Ludovico v.B. aus vollsaftigen Tontrauben, gut 200 Jahre gereift:

:faint:
Ludovico v.B. aus vollsaftigen Tontrauben, gut 200 Jahre gereift:

:faint:
ZitatOriginal von klingsor
... wieso ist das so oft so, daß nischen-repertoire, das eigentlich bester künstler bedürfte, von miesen künstlern eingespielt wird?
Naja, Typen wie wir kaufen halt noch die letzten Heinze, selbst auf, zu hohem Prozentsatz, Katastrophenlabeln, froh, das Zeug, das man immer schon mal hören wollte, endlich überhaupt mal zu Gehör zu bekommen.
Wieso sind die bekannten, erfolgreichen Künstler, die es sich leisten könnten, so selten ein bischen risikofreudiger in der Repertoireauswahl?
Matthias
ZitatOriginal von Pius
Ich kaufe wohl keine Puccini-CD mehr.
Mir gefällt ja kein einziges Stück auf der CD... :wacky:
Er Ignorant!
![]()
Aber die Nummer eins der Popcharts konsultieren....
![]()
war da nicht auch das da mal Tabellenführer?
p.s.: bei mir geht die Mehta/Pavarotti-Aufnahme wie im U vorrüber, dass Du das weist!
ZitatOriginal von ThomasBernhard
Er Ignorant!
![]()
Aber die Nummer eins der Popcharts konsultieren....
![]()

![]()
Jetzt aber bei mir Nischenrepertoire, das hier sehr zufriedenstellend eingespielt wurde, vom Liszt-Schüler Julius Reubke (1834- 1858 ).
Große Sonate für Pianoforte b-moll - nicht schlechter als Liszts h-moll-Sonate, dabei über Liszt noch hinausweisend. Claudius Tanski (p) ist sehr gut, aber z.B. von der Argerich würde ich das auch mal gerne hören.
Orgel-Sonate nach dem 94. Psalm - Martin Sander (Klais-Orgel, Altenberger Dom) Die hat es mir besonders angetan. Klingt an manchen Stellen schon richtig modern.
Matthias
ZitatAlles anzeigenOriginal von klingsor
so, kontrast muß sein:
telemann: festkantaten.
lobet den herren, alle seine heerscharen. hier gibt es einen der beeindruckendsten choräle mit großartigen pauken/trompeten-ritornell: amen, das ist:es werde wahr.
![]()
![]()
wer nur den lieben gott läßt walten.
der tod ist verschlungen in den sieg.
collegium vocale des bach-chores siegen, hannoversche hofkapelle, trompeten-consort freidemann immer (hänssler).
für den von mir nicht sonderlich geliebten telemann gar nicht übel; wirklich: gar nicht übel ...
ich muß mal sagen: überraschend gut ... tatsächlich ... ![]()
Hallo Pius,
das ist momentan Nr. 1 der (deutschen?) Pop-Charts??? Beim Anblick des Covers würde mir der spontan viel passendere thread Warum Pop-Musik so geil ist einfallen ![]()

Nö, eigentlich nicht. Aber das ist das Ergebnis, wenn ich bei jpc nach "Ney Waldstein" suche. Kann es wirklich sein, dass unser Werbepartner nicht eine einzige Aufnahme von Elly Ney anbietet!?
So ist's richtig:
Die Waldstein-Sonate mit Elly Ney. Also, das Adagio und vor allem der Übergang zum Dritten Satz ist schon ganz wunderbar.
Grüße,
Micha
Fein, noch ein Freund von Elly Ney hier bei Tamino?
Bei mir allerdings gerade Frederic Delius:
Paris-Nocturne
Es spielt das Royal Liverpool Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Charles Groves.
Mein Erstkontakt (gut 30 Jahre ist das her) mit dem Werk -damals häufiger im Rundfunk gesendet- der mich auch heute noch begeistert. Mal schauen, ob sich ein Bildchen dazu finden lässt.
Liebe Grüße vom Thomas ![]()
ZitatOriginal von Thomas Pape
Fein, noch ein Freund von Elly Ney hier bei Tamino?
Na, wir werden doch wohl nicht die beiden zweinzigen sein, oder?
Grüße,
Micha
Es läuft noch eine Auswahl Klaviermusik aus 5 Jahrzehnten von Kurt Schwaen.
Es spielt sehr einfühlsam Ton Nu Nguyet Minh, für die auch einige Stücke geschrieben sind. Schwaen hat für sie auch ein sehr beeindruckendes Klavierkonzert geschrieben, das in der Hastedt-DDR-Komponistenreihe noch zu bekommen ist.
Matthias
Strauss: Die Frau ohne Schatten
(Voigt, Heppner, Grundheber, Hass, Schwarz - Sinopoli)
Reynaldo Hahn: Offrande

Es singt Reynaldo Hahn ...
Voici des fruits, des fleurs, des feuilles et des branches
Et puis voici mon coeur qui ne bat que pour vous.
Ne le déchirez pas avec vos deux mains blanches
Et qu'à vos yeux si beaux l'humble présent soit doux.
J'arrive tout couvert encore de rosée
Que le vent du matin vient glacer à mon front.
Souffrez que ma fatigue à vos pieds reposée
Rêve des chers instants qui la délasseront.
Sur votre jeune sein laissez rouler ma tête
Toute sonore encor de vos derniers baisers ;
Laissez-la s'apaiser de la bonne tempête,
Et que je dorme un peu puisque vous reposez.
Liebe Grüße Peter
Guten Morgen,
höre von einem heutigen Geburtstagskind:
Johann Hermann Schein
"Psalmen Davids sampt etliche Moteten und das Te Deum"
Der La Capella Ducale und der Musica Fiata Köln gelingt es
überzeugend, diese festlichen und teils 24 Stimmen umfassenden
geistlichen Werke zu präsentieren.
![]()
J.H. Scheins Psalmvertonungen brauchen sich vor ähnlichen
Kompositionen von Praetorius und Schütz nicht verstecken.
Gruß ![]()
aus der Kurpfalz
Bernhard
Bevor es zur Arbeit geht, noch ein bißchen musikalisches Neuland:

-Sinfonie Nr. 1, Zubin Mehta dirigiert das LA Philharmonic Orchestra
Georg Philipp Telemann: Fantasie Nr. 8 e-moll für Blockflöte

Es spielt Jed Wentz.
Liebe Grüße Peter
Nachdem mich Furtwänglers mailänder Rheingold recht enttäuscht hatte, finde ich gerade großen Gefallen am Siegfried.
12,99 bei 2001

viel spaß und herzlich willkommen im forum.
![]()
ZitatOriginal von Kurzstueckmeister
Zuerst mal die Deutschen, von denen habe ich besonders viel gehört
und nun die Italiener, von denen habe ich auch einiges gedreht:
[jpc]B0000UJK6A[/jpc] hiervon Rigatti, Cazzati, Storace, Picchi
Mazzocchi (Doppel-CD mit Monteverdi-Zeitgenossen)
Da werden noch Legrenzi und Lonati folgen (die nächsten Tage)
So ganz allmählich fängt die Barockmusik an, mir auf den Keks zu gehen.
Nächste Woche wechsle ich die Epoche!
![]()
dank Holger mit neuem Hörstoff versorgt, nun mein (wirklicher) Erstkontakt mit der Musik des Letten Ivanovs:
Janis Ivanovs: Symphonie Nr. 15 b-moll "Symphonia ipsa" (1972)
Nationales Sinfonieorchester Lettlands
Eri Klas, Dirigent
Erster Eindruck: :]
![]()
Wulf
Feierabend:
Wolfgang Amadé Mozart [1756-1791]
Sinfonie D-Dur KV 504 "Prager"
Sinfonie C-Dur KV 551 "Jupiter"
in der Bearbeitung für Flöte, Violine, Violoncello und Fortepiano
von Johann Nepomuk Hummel [1778-1837]
Robert Hill, Fortepiano [Hammerflügel nach A. Walter von Keith Hill, Manchester, 1996]
Ensemble L'Ottocento
Andrea Klitzing, Flöte [Rudolf Tutz, Innsbruck 1996 nach Heinrich Grenser]
Thomas Kretschmer, Violine [Jakob Betz, Tirol, 1781]
Guido Larisch, Violoncello [Samuel Berner, Brixen, 1754]
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
Ulli
guten Abend allerseits. Es kam mal wieder Post, heute von ebay und amazon :

Johannes Brahms, Symphonie Nr 4
Staatskapelle Dresden, Kurt Sanderling
Hallo Wulf,
ZitatAlles anzeigenOriginal von Wulf
dank Holger mit neuem Hörstoff versorgt, nun mein (wirklicher) Erstkontakt mit der Musik des Letten Ivanovs:
Janis Ivanovs: Symphonie Nr. 15 b-moll "Symphonia ipsa" (1972)
Nationales Sinfonieorchester Lettlands
Eri Klas, Dirigent
Erster Eindruck: :]
schön, dass dir die Musik gefällt - Ivanovs ist meines Erachtens ein exzellenter Komponist, der es schaffte, in 21 Sinfonien (die letzte hat er nicht mehr selbst fertigstellen können) eine sehr große stilistische Bandbreite abzudecken. Er begann mit national getönter, melancholischer Naturromantik (Nr.1-3), dann Einflüssen von Im- und Expressionismus (Nr.4&5), um Ende der 1940er Jahre ganz offensichtlich auf die Forderungen des "Sozialistischen Realismus" einzugehen, was zwei wundervolle, helle und folkloristisch geprägte Sinfonien hervorbrachte.
Danach wird die Tonsprache wieder düsterer, und in den Sinfonien der 1960er Jahre arbeitet Ivanovs mit Zwölftonreihen (ohne die Tonalität zu verlassen). Seine späten Sinfonien, zu denen die Fünfzehnte gehört, sind meiner Ansicht nach seine Meisterwerke: dunkel und kraftvoll, fließende Melodik, tragisches Pathos - diese Werke sind (vom Komponisten Margeris Zarins) sogar mit griechischen Tragödien verglichen worden.
Die Fünfzehnte gehört zu seinen stärksten Werken. Ich verstehe ihren Titel ehrlich gesagt nicht ("Die Sinfonie selbst"?), aber das tut nichts zur Sache, weil das Stück einfach klasse ist. Von den flüchtigen Anfangsakkorden über das kraftstrotzende, zornige Scherzo bis hin zu den düster verlöschenden Schlusstakten überzeugt mich diese Sinfonie sehr.
Viele Grüße
Holger
