Who's afraid of 20th century music?

  • Zitat

    Es scheint also tatsächlich amerikanische Journalisten zu geben, die Carter nicht als Nationalheiligtum ansehen, anders wie in Österreich, wo Ligeti und Cerha nicht aus der Weihrauchglocke kommen.


    Oder ist dieser üble Aprilscherz selbst ein Aprilscherz und nie in einer Zeitung gestanden?


    Wirklich ein Aprilscherz, der aber einiges Aufsehen erregt hat. Der Text ist von
    William Bolcom... Ist aber GsD nie in die Zeitung gekommen. Viele waren von den Socken, manche haben sich gefreut.

  • Dieser Bolcom ist doch wirklich ein spaßiges Kerlchen.
    Am Ende hat er eigene Erfahrungen verwertet - schließlich war er ja auch ein Modernist, ehe er in "A View from the Bridge" zu einem Post-Menotti-Idiom wechselte...
    :hello:

    ...

  • Zitat

    Original von der Lullist
    ich würde hier gerne nochmal die illustre Gesellschaft dazu animieren ein paar CD Tips zum Besten zu geben.


    :hello:


    Hi,
    schau doch mal hier und hier oder auch hier. Ist zwar alles sehr, sehr modern - aber CD-Tips findet man dort...
    Herzlichst,
    Medard

  • Hallo Matthias,


    Zitat

    Original von der Lullist
    ich würde hier gerne nochmal die illustre Gesellschaft dazu animieren, ein paar CD Tips zum Besten zu geben.


    Ergänzend zu Medards Hinweisen möchte ich noch auf diesen Thread eindringlich aufmerksam machen:


    Ohrenschmaus des 20. Jahrhunderts ?


    Sind zwar wenige CD-Tips, jedoch sehr lohnende Werkempfehlungen dabei!


    Herzliche Grüße
    Johannes

  • Jedenfalls für Musik aus Deutschland ist auch die Serie des Deutschen Musikrates "Musik in D von 1950 bis 2000" ein Tip. Bei jpc regelmäßig für 3,99 Euro im Angebot.


    Für wenig Geld gibt es da einen recht guten Überblick über die musikalische Entwicklung in D nach dem Kriege.


    Mein Problem mit zeitgenössischer oder moderner Musik sind die CD-Preise, nicht das Repertoire. Ich gebe ungern Euro 16,19 und 20 aus für Musik, die ich nicht einschätzen kann. Die Online-Hörschnipsel sind in diesem Fall keine Hilfe.


    Mein Sammlung wäre sicher deutlich umfangreicher, wenn die Label Wergo, Cairos uswusf. nicht relativ teuer wären.

  • Zitat

    Original von Robert Stuhr
    Mein Sammlung wäre sicher deutlich umfangreicher, wenn die Label Wergo, Cairos uswusf. nicht relativ teuer wären.


    Lieber Robert,


    da hat man dann ja die stille Hoffnung, dass die Komponisten noch davon profitieren können ...


    LG Peter

  • Zitat

    Original von pbrixius
    Lieber Robert,
    da hat man dann ja die stille Hoffnung, dass die Komponisten noch davon profitieren können ...


    Aber nur, wenn sie tatsächlich prozentual beteiligt und nicht mit einer Pauschsumme abgegolten werden. Eine bloße Hoffnung ist mir als Kaufargument arg wenig.


    Außerdem hilft es dem Komponisten wenig, wenn er bei einem CD-Preis von 18 Euro keine Royalties erhält, weil der Kunde die CD nicht kauft, während er bei einem Preis von Euro 10 wenigsten Royalties bekommt.


    Ich arbeite für mein Geld mindestens so hart und so lang wie der Komponist. Ich sehe deshalb nicht ein, hohe CD-Preise zu bezahlen, nur um dem Komponisten einen Gefallen zu tun. Umgekehrt käme der auch nicht auf die gleiche Idee.


    Vielmehr könnte er mal etwas Phantasie entwickeln, zB Direktvertrieb von der Homepage aus, Download einzelner Werke, meinetwegen auch als mp3. Es leuchtet mir ein, daß kleine Label wie Wergo oder Cairos anders kalkulieren müssen, aber das ist ihr Problem, nicht meines.

  • Zitat

    Original von Robert Stuhr
    Vielmehr könnte er mal etwas Phantasie entwickeln, zB Direktvertrieb von der Homepage aus, Download einzelner Werke, meinetwegen auch als mp3. Es leuchtet mir ein, daß kleine Label wie Wergo oder Cairos anders kalkulieren müssen, aber das ist ihr Problem, nicht meines.


    Point! :yes:

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  • Zitat

    Original von Robert Stuhr
    Es leuchtet mir ein, daß kleine Label wie Wergo oder Cairos anders kalkulieren müssen, aber das ist ihr Problem, nicht meines.


    Lieber Robert,


    aber ohne diese Labels würdest Du keine einzige Note von Eggert & Co. kennen. Bei Moritz Eggert kannst Du Dir mal ansehen, wie schwierig das für einen - immerhin doch bekannteren - lebenden Komponisten ist. Einiges erhälrt man von ihm privat für einen Unkostenbeitrag ...


    http://www.moritzeggert.de/ind…=soundcarrier&sorting=chr


    LG Peter

  • Zitat

    Original von Robert Stuhr
    Vielmehr könnte er mal etwas Phantasie entwickeln, zB Direktvertrieb von der Homepage aus, Download einzelner Werke, meinetwegen auch als mp3. Es leuchtet mir ein, daß kleine Label wie Wergo oder Cairos anders kalkulieren müssen, aber das ist ihr Problem, nicht meines.


    Das Problem ist, dass bei unbekannteren Komponisten eine Homepage für die Katz ist, da sich niemand dorthin verirren wird. Zumindest ist das meine derzeitige Einschätzung, da ich nach längerem Winterschlaf überlege, wie ich mich selbst besser sichtbar und hörbar machen kann ...


    Vielleicht wäre aber eine Möglichkeit, von einer Seite, die von Leuten genutzt wird, die nach lebenden Komponisten Ausschau halten, wie "www.mica.at", beim dortigen Komponistenportrait einen Link auf die eigene Homepage zu setzen und dann dort den Vertrieb.


    Da ich plane, zumindest mal eine CD produzieren zu lassen, und diese möglichst billig (ohne Gewinn) zu verkaufen, und ich eigentlich nur die Möglichkeit sehe, nach Konzerten bei einem Tisch herumzuhängen auf dem die CDs herumhängen, da andere Vertriebsmöglichkeiten als eher unrealistisch eingeschätzt werden, würde ich mich freuen, wenn Du die Funktionstüchtigkeit Deines Vorschlags noch etwas untermauern könntest ...
    :hello:

  • Ohne mich hier in die Feinheiten moderner Marketing- und Vertriebsstrategien einarbeiten zu wollen, habe ich doch im Weltnetz die eine oder andere Seite gefunden, die man beispielhaft anführen könnte, zB diese hier:


    http://pianosociety.com/cms/index.php?section=1



    Auf dieser Seite lassen sich Einspielungen zahlreicher Pianisten herunterladen. Für junge Pianisten ist es sicher nicht einfacher als für Komponisten, bekannt zu werden.



    Eine weitere Seite ist zB:


    http://magnatune.com/genres/classical/



    Da wird sich sehr viel Mühe gegeben, die Abrechnungsmodalitäten plausibel zu erklären, die Lizenzen sind genau erläutert, die Preise fair.


    Und das sind nur 2 Seiten. Wenn Du "contemporary composers" bei Google eingibst, findest Du eine Vielzahl von Seiten. Der Download von Werken ist nicht mehr ungewöhnlich.