Brigitte Fassbaender - berühmte Tochter eines großen Sängers

  • In den 90-er Jahren machte sie in Chemnitz einen Verdi (ich bin mir nicht ganz sicher, ob es Traviata oder Rigoletto war - das Programm liegt im Kellerarchiv)


    Es war "Rigoletto".


    Überliefert ist aus ihrer Innsbrucker Intendantinnenzeit, dass sie alle Briefe an sie, auf denen ihr Name falsch geschrieben war (also zum Beispiel "Faßbaender" oder "Fassbänder" oder "Faßbänder" statt "Fassbaender") unbeantwortet zurückgehen ließ mit dem Vermerk "Ist nicht bekannt"! :D

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


  • Der 70. Geburtstag von Brigitte Fassbaender war für Harald Kral der Anlass, diesen Thread zu eröffnen, nun geht sie auf die achtzig (3. Juli 2019) zu. Ihre Plattenfirma, die Deutsche Grammophon, bringt eine Edition heraus, die sich betont dem Liedgesang widmet. Da trifft man natürlich auf viele alte Bekannte. Selbst bin ich ein Freund solcher Sänger-Boxen, weil sie versammeln, was zusammen gehört. Andere vermerken völlig zurecht, das zu wenig neues geboten wird. So ist es auch diesmal. Kritisch ist zudem anzumerken, dass aus Gesamtaufnahmen wieder nur Einzelteile entnommen werden. Da ich die "Schöne Müllerin" mit der Fassbaender bisher nicht kannte, bin ich nun erstaunt und erfreut zugleich, dass sie sich der gesamten Textvorlage von Müller zuwendet und spricht, was von Schubert nicht vertont wurde. Fischer-Dieskau hatte einst bei der EMI einer Aufnahme den Prolog und den Epilog mit Kürzungen hinzugeführt. Brigitte Fassbänder kommt nun auf 25 einzelne Titel.

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold 1876

  • Vor Melot seid gewarnt!


    Fr. Fassbaender singt die Vokale, vorzüglich das 'a', so charakteristisch wunderbar, daß ich mich daran gar nicht satthören kann.

    Ihre Brangäne ist bei jedem Wiederhören aufs Neue großartig und spannend. Hat sie diese Partie eigentlich auch live gesungen?

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Lieber Hans!

    Ihre Brangäne ist bei jedem Wiederhören aufs Neue großartig und spannend. Hat sie diese Partie eigentlich auch live gesungen?

    Gar nicht mal so selten. Das letzte Mal, dass ich sie in dieser Partie gehört habe, war 1989 in Barcelona unter Peter Schneider neben Montserrat Caballé, René Kollo und Matti Salminen. Wer da der Melot war, müsste ich nachschauen.


    Beste Grüße


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Zitat von Rheingold1876

    Selbst bin ich ein Freund solcher Sänger-Boxen, weil sie versammeln, was zusammen gehört.

    Halli lieber Rüdiger, ich nicht (Ausnahmen bestätigen die Regel ;)), z.B.hier bei B.F. sind es nur die Einspielungen der DG, die EMI Aufnahmen sind somit extra zu erwerben, oder das schöne Recital bei ORFEO!


    von Harald Kral erwähnt hier >ORDEO CD



    Und dann ist vieles dabei was mich nicht interressiert!


    Wichtig finde ich ihre Winterreise mit A.Reimann ....hier im Thread auch schon erwähnt....


    51Wq-BcQxDL._SY300_QL70_.jpgKlick


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Hat sie diese Partie eigentlich auch live gesungen?


    Gar nicht mal so selten. Das letzte Mal, dass ich sie in dieser Partie gehört habe, war 1989 in Barcelona unter Peter Schneider neben Montserrat Caballé, René Kollo und Matti Salminen.

    Wer da der Melot war, müsste ich nachschauen.

    Der war Enric Serra. Und der wesentlich wichtigere Kurwenal war Franz Grundheber.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Lieber Caruso41, lieber Stimmenliebhaber, Dank für Eure Hinweise auf Fr. Fassbaenders Brangäne auf der Bühne! Das sieht nach meinem Wochenendprogramm aus, obwohl ich eigentlich mal pausieren wollte. Es grüßt Hans

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • "Brigitte Fassbaender - berühmte Tochter eines großen Sängers":

    So hatte Harald den Thread überschrieben. Die Abstammung von einem namhaften Sänger, nämlich Will Domgraf-Fassbaender, bildet nur das eine Erbteil. Die Mutter ist die Schauspielerin Sabine Peters (1913-1982).



    Im Defa-Film "Figaros Hochzeit" von 1949 nach Mozarts Oper standen beide gemeinsam vor der Kamera. Domgraf-Fassbaender (rechts) spielte und sang den Figaro, die Peters (Zweite von rechts) spielte die Gräfin, der Tina Lemnitz ihre Stimme gab. Außerdem zu sehen sind Angelika Hauff als Susanne (Erna Berger) und Mathieu Ahlersmeyer als Graf.


    Es grüßt Rüdiger als Rheingold 1876

  • Und dann ist vieles dabei was mich nicht interressiert!


    Wichtig finde ich ihre Winterreise mit A.Reimann ....hier im Thread auch schon erwähnt....

    Lieber Fiesco, ich kann Deine Einwände nachvollziehen. Sie sind grundsätzlicher Art. Es mag komisch klingen: Eigentlich weiß ich solche Boxen nur bei Sängern zu schätzen, sonst nicht. Sie verhelfen mir zu mehr Übersichtlichkeit. Natürlich gibt es solche und solche Editionen. Die Fassbaender-Sammlung der Grammophon krankt daran, dass aus Gesamtaufnahmen und Werken, die nur geschlossen auf mich wirken ("Lied von der Erde") einzelne Stücke herausgebrochen werden. Das ist Unsinn. Du schätzt ihre "Winterreise" mit Reimann. Ich hingegen tue mich bei dem Werk nach wie vor schwer mit Interpretationen durch Sängerinnen. Das gilt noch mehr für die "Müllerin". Ich höre beide Zyklen am liebsten aus der Betroffenen-Perspektive. Die "Winterreise" ist für mich ein Männerstück, die "Müllerin" auch.


    Gut, dass Du auch auf das Orfeo-Recital zu sprechen gekommen bist. Das achte ich auch hoch. Am meisten wegen der Waltraute in der "Götterdämmerung". :) Unglaublich, wie sie diese lange Szene, die schnell fad werden kann, wenn sie nicht gut gesungen wird und nicht zu verstehen ist, mit Spannung auflädt. Wie oft habe ich mich in Aufführungen davor geflüchtet. ;)

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold 1876

  • Du schätzt ihre "Winterreise" mit Reimann. Ich hingegen tue mich bei dem Werk nach wie vor schwer mit Interpretationen durch Sängerinnen. Das gilt noch mehr für die "Müllerin". Ich höre beide Zyklen am liebsten aus der Betroffenen-Perspektive. Die "Winterreise" ist für mich ein Männerstück, die "Müllerin" auch.

    :thumbup::thumbup:


    Gruß, Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Ich erlebte diese großartige Sängerin am 22. November 1987 in der Stadthalle Bayreuth in einem Liederabend zusammen mit dem kongenialen IRWIN GAGE, jenem so einfühlsamen und farbigen Liedbegleiter, der leider am 12. April letzten Jahres im Alter von 78 Jahren starb. Auf dem Programm standen Lieder von SCHUBERT und HUGO WOLF, und ich war von den Darbietungen beider ebenso fasziniert wie die zahlreiche Zuhörerschaft. Das kurze Gespräch nach dem Konzert mit den beiden Künstlern (natürlich mit Autogramm!) offenbarte mir zwei wunderbar natürliche und uneitle Persönlichkeiten. Kurioserweise fand ich mich dann beim Verlassen des Konzertsaals mit BRIGITTE FASSBAENDER im Fahrstuhl nach oben wieder, so daß mir dieses Konzert noch mehr in Erinnerung blieb.


    wok

  • Zitat von Rheingold1876

    Du schätzt ihre "Winterreise" mit Reimann. Ich hingegen tue mich bei dem Werk nach wie vor schwer mit Interpretationen durch Sängerinnen. Das gilt noch mehr für die "Müllerin". Ich höre beide Zyklen am liebsten aus der Betroffenen-Perspektive. Die "Winterreise" ist für mich ein Männerstück, die "Müllerin" auch.

    :thumbup::thumbup:

    Gruß, Nemorino

  • Hallo Nemorino,


    Das sehe ich trotz meiner großen Wertschätzung von BRIGITTE FASSBAENDER genauso. Nach wie vor für mich für die "Winterreiise" unübertoffen ist die Aufnahme durch DIETRICH FISCHER-DIESKAU mit GERALD MOORE, doch ich weiß, auch dafür giibt es andere Präferenzen.


    Gruß

    wok

  • Zitat von wok

    Nach wie vor für mich für die "Winterreiise" unübertoffen ist die Aufnahme durch DIETRICH FISCHER-DIESKAU mit GERALD MOORE,

    :(


    Zitat von wok

    doch ich weiß, auch dafür giibt es andere Präferenzen.

    :thumbup:


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Hallo!


    Ich muss gestehen, ich habe die Witerreise von Brigitte Fassbaender schon ewig auf CD, habe sie aber noch nicht angehört. Irgendwann werde ich mein Klischee überwinden.


    Sehr empfehlenswert ist meines Erachtens neben einigen anderen Orfeo-Aufnahmen, die mit ihr entstanden sind, diese Scheibe:



    Gruß WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Nach wie vor für mich für die "Winterreiise" unübertoffen ist die Aufnahme durch DIETRICH FISCHER-DIESKAU mit GERALD MOORE

    Hallo wok,


    nun wäre zu fragen, welche Du meinst, denn es gibt m.W. mindestens drei Studio-Aufnahmen mit Fi-Di/Moore:

    ELECTROLA 1955, Mono

    EMI-ELECTROLA 1962, STEREO

    DGG 1971, STEREO

    Ich kenne nur die von 1962, würde aber, wenn es schon Fischer-Dieskau sein soll, diese hier vorziehen:

    mit Jörg Demus (Klavier), Aufnahme: 1965, UFA-Studio, Berlin.


    LG, Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Ich kenne und besitze nur eine WINTERREISE mit einer Frauenstimme, und das ist diese alte Aufnahme (die ich allerdings mit einem anderen Cover habe):

    Lotte Lehmann, Sopran, mit Paul Ulanowsky am Klavier (Aufnahme: 1940/41, USA).

    So sehr ich Lotte Lehmann, ihre Kunst und ihre Haltung im 3. Reich schätze, aber hier scheint sie mir fehl am Platze. Nicht, weil sie nicht zu singen und zu gestalten wüßte, aber das ist für mich so eindeutig ein Männer-Zyklus wie auch die "Müllerin". Eine Frauenstimme scheint mir da völlig deplaziert, deshalb würde ich mir auch die Aufnahmen von Brigitte Fassbaender und Christa Ludwig, die ich ebenfalls sehr hoch schätze, erst gar nicht zulegen. Doch letztlich muß das jeder für sich entscheiden.


    LG, Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).


  • Starke Zuneigung verbinde ich mit den ganz frühen "Winterreisen" von Fischer-Dieskau. Je später sie aufgenommen wurden, umso weniger interessieren sie mich.

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold 1876

  • Ich persönlich habe eigentlich prinzipiell keine Schwierigkeiten mit Sängerinnen, die die "Müllerin" oder "Winterreise" singen.


    Eine Frage an alle, die das grundsätzlich ablehnen: Müssten dann nicht logischerweise Hosenrollen nur noch von Countertenören gesungen werden?:untertauch:

    Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

  • Zitat von Mme.Cortese

    Müssten dann nicht logischerweise Hosenrollen nur noch von Countertenören gesungen werden?:untertauch:

    Das würde mich ausgesprochen glücklich machen!!:thumbup:

    Aber man hat ja schon einen Teil des Weges beschritten!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Ja, und Erlkönig sollte mit verteilten Rollen gesungen werden wie seinerzeit mit Udo Jürgens bei "Schmidteinander"...


    Mir war gar nicht bewusst, dass es so viele späte? DG-Aufnahmen mit Fassbaender gibt. Ich kenne auf DG, glaube ich, nur die Alt-Rhapsodie mit Sinopoli.

    Meine favorisierte Aufnahme der Sängerin ist wohl diese Brahms-Auswahl (auf unterschiedlichen Labels und Covers erschienen). Es gibt auch noch eine gemischte Anthologie, ebenfalls lohnend (Ogerman(n) bräuchte ich zwar nicht, aber egal.) Von Mahler kenne ich sonst noch die bei cpo erschienene Radio? Aufnahme mit Zender und Fi-Di (Wunderhorn), nicht aber die Aufnahmen mit Chailly und Giulini.


