Richard Heuberger: DER OPERNBALL

  • Am Samstag, dem 14. Februar 2009 bringt der Fernsehsender 3sat einen alten Spielfilm nach Motiven der Operette "Der Opernball" von Richard Heuberger:


    Samstag, den 14.02.2009 - 10:15 Uhr - 3sat (105 min.)

    Opernball
    Komödie, Österreich 1956
    Nach der gleichnamigen Operette von Richard Heuberger

    Helene Sonja Ziemann
    Georg Johannes Heesters
    Elisabeth Hertha Feiler
    Paul Josef Meinrad
    Richard Adrian Hoven
    u.a.
    Regie: Ernst Marischka


    Zitat

    Die wohlhabende Wienerin Elisabeth möchte ihrer Freundin Helene die Untreue ihrer Ehemänner beweisen. Gemeinsam beschließen sie, ihren Ehemännern Georg und Paul auf dem Opernball eine Falle zu stellen, indem sie dem jeweils anderen Herrn auf den Zahn fühlen. Denn diesen Abend wollen die zwei Herren heimlich ohne ihre Angetrauten verbringen. Georg engagiert unterdessen das Dienstmädchen Hanni mit dem Auftrag, sich an Paul heranzumachen, aus Rache dafür, dass Paul Georg einmal mit einer Zirkusartistin verkuppelt hat. Auch Helene und Elisabeth haben untereinander noch "offene Rechnungen": Helene hat früher einmal den Komponisten Stelzer geliebt, und Elisabeth Paul, obwohl sie schließlich Georg geheiratet hat. Schon bald läuft alles nach Plan: Georg und Paul ahnen nicht, dass sich hinter den Masken ihrer reizenden Tischdamen die beiden rachsüchtigen Ehefrauen verbergen. Und die verkleideten Ehefrauen erleben die Annäherungsversuche des jeweils anderen Ehemanns, wobei sie mithilfe des Oberkellners Hatschek dafür sorgen, dass es nicht zu weit geht. Das ebenfalls verkleidet erschienene Dienstmädchen stiftet zusätzlich Verwirrung. Am Tag danach machen sich die Beteiligten zunächst gegenseitig Vorwürfe, bis sich alles aufklärt und der eheliche Friede wiederhergestellt ist.
    Spielfilm mit Johannes Heesters, Sonja Ziemann, Hans Moser und Theo Lingen.


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Dieser Operettenfilm ist nicht die erste filmische Adaption des Stoffes. Bereits 1939 wurde das Thema verfilmt:



    Regisseur: Géza von Bolváry.
    Mit Paul Hörbiger, Marte Harell, Hans Moser, Heli Finkenzeller, Theo Lingen, Fita Benkhoff und Will Dohm (1939).
    Die Operette "Der Opernball" war Richard Heubergers einziger bedeutender musikalischer Erfolg. Besonders populär wurde das Walzerduett "Komm mit mir ins Chambre séparée".


    Kennt jemand eine aktuelle Inszenierung oder eine CD-Aufnahme?


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Lieber Harald!


    In den Operettenverfilmungen die die UNITEL machte, gab es in den 1965 - 1970er Jahren, kann auch etas später gemacht worden sein eine Film-Fassung, der Operette "Der Opernball", recht gut gemacht, die ich auf VHS habe, aber da ich sie von VIDEO 2000 überspielte von nicht ganz so guter Qualität.


    Ausführende: Ernst Stankovski, Heinz Erhardt, Tatjana Iwanov, Harald Serafin, Uwe Henrichsen, Maurice Besancon, Marai Tiboldi u.a.


    Das war die Zeit wo Gräfin Mariza, Czardasfürstin, Der Zarewitsch, Land des Lächelns, Wiener Blut, Zigeunerbaron und auch die Fledermaus gebracht wurden,


    zumeist Insznerierungen von Leopold Lindtberg und Texte von Hugo Wiener.


    Liebe Grüße Peter aus Wien. :hello: :hello: :hello:

  • Hallo Peter,
    das scheint ja dann schon die dritte Verfilmung zu sein!
    Ich habe mich mal erkundigt, das Video müßte noch existieren, hier ist die Besetzung:


    Aufnahme: 1971, Video
    Dirigent: Willy Mattes
    Symphonie-Orchester Graunke
    Inszenierung: Eugen York


    Angèle Aubier: Helen Mané
    Georges Duménil: Maurice Besançon
    Marguérite Duménil: Maria Tiboldi
    Paul Aubier: Harald Serafin
    Toulouse-Lautrec: Ernst Stankovsky


    Ich muß allerdings zugeben, dass ich den Film nicht kenne.


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Lieber Harald!


    Jam, das ist er , ich war mit dem Jahrgang nicht sicher, er ist schon sehr lange nicht im Fernsehen gelaufen.


    AufVideo und VHS kam er,glaube ich, gar nicht heraus.


    Liebe Grüße sendet Dir Peter. :hello: :hello: :hello:

  • Mit meiner Lieblingsnummer (die allgemein bekannter Separee-Arie), die ich 2003 im Radio aus der Interpretation von Schwarzkopf (ein bisschen modifizierte Version, niedrigerer Schwierigkeitsgrad, nicht eine steil hochgehende Tonstufe im 4. Satz der 2. Abschnitt).


    Von einem Freund erhalte ich doch eine Aufnahme (in mp3-Form), worauf diese Kammermädchen-Partie von einer Sopranistin namens Ute Mai (wenn ich mich nicht getäuscht habe, übrigens, über diese ist überall keine Information erhältlich) übernommen ist, und ihre Stimme sowohl im Dialog und als auch im Gesang ist gehört zu den mädchenhaftsten und lieblichsten, die nicht nur ich von Opernaufnahmen akustisch vernommen habe, sondern auch ich mir überhaupt vorstellen könnte. (Gott, wie ist dieser Nebensatz aufzupolieren, sieht zum Kotzen aus... :no:)

    Soll er dir noch so viel Atem lassen, als 'en Altweiberfurz, soll ich?

  • Lieber Harald!


    Ich habe da bei meinen 45er Langspielplatten einen Querschnitt gefunden,


    Eurodisc P 5


    Henri, Marinekadett - Magit Schramm
    Paul Aubier - Ferry Gruber
    Angèle - Heidi Klug
    Georges Duménil - Reinhold Bartel
    Marguérite - Margit Schramm
    Hortense - Erika Köth


    Das Rundfunkorchester München, Dir.: Werner Schmidt-Boelke


    Ist halt ein Querschnitt, wo alles zusammengefügt wird, was nur einigermaßen zusammenpasst.


    Liebe Grüße sendet Dir Peter aus Wien. :hello: :hello:

  • Ich habe eine Gesamtaufnahme die mir ein lieber Freund gerade geschickt hat. Sie koennen mir gerne Emailen, und ich kann teilen. :-) Carola


    Ich habe Sie wegen der Fluten an Aufnahmen noch gar nicht gehoert. Wenn ich mich recht erinnere ist sie eine Oesterreichischer Rundfunk Aufnahme aus den 50'ger Jahren.

  • Liebe Carola.


    herzlichen Dank für das Angebot.
    Es gibt ja von dieser Operette auf Tonträgern sehr wenig Auswahl.


    Inzwischen habe ich ebenfalls eine Gesamtaufnahme von Richard Heubergers "Opernball" eine Rundfunkproduktion aus Köln:


    Aufnahme: 19.6.1978, Westdeutscher Rundfunk, Köln
    Dirigent: Leopold Hager
    Chor und Orchester des WDR Köln
    Regie: Arno Assmann


    Angèle Aubier: Jeanette Scovotti
    Beaubuisson: Benno Kusche
    Féodora: Naemi Priegel
    Georges Duménil: Hermann Winkler
    Germain: Arno Görke
    Henri: Trudeliese Schmidt
    Hortense: Renate Holm
    Marguérite Duménil: Grit van Jüten
    Mdm. Beaubuisson: Tatjana Ivanova
    Paul Aubier: Claudio Nicolai
    Philippe: Josef Meinertzhagen


    Eine rundum gelungene Aufnahme, die ein Wiederhören mit so beliebten Sängern wie Trudeliese Schmidt, Grit van Jüten oder Benno Kusche bringt!


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Die Holm-Jueten Aufnahme werde ich mir auch bald anhoeren koennen. Schoen zu wissen, dass sie gut ist--dann kann ich mich schon drauf freuen. Ich find es sowieso erstaunlich, dass es kommerziell keine Gesamtaufnahme der Operette gibt--dabei ist sie scheints haeufiger auf den Spielplaenen, selbst heute noch.


    Carola

  • Diese Aufnahme wollte ich hier noch vorstellen:



    Richard Heuberger - Der Opernball (2 CD)


    Richard Heuberger Der Opernball
    Gesamtaufnahme des ORF von 1964


    * Wilhelm Schmidt
    * Cilli Tögel
    * Heinrich Friedl
    * Toni Niessner
    * Jetty Topitz-Feiler
    * Fred Liewehr
    * Waltraute Demmer
    * Emmy Loose
    * Fritz Puchstein
    * Mario Porstner
    * Großes Wiener Rundfunkorchester
    * Max Schönherr


    + BONUS Aus Werken von Richard Heuberger

    Der Opernball Zwischenspiel Großes Orchester der RAVAG / Max Schönherr


    Der Opernball Domino-Walzer Großes Wiener Rundfunkorchester / Max Schönherr


    Die Abenteuer einer Neujahrsnacht Ballettmusik Großes Orchester der RAVAG / Max Schönherr


    Eine entzückende Frau Ouvertüre Radio-Symphonieorchester Wien / Franz Bauer-Theussl


    Alt-Wien (Walzer) Großes Wiener Rundfunkorchester / Max Schönherr


    Liebesgram Walzerintermezzo Kleines Wiener Rundfunkorchester / Charly Gaudriot


    Suite: Aus dem Morgenland Op. 25


    1. Mädchen beim Tanz (Andante - Allegretto)
    2. Zwiegespräch am Brunnen (Andantino)
    3. Ramadan-Fest (Vivace)
    Großes Wiener Rundfunkorchester / Max Schönherr


    Champagner-Galopp (arr. Walter Goldschmidt)
    Großes Wiener Rundfunkorchester / Walter Goldschmidt


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Zitat

    Original von operettenfan
    Die Aufnahme kann ich empfehlen. Sie ist sehr nett gemacht.


    Man verzeihe mir: Die Aufnahme finde ich leider überhaupt nicht gut. Sie krankt, nach meiner Meinung, an einer sehr schlechten Aufnahmequalität - kaum vorstellbar, daß sie 1964 vom ORF gemacht worden ist! Die Wiedergabe ist ständigen Lautstärke-Schwankungen unterworfen und - abermals mea culpa - Fred Liewehr ist ein schlechter Georges Duménil. Ich mag falsch liegen, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß Liewehr eine sängererische Ausbildung gehabt hat. Als schauspielender Sänger wird er - zumindest meinem Ohr - dem Werk nicht gerecht.

  • Ueber die Aufnahmequalitaet der herausgekommenen CD kann ich nicht urteilen, da ich die Aufnahme nicht durch das Hamburger Archiv habe---allerdings bin ich bei alten Radioaufnahmen auch nicht ueber kritisch von wegen Qualitaet, da sie so rar sind, dass wir Glueck haben, dass wir sie ueberhaupt noch zu Gehoer bekommen.


    Fred Liewehr mag ich riesig gerne als Tenor, da sind wir einfach verschiedener Meinung. Ich geniesse alle Operettenaufnahmen, die ich mit ihm habe sehr. Ich mag auch allgemeine die alten Rundfunkaufnahmen oftmals viel lieber als neuere Studio-aufnahmen, die vielleicht in Aufnahme-qualitaet besser scheinen, aber oft liebelos gemacht sind und nicht die Stimmung haben, die die alten Radioaufnahmen besitzen, von den Saengern (Sprechern) her und auch der liebevollen Produktion mit guter Tonfuehrung---Studiogeraeuschen etc... Ich bin sicher, dass sich auch dort die Geister scheiden, was ja auch ok ist.

  • Zitat

    Original von operettenfan
    Ich mag auch allgemeine die alten Rundfunkaufnahmen oftmals viel lieber als neuere Studio-aufnahmen, die vielleicht in Aufnahme-qualitaet besser scheinen, aber oft liebelos gemacht sind und nicht die Stimmung haben, die die alten Radioaufnahmen besitzen, von den Saengern (Sprechern) her und auch der liebevollen Produktion mit guter Tonfuehrung---Studiogeraeuschen etc... Ich bin sicher, dass sich auch dort die Geister scheiden, was ja auch ok ist.


    ...da scheiden sich unser beider Geister noch nicht mal so sehr. Auch ich ziehe die alten Rundfunk-Produktionen mit Marszalek und Stephan den jüngeren Studioproduktionen vor. Allerdings ist mir bezüglich der Aufnahmequalität (und 1964 konnte man es schon wesentlich besser) noch keine so schlechte Platte untergekommen, wie diese. Und was die Interpreten angeht, da gibt es - zugegeben - immer wieder Differenzen und gegenteilige Auffassungen. Was ja auch den Reiz des Diskutierens ausmacht...

  • Zitat

    Ich mag auch allgemeine die alten Rundfunkaufnahmen oftmals viel lieber als neuere Studio-aufnahmen, die vielleicht in Aufnahme-qualitaet besser scheinen, aber oft liebelos gemacht sind und nicht die Stimmung haben, die die alten Radioaufnahmen besitzen, von den Saengern (Sprechern) her und auch der liebevollen Produktion mit guter Tonfuehrung---Studiogeraeuschen etc... Ich bin sicher, dass sich auch dort die Geister scheiden, was ja auch ok ist.


    Richtig ist, dass sich die Geister scheiden. Ich persönlich kann den alten Aufnahmen wenig abgewinnen, zumeist liegt es daran, dass der Orchesterklang wie ein einziger Brei klingt und man daher die Feinheiten einer Partitur überhaupt nicht mehr heraushören kann. Ich vermisse dieses Argument bei den Befürwortern der historischen Aufnahmen.


    :no:

  • Zitat

    Original von Uwe Aisenpreis


    Ich persönlich kann den alten Aufnahmen wenig abgewinnen, zumeist liegt es daran, dass der Orchesterklang wie ein einziger Brei klingt und man daher die Feinheiten einer Partitur überhaupt nicht mehr heraushören kann. Ich vermisse dieses Argument bei den Befürwortern der historischen Aufnahmen.


    Auch Uwes Argumentation hat ihre Berechtigung, aber ich möchte doch einwerfen dürfen, daß die heutigen Standards sicherlich auch nur Teil einer Entwicklung sind, die noch kein Ende gefunden hat. Möglicherweise denkt man in 50 Jahren über unsere Technik ebenso.
    Künstlerisch jedoch sind besagte Aufnahmen von neueren Produktionen nur selten, wenn überhaupt, überboten worden. Und in diesem Punkt waren "Operettenfan" und ich uns einig!
    Was das Partiturlesen angeht, kann ich Uwe durchaus folgen - mit der Einschränkung des (bestimmt!) älteren Musikfreundes, daß ich auch schon zu Mono-Zeiten mitlesen konnte - wenn auch nicht bei Operetten. Aber die früheren Aufnahmen der DG im "Symphonischen" oder auch bei Opern hatten immer schon einen hohen Standard.

  • Operette des Monats August 2010 im ZDF Theaterkanal ist Heubergers "Opernball" in der Verfilmung, die ich vor eineinhalb Jahren erwähnt habe:



    Eine gute Gelegenheit, diese Operetten-Verfilmung kennenzulernen.
    Die genauen Sendedaten gebe ich noch bekannt.


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Tatsächlich ist diese Operetten-Verfilming im August mehrfach im ZDF-Theaterkanal gelaufen.


    Die Diskussion hierüber scheint dank mangelnder Datensicherung verloren gegangen zu sein.


    Die Besetzung des Films habe ich noch gespeichert:


    Richard Heuberger
    DER OPERNBALL

    Film, 1970


    Helen Mané (Angèle)
    Harald Serafin (Paul)
    Maria Tiboldi (Marguerite)
    Maurice Besancon (Georges)
    Tatjana Iwanowa (Palmira)
    Heinz Erhardt (Cesare)
    Christiane Schröder (Hortense)
    Uwe Friedrichsen (Henri)
    Beate Hasenau (Feodora)
    Martin Jente (Phillip)
    Benno Hoffmann (Jean)
    Toxi (Claudine)
    Ernst Stankovski (Toulouse-Lautrec)
    Karin Heske (sein Modell)


    Symphonieorchester Kurt Graunke
    Musikalische Leitung: Willy Mattes


    Inszenierung: Eugen York
    Bühnenbild: Gerd Krauss
    Kostüme: Helga Pinnow
    Choreographie: William Milie


    Mehr habe ich nicht.


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Der Opernball
    Wiener Operette in drei Akten
    von Richard Heuberger,
    nach dem Lustspiel Die Rosa-Dominos von Alfred-Charlemagne Delacour und Alfred Hennequin aus dem Jahr 1876.
    Das Libretto schrieben Victor Léon und Heinrich von Waldberg.
    Uraufführung war am 5.1.1898 im Theater an der Wien in Wien,
    mit Annie Dirkens • Lori Stubel • Johanna Frey • Therese Biedermann • Marie Ottmann • Karl Streitmann • Carl Blasel • Joseph Josephi • Hansi Reichsberg.



    Die Operette Der Opernball war Richard Heubergers einziger bedeutender musikalischer Erfolg. Besonders populär wurde das Walzerduett Komm mit mir ins Chambre séparée.


    Verfilmt wurde das Werk dreimal:


    - 1939 von Regisseur Géza von Bolváry mit Paul Hörbiger, Marte Harell, Hans Moser, Heli Finkenzeller, Theo Lingen, Fita Benkhoff und Will Dohm, siehe Opernball
    - 1956 von Regisseur Ernst Marischka mit Johannes Heesters, Hertha Feiler, Josef Meinrad, Sonja Ziemann, Adrian Hoven, Fita Benkhoff und erneut in seiner Rolle als Diener Theo Lingen.
    - 1971 als ZDF-TV-Verfilmung von Regisseur Eugen York mit Maria Tiboldi, Christiane Schröder, Harald Serafin, Heinz Erhardt, Uwe Friedrichsen, Benno Hoffmann, Martin Jente, Ernst Stankowski.



    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Hallo Harald,


    ich finde es verwunderlich, dass es vom "Opernball", der schon drei Mal verfilmt wurde, sowohl bei Amazon wie bei jpc keine Gesamtaufnahme auf CD gibt. Zumal es sich ja um die letzte "gute" Operette aus der sog. klassischen Ära handeln soll.
    Fündig bin ich bis jetzt nur bei HAG geworden mit einer Aufnahme von 1964.


    Ich habe bis jetzt nur Radiomitschnitte von 6 Titeln. Diese sind fast alle von den gleichen Interpreten: Janette Skowoti, Tajana Ivanow, Benno Kursche, Renate Holm, Trudeliese Schmidt, Grit van Jüten. Man sollte doch meinen, dass es auch eine Gesamtaufnahme mit diesen Interpreten gibt.


    Viele Grüße


    Uwe

  • Einen neuen Operettenstil wollte der Komponist Richard Heuberger mit seinem "Opernball" entwickeln. Zwar schwingt alles wie gewohnt im Walzertakt, aber es gibt keine Chöre und Tanzeinlagen. Die Geschichte um drei Lebemänner auf der Suche nach erotischen Abenteuern und ihre patenten Ehefrauen erzählt Heuberger temporeich und pointengeladen wie im Schauspiel.


    ++++++++


    Lieber Uwe,


    die Gesamtaufnahme gibt es - zumindest im Archiv des WDR in Köln, wie schon weiter oben ausgeführt:


    Richard Heuberger:
    DER OPERNBALL

    Aufnahme: 19.6.1978, live, konzertant, Köln, Funkhaus
    Spieldauer: 113'18 min.
    Dirigent: Leopold Hager
    Rundfunk-Orchester des WDR Köln
    Regie: Arno Assmann


    Angèle Aubier: Jeanette Scovotti
    Beaubuisson: Benno Kusche
    Féodora: Naemi Priegel
    Georges Duménil: Hermann Winkler
    Germain: Arno Görke
    Henri: Trudeliese Schmidt
    Hortense: Renate Holm
    Marguérite Duménil: Grit van Jüten
    Mdm. Beaubuisson: Tatjana Ivanova
    Paul Aubier: Claudio Nicolai
    Philippe: Josef Meinertzhagen


    Warum sich keine Plattenfirma gefunden hat, diese Aufnahme auf CD herauszubringen, ist mir schleierhaft.


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Auch in der damaligen DDR wurde die Operette aufgenommen:


    Richard Heuberger:
    DER OPERNBALL

    Aufnahme: Februar 1973, Studio (?)
    Dirigent: Adolf-Fritz Guhl
    Rundfunk-Symphonie-Orchester Leipzig
    Rundfunkchor Leipzig


    Angèle Aubier: Anna Tomowa-Sintow
    Beaubuisson: Klaus Buron
    Georges Duménil: Walter Schmid
    Henri: Helmut Klotz
    Hortense: Ute Mai
    Marguérite Duménil: Maria Croonen
    Mdm. Beaubuisson: Katrin Wölzl
    Paul Aubier: Hans Peter Schwarzbach


    Das DRA hat die Aufnahme sicher ebenfalls irgendwo gespeichert.


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)


  • Ich habe mir gestern per Dowonload diese Gesamtaufnahme des "Opernball" zugelegt. Es handelt sich dabei um die auch weiter oben beschriebene Gesamtaufnahme des ORF mit folgenden Interpreten:


    Großes Wiener Rundfunkorchester, Max Schönherr, Wilhelm Schmidt, Cilli Tögel, Heinrich Friedl, Toni Niessner, Jetty Topitz-Feiler, Fred Liewehr, Waltraute Demmer, Emmy Loose, Fritz Puchstein


    Was mir dabei im Vergleich mit dem bei Impressario zugänglichen Libretto auffällt: Es fehlt der Eingangschor des 2. Aktes (Nr. 7 Mazurka) und die Eingangsszene des 3. Aktes (Nr. 11 Spielszene). Diese Musikstücke sind mir bisher aber auch noch nicht im Radio begegnet.


    Zum Ausgleich gibt es dann zwei Titel, die wiederum im Libretto fehlen:


    Es war am Boulevard
    Babuschka, Babuschka.


    Wie Harald weiter oben schreibt, wollte Heuberger mit seinem "Opernball" einen neuen Operettenstil entwickeln. Ich finde diesen Stil für das Jahr 1898 sehr modern, wohl eher an die damalige zeitgenössische Oper angelehnt als andere Operetten. Dieser Stil kreirt eine z. T. ungewönliche Harmonik und geht m. E. auf Kosten einer eingängigen Melodik. Das bringt es dann mit sich, dass das berühmte Chambre Separé Duett alle weiteren Musiknummern, auch nochmal in der ohnehin feinsinnigen Instrumentation, weit überragt.


    :) Uwe

  • In meiner Sammlung gefunden: Einen Querschnitt des "Opernball" auf einer Seite einer 25 cm LP mit Erika Köth, Hedi Klug, Margot Schramm, Reinhold Bartel und Ferry Gruber. Es spielt das Rundfunkorchester München, unter der Ltg. von Werner Schmidt-Boelcke.


    Auf der Rückseite: Ein Querschnitt durch "Glückliche Reise" mit Hedi Klug, Monika Dahlberg, Ferry Gruber und Harry Friedauer. Es spielt das Rundfunkorchester München, unter der Ltg. von Wolfram Röhrig.

  • Richard Heuberger, der am 18. Juni 1850 geboren wurde, starb am 28. Oktober 1914. Zu seinem Geburtstag habe ich dies ausgesucht:



    Heute ist sein 165. Geburtstag.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Wie weiter oben festgestellt wurde, schlummern in den Rundfunkarchiven einige bislang nicht auf CD veröffentlichte Aufnahmen. Immerhin gibt es mittlerweile bei cpo eine ganz neue Produktion und somit die erste moderne Einspielung dieser Operette überhaupt:




    Gerhard Ernst, Lotte Marquardt, Alexander Kaimbacher, Margareta Klobucar

    Chor der Oper Graz

    Grazer Philharmonisches Orchester

    Marius Burkert
    Aufnahme: 2016


    Glaubt man der Rezension bei jpc, gibt es aber ein paar Kürzungen.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid