Wagnertenöre von gestern und heute

  • Zitat

    Original von vitelozzo-tamare
    Erstaunlich, dass Wagner überhaupt noch aufgeführt wird, und das nicht nur in Bayreuth oder den Opernmetropolen! Ich erinnere mich an wirklich sehr gute Ring-Aufführungen aus Hannover, einen gesanglich sehr beachtlichen Tristan aus Lübeck, gute Aufführungen aus Kassel oder Kiel. Hier bei uns in Lübeck wird in der nächsten Saison sogar ein Ring geschmiedet!
    Dieter


    Hallo, Dieter,


    nur eine kurze Nachfrage zu Deinem lesenswerten Beitrag. Wer waren denn die Sänger in dem "gesanglich sehr beachtlichen Tristan aus Lübeck"? War es der mit Ingrid Haubold und Norbert Orth?


    Mikko

  • Zitat

    Original von Mikko
    Hallo, Dieter,
    nur eine kurze Nachfrage zu Deinem lesenswerten Beitrag. Wer waren denn die Sänger in dem "gesanglich sehr beachtlichen Tristan aus Lübeck"? War es der mit Ingrid Haubold und Norbert Orth?
    Mikko


    Stimmt das tatsächlich? Pedrillo und Monostatos singt nun Tristan? ?(

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Zitat

    Original von vitelozzo-tamare
    Hier bei uns in Lübeck wird in der nächsten Saison sogar ein Ring geschmiedet!


    Naja, ist ja nicht das erste Mal - vor ca. 25 Jahren (?) fand der Lübecker "Ring" sogar überregional Beachtung - die Inszenierung war wohl eine derer, die man als "Chereau"-Nachfolge beschreiben kann.


    Der Siegfried-Interpret war der Tenor Eliot Pallay (ein recht unbekümmerter, kräftiger Tenor - ich habe ihn in anderen Rollen mehrfach erlebt), der, wenn ich mich recht erinnere (es wurde in einer Rezension ausdrücklich erwähnt), mit seiner Brünnhilde am "Siegfried"-Ende zusammen aufs "hohe C" ging.


    Ich hätte das schon damals gerne mal miterlebt, wie Wagner an einem kleineren Haus klingt.


    Vielleicht schreibst Du, Dieter, ein paar Sätze zum neuen "Ring"-Wagnis in Lübeck? Ich war gerade letztes WE in Lübeck und würde auch gerne mal wieder vorbeischauen.



    --------------------------



    Hallo Siegfried,


    zwischenzeitlich wohl schon nicht mehr. Aber Norbert Orth hat seinen Fachwechsel schon ganz lange hinter sich: Florestan, Stolzing, Lohengrin...


    Das war gar nicht schlecht - und: Orth war auch als "Einspringer" oft verfügbar und rettete manche Aufführung.


  • Kesting wird da auf Anfrage sicher gerne einspringen. :D



    :hello:
    Sascha

  • Zitat

    Original von Siegfried


    Stimmt das tatsächlich? Pedrillo und Monostatos singt nun Tristan? ?(


    Hallo, Siegfried,


    das war vor ca. 20 Jahren, als ich Norbert Orth bei seinen Versuchen im jugendlichen bzw. schweren Heldentenorfach hörte : 1984 Loge in Bayreuth, 1986 Erik und Parsifal in Hamburg sowie 1987 Tristan in Luebeck. Im Gegensatz zu Heinz Kruse, der ja auch vom Buffofach her kam, glaubte ich, bei Orth immer seine Buffovergangenheit herauszuhören. Seine Heldenkarriere hat offensichtlich nicht lange gedauert.


    Gruesse


    Mikko

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    Original von Alviano
    Naja, ist ja nicht das erste Mal - vor ca. 25 Jahren (?) fand der Lübecker "Ring" sogar überregional Beachtung - die Inszenierung war wohl eine derer, die man als "Chereau"-Nachfolge beschreiben kann.


    Der Siegfried-Interpret war der Tenor Eliot Pallay (ein recht unbekümmerter, kräftiger Tenor - ich habe ihn in anderen Rollen mehrfach erlebt), der, wenn ich mich recht erinnere (es wurde in einer Rezension ausdrücklich erwähnt), mit seiner Brünnhilde am "Siegfried"-Ende zusammen aufs "hohe C" ging.


    Dieser Ring (ich hörte ihn 1982) war aller Ehren Wert, und ich habe besonders musikalisch gute Erinnerungen an ihn, während ich mich an die Inszenierung weniger erinnere. Mit Dirigenten haben die Luebecker oft Glueck gehabt : vorher von Dohnányi und Albrecht und hierbei Matthias Aeschbacher. Vokal war es gutes B-Theater-Niveau, natuerlich mit einigen Gästen. Der vorgesehene Wotan Anthony Raffell musste absagen und wurde in Rheingold und Walkuere durch den kurz vorher aus Ost-Berlin geflohenen Rolf Kuehne ersetzt, während Hans Kiemer als Wanderer einsprang. Die Bruennhilde sang eine (ich glaube) Engländerin, die später in Hamburg als Blumenmädchen (!) eingesetzt wurde. Sieglinde Ingrid Haubold, und auch an den von Alviano beschriebenen Elliot Palay kann ich mich noch gut erinnern, leider auch an zwei absolut nervende Sänger : Franz Kasemann als Mime (wurde später Ensemblemitglied in Wien) und Dieter Brencke als Hagen (schaffte es sogar bis nach Bayreuth). Ja, ja, das Langzeitgedächtnis!!!


    Gruesse aus Helsinki


    Mikko


  • Reiner Goldberg war Ende der neunziger Jahre hier in Berlin an der Staatsoper als Siegfried, Lohengrin und Tannhäuser zu hören. Wie Siegfried schon schrieb, waren die Nerven und vor allem auch die Stimmbänder zu dünn. Er singt aber immer noch, z.B. im hiesigen Tristan den Melot. Vermutlich eine Art Haus-Rente. ;)


    Gruß
    Sascha

  • Zitat

    Original von Antracis
    Reiner Goldberg war Ende der neunziger Jahre hier in Berlin an der Staatsoper als Siegfried, Lohengrin und Tannhäuser zu hören. Wie Siegfried schon schrieb, waren die Nerven und vor allem auch die Stimmbänder zu dünn. Er singt aber immer noch, z.B. im hiesigen Tristan den Melot. Vermutlich eine Art Haus-Rente. ;)
    Sascha


    Hallo Sascha,


    ich kenne ihn ja nur von dieser einen Aufnahme - aber um mich zu positionieren: wie schätzt Du ihn da als Siegfried ein? gut? nicht schlecht? zum Vergessen? (ohne ihn bitte mit den alten Knüllern :D zu vergleichen)


    LG
    Austria

    Wir lieben Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken - vorausgesetzt, sie denken dasselbe wie wir (Mark Twain)

  • Zitat

    Original von Mikko
    Der vorgesehene Wotan Anthony Raffell musste absagen und wurde in Rheingold und Walkuere durch den kurz vorher aus Ost-Berlin geflohenen Rolf Kuehne ersetzt, während Hans Kiemer als Wanderer einsprang. Die Bruennhilde sang eine (ich glaube) Engländerin, die später in Hamburg als Blumenmädchen (!) eingesetzt wurde. Sieglinde Ingrid Haubold, und auch an den von Alviano beschriebenen Elliot Palay kann ich mich noch gut erinnern


    Mensch, Mikko,


    da haste was angerichtet: jetzt grübele ich darüber nach, wie diese Brünnhilde hiess - es war, glaube ich, ein Doppelname (Mary..., Marilyn...?)


    Eine kleine Anmerkung zu Rolf Kühne: der kam schon Ende der 60er aus Ost-Berlin in den Westen und war dann lange Jahre Heldenbariton in Wiesbaden (Holländer, Wotan, Telramund, aber auch Attila und später Leporello gehörten da zu seinen Rollen). Kein sehr begabter Darsteller, aber ein zuverlässiger Sänger.


    ----------


    Hallo Austria,


    mir gefällt Goldberg nicht sonderlich: dieses weisse, bleckende Timbre und die enge Höhe haben mich nie vom Hocker gerissen. Aber: seinen Aaron in Hamburg ("Moses und Aaron", Schönberg) fand ich richtig gut.


  • Auch seine Tenorpartie in Beethovens IX. fand ich zum Abgewöhnen.

    Freundliche Grüße Siegfried

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  • Zitat

    Original von Austria
    Hallo Sascha,


    ich kenne ihn ja nur von dieser einen Aufnahme - aber um mich zu positionieren: wie schätzt Du ihn da als Siegfried ein? gut? nicht schlecht? zum Vergessen? (ohne ihn bitte mit den alten Knüllern :D zu vergleichen)


    LG
    Austria


    Hallo Austria,


    @ Die alten Knüller :hahahaha: :hahahaha: :hahahaha:



    Also ist wohl eher ein Bezug zum zeitgenössischen Wagnergesang herzustellen, denn Maßstäbe ergeben sich ja nun mal nur aus dem Vergleich. ;)


    Ehrlich gesagt habe ich an Goldberg im Levine-Ring ganz ordentliche Erinnerungen - mit der Einschränkung, dass es locker 10 Jahre her sein dürfte, dass ich das letztmalig gehört habe und es mein erster Kontakt mit Wagner überhaupt war - und die Knüller :D kannte ich auch noch nicht.( Ich habe damals locker 500 DM für den Ring ausgegeben, und Ihn dann sehr schnell zugunsten anderer Aufnahmen verworfen :wacky: ;()


    Ich werde also in den nächsten Tagen noch mal reinhören, um meine Eindrücke aufzufrischen und noch mal was dazu schreiben. Goldberg war ja auch Anfang der Neunziger bei Soltis Ring in Bayreuth gesetzt, ging da wohl aber - dem Hörensagen nach, gehört hab ich’s nicht - an seinen Nerven elend zugrunde, und das er sowohl an der MET wie auch in der Levineaufnahme singen durfte, die ja wohl bisher das letzte ambitionierte Ringprojekt auf CD eines Majors war, wenn ich das recht mitbekommen habe, zeugt ja davon, dass er großes Potential hatte. ***Ich habe Ihn als Siegfried nicht live gehört, aber als Tannhäuser, da ist er an dem Abend allerdings auch grad so über die Runden gekommen, war wohl schon angeschlagen. Dann einmal in einer konzertanten Elektra-Aufführung, wo er mir gut gefiel.


    Generell tue ich mich aber mit den modernen Siegfrieden recht schwer: Ich habe live Jerusalem erlebt, der mich stimmlich nicht überzeugte, aber durch sein Spiel viel wettmachte. Dann noch an der deutschen Oper Rene Kollo, und da es gar nicht so lange her ist, war es eher eine reife Rentnerleistung ( Ohne Dich jetzt mit dieser Aussage verletzen zu wollen ;) :D)


    Insofern tu ich mich grad bei Wagner mit den Zeitgenossen schwer. Lediglich Botha hat es bisher geschafft, mich auch sängerisch - mit einem Lohengrin - wirklich zu beeindrucken, war bei der Neuinszenierung hier an der Staatsoper Ende der Neunziger/Anfang 2000? - er war gut drauf, gab sogar die zweite Strophe der Gralserzählung und wirkte so frisch, als wenn er noch mal mit dem ersten Akt hätte anfangen können. :D


    Bis die Tage also.


    :hello:
    Sascha


    ***sorry für diesen grausamen Schachtelsatz, habs jetzt beim Korrekturlesen erst gemerkt, aber keine Zeit und Lust, das nochmal zu ändern. :pfeif:

  • Hallo Austria,
    Goldberg hätte schon einen ganz ordentlichen Heldentenor abgeben können. Aber die Misere bei ihm war, daß er ein "Spätberufener" war bzw. ist und sich um Oper nicht geschert hatte, bis ihm ein Gesangslehrer sagte: Aus Dir mach ich einen Heldentenor.
    Ergebnis: Dünne Nerven, flatternde Stimmbänder. Singt in Wien eine "Tannhäuser"-Generalprobe zum Niederknien, läuft in der Premiere auf offener Bühne davon.
    Das Timbre: Hell bis durchdringend, Höhe makellos bis nicht vorhanden (Tagesverfassung!), aber in allen Lagen ein schnelles Vibrato, das mich persönlich nicht anspricht.
    Positiv: Singt sehr genau an den Noten, weniger positiv: dieses aber nicht sehr ausdrucksstark.
    Allerdings: Schöne Rollengestaltung des Aron in der Kegel-Aufnahme von "Moses und Aron" und des Tambourmajor im Kegel-"Wozzeck" (offenbar hat Kegel mit Goldberg die Rollen erarbeitet).
    :hello:

    ...

  • Zitat

    Original von Antracis
    Also ist wohl eher ein Bezug zum zeitgenössischen Wagnergesang herzustellen, denn Maßstäbe ergeben sich ja nun mal nur aus dem Vergleich. ;)


    Ist das so? kann man eine Stimme nicht einfach für sich, ohne zu vergleichen, beurteilen?


    Zitat

    Ich werde also in den nächsten Tagen noch mal reinhören, um meine Eindrücke aufzufrischen und noch mal was dazu schreiben.


    Ja, danke - aber es soll kein Opfer sein ;-)


    Zitat

    Ich habe live Jerusalem erlebt, der mich stimmlich nicht überzeugte, aber durch sein Spiel viel wettmachte.


    Ich kann zwar gerade nicht in unsere Datenbank rein :motz:, aber ich glaube, ich kenne live (WSO) nur ihn als Siegfried (und Wolfgang Schmidt, Bayreuth 1995). Man konnte bei Jerusalem (WSO) den Niedergang der Stimme von Jahr zu Jahr verfolgen.


    Zitat

    Dann noch an der deutschen Oper Rene Kollo, und da es gar nicht so lange her ist, war es eher eine reife Rentnerleistung


    Ich habe Kollo immer nur als Schlagersänger wahrgenommen und wäre nie auf die Idee gekommen, mir eine CD mit ihm zu kaufen. Ich habe ihn nie gehört, muß nachschauen, Datenbank........


    Zitat

    (Ohne Dich jetzt mit dieser Aussage verletzen zu wollen ;) :D)


    Tust Du nicht - zum Wohle meiner Umgebung singe ich nicht. ;-)


    Zitat

    Lediglich Botha hat es bisher geschafft, mich auch sängerisch - mit einem Lohengrin - wirklich zu beeindrucken, war bei der Neuinszenierung hier an der Staatsoper Ende der Neunziger/Anfang 2000? - er war gut drauf, gab sogar die zweite Strophe der Gralserzählung und wirkte so frisch, als wenn er noch mal mit dem ersten Akt hätte anfangen können. :D


    Stimmt, er hat ihn auch an der WSO gesungen. Bei ihm kann man sich zurücklehnen und genießen, ohne zittern zu müssen.


    :hello:
    Austria

    Wir lieben Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken - vorausgesetzt, sie denken dasselbe wie wir (Mark Twain)

  • Hallo!!


    Weil ich gerade Rene Kollo lese...
    Kenn ihn nur als Tannhäuser (DVD) und da hat er mich nicht überzeugt. Ich denke das liegt daran, dass er seinen stimmlichen Höhepunkt schon weit überschritten hat. Meier gefällt mir hier aber sehr gut.

    Hier die DVD!


    LG joschi


    PS: die Inszenierung hat mir absolut nicht zugesagt! :kotz:

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  • Hallo Edwin,


    danke für diese präzise Zusammenfassung ;-)


    :hello:
    Austria

    Wir lieben Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken - vorausgesetzt, sie denken dasselbe wie wir (Mark Twain)

  • Hallo Knuspi,
    ich kenne den Menzinski nur vom Namen her. Er war ja 1910 bis 1926
    als Heldentenor ein Publikumsliebling in Köln.Gehört habe ich von ihm
    noch nichts, deswegen kann ich nicht mehr von ihm berichten.


    :hello:Herbert.




    Das habe ich bei jpc gefunden.

    Tutto nel mondo è burla.

  • Hallo


    Man muss Kollo als Tannhäuser natürlich in der Solti-Einspielung bewerten. Das ist möglicherweise seine beste Wagner-Leistung überhaupt. 15 Jahre oder so später kann es einfach nicht mehr so gut gehen...


    :hello:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!


  • Hallo Theophilus,
    ich widerspreche Dir wie stets, diesmal aber nur peripher: Kollos beste Wagner-Leistung dürfte der Parsifal unter Kegel sein. Der Solti-"Tannhäuser" ist jedoch ebenfalls hervorragend. Von Aufnahmen aus Kollos späterer Zeit (etwa ab 1985) rate ich ab, er kann zwar mitunter ganz gut sein, in der Regel läßt er aber kaum erahnen, wie gut er sein konnte.
    :hello:

    ...

  • Zitat

    Original von Edwin Baumgartner
    Hallo Theophilus,
    ich widerspreche Dir wie stets, diesmal aber nur peripher: Kollos beste Wagner-Leistung dürfte der Parsifal unter Kegel sein. Der Solti-"Tannhäuser" ist jedoch ebenfalls hervorragend. Von Aufnahmen aus Kollos späterer Zeit (etwa ab 1985) rate ich ab, er kann zwar mitunter ganz gut sein, in der Regel läßt er aber kaum erahnen, wie gut er sein konnte.
    :hello:


    Hallo Kegelphiler


    Diesen Parsifal kenne ich leider noch nicht. Der ist noch auf meiner permanent wachsenden Wunschliste (seufz).


    :hello:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!


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  • Zitat

    Original von Mikko
    Die Bruennhilde sang eine (ich glaube) Engländerin, die später in Hamburg als Blumenmädchen (!) eingesetzt wurde.


    Ich habs: Marie Hayward-Segal hiess die Sängerin der Lübecker Brünnhilde von 1982!

  • Zitat

    Original von Theophilus
    Wieso? Er ist ja schon dort!


    Pardon, Lesefehler - dann flugs mittels Kauf runter von der Wunsch- und rauf auf die Bestandsliste. Im Ernst: Das ist für mich eine der besten Wagner-Aufnahmen der Stereo-Zeit!


    :hello:

    ...

  • Hallo Mikko,


    es war Richard Decker, die Isolde hieß Marion Ammann. Beide sicher nichts für große Häuser, aber in Lübeck wirklich beachtlich!
    Gruß
    Dieter

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  • Zitat

    Original von vitelozzo-tamare
    Hallo Mikko,
    es war Richard Decker, die Isolde hieß Marion Ammann. Beide sicher nichts für große Häuser, aber in Lübeck wirklich beachtlich!
    Gruß
    Dieter


    Hallo Dieter,


    aha, das ist ja noch gar nicht so lange her. Ein deutscher Freund schickte mir davon einen Mitschnitt, weil Marion Ammann bei uns in Helsinki die Kaiserin in "Frau ohne Schatten" sang. Sang sie nicht kuerzlich in Luebeck Elsa?


    Gruesse aus Helsinki


    Mikko

  • Zitat

    Original von Edwin Baumgartner


    Pardon, Lesefehler - dann flugs mittels Kauf runter von der Wunsch- und rauf auf die Bestandsliste. Im Ernst: Das ist für mich eine der besten Wagner-Aufnahmen der Stereo-Zeit!


    :hello:


    Grummel, grummel...



    Nicht genug, dass Edwin der Große gelegentlich auf meinen Nerven herumtrampelt, lanciert er jetzt auch noch ein Attentat auf meine Brieftasche!


    :D



    Aber du wirst ja Recht haben. Ich schiebe den Kegel-Parsifal auf meiner Liste ganz hinauf, so dass er dann bei der nächsten Bestellung mitkommen wird. Mehr kann ich zur Zeit nicht machen.


    :hello:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!


  • Zitat

    Original von GiselherHH
    Allerdings gibt es für mich auch da Grenzen. Eine Bachevangelistenstimme wie Klaus Florian Vogt als "Heldentenor" zu bezeichnen, halte ich, mit Verlaub, schlcht für indiskutabel.


    Herr Vogt hat übrigens gerade heute seinen ersten Tristan hinter sich gebracht. Naja, nur konzertant, mit den Stuttgarter Philharmonikern, und auch nur den 2. Akt, aber dennoch bemerkenswert, wenn ich mir da so Deine Einschätzungen der doch eher beschränkten stimmlichen Ressourcen in Erinnerung rufe. Hätte gerne mal gehört, wie das so klingt...wenn man überhaupt was hören konnte. :stumm:
    (Das ist noch nichtmal so polemisch gemeint, wies klingt...denn konzertant werden die Sänger ja meist noch leichter vom Orchester zugedeckt ...)


    Gruß
    Sascha

  • Na ja, im 2. Akt muss sich der Tristan-Sänger nicht andauernd stimmlich exponieren (nur am Anfang und Ende des Aktes). Ansonsten läuft viel im Piano-Bereich ab, gerade im "Nachtgespräch", das dürfte Vogt noch am ehesten liegen. Aber einen ganzen "Tristan" würde er wohl nicht durchstehen, auch nicht in 5 oder 10 Jahren.


    :hello:


    GiselherHH

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • Für einen Akt mag das gehen, aber ich kann mir das bei Vogt auch nicht vorstellen, dass er den ganzen Tristan in einer szenischen Version stemmt. Vielleicht wars auch nur ein Versuch...


    Peter Hofmann nutzte in der Bernstein-Version des "Tristan" weder die konzertante Aufführungssituation, noch die Verteilung des "Tristan" auf drei Abende etwas: er ist in allen drei Akten unterirdisch schlecht.

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