    <>


    Auch wenn ich sonst kein Freund von solchen Auszügen bin, bei EMI gibt es noch eine mit Arien aus Bach JoPa u. h-moll-Messe sowie Händel (Messias), was mir lieber ist als mehrere dicke Prä-HIP-Einspielungen der entsprechenden Oratorien ins Regal zu stellen.

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Ich persönlich habe eigentlich prinzipiell keine Schwierigkeiten mit Sängerinnen, die die "Müllerin" oder "Winterreise" singen.


    Eine Frage an alle, die das grundsätzlich ablehnen: Müssten dann nicht logischerweise Hosenrollen nur noch von Countertenören gesungen werden?

    Liebe Mme. Cortese, ich lehne es ja nicht grundsätzlich ab, dass Frauen "Müllerin" und "Winterreise" singen. Wer bin ich? Ich bin ein leidenschaftlicher Verfechter der Gleichberechtigung. Natürlich kann und darf jede und jeder alles singen. Ich hätte auch nichts dagegen, sänge ein Mann "Gretchen am Spinnrade" oder "Frauenliebe und -leben". Durch die Genderdebatten werden ja in der Gesellschaft derzeit völlig neue und geschlechtsneutrale Perspektiven eröffnet. Dennoch fremdele ich - wie ich es schon weiter oben ausdrückte - wenn ein in der Ichform gehaltenes Lied, in dem ein Müllerbursche leidenschaftlich sein Begehren nach der schönen Müllersfrau ganz frei heraus zum Ausdruck bringt, von eine Frau gesungen wird. Nun ließe sich einwenden, dass dies ja auch als Interpretation, als ein Bericht über den Seelenzustand des jungen Mannes verstanden werden kann. Könnte es, wenn da das erzählende Ich nicht wäre.


    Hosenrollen von Countertenören singen zu lassen, wäre schon eine Möglichkeit, wenn die stimmlichen Voraussetzungen gebeben wäre. Warum also nicht. Bei so einer Lösung würden aber gewisse Aspekte, die die traditionelle Form mit sich bringt, verloren gehen. Denken wir nur mal an den "Rosenkavalier", in dem die Hosenrolle eine ganz späte, gar ironische Wiederauflage erfährt. Eine Sängerin spielt einen jungen Mann, der muss sich aus gegebenem Anlass verkleidend in ein junges Mädchen verwandeln. Als solches erregt es die Aufmersamkeit von Ochs, der es am liebsten in "a mordsmässig grosses" Bett zerren möchte, dort aber - sollte es ihm gelungen sein - einen Jüngling vorgefunden hätte, der im wirklichen Leben eine Frau ist. Würde also Octavian von vornherein von einem Mann gesungen und gespielt, ginge eine delikate Ebene dieser wunderbaren Oper verloren. :(

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold 1876

  • Es gab allerdings schon zur Glanzzeit der Kastraten auf deren Rollen spezialisierte Frauen. Eine Frau in einer Kastratenrolle einer Händeloper ist historisch korrekter als ein Countertenor.

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Rollen wie Cherubino, Octavian und Komponist sind ja für Frauen komponiert worden - so wie die "Schöne Müllerin" und die "Winterreise" für einen Mann...

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Rollen wie Cherubino, Octavian und Komponist sind ja für Frauen komponiert worden - so wie die "Schöne Müllerin" und die "Winterreise" für einen Mann...

    Erstens gab es damals noch keine Countertenöre. Dennoch würde ich dir für diese pubertierenden Knaben durchaus recht geben. Wie steht es aber mit Heldenrollen wie Rossinis Arsace, Tancredi oder Malcolm? Rossini komponierte sie vor allem deswegen für Mezzos, weil das Zeitalter der Kastraten zu Ende ging.

    Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

  • Ein Countertenor hat nie so viel Kraft und Volumen, wie ein Kastrat die hatte. Da ist ein Mezzo doch näher dran.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Darum geht es hier doch gar nicht. Die Frage ist doch, ob Frauen Männerrollen singen sollten.

    Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

  • Hallo!


    Ich denke, es gibt noch mehr Einspielungen mit Fischer-Dieskau. Eine davon diese hier:



    Gruß WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo