebenden Komponisten zugehört, und dieses befriedigt mich und gefällt mir.


    Genau dies habe ich als meine Pflicht definiert: Ich möchte suchen und zuhören, mich für Neues interessieren. Und manchmal (wirklich nur manchmal) passiert dann etwas wunderbares: Ich habe ein Stück entdeckt, das mir wirklich sehr gut gefällt, das für mich einen hohen Wert bekommt und zukünftig zu meinem Repertoire gehören wird. Dies entschädigt mich dann sehr, und den Genuss habe ich mir wirklich verdient.


    Jetzt noch ein Riesenvorteil der Beschäftigung mit zeitgenössischer Musik: Ich muss nicht vorbestellen, finde immer einen guten Sitzplatz...


    Schöne Weihnachtstage wünscht


    Uwe

    Ich bin ein Konservativer, ich erhalte den Fortschritt. (Arnold Schönberg)

  • Offenbar gibt es also doch Forianer, die vor Neuer Musik zwar keine Angst haben, sie aber nicht mögen. Entweder expressis verbis oder zwischen den Zeilen wird auch (meistens) gesagt, warum: "Neue Musik ist dissonant".


    Das ist zwar nicht ganz richtig ausgedrückt, dissonant in ziemlichem Ausmaß ist auch die Musik der Renaissance, und was ein Madrigalist wie Gesualdo von sich gegeben hat, ist auch nicht von üblen Eltern: Eines seiner Madrigale wird gar von einem 11-ton-Feld eingeleitet.


    Mit "dissonant" ist im Sprachgebrauch eher gemeint: Übelklingend. Und da meinen viele, dieses Übel des nicht schönen Klanges am besten an der Wurzel zu packen und auszureißen, also solche Musik gar nicht erst zu hören.


    Ich glaube, dass man sich damit aber einer wirklich bereichernden Welt verschließt.


    Schauen wir doch einmal in die Literatur: Was lesen wir heute? Kleist? Lenau? Tieck? Verlaine? Leskov? Mit Sicherheit nicht. Die hauptsächliche Lektüre sind doch die Autoren der Gegenwart bzw. der jüngeren Vergangenheit, insgesamt aber wohl 20. bis 21. Jahrhundert. Warum? - Weil diese Autoren auf die eine oder andere Weise von Zuständen, Problemen, Verhältnissen berichten, die wir kennen. Es ist unsere Welt.


    Warum aber hören wir Musik der Zeit von Kleist, Lenau, Tieck, Verlaine oder Leskov? Aus dem genau entgegengesetzten Grund: Weil sie uns die Möglichkeit gibt, der Konfrontation mit etwas zu Nahem, etwas zu Persönlichem zu entfliehen. Und das ist eine Haltung, die ich nicht teile, die ich aber verstehe.


    Mit ein wenig Fingerspitzengefühl bei der Auswahl und der Dosierung wird man sich in die Neue Musik aber auch einleben können. Da gibt es etwa ein Klavierkonzert, das in seinem Schwung, seiner romantischen Schönheit und seiner pianistischen Brillanz ganz knapp an Rachmaninow dran ist, nämlich Bartóks Drittes Konzert. Ich bin der festen Überzeugung, dass niemand, der Rachmaninows Drittes Konzert liebt, sich Bartóks Drittem ganz verschließen kann.


    Oder Schostakowitsch: Er ist sozusagen der jüngere russische Bruder Mahlers, man muss ja nicht mit Schostakowitschs 4. Symphonie anfangen oder mit seiner so erschütternden 15. (in der übrigens Wagners "Todverkündigung" als Symbol des eigenen Sterbens zitiert wird); aber ein Werk wie die 5. oder die 11. wird für einen Mahlerianer problemlos verständlich sein. Und von Schostakowitsch und Mahler ist der Schritt zum späten Schnittke relativ klein.


    Soll heißen: Die Neue Musik ist kein Bruch, keine Grenzlinie, ab der man nicht einmal mehr Bahnhof versteht, sondern das Resultat einer logischen Entwicklung, die man als Zuhörer durchaus nach- oder mitvollziehen kann.


    Und ob etwas "gut" oder "schlecht" klingt, ist völlig subjektiv. Für mich etwa klingt Boulez' "Pli selon Pli" oder sein "Rituel" ausgesprochen schön, während die objektiv gesehen wesentlich "konsonantere" Sinfonie in Es von Hindemith mir echte Hörprobleme bereitet. Der mit viel Anleihen an die Tonalität geschriebene "Junge Lord" von Hans Werner Henze ist für mich im Klang wesentlich problematischer als seine harmonisch wesentlich avancierteren "Bassariden". Und Claude Viviers geniale Solokantate "Lonely Child" ist für mich ein herrliches Beispiel absoluter klanglicher Vollendung - und da sind eine Menge Vierteltöne drin.


    In Wirklichkeit geht es nicht um Angst oder nicht Angst. Es geht darum: Gebe ich dem zeitgenössischen Komponisten eine Chance? Akzeptiere ich seine Sprache auch dann, wenn mir das, was er sagt, nicht gleich auf Anhieb gefällt?


    Und dabei muss mir eines klar sein: Ginge es nur um das "Gefallen", würden wir heute wahrscheinlich Franz Danzi statt Beethoven, Heinrich Marschner statt Richard Wagner und Robert Volkmann statt Anton Bruckner hören.


    Damit ich recht verstanden werde: Ich verlange von niemandem, dass er morgen einen Tag mit Musik von Stockhausen oder Nono verbringt. Ich möchte nur dafür plädieren, dass man, wenn sich die Gelegenheit ergibt, auch einem Stockhausen und einem Nono die Chance gibt, auf offene Ohren zu treffen.

    ...

  • Lieber Edwin,


    Dissonanzen schockieren heute niemanden mehr, aber ob sie einem dann gefallen, ist eine ganz andere Frage. Mir geht es jedenfalls so, daß ich in jüngeren Jahren doch so einige moderne Musik gehört habe: Webern, Schönberg, Bartok etc. der klassischen Moderne oder auch Hartmann, Fortner, Reimann und einige andere der Moderne nach dem 2. Weltkrieg. Diese Musik hat mich damals duchaus "aufgeregt" und "fasziniert". Heute hat sie einfach für mich viel von ihrem Reiz verloren. Peleas und Melisande von Schönberg fand ich vor 2 Jahrzehnten noch höchst faszinierend, jetzt habe ich sie wiedergehört, da schimmerte mal was, aber an sich fand ich sie langweilig. Mit Hartmanns 6., die ich neulich wieder hörte und die mich vor Jahrzehnten durchaus "packte", ging es mir genauso ( aber ich höre diese Musik noch mal). Selbst Bartok hat viel Anziehungskraft für mich verloren. Man muß im übrigen bedauern, daß das Radio, jedenfalls hier im hohen Norden, für Musik nach dem 2. Weltkrieg wirklich gar nichts mehr macht ( neulich hörte ich mal ein Werk vom Zimmermann im Nachtkonzert, das war's und ich höre viel Radio), das ist wirklich nicht mehr als ein besseres Klassikradio. Ich würde zum Beispiel doch gerne noch mal den König Lear von Reimann hören, der vor Jahrzehnten mit Fischer Dieskau doch einen gewissen Eindruck auf mich machte. Aber ich fürchte einfach, daß auch dieses Werk dann beim Wiederhören meiner Erschlaffung in Punkto moderner Musik zum Opfer fallen würde.


    Das mag natürlich mein ganz persönliches Problem sein, aber moderne Musik hat für mich nur noch wenig Reiz. Schostakowitsch wollen wir mal außen vor lassen, das ist eine ganz andere Kategorie. Malcolm Arnold auch, Messiaen ist toll und sicher gibt es da noch so einiges andere.


    Und dann ist es mir im übrigen völlig unklar, wohin im moment die Reise bei der klassischen Musik eigentlich geht. Goreckis 3. war ein Welterfolg und weiß Gott nicht dissonant ( ist sie gut? ich weiß nicht so recht), Tavener und Pärt ( den ich neulich nicht mochte) sind auch nicht im Bereich der Dissonanz unterwegs, selbst ein alter Avantgardist wie Penderecki soll im moment neoromantisch unterwegs sein, und obwohl ich an sich überhaupt kein Freund der Moderne bin, gefiel mir Rautavaaras 7. nicht sonderlich ( die offensichtlich auch auf den Zug zur Neoromantik etc. aufspringt), die 12 Tönige aber auch nicht sonderlich dissonante 3. wesentlich besser. John Adams ist auch nicht sonderlich dissonant, aber im Mittelsatz der Harmonielehre dann doch deutlich "moderner", was mir aber ganz gut gefiel.


    Übrigens finde ich Deinen Beitrag auch insofern interessant, als Du - die "dissonante Gegenwartsmusik" betonend - nun die gesamte "populäre Musik" völlig außen vor läßt. Das ist in einem Klassikforum natürlich legitim, aber insofern man "kulturhistorische Überlegungen" anstellt, meineserachtens ziemlich kurz gegriffen. Zumal es da schon einige nicht unerhebliche "Fraktionen" aus diesem Bereich gibt, die ihre Nasen schon ziemlich hoch tragen. Die Auffassung jedenfalls, daß das Erbe der klassischen Musik legitimerweise von der "nichtklassischen" angetreten worden sei, ist weit verbreitet. Ich teile sie nicht ( wie vermutlich auch nicht die Erzkonservativen in diesem Forum, die moderne Musik von Herzen verabscheuen, diese Ansicht teilen werden) und weit verbreitete Ansichten müssen ja auch nicht immer richtig sein. Aber so leicht "abbügeln" läßt sich diese Ansicht auch nicht.


    Jedenfalls ist das, was wir heute noch "U Musik" nennen, durchaus nicht "leichte Klassik". Sondern diese Musik verfolgt durchaus ihre eigene Ästhetik. Und wenn jemandem, der sich gerade deshalb als "modern" empfindet, weil ihm klassische Musik an sich schon als etwas unmodernes gilt, mal das Bedürfnis nach etwas "Anspruchsvollem" überkommt, dann hört er vermutlich "Artrock" und dergleichen ( wie ich mir habe sagen lassen, tragen die elitären Menschen, die dem "Artrock" zugeneigt sind, die Nase noch höher als die "Klassiker"). Darüber kann man dann ja meinetwegen die Nase rümpfen, aber ich glaube schlicht nicht, daß Du diesem ganzen Phämomen der völligen "Verabschiedung" klassischer Musik in die "Vergangenheit", und der völligen Selbstverständlichkeit, mit der heute die sogenannte U Musik, in all ihren qualitativen Abstufungen ( die es weiß Gott auch gibt), als die normale selbstverständliche, die Norm setzende Musik, als Musik der Gegenwart schlicht und ergreifend, daß Du diesem ganzen "Phänomen" einfach nur mit Arroganz beikommen kannst.


    Dann sagst Du:


    "Und dabei muss mir eines klar sein: Ginge es nur um das "Gefallen", würden wir heute wahrscheinlich Franz Danzi statt Beethoven, Heinrich Marschner statt Richard Wagner und Robert Volkmann statt Anton Bruckner hören."


    Nun kenne ich ein bißchen was von Volkmann, den Marschner habe ich auch mal gehört, Danzi kenne ich überhaupt nicht. Insofern kann ich nicht allzu viel zu diesem Thema sagen. Jedoch bezweifle ich das, was Du da sagst, entschieden. Zunächst ist "Gefälligkeit" eine Kategorie, in der schnell der eine dem anderen den Rang abläuft und in dieser Hinsicht bezweifle ich es doch stark, daß der Danzi, den ich nicht kenne, heute noch eine Chance hätte.


    Mag auch sein, daß Beethoven, Wagner und Bruckner keine Musik für "die Massen" sind. Aber auch nicht gerade für wenige. Wagner hatte und hat viele Anhänger. Bruckner - zugegeben - hatte es schwer. Aber, mein Gott, wenn ich ich zum Beispiel seine 3. bei der Uraufführung gehört hätte, dargeboten, wenn ich mich recht erinnere, von einem lustlosen drittklassigen Orchester, hätte ich die Größe dieser Musik vermutlich kaum erkannt. Heute dagegen kann sich jeder diese Musik in den großartigsten Interpretationen ins Haus holen und sich damit vertraut machen. Und da gefällt einem der Bruckner dann vielleicht doch besser als der Volkmann. Natürlich gibt es Menschen mit einem miserablen musikalischen Geschmack, aber es gibt auch sehr viele Menschen, die an edlerer Musik durchaus Gefallen finden und dieses "Gefallen" ist durchaus genuiner Natur.



    Gruß Martin

  • @Edwin


    In Wirklichkeit geht es nicht um Angst oder nicht Angst. Es geht darum: Gebe ich dem zeitgenössischen Komponisten eine Chance? Akzeptiere ich seine Sprache auch dann, wenn mir das, was er sagt, nicht gleich auf Anhieb gefällt?


    Das tu ich - aus 3 Gründen (allerdings eben nicht freiwillig, aber das ist ja egal):
    a) in Erinnerung an Bruckner
    b) weil es, zumindest in Wien, Usus ist, vor der Pause oft Moderne auf- bzw. uraufzuführen.
    c) weil Faun sich (unter anderem) für die Moderne interessiert und ich an seinem Interesse teilhaben will.


    Wenn es aber soweit kommt, wie unlängst im Konzerthaus, daß ich mir aus buchstäblicher körperlicher Pein die Ohren zuhalten muß und zum ersten Mal in meinem Leben "nichts wie hier raus möchte", dann sind meine Grenzen erreicht. Sollte der Komponist nochmal auf dem Programmzettel stehen, werde ich ganz bestimmt zu Hause bleiben - oder erst nach der Pause kommen.


    Das Publikum war übrigens sehr diszipliniert, ich glaube, solche Skandale wie zu Bruckner's Zeiten sind heute undenkbar, dazu sind Konzertbesucher viel zu offen für Neues geworden. Es hat sich also schon etwas geändert.


    Und es gibt einige Moderne, die mir auch gefallen und wo ich es bedauern würde, sie nicht kennengelernt zu haben.


    Austria

    Wir lieben Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken - vorausgesetzt, sie denken dasselbe wie wir (Mark Twain)

  • Martin,

    Zitat

    Jedoch bezweifle ich das, was Du da sagst, entschieden. Zunächst ist "Gefälligkeit" eine Kategorie, in der schnell der eine dem anderen den Rang abläuft und in dieser Hinsicht bezweifle ich es doch stark, daß der Danzi, den ich nicht kenne, heute noch eine Chance hätte.


    Missverständnis, wahrscheinlich habe ich mich unklar ausgedrückt: Ich meine nicht, dass man Danzi und Konsorten aus heutiger Sicht den Vorzug vor Beethoven gäbe, sondern dass, ginge es nur ums Gefallen, Beethoven, Wagner und vor allem Bruckner zu ihrer Zeit niemals hätten Fuß fassen können.


    Austria

    Zitat

    Wenn es aber soweit kommt, wie unlängst im Konzerthaus, daß ich mir aus buchstäblicher körperlicher Pein die Ohren zuhalten muß und zum ersten Mal in meinem Leben "nichts wie hier raus möchte"


    Verrate mir bitte, welches Stück das war. Ich möchte ungefähr einordnen können, wo Deine Grenze ist.

    ...

  • Zitat

    Original von Edwin Baumgartner
    Austria


    Verrate mir bitte, welches Stück das war. Ich möchte ungefähr einordnen können, wo Deine Grenze ist.


    Ungern. Andererseits - es wird wohl seiner weiteren Karriere nicht schaden, wenn ich ihn hier oute :D


    Uraufführung
    Bernhard Lang: "Differenz/Wiederholung 14" (2004)
    für Saxophone, Jazz Trio und Orchesterloops


    40 Minuten hat's gedauert.....


    LG
    Austria

    Wir lieben Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken - vorausgesetzt, sie denken dasselbe wie wir (Mark Twain)

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  • Hallo zusammen!


    Ich denke, die Beschäftigung mit moderner Musik muss mit der eigenen musikalischen Entwicklung Hand in Hand gehen. Man braucht dazu sicherlich ein solides Fundament. Wenn man über Bach, Mozart, Beethoven, Schubert bei Mahler angelangt ist, ist es sicherlich nur noch ein kleiner Schritt zu Schönberg, Berg und all die anderen Komponisten bis in die Gegenwart. Wenn man also einen Fuß vor den anderen setzt, wird die Beschäftigung mit der Moderne zur Selbstverständlichkeit. Was natürlich nicht heisst, dass mir jede Komposition und jeder Komponist der Moderne gefallen muss, das ist ja auch in den anderen Musikstilen nicht der Fall. Ich persönlich habe zum Beispiel keinen Zugang zu Magnus Lindberg gefunden. Lieder von Reimann und Henze haben mich fasziniert, ebenso der König Lear von Reimann und Sophies Choice von Maw, auch dessen Violinkonzert gefällt mir, und Gesualdo von Schnittke, sowie dessen Kammermusik. Jedenfalls gibt es meiner Meinung nach wunderbare moderne Musik, man muss nur seine Vorurteile hinterfragen und sich darauf einlassen. Man muss sich also weiterentwickeln und damit, siehe oben, schließt sich wieder der Kreis.

  • Zitat

    Original von Edwin Baumgartner
    Austria,
    alles klar. Keine Verteidigungsrede meinerseits möglich. Nur die Bemerkung, dass es auch lebende Komponisten gibt, die wirklich gute Musik schreiben. Auch in Langs Generation.


    Keine Verteidigungsrede möglich, weil nicht gehört? oder weil eben doch gehört? ;-)


    LG
    Austria

    Wir lieben Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken - vorausgesetzt, sie denken dasselbe wie wir (Mark Twain)

  • Hallo,


    in der Tat gibt es lebende Komponisten, die gute Musik schreiben, habe ich selber gehört!


    Man muss allerdings etwas suchen, da lebende Komponisten selten in einem Nachschlagewerk "Die Klassiker der ernsten Musik" erscheinen; genauso suchen wie die Zeitgenossen Beethovens, Brahms oder Schönbergs IHRE zeitgenössischen Komponisten, von denen es viele schlechte oder mittelmäßige und nur wenige gute gab.


    Uwe

    Ich bin ein Konservativer, ich erhalte den Fortschritt. (Arnold Schönberg)

  • Austria,
    weil gehört.
    Der Kardinalfehler des Stücks: Es ist uferlos, es kommt nirgends her und geht in keine erkennbare Richtung. Ich habe das Gefühl, es könnte ebenso gut 20 Minuten dauern wie auch 60. Kein Aufbau erkennbar, für mich auch keine Struktur durchhörbar.
    Das sind dann die Stücke, die die Neue Musik in Verruf bringen.
    Aber das gibt's immer. Stell' Dir vor, Du müsstest die Romantik nicht an Wagner und Bruckner messen, sondern an Draeseke und Spohr (und da nenne ich durchaus den guten Durchschnitt!).

    ...

  • Hallo,


    mir gefällt die Musik Bachs sehr gut, und in Bach: Musikalisches Opfer habe ich auch schon Verweise auf Bach in der Moderne erhalten. Gibt es noch weitere Werke, die Bach-ähnlich klingen und mit denen man in die Moderne hineinschnuppern kann?


    Gruß
    qwer

  • Hallo,


    z.B. Fantasia contappuntistica von Busoni oder ggf. auch Variationen und Fuge über ein Thema von JSB (op. 81) von Reger.


    Beste Grüße

  • Eine direkte Hommage an Bach sind Schostakowitschs 24 Präludien und Fugen a la Wohltemperiertes Klavier. Die sind sehr hörenswert, allerdings nicht besonders "modern". Auch sein großartiges Klavierquintett beginnt mit "Präludium&Fuge".
    Eine etwas abstraktere Ähnlichkeit findet sich z.B. im ersten Satz von Bartoks Musik f. Saiteninstrumente, Schlagzeug & Celesta, ebenfalls eine Art Fuge. Strawinsky schrieb einige neoklassisch/pseudobarocke Werke, die auch an Bach erinnern, z.B. das Concerto "Dumbarton Oaks" oder die Psalmensinfonie


    viele Grüße


    JR

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Bachianas Brasileiras Nr. 1 - 9 von Heitor Villa-Lobos!
    ...der für mich sowieso auch zu den Größen des 20. Jahrhunderts zählt, obwohl es SEHR an Einspielungen seiner wahnsinnig vielen Werke mangelt!

  • Da man hier nicht nach außen verlinken darf, deshalb der Hinweis auf die Internet-Veröffenlichung von Frank Schneider "Bach als Quelle im Strom der Moderne".

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