Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik 2009)


  • Lieber Thomas,


    sehr schön beschrieben... :jubel:


    Wer nicht die Gesamtaufnahme der Schubert-Sinfonien kaufen möchte, ist mit dieser CD bestens bedient



    Die Schubert-Sinfonie stammt aus 1980. Schuberts 5, rundet eine der besten Aufnahmen, die ich von Beethovens 6. kenne, adäquat ab.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Moin,


    so jetzt laufen auf meinem Ipod endlich die ersten Takte dieser Neuerwerbung ( :hello: Norbert):



    Bruckner: 8. Sinfonie
    Haitink, Concertgebouw

    Grüsse aus Rhosgobel


    Radagast


  • Johann Ladislaus Dussek (1760-1812)


    Quintett für Klavier, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabaß f-moll op. 41


    Nepomuk Fortepiano Quintet


    Sehr schön!


    :]


    Ulli

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

  • Bei mir nun Musik für die Kammer :



    Georg Friedrich Händel (1685-1759)


    Trio Sonaten op.2
    Academy of Ancient Music


    Wie steht es auf der Cover Rückseite geschrieben :


    ... brillant komponierte, aufregende und vor allen Dingen vergnügliche Kammermusik.


    Wie wahr und dazu prickelnd gespielt von der Academy.


    :hello:


    Gruss
    Holger

    "Es ist nicht schwer zu komponieren.
    Aber es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen"
    Johannes Brahms

  • Guten Abend


    höre jetzt:



    " O Dulcis Amor Jesu "


    Ein Vespergottedienst am Hofe des Habsburger Kaiser Ferdinand II. mir Werken von Giovanni Valentini unmd Giovanni Priuli,
    in der gewohnt kompetenten Weise von La Capella Ducale und der Musica Fiata zelebriert :jubel: :jubel:


    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Das verlängerte Wochenende wurde recht musikalisch begangen.
    z.B. habe ich mich den Franzosen der Nachkriegszeit gewidmet.
    Viel zu selten gehört und mich z.T. ziemlich von den Socken geworfen.
    (... oder wie sagt man?)



    Jean Barraqué (1928-1973)
    Chant apres Chant (1966)


    Bin ja schon lange Barraqué-Fan, allerdings etwas auf Concerto (1962-69) und Le Temps Restitué (1957 / 68 ) fixiert und die Klaviersonate, von der es erfreulicherweise mehrere Aufnahmen aktuell gibt.


    Barraqué ist ja neben Boulez der prominenteste serielle Franzose, herber und wilder als Boulez und blieb bis zu seinem frühen Tod beim Serialismus, schrieb nur eine Handvoll Stücke. Chant apres Chant ist für Gesang, Klavier und 6 Schlagzeuger - da kracht es ordentlich ... streng-delikat
    :lips:



    René Leibowitz (1913-1972)
    Suite op. 81
    f. Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Horn, Violine, Viola, Cello, Kontrabaß (1967)


    War mir früher zu eng an Schönbergs Zwölftonproduktion. Seit ich aber Schönbergs Bläserquintett so richtig lieben gelernt habe, höre ich schon mehr Leibowitz im Leibowitz.
    :yes:



    Henry Dutilleux (geb. 1916)
    Tout un monde lointain (1970)


    Ein Cellokonzert, rauschhaft üppig, Lutoslawski-ähnlich (wahrscheinlich der Lieblings-Nachkriegs-Franzose für Klassikliebhaber). Interessant für mich vor allem, weil er der Lehrer von Grisey war. Schön.



    Gérard Grisey (1946 - 1998 )
    Les Espaces Acoustiques (im Wesentlichen 1974 - 1981)


    Monumentaler Zyklus, mit Bratsche solo beginnend, orchestral endend. Hauptwerk des Spektralismus.
    :jubel:



    Pierre Henry (geb. 1927)
    La Ville. Die Stadt (Erstsendung 1984)


    Eine große elektronische Komposition? Oder ein Hörspiel? Oder Techno?
    Früher hat mich irritiert, dass etwa der Verkehr mit Schlagzeug kombiniert wird (die Pendeluhren mit Säuglingsgeschrei und wiederholten Streichquartett-Fragmenten habe ich immer gemocht).


    Aber jetzt haben schon die 6 Minuten Schritte am Beginn (mit Türen und Schlüsseln ab und zu und etwas synthetisch moduliertem Rauschen) einen spirituellen Sog entwickelt, den ich bei Henry noch nie wahrgenommen habe.
    :faint:

  • ua zum Socken-Aufhängen und Essen - aber auch sehr konzentriert:



    Antonio Bertali (1605-1669)
    Instrumentalmusik



    Marco Uccellini (1610-1680)
    Violinsonaten


    Immer wieder fein. Dario Castello läßt grüßen.

  • Schönbergs op. 34 und Schönbergs op. 35 und etwas Hindemith dazu.
    1930 ist auch eine schöne Jahreszahl.



    Arnold Schönberg (1874 - 1952)
    Begleitmusik zu einer Lichtspielszene op. 34 (1930)


    Paul Hindemith (1895 - 1963)
    Ouverture zu Neues vom Tage mit Konzertschluss (1930)


    Ich versuche, Ähnlichkeiten wahrzunehmen ...
    :rolleyes:



    Arnold Schönberg (1874 - 1952)
    6 Stücke f. Männerchor op. 35 (1930)


    Wenn schon op. 34, dann auch op. 35.
    Logisch, oder?


    Wirklich zu Thränen gerührt hat mich aber was aus dem Jahre 1909:



    Arnold Schönberg (1874 - 1952)
    Erwartung op. 17 (1909)


    So etwas ist mir in letzter Zeit nur bei Mahlers 9. passiert. Wenn man sich auf die transportierten Gefühle einläßt ... puh
    ;(

  • Da ich bei Haydn den Überblick verloren habe, habe ich mir vorgenommen, JRs Best-of-Sinfonien zumindest besser kennenzulernen, und daher 2x 83 angehört.
    Toll.

    Joseph Haydn (1732-1809)
    Symphonie Nr. 83 - die pariser Henne, also La Poule, aber ohne Rameau. (1785)
    :beatnik:

  • Zitat

    Original von Kurzstueckmeister
    ua zum Socken-Aufhängen und Essen - aber auch sehr konzentriert:
    Immer wieder fein. Dario Castello läßt grüßen.


    Hoffentlich sind die Socken inzwischen trocken :D

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Wir hatten schließlich Feiertag ...


    Anstelle von Luc Ferraris "Presque rien", das ich nicht auf CD habe aber obige Franzosen-Sitzung ergänzt hätte, ein amerikanisches Fast-Nichts:



    James Tenney (geb. 1934)
    Koan (1971)


    Sozusagen die Violinversion von "for Ann, rising". Eine Idee/ein Prinzip - und zwas ein sehr einfaches - läuft 20 Minuten ab. Viel minimalistischer als die strengsten Stücke der Minimal Music (weil das Material einfacher ist als in der Minimal Music).


    Ich mag das.
    :yes:


    Vorher etwas verstimmter abstrahierter Pseudo-Ruggles:
    Diaphonic Trio aus der für mich immer noch kuriosen Spätphase des Komponisten.


  • Krommer / Mozart: Oboenkonzerte


    ad Mozart: Ich halte KV 314 nach wie vor für ein Fake. Oboenkonzerte dieser Zeit stehen üblicher Weise in F-Dur, das zeigt u.a. auch das Fragment KV 416f, sowie vergleichbare Werke von Ferlendis oder Rosetti und nicht zuletzt Krommer.


    ad Krommer: die dröhnenden Orchesterritornelle passen nicht so recht zu diesem piepsigen Instrument... Trompete wäre passender.


    Nichtsdestotrotz schöne Musik!


    =)


    Ulli

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

  • Zitat

    Oboenkonzerte dieser Zeit stehen üblicher Weise in F-Dur


    Und was ist mit Haydn C-dur, Dittersdorf G-Dur und C-dur, Fiala D-Dur, Lebrun C-Dur etc. usf.?


    Es gibt sicherlich einige gute Argumente dafür, daß es die Flötenversion vor der Oboenversion gab - aber "Oboenkonzerte dieser Zeit stehen üblicher Weise in F-Dur" ist schon eine sehr ulkige Behauptung.....


    Viele Grüße


    Bernd

  • bei mir Quartette eines Edelmanns der zum Bürger wurde :D (Gulliotinierung inclusive)




    Jean Frederic Edelmann: 4 Clavier Quartette




    die Nähe zu Pilzbert ist enorm, allerdings schon mit leicht romantischen Zügen.
    Tolle HIP Aufnahme ! :jubel:


  • Ausnahmen bestätigen die Regel. ;)


    Ich hab ja nicht behauptet, daß es keine anderstonartigen Oboenkonzerte gibt, aber jenes von Mozart ist m. E. nicht von Mozart (die Flötenversion hingegen schon). Es klingt im Vergleich zu anderen Oboenkonzerten völlig unoboig...


    Das Oboenquartett von Mozart steht übrigens wie das Fragment KV 416f auch in F-Dur ...


    Köchel schreibt: [...] Auch die Führung der Fötenstimme beweist die Priorität des Oboen-Konzertes. Die eigentliche Höhe der Flöte ist kaum benutzt [...] - das ist zwar bezogen auf die Flötenstimme korrekt (wobei, nebenbei bemerkt, Mozart die Violinstimme in der Höhe in seinen Vl.-Konzerten auch nie ausreizte :P ), dennoch natürlich ein Trugschluß, da es weder von der Flöten- noch der Oboen-"Version" ein originales Autograph gibt. Wer auch immer diese Bearbeitung(en) gemacht hat, war natürlich dennoch gut.


    :hello:


    Zitat


    die Nähe zu Pilzbert ist enorm,


    :hahahaha: :hahahaha: :hahahaha:


    Bei mir nun:



    Joseph Haydn [1732-1809]
    6 Quartette op. XVII


    Quatuor festetics


    :jubel:


    Ulli

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

  • Hallo !


    Bei mir nun zum Feierabend hieraus :



    Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)


    Sinfonie Nr. 25 g-moll KV 183


    The Academy of Ancient Music,
    Christopher Hogwood


    :hello:


    Gruss
    Holger

    "Es ist nicht schwer zu komponieren.
    Aber es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen"
    Johannes Brahms

  • In nächster Zeit werde ich - da ich wieder über meine CD-Sammlung verfügen kann - vermehrt Klassik hören - und auch hier posten - auch wenn das einige als stumpfsimmig empfinden.
    Ich hingegen habe in diesem Thread zahlreiche Anregungen und Kaufanstöße gefunden, wurde auf CDs aufmerksam, die anderswo gar nicht erwähnt wurden oder im Trubel hochgeistiger Betrachtungen untergegangen sind....



    Heute erweise ich Ingrid Haebler meine Reverenz, welche einst das Zugpferd in Sachen Mozart und Haydn für Philips war..


    Ich höre derzeit Haydns Klavierkonzert Nr 11 in D-dur



    mfg aus Wien


    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Zitat

    Original von Alfred_Schmidt



    Heute erweise ich Ingrid Haebler meine Reverenz, welche einst das Zugpferd in Sachen Mozart und Haydn für Philips war..


    Einst? Das ist sie für mich heute noch.


    Bei mir gerade die Nr. 19 aus der Serie "Musica Antiqua Bohemica". Ich bastle gerade an einem eigenen Thread dazu. Was ist nun in der 19. Folge zu hören? Jan Dismas Zelenka und die 6. Sonate für Flöte, Oboe, Fagott und Cembalo, Jiri Antonin Benda mit der Tro-Sonate E-dur für Flöte, Violine, Violoncello und Cembalo und Godfrey Finger mit der Sonate für Flöte, Oboe, Violoncello und Cembalo.


    Wohin träume ich mich bei dieser Musik? Schloss Caputh? Nein, das wäre zwar angemessen, aber als bürgerlicher Linker denke ich eher an Schloss Petzow, nur wenige Schiffsminuten von Caputh entfernt (beide liegen am Ufer der drei zu Seen ausgefaserten Havel nahe Potsdam).


    Zumindest - dies in die Richtung meines Casseler Freundes gesprochen - in das Einflussgebiet eines aufgeklärten Königs.


    Santé und 'erzlische Grüühssöh


    vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Das erste Mal, das ich absichtlich telemanniere - aber DENON ist einfach unwiderstehlich, egal was drauf ist:



    Georg Philipp Telemann (1681-1767)


    Concerti per molti instrumenti
    als da wären: Viola d'amore, Oboe d'amore, Calumeau u.a.


    La Stravaganza Köln
    Andrew Manze


    :]


    Ulli

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

  • Sinfonie Nr. 6 aus jener hervorragenden Box:



    Neben den fantastischen, individuellen Interpretationen der bisher ganz gehörten Sinfonien 1 und 3, erstaunt mich die Tatschae, wie sehr sich die Aufnahmequalität innerhalb eines Jahres verbessert hat.


    Die 3. wurde 1957 aufgenommen, also in "frühen Stereotagen" und klingt dafür recht gut. Die Streicher sind recht "dünn" abgebildet, aber ansonsten gibt es wenig zu bemängeln.
    Die 6. wurde 1958 eingespielt. Wüßte man es nicht, könnte man die Aufnahmezeit in die 70er verlegen. Man erfreut sich an einem hervorragend transparenten und stereophon gut gestaffelten Klangbild und genießt so ziemlich das beste (für mich), was jemals an "Pastoralen" aufgenommen wurde. :jubel: :jubel: :jubel:

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Ein paar eberlsche Klaviertrios:



    Anton Eberl [1765-1807]


    Klaviertrios op. 8
    Trio Es-Dur op. 8 Nr. 1
    Trio B-Dur op. 8 Nr. 2
    Trio c-moll op. 8 Nr. 3


    PLAYel-Trio St. Petersburg
    auf historischen Instrumenten


    Yury Martynov, Hammerklavier J. C. Neupert 1990 nach J. J. Könnicke, Wien c1790
    Sergej Filtchenko, Violine A. Rabinovich St. Petersburg 1997 nach Steiner
    Dmitri Sokolov, Violoncello Andrea Catagneri, Frankreich c1790


    Davon könnte es ruhig ein paar mehr geben...


    :hello:


    Ulli

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

  • Ein bissl Weiberkram:



    M. Laura Lombardini Sirmen (1735-1785)


    Streichquartett g-moll op. 14


    ERATO Quartet


    :]


    Ulli

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

  • POST :D:jubel::D



    daher sah und sieht mein Heutiges Programm folgendermaßen aus:




    Nobody's Jig - Playfords Dancing Master
    Les Witches



    neben diversen Aufnahmen des Harp Consorts die wohl schwungvollst und mitreißenste Aufnahme die ich kenne.




    J.K. Kerll: geistliche Musik / Instrumentalwerke
    Johann Rosenmüller Ensemble


    die wird "unverzichtbar" boah ist das toll.
    Einmal die Interpretation, dann vor allem auch die Musik.
    "das Wehgeschrei" in der Form einer Messe zur Türkenbelagerung in Wien ist absolut phänomenal - solche Klänge hab ich nie gehört, das ist wirklich mal verstöhrende Chromatik.





    De Vitae Fugacitate - Laments, cantatas an arias in 17th Century Germany
    Claudio Cavina u.a. / Concerto di Viole


    läuft gerade: ein Glück das diese Platte nochmal aufgelegt wurde - wunderschön diese Musik.
    Es sind Kompositionen im Umfeld von Heinrich Schütz von Adam Krieger, Johann Hermann Schein, Dietrich Buxtehude, Christian Geist und Schütz selbst.


    jetzt kommen noch diese CD's



    Vesper am Hofe Karls VI. in Wien
    L'Arpeggiata - Cristina Pluhar



    Macht die Tore weit - Mitteldeutsche Barocke Weihnachtsmusik
    Sächsische Vocalensemble - Batzdorer Hofkapelle - Jung


    Mit Werken von J. Schelle, B. Petritz, P.H. Erlebach, C. A. Jacobi, C. Liebe und J. E. Bessel



    J.C. Arriaga: Streichquartette No. 1 - 3
    Cuarteto Casals

  • Bei mir gibt's eine weitere Neuerwerbung:



    -Mehler, das Lied von der Erde. Fritz Reiner dirigiert das Chicago Symphony Orchestra, Solisten sind Maureen Forrester und Richard Lewis

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • guten Abend allerseits. Eine CD mit 81:42 Minuten hatte ich lange nicht mehr im Player :



    Joseph Haydn, Symphonien Nr 45. 46 & 47
    Stuttgarter Kammerorchester, Dennis Russell Davies

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler