Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik 2009)

  • Auf einfachen Wunsch ( ;) naja, auch weil die Aufnahme schon länger ungehört herumliegt):


    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Zitat

    Original von pbrixius


    Die Angabe steht hinter dem nächsten Stück, das zusammen mit den Cellosonaten aufgenommen wurde: IV.1968, also früher als die anderen, die im gleichen Jahr veröffentlicht wurde.


    Vielen Dank Peter! Hatte nicht gedacht, dass die Aufnahmedaten von Bruchs Kol Nidrei die gleichen sind, wie die der Cellosonaten. So finde ich sogar erstaunlich, dass die Interpretationen doch recht verschieden ausfallen (zumindest was das Tempo angeht), wo sie doch so dicht (4 Monate) hintereinander aufgenommen wurden.


    Zuletzt zum wiederholten male gehört:


    Yu Kosuge - Live at Carnegie Hall (14.11.2005)
    Bach / Busoni: Chaconne aus BWV 1004
    +Haydn: Klaviersonate H16 Nr. 42
    +Beethoven: Klaviersonate Nr. 23 "Appassionata"
    +Takemitsu: Ran Tree Sketch I
    +Schumann: Davidsbündlertänze op. 6
    Label: Sony , DDD/LA, 2005


    daraus die Davidsbündlertänze!
    :jubel: :jubel: :jubel:


    Viele Grüße
    Frank

    From harmony, from heavenly harmony
    this universal frame began.


  • Hallo Peter,


    von der "Bluthochzeit" kannte ich lange auch nur Ausschnitte, bis ich die Wand-Einspielung bekommen habe. Ein wirklich interessantes Werk, wenn ich auch nicht sagen kann, dass es mir spontan gefallen hätte. Das kann sich aber erfahrungsgemäß durch weiteres Hören noch bei mir ändern. Wand ist wieder sehr, sehr gut und ich werde mich sicher noch genauer mit diesem Werk irgendwann auseinandersetzen.


    Überhaupt finde ich Fortner recht interessant. Schade, dass man derzeit kaum etwas bekommt. Seine zweite Lorca-Oper "In seinem Garten liebt Don Perlimplin Belisa" würde mich z.B. auch noch sehr interessieren. Schon, weil auch Nono den selben Stoff in der "Der rote Mantel" aufgegriffen hat.
    Was mir von Fortner sofort sehr gut gefallen hat, war aus der früheren noch tonalen, aber häufig diatonischen Werkphase die "Hölderlin-Gesänge" von 1933, die ich einmal in Italien hören konnte, sowie aus der Nachkiegsphase, "Mouvements" für Klavier und Orchester von 1954 - ein faszinierendes Werk voller Energie, in der es Fortner schafft, komplexe Konstruktion, ich glaube, 12-tönig, mit jazzhaften Impulsen, teilweise äußerst verdichtet, miteinander zu verbinden. Einspielungen oder Mitschnitte beider Werke besitze ich leider auch nicht.
    Was ich über einige andere Werke lesen konnte, bzw an Noten einsehen konnte, hat mich auch auf mehr neugierig gemacht.


    Bleibt zu hoffen, dass sich doch irgendjemand mal der Fortnerschen Werke annimmt. Das ist doch eine Form von Modernität, die mir durchaus heute für ein nicht mehr ganz so kleines Publikum als hörbar erscheint, könnten sie es überhaupt kennenlernen.


    In den Radioarchiven muß natürlich auch noch jede Menge an Aufnahmen sein. Dass die so unzugänglich sind, darüber mag ich lieber gar nicht nachdenken. :angry: Immerhin schön, dass Hänssler hier wenigstens etwas in der Wand-Reihe veröffentlicht hat.


    LG, Matthias


    P.S.: Gracia Lorca -Vertonungen könnte auch ein dankbarer Thread werden. Mir sind aus Klassik wie Jazz recht viele bekannt, von noch mehr weiß ich zumindest um ihre Existenz. Mehr Zeit müßte man haben....


  • Liebe Fairy, Du hattest total recht! Bryn Terfel ist wirklich auch ein gigantisch guter Liedsänger und ich bin überglücklich, endlich die Schubertlieder in seiner Interpretation und in Begleitung des nicht minder wunderbaren Malcolm Martineau zu hören.


    Beim Erlkönig kullern regelmäßig die Tränen, denn so intensiv wie er die drei Personen gesanglich darstellt, überfällt mich der Horror dieser Geschichte immer wieder neu.


    Jetzt hoffe ich sehr, ihn im Mai live zu erleben, allerdings dann als Opernsänger.


    Gute Nacht
    Ingrid



  • Sehr beeindruckend - vor allem die Humoreske und der Schlußsatz des "Konzert ohne Orchester" op. 14. Den Worten von Alfred Beaujean in der FAZ kann sich Cassiodor durchaus anschließen:


    "Am 30. Mai 1999 spielte András Schiff in der Züricher Tonhalle ein Schumann-Recital, dessen aufregende Unmittelbarkeit von den ECM-Technikern in bewundernswerter Präsenz eingefangen wurde. Anders als Kollege Pollini, dessen neue Schumann-Einspielung ein Hauptwerk, die Kreisleriana, zwischen das frühe Allegro op. 8 und die späten "Gesänge der Frühe" op. 133 stellt, Stücke also, die in der Schumann-Literatur zumeist geringer eingeschätzt werden, präsentiert Schiff drei Großwerke aus der "goldenen" Schaffenszeit des Komponisten, die Humoreske op. 20, deren Titel eher irreführend ist, die acht Noveletten op. 21 und die relativ selten zu hörende Sonate f-Moll op. 14, ein Programm, dem er als Zugabe noch das vierte der Nachtstücke op. 23 folgen läßt. Die Unmittelbarkeit der Live-Wiedergabe erfährt ihre erregende Zuspitzung durch Schiffs "ungarisches" Temperament, das allerdings jederzeit durch ein Maximum an dynamischer und agogischer Flexibilität, an klanglicher Transparenz gesteuert wird. Die Sorgfalt, mit der Schiff Schumanns kontrapunktisches Gewebe ausbalanciert, Nebenstimmen durchzeichnet, sie von den Hauptstimmen distinkt abhebt, läßt auch an Stellen rauschhafter pianistischer Bravour nicht nach. Nichts erscheint an diesem Schumann-Spiel beiläufig, der Reichtum der verschiedenen Ausdruckscharaktere und 'kontraste etwa in den Noveletten wird plastisch ausgeformt. ... Die Leidenschaftlichkeit dieser Klaviermusik aus den Jahren des Kampfes um Clara überfällt den Hörer geradezu. Gemessen an Pollinis bei aller Meisterschaft kühlerer, gelegentlich auch etwas manirierter Schumann-Sicht, wirkt dieser Mitschnitt eines pianistisch-musikalischen Ereignisses in jeder Phase erregend. Schumann, der überströmende Erzromantiker pur."

  • Guten Tag,


    werde mich bei den sonnigen Wetter hier aufs Fahrad setzen
    und unterwegs meine heutige Neuerwerbung anhören:



    Johann Sebastian Bach


    Messe h-moll BWV 232


    Neueinspielung durch Le Petite Bande.


    (Gut, die h-moll-Messe ist die nicht unbedingt "allergeeigneste
    Radfahrmusik",
    aber wenn man beides miteinander verbinden kann ;) )


    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Violinbarockiges auch heute nachmittag, diese erlesene Scheibe:


    Biagio Marini (1597-1663)
    Curiose invenzioni dall'opera ottava
    Monica Huggett, Violine; Galatea; Ltg.: Paul Beier
    Stradivarius 1998


  • De Prinz kütt...





    Louis Ferdinand Prinz v. Preußen [1772-1806]


    Sämtliche Klaviertrios Vol. I
    Klaviertrio As-Dur op. 2
    Klaviertrio Es-Dur op. 10


    Trio Parnassus


    Lohnenswert! :] Eine Mischung aus Mendelssohn und Schubert...


    Ulli


  • Gary Graffman und Charles Munch mit dem ersten Brahms-Konzert. Eine meiner Lieblingsaufnahmen: Graffmans Spiel ist prägnant und klar und lässt doch den notwendigen Tastenfuror nicht vermissen. Und Charles Munch ist einer der wenigen Dirigenten, von denen mir noch nie eine Aufnahme untergekommen ist, die ich nicht nahezu perfekt gefunden hätte.


    Grüße,
    Micha

  • Zum Feierabend nun bei mir musikalisches Neuland :



    Einojuhani Rautavaara, Sinfonie Nr. 1


    :hello:


    Gruss
    Holger

    "Es ist nicht schwer zu komponieren.
    Aber es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen"
    Johannes Brahms

  • guten Abend allerseits. Und wieder den ganzen Tag verpennt, da bleibt jetzt nur noch Zeit für eine Scheibe :



    Dmitri Schostakowitsch, Symphonien Nr 1 & 9
    National Symphony Orchestra, Mstislav Rostropovich

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Zitat

    Original von Michael M.


    Brahms, ungebremst: Scherchen mit der Dritten.


    Hallo Michael,


    wäre nett, wenn Du ein, zwei Sätze zu den Aufnahmen schreiben würdest, auch zur Aufnahmetechnik (bei Scherchen ja nicht immer optimal). Dank im voraus!

  • ... und nun noch Musik für die Kammer :



    Alban Berg, Lyrische Suite und Streichquartett op.3
    La Salle Quartett


    :hello:


    Gruss
    Holger

    "Es ist nicht schwer zu komponieren.
    Aber es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen"
    Johannes Brahms

  • Guten Abend


    höre jetzt:



    Georg Friedrich Händel


    " Un' Opera Immaginaria (Opernpasticcio) "


    Eine "imaginäre" Händel-Oper, die der Musikwissenschaftler
    Ivan A. Alexandre aus 11 Händel-Opern und Oratorien zusammengestellt hat.


    Vergnügliche Zusammenfassung aus rund
    zwanzig Jahren Händelaufführungstradition
    mit verschiedenen Sängern und Ensembles.
    (Am Besten nur einfach mal anhören und raten,
    wer singt und spielt denn da :D )


    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Und jetzt bezaubert mich:


    Heinrich Ignaz Franz von Biber (1644-1704)
    Violinsonaten Nr. 2, 3, 5, 7 (1681), Nisi Dominus, Passacaglia
    Monica Huggett, Ensemble Sonnerie
    Gaudeamus 2000



    Schade, daß Frau Huggett nur diese Sonaten eingespielt hat, denn die vollständige Edition mit Andrew Manze fasziniert mich nicht ganz so wie das hier (grob gefaßt: Hochgespannte Virtuosität dort, feinnervige, sensible Musikalität hier).


  • Wir nähern uns dem Karfreitag und deshalb habe ich wieder unbändige Lust auf den Parsifal. Diese Solti-Aufnahme ist unerreicht genial :jubel: :jubel:

  • Diese Aufnahme hat mich wiedermal in ihren Bann gezogen:


    Früher rasierte man sich wenn man Beethoven hören wollte. Heute hört man Beethoven wenn man sich rasiert. (Peter Bamm)

  • Guten Abend.


    Ich versuche gerade einen Ersteindruck von



    J. S. Bach, David Fray, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen: Klavierkonzerte BWV 1052, 1055, 1056, 1058


    zu machen, aber mein CD-Player scheint etwas dagegen zu haben . . . .


    Lieben Gruß


    BFB