Die zweite literarische Quelle für Poes Ligeia habe ich hier eingestellt, der zweite Teil folgt morgen. Charles Dickens, das merkte ich bei der Diskussion um die bemerkenswerten Autoren des 19. Jahrhunderts, wird heute in einer bemerkenwerten Weise unterschätzt. Das Bild scheint wohl eher von den Verfilmungen geprägt zu sein als von den Texten, die häufig genug in Dunkelheit, Grausamkeit und Unerklärbares führen. "Bleak House" war einer meiner Lieblingslektüren früherer Tage.
Nun findet sich in den so humoristisch-behäbigen (aber unter dieser Oberfläche alles andere als harmlosen) Pickwick Papers ein Text, auf den Poe direkt Bezug nimmt: "A Madman's Manuscript" aus dem 11. Kapitel von "Pickwick Papers". Einige der Bezugspunkte möchte ich hier nennen, ohne der Entdeckungsfreude der Mitleser den Schwung zu nehmen: das prächtige Haus, der beginnende Wahnsinn des Helden, die mangelnde Liebe der Braut, der dämonische Hass des Bräutigams, die Unfähigkeit, sich an einzelne Tatsachen zu erinnern, wie etwa den Namen der Frau.
Liebe Grüße Peter